Georgien & Armenien: Kaukasische Kostbarkeiten

Stadtkultur voll uralter Schätze, Kaukasus & Schwarzes Meer

Ihr Reiseverlauf Landschaft mit Chor Virap, Armenien, ©Alex Ishchenko, Fotolia.com Georgien, Tblissi, © Konrad Tonn Im Kaukasus, © Claudia Zentgraf Im Kaukasus, © Claudia Zentgraf Georgien, Kaukasus, Heerstraße, © Konrad Tonn Georgien, Kaukasus, Kasbegi, © Konrad Tonn Georgien, Jinvali-Stausee, © Konrad Tonn Kirche auf dem Land, © Claudia Zentgraf Georgien, Granatapfel, © Konrad Tonn Blick Richtung Chor Virap, © Kirkor Pehlivan Blick Richtung Chor Virap, © Kirkor Pehlivan Die Doppelspitze des Ararat, © Kirkor Pehlivan Platz der Republik mit Außenministerium, © Susanne Dibbelt Wunschbäume, © Susanne Dibbelt

Zwischen Europa und Asien, eingebettet in die Ebenen zwischen Ararat und Kaukasus, liegen Georgien und Armenien im Dornröschenschlaf. Noch. Denn ganz allmählich werden die zwei Schönen von Weltenbummlern entdeckt – und erblühen zusehends.

In Georgien, im Volksmund liebevoll als "Balkon Europas" bezeichnet, weht der Geist einer 3.000 Jahre alten Geschichte über eine uralte Landschaft voller Kulturschätze. An imposanten Wehrkirchen und Festungen, gewaltigen Stadtmauern und Kathedralen nagt der Zahn der Zeit und hinterlässt Spuren aus bewegten Epochen.

In Armenien zeugen frühchristliche Bauwerke, jahrhundertealte Kirchen, Tempel und Klöster sowie das Museum Matenadaran von der historischen Bedeutung des Landes.

Der Kaukasus schirmt die beiden Schwarzmeerländer vor Kaltluftwellen aus dem Norden ab und beschert ihnen ausgesprochen milde Temperaturen. In den unterschiedlichen Klimazonen, von subtropisch feucht bis kontinental trocken, hat sich eine faszinierende Naturlandschaft entwickelt, die Fans von Flora und Fauna begeistern wird. Halbwüste und Steppe, Täler, Hochgebirge und Höhlenlandschaften, Flussbecken und der malerisch gelegene Sevansee in Armenien beherbergen eine spektakuläre Artenvielfalt auf kleinstem Raum. Für kräftigende Gaumenfreuden sorgt die abwechslungsreiche kaukasische Küche, und gute Tröpfchen werden Ihnen bei Wein- und Kognakverkostungen kredenzt.

Auf kleinem Raum gibt es viel zu erleben – begleiten Sie uns auf dieser atemberaubenden Reise in zwei noch weitgehend unentdeckte Länder! 

  • Abendessen in landestypischen Restaurants
  • Mit Weinprobe in Georgien und Besuch einer Kognakfabrik in Armenien

Programm

1. Tag: Anreise nach Tbilissi

Per Haustürtransfer reisen Sie zum Flughafen Dresden von wo aus Sie mit Aeroflot via Moskau nach Tbilssi fliegen.  

2. Tag: Besichtigung von Tbilissi

Am zeitigen Morgen kommen Sie in Tbilissi an. Nach der Erledigung der Einreiseformalitäten werden Sie durch die örtliche Reiseleitung am Flughafen in Empfang genommen und zu Ihrem Hotel gebracht.

Hier haben Sie noch ein wenig Zeit um zu Ruhen und sich frisch zu machen, bevor nach einem stärkenden Frühstück Ihr Stadtrundgang beginnt. Dabei schauen Sie sich sowohl die Alt-, als auch die Neustadt an, die viele historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten zu bieten haben. Da die meisten Baudenkmäler in der Altstadt eng beieinander liegen, können diese bei einem kurzen Spaziergang bequem zu Fuß erreicht werden.

Erster Besichtigungspunkt ist der charmante Stadtteil Isani. Besonders beeindruckend ist das Steilufer des Flusses Mtkwari, an dem die Häuser und Häuschen nahezu zu kleben scheinen. Hier sehen Sie zunächst die Metechi Kirche, die Ende des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Gleich nebenan befindet sich das Reiterstandbild des Stadtgründers Wachtang Gorgassali. Zu dessen Füßen auf einem Plateau über dem Fluss Mtkwari stehend, kann man hier einen schönen Ausblick auf die Altstadt und die Umgebung Tbilissis genießen.

Nun geht es an den Schwefelbädern vorbei zur Festung Narikala, deren Grundstein im vierten Jahrhundert durch die Perser gelegt wurde. An der Synagoge vorbeikommend, erreichen Sie bald die Sionikirche. Hier wird eine der bedeutendsten Reliquien Georgiens aufbewahrt, das Weinrebenkreuz der heiligen Nino, die den christlichen Glauben nach Georgien brachte.

Weiter laufen Sie von hier aus zur Antschischati-Kirche (6. Jahrhundert), einer der ältesten Kirchen der Stadt. 

Ihr Tag endet mit dem Besuch der Schatzkammer des Historischen Museums, in der Goldschmiedekunst aus der Zeit des Goldenen Vlieses aufbewahrt wird sowie einem schmackhaften Abendessen in einem typischen georgischen Restaurant.

Sie übernachten erneut im Hotel in Tbilissi.

3. Tag: Tbilissi – Signagi – Kvareli – Tbilissi

Nach dem Frühstück erkunden Sie heute Kachetien, das bekannte Weinanbaugebiet Georgiens. Am Morgen fahren Sie zunächst zum Nonnenkloster Bodbe, einem der berühmtesten Klöster Georgiens. Hier liegt die heilige Nino begraben.

Danach unternehmen Sie einen Spaziergang durch Signagi. Die ganze Stadt ist von einer Doppelmauer und 28 Türmen umgeben, die das Symbol der Freistadt Signagi war. Die meisten Häuser sind im klassischen-süditalienischen Stil mit typisch georgischen Elementen gebaut und  terrassenförmig an den Berghängen angeordnet. Mittlerweile wurden zahlreiche Häuser schön restauriert, sodass Besucher diese kleine Perle unter den georgischen Städten heute wieder genießen können.

Seit Menschengedenken wird in Kachetien Weinanbau betrieben. Jeder Ort produziert hier eigene Weine und so ist natürlich ein Ausflug hierher nicht vollständig, ohne eine Weinprobe. Sie fahren zunächst in die Stadt Kvareli, wo Sie bekannte georgische Weine verkosten.

Anschließend Weiterfahrt zu einem Bauernhof, wo Ihnen ein reiches Mittagessen serviert wird. So gestärkt, besuchen Sie einen alten typischen Weinkeller, in dem Sie einen Landwein testen können.

Sie übernachten in Tbilissi.  

4. Tag: Tbilissi – Mzcheta – Kasbegi - Gudauri

Von Tbilissi aus fahren Sie am Morgen nach Mzcheta. Bei einer Besichtigung dieser altehrwürdigsten Stadt und religiösen Zentrum Georgiens schauen Sie sich u.a. die Dschwari-Kirche aus dem 6. Jahrhundert, die auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste vermerkt ist, sowie die Swetizchoveli-Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert an. In dieser soll sich das Hemd Christi befinden, welches dieser zu seiner Kreuzigung trug.

