Madagaskar: Trauminsel voller Aussteiger

Einzigartige Fauna und Flora erleben.

Ob Madagaskar eine gute Wahl ist, um ein neues alternatives Leben nach Aussteigermanier zu beginnen? Wir wissen es nicht. Fest steht, dass das Eiland östlich von Afrika selbst einer der ältesten „Aussteiger“ der Erdgeschichte – also ohne Kontakt zu anderen Landmassen – ist. Und gerade deshalb ein faszinierendes Reiseziel, denn hier sind 80 Prozent der Blütenpflanzen und Säugetierarten, die Hälfte der Vogelarten, 95 Prozent der Reptilien und sogar 100 Prozent der Froscharten endemisch – das heißt sie kommen nur hier vor.

Populärstes Beispiel bei den Pflanzen sind die gigantischen Baobabbäume mit ihren grotesk verdickten Stämmen und der scheinbar kümmerlichen Laubkrone. Bei den Tieren sicher die Lemuren, die zuletzt durch die Animationsfilmreihe „Madagaskar“ zu komödiantischen Ehren gekommen ist.

Aber auch touristisch ist Madagaskar von einzigartiger Vielfalt. Tropische Regenwälder wechseln sich mit Dornsavannen und fruchtbarem Hochland ab. Reisterrassen und Vanilleplantagen prägen die Landwirtschaft und Thermalquellen, die französische Kolonialzeit hat idyllische Städte hinterlassen und paradiesische Strände und Tauchreviere locken Sonnenurlauber rund ums Jahr auf die Insel. Auf unserer Rundreise „nehmen wir alles mit“, was die Insel ausmacht – auf Fahrten mit dem Bus, Wanderungen in die Natur, Strandtagen und Stadtbesichtigungen. Und wer weiß – vielleicht denken Sie nach zwei Wochen im Paradies ja tatsächlich übers Aussteigen nach?

  • 2 Wanderungen in Nationalparks
  • Badeaufenthalt am Strand von Ifaty

Programm

 

1. Tag: Anreise

Ihre Reise ins einzigartige Madagaskar beginnt direkt vor Ihrer Haustür mit dem Taxiservice zum Flughafen. Von Leipzig aus fliegen Sie via Istanbul nach Antananarivo (Nachtflug).

2. Tag: Ankunft auf Madagaskar

Am späten Nachmittag landen Sie in Antananarivo, wo Sie bereits von Ihrer örtlichen Deutsch sprechenden Reiseleitung erwartet werden. Vom Flughafen aus fahren Sie zum Hotel.

Übernachtung in Antananarivo.

3. Tag: Umgebung von Tana

Nach dem Frühstück brechen Sie in Richtung Westen auf. Auf Ihrer Fahrt genießen Sie traumhafte Ausblicke auf die beeindruckende hügelige Vulkanlandschaft. Im privaten "Lemur`s Park" in Imeritsiatosika lernen Sie die ausschließlich auf Madagaskar vorkommenden Lemuren kennen. Die oft nachtaktiven Äffchen variieren in ihrer Größe und Fellfärbung und weisen somit eine gewisse Artenvielfalt auf. In einigen madagassischen Kulturen werden die possierlichen Primaten als heilige Tiere verehrt.

Im Anschluss an die Erkundung des Parks fahren Sie zurück nach Antananarivo, wo Sie auch nächtigen werden.

4. Tag: Antsirabe - Lac Andraikiba - Vulkan Tritivara

Heute fahren wir in Richtung Süden durch das zentrale Hochland bis nach Antsirabe. Die Landschaft ist in dieser Region der Insel durch satte, grüne Reisfelder und landestypisch, rote Backsteinhäuser geprägt. Auf Ihrem Weg machen Sie Halt an einer Edelsteinschleiferei. Madagaskar gilt weltweit als eines der Länder mit dem höchsten Vorkommen von Edel- und Halbedelsteinen. Die kostbaren Steine haben demnach auch eine verwurzelte Bedeutung in der Kultur der Madagassen. So gilt beispielsweise der Quarz  traditionellerweise als Fruchtbarkeitssymbol. 

Ihre Fahrt führt Sie weiter Fahrt vorbei am in 1.515 Meter Höhe gelegenen See Lac Andraikiba bis zum Vulkan Tritivara, wo Sie einen Spaziergang bis zum Krater unternehmen.

Übernachtung in Antsirabe.

5. Tag: Antsirabe - Ranomafana

Antsirabe ist ein Kurort auf 1.555 m, umgeben von Reisfeldern und malerischen Bergen. Er ist für seine sprudelnden Thermalquellen bekannt und wegen des vorherrschenden gemäßigten Klimas ein sehr beliebtes Urlaubsdomizil. So besaßen zu Kolonialzeiten zahlreiche Franzosen in dieser Region ein Wochenendhaus. So erinnern diverse Gebäude an die vergangene Vorherrschaft Frankreichs.

Sie fahren weiter nach Ambositra, geprägt von alten Backsteinhäusern mit von Hand geschnitzten Balkongeländern. Ambositra gilt als bedeutendste Stadt der madagassischen Holzschnitzerei und soe haben auch zahlreiche Holzwerkstätten hier ihren Sitz. Eine davon werden Sie besuchen. Die Kunst der Holzschnitzerei ist auf den Volksstamm der Zafimaniry zurückzuführen, die neben traditionellen Stücken, wie Grabstätten, auch einfache Gebrauchsgegenstände fertigen und teilweise reich verzieren.

