MS Roald Amundsen: Vom Regenwald zum Inkareich

17 Tage Kreuzfahrt: San José - Punta Arenas - Quepos - Golfito - Isla de la Coiba - Manta - Trujillo - Lima - Pisco - Arica - Coquimbo u. La Serena - Valparaíso - Santiago de Chile (Programm lt. Ausschreibung)

Erkunden Sie die einzigartige Natur, faszinierende archäologische Stätten und die Mysterien untergegangener Zivilisationen auf dieser Reise von Costa Rica nach Chile über Panama, Ecuador und Peru. Sie wandern durch den Regenwald von Costa Rica, um exotische Tiere und Wasserfälle zu beobachten und Sie erkunden die unberührte Insel Coiba in Panama. In Manta wartet exquisites Kunsthandwerk auf Sie,bevor sie den Äquator überqueren. Bestaunen Sie in den Stätten der alten Chimú-Kultur die größte Lehmziegel-Zitadelle Amerikas. Als Nächstes entdecken Sie die geheimnisvollen Nazca-Linien und in Chile bietet der beeindruckende Luaca Nationalpark atemberaubende Landschaften.

  • Mit dem neuen Hurtigruten Flaggschiff auf komfortabler Expeditionsreise

Programm

Tag

Hafen

Ankunft

Abfahrt

1. Tag:

Puntarenas/Costa Rica

 

 

2. Tag:

Quepos/Costa Rica

 

 

3. Tag:

Golfito/Costa Rica

 

 

4. Tag:

Isla de la Coiba/Panama

 

 

5. Tag:

Urlaub auf See

 

 

6. Tag:

Manta/Ecuador

 

 

7. Tag:

Urlaub auf See

 

 

8. Tag:

Trujillo/Peru

 

 

9. Tag:

Urlaub auf See

 

 

10. Tag:

Lima/Peru

 

 

11. Tag:

Pisco/Peru

 

 

12. Tag:

Urlaub auf See

 

 

13. Tag:

Arica/Chile

 

 

14. Tag:

Urlaub auf See

 

 

15. Tag:

Urlaub auf See

 

 

16. Tag:

Coquimbo und La Serena/Chile

 

 

17. Tag:

Valparaíso/Chile

 

 

Programmänderungen vorbehalten. Alle weiteren Programmdetails werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. 

Das ausführliche Landausflugsprogramm finden Sie Hier:

ab 7089 
CR-SA03 Buchungsanfrage

MS ROALD AMUNDSEN

MS Roald Amundsen ist das erste von zwei Hybrid Schiffen, die in den kommenden Jahren die Hurtigruten Flotte erweitern – und dank elektrischem Antrieb weniger Schadstoffe ausstoßen. In Kombination mit einer fortschrittlichen Rumpfkonstruktion und der effizienten Nutzung des Bordstroms, ermöglicht die Hybrid Technologie eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2 - Emissionen um 20%. Der Bau dieser beiden Schiffe ist das größte Einzel-Investment in der Geschichte von Hurtigruten.

Die Zukunft der Schifffahrt wird geräuschlos und emissionsfrei sein. MS Roald Amundsen wird den Weg zu einem deutlich nachhaltigeren Reisen aufzeigen. Dabei kommt das Befahren der Meere mit elektrischem Antrieb nicht nur der Umwelt zugute, sondern belohnt auch die Gäste mit einem intensiveren Naturerlebnis. Das Schiff ist speziell für Reisen in polare Gewässer ausgelegt und macht den Aufenthalt auf See komfortabel – um Abenteurer aus der ganzen Welt mit der größtmöglichen Nachhaltigkeit zu den spektakulärsten Reisezielen zu bringen.

Beförderung

  • Haustürtransfer in Region B zum/ab Schiff
  • Flug nach San José und zurück von Santiago de Chile (Umsteigeverbindung) in der Economy Class
  • Transfer Flughafen – Hafen – Flughafen
  • Einschiffung in Puntarenas
  • Ausschiffung in Valparaíso

Kabine & Verpflegung

  • 16 Übernachtungen in gebuchter Kabinenkategorie
  • Vollpension
  • Kaffee, Tee und Wasser zu den Mahlzeiten

Zusätzlich inklusive

  • Gepäckbeförderung vom Anlegeplatz in die Kabine und zurück
  • Nutzung der Bordeinrichtung
  • Wind- und regenabweisende Jacke
  • Fachvorträge von Lektoren über Land und Leute
  • Anlandungen mit bordeigenen Tenderbooten (wetterabhängig)
  • Ein- & Ausschiffungsgebühren
  • Erfahrenes deutsch-/englischsprachiges Expeditionsteam
  • SZ-Reisebegleitung

Zielland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

31. Mai 2018 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

21. November 2018 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (12. und 13. Februar 2018) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Costa Rica

Einreise für Deutsche

Visumfrei als Besucher, Touristen und Geschäftsreisende für 90 Tage. Notwendig sind: mindestens noch einen Tag gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Costa Rica liegt im Süden Mittelamerikas und grenzt im Südosten an Panama, im Norden an Nicaragua. Es wird im Osten vom Atlantischen Ozean, dem Karibischen Meer, begrenzt, im Westen vom Pazifischen Ozean.

Die Küste am Karibischen Meer erstreckt sich über rund 210 km, am Pazifischen Ozean über 1.250 km. An der schmalsten Stelle beträgt die Entfernung zwischen beiden Ozeanen nur etwa 119 km. Höchste Erhebung des Landes ist der in der "Cordillera de Talamanca" gelegene Chiripó, der 3.820 m hoch ist. Zwei weitere Gebirgsketten, die "Cordillera de Guanacaste" und die "Cordillera Central" weisen zahlreiche Vulkane auf, deren höchster, der Irazú, eine Höhe von 3.432 m erreicht.

Zu Costa Rica gehören auch einige kleine Inseln: La Noita im Karibischen Meer, Chira, Isla del Caño und Isla del Coco im Pazifik.

Fläche: 51.100 km².

Verwaltungsstruktur: 7 Provinzen (Alajuela, Cartago, Guanacaste, Heredia, Limón, Puntarenas, San José).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,8 Millionen

Städte:

San José (Hauptstadt) ca. 336.800

Limón ca. 61.600

San Francisco ca. 55.500

Alajuela ca. 47.300

Desemparados ca. 36.800

Sprache

Die Amtssprache Costa Ricas ist Spanisch. In den Hotels und Touristengebieten wird vielfach auch Englisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -7 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -8 Stunden.

Stromspannung

110 Volt Wechselstrom, 60 Hertz. Mitnahme eines Adapters wird empfohlen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Costa Rica ist 00506, die Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Die Vorwahl von Costa Rica nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Öffentliche Telefone funktionieren teils mit Münzgeld, teils mit Telefonkarten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 911.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Costa Rica von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .cr

In Costa Rica sind Internet-Cafés weit verbreitet.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

29. März (Gründonnerstag)

30. März (Karfreitag)

11. April (Jahrestag der Schlacht von Rivas)

1. Mai (Tag der Arbeit)

25. Juli (Anschluss von Guanacaste)

2. August (Jungfrau von Los Angeles)

15. August (Muttertag)

15. September (Unabhängigkeitstag)

15. Oktober (Tag der Kulturen)

25. Dezember (Weihnachten)

Die Hauptferienzeiten fallen in die Zeit um Ostern und zwischen Weihnachten und Neujahr.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-15 Uhr, teilweise bis 17 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 8-16 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa 8-18 Uhr, Supermärkte und Shopping-Zentren haben oft länger geöffnet, auch an Sonntagen.

Kleidung

Während des ganzen Jahres reicht es, wenn man leichte Sommerkleidung mitnimmt, die gut waschbar und atmungsaktiv sein sollte. Für die Abende, an denen es immer etwas abkühlt, sollte man jedoch auch immer leichte Wollsachen dabeihaben. Für die kühleren Monate Dezember, Januar und Februar empfiehlt es sich, auch Übergangskleidung mitzunehmen, wenn man in die höheren Lagen reist. Eine Regenjacke oder etwas Ähnliches sind genauso wie eine Sonnenbrille unbedingt erforderlich.

Geschichte/Politik

Es gilt als gesichert, dass schon 9000 v.Chr die ersten Menschen auf der Halbinsel Nicoya siedelten. Bis zu seiner Kolonialisierung war die Bevölkerungsdichte des Landes jedoch sehr gering, da Costa Rica hauptsächlich als Durchzugsland nach Südamerika diente.

1502 entdeckte Kolumbus auf seiner vierten Reise die Küste Costa Ricas. Um 1560 eroberten die Spanier das Land und begannen das Valle Central zu besiedeln. 1821 löste sich Costa Rica friedlich von Spanien, das an dem Land nun kein Interesse mehr hatte. Kurze Zeit war Costa Rica daraufhin Teil der Zentralamerikanischen Föderation (zusammen mit El Salvador, Honduras und Nicaragua) bevor es am 14. November 1838 seine staatliche Souveränität erklärte. In den folgenden Jahren entwickelte sich Costa Rica, vor allem unter amerikanischem Einfluss, zu dem Staat, der Inbegriff einer Bananenrepublik wurde. So breiteten sich Großplantagen aus, wo einst Klein- und Mittelbauern lebten und arbeiteten. Nach einigen Wirren, wie etwa dem Bürgerkrieg von 1948, ist Costa Rica heute eine gut funktionierende Demokratie.

Wirtschaft

Costa Rica gehört zu den Ländern, die traditionell vorwiegend Landwirtschaft betreiben. Wichtige landwirtschaftliche Exportgüter sind Kaffee, Bananen und Kakao. Mittlerweile hat jedoch die Bedeutung des Industrie- und Dienstleistungssektors stark zugenommen.

Der größte Devisenbringer Costa Ricas ist der Tourismus. Man baut behutsam den Fremdenverkehr auf, hat inzwischen eine Reihe guter Hotels und verzeichnet eine rege Nachfrage, vor allem im Bereich des Ökotourismus.

Religion

Etwa 88 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, der protestantischen Kirche gehören ca. 8 Prozent an.

Vegetation

"Garten zwischen zwei Ozeanen" wurde Costa Rica schon genannt. Es gibt in diesem Land zwischen Pazifik und Atlantik rund 12.000 Pflanzenarten. Erst knapp 1.300 Baumarten sind bisher bestimmt worden. Die Natur ist ungemein variationsreich - und damit der größte touristische Aktivposten des Landes, zumal die Einwohner selbst große Naturfreunde sind. Dies kann man schon daraus entnehmen, dass es in Costa Rica inzwischen 40 Nationalparks und eine Reihe weiterer Schutzgebiete gibt. Auf Ausflügen kann man eine Vielfalt an Flora und Fauna erleben, die einmalig ist. So findet man tropischen Regenwald und auch Trockenwald, mannshohe Farne und prächtige Orchideen. Die größte Ansammlung von Nationalparks findet man im Gebiet der Cordilleren von Talamanca im Südosten des Landes, das an der Grenze zu Panama liegt.

Tierwelt

Eine Vielzahl an Tieren kann man in Costa Rica antreffen, vor allem wenn man einen der vielen Nationalparks besucht. So sieht man Affen der unterschiedlichsten Familien, Bären und Faultiere, Fischotter und Gürteltiere, Schweine und Hirsche, aber auch zauberhafte Schmetterlinge und über hundert Fledermausarten. Außerdem gibt es in Costa Rica unzählige exotische Fische und Reptilien. Ob man allerdings die sehr seltenen Jaguare, Tigerkatzen und Ozelots zu sehen bekommt, ist jedoch fraglich. Der Vogelreichtum, den Costa Rica Vogelfreunden zu bieten hat, ist unerschöpflich. Das Land hat etwa 1.200 Vogelarten aufzuweisen, mehr als die USA und Kanada zusammen.

Kulinarisches

Die Küche von Costa Rica scheint zunächst etwas eintönig: Bohnen, Mais, Reis und gegrilltes Rindfleisch. Doch das sind nur die Grundbestandteile. Zutaten kommen hinzu - beispielsweise gebratene Bananen, Eier, Huhn, allerlei Arten von Gemüse, Tomaten, Kartoffeln. Aus dem Mais macht man auch Fladen oder kleine Pfannkuchen.

Man trinkt Bier, Kaffee, Tee, Mineralwasser, Fruchtsäfte. Und Ron Rico, einen kräftigen Rum.

Sitten und Gebräuche

Bei der "Fiesta de los Diablitos", dem Teufelsfest, verkleiden sich die Boruca-Indianer zum Jahresende mit Masken als Teufel und kämpfen gegen einen Stier. Der Stier symbolisiert die spanischen Eroberer im 16. Jh. und wird bei der Fiesta natürlich besiegt.

Zu Weihnachten gibt es überall große Feste - jedes Dorf feiert seinen eigenen Heiligen. Aber am Bedeutendsten ist im August das Fest mit der "Jungfrau der Engel", wenn viele tausend Costaricaner zur "Virgen de los Angeles" in Cartago (südlich von San José) pilgern.

Außerdem wird viel "Carneval" gefeiert - keineswegs nur in der üblichen Faschingszeit. So gibt es - unter anderem - den "Carneval de Limon", bei dem in Puerto Limon ein großes kulturelles Volksfest mit Musik, Tanz und Theater stattfindet. Dazu kommen Besucher aus dem ganzen Land.

Souvenirs

Costa Rica hat schöne, nützliche und sehr preiswerte Lederwaren anzubieten, außerdem allerlei modische Bekleidung, die hier für große europäische Häuser hergestellt wird. Ohne das weltberühmte Etikett kann man sie zu einem Bruchteil des bei uns üblichen Preises kaufen. Gute Einkaufsstädte sind San José (mit den Vororten) sowie Sarchi, nordwestlich von der Hauptstadt, wo es hervorragend hergestelltes kleines Mobiliar wie hölzerne Tische und Stühle zu kaufen gibt. Sehr hübsch sind kleine Nachahmungen präkolumbianischer Goldkunst, die man im Nationalmuseum von San José erwerben kann.

Klimainformationen

Im Allgemeinen werden drei Klimazonen Costa Ricas unterschieden: die tropische Tiefebene an beiden Küsten (bis 600 m Höhe), die Hochebene im Landesinnern (Meseta Central), die 800-1.600 m hoch liegt, und das Hochgebirge.

Die Niederungen an der Karibikküste sind tropisch und feuchtheiß (Jahresdurchschnitt ca. 28°C). Die Monate Juli und Dezember sind klimatisch am anstrengendsten. Die Gebiete entlang der Pazifikküste sind von November bis ca. Mai heiß und meist trocken. In den übrigen Monaten muss mit heftigen Regenschauern (meist am frühen Nachmittag) gerechnet werden. Die Temperaturen liegen hier, ähnlich wie an der Karibikküste, bei ca. 27 bis ca. 34°C.

Die Hochebene der Meseta Central hat subtropisches Klima mit durchschnittlichen Temperaturen von 20°C, das durch eine ständig wehende Brise auch an heißen Tagen angenehm ist. Die Temperaturen in dieser Zone sind einigermaßen ausgeglichen. Im Hochgebirge über 1.600 m beträgt die durchschnittliche Temperatur 12°C.

In San José, der Hauptstadt des Landes, beginnt die Trockenzeit im Dezember, die heißesten Monate sind die Wochen von März bis Juni. Die Regenzeit dauert üblicherweise von Mai bis November. Die Luftfeuchtigkeit ist im Allgemeinen hoch; im Durchschnitt etwa 80 Prozent. In San José liegt die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit morgens bei ca. 86 Prozent. Mittags ist sie mit etwa 68 Prozent niedriger.

Beste Reisezeit

Am besten besucht man Costa Rica in der Trockenzeit von Dezember bis April.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN (hiervon ausgenommen Argentinien und Panama).

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

mitführen.MALARIA CT. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikament zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie):

Chloroquin (Resochin, Weimerquin)

Verbreitung

Ein mäßiges Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Gebieten der Provinz Limon. Die Hauptstadt San José ist malaria-frei.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

SAN JOSÉ: Dr. Jorge Quesada Vargas, Centro Medico Internacional, Avenida 14, Calles 3 y 5,, San José, Tel. 22 57 28 90 (spricht deutsch).

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Costa-Rica-Colón (CRC)

1 Costa-Rica-Colón = 100 Centimos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 678,12 CRC

1 US-$ = ca. 585,80 CRC

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Es sollten US-$ zum Umtausch mitgeführt werden.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Deklaration: Ja - bei Beträgen ab 10.000 US-$

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Umtausch: ist möglich mit Euro und US-$ (am einfachsten). Zum Teil kann auch direkt mit US-$ bezahlt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja (Visa) - werden von größeren Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert.

Geldautomat: Ja - überall vorhanden, nehmen zum Teil jedoch nur lokale Karten. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - werden nur in US-$ angenommen. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Rücktausch: Sollte man schon vor der Ausreise erledigen. Am Flughafen werden manchmal nicht mehr als 50 US-$ zurückgetauscht.

Auskunftstellen

Im Reiseland

für allgemeine wirtschaftliche Anfragen im zentralamerikanischen Raum:

Deutsch-Regionale Industrie- und Handelskammer
für Zentralamerika und die Karibik
(Cámara de Comercio e Industria Alemana
Regional para Centroamerica y el Caribe)
6a Avenida 20-25, zona 10
Edificio Plaza Maritima, Oficina 3-3
01010
Ciudad de Guatemala /Guatemala
(00502) 23 33 70 44
(00502) 23 67 55 52
www.ahkzakk.com
ahkregion@ahkzakk.com

Deutsch-Costaricanische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Costarricense Alemana)
Condominio Miracruz No 1
San José
Deutsch-Costaricanische Industrie-und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Costarricense Alemana)
Apartado Postal 10746
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 20 30 64
(00506) 22 90 76 21
www.ahkzakk.com/costarica
melanie.hoffmann@ahk.cr
(für spezielle wirtschaftliche Anfragen Costa Rica betreffend)

Cámara de Comercio de Costa Rica
Costa Rica Chamber of Commerce
Barrio Tournón, del Centro Comercial el Pueblo, 125 metros Noroeste, Goicoechea
San José
Cámara de Comercio de Costa Rica
Apartado 1114
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 33 70 91
(00506) 22 21 00 05
www.tourism-costarica.com
camara@camara-comercio.com

Botschaft der Republik Costa Rica
Reinhardtstraße 47a
10117
Berlin
(0 30) 26 55 72 10
(0 30) 26 39 89 90
consulado@botschaft-costarica.de
Botschaft - Mo bis Do 9-16, Fr 9-15 Uhr, Konsularabt. - telefonisch Mo bis Fr 10-13 Uhr, persönlich nur nach Vereinbarung

Instituto Costaricense de Turismo
Costado Este del Puente Juan Pablo II, sobre Autopista General Cañas
San José
Instituto Costaricense de Turismo
Apartado 777
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 99 56 57
(00506) 22 99 58 00
www.tourism-costarica.com
info@visitecostarica.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Costa Rica
Reinhardtstraße 47a
10117
Berlin
(0 30) 26 55 72 10
(0 30) 26 39 89 90
consulado@botschaft-costarica.de
Botschaft - Mo bis Do 9-16, Fr 9-15 Uhr, Konsularabt. - telefonisch Mo bis Fr 10-13 Uhr, persönlich nur nach Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Nieder Kirchweg 22
65934
Frankfurt/M.
(0 69) 39 10 26
(0 69) 39 04 36 56
drjdressler@t-online.de
Mo und Mi 10-13 Uhr

Honorargeneralkonsulat der Republik Costa Rica
Meyerhofstraße 8
22609
Hamburg
(0 40) 80 99 59 43
(0 40) 80 13 95 (Di u. Do 10-12 Uhr)
rica@congenricahh.de
nur nach telefonischer Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Marienstraße 8
30171
Hannover
(05 11) 283 41 11
(05 11) 28 11 27
Di und Fr 12-14 Uhr (auch telefonisch)

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Hermann-Waibel-Weg 4a
77933
Lahr
(0 78 21) 93 97 85
(0 78 21) 93 97 84
juan@llombart.de
Di und Do 10-13 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Brandvorwerkstraße 52 - 54
04275
Leipzig
(03 41) 909 67 33
(03 41) 909 67 32
www.konsulat-costa-rica.de
leipzig@konsulat-costa-rica.de
Mo und Do 9-12 Uhr

Embajada de la República Federal de Alemania
Edifico "Torre La Sabana", 8° piso, Sabana Norte
San José
Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado 4017
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 31 64 03
(00506) 22 90 90 91/92/93
www.embajada-alemana-costarica.org
Amtsbezirk: Costa Rica

Ärztliche Hilfe

SAN JOSÉ: Dr. Jorge Quesada Vargas, Centro Medico Internacional, Avenida 14, Calles 3 y 5,, San José, Tel. 22 57 28 90 (spricht deutsch).

Sehenswertes

San José

San José ist nicht nur die Hauptstadt, sondern das absolute Zentrum Costa Ricas. Hier findet man alle Verwaltungsstellen und hier beginnen praktisch alle Ausflüge ins Landesinnere. Die Stadt ist sehr modern. Zentrum der Stadt ist die Plaza de la Cultura. Hier trifft sich alles: Geschäftsleute und Künstler, Touristen und Straßenmusikanten. An diesem Platz findet man auch zwei Sehenswürdigkeiten. Die eine ist das im neoklassizistischen Stil erbaute Nationaltheater von 1894, das prächtigste und luxuriöseste Gebäude des ganzen Landes. Der Zuschauerraum dieses Theaters, in dem 1.000 Menschen Platz finden, kann in einen Ballsaal verwandelt werden.

Die zweite Sehenswürdigkeit an der Plaza de la Cultura ist das Goldmuseum, das die wertvollsten Goldschätze des Landes aufweisen kann. Hier fasziniert nicht so sehr der aufgehäufte sagenhafte Reichtum, sondern vielmehr die zauberhafte Ausstrahlung der feingearbeiteten Figuren und Schmuckstücke.

Cartago

In dem nahe der Hauptstadt gelegenen Ort steht die berühmte "Basilica de Nuestra Señora de los Angeles", eine 1926 erbaute Wallfahrtskirche. Im 17. Jahrhundert fand ein Indianermädchen an der Stelle, wo nun die Kirche steht, eine kleine Marienfigur. Obwohl man diese Figur zweimal von dem Ort entfernte, kam die Figur immer wieder zurück. Seitdem gilt der Ort als heilig, und die Quelle hinter der Kirche als heilkräftig. Gläubige aus ganz Südamerika pilgern hierher um Buße zu tun, zu beten und sich Hilfe bei Krankheiten zu erbitten.

Vulkan Arenal

Die drei Krater dieses Vulkans sind noch heute aktiv und stoßen immer wieder Lava sowie Gesteinsbrocken aus. Deshalb sollte man sie nur aus sicherer Entfernung beobachten. Ausbrüche werden stets durch gewaltiges Getöse angekündigt und man kann dann bei Nacht (klares Wetter vorausgesetzt) sehen, wie rotglühende Lava über die Hänge herabfließt. Das Smithsonian Institute hat eine "Arenal Observatory Station" aufgebaut, eine Überwachungsstation, von der man den besten Blick auf das Naturschauspiel hat. In der Station kann man auch übernachten und sogar gut essen.

Baden in Costa Rica

An der pazifischen Küste finden Costa Rica-Urlauber gute Bademöglichkeiten. Die Sandstrände und Hotels genügen europäischen Ansprüchen. Die atlantische (karibische) Küste hingegen ist weithin sumpfig und bietet kaum Bademöglichkeiten. Costa Rica ist das ideale Urlaubsland für Urlauber, die einen Badeurlaub mit Ausflügen in wunderschöne Landstriche kombinieren möchten. So sind von San José aus viele interessante Ziele (zur Naturbeobachtung wie zum Baden) durch Auto- oder auch Busausflüge ohne stundenlanges Herumfahren bequem zu erreichen.

Nationalpark Tortuguero

Der Park im Nordosten des Landes ist nur auf dem Wasser- und Luftweg zu erreichen. Diese Abgeschiedenheit führte dazu, dass sich in dem Regenwaldgebiet viele seltene Tiere und Pflanzen erhalten haben. Die Zahl der Tierarten im Nationalpark Tortuguero ist groß (es gibt dort allein über 300 Vogelarten). Man kann Affen wie Wickelbären, Seekühe und Krokodile sehen. Außerdem gibt es auch Reiher und Papageien und natürlich die Schildkröten, von denen der Park seinen Namen hat. Das 19 Hektar große Gebiet ist von Flüssen, Lagunen und Kanälen durchzogen. Am Meer liegt ein Schildkrötenstrand, den die Grünen Schildkröten im Sommer aufsuchen, um Eier zu legen. Außer diesen kommen aber auch die Karett- und die gewichtigen Lederschildkröten hierher.

Nationalpark Braulio Carillo

Der Park liegt nicht weit von der Hauptstadt San José, ist aber wild und wenig erschlossen. In dieser Ursprünglichkeit will man ihn auch belassen. Obwohl die dort lebenden Tiere nicht registriert sind, weiß man von Jaguaren, Quetzales, Wildkatzen und zahllosen anderen interessanten Tierarten. Um sich sicher zurecht zu finden sollte man immer einen Führer dabeihaben. Sehr empfehlenswert ist, weil ganz gefahrlos und deshalb auch für Kinder geeignet, eine Fahrt in der "Aerial Tram", einer Schwebebahn, die weit über dem Boden durch den Wald führt. In den offenen Gondeln haben ein Führer und vier Gäste Platz. Man schwebt über Bäume und Wasser, sieht Affen, Wickelbären und viele andere Tiere, die sich längst an die Gondeln gewöhnt haben. Die etwa 1 1/2 km lange Schwebetour dauert 1 1/2 Stunden und kann, wenn man eine Tageskarte kauft, beliebig oft wiederholt werden.

Nationalpark Vulkan Poás

Von dem 2.708 m hohen Vulkan, der anderthalb Autostunden von San José entfernt gelegen ist, blieb ein mächtiger Hauptkrater, der eineinhalb km Durchmesser hat. Noch sind dort vulkanische Aktivitäten bemerkbar: So schießt der gelbgrüne See im Inneren des Kraters immer wieder eine Fontäne heißen Wassers in die Luft. Manchmal allerdings blubbert er nur. Der letzte große Ausbruch des Poás war vor 90 Jahren. Ein zweiter benachbarter Krater mit einem kleinen blauen See ist völlig erloschen.

Nationalpark Vulkan Irazu

Hier, eine Autostunde von San José entfernt, findet man vier vulkanische Krater. In dem fast kreisrunden Hauptkrater des Irazú mit seinen rund 1.000 m Durchmesser liegt ein grellgrüner See. Der Krater erwacht immer wieder zum Leben und speit dann Feuer. An den mächtigen Hängen des Kraters entladen sich fast täglich Regenwolken, die vom Atlantik heranziehen. Auf diese Weise bildet sich hier eine Reihe wichtiger Flüsse, die eine große Rolle für die Bewässerung des Landes spielen.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Reisende sollten ihre Wertsachen direkt am Körper tragen und auf Schmuckstücke ganz verzichten.

Reisegepäck sollte immer direkt im Fußbereich platziert und im Auge behalten werden.

Im Falle eines Überfalls wird schnell von der Schusswaffe Gebrauch gemacht, daher sollte man sich nicht zur Wehr setzen.

Die Touristenpolizei ist unter der kostenloser Telefonnummer 911 erreichbar. Das Tourismusinstitut (ICT) steht unter den Telefonnummern 800 88 68 74 76 und 800 88 87 47 66 ratsuchenden Touristen (ebenfalls kostenlos) zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Im Straßenverkehr empfiehlt sich ein zurückhaltender Fahrstil, da die Straßenverkehrsordnung von Einheimischen nur wenig beachtet wird.

Zur eigenen Sicherheit sollten Reisende, wenn sie andere Fahrzeuge mit einer Panne am Straßenrand sehen, ihre Fahrt fortsetzen. Solche Pannen werden oft inszeniert, um das Gepäck von Touristen zu entwenden.

Auf Autofahrten nach der Abenddämmerung sollte man verzichten. Das Unfallrisiko ist zu groß.

In Costa Rica besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Hurrikan-Saison: In den Bundesstaaten im Süden der USA, in Mexiko, Zentralamerika sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Informationen dazu gibt es bei örtlichen Wettervorhersagen oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.

Aufgrund der gegebenen Unfallgefahr wird dazu geraten Rafting- und Kanufahrten nur bei seriösen Tourismusanbietern zu buchen und auf die Sicherheitsvorkehrungen sowie Versicherungsgbestimmungen zu achten.

Vor der Küste Costa Ricas gibt es starke Meeresströmungen, die beim Schwimmen von Touristen oft unterschätzt werden und öfters schon Todesfälle zur Folge hatten. Sicherheitsvorkehrungen sind nicht im gleichen Maße wie an europäischen Küsten vorhanden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Panama

Einreise für Deutsche

Deutsche sind sowohl als Touristen als auch als Geschäftsreisende für einen Aufenthalt von max. 180 Tage visumfrei. Notwendig sind:

- der bei Einreise noch 6 Monate gültige Reisepass

- Rück- oder Weiterreiseticket

- ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt (mindestens 500 US-$ oder Kreditkarte)

Landesdaten

Lage

Die Republik Panama bildet die Brücke zwischen Mittel- und Südamerika. Sie grenzt im Westen an Costa Rica, im Süden an den Pazifischen Ozean, im Osten an Kolumbien und im Norden an den Atlantischen Ozean.

Fläche: 75.517 km² (davon Kanalzone 1.432 km²).

Es gibt in Panama 9 Provinzen und 3 Regionen.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 3,4 Millionen

Städte:

Panama City (Hauptstadt) ca. 430.300

San Miguelito ca. 315.000

Colón mit Vororten ca. 206.600

Ciudad David 82.900

Santiago ca. 89.000

Penonemé ca. 85.700

Chitré ca. 50.700

Sprache

In Panama wird Spanisch gesprochen. Außerdem ist Englisch ein wenig in der Hauptstadt in Gebrauch, im Landesinneren ist Englisch jedoch kaum hilfreich. Grundlegende Sprachkenntnisse im Spanischen sind empfehlenswert, um sich dort einigermaßen zu verständigen. Zum Teil werden noch indianische Dialekte gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -7 Stunden.

Stromspannung

110 Volt Wechselstrom, 60 Hertz; in Panama City 120 V. Es empfiehlt sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist 5-10 Tage unterwegs, die größeren Postämter nehmen postlagernde Sendungen entgegen und bieten einen Express-Service für Postzustellungen an.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Panama ist 00507, die Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Von Panama nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Telefaxgeräte stehen in manchen Hotels sowie in den Hauptpostämtern zur Verfügung. Telegrammaufgabe in Panama City und in größeren Hotels sowie den Hauptpostämtern.

NOTRUFNUMMERN: 991 oder Polizei 104, Unfallrettung und Feuerwehr 103.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850, GSM 1900.

Für die Netztechnik GSM 850 wird ein Quadband-Handy benötigt.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Panama von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .pa

Internetcafés gibt es in allen größeren Städten.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

9. Januar (Tag der Märtyrer)

13. Februar (Faschingsdienstag)

30. März (Karfreitag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

15. August (Gründungstag von Panama City; der nur dort begangen wird)

3. November (Nationalfeiertag; Jahrestag der Unabhängigkeit von Kolumbien)

5. November (Unabhängigkeitstag; nur in Colón)

10. November (Erster Aufruf zur Unabhängigkeit)

28. November (Tag der Unabhängigkeit von Spanien)

8. Dezember (Muttertag)

25. Dezember (Weihnachten)

Schulferien sind von Mitte Dezember bis Anfang März. Bevorzugte Urlaubszeit in Privatunternehmen ist die Zeit um Weihnachten und Ostern.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8-14 Uhr, Sa 8.30-12 Uhr;

Geschäfte: im Allgemeinen Mo bis Sa 8-18 Uhr durchgehend;

Büros: Mo bis Fr i. Allg. 9-17 Uhr (Mittagspause zu unterschiedlichen Zeiten);

Behörden: Mo bis Fr 8-16 Uhr (Mittagspause zu unterschiedlichen Zeiten);

Postämter: Mo bis Fr 6.30-17.45 Uhr, Sa 7-17 Uhr.

Kleidung

Das ganze Jahr über sollte man leichte Sommerkleidung mitnehmen. Diese sollte jedoch immer gut waschbar und atmungsaktiv sein. Bei Aufenthalt in den Bergen sind auch leichtere Wollsachen notwendig.

Außerdem empfiehlt es sich, während des ganzen Jahres einen Regenmantel oder einen anderen Regenschutz dabeizuhaben.

Geschichte/Politik

Die Stadt Panama wurde 1519 gegründet; es war ein Fischerdorf, aus dem ein Regierungssitz wurde, den man 1542 dem Vizekönigreich Peru zuteilte. 1597 gründeten die Spanier an der karibischen Küste die Stadt Portobelo, die schnell zu einem großen Handelsplatz wurde. Das lockte so viele Piraten an, die Portobelo plünderten, dass die Spanier 1739 den Hafen schlossen. Der Handel war zu Ende, Panama hatte keine Bedeutung mehr.

1821 schloss sich Panama der Republik Groß-Kolumbien an. 1903 wurde es im Zusammenhang mit dem Bau des Panamakanals von Kolumbien gelöst und wurde eine selbstständige Republik. Zum 1.1.2000 wurde der Panamakanal von den USA an Panama übergeben.

Panamas innenpolitische Situation war seit den Tagen der Selbstständigkeit bis 1989 sehr turbulent. Sogar die USA mussten eingreifen, damit die Ruhe wieder hergestellt wurde. 1994 fanden neue Präsidentschaftswahlen ohne Einfluss des panamesischen Militärs statt.

Wirtschaft

Über 50 Prozent des Landes werden landwirtschaftlich genutzt. Für den Export werden vor allem Bananen, Zuckerrohr und Kaffee angepflanzt. Auch Reis, Mais und Bohnen werden angebaut. Panamas Fischgründe sind gut; man exportiert vor allem Garnelen.