Nun sind Sie auf der bekannten und gefürchteten georgischen Heerstraße unterwegs, die sich rund 200 Kilometer über den Großen Kaukasus windet. Sie legen einen Halt an der Festung Ananuri ein, die auf kleinem Raum zwei Kirchen beherbergt. Bei schönem Wetter genießen Sie hier einen wunderbaren Blick auf den Jinvali-Stausee.

Entlang des Tergi-Flusses erfolgt die Weiterfahrt in die Ortschaft Kasbegi/Stepantsminda. Dort steigen Sie in lokale Geländewagen um und fahren zur auf 2.170 Metern Höhe gelegenen Dreifaltigkeitskirche von Gergeti, Zminda Sameba. Wenn das Wetter mitspielt, kann man einen Blick auf einen der höchsten Gletscher im Kaukasus – den Kasbeg (5.047 Meter) erhaschen.

Sie essen in Gudauri zu Abend, wo Sie später auch übernachten. Der Ort ist heute eines der beliebtesten Skisportzentren Georgiens.  

5. Tag: Gudauri – Uplisziche – Gori – Zkaltubo

Heute reisen Sie entlang der alten Seidenstraße in die Kartli-Region, in der sich die Höhlenstadt Uplisziche befindet. Diese liegt am Ufer des Mtkwari, direkt an der alten Seidenstraße. Zur Blütezeit der Stadt sollen hier 20.000 Menschen gelebt haben, die sich überwiegend vom Handel mit den auf der Seidenstraße vorbeiziehenden Karawanen ernährten. Die ältesten noch erhaltenen Gebäude stammen aus dem 2. und 3. Jahrhundert. Seit dem 18. Jahrhundert ist Uplisziche verlassen. Anhand der noch vorhandenen Überreste kann man die Stadtstruktur mit mehreren Straßen, einem Theater und verschiedenen Palästen gut nachvollziehen.

Nur 12 Kilometer entfernt befindet sich die Stadt Gori. Hier wurde Stalin geboren, sein Geburtshaus beherbergt ein kleines Museum. Hier legen Sie einen kurzen Stopp ein, um sich einen Eindruck zu verschaffen (nur Außenbesichtigung).

Ihr nächstes Reiseziel liegt in der Imereti-Provinz in West-Georgien. Es ist die Prometheushöhle von Kumistawi. Teile des Höhlensystems wurden durch Treppen und Wege zugänglich gemacht und mit Beleuchtung versehen. Hier können Sie beeindruckende Stalaktiten und Stalagmiten bewundern.

Abendessen und Übernachtung erfolgt im zu Sowjetzeiten wohl bekanntesten Kurort der Sowjetunion, Zkaltubo.  

6. Tag: Zkaltubo – Botanischer Garten – Gonio – Batumi – Zkaltubo

Tagesziel ist heute die Hauptstadt der Adshara-Region, Batumi, an der Schwarzmeerküste gelegen. Im Botanischen Garten nehmen Sie an einer Führung teil und können dort einige der mehr als 5.000 Pflanzenarten aus der ganzen Welt entdecken. Der Garten erstreckt sich auf einer Landzunge nahe dem Kurort Seljonij Mijs und umfasst acht geographische und landschaftliche Zonen.

Weiter geht es zu den Ruinen der Festung Gonio, die seit Mitte der neunziger Jahre erforscht werden. Sie stammt aus der Römerzeit und ist damit eine der ältesten in Georgien. Ihre Geschichte ist mit der Argonautensage verbunden.

Nun erkunden Sie Batumi. Besonders schön ist ein Spaziergang entlang der zwei Kilometer langen Uferpromenade. Genießen Sie den Blick auf das Schwarze Meer und die angenehme Seeluft.

Am Abend kehren Sie nach Zkaltubo zurück, wo Sie zu Abend essen und erneut übernachten.  

7. Tag: Zkaltubo – Bagrati – Gelati – Bordshomi – Achalziche

Früh am Morgen besuchen Sie zwei Weltkulturerbe, die Bagrati-Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert und den Gelati-Klosterkomplex aus dem 12. Jahrhundert, sowie die dazugehörige Akademie.

Die Bagrati-Kathedrale ist eine der größten Kirchen des Landes mit kreuzförmigem Grundriss. Der Fußboden wurde einer Inschrift zufolge im Jahr 1003 fertiggestellt, die großen Vorhallen im Osten und Westen wurden allerdings erst später errichtet. Der Bau präsentiert sich heute als Ruine, die Kathedrale wurde bereits 1692 durch osmanische Truppen beschädigt.

Die Klosteranlage Gelati wurde auf einem bewaldeten Berghang, im Flusstal der Zchaltsitela, errichtet. Die Klosterakademie förderte die Künste und Wissenschaften, hier wurden illuminierte Handschriften und Goldschmiedearbeiten geschaffen. Die Anlage befindet sich in einem guten Zustand, darunter drei Kirchen und ein vollständig mit Fresken bedeckter Katholikon. Und in der Apsiskuppel der Gottesmutter-Kirche hat sich ein außergewöhnlich großes Mosaik aus dem Mittelalter erhalten, was in Georgien sehr selten der Fall ist.

Von hier aus geht es nach Bordshomi, dem berühmten Mineralwasser-Kurort. Bei einem kurzen Spaziergang durch den ehemaligen Zaren-Park sehen Sie einige Sanatorien und Paläste und besuchen natürlich auch eine der Mineralwasser-Quellen, die dem Ort bereits zur Zarenzeit zu Wohlstand verhalfen.

Anschließend reisen Sie weiter in die Kleinstadt Achalziche, bekannt für ihre Schwefelbäder. Sie schauen sich die Festung Rabati an, bevor Sie in Ihr Hotel in Achalziche einchecken, wo Sie auch zu Abend essen.  

8. Tag: Achalziche – Wardsia – Bavra (Grenze) – Gjumri

Frisch gestärkt reisen Sie nach dem Frühstück nach Wardsia. Unterwegs legen Sie einen Fotostopp bei der Chertwisi-Festung aus dem 10. Jahrhundert ein. Die geheimnisvollen Ruinen beeindrucken noch heute den Betrachter.

Dann entdecken Sie die Höhlenstadt Wardsia. Bis zu 2.000 Säle und Kammern soll es dort einst gegeben haben, die durch kilometerlange Querstollen miteinander verbunden waren. Zur Blütezeit der Anlage lebten hier 800 Mönche und die Höhlen konnten bis zu 50.000 Menschen im Notfall Unterschlupf bieten. Sie waren nur mit Leitern zu erreichen, welche eingezogen werden konnten, wenn Feinde anrückten. Wardsia war eine der bestgesicherten Festungen Georgiens. Im 19. Jahrhundert wurde Wardsia allerdings durch ein Erdbeben stark beschädigt. In mühevoller Arbeit wurden Teile des Klosters wieder hergestellt, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Besonders eindrucksvoll ist die Kirche des Klosters mit ihren sehenswerten Fresken, darunter ein Porträt der großen Königin Tamara.