Ihr nächstes Etappenziel ist der Ort Ranomafana, der früher für seine heißen Quellen bekannt war. Heute genießt die Ortschaft durch ihren Nationalpark mit dem artenreichsten Primärwald der Insel Weltberühmtheit. 

Übernachtung in Ranomafana.

6. Tag: Wanderung im Nationalpark von Ranomafana

Frisch gestärkt unternehmen Sie heute eine ca. fünfstündige Wanderung unter Leitung fachkundiger „Ranger“ im Ranomafana Nationalpark. Sie werden in die Geheimnisse des Parks mit seiner einmaligen Flora und Fauna eingeführt Der Park steht unter dem Schutz der UNESCO und bietet ausreichend Möglichkeit, die insgesamt zwölf, im Park ansässigen, Lemurenarten zu beobachten. Mit etwas Glück bekommen Sie ein Exemplar der beiden seltensten Arten zu sehen, für die der Park berühmt wurde: den Goldenen Bambuslemur und den noch selteneren Großen Bambuslemur. Letzterer gehört zu den fünf am stärksten vom Aussterben bedrohten Primatenarten. Auf dieser Tour durch den mystisch anmutenden Regenwald werden Sie sich wie werden vollends in die endemische Natur Madagaskars eintauchen.  

Am späten Nachmittag fahren Sie weiter nach Ambalavao, wo Sie Ihr Domizil für die Nacht beziehen.

7. Tag: Ambalavao - Ranohira

Heute lernen Sie Ambalavao auf einem Stadtrundgang kennen. Auf den Märkten Ambalavaos bieten die kundigsten Naturmediziner und Zauberer Madagaskars Heil- und Zauberkräuter an. In Ambalavao leben die Antaimoro, die als erstes Volk Madagaskars von den Arabern lesen und schreiben sowie die Herstellung von Papier erlernten. Noch heute wird hier das Papier nach den traditionellen Techniken der Antaimoro hergestellt. Nach dem Besuch einer Papierwerkstatt fahren Sie weiter nach Ranohira, wo Sie auch nächtigen werden.

8. Tag: Wanderung Isalo Nationalpark

Nach dem Frühstück unternehmen Sie eine Tageswanderung im Isalo Nationalpark. Sie erleben eindrucksvolle Panoramablicken über die zerklüfteten Schluchten des Isalo mit seinen einzigartigen Sandsteinformationen und der interessanten und vor allem vielfältigen Flora. Eine typische Trockenvegetation wechselt sich mit savannenartigen Waldgebieten und grünen Wäldern ab. Doch auch die Tierwelt ist einzigartig. Neben zahlreichen Lemurenarten zählen auch seltene Reptilien- und Vogelarten zu den Bewohnern des Parks. Badesachen nicht vergessen! Mehrere natürliche Pools laden zum Schwimmen ein.

Am Abend erwartet Sie noch ein besonderer Höhepunkt. Sie genießen den heutigen Sonnenuntergang bei einem köstlich frischen Cocktail auf einem Aussichtspunkt in der Nähe Ihrer Unterkunft mit Blick auf die atemberaubend schöne Landschaft.

Übernachtung in Ranohira.

9. Tag: Ilaka - Grabstätten der Mahafaly - Ifaty

Heute passieren Sie weite Steppenlandschaften mit Palmen auf Ihrem Weg nach Ilaka, die "Stadt der Saphire". Diesen Beinamen trägt Ilaka seit dem Jahr 1998, als sich die Nachricht über einen zufälligen Fund von Saphiren wie ein Lauffeuer verbreitete und die Bevölkerung des Ortes in rasantem Tempo von ca. 230 auf heute über 120.000 Einwohner anwuchs. 

Unterwegs halten Sie an den an den Grabstätten der Mahafaly und besuchen eine örtliche Grundschule.

Anschließend fahren Sie weiter an die Küste bis nach Ifaty, wo Sie Ihr Strandhotel "Le Paradisier" beziehen.

10. Tag: Freizeit oder fakultativer Ausflug in den Reniala Privatpark

Der heutige Tag steht im Zeichen der Entspannung. Nutzen Sie Ihre freie Zeit zum Schnorcheln oder für einen Strandspaziergang! Zudem haben Sie die Möglichkeit, am fakultativen Ausflug in den Reniala Privatpark teilzunehmen (vor Ort buchbar). Der Naturpark ist berühmt für seinen üppigen Baobabwald und einzigartige Dornenvegetation.

Übernachtung in Ifaty.

11. Tag: Freizeit

Heute haben Sie Zeit, die Annehmlichkeiten Ihres Hotels zu genießen und einfach die Seele baumeln zu lassen. 

Übernachtung in Ifaty.

12. Tag: Flug von Tulear nach Antananarivo, Handwerksmarkt

Per Transfer fahren Sie heute von Ifaty nach Tulear, um per Flugzeug zurück nach Antananarivo zu gelangen (Flugzeit: ca. 1 Stunde). Auf Ihrer Fahrt vom Flughafen zum Hotel machen Sie einen Zwischenstopp am Kunst- und Handwerksmarkt. Vielleicht finden Sie ja das eine oder andere Souvenir!