Rohöl wird importiert und verarbeitet wieder exportiert. In der Leichtindustrie überwiegt die Herstellung von Textilien, Papier und Baumaterialien sowie die Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Aber vor allem schlagen die Benutzungsgebühren für den Panama-Kanal wirtschaftlich zu Buche.

Der Tourismus spielt noch keine große Rolle. Er besteht vorwiegend aus Landgängern der Kreuzfahrten, die durch den Kanal führen.

Religion

96 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, von denen sich viele noch Bräuche der indianischen Religionen bewahrt haben. Weitere zwei Prozent sind Protestanten, daneben gibt es noch eine muslimische Minderheit.

Vegetation

In den Küstengebieten am karibischen Meer sowie im Tiefland von Darien steht tropischer Regenwald. Der wird im Gebirge ab einer Höhe von 2.500 m durch Nebelwald abgelöst. In der Nähe der Pazifischen Küsten erstrecken sich Trockenwälder und Savannen. An den sumpfigen Küsten am Karibischen Meer und im Golf von Panama wachsen Mangroven.

Tierwelt

In den dichten Wäldern Panamas leben noch Jaguare, Pumas, Ozelote, Tapire, Affen, aber auch Krokodile und Alligatoren. An Vögeln sieht man vor allem Papageien, Kolibris und Tukane.

Kulinarisches

Landesspezialitäten sind "Ceviche" (Fisch in Limonensaft mit Zwiebeln und Paprikaschoten), "Palacones de Platano" (gebratene Kochbananen), "Sancocho" (Eintopf aus Huhn, Fleisch und Gemüse), "Tamales" (gewürzte Pastete, in Bananenblätter gewickelt), "Carimanolas" und "Empanadas" (Pfannkuchen mit Fleisch, Huhn oder Käse gefüllt). Überall gibt es eine große Auswahl an Bier, Wein und Spirituosen.

Sitten und Gebräuche

Panama ist ein ungezwungenes Land. Die Fiestas von Panama sind farbenreicher, fröhlicher und spanischer als in vielen anderen mittelamerikanischen Ländern. Hingegen gibt es auch noch Indianer, die in traditioneller Schlichtheit ganz für sich leben -zum Beispiel die Cunas auf den San-Blas-Inseln.

Man kleidet sich zwanglos. Die einheimische Kultur entspricht einer lebendigen Mischung aus spanischem und amerikanischem Lebensstil.

Souvenirs

Beliebte Mitbringsel sind Lederartikel, gemusterte Perlenhals- und -armbänder (wie sie von den Guaymi-Indios hergestellt werden; sie sollen Glück bringen), Stücke der Nationaltrachten, Holzschnitzereien, Keramiken sowie Gegenstände aus Makramee und Pappmaché sowie Schüsseln aus Mahagoni.

Klimainformationen

Die Temperaturen im tropischen Panama sind das ganze Jahr über verhältnismäßig gleichbleibend. Es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Durchschnittstemperaturen am Meer und im Flachland liegen zwischen 27 und 30°C. Gegen Mittag wird es stets sehr heiß, nachts kühlt es grundsätzlich ab. In den Bergen ist das Klima frühlingshaft, von November bis April ist es morgens, abends und nachts kühl.

Mit Ausnahme der Monate Dezember bis April ist täglich mit Niederschlägen zu rechnen. Meist sind die Regenfälle jedoch nur von kurzer Dauer.

Panama kann in der Hurrikan-Saison (Juni bis November) von Hurrikans betroffen sein.

Beste Reisezeit

Dezember bis April.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus, Gelbfieber.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Medikament zur Behandlung von Malaria MALARIA T mitführen.

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Kein Malariarisiko ist in Panama City zu verzeichnen. Ein mäßiges Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Regionen entlang der Atlantikküste und in den Grenzgebieten zu Costa Rica und Kolumbien. In der Kanalzone gibt es kein bis sehr geringes Übertragungsrisiko.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

PANAMA CITY: Centro Medico Paitilla, Dr. Jaime Espinosa (spricht Deutsch), Av. Balboa y Calle 53,, Panama City, Tel. 63 79 77, 69 52 22; Hopital del Nino, Dr. Claude Verges Lopez (spricht Englisch), Panama City, Tel. 233 38 47.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Balboa (B/.)

1 Balboa = 100 Centésimos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 1,14 B/.

Hinweise

Neben dem Balboa (der nur in Form von Münzen im Umlauf ist) ist der US-Dollar (in Banknoten) gesetzliches Zahlungsmittel.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: bis 10.000 US-$ oder Gegenwert in anderen Währungen erlaubt; US-$ in Noten empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Ausfuhr Fremdwährung: bis 10.000 US-$ oder Gegenwert in anderen Währungen erlaubt.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Umtausch: Es kann direkt mit US-$ bezahlt werden (kein Umtausch nötig). Es sollten überwiegend US-$-Banknoten in kleinen Stückelungen (20 US-$) als Zahlungsmittel vorhanden sein, da Banknoten mit einem höheren Wert oftmals nicht akzeptiert werden. Euro als Bargeld kann nicht umgetauscht werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden meist in größeren Städten Panamas akzeptiert (bei Hotelbuchung nachfragen). Außerhalb der Städte kann man in der Regel nur mit Bargeld bezahlen.

Geldautomat: Ja - An vielen Geldautomaten in gut besuchten Reisezielen können US-$ mit Kreditkarte abgehoben werden. Es empfiehlt sich jedoch, sich nicht auf Kartenauszahlung zu verlassen, da dies offenbar nicht in allen Fällen funktioniert.

Auskunftstellen

Im Reiseland

für allgemeine wirtschaftliche Anfragen im zentralamerikanischen Raum:

Deutsch-Panamaische Industrie- und Handelskammer
(Camára de Comercio e Industria Panameña Alemana)
Area Bancaria, Edificio Magna Corp.
Piso 4, Oficina 411
Panama City
Deutsch-Panamaische Industrie- und Handelskammer
(Camára de Comercio e Industria Panameña Alemana)
Apartado Postal 0831-02537, Paitilla
Panama City/Republik Panama
(00507) 269 93 59
(00507) 269 93 58
www.ahkzakk.com/panama
info@panama.ahk.de

Deutsch-Regionale Industrie- und Handelskammer
für Zentralamerika und die Karibik
(Cámara de Comercio e Industria Alemana
Regional para Centroamerica y el Caribe)
6a Avenida 20-25, zona 10
Edificio Plaza Maritima, Oficina 3-3
01010
Ciudad de Guatemala /Guatemala
(00502) 23 33 70 44
(00502) 23 67 55 52
www.ahkzakk.com
ahkregion@ahkzakk.com

Autoridad de Turismo de Panama
c/o Lieb Management Beteiligungs GmbH
Bavariaring 38
80336
München
(0 89) 45 21 86
(0 89) 45 21 86 17
www.ipat.gob.pa; www.papamainfo.com; www.visitpanama.com
panama@lieb-management.de

Autoridad de Turismo de Panama
Aeropuerto Internacional de Tocumen
Panama City /Republik Panama
(00507) 238 36 86
www.ipat.gob.pa; www.papamainfo.com; www.visitpanama.com
Visit Panama:
Balboa Avenue and Aquilino De La Guardia, BICSA Financial Center
29. Etage
Panama City
Tel. (00507) 526 70 00
E-Mail: contact@visitpanama.com
Internet: www.visitpanama.com

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

FRANKFURT/Main siehe Erzhausen

Generalkonsulat der Republik Panama
Gänsemarkt 44, 5. Etage
20354
Hamburg
(0 40) 35 37 71
(0 40) 34 02 18, 34 36 16
info@panahamburg.com
Mo bis Fr 9-13 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Panama
Moltkestraße 6
24105
Kiel
(04 31) 519 97 35
(04 31) 519 97 33
bettiens@arcor.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

In Deutschland

MÜNCHEN siehe Sauerlach

Honorarkonsulat der Republik Panama
Robert-Bosch-Straße 14
82054
Sauerlach
(0 81 04) 908 60 70
(0 81 04) 90 86 00, 908 60 79
info@konsulat-panama.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embajada de la República Federal de Alemania
Calle 53 E, Urbanizacion Marbella
Edificio World Trade Center
Piso 20
Panama City
Embajada de la República Federal de Alemania
Apdo. 0832-0536, World Trade Center
Panama City/Republik Panama
(00507) 223 66 64
(00507) 263 77 33
www.embajada-alemana.panama.org
info@pana.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Panama

Consulado Honorario General
de la República Federal de Alemania
Edificio Erikan, Planta Alta Calle A Sur
entre Ave. 2a y 3a
David /Chiriquí/Republic of Panama
(00507) 774 04 74
david@hk-diplo.de
Zuständig für die Provinz Chiriquí

Übergeordnete Auslandsvertretung:
Deutsche Botschaft in Panama City

Botschaft der Republik Panama
(mit Konsularabteilung)
Wichmannstraße 6 (Lützow-Center)
10787
Berlin
(0 30) 22 60 58 12
(0 30) 22 60 58 11
www.konsulatpanama.de
panaemba@t-online.de
Botschaft: Mo bis Fr 10-16 Uhr
Konsularabteilung: Mo bis Fr 11-13 Uhr
Geschäftsbereich Konsularabteilung: Bundesgebiet mit Ausnahme der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Honorarkonsulat der Republik Panama
Prager Straße 8a
01069
Dresden
(03 51) 490 60 92
(03 51) 32 01 97 08
honorarkonsul@gmx.de
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Ärztliche Hilfe

PANAMA CITY: Centro Medico Paitilla, Dr. Jaime Espinosa (spricht Deutsch), Av. Balboa y Calle 53,, Panama City, Tel. 63 79 77, 69 52 22; Hopital del Nino, Dr. Claude Verges Lopez (spricht Englisch), Panama City, Tel. 233 38 47.

Sehenswertes

Ciudad de Panama

Im alten Teil der Hauptstadt findet man die schönsten Sehenswürdigkeiten - darunter die Plaza de Francia, den Justizpalast und die Kirche Santo Domingo. Gleich daneben liegt das sehenswerte Museum für koloniale religiöse Kunst. Ganz in der Nähe sieht man die Ruinen von Panama Viejo, dem alten, ursprünglichen Panama.

Panama-Kanal

Seit 1885 gab es zwischen dem Karibischen Meer und dem Indischen Ozean eine Eisenbahnverbindung. Die funktionierte für die Handelsverbindungen von Ozean zu Ozean so gut, dass man auf die Idee mit dem Kanalbau kam. Das erste Projekt, 1879 begonnen, scheiterte am Geldmangel. Dann griffen die USA wirtschaftlich ein - und 1914 wurde der Kanal fertig. Am 1.1.2000 wurden die Hoheitsrechte des Kanals von den USA an Panama übergeben.

Der Kanal ist 64 km lang und wird ohne Pause benutzt. Jedes Jahr passieren ihn über 13.000 Schiffe unter den Flaggen von fast 70 Nationen. Und gleich am Kanal erstreckt sich ein weitläufiges, üppiges Tropengebiet, in dem 15.000 Pflanzenarten gedeihen. Es gibt in Miraflores und in Gatun gute Gelegenheiten den Betrieb auf dem Kanal zu beobachten, wo auch mehrsprachige Führer zur Stelle sind, um alles zu erklären. Im Museum steht ein Modell des Kanals.

Man kann den Kanal auch mit einem kleinen Passagierboot befahren. Solch eine Fahrt vom Pazifik zur Karibischen Küste dauert rund acht Stunden.

Strände

Panama gehört zu den Ländern, die zwei Ozeane zur Wahl haben. Pazifik und Atlantik. Der Strand an der pazifischen Seite ist angenehm, doch die Küste am Karibischen Meer bietet mehr Möglichkeiten - darunter Riffe für Taucher und Schnorchler. Bei Boca del Toro liegen Riffe, die vor allem Tieftaucher erfreuen.

Portobelo

Der Nationalpark läuft entlang der Küste und verbindet sich im Süden mit dem Nationalpark Chagres. In der Mitte des Portobelo-Parks steht dick und undurchdringlich der tropische Regenwald. An seinen Rändern trifft man auf mächtige Bauwerke aus spanischer Zeit und einige historische Ruinen. Ein Drittel des Parks liegt am und im Karibischen Meer, an einem 70 km langen Küstenabschnitt.

Taboga

Diese Insel liegt im Stillen Ozean, gleich vor der Küste von Panama. "Blumeninsel" sagen die Bewohner im schönsten Ort, der "Pueblo" heißt. Alle denkbaren Blüten vom Jasmin bis zum Oleander schmücken dort die bunten Häuser in den schmalen, winkeligen Gassen. Dahinter beginnt der immergrüne Tropenwald. Viele Künstler, unter ihnen Paul Gauguin, haben hier schon gelebt. Es gibt feine Sandstrände und gute Hotels.

Reisehinweise

Ausweispflicht:

In Panama müssen sich Ausländer jederzeit ausweisen können. Oft wird auch eine Kopie des Reisepasses akzeptiert.

Demonstrationen:

Immer wieder kommt es zu Demonstrationen, die auch schon zu Ausschreitungen und Straßensperren geführt haben.

Diese Menschenansammlungen nutzen auch Kriminelle, um zu plündern oder Autos auszurauben.

Kriminalität:

In Panama gibt es derzeit vermehrt Delikte, die in Verbindung mit dem Drogenhandel stehen. Die Gefahr für ausländische Besucher, darin verwickelt zu werden, nimmt zu.

Überfälle:

Um nicht Opfer eines Raubüberfalls zu werden, sollten ausländische Reisende in jedem Fall notwendige Vorsichtsmaßnahmen (in der Dunkelheit nicht unterwegs sein, wenig Bargeld mitnehmen u.Ä.) treffen. Dies gilt vor allem für folgende Stadtgebiete von Panama City: Tocumen, Juan Diaz, 24 de Diciembre, El Chorillo, Calidonia, Curundú, San Miguelito, Santa Ana, Pacora sowie rund um Panama City.

In Colón ist die Raubüberfallquote auch tagsüber sehr hoch.

Ein großes Überfallrisiko besteht ebenso für den Osten und Süden der Provinz Darién, vor allem an der Grenze zu Kolumbien.

Am Flughafen Tocumen sowie in Panama City sollten nur registrierte Taxis benutzt werden, um das Risiko, Opfer eines Überfalls zu werden, zu reduzieren.

Waffen sind in Panama gängig. Deshalb werden sie auch bei Überfällen schnell eingesetzt. Bei einem Überfall sollten die verlangten Gegenstände oder Geld ohne Widerstand abgegeben werden. Reisende sollten stets nur geringe Geldbeträge dabeihaben.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln oder zu konsumieren ist strengstens verboten. Der Verdacht alleine kann schon zur Verhaftung führen.

Hurrikan-Saison: In den Bundesstaaten im Süden der USA, in Mexiko, Zentralamerika sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Informationen dazu gibt es bei Wettervorhersagen in den jeweiligen Ländern oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ecuador

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind: ein bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Republik Ecuador liegt an der Westküste Südamerikas beiderseits des Äquators, und zwar zwischen dem 2. Breitengrad Nord und dem 6. Breitengrad Süd und dem 75. bis 81. Längengrad West. Sie grenzt im Norden an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru und im Westen an den Pazifischen Ozean.

Ecuador wird von Nord nach Süd von den Anden durchzogen und teilt sich in drei sehr unterschiedliche Großräume: Sierra (Hochland), Costa (Küstenregion) und Oriente (Amazonasbecken).

Zum Staatsgebiet Ecuadors gehören auch die etwa 1.000 km vom Festland entfernt im Pazifischen Ozean liegenden Galápagos-Inseln, die aus 13 größeren und vielen kleinen Inseln bestehen.

Fläche: 256.370 km², davon entfallen auf die Galápagos-Inseln 7.844 km².

Verwaltungsstruktur: 22 Provinzen (einschließlich der Galápagos-Inseln).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 14,6 Millionen

davon ca. 25.100 auf den Galápagos-Inseln

Städte:

Quito (Hauptstadt, 2.850 m) ca. 1,6 Millionen

Guayaquil ca. 2,28 Millionen

Cuenca (2.580 m) ca. 331.900

Santo Domingo ca. 305.600

Machala ca. 241.600

Eloy Alfora (Durán) ca. 235.800

Portoviejo ca. 223.100

Manta ca. 221.100

Loja 180.600

Ambato ca. 178.500

Sprache

Die Amtssprache ist Spanisch. Außerdem werden noch Quechua und andere indianische Sprachen gesprochen. In Großstädten und größeren Hotels versteht man auch Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden, Galápagos-Inseln Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -7 Stunden (während der europäischen Sommerzeit -7 Stunden; Galápagos-Inseln -8 Stunden).

Stromspannung

110 Volt Wechselstrom, 60 Hertz. Es werden fast ausschließlich US-Blattstecker verwendet. Es empfiehlt sich, einen Adapter mitzuführen. Mit Stromausfällen muss gerechnet werden.

Telefon/Post

Post

Briefkästen gibt es kaum, alle Post ist bei den Postämtern (oficina de correo) aufzugeben. Luftpost nach Europa ist etwa 10 Tage unterwegs, von den Galápagos-Inseln mindestens 15 Tage.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Ecuador ist 00593, die Vorwahl von Ecuador nach Deutschland 0049, nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041. Telefone gibt es in fast allen öffentlichen Gebäuden oder auch in kleineren Geschäften (unterschiedliche Gebühren). Karten für Kartentelefone kann man an Tankstellen, in Restaurants oder in Einkaufszentren erwerben. Ferngespräche führt man am besten über die öffentlichen Telefonzentralen, die in allen Städten und teilweise auch in kleineren Ortschaften vertreten sind. Auch einige Internet-Cafés bieten einen Telefon-Service an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 911 und 101, Unfallrettung 131 (in Quito) und 560 674 (in Guayaquil), Feuerwehr 102.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850/1900.

Es gibt eine gute Mobilfunk-Abdeckung auch in entlegeneren Gebieten. Handies können am Flughafen oder in Telefonläden gemietet werden. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Ecuador von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

GSM 850-fähig sind Quadband-Handys. GSM 1900-fähig sind Triband- oder Quadband-Handys.

Internet

Länderkürzel: .ec

In allen größeren Städten gibt es Internet-Cafés.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

12. und 13. Februar (Karneval)

30. März (Karfreitag)

30. April (Tag der Arbeit)

25. Mai (Schlacht von Pichincha)

10. August (Unabhängigkeitstag)

12. Oktober (Unabhängigkeitstag von Guayaquil)

2. November (Allerseelen)

3. November (Unabhängigkeitstag von Cuenca)

6. Dezember (Gründungstag von Quito, nur in Quito)

25. Dezember (Weihnachten)

Darüber hinaus gibt es noch regionale Feiertage. Es kann zu kurzfristigen Änderungen einzelner Feiertagsregelungen kommen.

Die Hauptferienzeit geht im Küstenbereich des Landes von Mitte Januar bis Ende April. Im restlichen Teil des Landes von Ende Juli bis Ende September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-16/18 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Fr 9-13, 15-19 Uhr, Sa 9-13 Uhr; Einkaufszentren haben werktags oft bis 20 Uhr geöffnet und außerdem auch sonntags bis 16 Uhr oder länger;

Büros: Mo bis Fr 9-13 Uhr und 14-17 Uhr.

Kleidung

Wenn man die Küstengebiete bereist oder sich im Oriente und an den Osthängen der Anden aufhält, sollte man leichte, atmungsaktive Sommerkleidung tragen. Auch sollte man Regenschutz mitführen. Auf dem Hochplateau der Sierra sind das ganze Jahr Übergangskleidung, Wollsachen und Regenschutz angebracht. Bei Reisen zwischen Guayaquil und Quito oder umgekehrt ist zu beachten, dass man von einer Klimazone in eine gänzlich andere wechselt.

Galápagos-Besucher sollten in der kühlen Jahreszeit, von Juni bis November, wärmere Kleidung sowie guten Schutz gegen Nieselregen mitnehmen.

Geschichte/Politik

Die auf ecuadorianischem Gebiet gefundenen Artefakte, die bis 8000 v. Chr. zurückdatiert werden können, gehören zu den ältesten Funden menschlicher Kulturen in Lateinamerika. Ausgrabungen deuten darauf hin, dass die Kulturen, die es zwischen 500 v. Chr. und 500 n. Chr. im heutigen Ecuador gab, enorme Fertigkeiten in der Metallbearbeitung, im Töpfern und Weben besaßen. In den tausend Jahren von 500 v. Chr. bis 500 n.Chr. kam es zur Bildung und Blüte zahlreicher Regionalkulturen. Den größten Machtzuwachs erfuhr jedoch die Manta-Kultur, die mit ihren Balsa-Booten vermutlich bis nach Mexiko segelte. Ab 900 n.Chr. gründeten die Cara im Hochland ein erstes Großreich. Im Süden grenzte es an das Reich der Canari. 1450 n.Chr. unterwarfen die Inka alle Völker in Ecuador, doch ihre Herrschaft war nicht von langer Dauer, denn 1499 n.Chr. landeten bereits die ersten Spanier an der Karibikküste. Die Zeit der spanischen Eroberungen begann. 1533 nahm der Spanier Francisco Pizarro bei seiner Eroberung Perus den letzten Inka-Herrscher Atahualpa gefangen und ließ diesen hinrichten. Pizarros Leutnant Sebastian de Benalcazar eroberte unterdessen im Auftrag Pizarros Ecuador.

Die spanischen Siedler brachten Pferde, Rinder und Schweine ins Land und bauten erstmalig in Südamerika Weizen und Bananen an. Die Feudalherrschaft der Spanier führte aber auch zu einer Versklavung der in Ecuador lebenden Indianer. Zahlreiche gewaltsame Aufstände der Indianer wurden von den Spaniern immer wieder blutig niedergeschlagen.

Bis 1739 regierte der Vizekönig Perus das heutige Ecuador bis es 1820 dem Vizekönig Neu-Granadas unterstellt wurde. Nach der Auflösung der Konföderation Großkolumbien (Kolumbien, Venezuela, Ecuador), in die Ecuador nach der Befreiung von den Spaniern eingegliedert worden war, erlangte Ecuador 1830 seine endgültige Unabhängigkeit. Erster Staatspräsident Ecuadors wurde Juan Flores, ein gebürtiger Venezolaner. Bis in die 70er Jahre des 20.Jahrhunderts wurden Ecuadors politische Geschicke von Militärdiktaturen gelenkt und geleitet. Erst 1978 betrat Ecuador mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung den Weg zur Demokratie, ein Jahr später fanden freie Wahlen statt. Seither sind die politischen Verhältnisse in Ecuador recht stabil, doch bedrohen die innere Sicherheit vor allem die katastrophalen wirtschaftlichen Verhältnisse, in denen sich Ecuador seit 1998 befindet. Die angekündigten Sparmassnahmen zur Überwindung der Finanzkrise lösten massive Proteste der Bevölkerung aus und endeten in einem Gesetz über die wirtschaftliche Umgestaltung Ecuadors, das im Jahre 2000 verabschiedet wurde. Eine Maßnahme dieses Gesetzes war die Abschaffung der bisherigen Währung (Sucre) und die Einführung des US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel.

Wirtschaft

Ecuadors Wirtschaft steht auf vier Säulen. Devisenbringer sind die Erdöl- und Erdgasreserven (vor allem im Amazonasgebiet) sowie eine vielfältige Landwirtschaft, große Shrimp-Aufzuchtfarmen und der Tourismus. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen in der Sierra und in der Costa. Wichtigste Anbauprodukte sind Bananen, Zuckerrohr, Maniok, Mais, Reis und Kartoffeln, aber auch Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte. Das Meer vor den Galápagos-Inseln zählt zu den thunfischreichsten Gewässern der Welt. Ecuador ist einer der größten Krabbenexporteure weltweit.

Religion

Nach der Eroberung Ecuadors durch die Spanier nahmen viele Indianer (gezwungenermaßen) den römisch-katholischen Glauben an. 1863 wurde der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt. Trotz Liberalisierungstendenzen und Unterstellung der Kirche unter den Staat sind heute noch über 70 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch. Zum Teil haben sich die Indianer aber auch ihre Naturreligionen bewahrt.

Vegetation

Die ursprüngliche Vegetation des westlichen Amazonasbeckens im Oriente und des Küstentieflands der Costa ist der tropische Regenwald mit all seiner Vegetationsvielfalt. Weite Areale in der Costa sind aber bereits durch die Plantagenwirtschaft zerstört. An den Gebirgshängen des Andenhochlandes geht der tropische Regenwald in den tropischen Bergwald über. Anzutreffen sind hier lorbeerblättrige Bäume, Palmen, Koniferen, Eukalyptus und Epiphyten (u.a. Orchideen). Eine besondere Form des Bergwaldes ist der tropische Nebelwald, der eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Dominierend sind hier neben Farnen vor allem Moosteppiche. Oberhalb der Baumgrenze ist eine tropische Heidevegetation vorherrschend.

Auf Galápagos wirkt die Vegetation karg, es fehlt die Blütenpracht des Festlandes. Etwa die Hälfte der Pflanzenarten sind endemisch, also nur auf diesen Inseln vorkommend. In der weit verbreiteten Trockenzone wachsen Kakteen, der Galápagos-Säulenkaktus, der Balsambaum (palo santo) und Akazien. Je höher man kommt, desto stärker wird die Vegetation. Es wächst der Korallenbaum, die Galápagos-Guave und die Bäume sind meist mit Epiphyten behangen. Noch höher wachsen Sonnenblumenbäume, (Scalesien), das Miconia-Gebüsch, der Adlerfarn und das Elefantengras.

Tierwelt

Es gibt über 320 Säugetierarten in Ecuador. Typische Tierarten sind der größte Flugvogel der Welt, der Anden-Kondor, und der Kolibiri. Selten sind der Berg-Tapir, der Anden-Pudu. Dazu kommen verschiedene Papageien, Affen und Wildkatzenarten. Unter den 350 Reptilienarten befinden sich 40 giftige Schlangen, wie die schwarzrot geringelte Korallenschlange.

Einzigartig ist die Tierwelt der Galápagos-Inseln, in der vor allem Vögel und Reptilien vertreten sind. Es gibt nur vier Säugetierarten, darunter Seelöwen und die Galápagos-Pelzrobbe. Die Riesenschildkröten sind die Hauptattraktion der Insel. Bekannt sind auch der Galápagos-Landleguan, Lavaechsen und Geckos. Zu sehen bekommt der Besucher auch den Galápagos-Albatros, Tölpel, Fregattvögel, Pelikane, Pinguine, den zutraulichen Galápagos-Bussard, und im Meer die Meerechse und die Rote Klippenkrabbe.

Kulinarisches

Die Küche Ecuadors erfordert vom europäischen Feinschmecker eine gewisse Bereitschaft, sich mit etwas anderen Essgewohnheiten und ungewohnten Zutaten und Gewürzen anzufreunden. Häufig werden z.B. der bei uns praktisch unbekannte Kreuzkümmel (comino) oder das intensiv herbbittere Kraut cilantro verwendet.

Eine Spezialität Ecuadors ist der ceviche, ein Cocktail aus rohen Garnelen, Austern, Fisch- und Muschelfleisch, Limonensaft, einem Schuss Ketschup und Gewürze.

In den Restaurants wechseln sich als Hauptspeise Huhn mit Reis (pollo con arroz) und Rindfleisch mit Reis (carne de res con arroz) ab, als Nachtisch gibt es Süßes oft aus Kokosraspeln und karamelisiertem Zuckerrohrsaft.

Ein Festmahl in der Küche Ecuadors ist seit der Inka-Zeit gegrilltes Meerschweinchen, eine typische Spezialität ist auch locro de papas (Kartoffelsuppe) und caldo de gallina (Hühnersuppe).

Nach dem Essen wird gerne ein Kaffee getrunken. Säfte in den Geschmacksrichtungen Papaya, Maracuja, Banane, Ananas oder Baumtomate, Kokosnussmilch sowie Bier (cerveza) sind günstige Durstlöscher.

In Ecuador ist es nicht üblich, am Tisch zu bezahlen. Man bezahlt seine Rechnung beim Verlassen des Restaurants an der Theke.

Sitten und Gebräuche

Der Besucher wird sich in Ecuador nicht völlig fremd fühlen, da das Land durch den jahrhundertelangen Einfluss der Spanier europäisch geprägt ist. Die ältere Generation hält stark an Traditionen und ihrem religiösen Brauchtum fest. Die Jugend und wohlhabende Ecuadorianer folgen mehr und mehr der westlichen Lebensart. Trotz dieser Entwicklung kann der Besucher auf einer Rundreise viele traditionelle Lebensformen beobachten.

Souvenirs

Das Kunsthandwerk in Ecuador wird von staatlicher Seite gefördert. Die Organisation für Kunsthandwerk OCEPA unterhält mehrere Geschäfte in Quito, wo man sich einen guten Überblick über das Angebot an kunsthandwerklichen Erzeugnissen verschaffen kann. Wer seine Souvenirs lieber auf den Indio-Märkten oder beim privaten Handel kaufen möchte, sollte Fachkenntnisse und Preisvorstellungen mitbringen. Mit Handeln kann man dann günstiger einkaufen als in den OCEPA-Läden. Beliebte Mitbringsel sind u.a. Teppiche und andere Webstoffe, Baumwollschals, Tragetücher, Decken, handgestickte Kleidungsstücke, Keramik und Schmuck.

Klimainformationen

Obwohl in der subtropischen Zone gelegen, hat Ecuador kein einheitliches Klima.

An der Küste sowie an den Westhängen der Anden herrscht tropisches bis subtropisches Klima. In den Monaten von Januar bis Mai ist in dieser Gegend Regenzeit. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen dann bei 25-30°C und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Die Trockenzeit, in der das Klima recht angenehm ist und durchschnittlichen Temperaturen von 19-25°C gemessen werden, erstreckt sich auf die Monate von Juni bis Dezember.

Die Sierra, das eigentliche Andengebiet, liegt 2.000-3.000 m hoch. In diesem Teil des Landes ist das Klima gemäßigt. In der eher feuchten Zeit, von November bis Mai, regnet es nachmittags häufig. Die in dieser Gegend gemessenen Temperaturen bleiben das ganze Jahr über fast gleich. Starke Temperaturschwankungen, zwischen 8 und 28°C, sind jedoch oft mehrmals am Tag möglich. Die durchschnittlichen Temperaturen in Quito (2850 m hoch) im wärmsten Monat (September) liegen üblicherweise bei ca. 12-16°C, im kältesten Monat (März) bei etwa 12°C. Bedingt durch die Höhenlage, kann es am Anfang eines Aufenthalts zu Anpassungsschwierigkeiten kommen. Über 3.500 Meter fällt viel Regen bzw. Schnee. Hier herrschen tagsüber ca. 12°C, nachts unter dem Gefrierpunkt. Die Schneegrenze liegt bei 4.500-4.700 Meter.

An den Osthängen der Anden und im Dschungelgebiet (Oriente) ist es feucht und sehr warm. Hier gibt es die höchsten Niederschläge des Landes, meist nachmittags, besonders in den Monaten März und September. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 26°C mit starken Tagesschwankungen (8-10°C).

Die Galápagos-Inseln haben durchschnittliche Jahrestemperaturen von 25-30°C mit hoher Luftfeuchtigkeit und häufigen Regenfällen. Januar bis Juni gilt als Regenzeit, der Himmel ist meist klar und wolkenfrei, die Niederschläge kommen einmal am Tag. Juli bis Dezember gilt als Trockenzeit, der Himmel ist meist wolkenverhangen und es fällt ein leichter Nieselregen.

Beste Reisezeit

Für Badeurlauber sind die Monate April bis Dezember ideal. Bergsteiger sollten für Bergtouren im Hochland die Monate von Juni bis November wählen, wogegen für Touren im Amazonasgebiet die Monate Juni und Juli ideal sind.

Für die Galápagos-Inseln sind Januar bis Juni die interessantesten Monate.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Staatsbürger und Personen mit Daueraufenthalt in Ecuador müssen auch bei Ausreise in ENDEMIEGEBIETEN eine Impfung gegen Gelbfieber vorweisen.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Gelbfieber, Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

mitführen.MALARIA T. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Quito, Guayaquil sowie andere städtische Gebiete, die Galápagos-Inseln und die Touristengebiete im zentralen Hochland von Ecuador sind malaria-frei.

Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 m. Erhöhtes Risiko in El Oro, Esmeraldas. Los Ríos, Manabí, Morono Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Pichincha und Sucumbíos.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

QUITO: Dr. Martin Domski Er spricht Deutsch., Av. Republica E6-754,, Quito, Tel. (02) 255 32 06;

GUAYAQUIL:Clinica Kennedy, Guayaquil, Tel. (04) 228 69 63.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: US-Dollar (US-$)

1 US-Dollar = 100 Cents

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 1,14 US-$

Hinweise

Der US-$ ist gesetzliches Zahlungsmittel in Ecuador. Es gelten die US-$-Scheine und US-Cent-Münzen. In Ecuador werden auch eigene Münzen geprägt, die mit den US-Cent-Münzen gleichwertig sind, aber nur in Ecuador im Umlauf sind und nur in Ecuador Gültigkeit haben.

Aus Angst vor Fälschungen nehmen Geschäfte und Banken meist keine 50- und 100-Dollarnoten an, was bei der Mitnahme von US-Dollar in bar vor der Einreise nach Ecuador berücksichtigt werden sollte.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt. Es sollten besonders kleinere US-$-Scheine mitgeführt werden.

Deklaration: Ja - bei Ein- oder Ausfuhr von Beträgen ab 10.000 US-$ oder dem Gegenwert in anderen Währungen

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt. Eine Steuer von 5 Prozent wird auf ausgeführte Beträge von über 1.098 US-$ erhoben.

Umtausch: nur in Wechselstuben oder Banken.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels und Geschäften akzeptiert (bei Hotelbuchung abklären).

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und - jedoch nur vereinzelt - an Geldautomaten des Maestro-Systems auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo) möglich. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Nein - können nicht mehr bei ecuadorianischen Banken eingelöst werden.