Am Nachmittag erreichen Sie in Bavra die georgisch-armenische Grenze. Hier verabschieden Sie sich von Ihrem georgischen Reiseleiter und Busfahrer. Nach den Grenzformalitäten erwarten Sie bereits der armenische Reiseleiter und Busfahrer. Sie werden mit dem Bus durch die etwa einen Kilometer lange sogenannte "neutrale Zone" gefahren und erreichen dann Armenien.

Das erste Übernachtungshotel in Armenien liegt in Gjumri, der zweitgrößten armenischen Stadt. Hier werden Sie auch in einem Restaurant Ihr Abendessen einnehmen.  

9. Tag: Gjumri – Thalin – Arutsch – Saghmosavankh – Jerewan

Sie erleben an diesem Reisetag erneut einen Ort, der direkt an der alten Seidenstraße lag, Thalin. Hier besuchen Sie die imposante Kathedrale mit ihren schönen Weinreben. Die ungewöhnliche Kirche ist sowohl eine Basilika, als auch eine Kreuzkuppelkirche und wurde vom 7. bis 11. Jahrhundert errichtet.

Eine weitere beeindruckende Kirche sehen Sie in Arutsch. Sie wurde im 7. Jahrhundert durch Grigor Mamikonyan und seine Frau Heghine errichtet und gilt als eines der wichtigsten mittelalterlichen Bauwerke von Armenien. Die Kirche hatte einst eine mächtige Kuppel, die heute nicht mehr erhalten ist.

An einer tiefen Schlucht liegt das mittelalterliche Kloster Saghmosavankh, was übersetzt soviel wie „Kloster der Psalmen“ heißt. Es ist ein schönes Beispiel der kompakten armenischen Klosterbauweise. Bevor man die Anlage betritt, erkennt man fast nicht, dass es sich nicht nur um ein, sondern eigentlich um vier aneinander gebaute Gebäude handelt. Neben den beeindruckenden Kirchen, der Bibliothek und der Kapelle hat Saghmosavankh eindrucksvolle Kreuzsteine zu bieten, die Sie sich unbedingt ansehen sollten. Sie stammen aus dem 13. bis 15. Jahrhundert.

Gegen Abend erreichen Sie Jerevan. Hier werden Sie die nächsten 3 Nächte verbringen. Das Abendessen nehmen Sie in einem Restaurant in der armenischen Hauptstadt ein.  

10. Tag: Jerevan – Etschmiatsin – Zvarthnots – Jerevan

Zunächst lernen Sie Jerevan auf einer Stadtrundfahrt ein wenig kennen. Dabei sehen Sie u.a. den Republiksplatz, mit traditionell armenischer Architektur, das zentrale Postamt und die staatliche Gemäldegalerie. Und natürlich darf auch ein Besuch vom Museum Matenadaran nicht fehlen. In diesem Zentralarchiv für armenische Handschriften das zum Weltdokumentenerbe der UNESCO gehört, lagern etwa 13.000 Handschriften auf Papier und Pergament. Der hier ebenfalls aufbewahrte Codex Etschmiatsin von 989 hat fast den Rang einer nationalen Reliquie.

Nur 20 Kilometer von Jerevan entfernt liegt Etschmiatsin, wo sich auch der Sitz des Oberhauptes der armenisch-apostolischen Kirche (Katholiko) befindet. Die Etschmiatsin-Kathedrale, die Sie hier besichtigen, ist eine der ältesten Kirchen der christlichen Welt. Sie wurde im Jahr 303 an der Stelle eines heidnischen Tempels errichtet und gilt als das religiöse Zentrum des armenischen Volkes. Nach zahlreichen Zerstörungen wurde sie jeweils noch prunkvoller wieder aufgebaut. Die Gestaltung der Innenräume stammt aus dem 17. Jahrhundert. Mittlerweile gehört sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Außerdem sehen Sie die Kirche der heiligen Hripsime, die als ein wahres Juwel von Armenien gilt. Die Kirche wurde zwischen den Jahren 301 bis 303 n. Chr. unter der Herrschaft des armenischen Königs Tiridates III und des ersten armenischen Katholikos St. Gregor dem Erleuchter gebaut.

Auf dem Rückweg nach Jerevan legen Sie einen Halt bei den Ruinen der ersten armenischen Rundkirche Zvarthnots aus dem 7. Jahrhundert ein. Das Meisterwerk wurde während eines Erdbebens im 10. Jahrhundert schwer beschädigt und erst über 1.000 Jahre später wieder entdeckt.

Abendessen in einem Restaurant in Jerevan.  

11. Tag: Jerevan – Garni – Geghard – Jerevan

Zunächst steht ein Besuch des Tempels Garni auf Ihrem Tagesprogramm. Der heidnische Tempel ist ein malerisches Denkmal aus der hellenistischen Zeit und ein beeindruckendes Stück alter armenischer Architektur. Es wurde im ersten Jahrhundert n. Chr. vom armenischen König Tiridates gebaut und ist einem heidnischen Gott, wahrscheinlich Mithra, dem Gott der Sonne, gewidmet. Nach der Erklärung des Christentums als Staatsreligion in Armenien im Jahre 301, soll der Tempel als Sommerresidenz der Könige genutzt worden sein.

Zum Mittagessen kehren Sie in einem lokalen Haus in Garni ein. Dort haben Sie Gelegenheit zuzusehen wie Lawasch, ein dünnes Fladenbrot, in einem Tonir genannten irdenen Backofen zubereitet wird.

Nordöstlich von Garni, oberhalb der Schlucht des Flusses Azat, liegt ein prächtiges Denkmal der armenischen Architektur – das Höhlenkloster Geghard aus dem 8. Jahrhundert. Es wurde aus dem umliegenden Gestein gehauen und beherbergte der Legende nach ursprünglich die „heilige Lanze“, nach der das Kloster auch benannt wurde. Es ist der wohl beliebteste armenische Wallfahrtsort, entsprechend voll kann es hier werden. Bei einem Rundgang können Sie sich selbst von der Bedeutung dieses Ortes überzeugen.

Zurück in Jerevan angekommen, besuchen Sie vor dem Abendessen die Jerevaner Kognakfabrik.

Abendessen und Übernachtung erneut in Jerevan.  

12. Tag: Jerevan – Chor Virap – Noravank

Er wird Sie bis zum Ende der Reise begleiten: der alles dominierende Ararat – Schicksalsberg der Armenier. Am Fuß des Berges Ararat erhebt sich das Kloster Chor Virap nahe der geschlossenen Grenze zur Türkei. Kein Kloster in Armenien ist derart stark mit der Legende des heiligen Georg verbunden wie dieses. Hier soll er über 13 Jahre lang in einer Höhle gefangen gehalten worden sein, um seinen christlichen Glauben zu brechen. Da er sich nicht beugen ließ und trotz allem König Tradat III. sogar von einer als unheilbar geltenden Krankheit heilte, ließ sich der König schließlich sogar selbst taufen. Und er verfügte, das die Armenier als erstes Volk in der Geschichte des Christentums den christlichen Glauben als Staatsreligion annahmen. Von hier aus bietet sich bei gutem Wetter ein unvergleichlicher Blick auf den schneebedeckten heiligen Berg der Armenier, den Ararat.