Übernachtung in Antananarivo.

13. Tag: Heimreise

Mit gepackten Koffern unternehmen Sie am Vormittag eine Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Madagaskars. Antananarivo ist nicht nur geographischer sondern auch administrativer und industrieller Mittelpunkt des Landes. Und mit knapp zwei Millionen Einwohnern auch die mit Abstand größte Stadt der Insel. Zu den touristischen Höhepunkten zählen der alte Königspalast, der Zoo sowie die zahlreichen Märkte der Stadt.

Am späten Nachmittag werden Sie zum Flughafen von Antananarivo gebracht und treten Ihren Heimflug an. Zunächst fliegen Sie nach Istanbul (Nachtflug).

14. Tag: Ankunft in Deutschland

Sie landen in Istanbul und fliegen weiter nach Leipzig. Mit dem Transfer nach Hause geht Ihre traumhafte Reise zu Ende. 

 

 

ab 3249 
MG-AN01 Buchungsanfrage

Beförderung

  • Transfer ab/an Haustür
  • Flug mit Turkish Airlines via Istanbul nach Antananarivo und zurück
  • Inlandsflug mit Air Madagaskar von Tulear nach Antananarivo
  • Transfers Flughafen – Hotel – Flughafen
  • Fahrt im klimatisierten Reisebus während der Rundreise

Hotels & Verpflegung

  • 11 Übernachtungen im Hotels und Lodges der gehobenen Mittelklasse
  • 11 x Halbpension
  • Sundowner in Ranohira

Ausflüge & Besichtigungen

  • Stadtrundfahrten/-gänge: Antananarivo, Antsirabe, Ambositra, Ambavalo
  • Ausflüge/Besichtigungen: Könniginnenpalast in Antananarivo, Lemurs`Park von Imeritsiatosika, Vulkan Tritivara, Edelstein- und Saphirstadt Ilaka
  • Wanderungen: Ranomafana Nationalpark mit Lemurenbeobachtung, Isalo Nationalpark
  • Besuche: Edelsteinschleiferei in Anstirabe, Holzschnitzerwerkstatt in Ambositra, Werkstatt für Papierherstellung in Ambavalo, Grabstätten der Mahafaly mit einer Grundschule

Sonstiges

  • Aktuelle Steuern und Sicherheitsgebühren
  • Örtliche, Deutsch sprechende Reiseleitung während der Rundreise (außer Badehotel)
  • Lokale Guides in den Nationalparks und Reservaten
  • SZ-Reisebegleitung

Madagaskar

Einreise für Deutsche

Visum ist notwendig. Erforderlich sind u.a.:

- der bei Einreise noch 6 Monate gültige Reisepass (mit mindestens noch 3 freien Seiten für die Ein- und Ausreisestempel)

- Rück- oder Weiterreiseticket

Erhältlich ist auch ein Visum bei Ankunft auf dem internationalen Flughafen Madagaskars für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen.

Landesdaten

Lage

Madagaskar (offiziell: République de Madagascar) ist eine unabhängige Republik.

Die Insel Madagaskar liegt im Indischen Ozean zwischen dem 12. und 26. Grad südlicher Breite, der Südostküste Afrikas gegenüber, von der sie durch die 500 km breite Straße von Mosambik getrennt wird.

Die Insel ist überwiegend gebirgig (höchste Erhebung mit 2.886 m), mit Tafelbergen und Vulkanen, nach Osten steil, nach Westen in weiten Stufen abfallend.

Fläche: 587.041 km², mit Nebeninseln rund 587.700 km².

Verwaltungsstruktur: 6 Provinzen.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 21,3 Millionen

Städte:

- Antananarivo (auch Tananarive Hauptstadt - 1.420 m) ca. 2,1 Millionen

- Toamasina (auch Tamatave) ca. 260.300

- Antsirabe ca. 226.000

- Mahajanga (auch Majunga) ca. 209.100

- Fianarantsoa (1.200 m) ca. 180.300

- Toliara (auch Tuléar) ca. 148.500

- Antsiranana (auch Diégo Suarez) ca. 109.000

Sprache

Amtssprachen sind Madagassisch und Französisch. Es werden auch unterschiedliche Dialekte des Madagassischen gesprochen. Englisch wird kaum verstanden. Vor allem in ländlichen Gebieten sind Kenntnisse der madagassischen oder wenigstens französischen Sprache unverzichtbar. Straßenschilder gibt es fast nur auf Madagassisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +2 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit verringert sich der Zeitabstand und beträgt dann +1 Stunde.

Stromspannung

In der Regel 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Es werden Mehrzweckstecker benötigt, die südafrikanische und französische Normen adaptieren können. In kleinen Orten ist elektrischer Strom nur während der Dunkelheit vorhanden. Ferner muss immer mit Stromausfällen gerechnet werden. Deshalb empfiehlt sich auch die Mitnahme von Taschenlampen, Ersatzbatterien und Nassrasierern.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Mitteleuropa ist etwa eine Woche unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Madagaskar ist die 00261. Danach folgt die zweistellige Nummer des Telekommunikationsunternehmens, von denen es in Madagaskar mehrere gibt (z.B. 20 für Telma, 30 für Telecel). Nachfolgend ist die jeweilige siebenstellige Teilnehmernummer zu wählen.