Auskunftstellen

Ministerio de Turismo
El Telégrafo E7-58 zwischen El Tiempo und Av. De los Shyris
170514
Quito /Ecuador
(00593 2) 399 93 33
www.vivecuador.com

Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana)
Avenida Eloy Alfaro N35-09 y Portugal
Edificio Millenium Plaza, Piso 4to, Oficina 401
Quito
Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana)
Casilla 17-16-083
Quito/Ecuador
(00593 2) 333 16 37
(00593 2) 333 20 48
www.ahkecuador.org; www.ahk.net/chambers/ec
info@ahkecuador.org.ec

Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
Verbindungsbüro Guayaquil
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana,
Oficina de Enlace en Guayaquil)
Av. Francisco Boloña 719 y Av. Carlos Luis
Plaza Dañin, Cdla. Kennedy
Guayaquil
Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
Verbindungsbüro Guayaquil
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana,
Oficina de Enlace en Guayaquil)
Casilla 09-01-7053
Guayaquil/Ecuador
(00593 4) 228 38 24
(00593 4) 228 41 26
infogye@ahkecuador.org.ec

Federación Nacional de Cámaras de Comercio de Ecuador
Ecuador Chamber of Commerce
Avenida Francisco de Orellana y Miguel H. Alcivar
Edificio Centro Empresarial "Las Cámaras" - Piso 3
Guayaquil
(00593 4) 268 27 72
www.capeipi.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Ecuador
mit Konsularabteilung
Joachimstaler Straße 12
10. Stock
10719
Berlin
(0 30) 800 96 96 99
(0 30) 800 96 95
www.botschaft-ecuador.org
info@ecuadorembassy.de
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Belgien, Luxemburg, Tschechische Republik
Geschäftsbereich Konsularabt.:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfahlen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorargeneralkonsulat der Republik Ecuador
c/o SEVERSAL
Wachtstraße 17-24 (Baumwollbörse)
28195
Bremen
(04 21) 41 65 56 89
(04 21) 41 65 56 88
info@ecuador-bremen.de
Mi 16-18 Uhr, Fr 14-16 Uhr

Konsulat der Republik Ecuador
Schopenstehl 20
20095
Hamburg
(0 40) 410 31 35
(0 40) 44 31 35
ecuador.consulado.hamburgo@gmail.com
nach Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Limburger Straße 42
61462
Königstein
(0 157) 89 67 23 93
irene.schmitt@consuldor.de
hkecuador.ffm@gmail.com
nach Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Marktplatz 13
71634
Ludwigsburg
(071 41) 696 49 23
(071 41) 373 81 73
ecuador@honorarkonsul-bw.de
Mo, Di, Do, Fr 9-11.30 Uhr, Di 15-17 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Schackstraße 3
80539
München
(01520) 766 29 10
irene.schmitt@consuldor.de
baviera@consulado-ecuador.com
Mo, Mi, Fr 8:30-12:30 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Steinfeldstraße 2
52222
Stolberg
(02 41) 569 35 65
(02 41) 569 33 36
hkecuador@t-online.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr

Embajada de la República Federal de Alemania
Edificio "Citiplaza", piso 14
Avenida Naciones Unidas E10-44 y
República de El Salvador
Quito
Embajada de la República Federal de Alemania
Casilla 17-17-536
Quito/Ecuador
(00593 2) 297 08 16, 297 08 15
(00593 2) 297 08 20
www.botschaft-quito.de
Mo bis Fr 9-12, Mo bis Do 14-16 Uhr
Amtsbezirk: Ecuador

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Presidente Antonio Borrero 10-91 y Mariscal Lamar (Forum Hotel)
Cuenca /Ecuador
(00593 7) 282 88 01
cuenca@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Azuay, Cañar und Loja.
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Quito

Cónsul General Honorario de la República Federal de Alemania
Avenida Las Monjas No. 10 y C. J. Arosemena
Edificio Hamburgo, piso 2
Guayaquil /Ecuador
(00593 4) 220 03 17
(00593 4) 220 03 16/17
guayaquil@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen El Oro, Guayas, Los Rios, Manabí und Santa Elena
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Quito

Ärztliche Hilfe

QUITO: Dr. Martin Domski Er spricht Deutsch., Av. Republica E6-754,, Quito, Tel. (02) 255 32 06;

GUAYAQUIL:Clinica Kennedy, Guayaquil, Tel. (04) 228 69 63.

Sehenswertes

Quito

Die Hauptstadt Quito ist nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes. In 2.850 Meter Höhe liegt sie eingezwängt in einem schmalen Hochtal. Dem Besucher der Stadt wird wegen der extremen Höhenlage zunächst ein wenig die Luft wegbleiben. Er sollte die ersten Tage langsam angehen lassen, damit der Körper sich an die sauerstoffärmere Luft gewöhnen kann.

Quito wurde 1543 von den Spaniern an der Stelle einer alten Inkastadt gegründet. Viele Häuser aus der Kolonialen Epoche haben sich bis heute erhalten. Es lohnt sich sie auf einem Rundgang durch "Quito Colonial" zu erkunden. Der Mittelpunkt der Stadt ist die Plaza de la Independencia, um die sich die Kathedrale, der Regierungspalast und das Rathaus gruppieren. Sehenswert sind weiterhin u.a. das Kloster La Concepción, das Convento La Merced sowie die zahlreichen Kirchen der Stadt. Auch der Besuch des einen oder anderen Kunstmuseums ist durchaus lohnend. Quitos Altstadt beherbergt zahlreiche bedeutende Kunstschätze. Zur Sicherheit sollte man allerdings nachts niemals allein durch die Altstadt gehen und auch tagsüber die Gegend um die Calles Loja, Chimborazo und 24 do Mayo meiden. Beim Altstadtbummel ist Vorsicht vor Taschendieben geboten.

Otavalo

Der kleine Ort liegt ungefähr 90 Kilometer nördlich von Quito und kann z.B. auf einer Auto-Tour über die Panamericana Norte (Quito-Cayambe-Otavalo-Ibarra-Tulcán) besucht werden. Geradezu berühmt ist in Otavalo der Samstagsmarkt, der größte Indio-Markt Ecuadors, der viele Touristen anlockt. In der Hauptsache werden hier preisgünstige Webartikel angeboten. Die Qualität der Ware hat aber in den vergangenen Jahren nachgelassen, da die Billigproduktion in Otavala Einzug gehalten hat. Dennoch lohnt sich ein Besuch des Marktes, allein schon wegen der farbigen traditionellen Kleidung der Otavaleños und Salasaca-Indios und dem bunten Markttreiben.

Vulkane Rucu und Guagua Pichincha

Die Pichinchas erheben sich zehn Kilometer westlich von Quito. Während der Rucu erloschen ist, ist der jüngere Guagua noch aktiv. Auf den Rucu Pichincha, der 4.790 m hoch ist, kann man zu Fuß (Ganztagstour) oder mit dem Auto (rund drei Stunden) gelangen. Nach kalten Nächten kann es vorkommen, dass die Felsen von einer dünnen Schneeschicht überzogen sind. Für die Besteigung des Guagua Pichincha sollten zwei Tage eingeplant werden. Reizvoller noch als der Aufstieg zum Gipfel ist hier der Abstieg in den Krater, der einen Durchmesser von 1,5 km aufweist. Je weiter man in den 600 Meter tiefen Krater absteigt, desto stärker wird der Schwefelgeruch.

Abenteuertour in das Huaorani-Territorium

Veranstalter bieten Touren in das Territorium der Huaorani-Indianer an. Die Preise für die Touren richten sich danach, ob sie zu Fuß, mit Einbaum, mit dem Motorboot oder mit dem Flugzeug unternommen werden. Während des Besuchs einer Huaorani-Siedlung können Touristen typisches Kunsthandwerk, wie Blasrohre oder mit Federn verzierte Lanzen als Souvenirs erwerben. Die Preise für einen Ausflug liegen zwischen 40 und 450 US-$. Es empfiehlt sich, auf diesen Touren eine Erste-Hilfe-Ausrüstung mitzunehmen.

Galápagos

Ein Muss für jeden Ecuador-Touristen ist ein Abstecher auf das Galápagos-Archipel, das besonders wegen seiner Tierwelt einzigartig ist und Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie inspiriert hat. Besonders hervorzuheben sind die sechs Arten von Riesenschildkröten sowie zwei Arten großer Eidechsen aus der Familie der Leguane. Daneben bevölkern etwa 85 verschiedene Vogelarten, darunter Flamingos, Kormorane, Finken und Pinguine die Inseln. An den Küsten tummeln sich große Mengen von Seelöwen und viele verschiedene Fischarten. 90 Prozent der Galápagos-Inseln stehen seit 1959 unter Naturschutz. Die 15 großen und mehrere kleine Inseln liegen fast 1.000 Kilometer westlich des ecuadorianischen Festlandes. Der Flug von Quito dauert (reine Flugzeit) etwa zwei Stunden. Isabela, die größte der Inseln nimmt mehr als die Hälfte der Gesamtfläche der Inseln in Anspruch. Es folgen Santa Cruz, Fernandina, Santiago, San Cristóbal, Floreana und Marchena. Das A und O eines jeden Galápagos-Aufenthalts sind die Kreuzfahrten. Die meisten starten von Puerto Ayora auf Santa Cruz (hier besteht auch die beste touristische Infrastruktur), wenige auch von Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal. Leckerbissen einer Galápagos-Kreuzfahrt sind die beiden Inseln Española und Floreana, die wegen ihres Vogelreichtums, ihrer schönen Strände und der exotischen Landschaft auch unter den Galápagos-Inseln etwas ganz Besonderes sind.

Reisehinweise

Die Aktivität der Vulkane Tungurahua und Reventador schwankt. Die Besteigung der Berge ist untersagt. Reisende, die sich in der Nähe aufhalten, sollten die Anweisungen der Sicherheitsbehörden befolgen.

Vulkanische Aktivitäten können den Reiseverkehr erheblich behindern. Reisende sollten sich daher vor Abreise über die aktuelle Lage informieren. Aktuelle Informationen sind in spanischer Sprache auf den Websites www.igepn.edu.ec und www.gestionderiesgos.gob.ec zu finden.

Kriminalität:

Die kriminelle Gefährdung von Besuchern Ecuadors ist nicht mit den europäischen Verhältnissen vergleichbar. In Bezug auf Kriminalität liegt das Land in Südamerika auf einem mittleren Platz. Eine erhöhte Gefährdung besteht in den Ballungsräumen von Guayaquil, Quito und Cuenca. Auch an der Küste und im Grenzgebiet zu Kolumbien ist von einem erhöhten Risiko auszugehen, Opfer von Entführungen bzw. Überfällen bewaffneter Gruppen zu werden.

Seit Anfang 2018 kommt es im Norden der Provinz Esmeraldas bei Anschlägen auf die Sicherheitskräfte des Landes zu Toten und vielen Verletzten. Das Auswärtige Amt rät daher aktuell von Reisen in dieses Gebiet ab.

Aufgrund der Gewaltbereitschaft der Täter sollte bei Überfällen keine Gegenwehr geleistet werden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die Unfallrate in Ecuador ist sehr hoch. Nach Möglichkeit sollte von der Benutzung von Überlandbussen abgesehen werden.

Wegen des zeitweise hohen Wellenganges an der Pazifikküste kann es zu gefährlichen Situationen auf dem Wasser kommen. Den Anweisungen der Behörden muss (z.B. in Bezug auf Wassersport oder Walbeobachtungstouren) Folge geleistet werden.

Bei Drogendelikten drohen hohe Haftstrafen in Ecuador, selbst bei geringsten Mengen.

Ecuador liegt in einer seismisch aktiven Zone.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Peru

Einreise für Deutsche

Deutsche sind als Touristen und als Geschäftsreisende für max. 90 Tage innerhalb von 6 Monaten visumfrei. Notwendig sind:

- ein bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass

- Rück- oder Weiterreiseticket

- ausreichende Geldmittel

Landesdaten

Lage

Die Republik Peru liegt im nordwestlichen Teil Südamerikas, südlich des Äquators. Sie grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifischen Ozean.

Fläche: 1.285.216 km².

Verwaltungsstruktur: 24 Departments (departamentos) und der Hauptstadtbezirk Lima.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 28,2 Millionen

Städte:

Lima (Hauptstadt, 203 m ü.M.) ca. 8,2 Millionen

Arequipa (2.353 m) ca. 959.800

Trujillo (61 m) ca. 892.200

Callao (0 m) ca. 876.900

Chiclayo (59 m) ca. 540.700

Piura ca. 421.600

Iquitos (106 m) ca. 405.500

Cusco (3.430 m) ca. 371.400

Chimbote (6 m) ca. 335.100

Huancayo (3.271 m) ca. 330.400

Sprache

Amtssprachen sind Spanisch und Quechua. Außerdem wird vor allem in der Umgebung des Titicacasees noch Aymará gesprochen. Englisch wird in den größeren Hotels und auch von Geschäftsreisenden gesprochen,

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -7 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 60 Hertz; in Arequipa 220 Volt, 50 Hertz und Iquitos 110 Volt, 50 Hertz;

In Peru sind amerikanische Stecker üblich. Es empfiehlt sich daher, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist ein bis zwei Wochen unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Peru ist 0051, von Peru nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Internationale Ferngespräche sind von allen Telefonzellen aus mit Telefonkarte möglich. Bei Ortsgesprächen können auch Münzen verwendet werden.

NOTRUFNUMMERN:

- Polizei 105

- Unfallrettung 106 (SAMU - Sistema de Atención Médica Urgente)

- Feuerwehr 116

In Problemfällen stehen zur Verfügung:

- Tourist Protection Network, Touristenpolizei: Tel. 0800 22221 (rund um die Uhr)

- iPeru, Tourist Information and Assistance (Hilfestellung wird bei Übervorteilungen durch Hotels oder Fluglinien geboten): Tel. (511) 574 8000 (rund um Uhr), www.promperu.gob.pe

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850/1900, 3G 850 und 3G 1900.

GSM 1900-fähig sind Triband- und Quadband-Handys. GSM 850-fähig sind Quadband-Handys.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Peru von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .pe.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

29. März (Gründonnerstag)

30. März (Karfreitag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

29. Juni (St. Peter und St. Paul)

28./29. Juli (Nationalfeiertage; Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag)

30. August (St. Rosa de Lima)

8. Oktober (Schlacht bei Angamos)

1. November (Allerheiligen)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

Darüber hinaus gibt es noch Feiertage, die regional begangen werden.

Die Hauptferienzeit geht von Januar bis März. Aber auch im Juli sind viele Peruaner in den Ferien.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo bis Sa 10-13 und 16-20 Uhr, viele Geschäfte haben durchgehend geöffnet; einige wenige Läden öffnen auch sonn- und feiertags;

Post: Mo bis Sa 8-18 Uhr;

Banken: im Normalfall Mo bis Fr 9-17 Uhr, oft auch samstags 9-13 Uhr;

Behörden: Öffnung für Publikumsverkehr unterschiedlich, häufig Mo bis Fr 9-14 Uhr; andere Büros in der Regel durchgehend von 9-17 Uhr.

Kleidung

Für die warmen Monate von Dezember bis April ist Sommerkleidung ausreichend, für kühle Abende ein leichter Mantel nützlich. Zu formellen Anlässen ist entsprechende Kleidung notwendig. Im dortigen Winter ist warme Kleidung erforderlich.

Bereist man das Amazonasgebiet ist ganzjährig leichte Sommerkleidung aus atmungsaktiven Materialien zu empfehlen. Außerdem braucht man Regenschutz und gutes Schuhwerk. Im Hochland ist für den Winter (Mai bis September) warme Kleidung notwendig. In den übrigen Monaten sollte man für den Tag leichtere Kleidung und für die doch recht kühlen Abende Wollsachen mitnehmen. Die Mitnahme eines Sonnenhuts gegen starke Sonneneinstrahlung ist auf jeden Fall zu empfehlen. Gute Sonnenbrillen und gutes Schuhwerk sind überall erforderlich.

Geschichte/Politik

Schon 1.500 Jahre vor der Ankunft spanischer Conquistadores erlebte Peru eine Reihe von glanzvollen Kulturen, deren steinerne Zeugen bis heute erhalten geblieben sind. Das Inka-Volk, das durch seine straffe Organisation bis heute fasziniert und unter anderem die beeindruckende Ruinenstadt Machu Picchu hinterließ, stellt nur die letzte Entwicklungsstufe altperuanischer Kulturen dar.

Der Inka-Staat war das mächtigste Reich jener Zeit in Amerika, und umfasste - perfekt organisiert - rund zwölf Millionen Menschen. Doch das Riesenreich zerfiel, als die Spanier 1532 in Peru landeten.

1542 wurde Peru eine spanische Kronkolonie, dann ein Vizekönigreich, zu dem anfänglich ganz Südamerika gehörte. Zwischen 1739 und 1797 trennten sich Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Paraguay, Nordargentinien und Chile von Peru.

Die Spanier verloren 1824 ihre Macht in Peru. Das Land gewann politische Stabilität, der die wirtschaftliche folgte: Peru wurde durch Kautschuk, Erdöl und Kupfer wohlhabend. Es folgten Jahre politischer und wirtschaftlicher Instabilität. 1980 gab es die ersten demokratischen Wahlen.

1993 war die innere Ordnung wieder einigermaßen stabil. Der Terrorismus ist weitgehend verschwunden. Heute ist Peru eine Präsidial-Demokratie.

Wirtschaft

Peru ist nach wie vor ein Agrarland. Rund 50 Prozent der Berufstätigen arbeiten in der Land-, Forstwirtschaft und der Fischerei. In den tiefen Flusstälern der Cordilleren wird jeder Quadratmeter fruchtbaren Bodens kultiviert. Selbst an den steilsten Hängen werden die bereits von den Inkas angelegten Terrassenfelder für Mais- und Kartoffelanbau genutzt.

Am Ostabfall der Anden erlaubt das günstige Klima den Anbau von Kaffee, Kakao und Tee. Peru besitzt weite Wälder. Über die Hälfte des Landes sind mit wertvollen Hölzern bewaldet. Die Viehzucht konzentriert sich in den Hochlagen der Anden auf Lamas, Alpakas und Schafe. Rinder findet man in tieferen Lagen.

Die Küstengewässer von Peru stellen eins der fischreichsten Gebiete der Welt dar. In guten Fangjahren ist die Produktion von Fischmehl die größte der Welt.

Das Land hat eine stabile Grundstoffindustrie mit Hütten, Erdölraffinerien und Zementherstellung. Auf dem Gebiet der Verarbeitung spielen Nahrungsmittel und Textilien die wichtigste Rolle.

Der Tourismus hat als Devisenquelle einen hohen Stellenwert in der peruanischen Volkswirtschaft und wird seit einiger Zeit vom Staat mit Nachdruck gefördert.

Religion

In Peru sind 89 Prozent der Bevölkerung Katholiken, wobei die praktizierte Religion häufig Elemente der polytheistischen Vergangenheit enthält. Daneben gibt es noch Protestanten (3 Prozent) und Anhänger von Naturreligionen.

Vegetation

In Peru haben Botaniker 83 von 103 in der Welt denkbaren ökologischen Zonen festgestellt - und 28 verschiedene Klimaarten. Damit zählt Peru zu den fünf Ländern mit der größten biologischen Vielfalt. Im östlichen Tiefland herrscht artenreicher tropischer Regenwald vor. Es folgt eine Zone von Laubbäumen und Säulenkakteen, an die sich zwischen 2.000 und 4.000 m Höhe immergrüner Wald anschließt. Darüber trifft man dann auf die Hochgebirgsvegetation mit Büschelgräsern, Stauden und kleinen Bäumen. Am Westhang der Cordilleren wachsen auch Sukkulenten und Dornsträucher.

Der landwirtschaftlich genutzte Ostabfall der Anden senkt sich ab in die grüne Wildnis des von Flüssen durchzogenen Amazonas-Tieflandes. Das Tiefland nimmt die Hälfte der gesamten Landfläche Perus ein. Der tropische Regenwald ist so dicht, dass er nur wenigen Menschen Lebensraum bietet.

Tierwelt

Besonders im Hochland ist der Reichtum der Fauna groß. Man findet hier seltene Tiere wie den Andenbär und den Kondor, aber auch Lamas und Alpakas. Im östlichen Tiefland haben Jaguare und Pumas ihre Heimat, aber auch Affen, Tapire und Faultiere. Man kann auch viele Vogelarten beobachten. An den Küstengewässern, die sehr fischreich sind, kann man Pelikane, Kormorane und Tölpel entdecken.

Kulinarisches

Perus kreolische Küche ist das Ergebnis der Verschmelzung einheimischer mit europäischen Rezepten. Man schätzt auch die chinesische Küche, die, mit guten peruanischen Gewürzen angereichert, in den "Chifas" angeboten wird.

Peru hat das vermutlich weltweit reichste Angebot an Meeresfrüchten auf der Speisekarte. Dazu gehört der "Ceviche", roher Fisch mit Zitronensaft und Zwiebeln. Aber auch die "Anticuchos" (Fleischspieße mit Rinderherz) sind typisch. "La Ocopa" sind gekochte Kartoffeln, die mit einer Soße aus Käse und Nüssen übergossen wurden, "Rocoto Relleno" würzig gefüllte Paprikaschoten. Kartoffeln gibt es in vielen Sorten. Sie haben ja ihre Heimat in Peru, in den Anden. Eine gute Art, die kreolische Küche auszuprobieren, ist das "Piqueo", eine Reihe kleiner Vorspeisen. Beliebte Süßspeisen sind die "Mazamorra morada" (ein Pudding aus Mais) und die "Picarones" (in Fett gebratene Teigwaren mit Zuckersirup).

Sitten und Gebräuche

Die meisten Feste sind kirchlich inspiriert (katholisch), gehen jedoch auf die indianische Vergangenheit zurück. So hat man die Fronleichnamsprozession örtlich mit dem heidnischen Sonnenfest zusammengelegt, in Lima feiert man im Oktober das Fest des "Herrn der Wunder" und trägt dazu ein silbernes Christus-Standbild durch die Straßen. Vor allem im Hochland haben die Bewohner ihre rituellen Bräuche nie aufgegeben. Dort ist auch der Karneval besonders faszinierend. Die Tänzer, die sich zum Klang der Trommeln bewegen, tragen bunte Gewänder, zuweilen Masken und oft Kriegsbemalung.

Souvenirs

Die Vermischung von Rassen und Kulturen hat auch das Kunsthandwerk beeinflusst. Zum besonderen handwerklichen Geschick der Inkas bei Töpferwaren, Textilien und in der Metallverarbeitung kamen die Traditionen der Spanier. So entstehen interessante und ideenreiche Kunstgegenstände -beispielsweise exquisiter Schmuck aus Gold und Silber, dekorative Ponchos und handgewobene Gürtel mit regionalen Mustern. Man findet Schals aus feiner Alpaka-Wolle, Kissen oder Hausschuhe aus Alpaka-Fell. Billiger sind die Anden-Pullover aus Lama-Wolle. Daneben sieht man sehr schöne Weberei-Waren (dieses Kunsthandwerk ist in Peru uralt): Decken, Wandteppiche und Taschen. Silberwaren sind preiswert, für Keramik ist Peru berühmt. Am besten kauft man solche Stücke auf einem der volkstümlichen Märkte.

Klimainformationen

Das Klima von Peru wird vom kalten Humboldtstrom beeinflusst, der an der peruanischen Küste vorbeifließt und die vom Meer kommenden Winde abkühlt.

LIMA hat eine mittlere Jahrestemperatur von 18°C. Die höchsten Temperaturen werden in den Monaten Januar und Februar erreicht und liegen bei 31°C. Am kältesten ist es üblicherweise in den Monaten von Juli bis September. In dieser Zeit kann das Thermometer auf 11°C fallen.

DIE COSTA/Küste ist regenarm. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen betragen hier nur 40 mm jährlich (Lima 40-50 mm, Lobitos 10 mm, Tacna 30 mm). Von Mai bis November tritt starke Nebel- und Wolkenbildung auf, die sogenannte "Garua" (Nebelregen). In der übrigen Zeit des Jahres ist das Wetter warm und sonnig. Im Februar beträgt die durchschnittliche Temperatur an der Costa 23,5°C, im August 16°C.

DIE SIERRA mit ihren hochgelegenen und dicht bevölkerten Tälern hat ein teils gemäßigtes, teils kaltes Gebirgsklima. Die mittlere Jahrestemperatur liegt in den westlichen Anden bei 14°C (Arequipa 2.353 m), im Hochland (Cuzco 3.450 m ) bei 11°C. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind erheblich. Niederschläge gibt es häufig in hohen Lagen und im Norden. Die Regenzeit, die die wärmste Zeit des Jahres ist, dauert von Dezember bis April. Die Schneegrenze liegt hier bei etwa 5.000 m.

In der SELVA liegt die Durchschnittstemperatur bei 26°C (Maximum 32°C, Minimum 19°C). Die Niederschlagsmenge beträgt in der Amazonas-Ebene bis zu 3.000 mm jährlich. Die Regenzeit dauert von Oktober bis April. Das feuchttropische Klima wird durch den Urwald bestimmt.

Beste Reisezeit

Von Juni bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Gelbfieber (regional), zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria MALARIA T mitführen.

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Es gibt kein Übertragungsrisiko in Lima und in den Küstengebieten südlich der Hauptstadt sowie im Hochland oberhalb 1.500 Meter (Cuzco, Machu Picchu, Titicaca-See). Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 Meter, vor allem entlang der Flussläufe in den Grenzgebieten zu Brasilien, Ecuador und Kolumbien sowie in den Küstenregionen nördlich von Lima.

Ein erhöhtes Risiko ist in der Region Ucayali und Lambayeque zu verzeichnen.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

LIMA: Clinica San Borja, Dr. Ricardo Losno, , (spricht Deutsch), Av. Guardia Civil 337,, Lima, Tel. (01) 475 40 00, (01) 436 11 95 privat; Clinica Anglo-Americana, Alfredo Salazar 350, 3rd block,, Lima, Tel. (01) 12 21 36 56.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Sol (S/.)

1 Sol = 100 Cèntimos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 3,95 S/.

1 US-$ = ca. 3,30 S/.

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: zusammen mit Landeswährung im Wert bis 30.000 US-$; US-$ in Noten empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: zusammen mit Fremdwährung im Gegenwert bis 30.000 US-$

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Gesamtwert über 10.000 US-$; mehr als 30.000 US-$ dürfen weder ein- noch ausgeführt werden.

Ausfuhr Fremdwährung: zusammen mit Landeswährung im Wert bis 30.000 US-$

Ausfuhr Landeswährung: zusammen mit Fremdwährung im Gegenwert bis 30.000 US-$

Umtausch: US-Dollar in Banknoten können generell in Peru in Wechselstuben umgetauscht werden; ebenso Euro-Scheine, jedoch nur in Lima, Arequipa. Puno und Cusco. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch von US-Dollar in peruanische Sol problematisch. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden. Bei Problemen mit der Geldversorgung kann man sich zeitnah auch durch die Western Union Bank, die in allen größeren Städten vertreten ist, aus dem Ausland Geld überweisen lassen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden teilweise akzeptiert (bei Hotelbuchung abklären).

Geldautomat: Ja - Es ist Barabhebung an Bankomaten mit Kreditkarten möglich.

Reiseschecks: Ja - in US-$ ausgestellte Reiseschecks werden in Banken und Wechselbüros oft akzeptiert. Außerhalb größerer Städte sollte aber ausreichend Bargeld mitgeführt werden. Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Rücktausch: Wechsel- und Einlösebelege für den Rückumtausch sind aufzubewahren.

Auskunftstellen

Im Reiseland

In Problemfällen stehen zur Verfügung:

- iPeru, Tourist Information and Assistance (Hilfestellung wird bei Übervorteilungen durch Hotels oder Fluglinien geboten): Tel. (511) 574 8000 (rund um Uhr), www.promperu.gob.pe

- Tourist Protection Network, Touristenpolizei: Tel. 0800 22221 (rund um die Uhr)

Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Peruano-Alemana)
Av. Camino Real 348, of. 1502
Lima 27
San Isidro
Lima 27
Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Peruano-Alemana)
Casilla 27-0069
Lima 27/Peru
(00511) 442 60 14
(00511) 441 86 16
www.camperal.org.pe
info@camara-alemana.org.pe

Cámara de Comercio de Lima (CCL)
Peru Chamber of Commerce
Av. Giuseppe Garibaldi No. 396
Jesús María
Lima 11
Cámara de Comercio de Lima
Casilla 593
Lima 100/Peru
(00511) 463 34 34 - 674
(00511) 463 34 34 - 671/672/673
www.camaralima.org.pe
info@camaralima.org.pe

Botschaft der Republik Peru
(mit Konsularabteilung)
Taubenstraße 20
10117
Berlin
(0 30) 20 64 10 77
(0 30) 229 14 55
www.botschaft-peru.de
info@embaperu.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr allgemeine konsularische Angelegenheiten; 12-14 Uhr spezielle konsularische Anliegen (vorherige Terminvereinbarung erforderlich: Tel. (0 30) 20 64 10 61)
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Tourism Board: PromPeru
Aeropuerto Internacional Jorge Chávez
Lima /Peru
(00511) 574 80 00 (rund um die Uhr erreichbar)
www.peru.org.pe
iperu@promperu.gob.pe

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

FRANKFURT/M. siehe Offenbach

Generalkonsulat von Peru
Blumenstraße 28
22301
Hamburg
(0 40) 48 18 54
(0 40) 47 67 45, 4 60 12 23
info@peruham.com
Mo bis Fr 9-14 Uhr

Honorarkonsulat von Peru
Rudolf-Pichlmayr-Straße 4
30625
Hannover
(05 11) 27 09 27 62
(05 11) 27 09 27 61
goehrmann@INI-Hannover.de
Mo bis Fr 9-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Peru
Herzog-Heinrich-Straße 23
80336
München
(0 89) 139 28 88 19
(0 89) 13 92 88 80
info@conperumunich.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr

Generalkonsulat von Peru
Kaiserstraße 74
63065
Offenbach
(0 69) 29 57 40
(0 69) 133 09 26
www.peru.org.pe
www.consulado.pe/es/Frankfurt/Paginas/Inicio.aspx
Mo bis Fr 9-13 und 14-16 Uhr

Embajada de la República Federal de Alemania
Av. Dionisio Derteano 144
Edificio Alto Caral, pisos 7 y 8
San Isidro
Lima 18
Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado 18-0504
Lima 18/Peru
(00511) 422 48 13
(00511) 203 59 40
www.embajada-alemana.org.pe

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Jr. Marañon 280
Bagua /Peru
(0051) 41 79 86 16
bagua@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Amazonas, Loreto und San Martin

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Av. Fernandini s/n. (Colegio Peruano Alemán Max Uhle)
Sachaca
Arequipa /Peru
(0051) 54 23 41 36
(0051) 54 21 86 69
arequipa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Arequipa, Moquegua, Puno und Tacna

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
San Agustín 307
Cuzco
Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Apartado 1128
Iquitos /Peru
(0051) 84 23 54 59
(0051) 84 23 54 59, 84 24 29 70
cusco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: die Regionen Apurimac, Ayacucho, Cuzco, Madre de Dios

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
La Ribera Mz B Lote 6
Urb. La Ribera
Piura /Peru
(0051) 969 92 24 40
piura@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Departamentos Piura und Tumbes

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Nicolás Rebaza 336
Las Quintanas
Trujillo /Peru
(0051) 44 29 33 58
trujillo@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Departamentos Cajamarca, La Libertad und Lambayeque

Botschaft der Republik Peru
(mit Konsularabteilung)
Taubenstraße 20
10117
Berlin
(0 30) 20 64 10 77
(0 30) 229 14 55
www.botschaft-peru.de
info@embaperu.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr allgemeine konsularische Angelegenheiten; 12-14 Uhr spezielle konsularische Anliegen (vorherige Terminvereinbarung erforderlich: Tel. (0 30) 20 64 10 61)
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorarkonsulat von Peru
Martinistraße 58
28195
Bremen
(04 21) 145 06
(04 21) 156 29, 176 03 07
dorita.steffanowski@bre.geuther-group.de
Mo, Mi, Do, Fr 11-14 Uhr, Di 11.30-16.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Peru
Oststraße 84
4. Etage
40210
Düsseldorf
(02 11) 35 36 70
(02 11) 170 89 80
Mo, Mi, Do, Fr 11-14 Uhr, Di 11.30-16.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Ärztliche Hilfe

LIMA: Clinica San Borja, Dr. Ricardo Losno, , (spricht Deutsch), Av. Guardia Civil 337,, Lima, Tel. (01) 475 40 00, (01) 436 11 95 privat; Clinica Anglo-Americana, Alfredo Salazar 350, 3rd block,, Lima, Tel. (01) 12 21 36 56.

Sehenswertes

Lima

Perus Hauptstadt besitzt eine so große Zahl an Kunstschätzen, dass sie von der UNESCO zum "Kulturellen Erbe der Menschheit" erklärt wurde. In den dortigen Museen kann man man in sehr guten Ausstellungen sowohl etwas über die präkolumbianische Zeit als auch über die Kolonialzeit Perus erfahren. Im Goldmuseum vermitteln über 6.500 Statuen, Becher, Tassen und andere Gegenstände aus Gold einen Eindruck davon, wie reich das Volk der Inka einst war. Die Altstadt ist ein schachbrettartig angelegtes Viertel mit zahlreichen Kirchen, Klöstern und Palästen aus der Kolonialzeit. Rings um die Plaza de Armas, den zentralen Platz, ließ der spanische Eroberer Pizarro im 16. Jahrhundert prachtvolle Residenzen und eine mächtige Kathedrale erbauen. In ihr steht ein Glassarg mit dem einbalsamierten Leichnam Pizarros.