Nach dem Mittagessen besuchen Sie das in der engen Schlucht des Amaghu gelegene Kloster Noravank, welches zu den schönsten armenischen Klöstern gehört. Mit seiner rötlichen Fassade ist es bei untergehender Sonne kaum von seiner felsigen Umgebung zu unterscheiden. Es steht besonders im Zeichen Johannes des Täufers.

Abendessen und Übernachtung im Hotel in Jerevan.  

13. Tag: Sevan See - Goschavank - Dilijan - Jerevan

Heute fahren Sie an den Sevan See, der bis zu 5% der Fläche Armeniens beträgt, ist etwa 2.000 Meter über dem Meeresspiegel und ist der zweite höchste Süßwassersee der Welt - der Smaragd Armeniens, so nennen die Einheimischen den See. Hier besuchen Sie des Klosters auf der Halbinsel. 

Anschließend setzen Sie die Fahrt in Richtung der bewaldeten Region Dilijan fort. Die Leute sagen: "Hätte Paradies Berge, Wälder und Mineralquellen, wäre es wie Dilijan sein". Die natürliche Schönheit von Dilijan ist so, dass es auch "Die kleine armenische Schweiz" benannt wird. Sie unternehmen einen Stadtrundgang in dem alten Stadtviertel der Stadt mit den erhalten gebliebenen Häusern und besuchen das Kunststudio für Holz, Keramik.

Im Oberlauf des Flusses Aghstev liegt Goschavank (12-13 Jh.), das Kloster-Ensemble in Dilijan. Es befindet sich in dichten Eichenwäldern, in den Schluchten von kleinen, aber turbulenten Bergflüsse und es ist einzigartig mit einem der interessantesten und bekanntesten armenischen Kreuzstein.

Rückfahrt nach Jerewan. Abschiedsessen in einem Restaurant. Übernachtung im Hotel in Jerewan.

14. Tag: Heimreise

Nach dem Frühstück werden Sie zum Flughafen gebracht. Es heißt Abschied nehmen. Mit Aeroflot fliegen Sie von Jerevan via Moskau zurück nach Dresden.

Mit dem Transfer nach Hause geht Ihre ereignisreiche Reise zu Ende.

ab 2029 
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Beförderung

  • Transfer ab/an Haustür
  • Flug mit Aeroflot von Dresden via Moskau nach Tbilissi und zurück von Jerevan 
  • Transfer Flughafen – Hotel – Flughafen
  • Fahrt im Reisebus während der Rundreise, Buswechsel an der Grenze zu Armenien / Georgien  

Hotels & Verpflegung

  • 12 Übernachtungen in 3*- und 4* Hotels 
  • 12 x Frühstück
  • 3 x Mittagessen, davon 1 x bei einem Bauern in Kachetien und 1 x in einem lokalen Haus in Garni
  • 10 x Abendessen, z.T. in lokalen Restaurants

Ausflüge & Besichtigungen

  • Stadtrundgänge/-fahrten: Tbilissi, Signagi, Mzcheta, Jerevan
  • Spaziergänge: Batumi und Bordjomi
  • Fahrt auf der georgischen Heerstraße und in Jeeps zur Dreifaltigkeitskirche von Gergeti
  • Weinprobe in Kachetien
  • Stopps: Stalin-Haus in Gori, Ruinen der Festung Gonio, Chertwisi-Festung
  • Besuch der Kognakfabrik ARARAT in Jerevan  
  • Eintritte/Besichtigungen: Schatzkammer des Historischen Museums in Tbilissi, Bodbe-Kloster, Dschwari-Kirche und Swetizchoveli-Kathedrale Mzcheta, Höhlenstadt Uplisziche, Prometheushöhle von Kumistawi, Botanischer Garten von Batumi, Bagrati-Kathedrale, Kloster Gelati, Festung Rabati in Achalziche, Höhlenkloster Wardsia, Kathedrale in Thalin, Kirche in Arutsch, Kloster Saghmosavankh, Museum Matenadaran in Jerevan, Etschmiatsin-Kathedrale und Kirche der heiligen Hripsime in Etschmiatsin, Ruinen der Kirche von Zvarthnots, Tempel Garni, Höhlenkloster Geghard, Kloster Chor Virap, Kloster Noravank, Selim-Karawanserei, Sevan-Kloster, Ananuri-Festung

Sonstiges

  • 1 Flasche Mineralwasser pro Person/Tag
  • Aktuelle Steuern und Sicherheitsgebühren
  • je 1 Reisetaschenbuch Georgien/Armenien pro Buchung
  • Örtliche, Deutsch spr. Reiseleitung (Reiseleiterwechsel an der Grenze zu Armenien und Georgien): 2. - 14. Tag
  • SZ-Reisebegleitung 

Armenien

Karte Armenien

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt von maximal 180 Tagen. Notwendig zur Einreise ist der bei Einreise mindestens noch 6 Monate gültige Reisepass.

Landesdaten

Lage

Die Republik Armenien grenzt im Norden an Georgien, im Osten an Aserbaidschan, im Südosten an den Iran und im Südwesten an die Türkei.

Fläche: 29.800 km².

Verwaltungsstruktur: 11 Marser (Bezirke), wobei die Hauptstadt Yerevan (Eriwan) den Status eines Mars hat.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 3,1 Millionen

Städte:

Yerevan/Eriwan (Hauptstadt) ca. 1,1 Millionen

Gyumri ca. 116.000

Vanadzor ca. 81.000

Sprache

Die Amtssprache ist Armenisch; Russisch ist weit verbreitet.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden (da auch in Armenien Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied immer erhalten).

Stromspannung

210/220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz

Die Mitnahme eines Adapters empfiehlt sich. Teilweise kann es in Armenien zu erheblichen Spannungsschwankungen kommen (Vorsicht bei empfindlichen Geräten). Mit Stromausfällen muss immer wieder gerechnet werden.

Telefon/Post

Post

Beim Postversand ins Ausland muss mit langen Verzögerungen gerechnet werden. Die Sendungen unterliegen Zollkontrollen; es wird empfohlen, kein Geld oder Wertsachen zu versenden.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Armenien ist 00374, von Armenien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Auslandsgespräche sind von öffentlichen Kartentelefonen, Postämtern und auch von Internet-Cafés aus möglich.

NOTRUFNUMMERN: allgemeiner Notruf 911, Polizei 102, Unfallrettung 103, Feuerwehr 101.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800, 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Armenien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .am

Feiertage

1.-4. Januar (Neujahrsfeiertage)

5. Januar (Vorweihnachtstag)

6. und 7. Januar (armenische Weihnachten)

28. Januar (Tag der Armee)

8. März (internationaler Frauentag)

17. April (Tag nach der Auferstehung Christi)

24. April (Gedenktag der Opfer des Genozids)

1. Mai (Tag der Arbeit)

9. Mai (Tag des Friedens)

28. Mai (Tag der Republik)

5. Juli (Tag der Verfassung)

21. September (Tag des Unabhängigkeitsreferendums)

31. Dezember (Silvester).

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juni bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 13-18 Uhr (teilweise auch nur 9-12.30 Uhr);

Büros: Mo bis Fr 9-17.30 Uhr (eine Stunde Mittagspause ab ca. 12 bzw. 13 Uhr);

Geschäfte: Mo bis Sa 9-17 Uhr (zum Teil auch sonntags).