Die Vorwahl von Madagaskar nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Beim Telefonieren innerhalb des Landes ist zu beachten, dass bei Anrufen in ein anderes Netz eine Null und die Nummer des jeweiligen Netzbetreibers zusätzlich zur Teilnehmernummer zu wählen sind; bei Anrufen innerhalb eines Netzes wird nur die Nummer des Teilnehmers gewählt.

Im Land auf Anhieb eine Verbindung zu bekommen, gestaltet sich manchmal etwas schwierig.

In Städten gibt es öffentliche Kartentelefone. Telefonkarten sind in Antananarivo im Supermarkt an der Place de l'Independence und ansonsten bei den Büros von Telecel zu kaufen.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 17, Unfallrettung und Feuerwehr 18, Gendarmerie 19

Mobiltelefon: Polizei 117, Unfallrettung und Feuerwehr 118, Gendarmerie 119

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Madagaskar von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .mg

Es gibt Internetcafés in den größeren Städten Madagaskars.

Feiertage

Im Jahr 2017:

1. Januar (Neujahr)

8. März (Tag der Frauen; Feiertag nur für Frauen)

29. März (Gedenktag der Revolution von 1947)

17. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

25. Mai (Christi Himmelfahrt)

5. Juni (Pfingstmontag)

26. Juni (Nationalfeiertag; Unabhängigkeitstag)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

1. November (Allerheiligen)

25. Dezember (Weihnachten)

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo bis Sa von 8/8.30 bis 18/19 Uhr. Zwischen 12 und 15 Uhr sind die Geschäfte meist geschlossen.

Banken: Mo bis Fr 8 bis ca. 15 Uhr.

Büros: Mo bis Fr 8 bis 17.30 Uhr.

Post: Mo bis Fr ca. 7 bis 15 Uhr.

Kleidung

Man sollte zu jeder Jahreszeit leichte, atmungsaktive Sommerkleidung mitnehmen. Für die kühlere Zeit und für Aufenthalte im Hochland sollte man außerdem noch leichte Wollsachen und Übergangskleidung einpacken.

Die Mitnahme eines Regenschutzes ist zu jeder Jahreszeit empfehlenswert. Gute Sonnenbrillen sind unerlässlich; auch sollte eine leichte Kopfbedeckung als Sonnenschutz nicht fehlen.

Geschichte/Politik

Die ersten Siedler auf Madagaskar waren Indonesier. Im neunten Jahrhundert kamen dann auch Araber und Schwarzafrikaner auf die Insel. Der erste Europäer, der Madagaskar kennen lernte, war der Portugiese Diego Dias im Jahre 1500. Anschließend versuchten sowohl die Portugiesen als auch die Holländer, Engländer und Franzosen die Insel für sich zu erobern. Doch sie scheiterten, denn die Bewohner Madagaskars wehrten sich massiv. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert gründeten sie friedlich mehrere Königreiche in verschiedenen Teilen der Insel, und Ende des 18. Jahrhunderts schafften es die Merina (ein Volksstamm malaiischen Ursprungs), alle Stämme der Insel unter ihrem König zu vereinen.

Zunächst öffnete man sich 1810 bis 1830 europäischen Einflüssen, später vertrieben die Madagassen viele Europäer, die sich inzwischen auf der Insel angesiedelt hatten. Madagaskar wurde 1885 ein französisches Protektorat, 1896 eine französische Kolonie. 1958 wurde Madagaskar eine autonome Republik innerhalb der französischen Gemeinschaft und 1960 unabhängig. Seit 1975 heißt die Insel "Demokratische Republik Madagaskar".

Wirtschaft

Die bedeutendste Rolle in der Wirtschaft der Insel spielen die Nahrungsmittel- und die Textilindustrie, die einheimische Produkte verarbeiten. Doch es gibt inzwischen auch eine Metall- und Baustoff- sowie eine chemische Industrie, und es wird Erdöl verarbeitet. Dennoch ist es nach wie vor die Landwirtschaft, die am meisten zum Lebensunterhalt der Bevölkerung beiträgt. Mit dem Export von Kaffee, Vanille, Pfeffer, Gewürznelken und Fischprodukten werden etwa vier Fünftel des Exports bestritten. Im Boden der Insel stecken aber noch Vorräte, die einiges erhoffen lassen: Quarz, Glimmer, Grafit und Chromerz, aber auch Gold und Edelsteine. Der Tourismus ist wirtschaftlich interessant, indessen noch nicht perfekt ausgebaut.

Religion

Die Madagassen haben eine dem Christentum ähnliche Religion - ihr Schöpfer-Gott jedoch, heißt Zahany. In dieser Hinsicht interessant ist der Ahnenkult, der auf Madagaskar betrieben wird. Wie sehr die Einwohner Madagaskars ihre Ahnen verehren, kann man überall auf den Friedhöfen erkennen: Für ein Grabmal wird oft das letzte Geld ausgegeben. Es gibt auf der Insel viele hervorragende Schnitzkünstler, die sich damit beschäftigen, Grabmale zu verzieren und mit Figuren auszuschmücken. So kann man auf manchen Grabstätten, wie etwa den Mahafaly-Gräbern in der Nähe von Toliara (im Südwesten der Insel) oder auch auf dem Friedhof bei Sakalava Vezo in der Nähe von Morondava, geschnitzte Pfähle als Grabzeichen finden. Zum Totenkult gehört auch, dass die Bestatteten - an einem von Astrologen festgelegten Datum - exhumiert werden, um dann, nachdem sie gewaschen wurden, nochmals bestattet zu werden.