Cuzco

In einem fruchtbaren Becken der Anden, das sich auf einer Höhe von 3.470 m befindet, liegt diese Zweimillionenstadt, die bis 1533 Hauptstadt des peruanischen Inka-Reiches war. Es ist eine der interessantesten archäologischen Stätten Südamerikas. Hier lernt man die Vielfalt und den Zauber mehrerer peruanischer Kulturen kennen. Die Grundmauern der überaus prachtvollen Tempel und Paläste aus jener Zeit tragen spanische Bauten. Auf den Fundamenten des alten Inkapalastes erhebt sich die barocke Kathedrale.

Auf einem Plateau oberhalb von Cuzco liegen die eindrucksvollen Ruinen der Festung Sacsayhuaman. Bis zu 350 Tonnen schwere, präzise behauene Steinquader wurden von den Inkas in die drei 600 m langen und bis zu zwölf m hohen Mauern eingefügt. Nicht einmal eine Messerklinge kann man dazwischenschieben. Wie sie das bewerkstelligten, ist bis heute ein Rätsel, denn die Inka kannten weder Rad noch Rolle. Auf dem großen Platz dahinter wird an jedem 24. Juni das Inka-Sonnenfest "Inti Raymi" gefeiert, ein gewaltiges, farbenfrohes Folklorespektakel.

Nazca

Die Küstenstadt liegt, 590 m hoch, in einem fruchtbaren Tal, das einst Zentrum der bedeutenden Nazca-Kultur war. Hier wurden vor allem kunstvolle Keramiken produziert; im städtischen Museum sind besonders schöne Exemplare ausgestellt. Die in dem Zeitraum vom vierten bis zum achten Jahrhundert entwickelten Bewässerungsanlagen für den Ackerbau rufen heute noch Bewunderung hervor. Rätselhaft bleiben die über 1.000 km² in der Pampa Colorada verteilten Bodenzeichnungen aus der Zeit um 500 n. Chr. Die riesigen Scharrbilder stellen Tier- und Menschenfiguren sowie allerlei mysteriöse Quadrate, Rechtecke und Spiralen dar, die vermutlich astronomische Zeichen waren. Nur aus der Höhe können die Linienfiguren richtig erkannt werden; dort steht ein 11 m hoher Besichtigungsturm. Außerdem werden Flüge über das Gelände angeboten.

Trujillo

Die Universitäts- und Hafenstadt ist nach Lima die zweitgrößte Stadt Perus. Viele der schönen Gebäude im Zentrum stammen noch aus der Kolonialzeit im 17. und 18. Jahrhundert, darunter die stolze Kathedrale, das Erzbischöfliche Palais, das Rathaus sowie zahlreiche Kirchen.

Nahe bei Trujillo liegt Chan-Chan, das im 13. und 14. Jahrhundert die größte Stadt Südamerikas war, die Hauptstadt des damaligen Chimú-Reiches. Chan-Chan wurde um 1450 trotz riesiger Mauern und Schutzwälle von den Inkas zerstört. Die über acht km² große Anlage mit ihren unzähligen reliefverzierten Lehmziegelhäusern, ihren Tempeln, Pyramiden und Palästen sowie dem ausgeklügelten Bewässerungssystem ist aber immer noch äußerst faszinierend.

Machu Picchu

Perus berühmte präkolumbianische Stadt steht hoch oben im Urwald. Die spanischen Eroberer fanden sie nie, denn sie war so geschickt auf einem Bergsattel angelegt, dass man sie vom 500 m tieferen Tal nicht sehen konnte. Erst 1911 wurde die total überwucherte, aber nie geplünderte Wohnstätte für 5.000 Menschen zufällig entdeckt.

Tickets zur Besichtigung des Machu Picchu gibt es beim Kulturministerium online unter www.machupicchu.gob.pe.

Von Cuzco fährt täglich ein Schmalspur-Zug durch das bildschöne Urubamba-Tal in knapp vier Stunden zum kleinen Bahnhof Machu Picchu. Dort warten kleine Busse, um die Besucher in Serpentinen hinaufzufahren. Man kann auch hinauf wandern. Die Inka hatten von Cuzco aus einen 43 km langen Weg aus Steinen, Treppen und Tunnels angelegt. Dieser "Alte Inkaweg", der heute noch eifrig benutzt wird, überwindet etwa 2.000 Höhenmeter; er beginnt bei 2.200 und endet bei 4.200 m.

Die Ruinenstadt wirkt bis auf die fehlenden Dächer noch fast intakt. Auf dem zuckerhutförmigen Hyayna Picchu, 360 m über der Ruinenstadt, liegen ebenfalls Reste von Inka-Behausungen und Ackerbau-Terrassen. Ein sehr steiler Pfad führt hinauf.

Titicaca-See

Er ist das höchste schiffbare Binnenmeer der Welt (3.827 m) und 15 Mal größer als der Genfer See. Knapp zwei Drittel gehören zu Peru, der Rest zu Bolivien. Die hervorstechendsten Merkmale des Titicaca-Sees sind sein glasklares Wasser und die zahlreichen Wasserpflanzen, vor allem die üppig wachsende Binse. Außerdem gibt es auch eine Vielzahl von Wasservögeln und Fischen.

Insgesamt gibt es 40 kleine schwimmende Binsen-Inseln, auf denen ihre Bewohner, die Uros, jahrhundertealte Sitten und Gebräuche, vor allem aber einen gemeinschaftlichen Lebensstil noch heute aufrechterhalten. Besonders groß ist ihre Geschicklichkeit im Flechten der für sie typischen Binsenboote - wie vor 2.000 Jahren. Es fahren aber auch würdige alte Dampfer und ein Tragflächenboot. Beliebt sind Bootsausflüge zu den schwimmenden Inseln der Uros.

Auch die Felsinseln Taquile und Amantani, auf denen man handgefertigte Strickwaren aus Lamawolle kaufen kann, werden gern besucht.

Nationalpark Huascarán

Der Park umfasst die Weißen Kordilleren, die höhere der peruanischen Andenketten. Sein höchster Gipfel ist der Huascarán (6.768 m), der zweithöchste südamerikanische Berg. Die UNESCO erklärte die Gegend zum Schutzgebiet der Biosphären und zum Naturdenkmal der Menschheit. Enge Schluchten, in denen wilde Orchideen gedeihen und riesige Kondore durch die Lüfte schweben, kristallklare Gletscherseen und schneebedeckte Gipfel, die zu den schönsten der Welt zählen, machen den Nationalpark zu einem Wanderparadies. Unterwegs kommt man an zahlreichen Zeugnissen aus präkolumbianischer Zeit vorbei. Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren ist Huaraz (3.090 m) im Santa-Tal.

Das Gebiet von Huaraz wurde viermal von Gletschereis-Lawinen überollt, um dann 1970 von einem gewaltigen Erdbeben zerstört zu werden. Doch die Lage zwischen mehreren Sechstausendern der Schwarzen und der Weißen Kordillere ist überwältigend. Bergsteiger aus aller Welt begegnen sich in Huaraz zwischen Mai und September. Die nahegelegene Ruinenstätte Willkawain und der Llanganuco-See (3.850 m) am Fuß des Huascarán sind leicht erreichbar.

Nationalpark Paracas

Die Halbinsel Paracas und die vorgelagerten, wildzerklüfteten Ballestas-Inseln werden von Seelöwenkolonien und unzähligen Seevögeln bevölkert: Kormorane, Flamingos, Tölpel und Pinguine. Auch Anden-Kondore lassen sich ab und zu blicken.

Nationalpark Manu

In diesem noch kaum berührten Naturschutzgebiet leben 800 verschiedene Vogelarten - mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Dazu kommen zahllose Affen, Wildkatzen, Reptilien und Fische sowie tausende von Blumen-, Baum- und anderen Pflanzenarten. Der riesige Nationalpark, der von der UNESCO zum Welt-Biosphären-Reservat und Naturgeschichtlichen Denkmal erklärt wurde, ist nicht einfach zu erreichen. Er liegt im dichten Amazonas-Urwald am Fuß der östlichen Anden. Von Cuzco werden dorthin Reisen zu Land und zu Wasser angeboten.

Bahnfahrten

Peru besitzt neun voneinander unabhängige Eisenbahnstrecken verschiedener Spurweite. Drei sind besonders interessant und streckenweise geradezu abenteuerlich: die Strecke Lima - Huancayo, 3.273 m; die zweithöchste Eisenbahnlinie der Welt (die höchste steigt zwischen Golmud und Lhasa in China bis auf 5072 Meter) erreicht zwischen Matucana und La Oroya 4.780 m, die Strecke von Arequipa nach Cuzco und die Strecke von Cuzco nach Machu Picchu (Schmalspur). In der billigen zweiten Klasse hat man Kontakt zur Bevölkerung, die erste Klasse bietet etwas mehr Komfort, während die Buffet-Klasse durchaus bequem ist. Platzreservierungen sind ratsam.

Reisehinweise

Es wird von einer erhöhten Aktivität des Vulkans Sabancaya im Süden von Peru berichtet.

Bei Wanderungen auf der Route Choquequirao-Machu Picchu sollten nur unter Beachtung größter Vorkehrungen vorgenommen werden, da dort im vergangenen Jahr mehrmals Touristen überfallen worden sind. Die Beratung durch Ortskundige ist dringend zu empfehlen.

Obwohl derzeit die Lage landesweit ruhig ist, kann es in Peru wegen sozialer Probleme jederzeit zu Unruhen kommen. In solchen Fällen müssen Reisende mit starken Beeinträchtigungen rechnen, z.B. blockierte Straßen, eventuell Gewaltanwendung von Demonstranten.

Es besteht Ausweispflicht in Peru. Da es zu großen Problemen führen kann, wenn der Reisepass abhanden gekommen ist, sollten in jedem Fall Kopien des Reisepasses im Hotel o.Ä. verwahrt werden.

Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln oder zu konsumieren ist strengstens verboten.

Zur Bekämpfung des Drogenhandels besteht in einigen Regionen Perus der Ausnahmezustand. Betroffen davon sind die Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien.

Flugzeuge, die man chartern kann, um die Touristen-Attraktion Nazca-Linien aus der Vogelperspektive anzuschauen, stellen aufgrund ihrer Technik ein hohes Risiko dar. Es kam schon zu mehreren Flugzeugabstürzen. Von diesen Flügen wird deshalb abgeraten.

Bei Angeboten zur Teilnahmen an Ritualen von Schamanen in Urwaldgebieten sollte man vorsichtig sein.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten (dort auch Hinweise zum Thema Taxifahren in Peru).

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Peru zählt zu den Ländern weltweit, in denen es sehr häufig zu Erdbeben kommt. Schäden in größerem Ausmaß sind jedoch selten.

Von November bis April kann es zu starken Regenfällen und damit verbunden zu Erdrutschen in Peru kommen.

Aktuelle offizielle Informationen gibt es bei der Behörde für Katastrophenschutz (INDECI; El Instituto Nacional de Defensa Civil).

Bei Erkundungsreisen mit Mietwagen und Bussen entlang Küste bestehen vergleichsweise wenig Gefährdungen.

In LIMA besteht eine hohe Kleinkriminalitätsrate. Vor allem auf Märkten und Busbahnhöfen sollte man vorsichtig sein.

IQUITOS: Dorthin sollte nur mit dem Flugzeug gereist werden, nicht mit dem Schiff.

In AREQUIPA, CUZCO, LIMA sowie bei Touristen-Attraktionen stellt die Benutzung von Taxis ein großes Sicherheitsrisiko dar. Überfälle und Entführungen, auch bei Fahrten vom und zum Flughafen Jorge Chavez bei Lima, kommen häufig vor. (Offizielle Taxibetriebe rund um den Flughafen werden genannt unter www.lap.com.pe.)

Generell sollten nur offizielle Taxis ausgewählt werden (Fahrer sind mit entsprechenden Ausweisen ausgestattet). Sie sollten telefonisch angefordert werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Chile

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind ein 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Republik Chile grenzt im Norden an Peru, im Osten an Bolivien und Argentinien, im Süden und Westen an den Stillen Ozean. Chile liegt zwischen dem 17. und 56. Grad südlicher Breite und dem 67. und 76. Grad westlicher Länge. Die Küstenlinie ist rund 4.200 km lang, das Land ist durchschnittlich 177 km breit.

Die östlichen Kordilleren/Anden erreichen Höhen bis zu über 6.000 m, die Küstenkordilleren bis zu 2.000 m, das zwischen ihnen liegende Längstal von Santiago bis Puerto Montt hat die günstigsten Lebensbedingungen.

Zu Chile gehört auch die Osterinsel, die sich fast 3.800 km westlich der chilenischen Küste im Pazifischen Ozean befindet, sowie die ebenfalls im Stillen Ozean liegenden Juan-Fernández-Inseln, Islas Desaventuradas und Sala y Goméz.

Fläche: 756.096 km²; die Inseln (in obiger Reihenfolge) 162,5 km², 185 km², 3,33 km², 0,12 km².

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen und 50 Provinzen.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 18,2 Millionen

Städte (Ballungsräume):

Santiago de Chile (Hauptstadt) ca. 6,6 Millionen

Valparaíso ca. 969.500

Concepción 796.700

La Serena ca. 417.500

Antofagasta ca. 378.500

Temuco ca. 319.200

Rancagua ca. 278.000

Sprache

Die Landessprache ist Spanisch. Im Geschäftsverkehr wird auch Englisch gesprochen, jedoch sind Grundkenntnisse der spanischen Sprache im Allgemeinen eine große Hilfe. Die Bewohner der Osterinsel sprechen neben Spanisch auch Rapa Nui.

Zeitverschiebung

Im Zeitraum vom zweiten Samstag im Oktober bis Ende März: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -4 Stunden;

im Zeitraum vom zweiten Samstag im April bis Ende September: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden (bedingt u.a. durch die europäische Sommerzeit);

in dem dazwischenliegenden Zeitraum: MEZ -5 Stunden.

Die Osterinsel hat zum chilenischen Festland einen Zeitabstand von -2 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Die flachen Eurostecker passen in die meisten Steckdosen. Da in Chile jedoch auch der Steckertyp L mit dickeren Kontaktstiften verwendet wird, ist die Mitnahme eines Adapters zu empfehlen.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist in der Regel eine Woche unterwegs.

Telefon

Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Chile ist 0056, von Chile nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Von Telefonämtern und öffentlichen Telefonzellen (mit Münz- und Kartenbetrieb) können internationale Gespräche geführt werden. Telefonkarten sind an Kiosken erhältlich. Verschiedene Telefongesellschaften bieten einen Faxservice an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei (carabineros) 133, Unfallrettung 131, Feuerwehr 132.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850/1900.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Chile von Telekom Deutschland, E-Plus, O2 und Vodafone.

GSM 1900-fähig sind Triband- oder Quadband-Handys.

Internet

Länderkürzel: .cl

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

30. März (Karfreitag)

31. März (Karsamstag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

21. Mai (Tag der Marine)

2. Juli (Peter und Paul)

16. Juli (Nuestra Senora del Carmen)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

18. September (Nationalfeiertag)

19. September (Tag der Streitkräfte)

15. Oktober (Ibero-Amerika-Tag)

1. November (Allerheiligen)

2. November (Reformationstag)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

Feiertage werden gelegentlich auf den vorhergehenden Montag vorverlegt.

Die Hauptferienzeit geht von etwa Weihnachten bis Anfang März.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-14 Uhr;

Geschäfte und Kaufhäuser: Mo bis Sa, oft auch So, 10-20 Uhr, Supermärkte und Shoppingcenter oft bis 22/23 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr.

Kleidung

Da das Wetter innerhalb Chiles sehr unterschiedlich ist, sollte die Kleidung je nach Reiseziel gewählt werden. In Nord- und Zentralchile braucht man hauptsächlich leichte Sommer- bzw. Übergangskleidung. Wenn man den Süden und die Hochlagen Chiles bereist, sollte man außerdem unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Sogenannte Freizeitkleidung ist in den Städten nicht üblich. In der Winter- und auch noch in der Frühlingszeit (Juni bis Oktober) kühlen die Nächte empfindlich ab (bis auf -5°C).

Für einen Besuch der Osterinsel sollte man das ganze Jahr über sowohl unempfindliche Sommerkleidung und Sonnenbrille als auch wärmere Kleidungsstücke sowie eine Regenjacke mitnehmen.

Geschichte/Politik

Erste Siedlungs-Spuren auf dem Gebiet des heutigen Chile, die aus der Region um die Stadt Antofagasta im Gebiet der Atacama-Wüste stammen, lassen sich bereits für das zwölfte Jahrhundert v. Chr. nachweisen. Diese Gebiete wurden um 1480 vom Inkareich eingenommen, bevor die Spanier das Land ab 1539 besetzten. 1541 wurde Santiago gegründet. Im Jahr 1810 strebte Chile die politische Unabhängigkeit von Spanien an. 1818 wurde die absolute Unabhängigkeit Chiles verkündet.

Im Ersten Weltkrieg blieb Chile neutral. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich im Land ein scharfer Gegensatz zwischen konservativen und liberalen Kräften. Es kam zu heftigen Konfrontationen der Gewerkschaften und der besitzenden Minderheiten. Erste nennenswerte Reformen konnten Anfang der 60er Jahre eingeleitet werden. Zu tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Reformen kam es aber erst mit der Wahl Salvador Allendes im Jahr 1970, der eine Umverteilung der Einkommen anstrebte. Mit dem blutigen Militärputsch General Pinochets fanden diese Reformversuche bereits 1973 ein jähes Ende. Über 30.000 Verhaftungen, sofortige Exekutionen, Terror und Folter begleiteten den Umsturz, bei dem auch Präsident Allende unter bisher ungeklärten Umständen getötet wurde. Pinochet setzte sofort die Verfassung außer Kraft und verbot alle politischen Parteien. 1980 wurde eine Verfassung verabschiedet, die das Vorgehen der Militärs legitimierte.

Die chilenische Bevölkerung sprach sich 1988 in einem Volksentscheid gegen eine weitere Amtszeit Pinochets aus, 1989 fanden in Chile die ersten Präsidentschaftswahlen seit 19 Jahren statt. Der neue Staatspräsident begann mit bescheidenen Wirtschaftsreformen und ließ die Verletzungen der Menschenrechte unter dem Pinochet-Regime untersuchen und Schuldige verhaften. Die Reformen verhalfen Chile zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. 1994 wurde Chile Mitglied der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC).

Wirtschaft

Chile gehört heute zu den führenden Industrienationen sowie zu den größten Rohstoffproduzenten Lateinamerikas. In der Wirtschaft Chiles dominiert seit dem frühen 20. Jahrhundert der Abbau von Kupfer. Das Land verfügt über die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt und gehört zu den führenden Produzenten dieses Metalls. Daneben werden Rohöl und Erdgas gefördert. Auch Eisenerz spielt eine wichtige Rolle für das Land.

Etwa sieben Prozent der Gesamtfläche Chiles werden gegenwärtig landwirtschaftlich genutzt. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen Weizen, Mais, Kartoffeln, Obst und Gemüse (vor allem Tomaten), Zuckerrüben, Reis und Hafer. Der Obstanbau besteht im Wesentlichen aus Grapefruits, Melonen, Äpfeln, Pfirsichen, Aprikosen, Pflaumen und Kirschen. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren der Weinbau etabliert. Chilenische Weine sind mittlerweile auch im Ausland gefragt. Die Schafzucht wird in Feuerland und Patagonien in großem Umfang betrieben. Die Fischfangindustrie Chiles (Sardinen, Makrelen, Anchovis und Hummer) zählt zu den größten in Südamerika. Die Industrie beschäftigt sich überwiegend mit der Verfeinerung und Verarbeitung der Bodenschätze sowie der land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen.

Religion

Etwa 81 Prozent der chilenischen Bevölkerung sind römisch-katholisch. Der restliche Teil ist überwiegend protestantisch. Es gibt auch eine kleine Gruppe jüdischer Chilenen. Die Indianer Chiles üben ihre traditionellen Religionen aus.

Vegetation

Entsprechend seiner großen Längenausdehnung treten in Chile viele verschiedene Vegetationsformen mit einer jeweils sehr eigenen Pflanzenwelt und vielen nur in diesem Gebiet vorkommenden Arten auf. Im Norden findet sich Wüsten und Dornstrauchsteppen mit Kakteen und Sukkulenten. Weiter im Süden treten in Küstennähe Wälder mit üppigerer Vegetation auf. Im feuchteren Großen Längstal wächst eine strauchreiche Steppenvegetation. Südlich von Valdivia finden sich Reste des so genannten Valdivianischen Regenwaldes, der durch die hohen Niederschläge und ganzjährige Frostfreiheit begünstigt ist und in dem Lorbeergewächse, Magnolien und Lianen wachsen. Außerhalb dieses eng begrenzten Gebiets sind für Mittelchile laubwerfende Wälder charakteristisch, weiter nach Süden zu werden sie von immergrünen Nadelwäldern abgelöst. Im äußersten Süden herrschen wiederum Grassteppen vor. Die Höhenlagen der Anden sind durch eine artenreiche Hochgebirgsvegetation gekennzeichnet.

Tierwelt

Zu den bekannteren einheimischen Säugetieren zählen u.a. das Lama, das Alpaka, der Puma, der Magellanfuchs, das Chinchilla und das Wappentier Chiles, der sehr seltene Huemul oder Südandenhirsch. Das Vogelleben ist recht vielfältig. Neben der Forelle bevölkern nur wenige Süßwasserfische die chilenischen Flüsse und Seen. In den Küstengewässern gibt es jedoch einen großen Reichtum an verschiedenen Fischen und Meerestieren.

Kulinarisches

Die chilenische Küche wird durch die Vielfalt der im Land erhältlichen Zutaten dominiert. Vor allem das Meer liefert eine Vielzahl von Fisch- und Muschelarten, Langusten, Krebsen und Algen. Aus dem Norden kommen Papayas und schwarze Oliven, aus dem Süden Lammfleisch und Königskrabbe. Avocado ist eine beliebte Vorspeise. Grundkost der chilenischen Küche bilden Eintöpfe wie die "cazuela", gefüllte Teigtaschen, die "empañadas", oder die mit Maisbrei gefüllten bumitas. Chilenische Rot- und Weißweine haben sich internationalen Ruf erworben. Der weiße Weinbrand aus der Pisco Traube ergibt mit Limettensaft, Zucker und Eiweißschaum gemixt, Chiles Nationalgetränk Pisco Sour.

Souvenirs

Zu Chiles wertbeständigsten Kostbarkeiten gehören aus Lapislazuli und Malachit gearbeitete Schmuckstücke. Die bekanntesten Werkstätten liegen im Bellavista-Viertel von Santiago. Daneben werden Ponchos und andere Artikel aus Lama- und Alpakawolle sowie Holz- und Lederutensilien angeboten. Bekannte Märkte für Kunsthandwerk gibt es in La Serena (La Recova) und Santiago (Los Dominicos). Größtes Kunsthandwerkszentrum ist die Markthalle von Temuco.

Klimainformationen

Die Jahreszeiten in Chile sind den europäischen entgegengesetzt. Bedingt durch die Längenausdehnung Chiles findet man die unterschiedlichsten Klimazonen.

Der Süden Chiles ist geprägt von eher feuchtem Klima. Das ganze Jahr über regnet es dort ergiebig. Die höchste Niederschlagsmenge, etwa 5.800 mm pro Jahr, wird dabei üblicherweise in der Gegend an der Magellanstraße gemessen. Ebenso kommt es im Süden sehr häufig zu heftigen Stürmen. Am intensivsten sind diese in der Gegend um Kap Horn.

Bedingt durch den Humboldtstrom ist es in den Küstengebieten kühler als es nach der Breitenlage zu erwarten wäre. Die Temperaturen steigen im Sommer nur etwa auf 11°C, und im Winter sind Temperaturen um die 4°C üblich. An einigen Küstenabschnitten führt der kalte Humboldtstrom zu starkem Nebel.

Im Zentralgebiet herrscht ein Klima, das mit dem des Mittelmeerraums verglichen werden kann. Es herrschen während des ganzen Jahres milde Temperaturen, die zwischen 11°C im Winter (Juli) und 28°C im Sommer (Januar) schwanken. Regen fällt meist in den Wintermonaten von Mai bis August.

Die Tatsache, dass der Wind im Norden Chiles fast ausschließlich aus dem Innern des südamerikanischen Kontinents kommt, bedingt das sehr trockene Klima. Die Atacamawüste, die als eine der trockensten Gebiete der Welt gilt, ist für diese Gegend bestimmend. Auch die Temperaturen sind im Norden deutlich höher als im übrigen Chile. Die wärmsten Monate sind üblicherweise der Januar und der Februar, jedoch sind sie nicht unerträglich heiß.

Auf der Osterinsel herrscht subtropisches Klima. Durch die ungeschützte Lage der Insel ist es fast immer windig. Mit Regenfällen, die teilweise sehr heftig sein können, sollte man das ganze Jahr über rechnen. Es gibt keine ausgeprägten Jahreszeiten.

Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen betragen ca. 20°C. Das Thermometer steigt maximal auf Temperaturen um die 30°C. Die niedrigsten Temperaturen liegen bei etwa 12°C.

Der Februar ist üblicherweise der wärmste Monat mit Durchschnittstemperaturen von 23,3°C. Die niedrigsten Temperaturen werden im Juli gemessen (durchschnittlich 17,9°C).

Von Januar bis April beträgt die Luftfeuchtigkeit ca. 80 Prozent, in den anderen Monaten ist sie niedriger.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man Chile, insbesondere den Süden, in den Monaten von Oktober bis April. Die Hauptreisezeit für ganz Chile ist in den Monaten zwischen Mitte Dezember und Ende Februar. Für den nördlicheren Landesteil ist das ganze Jahr über Reisezeit.

Die Osterinsel kann ebenfalls ganzjährig besucht werden.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Chile ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

SANTIAGO: Clínica Alemana de Santiago, Dr. C. Krebs (spricht Deutsch), Av. Vitacura 5951,, Santiago de Chile, Tel. (02) 210 13 00.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Chilenischer Peso (chil$)

1 Chilenischer Peso = 100 Centavos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 771,88 chil$

1 US-$ = ca. 661,50 chil$

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Möglichst nur US-$.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei Ein- oder Ausfuhr von Zahlungsmitteln im Wert von mehr als 10.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: Generell ist der Umtausch in Wechselstuben gebührenfrei (bei Banken mit Gebühr). In Santiago sind die meisten Wechselstuben in der Calle Agustinas. Es wird davon abgeraten, bei Straßenhändlern Geld zu tauschen.

Internationale Kreditkarten: Ja

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und an Geldautomaten des Cirrus-Systems auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo) möglich. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - in US-$, werden jedoch nur von wenigen Banken und nur in großen Städten akzeptiert. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Auskunftstellen

Chilenisches Generalkonsulat
Wirtschaftsabteilung - ProChile
Kleine Reichenstraße 1, IV.
20457
Hamburg
(0 40) 32 69 57
(0 40) 33 58 35
www.chileinfo.de, www.sernatur.cl
tourismus@prochile-hamburg.de

Sernatur - Servicio Nacional de Turismo
(Fremdenverkehrsamt von Chile)
Av. Providencia 1550, piso 2
Santiago de Chile /Chile
(0056 2) 731 83 36
www.sernatur.cl
contacto@sernatur.cl
Mo-Fr: 9-18 Uhr; Sa: 9-14 Uhr

Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer
(Cámara Chileno-Alemana de Comercio e Industria)
Av. El Bosque Norte 0440, oficina 601
Las Condes
Santiago de Chile
Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer
(Cámara Chileno-Alemana de Comercio e Industria)
Casilla 19, Correo 35
Santiago de Chile/Chile
(0056 2) 203 53 25
(0056 2) 203 53 20
www.camchal.com
chileinfo@chamchal.cl
Mo bis Fr 8-13, 14-18 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Chile
mit Konsularabteilung
Mohrenstraße 42
10117
Berlin
(0 30) 726 20 36 03
(0 30) 726 20 35
www.embajadaconsuladoschile.de
echile.alemania@minrel.qob.cl
Mo bis Do 9-17 Uhr, Fr 9-14 Uhr; Konsularabt. Mo bis Fr 9-13.00 Uhr
Geschäftsbereich der Konsularabt.: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt

Honorarkonsulat von Chile
Wilhelm-Kaisen-Brücke 1
28195
Bremen
(04 21) 360 55 04
(04 21) 32 37 31
conhon.chile-bremen@kuehne-nagel.com
Di 10-13 Uhr, Do 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Chile
Schwindstraße 10
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 596 45 15
(0 69) 55 01 95, 55 01 94
frankfurt@consulado.gob.cl
Mo bis Fr 8.30-13.30 Uhr

Generalkonsulat von Chile
Hirschgraben 30
22089
Hamburg
(0 40) 45 46 05
(0 40) 45 75 85
congechile_hamburgo@t-online.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr

Honorarkonsulat von Chile
Cäcilienstraße 48
50667
Köln
(02 21) 925 72 96
(02 21) 92 57 29 91
chile@lempertz.com
nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Chile
Innere Wiener Straße 11a
81667
München
(089) 189 44 60 00
munich@consulados.gob.cl
Mo bis Fr 9-13 Uhr

Honorarkonsulat von Chile
Hermannstraße 5
70178
Stuttgart
(07 11) 838 83 06
(07 11) 21 95 65 14
conhon.chile-stuttgart@gmx.de
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Embajada de la República Federal de Alemania
Las Hualtatas 5677
Vitacura
765022
Santiago de Chile
Embajada de la República Federal de Alemania
Casilla 220, Correo 30
Santiago de Chile/Chile
(0056 2) 24 63 25 25
(0056 2) 24 63 25 00
www.embajadadealemania.cl
Amtsbezirk: Chile

Cónsul Honoraria de la República Federal de Alemania
c/o Antofagasta Universidad Católica del Norte
Dpto. de Quimica
Avda. Angamos 0610
Antofagasta /Chile
(0056 55) 235 56 32
(0056 55) 235 56 08
antofagasta@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Antofagasta und Atacama
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Diagonal Pedro Aguirre Cerda 1151, Piso 2
Concepción /Chile
(0056 41) 273 07 44
(0056 41) 318 95 32
concepcion@hk-diplo.de; mccartes@hotmail.com
Amtsbezirk: Region Bío-Bío
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Matta 665
IV Región
La Serena /Chile
(0056 51) 21 10 05
(0056 51) 21 10 05
la-serena@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Coquimbo
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Chorrillos 1349
Puerto Montt /Chile
(0056 65) 227 01 01
(0056 65) 225 28 28
puerto-montt@hk-diplo.de
Amtsbezirk: X. Region (Los Lagos) und XI. Region (Aisén del General Carlos Ibañez del Campo)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honoraria de la República Federal de Alemania
Benjamin Dibasson 775
Punta Arenas /Chile
(0056 61) 232 15 34, (0056 98) 790 23 67
punta-arenas@hk-diplo.de
Amtsbezirk: XII. Region mit den Provinzen Magallanes, Tiera del Fuego und Ultima Esperanza der Region Magallanes
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
c/o Edifcio Saprosem
Ruta 5 Sur, N° 2735
Padre las Casas
Temuco , IX. Región/Chile
(0056 45) 237 70 24
temuco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: IX. Region (Region La Araucania)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Arauco 159, oficina 201
Valdivia , XIV. Región,/Chile
(0056 63) 220 37 91
valdivia@hk-diplo.de; eduardoschild@schild.cl
Amtsbezirk: Region Los Ríos
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honoraria de la República Federal de Alemania
1 Norte 525 Of. 208
(entre 1 y 2 Poniente)
Vina del Mar , V. Región/Chile
(0056 32) 269 50 95
vina-del-mar@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Valparaíso
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Ärztliche Hilfe

SANTIAGO: Clínica Alemana de Santiago, Dr. C. Krebs (spricht Deutsch), Av. Vitacura 5951,, Santiago de Chile, Tel. (02) 210 13 00.

Sehenswertes

Santiago und Zentralchile

Zwischen Anden und Meer liegt auf einer 500 Meter hohen weitläufigen Plateaufläche die Hauptstadt Chiles, Santiago. Die Ebene ist heute von Weizen-, Wein- und Obstkulturen überzogen. Im Osten der Zentralebene erheben sich die bis zu 7.000 Meter hohen Anden. Zahlreiche Quertäler erlauben den Einstieg in die Vorkordilleren. Valparaíso, Viña del Mar und Santiago, in denen über die Hälfte der Chilenen leben, üben auch heute noch eine enorme Anziehungskraft auf Zuwanderer aus. Besonders sehenswert in dem europäisch wirkenden Zentrum von Santiago sind die Fußgängermeile Paseo Ahumada, der Zentralmarkt (Mercado Central) sowie der Hauptplatz Plaza de las Armas. Zu den schönsten Ausflugszielen gehören die östlich gelegenen Weingärten der Maipo-Ebene sowie die heißen Quellen im Tal des Rio Maipo, aus denen bis zu 60 Grad heißes Wasser dringt. Im Umkreis von 50 Kilometern liegen fünf Skigebiete, wovon der Farellones am bekanntesten ist. Haupt-Skisaison ist von Juni bis September.