Kleidung

Für die Sommermonate sollte man leichte, gut waschbare Sommerkleidung dabeihaben. Da die Bevölkerung Armeniens eher konservativ ist, sollte man auch im Sommer eher dezente Sommerkleidung wählen. Ansonsten ist Übergangskleidung und für die Winterzeit (speziell auch im Nordwesten) warme Kleidung erforderlich.

Karte Armenien

Religion

Etwa 94 Prozent der Bevölkerung gehören der Armenisch-Apostolischen Kirche an. Religiöse Minderheiten sind u.a. die Anhänger der Armenisch-Katholischen Kirche und Zeugen Jehovas.

Karte Armenien
Klimadiagramm

Klimainformationen

Bedingt durch die unterschiedlichen geografischen Gegebenheiten herrscht unterschiedliches Lokalklima. In den Tälern und im Gebirgsvorland, dazu zählt auch Yerevan, herrscht trockenes Kontinentalklima. In dieser Gegend sind die Sommer mit Temperaturen bis 40°C heiß. Im Nordwesten des Landes ist mit winterlichen Tiefstwerten von -40°C zu rechnen. Das ganze Jahr über fällt nur wenig Niederschlag.

Beste Reisezeit

April bis Juni und September bis Oktober.

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Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort keine medikamentöse Prophylaxe. Nur Malaria tertiana (P.vivax).

Verbreitung

Ein sehr geringes Malariarisiko besteht zwischen Juni und Oktober in südlichen Gebieten des Landes, d.h. in den Tälern des Ararat in Masis Distrikt. Touristengebiete und Städte sind malariafrei. Ausschließlich Malaria tertiana.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

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Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Dram (ARD)

1 Dram = 100 Luma.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 568,15 ARD

1 US-$ = ca. 478,44 ARD

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbegrenzt.

Einfuhr Landeswährung: unbegrenzt.

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung im Wert von über 10.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: nur bis zu 10.000 US-$ oder dem Gegenwert in anderen Währungen erlaubt.

Ausfuhr Landeswährung: nur bis zu einem Gegenwert von 10.000 US-$ erlaubt.

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: US-$-Noten neueren Datums und Euro können bei vielen Banken und Wechselstellen (in Yerevan praktisch überall) in Bargeld getauscht werden.

Internationale Kreditkarten: Ja (Visa, American Express) - werden von einigen gehobenen Restaurants, Geschäften und Hotels akzeptiert (bei Buchung abklären).

Geldautomat: Ja - In Yerevan und in einigen kleineren Städten ist an Geldautomaten die Bargeldabhebung mit Kreditkarten möglich, zum Teil auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo). Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - in Euro, werden in Yerevan von einzelnen Banken akzeptiert. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

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Auskunftstellen

Botschaft der Republik Armenien
Nussbaumallee 4
14050
Berlin
(0 30) 40 50 91 25
(0 30) 405 09 10
armgermanyembassy@mfa.am
Konsularabt. Mo, Di, Do 10-13 Uhr und Di 14:30-17 Uhr (telefonische Anfragen Mo, Mi, Do 15-17 Uhr)

Armenian Tourism Development Agency (ATDA)
3 Nalbandian Street
375010
Yerevan (Eriwan) /Armenien
(00374 10) 54 47 92
(00374 10) 54 23 03/06
www.tourismarmenia.net
help@armeniainfo.am

Chamber of Commerce and Industry of the Republic of Armenia
11 Khanjyan Street
375010
Yerevan (Eriwan) /Armenien
(00374 10) 58 78 71
(00374 10) 56 01 84, 56 01 96
armcci@arminco.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Armenien
Nussbaumallee 4
14050
Berlin
(0 30) 40 50 91 25
(0 30) 405 09 10
armgermanyembassy@mfa.am
Konsularabt. Mo, Di, Do 10-13 Uhr und Di 14:30-17 Uhr (telefonische Anfragen Mo, Mi, Do 15-17 Uhr)

Honorarkonsulat der Republik Armenien
An der Welle 4
60322
Frankfurt am Main
(069) 75 93 82 00
(069) 75 93 84 47
info@armenien-honorarkonsulat-hessen.de
Mo bis Do 9-11 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Armenien
Südbeckenstraße 22
76189
Karlsruhe
(07 21) 47 17 87 11 88
(07 21) 47 17 87 11 82
mail@honorarkonsulat-armenien.de
Di und Do 11.30-13, 14-15.30 Uhr (telefonische Anfragen Mo bis Do 10-15 Uhr)
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Armenien
Stieglitzweg 27
39110
Magdeburg
(03 91) 56 39 06 06
nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
29 Charents Street
0025
Yerevan (Eriwan) /Armenien
(00374 10) 52 47 81, (0049 30) 181 76 72 40
(00374 10) 52 32 79
www.deutschebotschaft-eriwan.am
info@eriw.diplo.de
Amtsbezirk: Armenien

Karte Armenien

Reisehinweise

Wegen Anfang April 2016 ausgebrochener Kampfhandlungen rät das Auswärtige Amt von Reisen nach Berg-Karabach sowie in die Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar dringend ab.

M16 - Gefahr durch Schusswechsel: Auf der Landstraße M16 in der Nähe der Landesgrenze zu Aserbaidschan besteht die Gefahr durch Schusswechsel.

Protestaktionen und Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Konfliktregion Berg-Karabach: Hin und wieder kommt es an der Waffenstillstandslinie der umstrittenen Region zu Schusswechseln. Außerdem besteht in der Region Minengefahr. Das Auswärtige Amt rät von Reisen nach Berg-Karabach dringend ab.

Die Grenzen zu Aserbaidschan und zur Türkei sind für Reisende geschlossen.

Zudem sollte beachtet werden, dass Armenien in einem Erdbebengebiet liegt.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Es besteht ein Fotografierverbot für alle militärischen und polizeilichen Einrichtungen in Armenien. Auch sollten Grenzübergänge, die U-Bahn in Eriwan sowie andere Infrastruktureinrichtungen nicht fotografiert oder gefilmt werden.

Reisende, die in Armenien mit dem Auto fahren, sollten äußerst umsichtig und defensiv fahren. Im Vergleich zu Mitteleuropa besteht ein erhebliches Unfallrisiko. Zudem sind die Deckungssummen der Haftpflichtversicherung in Armenien sehr gering. Schadenersatzansprüche können oft nicht in entsprechender Höhe durchgesetzt werden. Auf einen ausreichenden Versicherungsschutz (Unfall- und Kaskoversicherung) sollte daher besonders geachtet werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Georgien

Karte Georgien

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 360 Tage. Notwendig ist der mindestens 3 Monate über den Aufenthalt hinaus gültige Reisepass oder Personalausweis (Reisepass bei Ein- oder Rückreise über bestimmte Drittstaaten erforderlich!).

Landesdaten

Lage

Georgien grenzt im Norden und Osten an die Russische Föderation; im Südosten an Aserbaidschan; im Süden an Armenien; im Südwesten an die Türkei und im Westen ans Schwarze Meer. Die höchsten Erhebungen Georgiens sind der Kasbek (5.047 m) und der Schchara (5.068 m) im Großen Kaukasus.