Vegetation

Der tropische Regenwald, der früher große Teile der Insel einnahm, ist heute auf 15 Prozent geschrumpft und nur noch im Osten und Nordwesten zu finden. Auf dem Hochland breitet sich eine lockere Baumsavanne aus, die in südwestlicher Richtung zur Dornsavanne wird, in westlicher Richtung zur Trockensavanne. An der Küste wachsen an vielen Stellen Mangroven.

Insgesamt findet man mehr als 10.000 Pflanzenarten auf Madagaskar, die vielfach auch nur dort anzutreffen sind. 1.000 verschiedene Arten von Orchideen, die man besonders in den feuchten Wäldern der madagassischen Ostküste findet, gibt es oft nur dort und sonst nirgends auf der Welt.

Tierwelt

Die Fauna auf Madagaskar ist recht eigentümlich. Borstenigel, einige Fledermausarten, Boa-Schlangen und Schleichkatzen, wie etwa den Madagaskar-Mungo, der Schlangen frisst, gibt es nur auf Madagaskar. Außerdem kann man hier viele Halbaffenarten sehen - beispielsweise die Fingertiere.

Interessant ist, dass auf Madagaskar - und nur dort - zehn Arten von Lemuren leben. Auffällig sind der Catta-Lemur mit grauem Pelz und schwarz-weißem, langem Schwanz, der Sifaka-Lemur, der über neun Meter Entfernung von einem Ast zum anderen springen kann und der Aye-Aye, der seltenste Lemur. Viele von ihnen kann man in einem der zehn Nationalparks oder Naturreservate antreffen. Fünf Arten von Vögeln sind ausschließlich auf Madagaskar zu finden: Vangas, Cuas, Peewit, Corachidae und Roller Bird. Außerdem gibt es eine Fülle von Wasservögeln wie Reiher, Kormorane, Ibisse, Wasserhühner und Flamingos. Dazu Greifvögel wie Adler und Falken - sowie über 70 verschiedene Arten von Ziervögeln und Papageien.

Kulinarisches

Die madagassische Küche ist im besten Sinne international: teils indonesisch, teils asiatisch, teils europäisch beeinflusst.

Sitten und Gebräuche

Die Madagassen haben sich Bräuche aus früheren Jahrhunderten bewahrt. Dazu gehört das "Mpipilalao", ein musikalisches Straßentheater, wobei häufig mehrere Aufführungen in einer Art von Wettkampf gegeneinander spielen.

Souvenirs

Auf der Insel werden Stickereien, Lederwaren und Handschnitzarbeiten hergestellt. Überall findet man Ladengeschäfte, die Souvenirs führen, oder auch Märkte, wie den neuen Zoma-Markt in Soarano sowie einen speziellen Kunsthandwerksmarkt in Andravoahangy.

Klimainformationen

Madagaskar hat unterschiedliche Klimazonen. An der Küste ist das Klima meist heiß und feucht, während es im Hochland gemäßigter und trockener ist.

Man unterscheidet zwei ausgeprägte Jahreszeiten: die Regenzeit, die sich über den Zeitraum von Januar bis März erstreckt, und die Trockenzeit von April bis Oktober.

An der Ostküste wehen das ganze Jahr über südöstliche Passatwinde. Im Sommer, in den Monaten von Oktober bis April, ist es dort meist heiß und es regnet sehr häufig. Die Temperaturen betragen dann im Durchschnitt etwa 29°C; tagsüber sind Temperaturen von 35°C keine Seltenheit. Zwischen Ende Dezember und Ende März können hier tropische Wirbelstürme und Zyklone auftreten.

Die Gebiete an der Nord- und Westküste haben im Winter trockene Ostwinde und im Sommer regenreiche Monsunwinde. Während der Regenzeit ist es sehr heiß und feuchtwarm, die durchschnittlichen Temperaturen betragen 26°C. Während der Trockenzeit sind die Temperaturen gemäßigt.

Der Süden ist sehr trocken, Regen fällt nur sehr selten (in Monats-Abständen). Das dortige Klima ist sehr angenehm und kann mit dem Klima, das an der Côte d'Azur herrscht, verglichen werden.

Das Hochland (durchschnittliche Höhenlage 1.400 m) hat angenehmes Klima mit durchschnittlichen Temperaturen von 20°C. Der Sommer von Oktober bis April hat angenehme Temperaturen, die kaum über 30°C steigen, mit gelegentlich starken Regenfällen und Gewittern. Der Winter ist trocken und kühl, die Temperaturen können bis auf 5°C fallen.

Beste Reisezeit

Für das Hochland - Frühjahr und Herbst; für die Ostküste - Juli bis November; für die Westküste - Juli bis September; für den Süden - das ganze Jahr über; für Nosy-Be (Insel) - Juni bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN sowie medikamentöse Prophylaxe .