Der Norden

Im Norden Chiles, von den Höhen des Altiplanos bis zum Pazifik, erstreckt sich die Atacama-Wüste. Den Besucher erwarten dort die beeindruckenden Salzseen, Geysire und Vulkane der Anden. Lamas, Vucuñas, Flamingos und Alpacas sind zu beobachten. Die Museen geben einen Einblick in 10.000 Jahre Geschichte, und das Meer sowie die Strände laden zu Erholung und Vergnügen ein. Die Wüstenebene Altiplano, in 4.000 Meter Höhe in der Andenkette, bietet interessante Sehenswürdigkeiten. Besucher sollten es nicht versäumen, das Naturdenkmal Parque Nacional Lauca mit seiner einmaligen Landschaft mit Vulkanen, Lagunen, Salzseen, Ortschaften der Ureinwohner und seiner üppigen Tierwelt zu besuchen. In kleinen Ortschaften wie Parinacota, Saspana und Isluga werden alte Traditionen bewahrt. Die Stadt Calama, 214 Kilometer von Antofagasta entfernt, verfügt über gute Hotels und ist Ausgangspunkt für den Besuch der Geysire von El Tatio, die ihre Fontänen über zehn Meter in die Luft speien. Von Calama aus kann man auch einen Ausflug in die größte Tagebau-Erzmine der Welt unternehmen. In der Nähe der Ortschaft Chiu-Chiu befindet sich die Chiu-Chiu-Lagune, die mit ihrer Tiefe von 150 Metern eine außerordentliche Naturerscheinung in der Wüste darstellt. Von den zwölf Salzseen im Norden ist der Atacama-Salzsee der größte. Im Azapa-Tal, zwölf Kilometer von Arica entfernt, können im Museum San Miguel de Azapa die ältesten in der Welt gefundenen Mumien besichtigt werden. Sie stammen aus dem Jahr 8.000 v. Chr. In San Pedro de Atacama, rund 100 Kilometer von der Stadt Calama entfernt, ist das international bekannte Museum der Ataqcameña-Kultur zu finden, das mehr als 300.000 Funde aus der Region darunter Töpfereien, Gewebe und Mumien, ausstellt. Die wichtigsten Küstenstädte des Nordens sind Arica, Iquique und Antofagasta. Sie verfügen über Flughäfen mit Inlandsverbindungen. Hier bieten sich in den Hotels, Motels und Gasthäusern, die meist am Meer gelegen sind, gute Gelegenheiten zum Erholen und Entspannen.

Los Lagos

Das südliche Seengebiet Los Lagos zwischen den Städten Temuco und Puerto Montt ist ein Paradies für Naturliebhaber. Los Lagos ist mit seiner Kombination aus Seen und Vulkanen, ein Gebiet, das auch von den Chilenen als Ausflugsziel geschätzt wird. Hier kann man am Vulkanstrand liegen, ein Thermalbad nehmen und die Landesküche mit frischem Lachs genießen. Östlich des Gebietes am Río Rahue liegt das von Deutschen besiedelte Agrarzentrum Osorno. Das doppelt so große Temuco wirkt wie eine Wildweststadt. Die Geschäftigkeit der Stadt zeigt sich am deutlichsten auf der Feria Libre, dem Markt, wo die Bauern ihre Felderträge zum Kauf anbieten, oder im Kunstgewerbezentrum des Mercado Municipal. Hier und in den umliegenden 3.000 Reservaten überlebten die Mapuche-Indianer, die besonders während der Pinochet-Diktatur grausam unterdrückt wurden. Sie wurden von den Spaniern Araukaner genannt, weil sie sich vorwiegend von den Nüssen der Araukarienzapfen ernährten. Die großen Waldgebiete werden heute in den Nationalparks Nahuelbuta und Conguillío geschützt. Die an der Reloncaví-Bucht gelegene Stadt Puerto Montt ist eine Mischung aus Kolonialrelikten, Holzchalets und Betonbauten. Die breite Uferpromenade führt zu einer Reihe von Läden, die kunsthandwerkliche Gegenstände anbieten. Hier liegt auch der Fischerhafen von Angelmó mit seinem Angebot an Meeresfrüchten, die man in den Lokalen auch gleich probieren kann. Eine halbstündige Fahrt mit der Fähre führt zur Insel Chiloé mit ihren Pfahlbauten, Holzkirchen, Fischerhäfen, Fjorden und schönen Stränden.

Osterinsel

Die Osterinsel (spanisch Isla de Pascua, polynesisch Rapa Nui) ist der isolierteste Fleck der Welt; nirgends gibt es einen Ort, der weiter von einer anderen menschlichen Ansiedlung entfernt liegt.

So war es auch reiner Zufall, dass der holländische Kapitän M. Roggeveen am Ostersonntag des Jahres 1722 auf die südpazifische Insel stieß. Dieses Datum gab der Insel ihren Namen.

Die polynesischen Ureinwohner erreichten um das Jahr 400 die vulkanische Insel. Sie errichteten Kultanlagen, schufen Felszeichnungen und eine eigene Bilderschrift, die bis heute nicht entziffert werden konnte.

Am bekanntesten dürften die kolossalen Steinfiguren sein (die Größte misst etwas über 20 m), die wahrscheinlich Häuptlinge oder Götter darstellten. Die sogenannten Moai fallen durch ihre markanten Köpfe mit den großen Ohren und Nasen auf. Die meisten sind aus Tuff gearbeitet, ein Gestein, das sehr witterungsanfällig ist, so dass man heute bemüht ist, passende Konservierungsmethoden zu finden, um die Moai vor der Zerstörung zu retten.

Der Rapa-Nui-Nationalpark wurde 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Reisehinweise

In den Regionen um die Stadt Temuco kommt es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Fahrzeuge. Reisenden wird empfohlen, aufmerksam zu sein und sich den Angreifern gegenüber defensiv zu verhalten. Fernstraßen in der IX. Region und Umgebung sollten aus Sicherheitsgründen nachts nicht befahren werden.

In den Grenzgebieten zu den chilenischen Nachbarländern sollten sich Reisende besonders in entlegenen Gebieten nicht abseits der Straßen bewegen, da sich dort immer noch viele nicht geräumte Minenfelder befinden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

KRIMINALITÄT:

Einbruch und Diebstahl sind in Chile vor allem in den größeren Städten weit verbreitet, daher sollten Touristen ihre Wertsachen jederzeit bei sich tragen oder im Hotelsafe sicher verschließen. Die Täter wenden gelegentlich sogenannte K.O.-Tropfen bzw. Nervengifte an, um Touristen auszurauben.

Ein anderer Trick ist, Touristen mit einer übelriechenden Flüssigkeit zu beschmutzen. Während die Betrüger ihnen dann scheinbar bei der Reinigung behilflich sind, nutzen sie die Gelegenheit, um sie zu bestehlen.

Den Diebstahl eines Passes sollten Touristen sofort bei der Polizei anzeigen, da das Vernehmungsprotokoll zur Beantragung des neuen Passes benötigt wird.

NATURKATASTROPHEN:

In Chile muss man jederzeit mit Erdbeben rechnen.

Außerdem gibt es folgende Vulkane, die in unregelmäßigen Abständen aktiv sind:

- Calbuco in der Región de los Lagos

- Chaitén in der Región de los Lagos

- Copahue in der Región de Bío-Bío

- Hudson in der Región de Aysén

- Lascar in der Región de Antofagasta

- Llaima im Nationalpark Conguillío in der Región de la Araucania

- Puyehue in der Región de los Riós

- Villarica in der Región de la Araucanía

Sie können jederzeit wieder ausbrechen. Daher sollten vor Reisen in die jeweiligen Gebiete Informationen über die aktuelle Lage eingeholt werden.

Es kommt immer wieder zu verheerenden Waldbränden, die den Verkehr, die Stromversorgung und die Telekommunikation beeinträchtigen können.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausflugsland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

31. Mai 2018 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

21. November 2018 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (12. und 13. Februar 2018) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Costa Rica

Einreise für Deutsche

Visumfrei als Besucher, Touristen und Geschäftsreisende für 90 Tage. Notwendig sind: mindestens noch einen Tag gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Costa Rica liegt im Süden Mittelamerikas und grenzt im Südosten an Panama, im Norden an Nicaragua. Es wird im Osten vom Atlantischen Ozean, dem Karibischen Meer, begrenzt, im Westen vom Pazifischen Ozean.

Die Küste am Karibischen Meer erstreckt sich über rund 210 km, am Pazifischen Ozean über 1.250 km. An der schmalsten Stelle beträgt die Entfernung zwischen beiden Ozeanen nur etwa 119 km. Höchste Erhebung des Landes ist der in der "Cordillera de Talamanca" gelegene Chiripó, der 3.820 m hoch ist. Zwei weitere Gebirgsketten, die "Cordillera de Guanacaste" und die "Cordillera Central" weisen zahlreiche Vulkane auf, deren höchster, der Irazú, eine Höhe von 3.432 m erreicht.

Zu Costa Rica gehören auch einige kleine Inseln: La Noita im Karibischen Meer, Chira, Isla del Caño und Isla del Coco im Pazifik.

Fläche: 51.100 km².

Verwaltungsstruktur: 7 Provinzen (Alajuela, Cartago, Guanacaste, Heredia, Limón, Puntarenas, San José).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,8 Millionen

Städte:

San José (Hauptstadt) ca. 336.800

Limón ca. 61.600

San Francisco ca. 55.500

Alajuela ca. 47.300

Desemparados ca. 36.800

Sprache

Die Amtssprache Costa Ricas ist Spanisch. In den Hotels und Touristengebieten wird vielfach auch Englisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -7 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -8 Stunden.

Stromspannung

110 Volt Wechselstrom, 60 Hertz. Mitnahme eines Adapters wird empfohlen.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Costa Rica ist 00506, die Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Die Vorwahl von Costa Rica nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Öffentliche Telefone funktionieren teils mit Münzgeld, teils mit Telefonkarten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 911.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Costa Rica von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .cr

In Costa Rica sind Internet-Cafés weit verbreitet.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

29. März (Gründonnerstag)

30. März (Karfreitag)

11. April (Jahrestag der Schlacht von Rivas)

1. Mai (Tag der Arbeit)

25. Juli (Anschluss von Guanacaste)

2. August (Jungfrau von Los Angeles)

15. August (Muttertag)

15. September (Unabhängigkeitstag)

15. Oktober (Tag der Kulturen)

25. Dezember (Weihnachten)

Die Hauptferienzeiten fallen in die Zeit um Ostern und zwischen Weihnachten und Neujahr.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-15 Uhr, teilweise bis 17 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 8-16 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa 8-18 Uhr, Supermärkte und Shopping-Zentren haben oft länger geöffnet, auch an Sonntagen.

Kleidung

Während des ganzen Jahres reicht es, wenn man leichte Sommerkleidung mitnimmt, die gut waschbar und atmungsaktiv sein sollte. Für die Abende, an denen es immer etwas abkühlt, sollte man jedoch auch immer leichte Wollsachen dabeihaben. Für die kühleren Monate Dezember, Januar und Februar empfiehlt es sich, auch Übergangskleidung mitzunehmen, wenn man in die höheren Lagen reist. Eine Regenjacke oder etwas Ähnliches sind genauso wie eine Sonnenbrille unbedingt erforderlich.

Geschichte/Politik

Es gilt als gesichert, dass schon 9000 v.Chr die ersten Menschen auf der Halbinsel Nicoya siedelten. Bis zu seiner Kolonialisierung war die Bevölkerungsdichte des Landes jedoch sehr gering, da Costa Rica hauptsächlich als Durchzugsland nach Südamerika diente.

1502 entdeckte Kolumbus auf seiner vierten Reise die Küste Costa Ricas. Um 1560 eroberten die Spanier das Land und begannen das Valle Central zu besiedeln. 1821 löste sich Costa Rica friedlich von Spanien, das an dem Land nun kein Interesse mehr hatte. Kurze Zeit war Costa Rica daraufhin Teil der Zentralamerikanischen Föderation (zusammen mit El Salvador, Honduras und Nicaragua) bevor es am 14. November 1838 seine staatliche Souveränität erklärte. In den folgenden Jahren entwickelte sich Costa Rica, vor allem unter amerikanischem Einfluss, zu dem Staat, der Inbegriff einer Bananenrepublik wurde. So breiteten sich Großplantagen aus, wo einst Klein- und Mittelbauern lebten und arbeiteten. Nach einigen Wirren, wie etwa dem Bürgerkrieg von 1948, ist Costa Rica heute eine gut funktionierende Demokratie.

Wirtschaft

Costa Rica gehört zu den Ländern, die traditionell vorwiegend Landwirtschaft betreiben. Wichtige landwirtschaftliche Exportgüter sind Kaffee, Bananen und Kakao. Mittlerweile hat jedoch die Bedeutung des Industrie- und Dienstleistungssektors stark zugenommen.

Der größte Devisenbringer Costa Ricas ist der Tourismus. Man baut behutsam den Fremdenverkehr auf, hat inzwischen eine Reihe guter Hotels und verzeichnet eine rege Nachfrage, vor allem im Bereich des Ökotourismus.

Religion

Etwa 88 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, der protestantischen Kirche gehören ca. 8 Prozent an.

Vegetation

"Garten zwischen zwei Ozeanen" wurde Costa Rica schon genannt. Es gibt in diesem Land zwischen Pazifik und Atlantik rund 12.000 Pflanzenarten. Erst knapp 1.300 Baumarten sind bisher bestimmt worden. Die Natur ist ungemein variationsreich - und damit der größte touristische Aktivposten des Landes, zumal die Einwohner selbst große Naturfreunde sind. Dies kann man schon daraus entnehmen, dass es in Costa Rica inzwischen 40 Nationalparks und eine Reihe weiterer Schutzgebiete gibt. Auf Ausflügen kann man eine Vielfalt an Flora und Fauna erleben, die einmalig ist. So findet man tropischen Regenwald und auch Trockenwald, mannshohe Farne und prächtige Orchideen. Die größte Ansammlung von Nationalparks findet man im Gebiet der Cordilleren von Talamanca im Südosten des Landes, das an der Grenze zu Panama liegt.

Tierwelt

Eine Vielzahl an Tieren kann man in Costa Rica antreffen, vor allem wenn man einen der vielen Nationalparks besucht. So sieht man Affen der unterschiedlichsten Familien, Bären und Faultiere, Fischotter und Gürteltiere, Schweine und Hirsche, aber auch zauberhafte Schmetterlinge und über hundert Fledermausarten. Außerdem gibt es in Costa Rica unzählige exotische Fische und Reptilien. Ob man allerdings die sehr seltenen Jaguare, Tigerkatzen und Ozelots zu sehen bekommt, ist jedoch fraglich. Der Vogelreichtum, den Costa Rica Vogelfreunden zu bieten hat, ist unerschöpflich. Das Land hat etwa 1.200 Vogelarten aufzuweisen, mehr als die USA und Kanada zusammen.

Kulinarisches

Die Küche von Costa Rica scheint zunächst etwas eintönig: Bohnen, Mais, Reis und gegrilltes Rindfleisch. Doch das sind nur die Grundbestandteile. Zutaten kommen hinzu - beispielsweise gebratene Bananen, Eier, Huhn, allerlei Arten von Gemüse, Tomaten, Kartoffeln. Aus dem Mais macht man auch Fladen oder kleine Pfannkuchen.

Man trinkt Bier, Kaffee, Tee, Mineralwasser, Fruchtsäfte. Und Ron Rico, einen kräftigen Rum.

Sitten und Gebräuche

Bei der "Fiesta de los Diablitos", dem Teufelsfest, verkleiden sich die Boruca-Indianer zum Jahresende mit Masken als Teufel und kämpfen gegen einen Stier. Der Stier symbolisiert die spanischen Eroberer im 16. Jh. und wird bei der Fiesta natürlich besiegt.

Zu Weihnachten gibt es überall große Feste - jedes Dorf feiert seinen eigenen Heiligen. Aber am Bedeutendsten ist im August das Fest mit der "Jungfrau der Engel", wenn viele tausend Costaricaner zur "Virgen de los Angeles" in Cartago (südlich von San José) pilgern.

Außerdem wird viel "Carneval" gefeiert - keineswegs nur in der üblichen Faschingszeit. So gibt es - unter anderem - den "Carneval de Limon", bei dem in Puerto Limon ein großes kulturelles Volksfest mit Musik, Tanz und Theater stattfindet. Dazu kommen Besucher aus dem ganzen Land.

Souvenirs

Costa Rica hat schöne, nützliche und sehr preiswerte Lederwaren anzubieten, außerdem allerlei modische Bekleidung, die hier für große europäische Häuser hergestellt wird. Ohne das weltberühmte Etikett kann man sie zu einem Bruchteil des bei uns üblichen Preises kaufen. Gute Einkaufsstädte sind San José (mit den Vororten) sowie Sarchi, nordwestlich von der Hauptstadt, wo es hervorragend hergestelltes kleines Mobiliar wie hölzerne Tische und Stühle zu kaufen gibt. Sehr hübsch sind kleine Nachahmungen präkolumbianischer Goldkunst, die man im Nationalmuseum von San José erwerben kann.

Klimainformationen

Im Allgemeinen werden drei Klimazonen Costa Ricas unterschieden: die tropische Tiefebene an beiden Küsten (bis 600 m Höhe), die Hochebene im Landesinnern (Meseta Central), die 800-1.600 m hoch liegt, und das Hochgebirge.

Die Niederungen an der Karibikküste sind tropisch und feuchtheiß (Jahresdurchschnitt ca. 28°C). Die Monate Juli und Dezember sind klimatisch am anstrengendsten. Die Gebiete entlang der Pazifikküste sind von November bis ca. Mai heiß und meist trocken. In den übrigen Monaten muss mit heftigen Regenschauern (meist am frühen Nachmittag) gerechnet werden. Die Temperaturen liegen hier, ähnlich wie an der Karibikküste, bei ca. 27 bis ca. 34°C.

Die Hochebene der Meseta Central hat subtropisches Klima mit durchschnittlichen Temperaturen von 20°C, das durch eine ständig wehende Brise auch an heißen Tagen angenehm ist. Die Temperaturen in dieser Zone sind einigermaßen ausgeglichen. Im Hochgebirge über 1.600 m beträgt die durchschnittliche Temperatur 12°C.

In San José, der Hauptstadt des Landes, beginnt die Trockenzeit im Dezember, die heißesten Monate sind die Wochen von März bis Juni. Die Regenzeit dauert üblicherweise von Mai bis November. Die Luftfeuchtigkeit ist im Allgemeinen hoch; im Durchschnitt etwa 80 Prozent. In San José liegt die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit morgens bei ca. 86 Prozent. Mittags ist sie mit etwa 68 Prozent niedriger.

Beste Reisezeit

Am besten besucht man Costa Rica in der Trockenzeit von Dezember bis April.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN (hiervon ausgenommen Argentinien und Panama).

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

mitführen.MALARIA CT. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikament zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie):

Chloroquin (Resochin, Weimerquin)

Verbreitung

Ein mäßiges Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Gebieten der Provinz Limon. Die Hauptstadt San José ist malaria-frei.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

SAN JOSÉ: Dr. Jorge Quesada Vargas, Centro Medico Internacional, Avenida 14, Calles 3 y 5,, San José, Tel. 22 57 28 90 (spricht deutsch).

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Costa-Rica-Colón (CRC)

1 Costa-Rica-Colón = 100 Centimos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 678,12 CRC

1 US-$ = ca. 585,80 CRC

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Es sollten US-$ zum Umtausch mitgeführt werden.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Deklaration: Ja - bei Beträgen ab 10.000 US-$

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Umtausch: ist möglich mit Euro und US-$ (am einfachsten). Zum Teil kann auch direkt mit US-$ bezahlt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja (Visa) - werden von größeren Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert.

Geldautomat: Ja - überall vorhanden, nehmen zum Teil jedoch nur lokale Karten. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - werden nur in US-$ angenommen. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Rücktausch: Sollte man schon vor der Ausreise erledigen. Am Flughafen werden manchmal nicht mehr als 50 US-$ zurückgetauscht.

Auskunftstellen

Im Reiseland

für allgemeine wirtschaftliche Anfragen im zentralamerikanischen Raum:

Deutsch-Regionale Industrie- und Handelskammer
für Zentralamerika und die Karibik
(Cámara de Comercio e Industria Alemana
Regional para Centroamerica y el Caribe)
6a Avenida 20-25, zona 10
Edificio Plaza Maritima, Oficina 3-3
01010
Ciudad de Guatemala /Guatemala
(00502) 23 33 70 44
(00502) 23 67 55 52
www.ahkzakk.com
ahkregion@ahkzakk.com

Deutsch-Costaricanische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Costarricense Alemana)
Condominio Miracruz No 1
San José
Deutsch-Costaricanische Industrie-und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Costarricense Alemana)
Apartado Postal 10746
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 20 30 64
(00506) 22 90 76 21
www.ahkzakk.com/costarica
melanie.hoffmann@ahk.cr
(für spezielle wirtschaftliche Anfragen Costa Rica betreffend)

Cámara de Comercio de Costa Rica
Costa Rica Chamber of Commerce
Barrio Tournón, del Centro Comercial el Pueblo, 125 metros Noroeste, Goicoechea
San José
Cámara de Comercio de Costa Rica
Apartado 1114
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 33 70 91
(00506) 22 21 00 05
www.tourism-costarica.com
camara@camara-comercio.com

Botschaft der Republik Costa Rica
Reinhardtstraße 47a
10117
Berlin
(0 30) 26 55 72 10
(0 30) 26 39 89 90
consulado@botschaft-costarica.de
Botschaft - Mo bis Do 9-16, Fr 9-15 Uhr, Konsularabt. - telefonisch Mo bis Fr 10-13 Uhr, persönlich nur nach Vereinbarung

Instituto Costaricense de Turismo
Costado Este del Puente Juan Pablo II, sobre Autopista General Cañas
San José
Instituto Costaricense de Turismo
Apartado 777
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 99 56 57
(00506) 22 99 58 00
www.tourism-costarica.com
info@visitecostarica.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Costa Rica
Reinhardtstraße 47a
10117
Berlin
(0 30) 26 55 72 10
(0 30) 26 39 89 90
consulado@botschaft-costarica.de
Botschaft - Mo bis Do 9-16, Fr 9-15 Uhr, Konsularabt. - telefonisch Mo bis Fr 10-13 Uhr, persönlich nur nach Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Nieder Kirchweg 22
65934
Frankfurt/M.
(0 69) 39 10 26
(0 69) 39 04 36 56
drjdressler@t-online.de
Mo und Mi 10-13 Uhr

Honorargeneralkonsulat der Republik Costa Rica
Meyerhofstraße 8
22609
Hamburg
(0 40) 80 99 59 43
(0 40) 80 13 95 (Di u. Do 10-12 Uhr)
rica@congenricahh.de
nur nach telefonischer Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Marienstraße 8
30171
Hannover
(05 11) 283 41 11
(05 11) 28 11 27
Di und Fr 12-14 Uhr (auch telefonisch)

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Hermann-Waibel-Weg 4a
77933
Lahr
(0 78 21) 93 97 85
(0 78 21) 93 97 84
juan@llombart.de
Di und Do 10-13 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Costa Rica
Brandvorwerkstraße 52 - 54
04275
Leipzig
(03 41) 909 67 33
(03 41) 909 67 32
www.konsulat-costa-rica.de
leipzig@konsulat-costa-rica.de
Mo und Do 9-12 Uhr

Embajada de la República Federal de Alemania
Edifico "Torre La Sabana", 8° piso, Sabana Norte
San José
Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado 4017
1000 San José/Costa Rica
(00506) 22 31 64 03
(00506) 22 90 90 91/92/93
www.embajada-alemana-costarica.org
Amtsbezirk: Costa Rica

Ärztliche Hilfe

SAN JOSÉ: Dr. Jorge Quesada Vargas, Centro Medico Internacional, Avenida 14, Calles 3 y 5,, San José, Tel. 22 57 28 90 (spricht deutsch).

Sehenswertes

San José

San José ist nicht nur die Hauptstadt, sondern das absolute Zentrum Costa Ricas. Hier findet man alle Verwaltungsstellen und hier beginnen praktisch alle Ausflüge ins Landesinnere. Die Stadt ist sehr modern. Zentrum der Stadt ist die Plaza de la Cultura. Hier trifft sich alles: Geschäftsleute und Künstler, Touristen und Straßenmusikanten. An diesem Platz findet man auch zwei Sehenswürdigkeiten. Die eine ist das im neoklassizistischen Stil erbaute Nationaltheater von 1894, das prächtigste und luxuriöseste Gebäude des ganzen Landes. Der Zuschauerraum dieses Theaters, in dem 1.000 Menschen Platz finden, kann in einen Ballsaal verwandelt werden.

Die zweite Sehenswürdigkeit an der Plaza de la Cultura ist das Goldmuseum, das die wertvollsten Goldschätze des Landes aufweisen kann. Hier fasziniert nicht so sehr der aufgehäufte sagenhafte Reichtum, sondern vielmehr die zauberhafte Ausstrahlung der feingearbeiteten Figuren und Schmuckstücke.

Cartago

In dem nahe der Hauptstadt gelegenen Ort steht die berühmte "Basilica de Nuestra Señora de los Angeles", eine 1926 erbaute Wallfahrtskirche. Im 17. Jahrhundert fand ein Indianermädchen an der Stelle, wo nun die Kirche steht, eine kleine Marienfigur. Obwohl man diese Figur zweimal von dem Ort entfernte, kam die Figur immer wieder zurück. Seitdem gilt der Ort als heilig, und die Quelle hinter der Kirche als heilkräftig. Gläubige aus ganz Südamerika pilgern hierher um Buße zu tun, zu beten und sich Hilfe bei Krankheiten zu erbitten.

Vulkan Arenal

Die drei Krater dieses Vulkans sind noch heute aktiv und stoßen immer wieder Lava sowie Gesteinsbrocken aus. Deshalb sollte man sie nur aus sicherer Entfernung beobachten. Ausbrüche werden stets durch gewaltiges Getöse angekündigt und man kann dann bei Nacht (klares Wetter vorausgesetzt) sehen, wie rotglühende Lava über die Hänge herabfließt. Das Smithsonian Institute hat eine "Arenal Observatory Station" aufgebaut, eine Überwachungsstation, von der man den besten Blick auf das Naturschauspiel hat. In der Station kann man auch übernachten und sogar gut essen.

Baden in Costa Rica

An der pazifischen Küste finden Costa Rica-Urlauber gute Bademöglichkeiten. Die Sandstrände und Hotels genügen europäischen Ansprüchen. Die atlantische (karibische) Küste hingegen ist weithin sumpfig und bietet kaum Bademöglichkeiten. Costa Rica ist das ideale Urlaubsland für Urlauber, die einen Badeurlaub mit Ausflügen in wunderschöne Landstriche kombinieren möchten. So sind von San José aus viele interessante Ziele (zur Naturbeobachtung wie zum Baden) durch Auto- oder auch Busausflüge ohne stundenlanges Herumfahren bequem zu erreichen.

Nationalpark Tortuguero

Der Park im Nordosten des Landes ist nur auf dem Wasser- und Luftweg zu erreichen. Diese Abgeschiedenheit führte dazu, dass sich in dem Regenwaldgebiet viele seltene Tiere und Pflanzen erhalten haben. Die Zahl der Tierarten im Nationalpark Tortuguero ist groß (es gibt dort allein über 300 Vogelarten). Man kann Affen wie Wickelbären, Seekühe und Krokodile sehen. Außerdem gibt es auch Reiher und Papageien und natürlich die Schildkröten, von denen der Park seinen Namen hat. Das 19 Hektar große Gebiet ist von Flüssen, Lagunen und Kanälen durchzogen. Am Meer liegt ein Schildkrötenstrand, den die Grünen Schildkröten im Sommer aufsuchen, um Eier zu legen. Außer diesen kommen aber auch die Karett- und die gewichtigen Lederschildkröten hierher.

Nationalpark Braulio Carillo

Der Park liegt nicht weit von der Hauptstadt San José, ist aber wild und wenig erschlossen. In dieser Ursprünglichkeit will man ihn auch belassen. Obwohl die dort lebenden Tiere nicht registriert sind, weiß man von Jaguaren, Quetzales, Wildkatzen und zahllosen anderen interessanten Tierarten. Um sich sicher zurecht zu finden sollte man immer einen Führer dabeihaben. Sehr empfehlenswert ist, weil ganz gefahrlos und deshalb auch für Kinder geeignet, eine Fahrt in der "Aerial Tram", einer Schwebebahn, die weit über dem Boden durch den Wald führt. In den offenen Gondeln haben ein Führer und vier Gäste Platz. Man schwebt über Bäume und Wasser, sieht Affen, Wickelbären und viele andere Tiere, die sich längst an die Gondeln gewöhnt haben. Die etwa 1 1/2 km lange Schwebetour dauert 1 1/2 Stunden und kann, wenn man eine Tageskarte kauft, beliebig oft wiederholt werden.

Nationalpark Vulkan Poás

Von dem 2.708 m hohen Vulkan, der anderthalb Autostunden von San José entfernt gelegen ist, blieb ein mächtiger Hauptkrater, der eineinhalb km Durchmesser hat. Noch sind dort vulkanische Aktivitäten bemerkbar: So schießt der gelbgrüne See im Inneren des Kraters immer wieder eine Fontäne heißen Wassers in die Luft. Manchmal allerdings blubbert er nur. Der letzte große Ausbruch des Poás war vor 90 Jahren. Ein zweiter benachbarter Krater mit einem kleinen blauen See ist völlig erloschen.

Nationalpark Vulkan Irazu

Hier, eine Autostunde von San José entfernt, findet man vier vulkanische Krater. In dem fast kreisrunden Hauptkrater des Irazú mit seinen rund 1.000 m Durchmesser liegt ein grellgrüner See. Der Krater erwacht immer wieder zum Leben und speit dann Feuer. An den mächtigen Hängen des Kraters entladen sich fast täglich Regenwolken, die vom Atlantik heranziehen. Auf diese Weise bildet sich hier eine Reihe wichtiger Flüsse, die eine große Rolle für die Bewässerung des Landes spielen.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Reisende sollten ihre Wertsachen direkt am Körper tragen und auf Schmuckstücke ganz verzichten.

Reisegepäck sollte immer direkt im Fußbereich platziert und im Auge behalten werden.

Im Falle eines Überfalls wird schnell von der Schusswaffe Gebrauch gemacht, daher sollte man sich nicht zur Wehr setzen.

Die Touristenpolizei ist unter der kostenloser Telefonnummer 911 erreichbar. Das Tourismusinstitut (ICT) steht unter den Telefonnummern 800 88 68 74 76 und 800 88 87 47 66 ratsuchenden Touristen (ebenfalls kostenlos) zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Im Straßenverkehr empfiehlt sich ein zurückhaltender Fahrstil, da die Straßenverkehrsordnung von Einheimischen nur wenig beachtet wird.

Zur eigenen Sicherheit sollten Reisende, wenn sie andere Fahrzeuge mit einer Panne am Straßenrand sehen, ihre Fahrt fortsetzen. Solche Pannen werden oft inszeniert, um das Gepäck von Touristen zu entwenden.

Auf Autofahrten nach der Abenddämmerung sollte man verzichten. Das Unfallrisiko ist zu groß.

In Costa Rica besteht die Gefahr von Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Hurrikan-Saison: In den Bundesstaaten im Süden der USA, in Mexiko, Zentralamerika sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Informationen dazu gibt es bei örtlichen Wettervorhersagen oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.

Aufgrund der gegebenen Unfallgefahr wird dazu geraten Rafting- und Kanufahrten nur bei seriösen Tourismusanbietern zu buchen und auf die Sicherheitsvorkehrungen sowie Versicherungsgbestimmungen zu achten.

Vor der Küste Costa Ricas gibt es starke Meeresströmungen, die beim Schwimmen von Touristen oft unterschätzt werden und öfters schon Todesfälle zur Folge hatten. Sicherheitsvorkehrungen sind nicht im gleichen Maße wie an europäischen Küsten vorhanden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Panama

Einreise für Deutsche

Deutsche sind sowohl als Touristen als auch als Geschäftsreisende für einen Aufenthalt von max. 180 Tage visumfrei. Notwendig sind:

- der bei Einreise noch 6 Monate gültige Reisepass

- Rück- oder Weiterreiseticket

- ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt (mindestens 500 US-$ oder Kreditkarte)

Landesdaten

Lage

Die Republik Panama bildet die Brücke zwischen Mittel- und Südamerika. Sie grenzt im Westen an Costa Rica, im Süden an den Pazifischen Ozean, im Osten an Kolumbien und im Norden an den Atlantischen Ozean.

Fläche: 75.517 km² (davon Kanalzone 1.432 km²).

Es gibt in Panama 9 Provinzen und 3 Regionen.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 3,4 Millionen

Städte:

Panama City (Hauptstadt) ca. 430.300

San Miguelito ca. 315.000

Colón mit Vororten ca. 206.600

Ciudad David 82.900

Santiago ca. 89.000

Penonemé ca. 85.700

Chitré ca. 50.700

Sprache

In Panama wird Spanisch gesprochen. Außerdem ist Englisch ein wenig in der Hauptstadt in Gebrauch, im Landesinneren ist Englisch jedoch kaum hilfreich. Grundlegende Sprachkenntnisse im Spanischen sind empfehlenswert, um sich dort einigermaßen zu verständigen. Zum Teil werden noch indianische Dialekte gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -7 Stunden.

Stromspannung

110 Volt Wechselstrom, 60 Hertz; in Panama City 120 V. Es empfiehlt sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist 5-10 Tage unterwegs, die größeren Postämter nehmen postlagernde Sendungen entgegen und bieten einen Express-Service für Postzustellungen an.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Panama ist 00507, die Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Von Panama nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Telefaxgeräte stehen in manchen Hotels sowie in den Hauptpostämtern zur Verfügung. Telegrammaufgabe in Panama City und in größeren Hotels sowie den Hauptpostämtern.

NOTRUFNUMMERN: 991 oder Polizei 104, Unfallrettung und Feuerwehr 103.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850, GSM 1900.

Für die Netztechnik GSM 850 wird ein Quadband-Handy benötigt.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Panama von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .pa

Internetcafés gibt es in allen größeren Städten.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

9. Januar (Tag der Märtyrer)

13. Februar (Faschingsdienstag)

30. März (Karfreitag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

15. August (Gründungstag von Panama City; der nur dort begangen wird)

3. November (Nationalfeiertag; Jahrestag der Unabhängigkeit von Kolumbien)

5. November (Unabhängigkeitstag; nur in Colón)

10. November (Erster Aufruf zur Unabhängigkeit)

28. November (Tag der Unabhängigkeit von Spanien)

8. Dezember (Muttertag)

25. Dezember (Weihnachten)

Schulferien sind von Mitte Dezember bis Anfang März. Bevorzugte Urlaubszeit in Privatunternehmen ist die Zeit um Weihnachten und Ostern.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8-14 Uhr, Sa 8.30-12 Uhr;

Geschäfte: im Allgemeinen Mo bis Sa 8-18 Uhr durchgehend;

Büros: Mo bis Fr i. Allg. 9-17 Uhr (Mittagspause zu unterschiedlichen Zeiten);

Behörden: Mo bis Fr 8-16 Uhr (Mittagspause zu unterschiedlichen Zeiten);

Postämter: Mo bis Fr 6.30-17.45 Uhr, Sa 7-17 Uhr.