Zum Territorium gehören auch die Autonomen Republiken Abchasien, Adscharien und Südossetien.

Fläche: 69.700 km2.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,8 Millionen

Städte:

Tiflis (Tbilisi, Hauptstadt) ca. 1,16 Millionen

Kutaisi ca. 194.700

Batumi (Hauptstadt Adschariens) ca. 124.300

Rustavi ca. 120.800

Suchumi (Hauptstadt Abchasiens) ca. 64.500

Gori ca. 54.600

Poti ca. 47.8100

Sprache

Amtssprache ist Georgisch. Daneben werden je nach Region diverse andere Sprachen gesprochen, unter anderem Aserbaidschanisch, Armenisch, Abchasisch und Ossetisch. Russisch und Englisch werden zum Teil verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden.

Während der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) +2 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Es empfiehlt sich, einen Adapter dabeizuhaben. Es gibt häufig auch längere Stromausfälle, besonders von November bis März. Es wird daher empfohlen, starke Taschenlampen mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Im internationalen Postverkehr muss mit Unterbrechungen gerechnet werden. Zur schnelleren Beförderung sollten Briefe und Pakete direkt bei den Postämtern abgegeben werden.

Telefon

Die Telefon-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Georgien ist 00995, von Georgien nach Deutschland wählt man 8 (Freizeichen abwarten) und dann 1049, nach Österreich ebenfalls 8 und dann 1043 und in die Schweiz die 8 und dann 1041.

Das Telefonnetz in Georgien weist große Schwächen auf. Von öffentlichen Telefonen aus kann man nur Ortsgespräche führen. Fern- und Auslandsgespräche sind von Telefonzentren aus möglich.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 02, Unfallrettung 03 oder 901, Feuerwehr 01.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Georgien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ge

In Tiflis sind viele Internetcafés vorhanden. Auch in anderen größeren Städten werden zunehmend Internetcafés eröffnet.

Feiertage

Feiertage 2017:

1. und 2. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxes Weihnachtsfest)

19. Januar (Dreikönigstag; Epiphaneas)

3. März (Muttertag)

8. März (internationaler Frauentag)

21. März (Frühlingsfest)

9. April (Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit)

14. April (Karfreitag, orthodox)

15. April (Karsamstag, orthodox)

16. und 17. April (Ostern, orthodox)

9. Mai (Tag des Sieges)

12. Mai (Tag des Heiligen Andreas)

26. Mai (Unabhängigkeitstag)

28. August (Mariä Himmelfahrt, orthodox)

14. Oktober (Marienfeiertag)

23. November (Tag des Heiligen Georg)

Außerdem haben viele Georgier am 24. August (Tag der Verfassung) frei, obwohl er kein gesetzlicher Feiertag ist.

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Montag bis Samstag 10-17 Uhr, Lebensmittelgeschäfte haben oft länger geöffnet;

Banken: Montag bis Freitag 9.30-17.30 Uhr (mit Mittagspause);

Büros: Montag bis Freitag 9-18 Uhr (mit Mittagspause).

Karte Georgien

Geschichte/Politik

Die Griechen gründeten an der georgischen Schwarzmeerküste um 600 v.Chr. mehrere Kolonien; sie nannten die Gegend "Kolches". Im Osten Georgiens hingegen regierten die Perser. Kurz vor der Zeitenwende wurde Georgien römisch. Später dehnte sich das Land unter dem Einfluss einer mächtigen Dynastie - der Bagratiden - gewaltig aus und umfasste im 13. Jahrhundert den ganzen Kaukasus. Doch dann sorgten die Mongolen dafür, dass das Reich wieder zerfiel. 1783 stellte sich Georgien unter die Schutzherrschaft des russischen Zaren. Um 1800 wurde es ein Teil Russlands. 1918, nach der russischen Revolution, wurde Georgien wieder selbstständig. Doch 1921 marschierten sowjetische Truppen ein und ab 1936 war Georgien ein Teil der UdSSR. Nach deren Zerfall erlangte Georgien 1991 wieder die Unabhängigkeit, trat jedoch 1993 der GUS bei. Der Kaukasuskrieg, in dem Russland die Unabhängigkeitsbestrebungen der Gebiete Abchasien und Südossetien unterstützte, führte 2008 zum Austritt Georgiens aus der GUS.

Wirtschaft

Das wirtschaftlich gut funktionierende, einst wohlhabende Land hat durch andere Länder der GUS Probleme bekommen, da jene ihre Abnahmeversprechen für Güterlieferungen nicht einlösen konnten. Früher lieferte Georgien beispielsweise über 90 Prozent des Tees, die die Einwohner der UdSSR verbrauchten. Nun passiert das, was man in Georgien seit Jahrzehnten nicht kannte: Lebensmittel sind zuweilen knapp und die Inflationsrate ist hoch.

Georgien hat zwar Bodenschätze, so gibt es beispielsweise Erdöl und Erdgas aber auch Kohle und einige Metalle, doch die Landwirtschaft ist wichtiger für das Land. Diese muss sich wegen der Agrarstruktur auf Spezialkulturen beschränken: Tee, Tabak, Wein, Zitrusfrüchte, Getreide, Mais und Baumwolle. Die Weidewirtschaft spielt in höheren Lagen eine Rolle. An den Berghängen wird Forstwirtschaft betrieben.

Die Einnahmen durch den Tourismus, der in Georgien sehr gut angelaufen war, lassen gegenwärtig zu wünschen übrig.

Religion

Die Bevölkerung ist mehrheitlich georgisch-orthodox. Ansonsten gibt es Anhänger der armenisch-apostolischen Kirche, Muslime und eine Minderheit von Juden in Georgien.

Vegetation

Auf rund einem Drittel der Grundfläche Georgiens steht Wald. Im Rioni-Becken findet man sogar eine subtropische Vegetation mit Palmen und Bambussträuchern, Zypressen und Eukalyptus, Lack- und Zitrusbäumen. Einst standen hier Wälder aus Lianen, Eiben und Buchsbaum. Von denen blieben allerdings nur Reste übrig. Im Osten Georgiens stehen Trockenwälder mit Wacholdersträuchern und Pistazienbäumen, dort breiten sich auch Steppen mit Feder- und Bartgras aus. An den Berghängen wachsen in den tieferen Lagen Mischwälder mit Eichen, Kastanien und Hainbuchen. Höher an den Bergen findet man vor allem Buchen, ab 1.900 m Höhe Nadelholz und Moorbirken. In Höhen über 2.100 m breiten sich alpine Mattenlandschaften aus.

Tierwelt

Unter den Tieren gibt es noch Arten, die man selten findet - Braunbären, Luchse und Wildkatzen. In den Bergen kann man Steinböcke sehen, auch Gemsen und Bezoarziegen. Dort sind auch Bart-, Gänse- und Kuttengeier zuhause. In tieferen Regionen leben die üblichen europäischen Säugetiere: Hirsche, Rehe, Wildschweine und mit etwas Glück kann man Fasane, Trappen, Reb- und Birkhühner beobachten.