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

.MALARIA P sowie medikamentöse Prophylaxe

Medikamentöse Malariaprophylaxe: Mefloquin (Lariam)

Mefloquin (Lariam):

Einnahme: eine Woche vor Einreise bis vier Wochen nach Verlassen des Malaria-Gebiets.

oder

Atovaquon-Proguanil (Malarone)

Einnahme: 1-2 Tage vor Einreise bis 7 Tage nach Verlassen des Malaria-Gebiets.

oder

Doxycyclin (für diese Indikation in der BRD nicht zugelassen)

Einnahme: 1-2 Tage vor Einreise bis 4 Wochen nach Verlassen des Malaria-Gebiets.

Verbreitung

Ein Malariarisiko besteht unterhalb 1.200 m ganzjährig im gesamten Land. In Gebieten oberhalb 1.200 m (z.B. Antananarivo) besteht ein Übertragungsrisiko hauptsächlich in den Monaten November bis April. Erhöhtes Übertragungsrisiko in küstennahen Gebieten im Osten und Nord-Osten der Insel. Geringeres Risiko in Stadtgebieten. Unterschiedliches Risiko südlich einer Linie zwischen den Städten Morondava und Fort Dauphin.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

ANTANANARIVO: Dr. G. Rossier, Ambohidahy,, Antananarivo, Tel. 226 57 93.

TAMATAVE:Französisches Konsulat, Dr. Frederic Cocquempot, Tamatave, Tel. 327 21.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Ariary (Ar)

1 Ariary = 5 Iraimbilanja.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 3557,77 Ar

1 US-$ = ca. 3020,95 Ar

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: bis zu 400.000 Ar

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung über einem Betrag von 7.500 Euro.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich umgetauschter Beträge (Belege werden kontrolliert).

Ausfuhr Landeswährung: bis zu 400.000 Ar

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: In Antananarivo und den anderen großen Städten besteht die Möglichkeit zum Tausch von Bargeld (Euro/Dollar) in Banken und Wechselstuben. Nicht in Madagaskar ansässige Personen müssen zahlreiche Dienstleistungen (Hotel, Speisen und Service über Hotelrechnung, Inlandsflüge, Bahn, örtliche Reisebüros) in frei konvertierbaren Währungen bezahlen. Die Mitnahme von Bargeld in Euro wird empfohlen.

Wechsel- und Einlösebelege sind aufzubewahren. Es ist verboten, Geld bei Schwarzhändlern umzutauschen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden in den größeren Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros sowie Supermärkte in der Hauptstadt und vielen größeren Städten akzeptiert, in anderen Ortschaften jedoch nur begrenzt angenommen (bei Hotelbuchung abklären).

Geldautomat: Ja - Die Banken in Antananarivo und den anderen großen Städten verfügen in der Regel über Geldautomaten, an denen mit gängigen Kreditkarten abgehoben werden kann.

Reiseschecks: Ja - in US-$ oder Euro. Sie werden von Banken und großen Wechselstuben in Städten angenommen (Kaufquittung ist erforderlich). >>> Da die Einlösung der Schecks in Banken/Wechselstuben meist schwierig ist, wird die Mitnahme von Bargeld empfohlen.

Rücktausch: ist nicht möglich! Bargeld in Fremdwährung und Reiseschecks deshalb jeweils nur in Höhe des unmittelbaren Bedarfs wechseln.

Auskunftstellen

Madagascar National Tourism Board
c/o KPRN network GmbH
Anna-Louisa-Karsch-Straße 9
10178
Berlin
(0 30) 24 04 77 18 19
(0 30) 24 04 77 18 13
www.botschaft-madagaskar.de
madagaskar@kprn.de

Madagascar National Tourism Board
Lot IBG 29C, Antsahavola
101
Antananarivo
Office National du Tourisme de Madagascar (ONTM)
B.P. 1780
101 Antananarivo /Madagaskar
(00261) 20 226 61 15
(00261) 20 226 61 15
ontm@moov.mg

Chambre de Commerce et d´Industrie
d´Antananarivo (CCIA)
20, rue Henry Razanatseheno
Antaninarenina
101
Antananarivo
Chambre de Commerce et d´Industrie
d´Antananarivo (CCIA)
B.P. 166
101 Antananarivo /Madagaskar
(00261) 20 222 02 13
(00261) 20 222 02 11/12
email@cci.mg

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Madagaskar
(mit Konsularabteilung)
Seepromenade 92
14612
Falkensee/Berlin
(0 33 22) 23 14 29
(0 33 22) 231 40
www.botschaft-madagaskar.de
info@botschaft-madagaskar.de
Mo bis Fr 9-12.30, 13.30-16.30 Uhr
Dänemark, Norwegen und Schweden

Honorarkonsulat der Republik Madagaskar
Graf-Recke-Straße 43
40239
Düsseldorf
(02 11) 699 06 02
(02 11) 914 29 17
info@honorarkonsul-madagaskar.de
Mo bis Fr 10-12 Uhr

Honorargeneralkonsulat der Republik
Madagaskar
Christoph-Probst-Weg 4
20251
Hamburg
(0 40) 61 13 53 11
(0 40) 61 13 53 10
e.k.koll@gmx.de
nach telefonischer Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Madagaskar
Forum 7 (Tower)
69126
Heidelberg
(0 62 21) 673 03 06
(0 62 21) 354 42 37
info@mdghonorarkonsul.de
Mo bis Fr 10-13 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Madagaskar
Kafkastraße 6
81737
München
(0 89) 45 45 86 84
(0 89) 431 36 75
RAKrebs@aol.com
Mo bis Fr 11-13 Uhr, Do 15-18 Uhr