Kleidung

Das ganze Jahr über sollte man leichte Sommerkleidung mitnehmen. Diese sollte jedoch immer gut waschbar und atmungsaktiv sein. Bei Aufenthalt in den Bergen sind auch leichtere Wollsachen notwendig.

Außerdem empfiehlt es sich, während des ganzen Jahres einen Regenmantel oder einen anderen Regenschutz dabeizuhaben.

Geschichte/Politik

Die Stadt Panama wurde 1519 gegründet; es war ein Fischerdorf, aus dem ein Regierungssitz wurde, den man 1542 dem Vizekönigreich Peru zuteilte. 1597 gründeten die Spanier an der karibischen Küste die Stadt Portobelo, die schnell zu einem großen Handelsplatz wurde. Das lockte so viele Piraten an, die Portobelo plünderten, dass die Spanier 1739 den Hafen schlossen. Der Handel war zu Ende, Panama hatte keine Bedeutung mehr.

1821 schloss sich Panama der Republik Groß-Kolumbien an. 1903 wurde es im Zusammenhang mit dem Bau des Panamakanals von Kolumbien gelöst und wurde eine selbstständige Republik. Zum 1.1.2000 wurde der Panamakanal von den USA an Panama übergeben.

Panamas innenpolitische Situation war seit den Tagen der Selbstständigkeit bis 1989 sehr turbulent. Sogar die USA mussten eingreifen, damit die Ruhe wieder hergestellt wurde. 1994 fanden neue Präsidentschaftswahlen ohne Einfluss des panamesischen Militärs statt.

Wirtschaft

Über 50 Prozent des Landes werden landwirtschaftlich genutzt. Für den Export werden vor allem Bananen, Zuckerrohr und Kaffee angepflanzt. Auch Reis, Mais und Bohnen werden angebaut. Panamas Fischgründe sind gut; man exportiert vor allem Garnelen.

Rohöl wird importiert und verarbeitet wieder exportiert. In der Leichtindustrie überwiegt die Herstellung von Textilien, Papier und Baumaterialien sowie die Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Aber vor allem schlagen die Benutzungsgebühren für den Panama-Kanal wirtschaftlich zu Buche.

Der Tourismus spielt noch keine große Rolle. Er besteht vorwiegend aus Landgängern der Kreuzfahrten, die durch den Kanal führen.

Religion

96 Prozent der Bevölkerung sind Katholiken, von denen sich viele noch Bräuche der indianischen Religionen bewahrt haben. Weitere zwei Prozent sind Protestanten, daneben gibt es noch eine muslimische Minderheit.

Vegetation

In den Küstengebieten am karibischen Meer sowie im Tiefland von Darien steht tropischer Regenwald. Der wird im Gebirge ab einer Höhe von 2.500 m durch Nebelwald abgelöst. In der Nähe der Pazifischen Küsten erstrecken sich Trockenwälder und Savannen. An den sumpfigen Küsten am Karibischen Meer und im Golf von Panama wachsen Mangroven.

Tierwelt

In den dichten Wäldern Panamas leben noch Jaguare, Pumas, Ozelote, Tapire, Affen, aber auch Krokodile und Alligatoren. An Vögeln sieht man vor allem Papageien, Kolibris und Tukane.

Kulinarisches

Landesspezialitäten sind "Ceviche" (Fisch in Limonensaft mit Zwiebeln und Paprikaschoten), "Palacones de Platano" (gebratene Kochbananen), "Sancocho" (Eintopf aus Huhn, Fleisch und Gemüse), "Tamales" (gewürzte Pastete, in Bananenblätter gewickelt), "Carimanolas" und "Empanadas" (Pfannkuchen mit Fleisch, Huhn oder Käse gefüllt). Überall gibt es eine große Auswahl an Bier, Wein und Spirituosen.

Sitten und Gebräuche

Panama ist ein ungezwungenes Land. Die Fiestas von Panama sind farbenreicher, fröhlicher und spanischer als in vielen anderen mittelamerikanischen Ländern. Hingegen gibt es auch noch Indianer, die in traditioneller Schlichtheit ganz für sich leben -zum Beispiel die Cunas auf den San-Blas-Inseln.

Man kleidet sich zwanglos. Die einheimische Kultur entspricht einer lebendigen Mischung aus spanischem und amerikanischem Lebensstil.

Souvenirs

Beliebte Mitbringsel sind Lederartikel, gemusterte Perlenhals- und -armbänder (wie sie von den Guaymi-Indios hergestellt werden; sie sollen Glück bringen), Stücke der Nationaltrachten, Holzschnitzereien, Keramiken sowie Gegenstände aus Makramee und Pappmaché sowie Schüsseln aus Mahagoni.

Klimainformationen

Die Temperaturen im tropischen Panama sind das ganze Jahr über verhältnismäßig gleichbleibend. Es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Durchschnittstemperaturen am Meer und im Flachland liegen zwischen 27 und 30°C. Gegen Mittag wird es stets sehr heiß, nachts kühlt es grundsätzlich ab. In den Bergen ist das Klima frühlingshaft, von November bis April ist es morgens, abends und nachts kühl.

Mit Ausnahme der Monate Dezember bis April ist täglich mit Niederschlägen zu rechnen. Meist sind die Regenfälle jedoch nur von kurzer Dauer.

Panama kann in der Hurrikan-Saison (Juni bis November) von Hurrikans betroffen sein.

Beste Reisezeit

Dezember bis April.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus, Gelbfieber.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Medikament zur Behandlung von Malaria MALARIA T mitführen.

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Kein Malariarisiko ist in Panama City zu verzeichnen. Ein mäßiges Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Regionen entlang der Atlantikküste und in den Grenzgebieten zu Costa Rica und Kolumbien. In der Kanalzone gibt es kein bis sehr geringes Übertragungsrisiko.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

PANAMA CITY: Centro Medico Paitilla, Dr. Jaime Espinosa (spricht Deutsch), Av. Balboa y Calle 53,, Panama City, Tel. 63 79 77, 69 52 22; Hopital del Nino, Dr. Claude Verges Lopez (spricht Englisch), Panama City, Tel. 233 38 47.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Balboa (B/.)

1 Balboa = 100 Centésimos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 1,14 B/.

Hinweise

Neben dem Balboa (der nur in Form von Münzen im Umlauf ist) ist der US-Dollar (in Banknoten) gesetzliches Zahlungsmittel.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: bis 10.000 US-$ oder Gegenwert in anderen Währungen erlaubt; US-$ in Noten empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Ausfuhr Fremdwährung: bis 10.000 US-$ oder Gegenwert in anderen Währungen erlaubt.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Umtausch: Es kann direkt mit US-$ bezahlt werden (kein Umtausch nötig). Es sollten überwiegend US-$-Banknoten in kleinen Stückelungen (20 US-$) als Zahlungsmittel vorhanden sein, da Banknoten mit einem höheren Wert oftmals nicht akzeptiert werden. Euro als Bargeld kann nicht umgetauscht werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden meist in größeren Städten Panamas akzeptiert (bei Hotelbuchung nachfragen). Außerhalb der Städte kann man in der Regel nur mit Bargeld bezahlen.

Geldautomat: Ja - An vielen Geldautomaten in gut besuchten Reisezielen können US-$ mit Kreditkarte abgehoben werden. Es empfiehlt sich jedoch, sich nicht auf Kartenauszahlung zu verlassen, da dies offenbar nicht in allen Fällen funktioniert.

Auskunftstellen

Im Reiseland

für allgemeine wirtschaftliche Anfragen im zentralamerikanischen Raum:

Deutsch-Panamaische Industrie- und Handelskammer
(Camára de Comercio e Industria Panameña Alemana)
Area Bancaria, Edificio Magna Corp.
Piso 4, Oficina 411
Panama City
Deutsch-Panamaische Industrie- und Handelskammer
(Camára de Comercio e Industria Panameña Alemana)
Apartado Postal 0831-02537, Paitilla
Panama City/Republik Panama
(00507) 269 93 59
(00507) 269 93 58
www.ahkzakk.com/panama
info@panama.ahk.de

Deutsch-Regionale Industrie- und Handelskammer
für Zentralamerika und die Karibik
(Cámara de Comercio e Industria Alemana
Regional para Centroamerica y el Caribe)
6a Avenida 20-25, zona 10
Edificio Plaza Maritima, Oficina 3-3
01010
Ciudad de Guatemala /Guatemala
(00502) 23 33 70 44
(00502) 23 67 55 52
www.ahkzakk.com
ahkregion@ahkzakk.com

Autoridad de Turismo de Panama
c/o Lieb Management Beteiligungs GmbH
Bavariaring 38
80336
München
(0 89) 45 21 86
(0 89) 45 21 86 17
www.ipat.gob.pa; www.papamainfo.com; www.visitpanama.com
panama@lieb-management.de

Autoridad de Turismo de Panama
Aeropuerto Internacional de Tocumen
Panama City /Republik Panama
(00507) 238 36 86
www.ipat.gob.pa; www.papamainfo.com; www.visitpanama.com
Visit Panama:
Balboa Avenue and Aquilino De La Guardia, BICSA Financial Center
29. Etage
Panama City
Tel. (00507) 526 70 00
E-Mail: contact@visitpanama.com
Internet: www.visitpanama.com

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

FRANKFURT/Main siehe Erzhausen

Generalkonsulat der Republik Panama
Gänsemarkt 44, 5. Etage
20354
Hamburg
(0 40) 35 37 71
(0 40) 34 02 18, 34 36 16
info@panahamburg.com
Mo bis Fr 9-13 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Panama
Moltkestraße 6
24105
Kiel
(04 31) 519 97 35
(04 31) 519 97 33
bettiens@arcor.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

In Deutschland

MÜNCHEN siehe Sauerlach

Honorarkonsulat der Republik Panama
Robert-Bosch-Straße 14
82054
Sauerlach
(0 81 04) 908 60 70
(0 81 04) 90 86 00, 908 60 79
info@konsulat-panama.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embajada de la República Federal de Alemania
Calle 53 E, Urbanizacion Marbella
Edificio World Trade Center
Piso 20
Panama City
Embajada de la República Federal de Alemania
Apdo. 0832-0536, World Trade Center
Panama City/Republik Panama
(00507) 223 66 64
(00507) 263 77 33
www.embajada-alemana.panama.org
info@pana.diplo.de
Amtsbezirk: Republik Panama

Consulado Honorario General
de la República Federal de Alemania
Edificio Erikan, Planta Alta Calle A Sur
entre Ave. 2a y 3a
David /Chiriquí/Republic of Panama
(00507) 774 04 74
david@hk-diplo.de
Zuständig für die Provinz Chiriquí

Übergeordnete Auslandsvertretung:
Deutsche Botschaft in Panama City

Botschaft der Republik Panama
(mit Konsularabteilung)
Wichmannstraße 6 (Lützow-Center)
10787
Berlin
(0 30) 22 60 58 12
(0 30) 22 60 58 11
www.konsulatpanama.de
panaemba@t-online.de
Botschaft: Mo bis Fr 10-16 Uhr
Konsularabteilung: Mo bis Fr 11-13 Uhr
Geschäftsbereich Konsularabteilung: Bundesgebiet mit Ausnahme der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

Honorarkonsulat der Republik Panama
Prager Straße 8a
01069
Dresden
(03 51) 490 60 92
(03 51) 32 01 97 08
honorarkonsul@gmx.de
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Ärztliche Hilfe

PANAMA CITY: Centro Medico Paitilla, Dr. Jaime Espinosa (spricht Deutsch), Av. Balboa y Calle 53,, Panama City, Tel. 63 79 77, 69 52 22; Hopital del Nino, Dr. Claude Verges Lopez (spricht Englisch), Panama City, Tel. 233 38 47.

Sehenswertes

Ciudad de Panama

Im alten Teil der Hauptstadt findet man die schönsten Sehenswürdigkeiten - darunter die Plaza de Francia, den Justizpalast und die Kirche Santo Domingo. Gleich daneben liegt das sehenswerte Museum für koloniale religiöse Kunst. Ganz in der Nähe sieht man die Ruinen von Panama Viejo, dem alten, ursprünglichen Panama.

Panama-Kanal

Seit 1885 gab es zwischen dem Karibischen Meer und dem Indischen Ozean eine Eisenbahnverbindung. Die funktionierte für die Handelsverbindungen von Ozean zu Ozean so gut, dass man auf die Idee mit dem Kanalbau kam. Das erste Projekt, 1879 begonnen, scheiterte am Geldmangel. Dann griffen die USA wirtschaftlich ein - und 1914 wurde der Kanal fertig. Am 1.1.2000 wurden die Hoheitsrechte des Kanals von den USA an Panama übergeben.

Der Kanal ist 64 km lang und wird ohne Pause benutzt. Jedes Jahr passieren ihn über 13.000 Schiffe unter den Flaggen von fast 70 Nationen. Und gleich am Kanal erstreckt sich ein weitläufiges, üppiges Tropengebiet, in dem 15.000 Pflanzenarten gedeihen. Es gibt in Miraflores und in Gatun gute Gelegenheiten den Betrieb auf dem Kanal zu beobachten, wo auch mehrsprachige Führer zur Stelle sind, um alles zu erklären. Im Museum steht ein Modell des Kanals.

Man kann den Kanal auch mit einem kleinen Passagierboot befahren. Solch eine Fahrt vom Pazifik zur Karibischen Küste dauert rund acht Stunden.

Strände

Panama gehört zu den Ländern, die zwei Ozeane zur Wahl haben. Pazifik und Atlantik. Der Strand an der pazifischen Seite ist angenehm, doch die Küste am Karibischen Meer bietet mehr Möglichkeiten - darunter Riffe für Taucher und Schnorchler. Bei Boca del Toro liegen Riffe, die vor allem Tieftaucher erfreuen.

Portobelo

Der Nationalpark läuft entlang der Küste und verbindet sich im Süden mit dem Nationalpark Chagres. In der Mitte des Portobelo-Parks steht dick und undurchdringlich der tropische Regenwald. An seinen Rändern trifft man auf mächtige Bauwerke aus spanischer Zeit und einige historische Ruinen. Ein Drittel des Parks liegt am und im Karibischen Meer, an einem 70 km langen Küstenabschnitt.

Taboga

Diese Insel liegt im Stillen Ozean, gleich vor der Küste von Panama. "Blumeninsel" sagen die Bewohner im schönsten Ort, der "Pueblo" heißt. Alle denkbaren Blüten vom Jasmin bis zum Oleander schmücken dort die bunten Häuser in den schmalen, winkeligen Gassen. Dahinter beginnt der immergrüne Tropenwald. Viele Künstler, unter ihnen Paul Gauguin, haben hier schon gelebt. Es gibt feine Sandstrände und gute Hotels.

Reisehinweise

Ausweispflicht:

In Panama müssen sich Ausländer jederzeit ausweisen können. Oft wird auch eine Kopie des Reisepasses akzeptiert.

Demonstrationen:

Immer wieder kommt es zu Demonstrationen, die auch schon zu Ausschreitungen und Straßensperren geführt haben.

Diese Menschenansammlungen nutzen auch Kriminelle, um zu plündern oder Autos auszurauben.

Kriminalität:

In Panama gibt es derzeit vermehrt Delikte, die in Verbindung mit dem Drogenhandel stehen. Die Gefahr für ausländische Besucher, darin verwickelt zu werden, nimmt zu.

Überfälle:

Um nicht Opfer eines Raubüberfalls zu werden, sollten ausländische Reisende in jedem Fall notwendige Vorsichtsmaßnahmen (in der Dunkelheit nicht unterwegs sein, wenig Bargeld mitnehmen u.Ä.) treffen. Dies gilt vor allem für folgende Stadtgebiete von Panama City: Tocumen, Juan Diaz, 24 de Diciembre, El Chorillo, Calidonia, Curundú, San Miguelito, Santa Ana, Pacora sowie rund um Panama City.

In Colón ist die Raubüberfallquote auch tagsüber sehr hoch.

Ein großes Überfallrisiko besteht ebenso für den Osten und Süden der Provinz Darién, vor allem an der Grenze zu Kolumbien.

Am Flughafen Tocumen sowie in Panama City sollten nur registrierte Taxis benutzt werden, um das Risiko, Opfer eines Überfalls zu werden, zu reduzieren.

Waffen sind in Panama gängig. Deshalb werden sie auch bei Überfällen schnell eingesetzt. Bei einem Überfall sollten die verlangten Gegenstände oder Geld ohne Widerstand abgegeben werden. Reisende sollten stets nur geringe Geldbeträge dabeihaben.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln oder zu konsumieren ist strengstens verboten. Der Verdacht alleine kann schon zur Verhaftung führen.

Hurrikan-Saison: In den Bundesstaaten im Süden der USA, in Mexiko, Zentralamerika sowie in der Karibik ist jeweils in der Zeit von Juni bis November mit Hurrikans zu rechnen. Kennzeichen dieser tropischen Wirbelstürme sind u.a. Windgeschwindigkeiten in Orkanstärke, starke Regenfälle und unter Umständen auch Erdrutsche. Informationen dazu gibt es bei Wettervorhersagen in den jeweiligen Ländern oder im Internet, beispielsweise unter www.nhc.noaa.gov und www.wunderground.com/tropical. Den Anordnungen der Sicherheitsbehörden ist Folge zu leisten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ecuador

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind: ein bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Republik Ecuador liegt an der Westküste Südamerikas beiderseits des Äquators, und zwar zwischen dem 2. Breitengrad Nord und dem 6. Breitengrad Süd und dem 75. bis 81. Längengrad West. Sie grenzt im Norden an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru und im Westen an den Pazifischen Ozean.

Ecuador wird von Nord nach Süd von den Anden durchzogen und teilt sich in drei sehr unterschiedliche Großräume: Sierra (Hochland), Costa (Küstenregion) und Oriente (Amazonasbecken).

Zum Staatsgebiet Ecuadors gehören auch die etwa 1.000 km vom Festland entfernt im Pazifischen Ozean liegenden Galápagos-Inseln, die aus 13 größeren und vielen kleinen Inseln bestehen.

Fläche: 256.370 km², davon entfallen auf die Galápagos-Inseln 7.844 km².

Verwaltungsstruktur: 22 Provinzen (einschließlich der Galápagos-Inseln).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 14,6 Millionen

davon ca. 25.100 auf den Galápagos-Inseln

Städte:

Quito (Hauptstadt, 2.850 m) ca. 1,6 Millionen

Guayaquil ca. 2,28 Millionen

Cuenca (2.580 m) ca. 331.900

Santo Domingo ca. 305.600

Machala ca. 241.600

Eloy Alfora (Durán) ca. 235.800

Portoviejo ca. 223.100

Manta ca. 221.100

Loja 180.600

Ambato ca. 178.500

Sprache

Die Amtssprache ist Spanisch. Außerdem werden noch Quechua und andere indianische Sprachen gesprochen. In Großstädten und größeren Hotels versteht man auch Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden, Galápagos-Inseln Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -7 Stunden (während der europäischen Sommerzeit -7 Stunden; Galápagos-Inseln -8 Stunden).

Stromspannung

110 Volt Wechselstrom, 60 Hertz. Es werden fast ausschließlich US-Blattstecker verwendet. Es empfiehlt sich, einen Adapter mitzuführen. Mit Stromausfällen muss gerechnet werden.

Telefon/Post

Post

Briefkästen gibt es kaum, alle Post ist bei den Postämtern (oficina de correo) aufzugeben. Luftpost nach Europa ist etwa 10 Tage unterwegs, von den Galápagos-Inseln mindestens 15 Tage.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Ecuador ist 00593, die Vorwahl von Ecuador nach Deutschland 0049, nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041. Telefone gibt es in fast allen öffentlichen Gebäuden oder auch in kleineren Geschäften (unterschiedliche Gebühren). Karten für Kartentelefone kann man an Tankstellen, in Restaurants oder in Einkaufszentren erwerben. Ferngespräche führt man am besten über die öffentlichen Telefonzentralen, die in allen Städten und teilweise auch in kleineren Ortschaften vertreten sind. Auch einige Internet-Cafés bieten einen Telefon-Service an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 911 und 101, Unfallrettung 131 (in Quito) und 560 674 (in Guayaquil), Feuerwehr 102.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850/1900.

Es gibt eine gute Mobilfunk-Abdeckung auch in entlegeneren Gebieten. Handies können am Flughafen oder in Telefonläden gemietet werden. Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Ecuador von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

GSM 850-fähig sind Quadband-Handys. GSM 1900-fähig sind Triband- oder Quadband-Handys.

Internet

Länderkürzel: .ec

In allen größeren Städten gibt es Internet-Cafés.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

12. und 13. Februar (Karneval)

30. März (Karfreitag)

30. April (Tag der Arbeit)

25. Mai (Schlacht von Pichincha)

10. August (Unabhängigkeitstag)

12. Oktober (Unabhängigkeitstag von Guayaquil)

2. November (Allerseelen)

3. November (Unabhängigkeitstag von Cuenca)

6. Dezember (Gründungstag von Quito, nur in Quito)

25. Dezember (Weihnachten)

Darüber hinaus gibt es noch regionale Feiertage. Es kann zu kurzfristigen Änderungen einzelner Feiertagsregelungen kommen.

Die Hauptferienzeit geht im Küstenbereich des Landes von Mitte Januar bis Ende April. Im restlichen Teil des Landes von Ende Juli bis Ende September.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-16/18 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Fr 9-13, 15-19 Uhr, Sa 9-13 Uhr; Einkaufszentren haben werktags oft bis 20 Uhr geöffnet und außerdem auch sonntags bis 16 Uhr oder länger;

Büros: Mo bis Fr 9-13 Uhr und 14-17 Uhr.

Kleidung

Wenn man die Küstengebiete bereist oder sich im Oriente und an den Osthängen der Anden aufhält, sollte man leichte, atmungsaktive Sommerkleidung tragen. Auch sollte man Regenschutz mitführen. Auf dem Hochplateau der Sierra sind das ganze Jahr Übergangskleidung, Wollsachen und Regenschutz angebracht. Bei Reisen zwischen Guayaquil und Quito oder umgekehrt ist zu beachten, dass man von einer Klimazone in eine gänzlich andere wechselt.

Galápagos-Besucher sollten in der kühlen Jahreszeit, von Juni bis November, wärmere Kleidung sowie guten Schutz gegen Nieselregen mitnehmen.

Geschichte/Politik

Die auf ecuadorianischem Gebiet gefundenen Artefakte, die bis 8000 v. Chr. zurückdatiert werden können, gehören zu den ältesten Funden menschlicher Kulturen in Lateinamerika. Ausgrabungen deuten darauf hin, dass die Kulturen, die es zwischen 500 v. Chr. und 500 n. Chr. im heutigen Ecuador gab, enorme Fertigkeiten in der Metallbearbeitung, im Töpfern und Weben besaßen. In den tausend Jahren von 500 v. Chr. bis 500 n.Chr. kam es zur Bildung und Blüte zahlreicher Regionalkulturen. Den größten Machtzuwachs erfuhr jedoch die Manta-Kultur, die mit ihren Balsa-Booten vermutlich bis nach Mexiko segelte. Ab 900 n.Chr. gründeten die Cara im Hochland ein erstes Großreich. Im Süden grenzte es an das Reich der Canari. 1450 n.Chr. unterwarfen die Inka alle Völker in Ecuador, doch ihre Herrschaft war nicht von langer Dauer, denn 1499 n.Chr. landeten bereits die ersten Spanier an der Karibikküste. Die Zeit der spanischen Eroberungen begann. 1533 nahm der Spanier Francisco Pizarro bei seiner Eroberung Perus den letzten Inka-Herrscher Atahualpa gefangen und ließ diesen hinrichten. Pizarros Leutnant Sebastian de Benalcazar eroberte unterdessen im Auftrag Pizarros Ecuador.

Die spanischen Siedler brachten Pferde, Rinder und Schweine ins Land und bauten erstmalig in Südamerika Weizen und Bananen an. Die Feudalherrschaft der Spanier führte aber auch zu einer Versklavung der in Ecuador lebenden Indianer. Zahlreiche gewaltsame Aufstände der Indianer wurden von den Spaniern immer wieder blutig niedergeschlagen.

Bis 1739 regierte der Vizekönig Perus das heutige Ecuador bis es 1820 dem Vizekönig Neu-Granadas unterstellt wurde. Nach der Auflösung der Konföderation Großkolumbien (Kolumbien, Venezuela, Ecuador), in die Ecuador nach der Befreiung von den Spaniern eingegliedert worden war, erlangte Ecuador 1830 seine endgültige Unabhängigkeit. Erster Staatspräsident Ecuadors wurde Juan Flores, ein gebürtiger Venezolaner. Bis in die 70er Jahre des 20.Jahrhunderts wurden Ecuadors politische Geschicke von Militärdiktaturen gelenkt und geleitet. Erst 1978 betrat Ecuador mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung den Weg zur Demokratie, ein Jahr später fanden freie Wahlen statt. Seither sind die politischen Verhältnisse in Ecuador recht stabil, doch bedrohen die innere Sicherheit vor allem die katastrophalen wirtschaftlichen Verhältnisse, in denen sich Ecuador seit 1998 befindet. Die angekündigten Sparmassnahmen zur Überwindung der Finanzkrise lösten massive Proteste der Bevölkerung aus und endeten in einem Gesetz über die wirtschaftliche Umgestaltung Ecuadors, das im Jahre 2000 verabschiedet wurde. Eine Maßnahme dieses Gesetzes war die Abschaffung der bisherigen Währung (Sucre) und die Einführung des US-Dollar als gesetzliches Zahlungsmittel.

Wirtschaft

Ecuadors Wirtschaft steht auf vier Säulen. Devisenbringer sind die Erdöl- und Erdgasreserven (vor allem im Amazonasgebiet) sowie eine vielfältige Landwirtschaft, große Shrimp-Aufzuchtfarmen und der Tourismus. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen liegen in der Sierra und in der Costa. Wichtigste Anbauprodukte sind Bananen, Zuckerrohr, Maniok, Mais, Reis und Kartoffeln, aber auch Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte. Das Meer vor den Galápagos-Inseln zählt zu den thunfischreichsten Gewässern der Welt. Ecuador ist einer der größten Krabbenexporteure weltweit.

Religion

Nach der Eroberung Ecuadors durch die Spanier nahmen viele Indianer (gezwungenermaßen) den römisch-katholischen Glauben an. 1863 wurde der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt. Trotz Liberalisierungstendenzen und Unterstellung der Kirche unter den Staat sind heute noch über 70 Prozent der Bevölkerung römisch-katholisch. Zum Teil haben sich die Indianer aber auch ihre Naturreligionen bewahrt.

Vegetation

Die ursprüngliche Vegetation des westlichen Amazonasbeckens im Oriente und des Küstentieflands der Costa ist der tropische Regenwald mit all seiner Vegetationsvielfalt. Weite Areale in der Costa sind aber bereits durch die Plantagenwirtschaft zerstört. An den Gebirgshängen des Andenhochlandes geht der tropische Regenwald in den tropischen Bergwald über. Anzutreffen sind hier lorbeerblättrige Bäume, Palmen, Koniferen, Eukalyptus und Epiphyten (u.a. Orchideen). Eine besondere Form des Bergwaldes ist der tropische Nebelwald, der eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Dominierend sind hier neben Farnen vor allem Moosteppiche. Oberhalb der Baumgrenze ist eine tropische Heidevegetation vorherrschend.

Auf Galápagos wirkt die Vegetation karg, es fehlt die Blütenpracht des Festlandes. Etwa die Hälfte der Pflanzenarten sind endemisch, also nur auf diesen Inseln vorkommend. In der weit verbreiteten Trockenzone wachsen Kakteen, der Galápagos-Säulenkaktus, der Balsambaum (palo santo) und Akazien. Je höher man kommt, desto stärker wird die Vegetation. Es wächst der Korallenbaum, die Galápagos-Guave und die Bäume sind meist mit Epiphyten behangen. Noch höher wachsen Sonnenblumenbäume, (Scalesien), das Miconia-Gebüsch, der Adlerfarn und das Elefantengras.

Tierwelt

Es gibt über 320 Säugetierarten in Ecuador. Typische Tierarten sind der größte Flugvogel der Welt, der Anden-Kondor, und der Kolibiri. Selten sind der Berg-Tapir, der Anden-Pudu. Dazu kommen verschiedene Papageien, Affen und Wildkatzenarten. Unter den 350 Reptilienarten befinden sich 40 giftige Schlangen, wie die schwarzrot geringelte Korallenschlange.

Einzigartig ist die Tierwelt der Galápagos-Inseln, in der vor allem Vögel und Reptilien vertreten sind. Es gibt nur vier Säugetierarten, darunter Seelöwen und die Galápagos-Pelzrobbe. Die Riesenschildkröten sind die Hauptattraktion der Insel. Bekannt sind auch der Galápagos-Landleguan, Lavaechsen und Geckos. Zu sehen bekommt der Besucher auch den Galápagos-Albatros, Tölpel, Fregattvögel, Pelikane, Pinguine, den zutraulichen Galápagos-Bussard, und im Meer die Meerechse und die Rote Klippenkrabbe.

Kulinarisches

Die Küche Ecuadors erfordert vom europäischen Feinschmecker eine gewisse Bereitschaft, sich mit etwas anderen Essgewohnheiten und ungewohnten Zutaten und Gewürzen anzufreunden. Häufig werden z.B. der bei uns praktisch unbekannte Kreuzkümmel (comino) oder das intensiv herbbittere Kraut cilantro verwendet.

Eine Spezialität Ecuadors ist der ceviche, ein Cocktail aus rohen Garnelen, Austern, Fisch- und Muschelfleisch, Limonensaft, einem Schuss Ketschup und Gewürze.

In den Restaurants wechseln sich als Hauptspeise Huhn mit Reis (pollo con arroz) und Rindfleisch mit Reis (carne de res con arroz) ab, als Nachtisch gibt es Süßes oft aus Kokosraspeln und karamelisiertem Zuckerrohrsaft.

Ein Festmahl in der Küche Ecuadors ist seit der Inka-Zeit gegrilltes Meerschweinchen, eine typische Spezialität ist auch locro de papas (Kartoffelsuppe) und caldo de gallina (Hühnersuppe).

Nach dem Essen wird gerne ein Kaffee getrunken. Säfte in den Geschmacksrichtungen Papaya, Maracuja, Banane, Ananas oder Baumtomate, Kokosnussmilch sowie Bier (cerveza) sind günstige Durstlöscher.

In Ecuador ist es nicht üblich, am Tisch zu bezahlen. Man bezahlt seine Rechnung beim Verlassen des Restaurants an der Theke.

Sitten und Gebräuche

Der Besucher wird sich in Ecuador nicht völlig fremd fühlen, da das Land durch den jahrhundertelangen Einfluss der Spanier europäisch geprägt ist. Die ältere Generation hält stark an Traditionen und ihrem religiösen Brauchtum fest. Die Jugend und wohlhabende Ecuadorianer folgen mehr und mehr der westlichen Lebensart. Trotz dieser Entwicklung kann der Besucher auf einer Rundreise viele traditionelle Lebensformen beobachten.

Souvenirs

Das Kunsthandwerk in Ecuador wird von staatlicher Seite gefördert. Die Organisation für Kunsthandwerk OCEPA unterhält mehrere Geschäfte in Quito, wo man sich einen guten Überblick über das Angebot an kunsthandwerklichen Erzeugnissen verschaffen kann. Wer seine Souvenirs lieber auf den Indio-Märkten oder beim privaten Handel kaufen möchte, sollte Fachkenntnisse und Preisvorstellungen mitbringen. Mit Handeln kann man dann günstiger einkaufen als in den OCEPA-Läden. Beliebte Mitbringsel sind u.a. Teppiche und andere Webstoffe, Baumwollschals, Tragetücher, Decken, handgestickte Kleidungsstücke, Keramik und Schmuck.

Klimainformationen

Obwohl in der subtropischen Zone gelegen, hat Ecuador kein einheitliches Klima.

An der Küste sowie an den Westhängen der Anden herrscht tropisches bis subtropisches Klima. In den Monaten von Januar bis Mai ist in dieser Gegend Regenzeit. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen dann bei 25-30°C und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Die Trockenzeit, in der das Klima recht angenehm ist und durchschnittlichen Temperaturen von 19-25°C gemessen werden, erstreckt sich auf die Monate von Juni bis Dezember.

Die Sierra, das eigentliche Andengebiet, liegt 2.000-3.000 m hoch. In diesem Teil des Landes ist das Klima gemäßigt. In der eher feuchten Zeit, von November bis Mai, regnet es nachmittags häufig. Die in dieser Gegend gemessenen Temperaturen bleiben das ganze Jahr über fast gleich. Starke Temperaturschwankungen, zwischen 8 und 28°C, sind jedoch oft mehrmals am Tag möglich. Die durchschnittlichen Temperaturen in Quito (2850 m hoch) im wärmsten Monat (September) liegen üblicherweise bei ca. 12-16°C, im kältesten Monat (März) bei etwa 12°C. Bedingt durch die Höhenlage, kann es am Anfang eines Aufenthalts zu Anpassungsschwierigkeiten kommen. Über 3.500 Meter fällt viel Regen bzw. Schnee. Hier herrschen tagsüber ca. 12°C, nachts unter dem Gefrierpunkt. Die Schneegrenze liegt bei 4.500-4.700 Meter.

An den Osthängen der Anden und im Dschungelgebiet (Oriente) ist es feucht und sehr warm. Hier gibt es die höchsten Niederschläge des Landes, meist nachmittags, besonders in den Monaten März und September. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 26°C mit starken Tagesschwankungen (8-10°C).