Karte Georgien

Kulinarisches

In den georgischen Städten, in denen jahrhundertelang Fremde ein- und ausgingen, findet man die außergewöhnlichsten Gerichte auf der Speisekarte, auch manches Asiatische. Die Küche des breiten Landes hingegen ist einfach. Doch weiß man mit Gewürzen, auch mit Paprika und Pfeffer, gut umzugehen. Typisches (es stammt aus der Gegend von Suchumi) ist beispielsweise "Elardschi", eine Art Polenta mit frischem Käse.

Sitten und Gebräuche

In Georgien leben überwiegend orthodoxe Christen, aber auch Moslems. Seit jeher gehören die Georgier zu den hochgebildeten Völkern im Osten. Im Land gibt es 20 Hochschulen, in Tiflis und Batumi zwei Universitäten.

Dennoch blieb eine ganze Reihe von heidnischen Bräuchen erhalten. Ein Beispiel: der sonderbare Kult um den Heiligen Georg (der dem Land den Namen gegeben hat). Jede Familie hat nämlich ihren eigenen Georg. Wenn man zu einem fremden Heiligen Georg betet, so bringt das Unglück.

Souvenirs

Mit etwas Glück kann man, vor allem in den Bergen bei Bauern, die eine oder andere alte Ikone finden.

Karte Georgien
Klimadiagramm

Klimainformationen

In Georgien herrscht in den Küstenregionen mildes Meeresklima, im Landesinneren Kontinentalklima. In den Sommermonaten von Juni bis August können Temperaturen bis zu 40° C erreicht werden. Gelegentlich kommt es vor, dass Temperatur und Luftdruck stark schwanken. Der Winter, der sich üblicherweise auf die Monate von Dezember bis Februar erstreckt, ist in Tiflis und Umgebung nicht wesentlich kälter als in Mitteleuropa. In den Bergregionen wird es hingegen sehr kalt und schneereich.

Beste Reisezeit

Die besten Reisezeiten sind April bis Juni sowie September und Oktober.

Karte Georgien

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort keine medikamentöse Prophylaxe. Nur Malaria tertiana (P. vivax).

Verbreitung

Sehr geringes Übertragungsrisiko zwischen Juni und Oktober in südöstlichen Landesteilen.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.

Karte Georgien

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Lari (GEL)

1 Lari = 100 Tetri.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 2,74 GEL

1 US-$ = ca. 2,40 GEL

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Euro oder US-$ in neuen Scheinen und in kleinen Stückelungen empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung im Wert von insgesemt über 30.000 GEL

Ausfuhr Fremdwährung: bis zu maximal 500 US-$ bzw. in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: Umtausch nur in Höhe des unmittelbaren Bedarfs vornehmen (nie auf einmal oder für eine ganze Woche). Euro oder US-$ (in tadellosen, möglichst neuen Scheinen) auch in kleinen Stückelungen mitführen - häufig wird Zahlung in US-$ gefordert.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden aber nur in einigen internationalen Hotels (bei Buchung abklären) und Banken akzeptiert. Sonst ist Barzahlung die Regel.

Karte Georgien

Auskunftstellen

Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
(0 30) 48 49 07 20
(0 30) 484 90 70
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr,
Konsularabteilung: telefonische Auskunft und Terminvergabe Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr; Besuchszeiten Mo, Di, Do u. Fr 10-15 Uhr

Georgian National Tourism Administration
4 Sanapiro Str.
0105
Tbilisi /Georgia
(00995 32) 243 69 87
(00995 32) 243 69 99
info@georgia.travel

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

Die Visa- und Konsularabteilung der Botschaft hat folgende Adresse:

Embassy of the Federal Republic of Germany
Visa and Consular Section
David Agmaschenebeli Prospekt 166
0112
Tiflis /Georgien
(00995 32) 291 16 51
(00995 32) 243 53 99
info@tiflis.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Georgien

Botschaft von Georgien
Rauchstraße 11
10787
Berlin
(0 30) 48 49 07 20
(0 30) 484 90 70
www.botschaftvongeorgien.de
berlin.emb@mfa.gov.ge
Botschaft Mo bis Fr 9-13 Uhr u. 14-18 Uhr,
Konsularabteilung: telefonische Auskunft und Terminvergabe Mo, Di, Do u. Fr 9.30-13 Uhr; Besuchszeiten Mo, Di, Do u. Fr 10-15 Uhr

Generalkonsulat von Georgien
Bockenheimer Landstraße 97-99
60325
Frankfurt am Main
(0 69) 97 67 11 37
www.botschaftvongeorgien.de
frankfurt.con@mfa.gov.ge
nach Vereinbarung

Honorarkonsulat von Georgien
Ottostr. 13
80333
München
(089) 54 88 76 95
(089) 51 70 29 84
www.botschaftvongeorgien.de
georgischer-honorarkonsul@claus.hipp.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
c/o Sheraton Metechi Palace Hotel
Telawi Str. 20
0103
Tiflis /Georgien
(00995 32) 244 73 64
(00995 32) 244 73 00
info@tiflis.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Georgien

Ärztliche Hilfe

TIFLIS: Dr. med A. Baas (spricht Deutsch), über die Deutsche Botschaft in Tiflis erreichbar, Tiflis.

Karte Georgien

Sehenswertes

Tiflis

Die Stadt wird schon im vierten Jahrhundert als Festung genannt. 490 trat sie als Hauptstadt an die Stelle der alten Königsmetropole Mtscheta. Tiflis hatte Vorteile von seiner Lage an der Kreuzung der Straße von Zentralasien nach Kleinasien und von Russland nach Persien. Es gab dort einen lebhaften Handelsbetrieb. Die Tifliser Bäder mit ihren Schwefelquellen waren schon damals berühmt.

Tiflis war lange Zeit eine durchaus orientalische Stadt mit seinen luxuriösen Badehäusern und Basaren, die es auch noch heute gibt, allerdings längst nicht mehr so exotisch wie einst. Viele Dichter und Maler liebten die Stadt. Im elften und zwölften Jahrhundert, während des goldenen Zeitalters Georgiens, versammelte die damalige Königin Tamara die besten Künstler und Gelehrten in ihrer Residenz Tiflis. Die Emaille- und Mosaik-Kunst jener georgischen Renaissance zählt zu den größten Leistungen abendländischer Kunst überhaupt.

Seit 1917 hat sich für Tiflis auch der Name "Tbilissi" eingeführt. Das bedeutet auf Deutsch "Die Stadt des warmen Wassers" und bezieht sich auf die Schwefelquellen. Die Georgier benutzen keinen der beiden Namen; sie sprechen einfach von "Kalaki" - das bedeutet "Die Stadt".

Viele Überfälle und Plünderungen bewirkten, dass in Tiflis nur wenige historische Gebäude übrigblieben und die Stadt keine Einheit mehr bildet. Eines der Gebäude, das aus Tiflis Vergangenheit übrigblieb, ist die aus gelbem Stein errichtete Zionskathedrale, die im sechsten Jahrhundert gebaut wurde und in der Königin Tamara mit einem russischen Prinzen getraut wurde. Wenn man alte georgische Architektur sehen will, muss man sich in die Umgebung von Tiflis begeben. In Tiflis gibt es immer noch sehr eindrucksvolle Viertel mit alten orientalischen, gewundenen und steilen Straßen, mit malerischen Häusern, Holzbalkonen und schattigen kaukasischen Platanen.