Ambassade de la République fédérale
d´Allemagne
Embassy of the Federal Republic of Germany
101, Làlana Pastora Rabeony Hans, Ambodirotra
101
Antananarivo
Ambassade de la République fédérale d'Allemagne
B.P. 516
101 Antananarivo /Madagaskar
(00261) 20 222 66 27
(00261) 20 222 38 02/03, 222 16 91
info@antananarivo.diplo.de
Amtsbezirk: Madagaskar und Mauritius

Embassy of the Federal Republic of Germany
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Mo bis Fr 8-12 Uhr
Amtsbezirk: Tansania und Komoren

Ärztliche Hilfe

ANTANANARIVO: Dr. G. Rossier, Ambohidahy,, Antananarivo, Tel. 226 57 93.

TAMATAVE:Französisches Konsulat, Dr. Frederic Cocquempot, Tamatave, Tel. 327 21.

Sehenswertes

Antananarivo

So heißt die Hauptstadt der Insel mit vollem Namen. Jedermann nennt sie aber nur "Tana". In der Nähe des Flughafens von Tana wurde eine Krokodil-Farm angelegt, die man besichtigen kann.

Tsimbazaza

Im zoologischen und botanischen Garten von Tsimbazaza findet man die schönsten Exemplare der Flora und Fauna Madagaskars. Es gibt dort auch ein Forschungszentrum sowie ein paläontologisches und ethnografisches Museum. Das Vivarium zeigt Kriechtiere, die nur auf Madagaskar vorkommen.

Ambohimanga

Bei der Hauptstadt Tana erheben sich 12 heilige Hügel, auf denen das Merina-Königtum gegründet wurde - jenes Königshaus, das gegen Ende des 18. Jh. die verschiedenen Stämme auf Madagaskar einte. Am Ambohimanga, einem der Hügel, findet man ein Museum mit historischen Funden, aber auch das damalige königliche Schwimmbecken. Auf einem zweiten Hügel, dem Ambohidratrimo, stößt man auf königliche Grabstätten und bildhauerisch Interessantes. Auf einem dritten dieser kleinen Berge, dem Antsahadinta, steht bei einem der typischen Hochlandsdörfer ein kleines interessantes Museum, außerdem liegen dort wiederum königliche Gräber mit interessanten Denkmälern. Am Ambohimanga finden sonntags oft auch traditionelle Zeremonien statt - mit Volksmusik.

Antsiranana

An der Nordspitze der Insel, bei Antsiranana, bilden das Cap d'Ambre sowie die Halbinseln Ampasindava und Masoala eine Bucht, von der man sagt, sie sei nach der von Rio de Janeiro die zweitschönste der Welt.

Nosy Be

Die Madagaskar vorgelagerte Insel Nosy Be zeichnet sich durch sehr schöne Landschaften, z. B. sehr schöne Strände und eine außergewöhnlich reiche Unterwasser-Fauna aus. Hier ist auch das nationale Meeresforschungszentrum mit einem interessanten Meeres-Museum zu Hause. In der Nachbarschaft, auf Nosy Tanikely, wurde ein Meeres-Naturreservat angelegt.

Fianarantsoa

In der Nähe dieses größeren Ortes liegt Ambositra. Dort findet man das Zentrum der Holzschnitz- und Einlegearbeiten auf Madagaskar. Und gute Gelegenheiten, preiswerte Souvenirs zu finden.

Mahajanga

In der Nähe dieser großen Ortschaft an der Westküste erstrecken sich die wohl interessantesten Uferszenerien der Insel. Man findet schöne Strände und hübsche bewaldete Fischerdörfer, die oft nur mit dem Boot erreichbar sind. "Le grand pavois" ist eines dieser Fischerdörfer, in dem noch viele Sitten und Gebräuche dieser Gegend lebendig sind. "Doany Manongarivo" ist die wichtigste Kultstätte in diesem Gebiet, an der man alle fünf Jahre Reliquien im Meer badet. Auf "Nosy Boeni", einer kleinen vorgelagerten Insel, findet man historische Reste. Und ein kleines Stück im Landesinneren den heiligen See von Mangatsa. Das ist ein Gewässer, in dem riesige Muränen schwimmen.

Toamasina

Die Region, deren Hauptort Toamasina ist, hat in erster Linie dazu beigetragen, Flora und Fauna von Madagaskar berühmt zu machen. Hier herrscht ein typisches Tropenklima.

Taolagnaro

Hier, im Südosten der Insel, entdeckt man die schönsten Strände. Das Naturreservat von Mandeha ist ein zauberhafter botanischer Garten mit hübschen kleinen Wasserfällen. Nicht weit davon liegt das Reservat von Amboasary, wo man die nur auf Madagaskar heimische Nepentes (insektenfressende Pflanze) findet. Ganz nahe ist auch das Reservat von Andohaela mit seinem Tropen- und Trockendornenwald sowie dem "Tranovato", einer portugiesischen Festung - einem der ältesten Gebäude, die auf Madagaskar noch stehen.