Die Galápagos-Inseln haben durchschnittliche Jahrestemperaturen von 25-30°C mit hoher Luftfeuchtigkeit und häufigen Regenfällen. Januar bis Juni gilt als Regenzeit, der Himmel ist meist klar und wolkenfrei, die Niederschläge kommen einmal am Tag. Juli bis Dezember gilt als Trockenzeit, der Himmel ist meist wolkenverhangen und es fällt ein leichter Nieselregen.

Beste Reisezeit

Für Badeurlauber sind die Monate April bis Dezember ideal. Bergsteiger sollten für Bergtouren im Hochland die Monate von Juni bis November wählen, wogegen für Touren im Amazonasgebiet die Monate Juni und Juli ideal sind.

Für die Galápagos-Inseln sind Januar bis Juni die interessantesten Monate.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Staatsbürger und Personen mit Daueraufenthalt in Ecuador müssen auch bei Ausreise in ENDEMIEGEBIETEN eine Impfung gegen Gelbfieber vorweisen.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Gelbfieber, Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

mitführen.MALARIA T. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Quito, Guayaquil sowie andere städtische Gebiete, die Galápagos-Inseln und die Touristengebiete im zentralen Hochland von Ecuador sind malaria-frei.

Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 m. Erhöhtes Risiko in El Oro, Esmeraldas. Los Ríos, Manabí, Morono Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Pichincha und Sucumbíos.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

QUITO: Dr. Martin Domski Er spricht Deutsch., Av. Republica E6-754,, Quito, Tel. (02) 255 32 06;

GUAYAQUIL:Clinica Kennedy, Guayaquil, Tel. (04) 228 69 63.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: US-Dollar (US-$)

1 US-Dollar = 100 Cents

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 1,14 US-$

Hinweise

Der US-$ ist gesetzliches Zahlungsmittel in Ecuador. Es gelten die US-$-Scheine und US-Cent-Münzen. In Ecuador werden auch eigene Münzen geprägt, die mit den US-Cent-Münzen gleichwertig sind, aber nur in Ecuador im Umlauf sind und nur in Ecuador Gültigkeit haben.

Aus Angst vor Fälschungen nehmen Geschäfte und Banken meist keine 50- und 100-Dollarnoten an, was bei der Mitnahme von US-Dollar in bar vor der Einreise nach Ecuador berücksichtigt werden sollte.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt. Es sollten besonders kleinere US-$-Scheine mitgeführt werden.

Deklaration: Ja - bei Ein- oder Ausfuhr von Beträgen ab 10.000 US-$ oder dem Gegenwert in anderen Währungen

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt.

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt. Eine Steuer von 5 Prozent wird auf ausgeführte Beträge von über 1.098 US-$ erhoben.

Umtausch: nur in Wechselstuben oder Banken.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels und Geschäften akzeptiert (bei Hotelbuchung abklären).

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und - jedoch nur vereinzelt - an Geldautomaten des Maestro-Systems auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo) möglich. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Nein - können nicht mehr bei ecuadorianischen Banken eingelöst werden.

Auskunftstellen

Ministerio de Turismo
El Telégrafo E7-58 zwischen El Tiempo und Av. De los Shyris
170514
Quito /Ecuador
(00593 2) 399 93 33
www.vivecuador.com

Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana)
Avenida Eloy Alfaro N35-09 y Portugal
Edificio Millenium Plaza, Piso 4to, Oficina 401
Quito
Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana)
Casilla 17-16-083
Quito/Ecuador
(00593 2) 333 16 37
(00593 2) 333 20 48
www.ahkecuador.org; www.ahk.net/chambers/ec
info@ahkecuador.org.ec

Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
Verbindungsbüro Guayaquil
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana,
Oficina de Enlace en Guayaquil)
Av. Francisco Boloña 719 y Av. Carlos Luis
Plaza Dañin, Cdla. Kennedy
Guayaquil
Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer
Verbindungsbüro Guayaquil
(Cámara de Industrias y Comercio Ecuatoriano-Alemana,
Oficina de Enlace en Guayaquil)
Casilla 09-01-7053
Guayaquil/Ecuador
(00593 4) 228 38 24
(00593 4) 228 41 26
infogye@ahkecuador.org.ec

Federación Nacional de Cámaras de Comercio de Ecuador
Ecuador Chamber of Commerce
Avenida Francisco de Orellana y Miguel H. Alcivar
Edificio Centro Empresarial "Las Cámaras" - Piso 3
Guayaquil
(00593 4) 268 27 72
www.capeipi.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Ecuador
mit Konsularabteilung
Joachimstaler Straße 12
10. Stock
10719
Berlin
(0 30) 800 96 96 99
(0 30) 800 96 95
www.botschaft-ecuador.org
info@ecuadorembassy.de
Mo bis Fr 9-17 Uhr
Belgien, Luxemburg, Tschechische Republik
Geschäftsbereich Konsularabt.:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfahlen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorargeneralkonsulat der Republik Ecuador
c/o SEVERSAL
Wachtstraße 17-24 (Baumwollbörse)
28195
Bremen
(04 21) 41 65 56 89
(04 21) 41 65 56 88
info@ecuador-bremen.de
Mi 16-18 Uhr, Fr 14-16 Uhr

Konsulat der Republik Ecuador
Schopenstehl 20
20095
Hamburg
(0 40) 410 31 35
(0 40) 44 31 35
ecuador.consulado.hamburgo@gmail.com
nach Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Limburger Straße 42
61462
Königstein
(0 157) 89 67 23 93
irene.schmitt@consuldor.de
hkecuador.ffm@gmail.com
nach Vereinbarung

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Marktplatz 13
71634
Ludwigsburg
(071 41) 696 49 23
(071 41) 373 81 73
ecuador@honorarkonsul-bw.de
Mo, Di, Do, Fr 9-11.30 Uhr, Di 15-17 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Schackstraße 3
80539
München
(01520) 766 29 10
irene.schmitt@consuldor.de
baviera@consulado-ecuador.com
Mo, Mi, Fr 8:30-12:30 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Ecuador
Steinfeldstraße 2
52222
Stolberg
(02 41) 569 35 65
(02 41) 569 33 36
hkecuador@t-online.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr

Embajada de la República Federal de Alemania
Edificio "Citiplaza", piso 14
Avenida Naciones Unidas E10-44 y
República de El Salvador
Quito
Embajada de la República Federal de Alemania
Casilla 17-17-536
Quito/Ecuador
(00593 2) 297 08 16, 297 08 15
(00593 2) 297 08 20
www.botschaft-quito.de
Mo bis Fr 9-12, Mo bis Do 14-16 Uhr
Amtsbezirk: Ecuador

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Presidente Antonio Borrero 10-91 y Mariscal Lamar (Forum Hotel)
Cuenca /Ecuador
(00593 7) 282 88 01
cuenca@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen Azuay, Cañar und Loja.
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Quito

Cónsul General Honorario de la República Federal de Alemania
Avenida Las Monjas No. 10 y C. J. Arosemena
Edificio Hamburgo, piso 2
Guayaquil /Ecuador
(00593 4) 220 03 17
(00593 4) 220 03 16/17
guayaquil@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Provinzen El Oro, Guayas, Los Rios, Manabí und Santa Elena
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Quito

Ärztliche Hilfe

QUITO: Dr. Martin Domski Er spricht Deutsch., Av. Republica E6-754,, Quito, Tel. (02) 255 32 06;

GUAYAQUIL:Clinica Kennedy, Guayaquil, Tel. (04) 228 69 63.

Sehenswertes

Quito

Die Hauptstadt Quito ist nach Guayaquil die zweitgrößte Stadt des Landes. In 2.850 Meter Höhe liegt sie eingezwängt in einem schmalen Hochtal. Dem Besucher der Stadt wird wegen der extremen Höhenlage zunächst ein wenig die Luft wegbleiben. Er sollte die ersten Tage langsam angehen lassen, damit der Körper sich an die sauerstoffärmere Luft gewöhnen kann.

Quito wurde 1543 von den Spaniern an der Stelle einer alten Inkastadt gegründet. Viele Häuser aus der Kolonialen Epoche haben sich bis heute erhalten. Es lohnt sich sie auf einem Rundgang durch "Quito Colonial" zu erkunden. Der Mittelpunkt der Stadt ist die Plaza de la Independencia, um die sich die Kathedrale, der Regierungspalast und das Rathaus gruppieren. Sehenswert sind weiterhin u.a. das Kloster La Concepción, das Convento La Merced sowie die zahlreichen Kirchen der Stadt. Auch der Besuch des einen oder anderen Kunstmuseums ist durchaus lohnend. Quitos Altstadt beherbergt zahlreiche bedeutende Kunstschätze. Zur Sicherheit sollte man allerdings nachts niemals allein durch die Altstadt gehen und auch tagsüber die Gegend um die Calles Loja, Chimborazo und 24 do Mayo meiden. Beim Altstadtbummel ist Vorsicht vor Taschendieben geboten.

Otavalo

Der kleine Ort liegt ungefähr 90 Kilometer nördlich von Quito und kann z.B. auf einer Auto-Tour über die Panamericana Norte (Quito-Cayambe-Otavalo-Ibarra-Tulcán) besucht werden. Geradezu berühmt ist in Otavalo der Samstagsmarkt, der größte Indio-Markt Ecuadors, der viele Touristen anlockt. In der Hauptsache werden hier preisgünstige Webartikel angeboten. Die Qualität der Ware hat aber in den vergangenen Jahren nachgelassen, da die Billigproduktion in Otavala Einzug gehalten hat. Dennoch lohnt sich ein Besuch des Marktes, allein schon wegen der farbigen traditionellen Kleidung der Otavaleños und Salasaca-Indios und dem bunten Markttreiben.

Vulkane Rucu und Guagua Pichincha

Die Pichinchas erheben sich zehn Kilometer westlich von Quito. Während der Rucu erloschen ist, ist der jüngere Guagua noch aktiv. Auf den Rucu Pichincha, der 4.790 m hoch ist, kann man zu Fuß (Ganztagstour) oder mit dem Auto (rund drei Stunden) gelangen. Nach kalten Nächten kann es vorkommen, dass die Felsen von einer dünnen Schneeschicht überzogen sind. Für die Besteigung des Guagua Pichincha sollten zwei Tage eingeplant werden. Reizvoller noch als der Aufstieg zum Gipfel ist hier der Abstieg in den Krater, der einen Durchmesser von 1,5 km aufweist. Je weiter man in den 600 Meter tiefen Krater absteigt, desto stärker wird der Schwefelgeruch.

Abenteuertour in das Huaorani-Territorium

Veranstalter bieten Touren in das Territorium der Huaorani-Indianer an. Die Preise für die Touren richten sich danach, ob sie zu Fuß, mit Einbaum, mit dem Motorboot oder mit dem Flugzeug unternommen werden. Während des Besuchs einer Huaorani-Siedlung können Touristen typisches Kunsthandwerk, wie Blasrohre oder mit Federn verzierte Lanzen als Souvenirs erwerben. Die Preise für einen Ausflug liegen zwischen 40 und 450 US-$. Es empfiehlt sich, auf diesen Touren eine Erste-Hilfe-Ausrüstung mitzunehmen.

Galápagos

Ein Muss für jeden Ecuador-Touristen ist ein Abstecher auf das Galápagos-Archipel, das besonders wegen seiner Tierwelt einzigartig ist und Charles Darwin zu seiner Evolutionstheorie inspiriert hat. Besonders hervorzuheben sind die sechs Arten von Riesenschildkröten sowie zwei Arten großer Eidechsen aus der Familie der Leguane. Daneben bevölkern etwa 85 verschiedene Vogelarten, darunter Flamingos, Kormorane, Finken und Pinguine die Inseln. An den Küsten tummeln sich große Mengen von Seelöwen und viele verschiedene Fischarten. 90 Prozent der Galápagos-Inseln stehen seit 1959 unter Naturschutz. Die 15 großen und mehrere kleine Inseln liegen fast 1.000 Kilometer westlich des ecuadorianischen Festlandes. Der Flug von Quito dauert (reine Flugzeit) etwa zwei Stunden. Isabela, die größte der Inseln nimmt mehr als die Hälfte der Gesamtfläche der Inseln in Anspruch. Es folgen Santa Cruz, Fernandina, Santiago, San Cristóbal, Floreana und Marchena. Das A und O eines jeden Galápagos-Aufenthalts sind die Kreuzfahrten. Die meisten starten von Puerto Ayora auf Santa Cruz (hier besteht auch die beste touristische Infrastruktur), wenige auch von Puerto Baquerizo Moreno auf San Cristóbal. Leckerbissen einer Galápagos-Kreuzfahrt sind die beiden Inseln Española und Floreana, die wegen ihres Vogelreichtums, ihrer schönen Strände und der exotischen Landschaft auch unter den Galápagos-Inseln etwas ganz Besonderes sind.

Reisehinweise

Die Aktivität der Vulkane Tungurahua und Reventador schwankt. Die Besteigung der Berge ist untersagt. Reisende, die sich in der Nähe aufhalten, sollten die Anweisungen der Sicherheitsbehörden befolgen.

Vulkanische Aktivitäten können den Reiseverkehr erheblich behindern. Reisende sollten sich daher vor Abreise über die aktuelle Lage informieren. Aktuelle Informationen sind in spanischer Sprache auf den Websites www.igepn.edu.ec und www.gestionderiesgos.gob.ec zu finden.

Kriminalität:

Die kriminelle Gefährdung von Besuchern Ecuadors ist nicht mit den europäischen Verhältnissen vergleichbar. In Bezug auf Kriminalität liegt das Land in Südamerika auf einem mittleren Platz. Eine erhöhte Gefährdung besteht in den Ballungsräumen von Guayaquil, Quito und Cuenca. Auch an der Küste und im Grenzgebiet zu Kolumbien ist von einem erhöhten Risiko auszugehen, Opfer von Entführungen bzw. Überfällen bewaffneter Gruppen zu werden.

Seit Anfang 2018 kommt es im Norden der Provinz Esmeraldas bei Anschlägen auf die Sicherheitskräfte des Landes zu Toten und vielen Verletzten. Das Auswärtige Amt rät daher aktuell von Reisen in dieses Gebiet ab.

Aufgrund der Gewaltbereitschaft der Täter sollte bei Überfällen keine Gegenwehr geleistet werden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die Unfallrate in Ecuador ist sehr hoch. Nach Möglichkeit sollte von der Benutzung von Überlandbussen abgesehen werden.

Wegen des zeitweise hohen Wellenganges an der Pazifikküste kann es zu gefährlichen Situationen auf dem Wasser kommen. Den Anweisungen der Behörden muss (z.B. in Bezug auf Wassersport oder Walbeobachtungstouren) Folge geleistet werden.

Bei Drogendelikten drohen hohe Haftstrafen in Ecuador, selbst bei geringsten Mengen.

Ecuador liegt in einer seismisch aktiven Zone.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Peru

Einreise für Deutsche

Deutsche sind als Touristen und als Geschäftsreisende für max. 90 Tage innerhalb von 6 Monaten visumfrei. Notwendig sind:

- ein bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültiger Reisepass

- Rück- oder Weiterreiseticket

- ausreichende Geldmittel

Landesdaten

Lage

Die Republik Peru liegt im nordwestlichen Teil Südamerikas, südlich des Äquators. Sie grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifischen Ozean.

Fläche: 1.285.216 km².

Verwaltungsstruktur: 24 Departments (departamentos) und der Hauptstadtbezirk Lima.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 28,2 Millionen

Städte:

Lima (Hauptstadt, 203 m ü.M.) ca. 8,2 Millionen

Arequipa (2.353 m) ca. 959.800

Trujillo (61 m) ca. 892.200

Callao (0 m) ca. 876.900

Chiclayo (59 m) ca. 540.700

Piura ca. 421.600

Iquitos (106 m) ca. 405.500

Cusco (3.430 m) ca. 371.400

Chimbote (6 m) ca. 335.100

Huancayo (3.271 m) ca. 330.400

Sprache

Amtssprachen sind Spanisch und Quechua. Außerdem wird vor allem in der Umgebung des Titicacasees noch Aymará gesprochen. Englisch wird in den größeren Hotels und auch von Geschäftsreisenden gesprochen,

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden.

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied -7 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 60 Hertz; in Arequipa 220 Volt, 50 Hertz und Iquitos 110 Volt, 50 Hertz;

In Peru sind amerikanische Stecker üblich. Es empfiehlt sich daher, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist ein bis zwei Wochen unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Peru ist 0051, von Peru nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Internationale Ferngespräche sind von allen Telefonzellen aus mit Telefonkarte möglich. Bei Ortsgesprächen können auch Münzen verwendet werden.

NOTRUFNUMMERN:

- Polizei 105

- Unfallrettung 106 (SAMU - Sistema de Atención Médica Urgente)

- Feuerwehr 116

In Problemfällen stehen zur Verfügung:

- Tourist Protection Network, Touristenpolizei: Tel. 0800 22221 (rund um die Uhr)

- iPeru, Tourist Information and Assistance (Hilfestellung wird bei Übervorteilungen durch Hotels oder Fluglinien geboten): Tel. (511) 574 8000 (rund um Uhr), www.promperu.gob.pe

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850/1900, 3G 850 und 3G 1900.

GSM 1900-fähig sind Triband- und Quadband-Handys. GSM 850-fähig sind Quadband-Handys.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Peru von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .pe.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

29. März (Gründonnerstag)

30. März (Karfreitag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

29. Juni (St. Peter und St. Paul)

28./29. Juli (Nationalfeiertage; Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag)

30. August (St. Rosa de Lima)

8. Oktober (Schlacht bei Angamos)

1. November (Allerheiligen)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

Darüber hinaus gibt es noch Feiertage, die regional begangen werden.

Die Hauptferienzeit geht von Januar bis März. Aber auch im Juli sind viele Peruaner in den Ferien.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo bis Sa 10-13 und 16-20 Uhr, viele Geschäfte haben durchgehend geöffnet; einige wenige Läden öffnen auch sonn- und feiertags;

Post: Mo bis Sa 8-18 Uhr;

Banken: im Normalfall Mo bis Fr 9-17 Uhr, oft auch samstags 9-13 Uhr;

Behörden: Öffnung für Publikumsverkehr unterschiedlich, häufig Mo bis Fr 9-14 Uhr; andere Büros in der Regel durchgehend von 9-17 Uhr.

Kleidung

Für die warmen Monate von Dezember bis April ist Sommerkleidung ausreichend, für kühle Abende ein leichter Mantel nützlich. Zu formellen Anlässen ist entsprechende Kleidung notwendig. Im dortigen Winter ist warme Kleidung erforderlich.

Bereist man das Amazonasgebiet ist ganzjährig leichte Sommerkleidung aus atmungsaktiven Materialien zu empfehlen. Außerdem braucht man Regenschutz und gutes Schuhwerk. Im Hochland ist für den Winter (Mai bis September) warme Kleidung notwendig. In den übrigen Monaten sollte man für den Tag leichtere Kleidung und für die doch recht kühlen Abende Wollsachen mitnehmen. Die Mitnahme eines Sonnenhuts gegen starke Sonneneinstrahlung ist auf jeden Fall zu empfehlen. Gute Sonnenbrillen und gutes Schuhwerk sind überall erforderlich.

Geschichte/Politik

Schon 1.500 Jahre vor der Ankunft spanischer Conquistadores erlebte Peru eine Reihe von glanzvollen Kulturen, deren steinerne Zeugen bis heute erhalten geblieben sind. Das Inka-Volk, das durch seine straffe Organisation bis heute fasziniert und unter anderem die beeindruckende Ruinenstadt Machu Picchu hinterließ, stellt nur die letzte Entwicklungsstufe altperuanischer Kulturen dar.

Der Inka-Staat war das mächtigste Reich jener Zeit in Amerika, und umfasste - perfekt organisiert - rund zwölf Millionen Menschen. Doch das Riesenreich zerfiel, als die Spanier 1532 in Peru landeten.

1542 wurde Peru eine spanische Kronkolonie, dann ein Vizekönigreich, zu dem anfänglich ganz Südamerika gehörte. Zwischen 1739 und 1797 trennten sich Kolumbien, Venezuela, Bolivien, Paraguay, Nordargentinien und Chile von Peru.

Die Spanier verloren 1824 ihre Macht in Peru. Das Land gewann politische Stabilität, der die wirtschaftliche folgte: Peru wurde durch Kautschuk, Erdöl und Kupfer wohlhabend. Es folgten Jahre politischer und wirtschaftlicher Instabilität. 1980 gab es die ersten demokratischen Wahlen.

1993 war die innere Ordnung wieder einigermaßen stabil. Der Terrorismus ist weitgehend verschwunden. Heute ist Peru eine Präsidial-Demokratie.

Wirtschaft

Peru ist nach wie vor ein Agrarland. Rund 50 Prozent der Berufstätigen arbeiten in der Land-, Forstwirtschaft und der Fischerei. In den tiefen Flusstälern der Cordilleren wird jeder Quadratmeter fruchtbaren Bodens kultiviert. Selbst an den steilsten Hängen werden die bereits von den Inkas angelegten Terrassenfelder für Mais- und Kartoffelanbau genutzt.

Am Ostabfall der Anden erlaubt das günstige Klima den Anbau von Kaffee, Kakao und Tee. Peru besitzt weite Wälder. Über die Hälfte des Landes sind mit wertvollen Hölzern bewaldet. Die Viehzucht konzentriert sich in den Hochlagen der Anden auf Lamas, Alpakas und Schafe. Rinder findet man in tieferen Lagen.

Die Küstengewässer von Peru stellen eins der fischreichsten Gebiete der Welt dar. In guten Fangjahren ist die Produktion von Fischmehl die größte der Welt.

Das Land hat eine stabile Grundstoffindustrie mit Hütten, Erdölraffinerien und Zementherstellung. Auf dem Gebiet der Verarbeitung spielen Nahrungsmittel und Textilien die wichtigste Rolle.

Der Tourismus hat als Devisenquelle einen hohen Stellenwert in der peruanischen Volkswirtschaft und wird seit einiger Zeit vom Staat mit Nachdruck gefördert.

Religion

In Peru sind 89 Prozent der Bevölkerung Katholiken, wobei die praktizierte Religion häufig Elemente der polytheistischen Vergangenheit enthält. Daneben gibt es noch Protestanten (3 Prozent) und Anhänger von Naturreligionen.

Vegetation

In Peru haben Botaniker 83 von 103 in der Welt denkbaren ökologischen Zonen festgestellt - und 28 verschiedene Klimaarten. Damit zählt Peru zu den fünf Ländern mit der größten biologischen Vielfalt. Im östlichen Tiefland herrscht artenreicher tropischer Regenwald vor. Es folgt eine Zone von Laubbäumen und Säulenkakteen, an die sich zwischen 2.000 und 4.000 m Höhe immergrüner Wald anschließt. Darüber trifft man dann auf die Hochgebirgsvegetation mit Büschelgräsern, Stauden und kleinen Bäumen. Am Westhang der Cordilleren wachsen auch Sukkulenten und Dornsträucher.

Der landwirtschaftlich genutzte Ostabfall der Anden senkt sich ab in die grüne Wildnis des von Flüssen durchzogenen Amazonas-Tieflandes. Das Tiefland nimmt die Hälfte der gesamten Landfläche Perus ein. Der tropische Regenwald ist so dicht, dass er nur wenigen Menschen Lebensraum bietet.

Tierwelt

Besonders im Hochland ist der Reichtum der Fauna groß. Man findet hier seltene Tiere wie den Andenbär und den Kondor, aber auch Lamas und Alpakas. Im östlichen Tiefland haben Jaguare und Pumas ihre Heimat, aber auch Affen, Tapire und Faultiere. Man kann auch viele Vogelarten beobachten. An den Küstengewässern, die sehr fischreich sind, kann man Pelikane, Kormorane und Tölpel entdecken.

Kulinarisches

Perus kreolische Küche ist das Ergebnis der Verschmelzung einheimischer mit europäischen Rezepten. Man schätzt auch die chinesische Küche, die, mit guten peruanischen Gewürzen angereichert, in den "Chifas" angeboten wird.

Peru hat das vermutlich weltweit reichste Angebot an Meeresfrüchten auf der Speisekarte. Dazu gehört der "Ceviche", roher Fisch mit Zitronensaft und Zwiebeln. Aber auch die "Anticuchos" (Fleischspieße mit Rinderherz) sind typisch. "La Ocopa" sind gekochte Kartoffeln, die mit einer Soße aus Käse und Nüssen übergossen wurden, "Rocoto Relleno" würzig gefüllte Paprikaschoten. Kartoffeln gibt es in vielen Sorten. Sie haben ja ihre Heimat in Peru, in den Anden. Eine gute Art, die kreolische Küche auszuprobieren, ist das "Piqueo", eine Reihe kleiner Vorspeisen. Beliebte Süßspeisen sind die "Mazamorra morada" (ein Pudding aus Mais) und die "Picarones" (in Fett gebratene Teigwaren mit Zuckersirup).

Sitten und Gebräuche

Die meisten Feste sind kirchlich inspiriert (katholisch), gehen jedoch auf die indianische Vergangenheit zurück. So hat man die Fronleichnamsprozession örtlich mit dem heidnischen Sonnenfest zusammengelegt, in Lima feiert man im Oktober das Fest des "Herrn der Wunder" und trägt dazu ein silbernes Christus-Standbild durch die Straßen. Vor allem im Hochland haben die Bewohner ihre rituellen Bräuche nie aufgegeben. Dort ist auch der Karneval besonders faszinierend. Die Tänzer, die sich zum Klang der Trommeln bewegen, tragen bunte Gewänder, zuweilen Masken und oft Kriegsbemalung.

Souvenirs

Die Vermischung von Rassen und Kulturen hat auch das Kunsthandwerk beeinflusst. Zum besonderen handwerklichen Geschick der Inkas bei Töpferwaren, Textilien und in der Metallverarbeitung kamen die Traditionen der Spanier. So entstehen interessante und ideenreiche Kunstgegenstände -beispielsweise exquisiter Schmuck aus Gold und Silber, dekorative Ponchos und handgewobene Gürtel mit regionalen Mustern. Man findet Schals aus feiner Alpaka-Wolle, Kissen oder Hausschuhe aus Alpaka-Fell. Billiger sind die Anden-Pullover aus Lama-Wolle. Daneben sieht man sehr schöne Weberei-Waren (dieses Kunsthandwerk ist in Peru uralt): Decken, Wandteppiche und Taschen. Silberwaren sind preiswert, für Keramik ist Peru berühmt. Am besten kauft man solche Stücke auf einem der volkstümlichen Märkte.

Klimainformationen

Das Klima von Peru wird vom kalten Humboldtstrom beeinflusst, der an der peruanischen Küste vorbeifließt und die vom Meer kommenden Winde abkühlt.

LIMA hat eine mittlere Jahrestemperatur von 18°C. Die höchsten Temperaturen werden in den Monaten Januar und Februar erreicht und liegen bei 31°C. Am kältesten ist es üblicherweise in den Monaten von Juli bis September. In dieser Zeit kann das Thermometer auf 11°C fallen.

DIE COSTA/Küste ist regenarm. Die durchschnittlichen Niederschlagsmengen betragen hier nur 40 mm jährlich (Lima 40-50 mm, Lobitos 10 mm, Tacna 30 mm). Von Mai bis November tritt starke Nebel- und Wolkenbildung auf, die sogenannte "Garua" (Nebelregen). In der übrigen Zeit des Jahres ist das Wetter warm und sonnig. Im Februar beträgt die durchschnittliche Temperatur an der Costa 23,5°C, im August 16°C.

DIE SIERRA mit ihren hochgelegenen und dicht bevölkerten Tälern hat ein teils gemäßigtes, teils kaltes Gebirgsklima. Die mittlere Jahrestemperatur liegt in den westlichen Anden bei 14°C (Arequipa 2.353 m), im Hochland (Cuzco 3.450 m ) bei 11°C. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind erheblich. Niederschläge gibt es häufig in hohen Lagen und im Norden. Die Regenzeit, die die wärmste Zeit des Jahres ist, dauert von Dezember bis April. Die Schneegrenze liegt hier bei etwa 5.000 m.

In der SELVA liegt die Durchschnittstemperatur bei 26°C (Maximum 32°C, Minimum 19°C). Die Niederschlagsmenge beträgt in der Amazonas-Ebene bis zu 3.000 mm jährlich. Die Regenzeit dauert von Oktober bis April. Das feuchttropische Klima wird durch den Urwald bestimmt.

Beste Reisezeit

Von Juni bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Gelbfieber (regional), zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria MALARIA T mitführen.

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Es gibt kein Übertragungsrisiko in Lima und in den Küstengebieten südlich der Hauptstadt sowie im Hochland oberhalb 1.500 Meter (Cuzco, Machu Picchu, Titicaca-See). Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in ländlichen Gebieten unterhalb 1.500 Meter, vor allem entlang der Flussläufe in den Grenzgebieten zu Brasilien, Ecuador und Kolumbien sowie in den Küstenregionen nördlich von Lima.

Ein erhöhtes Risiko ist in der Region Ucayali und Lambayeque zu verzeichnen.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

LIMA: Clinica San Borja, Dr. Ricardo Losno, , (spricht Deutsch), Av. Guardia Civil 337,, Lima, Tel. (01) 475 40 00, (01) 436 11 95 privat; Clinica Anglo-Americana, Alfredo Salazar 350, 3rd block,, Lima, Tel. (01) 12 21 36 56.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Sol (S/.)

1 Sol = 100 Cèntimos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 3,95 S/.

1 US-$ = ca. 3,30 S/.

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: zusammen mit Landeswährung im Wert bis 30.000 US-$; US-$ in Noten empfohlen.

Einfuhr Landeswährung: zusammen mit Fremdwährung im Gegenwert bis 30.000 US-$

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Fremd- oder Landeswährung im Gesamtwert über 10.000 US-$; mehr als 30.000 US-$ dürfen weder ein- noch ausgeführt werden.

Ausfuhr Fremdwährung: zusammen mit Landeswährung im Wert bis 30.000 US-$

Ausfuhr Landeswährung: zusammen mit Fremdwährung im Gegenwert bis 30.000 US-$

Umtausch: US-Dollar in Banknoten können generell in Peru in Wechselstuben umgetauscht werden; ebenso Euro-Scheine, jedoch nur in Lima, Arequipa. Puno und Cusco. Außerhalb größerer Orte ist der Umtausch von Euro und gelegentlich auch von US-Dollar in peruanische Sol problematisch. Mit US-Dollar kann vielerorts direkt gezahlt werden. Bei Problemen mit der Geldversorgung kann man sich zeitnah auch durch die Western Union Bank, die in allen größeren Städten vertreten ist, aus dem Ausland Geld überweisen lassen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden teilweise akzeptiert (bei Hotelbuchung abklären).

Geldautomat: Ja - Es ist Barabhebung an Bankomaten mit Kreditkarten möglich.

Reiseschecks: Ja - in US-$ ausgestellte Reiseschecks werden in Banken und Wechselbüros oft akzeptiert. Außerhalb größerer Städte sollte aber ausreichend Bargeld mitgeführt werden. Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Rücktausch: Wechsel- und Einlösebelege für den Rückumtausch sind aufzubewahren.

Auskunftstellen

Im Reiseland

In Problemfällen stehen zur Verfügung:

- iPeru, Tourist Information and Assistance (Hilfestellung wird bei Übervorteilungen durch Hotels oder Fluglinien geboten): Tel. (511) 574 8000 (rund um Uhr), www.promperu.gob.pe

- Tourist Protection Network, Touristenpolizei: Tel. 0800 22221 (rund um die Uhr)

Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Peruano-Alemana)
Av. Camino Real 348, of. 1502
Lima 27
San Isidro
Lima 27
Deutsch-Peruanische Industrie- und Handelskammer
(Cámara de Comercio e Industria Peruano-Alemana)
Casilla 27-0069
Lima 27/Peru
(00511) 442 60 14
(00511) 441 86 16
www.camperal.org.pe
info@camara-alemana.org.pe

Cámara de Comercio de Lima (CCL)
Peru Chamber of Commerce
Av. Giuseppe Garibaldi No. 396
Jesús María
Lima 11
Cámara de Comercio de Lima
Casilla 593
Lima 100/Peru
(00511) 463 34 34 - 674
(00511) 463 34 34 - 671/672/673
www.camaralima.org.pe
info@camaralima.org.pe

Botschaft der Republik Peru
(mit Konsularabteilung)
Taubenstraße 20
10117
Berlin
(0 30) 20 64 10 77
(0 30) 229 14 55
www.botschaft-peru.de
info@embaperu.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr allgemeine konsularische Angelegenheiten; 12-14 Uhr spezielle konsularische Anliegen (vorherige Terminvereinbarung erforderlich: Tel. (0 30) 20 64 10 61)
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Tourism Board: PromPeru
Aeropuerto Internacional Jorge Chávez
Lima /Peru
(00511) 574 80 00 (rund um die Uhr erreichbar)
www.peru.org.pe
iperu@promperu.gob.pe

Botschaften und Konsulate

In Deutschland

FRANKFURT/M. siehe Offenbach

Generalkonsulat von Peru
Blumenstraße 28
22301
Hamburg
(0 40) 48 18 54
(0 40) 47 67 45, 4 60 12 23
info@peruham.com
Mo bis Fr 9-14 Uhr

Honorarkonsulat von Peru
Rudolf-Pichlmayr-Straße 4
30625
Hannover
(05 11) 27 09 27 62
(05 11) 27 09 27 61
goehrmann@INI-Hannover.de
Mo bis Fr 9-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Peru
Herzog-Heinrich-Straße 23
80336
München
(0 89) 139 28 88 19
(0 89) 13 92 88 80
info@conperumunich.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr

Generalkonsulat von Peru
Kaiserstraße 74
63065
Offenbach
(0 69) 29 57 40
(0 69) 133 09 26
www.peru.org.pe
www.consulado.pe/es/Frankfurt/Paginas/Inicio.aspx
Mo bis Fr 9-13 und 14-16 Uhr

Embajada de la República Federal de Alemania
Av. Dionisio Derteano 144
Edificio Alto Caral, pisos 7 y 8
San Isidro
Lima 18
Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado 18-0504
Lima 18/Peru
(00511) 422 48 13
(00511) 203 59 40
www.embajada-alemana.org.pe

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Jr. Marañon 280
Bagua /Peru
(0051) 41 79 86 16
bagua@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Amazonas, Loreto und San Martin

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Av. Fernandini s/n. (Colegio Peruano Alemán Max Uhle)
Sachaca
Arequipa /Peru
(0051) 54 23 41 36
(0051) 54 21 86 69
arequipa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Arequipa, Moquegua, Puno und Tacna

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
San Agustín 307
Cuzco
Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Apartado 1128
Iquitos /Peru
(0051) 84 23 54 59
(0051) 84 23 54 59, 84 24 29 70
cusco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: die Regionen Apurimac, Ayacucho, Cuzco, Madre de Dios

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
La Ribera Mz B Lote 6
Urb. La Ribera
Piura /Peru
(0051) 969 92 24 40
piura@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Departamentos Piura und Tumbes

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Nicolás Rebaza 336
Las Quintanas
Trujillo /Peru
(0051) 44 29 33 58
trujillo@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Departamentos Cajamarca, La Libertad und Lambayeque

Botschaft der Republik Peru
(mit Konsularabteilung)
Taubenstraße 20
10117
Berlin
(0 30) 20 64 10 77
(0 30) 229 14 55
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info@embaperu.de
Mo bis Fr 9-13 Uhr allgemeine konsularische Angelegenheiten; 12-14 Uhr spezielle konsularische Anliegen (vorherige Terminvereinbarung erforderlich: Tel. (0 30) 20 64 10 61)
Geschäftsbereich der Konsularabteilung: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Honorarkonsulat von Peru
Martinistraße 58
28195
Bremen
(04 21) 145 06
(04 21) 156 29, 176 03 07
dorita.steffanowski@bre.geuther-group.de
Mo, Mi, Do, Fr 11-14 Uhr, Di 11.30-16.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat von Peru
Oststraße 84
4. Etage
40210
Düsseldorf
(02 11) 35 36 70
(02 11) 170 89 80
Mo, Mi, Do, Fr 11-14 Uhr, Di 11.30-16.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Ärztliche Hilfe

LIMA: Clinica San Borja, Dr. Ricardo Losno, , (spricht Deutsch), Av. Guardia Civil 337,, Lima, Tel. (01) 475 40 00, (01) 436 11 95 privat; Clinica Anglo-Americana, Alfredo Salazar 350, 3rd block,, Lima, Tel. (01) 12 21 36 56.