Zum Mtatsminda, dem "Heiligen Berg", führt eine Seilbahn hinauf. Auf halber Höhe steht das Pantheon, in dem viele russische (nicht nur georgische) Größen begraben liegen. Der Gipfel des Mtatsminda ist als riesiger Park angelegt.

Auf dem Metechi-Hügel stehen zwei historische Bauten: ein Fort aus dem 13. Jahrhundert und eine Kirche. Die Kirche, die schon aus dem fünften Jahrhundert stammt, wurde schon häufig restauriert und zeigt mit ihrem zylindrischen Turm und dem Spitzdach die charakteristische Form georgischer Kultstätten. Unterhalb des Metechi-Hügels liegt das alte Awlabar-Viertel mit einem armenischen und einem persischen Basar.

Mtscheta

In der Nähe von Tiflis, an der sehr schönen georgischen Heerstraße, liegt die frühere Hauptstadt des Königreichs Iberien (wie einst das östliche Georgien hieß). Sie wurde von den Griechen "Armosica" genannt und ist über 3.000 Jahre alt. Dort steht die Sweti-Tschoweli-Kathedrale, die "Kathedrale des Lebensbaums". Sie wurde im vierten Jahrhundert dort errichtet, wo man angeblich das Gewand Jesu Christi fand. Der heutige Bau entstand allerdings erst im 15. Jahrhundert. Mehrere Könige Georgiens liegen hier begraben.

In der Kirche des alten Nonnenklosters Samtawro, die aus dem neunten Jahrhundert stammt, wurde, neben seiner Frau Nana, Mirian bestattet, der erste christliche König Iberiens. Der Weg zur Kirche ist mit Gräbern aus dem zehnten und elften Jahrhundert gesäumt. Auf einem Hügel thront die alte Festung Bebris Tsiche, die zwei Meter dicke Mauern hat. Und ganz in der Nähe liegt das Ausgrabungsgelände von Armazsihe. Hier standen ein antiker Ormus-Tempel und die Residenz der einstigen Fürsten von Mtscheta.

Suchumi

Diese im Norden Georgiens, an der Schwarzmeerküste gelegene Stadt ist die Hauptstadt der Provinz Abchasien, was auf Georgisch "Land der Seele" heißt. Dort kann man sehr gut baden, da das Wasser dort wärmer ist als überall sonst am Schwarzen Meer.

Abchasien ist landschaftlich sehr schön. Seine Hügel sind mit üppiger Vegetation bedeckt und es gibt dort viele subtropische Pflanzen. Hier wird vor allem Tee angepflanzt, aber auch die Seidenraupen- und Bienenzucht sind weit verbreitet. Auch Tabak wird dort in größerem Maßstab angebaut.

Suchumi ist eine der schönsten Städte am Schwarzen Meer - vor allem wegen seiner vielen Grünflächen und Parks mit Palmen, Bambussträuchern und anderen halbexotischen Pflanzen. Man sieht noch heute Bauten aus dem elften bis 13. Jahrhundert. Ein wenig außerhalb liegen die Ruinen einer Festung und eines Schlosses, auch die Überreste eines alten Tempels, eine uralte Brücke und, nicht weit entfernt, Reste der einst berühmten abchasischen Mauer, die im vierten Jahrhundert errichtet wurde und 160 km lang war.

Suchumi hat einen hübschen botanischen Garten, der 1840 gegründet wurde. Hier sieht man 800 verschiedene Baum- und Strauchsorten aus fast allen Winkeln der Erde. Spezialisiert ist man auf Bassins, in denen seltene Wasserpflanzen wachsen. Auch die Kaktus-Sammlung ist sehenswert.

Batumi

Batumi liegt in der breiten Tiefebene der historischen Kolchis, die von klassischen griechischen Autoren häufig beschrieben wurde. Dieses Gelände dicht an der türkischen Grenze, in dem subtropisches Klima herrscht, heißt heute "Adscharien". Der Hauptort Batumi ist eine blendend weiß aufgemauerte Stadt, die im Altertum "Bahys" hieß und im sechsten Jahrhundert zu Byzanz gehörte. Entlang der Küste erstreckt sich zwei km lang ein schöner Strandpark und in der Nähe liegen einige hübsche Badeorte.

Nördlich der Stadt öffnet sich der berühmteste botanische Garten der russischen Länder. Er wurde 1912 angelegt, um zu untersuchen, ob man am Schwarzen Meer tropische Pflanzen heimisch machen kann. Er besitzt zahlreiche Laboratorien und ein hervorragendes Museum mit exotischen Pflanzen und seltenen Baumarten.

Karte Georgien

Reisehinweise

Konfliktgebiete Südossetien und Abchasien:

Von Reisen nach Abchasien und Südossetien sowie in die unmittelbare Nähe dieser Konfliktgebiete rät das Auswärtige Amt dringend ab. Es ist nicht möglich, Deutschen dort konsularischen Schutz zu geben.

Beide Gebiete stehen nicht mehr unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Die Sicherheitslage in den Gebieten ist prekär und es kommt immer wieder zu Zwischenfällen. Außerdem besteht die Gefahr von Minenfeldern. Beide Gebiete sind für den internationalen Reiseverkehr gesperrt und können nur mit Zustimmung der georgischen Regierung bereist werden. Einreisen von russischem Staatsgebiet aus werden von Georgien als illegale Grenzübertritte behandelt und streng bestraft.

Übriges Georgien: Im Gegensatz zu den Konfliktgebieten ist die Lage im übrigen Georgien ruhig. Aus Sicherheitsgründen wird von Überlandreisen nach Einbruch der Dunkelheit abgeraten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Es kommt gelegentlich zu Diebstählen (zum Teil auch zu bewaffneten Raubüberfällen). Besondere Vorsicht ist in abgelegenen Bergregionen und Wandergebieten geboten.

Im ganzen Land sind die Straßenverhältnisse schlecht und es gibt ein erhöhtes Unfallrisiko. Überlandreisen sollten nicht nach Einbruch der Dunkelheit stattfinden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

PDF-Download (Länder-Information)

Hinweis zur Reise:

Bitte beachten Sie, dass im Reiseprogramm ein Maximum an Sehenswürdigkeiten besichtigt wird. Es handelt sich nicht um einen Erholungsurlaub. Diese intensive Rundreise ist besonders für Kultur- und Naturinteressierte empfehlenswert. Da Sie sich zum Teil in großen Höhen aufhalten, sollte eine gewisse Grundfitness vorhanden sein.  

Reiseablauf:

Zumutbare Änderungen im Reiseverlauf bleiben vorbehalten. 

Reisedokumente Reisepass

Für diese Reise benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten. Ohne gültige Ausweisdokumente kann die Reise nicht angetreten werden.

Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
Georgien & Armenien: Kaukasische Kostbarkeiten
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
20
  • auf/zu

    Flughafen:

    weitere Informationen:

    • geänderten Reiseablauf 2018 beachten // Flug ab, an Dresden
    • Preiserhöhung aufgrund von Flugpreiserhöhung
  • auf/zu

    Flughafen:

    weitere Informationen:

    • geänderten Reiseablauf 2018 beachten // Flug ab, an Dresden

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