Nosy Boraha

An der Küste liegt eine schmale Insel, Nosy Boraha, die einst Stützpunkt der Seeräuber war und auf der man deshalb auch einen Seeräuber-Friedhof besichtigen kann. Die Insel ist ein üppig bewachsenes Gebiet mit bunten Pflanzen und Gewürznelken-Plantagen. Das Naturreservat Indri mit seinen vielen Lemuren und noch viel mehr Orchideen ist das größte Reservat Madagaskars. Jährlich zwischen Juli und Oktober kommen hunderte von Walen hierher, um ihre Jungen zu bekommen.

Ambatolampy

Eine Forst- und Fischzuchtstation, 15 km von Ambatolampy entfernt, zeigt unter anderem einen Urwald und mehrere Experimente zur Wiederaufforstung. Es gibt aber auch Bäche, Wasserfälle und Seen. In diesen Gewässern wimmelt es von Fischen.

Aankarafantsika

Das Naturreservat von Aankarafantsika ist der Rest eines alten Trockenwaldes. Hier leben besonders viele der Vögel und Lemuren, die es nur auf Madagaskar gibt.

Reisehinweise

Die Sicherheitslage ist zurzeit relativ stabil. Reisende sollten sich jedoch nach wie vor über die Medien auf dem Laufenden halten und von Menschenansammlungen fernbleiben.

Es ist landesweit mit zunehmenden Gewalttätigkeiten zu rechnen. Ein starker Anstieg der Kriminalität - Taschendiebstähle und Raubüberfälle - lässt sich vor allem in Antananarivo feststellen.

Bei Dunkelheit sollten Reisende sich nur innerhalb von Wohngegenden aufhalten, Vorsicht ist immer angebracht.

Taxis sollten nicht zusammen mit Fremden benutzt werden. Zu jeder Tages- und Nachtzeit sollten bei Autofahrten die Türen von innen verriegelt und die Fenster geschlossen sein. Taschen und Wertgegenstände sollten auf keinen Fall sichtbar im Wagen liegen.

Piraterie: Vor den Küstenzonen Somalias und der Nachbarstaaten mitsamt den dazugehörigen Gewässern sind Schiffe weiterhin stark gefährdet, von Piraten angegriffen und gekapert zu werden. Dies gilt ebenso für die Gewässer rund um Madagaskar und die Seychellen sowie vor Kenia, Jemen, Mosambik, Oman und Tansania. Schiffsführern wird dringend zur Vorsicht geraten. Darüber hinaus ist es ratsam, sich beim Maritime Security Centre registrieren zu lassen: www.mschoa.org.

Wegen Polizeikontrollen wird empfohlen, immer eine Kopie des Reisepasses mitzuführen.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Als Folge der politischen Krise 2009 ist der Tourismus in Madagaskar eingebrochen. Einige Hotels und Gästehäuser mussten mittlerweile schließen, eine vorherige Kontaktaufnahme mit ausgewählten Hotels ist daher ratsam.

Bei Überlandreisen kommt es seit Kurzem vermehrt zu bewaffneten Überfällen, insbesondere auf Überlandtaxis. Es sollten keine Fahrten bei Dunkelheit unternommen werden.

Für militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen besteht ein striktes Fotografierverbot.

Der Besuch von örtlichen Tabu-Zonen ("fady") - für Einheimische religiös bedeutsame Stätten - ist für Ausländer verboten.

In Madagaskar wird Ehebruch bestraft. Ebenso "Sextouristen" - in beiden Fällen drohen Haftstrafen.

In den Monaten Januar bis März muss vor allem an den Küsten mit Zyklonen und tropischen Wirbelstürmen gerechnet werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

PDF-Download (Länder-Information)

Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Madagaskar ein Visum, das bei Ankunft am internationalen Flughafen von Antananarivo für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen ausgestellt wird. Die Gebühr für das Visum ist gestaffelt und beträgt für einen Aufenthalt bis zu 30 Tagen 80.000,- Ar (ca. 22 Euro). Dieser Betrag ist individuell vor Ort zu entrichten und ist nicht im Reisepreis inkludiert.

Impfschutz
Bei der direkten Einreise aus Deutschland sind keine verpflichtenden Impfungen erforderlich. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und ggfs. gegen Mumps, Masern, Röteln (MMR), Influenza und Pneumokokken. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Polio (Kinderlähmung), bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

 

Reisedokumente Reisepass

Für diese Reise benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten. Ohne gültige Ausweisdokumente kann die Reise nicht angetreten werden.

Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
Madagaskar: Trauminsel voller Aussteiger
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
10
  • auf/zu

    Flughafen:

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Kontaktieren Sie uns auch gerne telefonisch bei Gruppenanfragen: 0800 – 250 00 00 (Anruf kostenlos)

Reiseversicherung

Wir empfehlen Ihnen den sofortigen Abschluss einer Reiserücktrittskosten- und Reiseabbruchversicherung, sowie bei Auslandsreisen einer zusätzlichen privaten Auslandskrankenversicherung. Wir helfen Ihnen, den optimalen Versicherungsschutz für Sie zu finden. Uns zur Seite steht die Europäische Reiseversicherung (ERV).

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(inkl. Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruch-Versicherung, Reisekrankenversicherung mit medizinischer Notfallhilfe, RundumSorglos-Service, Reisegepäck-Versicherung)

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