Sehenswertes

Lima

Perus Hauptstadt besitzt eine so große Zahl an Kunstschätzen, dass sie von der UNESCO zum "Kulturellen Erbe der Menschheit" erklärt wurde. In den dortigen Museen kann man man in sehr guten Ausstellungen sowohl etwas über die präkolumbianische Zeit als auch über die Kolonialzeit Perus erfahren. Im Goldmuseum vermitteln über 6.500 Statuen, Becher, Tassen und andere Gegenstände aus Gold einen Eindruck davon, wie reich das Volk der Inka einst war. Die Altstadt ist ein schachbrettartig angelegtes Viertel mit zahlreichen Kirchen, Klöstern und Palästen aus der Kolonialzeit. Rings um die Plaza de Armas, den zentralen Platz, ließ der spanische Eroberer Pizarro im 16. Jahrhundert prachtvolle Residenzen und eine mächtige Kathedrale erbauen. In ihr steht ein Glassarg mit dem einbalsamierten Leichnam Pizarros.

Cuzco

In einem fruchtbaren Becken der Anden, das sich auf einer Höhe von 3.470 m befindet, liegt diese Zweimillionenstadt, die bis 1533 Hauptstadt des peruanischen Inka-Reiches war. Es ist eine der interessantesten archäologischen Stätten Südamerikas. Hier lernt man die Vielfalt und den Zauber mehrerer peruanischer Kulturen kennen. Die Grundmauern der überaus prachtvollen Tempel und Paläste aus jener Zeit tragen spanische Bauten. Auf den Fundamenten des alten Inkapalastes erhebt sich die barocke Kathedrale.

Auf einem Plateau oberhalb von Cuzco liegen die eindrucksvollen Ruinen der Festung Sacsayhuaman. Bis zu 350 Tonnen schwere, präzise behauene Steinquader wurden von den Inkas in die drei 600 m langen und bis zu zwölf m hohen Mauern eingefügt. Nicht einmal eine Messerklinge kann man dazwischenschieben. Wie sie das bewerkstelligten, ist bis heute ein Rätsel, denn die Inka kannten weder Rad noch Rolle. Auf dem großen Platz dahinter wird an jedem 24. Juni das Inka-Sonnenfest "Inti Raymi" gefeiert, ein gewaltiges, farbenfrohes Folklorespektakel.

Nazca

Die Küstenstadt liegt, 590 m hoch, in einem fruchtbaren Tal, das einst Zentrum der bedeutenden Nazca-Kultur war. Hier wurden vor allem kunstvolle Keramiken produziert; im städtischen Museum sind besonders schöne Exemplare ausgestellt. Die in dem Zeitraum vom vierten bis zum achten Jahrhundert entwickelten Bewässerungsanlagen für den Ackerbau rufen heute noch Bewunderung hervor. Rätselhaft bleiben die über 1.000 km² in der Pampa Colorada verteilten Bodenzeichnungen aus der Zeit um 500 n. Chr. Die riesigen Scharrbilder stellen Tier- und Menschenfiguren sowie allerlei mysteriöse Quadrate, Rechtecke und Spiralen dar, die vermutlich astronomische Zeichen waren. Nur aus der Höhe können die Linienfiguren richtig erkannt werden; dort steht ein 11 m hoher Besichtigungsturm. Außerdem werden Flüge über das Gelände angeboten.

Trujillo

Die Universitäts- und Hafenstadt ist nach Lima die zweitgrößte Stadt Perus. Viele der schönen Gebäude im Zentrum stammen noch aus der Kolonialzeit im 17. und 18. Jahrhundert, darunter die stolze Kathedrale, das Erzbischöfliche Palais, das Rathaus sowie zahlreiche Kirchen.

Nahe bei Trujillo liegt Chan-Chan, das im 13. und 14. Jahrhundert die größte Stadt Südamerikas war, die Hauptstadt des damaligen Chimú-Reiches. Chan-Chan wurde um 1450 trotz riesiger Mauern und Schutzwälle von den Inkas zerstört. Die über acht km² große Anlage mit ihren unzähligen reliefverzierten Lehmziegelhäusern, ihren Tempeln, Pyramiden und Palästen sowie dem ausgeklügelten Bewässerungssystem ist aber immer noch äußerst faszinierend.

Machu Picchu

Perus berühmte präkolumbianische Stadt steht hoch oben im Urwald. Die spanischen Eroberer fanden sie nie, denn sie war so geschickt auf einem Bergsattel angelegt, dass man sie vom 500 m tieferen Tal nicht sehen konnte. Erst 1911 wurde die total überwucherte, aber nie geplünderte Wohnstätte für 5.000 Menschen zufällig entdeckt.

Tickets zur Besichtigung des Machu Picchu gibt es beim Kulturministerium online unter www.machupicchu.gob.pe.

Von Cuzco fährt täglich ein Schmalspur-Zug durch das bildschöne Urubamba-Tal in knapp vier Stunden zum kleinen Bahnhof Machu Picchu. Dort warten kleine Busse, um die Besucher in Serpentinen hinaufzufahren. Man kann auch hinauf wandern. Die Inka hatten von Cuzco aus einen 43 km langen Weg aus Steinen, Treppen und Tunnels angelegt. Dieser "Alte Inkaweg", der heute noch eifrig benutzt wird, überwindet etwa 2.000 Höhenmeter; er beginnt bei 2.200 und endet bei 4.200 m.

Die Ruinenstadt wirkt bis auf die fehlenden Dächer noch fast intakt. Auf dem zuckerhutförmigen Hyayna Picchu, 360 m über der Ruinenstadt, liegen ebenfalls Reste von Inka-Behausungen und Ackerbau-Terrassen. Ein sehr steiler Pfad führt hinauf.

Titicaca-See

Er ist das höchste schiffbare Binnenmeer der Welt (3.827 m) und 15 Mal größer als der Genfer See. Knapp zwei Drittel gehören zu Peru, der Rest zu Bolivien. Die hervorstechendsten Merkmale des Titicaca-Sees sind sein glasklares Wasser und die zahlreichen Wasserpflanzen, vor allem die üppig wachsende Binse. Außerdem gibt es auch eine Vielzahl von Wasservögeln und Fischen.

Insgesamt gibt es 40 kleine schwimmende Binsen-Inseln, auf denen ihre Bewohner, die Uros, jahrhundertealte Sitten und Gebräuche, vor allem aber einen gemeinschaftlichen Lebensstil noch heute aufrechterhalten. Besonders groß ist ihre Geschicklichkeit im Flechten der für sie typischen Binsenboote - wie vor 2.000 Jahren. Es fahren aber auch würdige alte Dampfer und ein Tragflächenboot. Beliebt sind Bootsausflüge zu den schwimmenden Inseln der Uros.

Auch die Felsinseln Taquile und Amantani, auf denen man handgefertigte Strickwaren aus Lamawolle kaufen kann, werden gern besucht.

Nationalpark Huascarán

Der Park umfasst die Weißen Kordilleren, die höhere der peruanischen Andenketten. Sein höchster Gipfel ist der Huascarán (6.768 m), der zweithöchste südamerikanische Berg. Die UNESCO erklärte die Gegend zum Schutzgebiet der Biosphären und zum Naturdenkmal der Menschheit. Enge Schluchten, in denen wilde Orchideen gedeihen und riesige Kondore durch die Lüfte schweben, kristallklare Gletscherseen und schneebedeckte Gipfel, die zu den schönsten der Welt zählen, machen den Nationalpark zu einem Wanderparadies. Unterwegs kommt man an zahlreichen Zeugnissen aus präkolumbianischer Zeit vorbei. Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren ist Huaraz (3.090 m) im Santa-Tal.

Das Gebiet von Huaraz wurde viermal von Gletschereis-Lawinen überollt, um dann 1970 von einem gewaltigen Erdbeben zerstört zu werden. Doch die Lage zwischen mehreren Sechstausendern der Schwarzen und der Weißen Kordillere ist überwältigend. Bergsteiger aus aller Welt begegnen sich in Huaraz zwischen Mai und September. Die nahegelegene Ruinenstätte Willkawain und der Llanganuco-See (3.850 m) am Fuß des Huascarán sind leicht erreichbar.

Nationalpark Paracas

Die Halbinsel Paracas und die vorgelagerten, wildzerklüfteten Ballestas-Inseln werden von Seelöwenkolonien und unzähligen Seevögeln bevölkert: Kormorane, Flamingos, Tölpel und Pinguine. Auch Anden-Kondore lassen sich ab und zu blicken.

Nationalpark Manu

In diesem noch kaum berührten Naturschutzgebiet leben 800 verschiedene Vogelarten - mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Dazu kommen zahllose Affen, Wildkatzen, Reptilien und Fische sowie tausende von Blumen-, Baum- und anderen Pflanzenarten. Der riesige Nationalpark, der von der UNESCO zum Welt-Biosphären-Reservat und Naturgeschichtlichen Denkmal erklärt wurde, ist nicht einfach zu erreichen. Er liegt im dichten Amazonas-Urwald am Fuß der östlichen Anden. Von Cuzco werden dorthin Reisen zu Land und zu Wasser angeboten.

Bahnfahrten

Peru besitzt neun voneinander unabhängige Eisenbahnstrecken verschiedener Spurweite. Drei sind besonders interessant und streckenweise geradezu abenteuerlich: die Strecke Lima - Huancayo, 3.273 m; die zweithöchste Eisenbahnlinie der Welt (die höchste steigt zwischen Golmud und Lhasa in China bis auf 5072 Meter) erreicht zwischen Matucana und La Oroya 4.780 m, die Strecke von Arequipa nach Cuzco und die Strecke von Cuzco nach Machu Picchu (Schmalspur). In der billigen zweiten Klasse hat man Kontakt zur Bevölkerung, die erste Klasse bietet etwas mehr Komfort, während die Buffet-Klasse durchaus bequem ist. Platzreservierungen sind ratsam.

Reisehinweise

Es wird von einer erhöhten Aktivität des Vulkans Sabancaya im Süden von Peru berichtet.

Bei Wanderungen auf der Route Choquequirao-Machu Picchu sollten nur unter Beachtung größter Vorkehrungen vorgenommen werden, da dort im vergangenen Jahr mehrmals Touristen überfallen worden sind. Die Beratung durch Ortskundige ist dringend zu empfehlen.

Obwohl derzeit die Lage landesweit ruhig ist, kann es in Peru wegen sozialer Probleme jederzeit zu Unruhen kommen. In solchen Fällen müssen Reisende mit starken Beeinträchtigungen rechnen, z.B. blockierte Straßen, eventuell Gewaltanwendung von Demonstranten.

Es besteht Ausweispflicht in Peru. Da es zu großen Problemen führen kann, wenn der Reisepass abhanden gekommen ist, sollten in jedem Fall Kopien des Reisepasses im Hotel o.Ä. verwahrt werden.

Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln oder zu konsumieren ist strengstens verboten.

Zur Bekämpfung des Drogenhandels besteht in einigen Regionen Perus der Ausnahmezustand. Betroffen davon sind die Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien.

Flugzeuge, die man chartern kann, um die Touristen-Attraktion Nazca-Linien aus der Vogelperspektive anzuschauen, stellen aufgrund ihrer Technik ein hohes Risiko dar. Es kam schon zu mehreren Flugzeugabstürzen. Von diesen Flügen wird deshalb abgeraten.

Bei Angeboten zur Teilnahmen an Ritualen von Schamanen in Urwaldgebieten sollte man vorsichtig sein.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten (dort auch Hinweise zum Thema Taxifahren in Peru).

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Peru zählt zu den Ländern weltweit, in denen es sehr häufig zu Erdbeben kommt. Schäden in größerem Ausmaß sind jedoch selten.

Von November bis April kann es zu starken Regenfällen und damit verbunden zu Erdrutschen in Peru kommen.

Aktuelle offizielle Informationen gibt es bei der Behörde für Katastrophenschutz (INDECI; El Instituto Nacional de Defensa Civil).

Bei Erkundungsreisen mit Mietwagen und Bussen entlang Küste bestehen vergleichsweise wenig Gefährdungen.

In LIMA besteht eine hohe Kleinkriminalitätsrate. Vor allem auf Märkten und Busbahnhöfen sollte man vorsichtig sein.

IQUITOS: Dorthin sollte nur mit dem Flugzeug gereist werden, nicht mit dem Schiff.

In AREQUIPA, CUZCO, LIMA sowie bei Touristen-Attraktionen stellt die Benutzung von Taxis ein großes Sicherheitsrisiko dar. Überfälle und Entführungen, auch bei Fahrten vom und zum Flughafen Jorge Chavez bei Lima, kommen häufig vor. (Offizielle Taxibetriebe rund um den Flughafen werden genannt unter www.lap.com.pe.)

Generell sollten nur offizielle Taxis ausgewählt werden (Fahrer sind mit entsprechenden Ausweisen ausgestattet). Sie sollten telefonisch angefordert werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Chile

Einreise für Deutsche

Visumfrei für 90 Tage. Notwendig sind ein 6 Monate gültiger Reisepass, Rückreisetickets und ausreichende Geldmittel.

Landesdaten

Lage

Die Republik Chile grenzt im Norden an Peru, im Osten an Bolivien und Argentinien, im Süden und Westen an den Stillen Ozean. Chile liegt zwischen dem 17. und 56. Grad südlicher Breite und dem 67. und 76. Grad westlicher Länge. Die Küstenlinie ist rund 4.200 km lang, das Land ist durchschnittlich 177 km breit.

Die östlichen Kordilleren/Anden erreichen Höhen bis zu über 6.000 m, die Küstenkordilleren bis zu 2.000 m, das zwischen ihnen liegende Längstal von Santiago bis Puerto Montt hat die günstigsten Lebensbedingungen.

Zu Chile gehört auch die Osterinsel, die sich fast 3.800 km westlich der chilenischen Küste im Pazifischen Ozean befindet, sowie die ebenfalls im Stillen Ozean liegenden Juan-Fernández-Inseln, Islas Desaventuradas und Sala y Goméz.

Fläche: 756.096 km²; die Inseln (in obiger Reihenfolge) 162,5 km², 185 km², 3,33 km², 0,12 km².

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen und 50 Provinzen.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 18,2 Millionen

Städte (Ballungsräume):

Santiago de Chile (Hauptstadt) ca. 6,6 Millionen

Valparaíso ca. 969.500

Concepción 796.700

La Serena ca. 417.500

Antofagasta ca. 378.500

Temuco ca. 319.200

Rancagua ca. 278.000

Sprache

Die Landessprache ist Spanisch. Im Geschäftsverkehr wird auch Englisch gesprochen, jedoch sind Grundkenntnisse der spanischen Sprache im Allgemeinen eine große Hilfe. Die Bewohner der Osterinsel sprechen neben Spanisch auch Rapa Nui.

Zeitverschiebung

Im Zeitraum vom zweiten Samstag im Oktober bis Ende März: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -4 Stunden;

im Zeitraum vom zweiten Samstag im April bis Ende September: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) -6 Stunden (bedingt u.a. durch die europäische Sommerzeit);

in dem dazwischenliegenden Zeitraum: MEZ -5 Stunden.

Die Osterinsel hat zum chilenischen Festland einen Zeitabstand von -2 Stunden.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Die flachen Eurostecker passen in die meisten Steckdosen. Da in Chile jedoch auch der Steckertyp L mit dickeren Kontaktstiften verwendet wird, ist die Mitnahme eines Adapters zu empfehlen.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa ist in der Regel eine Woche unterwegs.

Telefon

Die Ländervorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Chile ist 0056, von Chile nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Von Telefonämtern und öffentlichen Telefonzellen (mit Münz- und Kartenbetrieb) können internationale Gespräche geführt werden. Telefonkarten sind an Kiosken erhältlich. Verschiedene Telefongesellschaften bieten einen Faxservice an.

NOTRUFNUMMERN: Polizei (carabineros) 133, Unfallrettung 131, Feuerwehr 132.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 850/1900.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Chile von Telekom Deutschland, E-Plus, O2 und Vodafone.

GSM 1900-fähig sind Triband- oder Quadband-Handys.

Internet

Länderkürzel: .cl

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

30. März (Karfreitag)

31. März (Karsamstag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

21. Mai (Tag der Marine)

2. Juli (Peter und Paul)

16. Juli (Nuestra Senora del Carmen)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

18. September (Nationalfeiertag)

19. September (Tag der Streitkräfte)

15. Oktober (Ibero-Amerika-Tag)

1. November (Allerheiligen)

2. November (Reformationstag)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

Feiertage werden gelegentlich auf den vorhergehenden Montag vorverlegt.

Die Hauptferienzeit geht von etwa Weihnachten bis Anfang März.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-14 Uhr;

Geschäfte und Kaufhäuser: Mo bis Sa, oft auch So, 10-20 Uhr, Supermärkte und Shoppingcenter oft bis 22/23 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-17 Uhr.

Kleidung

Da das Wetter innerhalb Chiles sehr unterschiedlich ist, sollte die Kleidung je nach Reiseziel gewählt werden. In Nord- und Zentralchile braucht man hauptsächlich leichte Sommer- bzw. Übergangskleidung. Wenn man den Süden und die Hochlagen Chiles bereist, sollte man außerdem unbedingt warme Kleidung mitnehmen. Sogenannte Freizeitkleidung ist in den Städten nicht üblich. In der Winter- und auch noch in der Frühlingszeit (Juni bis Oktober) kühlen die Nächte empfindlich ab (bis auf -5°C).

Für einen Besuch der Osterinsel sollte man das ganze Jahr über sowohl unempfindliche Sommerkleidung und Sonnenbrille als auch wärmere Kleidungsstücke sowie eine Regenjacke mitnehmen.

Geschichte/Politik

Erste Siedlungs-Spuren auf dem Gebiet des heutigen Chile, die aus der Region um die Stadt Antofagasta im Gebiet der Atacama-Wüste stammen, lassen sich bereits für das zwölfte Jahrhundert v. Chr. nachweisen. Diese Gebiete wurden um 1480 vom Inkareich eingenommen, bevor die Spanier das Land ab 1539 besetzten. 1541 wurde Santiago gegründet. Im Jahr 1810 strebte Chile die politische Unabhängigkeit von Spanien an. 1818 wurde die absolute Unabhängigkeit Chiles verkündet.

Im Ersten Weltkrieg blieb Chile neutral. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich im Land ein scharfer Gegensatz zwischen konservativen und liberalen Kräften. Es kam zu heftigen Konfrontationen der Gewerkschaften und der besitzenden Minderheiten. Erste nennenswerte Reformen konnten Anfang der 60er Jahre eingeleitet werden. Zu tiefgreifenden wirtschaftlichen, politischen und sozialen Reformen kam es aber erst mit der Wahl Salvador Allendes im Jahr 1970, der eine Umverteilung der Einkommen anstrebte. Mit dem blutigen Militärputsch General Pinochets fanden diese Reformversuche bereits 1973 ein jähes Ende. Über 30.000 Verhaftungen, sofortige Exekutionen, Terror und Folter begleiteten den Umsturz, bei dem auch Präsident Allende unter bisher ungeklärten Umständen getötet wurde. Pinochet setzte sofort die Verfassung außer Kraft und verbot alle politischen Parteien. 1980 wurde eine Verfassung verabschiedet, die das Vorgehen der Militärs legitimierte.

Die chilenische Bevölkerung sprach sich 1988 in einem Volksentscheid gegen eine weitere Amtszeit Pinochets aus, 1989 fanden in Chile die ersten Präsidentschaftswahlen seit 19 Jahren statt. Der neue Staatspräsident begann mit bescheidenen Wirtschaftsreformen und ließ die Verletzungen der Menschenrechte unter dem Pinochet-Regime untersuchen und Schuldige verhaften. Die Reformen verhalfen Chile zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. 1994 wurde Chile Mitglied der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC).

Wirtschaft

Chile gehört heute zu den führenden Industrienationen sowie zu den größten Rohstoffproduzenten Lateinamerikas. In der Wirtschaft Chiles dominiert seit dem frühen 20. Jahrhundert der Abbau von Kupfer. Das Land verfügt über die größten bekannten Kupfervorkommen der Welt und gehört zu den führenden Produzenten dieses Metalls. Daneben werden Rohöl und Erdgas gefördert. Auch Eisenerz spielt eine wichtige Rolle für das Land.

Etwa sieben Prozent der Gesamtfläche Chiles werden gegenwärtig landwirtschaftlich genutzt. Zu den wichtigsten Anbauprodukten zählen Weizen, Mais, Kartoffeln, Obst und Gemüse (vor allem Tomaten), Zuckerrüben, Reis und Hafer. Der Obstanbau besteht im Wesentlichen aus Grapefruits, Melonen, Äpfeln, Pfirsichen, Aprikosen, Pflaumen und Kirschen. Darüber hinaus hat sich in den letzten Jahren der Weinbau etabliert. Chilenische Weine sind mittlerweile auch im Ausland gefragt. Die Schafzucht wird in Feuerland und Patagonien in großem Umfang betrieben. Die Fischfangindustrie Chiles (Sardinen, Makrelen, Anchovis und Hummer) zählt zu den größten in Südamerika. Die Industrie beschäftigt sich überwiegend mit der Verfeinerung und Verarbeitung der Bodenschätze sowie der land- und forstwirtschaftlichen Ressourcen.

Religion

Etwa 81 Prozent der chilenischen Bevölkerung sind römisch-katholisch. Der restliche Teil ist überwiegend protestantisch. Es gibt auch eine kleine Gruppe jüdischer Chilenen. Die Indianer Chiles üben ihre traditionellen Religionen aus.

Vegetation

Entsprechend seiner großen Längenausdehnung treten in Chile viele verschiedene Vegetationsformen mit einer jeweils sehr eigenen Pflanzenwelt und vielen nur in diesem Gebiet vorkommenden Arten auf. Im Norden findet sich Wüsten und Dornstrauchsteppen mit Kakteen und Sukkulenten. Weiter im Süden treten in Küstennähe Wälder mit üppigerer Vegetation auf. Im feuchteren Großen Längstal wächst eine strauchreiche Steppenvegetation. Südlich von Valdivia finden sich Reste des so genannten Valdivianischen Regenwaldes, der durch die hohen Niederschläge und ganzjährige Frostfreiheit begünstigt ist und in dem Lorbeergewächse, Magnolien und Lianen wachsen. Außerhalb dieses eng begrenzten Gebiets sind für Mittelchile laubwerfende Wälder charakteristisch, weiter nach Süden zu werden sie von immergrünen Nadelwäldern abgelöst. Im äußersten Süden herrschen wiederum Grassteppen vor. Die Höhenlagen der Anden sind durch eine artenreiche Hochgebirgsvegetation gekennzeichnet.

Tierwelt

Zu den bekannteren einheimischen Säugetieren zählen u.a. das Lama, das Alpaka, der Puma, der Magellanfuchs, das Chinchilla und das Wappentier Chiles, der sehr seltene Huemul oder Südandenhirsch. Das Vogelleben ist recht vielfältig. Neben der Forelle bevölkern nur wenige Süßwasserfische die chilenischen Flüsse und Seen. In den Küstengewässern gibt es jedoch einen großen Reichtum an verschiedenen Fischen und Meerestieren.

Kulinarisches

Die chilenische Küche wird durch die Vielfalt der im Land erhältlichen Zutaten dominiert. Vor allem das Meer liefert eine Vielzahl von Fisch- und Muschelarten, Langusten, Krebsen und Algen. Aus dem Norden kommen Papayas und schwarze Oliven, aus dem Süden Lammfleisch und Königskrabbe. Avocado ist eine beliebte Vorspeise. Grundkost der chilenischen Küche bilden Eintöpfe wie die "cazuela", gefüllte Teigtaschen, die "empañadas", oder die mit Maisbrei gefüllten bumitas. Chilenische Rot- und Weißweine haben sich internationalen Ruf erworben. Der weiße Weinbrand aus der Pisco Traube ergibt mit Limettensaft, Zucker und Eiweißschaum gemixt, Chiles Nationalgetränk Pisco Sour.

Souvenirs

Zu Chiles wertbeständigsten Kostbarkeiten gehören aus Lapislazuli und Malachit gearbeitete Schmuckstücke. Die bekanntesten Werkstätten liegen im Bellavista-Viertel von Santiago. Daneben werden Ponchos und andere Artikel aus Lama- und Alpakawolle sowie Holz- und Lederutensilien angeboten. Bekannte Märkte für Kunsthandwerk gibt es in La Serena (La Recova) und Santiago (Los Dominicos). Größtes Kunsthandwerkszentrum ist die Markthalle von Temuco.

Klimainformationen

Die Jahreszeiten in Chile sind den europäischen entgegengesetzt. Bedingt durch die Längenausdehnung Chiles findet man die unterschiedlichsten Klimazonen.

Der Süden Chiles ist geprägt von eher feuchtem Klima. Das ganze Jahr über regnet es dort ergiebig. Die höchste Niederschlagsmenge, etwa 5.800 mm pro Jahr, wird dabei üblicherweise in der Gegend an der Magellanstraße gemessen. Ebenso kommt es im Süden sehr häufig zu heftigen Stürmen. Am intensivsten sind diese in der Gegend um Kap Horn.

Bedingt durch den Humboldtstrom ist es in den Küstengebieten kühler als es nach der Breitenlage zu erwarten wäre. Die Temperaturen steigen im Sommer nur etwa auf 11°C, und im Winter sind Temperaturen um die 4°C üblich. An einigen Küstenabschnitten führt der kalte Humboldtstrom zu starkem Nebel.

Im Zentralgebiet herrscht ein Klima, das mit dem des Mittelmeerraums verglichen werden kann. Es herrschen während des ganzen Jahres milde Temperaturen, die zwischen 11°C im Winter (Juli) und 28°C im Sommer (Januar) schwanken. Regen fällt meist in den Wintermonaten von Mai bis August.

Die Tatsache, dass der Wind im Norden Chiles fast ausschließlich aus dem Innern des südamerikanischen Kontinents kommt, bedingt das sehr trockene Klima. Die Atacamawüste, die als eine der trockensten Gebiete der Welt gilt, ist für diese Gegend bestimmend. Auch die Temperaturen sind im Norden deutlich höher als im übrigen Chile. Die wärmsten Monate sind üblicherweise der Januar und der Februar, jedoch sind sie nicht unerträglich heiß.

Auf der Osterinsel herrscht subtropisches Klima. Durch die ungeschützte Lage der Insel ist es fast immer windig. Mit Regenfällen, die teilweise sehr heftig sein können, sollte man das ganze Jahr über rechnen. Es gibt keine ausgeprägten Jahreszeiten.

Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen betragen ca. 20°C. Das Thermometer steigt maximal auf Temperaturen um die 30°C. Die niedrigsten Temperaturen liegen bei etwa 12°C.

Der Februar ist üblicherweise der wärmste Monat mit Durchschnittstemperaturen von 23,3°C. Die niedrigsten Temperaturen werden im Juli gemessen (durchschnittlich 17,9°C).

Von Januar bis April beträgt die Luftfeuchtigkeit ca. 80 Prozent, in den anderen Monaten ist sie niedriger.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man Chile, insbesondere den Süden, in den Monaten von Oktober bis April. Die Hauptreisezeit für ganz Chile ist in den Monaten zwischen Mitte Dezember und Ende Februar. Für den nördlicheren Landesteil ist das ganze Jahr über Reisezeit.

Die Osterinsel kann ebenfalls ganzjährig besucht werden.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Chile ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

SANTIAGO: Clínica Alemana de Santiago, Dr. C. Krebs (spricht Deutsch), Av. Vitacura 5951,, Santiago de Chile, Tel. (02) 210 13 00.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Chilenischer Peso (chil$)

1 Chilenischer Peso = 100 Centavos.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 771,88 chil$

1 US-$ = ca. 661,50 chil$

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. Möglichst nur US-$.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei Ein- oder Ausfuhr von Zahlungsmitteln im Wert von mehr als 10.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: Generell ist der Umtausch in Wechselstuben gebührenfrei (bei Banken mit Gebühr). In Santiago sind die meisten Wechselstuben in der Calle Agustinas. Es wird davon abgeraten, bei Straßenhändlern Geld zu tauschen.

Internationale Kreditkarten: Ja

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und an Geldautomaten des Cirrus-Systems auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo) möglich. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - in US-$, werden jedoch nur von wenigen Banken und nur in großen Städten akzeptiert. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Auskunftstellen

Chilenisches Generalkonsulat
Wirtschaftsabteilung - ProChile
Kleine Reichenstraße 1, IV.
20457
Hamburg
(0 40) 32 69 57
(0 40) 33 58 35
www.chileinfo.de, www.sernatur.cl
tourismus@prochile-hamburg.de

Sernatur - Servicio Nacional de Turismo
(Fremdenverkehrsamt von Chile)
Av. Providencia 1550, piso 2
Santiago de Chile /Chile
(0056 2) 731 83 36
www.sernatur.cl
contacto@sernatur.cl
Mo-Fr: 9-18 Uhr; Sa: 9-14 Uhr

Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer
(Cámara Chileno-Alemana de Comercio e Industria)
Av. El Bosque Norte 0440, oficina 601
Las Condes
Santiago de Chile
Deutsch-Chilenische Industrie- und Handelskammer
(Cámara Chileno-Alemana de Comercio e Industria)
Casilla 19, Correo 35
Santiago de Chile/Chile
(0056 2) 203 53 25
(0056 2) 203 53 20
www.camchal.com
chileinfo@chamchal.cl
Mo bis Fr 8-13, 14-18 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Chile
mit Konsularabteilung
Mohrenstraße 42
10117
Berlin
(0 30) 726 20 36 03
(0 30) 726 20 35
www.embajadaconsuladoschile.de
echile.alemania@minrel.qob.cl
Mo bis Do 9-17 Uhr, Fr 9-14 Uhr; Konsularabt. Mo bis Fr 9-13.00 Uhr
Geschäftsbereich der Konsularabt.: Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt

Honorarkonsulat von Chile
Wilhelm-Kaisen-Brücke 1
28195
Bremen
(04 21) 360 55 04
(04 21) 32 37 31
conhon.chile-bremen@kuehne-nagel.com
Di 10-13 Uhr, Do 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Chile
Schwindstraße 10
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 596 45 15
(0 69) 55 01 95, 55 01 94
frankfurt@consulado.gob.cl
Mo bis Fr 8.30-13.30 Uhr

Generalkonsulat von Chile
Hirschgraben 30
22089
Hamburg
(0 40) 45 46 05
(0 40) 45 75 85
congechile_hamburgo@t-online.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr

Honorarkonsulat von Chile
Cäcilienstraße 48
50667
Köln
(02 21) 925 72 96
(02 21) 92 57 29 91
chile@lempertz.com
nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Chile
Innere Wiener Straße 11a
81667
München
(089) 189 44 60 00
munich@consulados.gob.cl
Mo bis Fr 9-13 Uhr

Honorarkonsulat von Chile
Hermannstraße 5
70178
Stuttgart
(07 11) 838 83 06
(07 11) 21 95 65 14
conhon.chile-stuttgart@gmx.de
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Embajada de la República Federal de Alemania
Las Hualtatas 5677
Vitacura
765022
Santiago de Chile
Embajada de la República Federal de Alemania
Casilla 220, Correo 30
Santiago de Chile/Chile
(0056 2) 24 63 25 25
(0056 2) 24 63 25 00
www.embajadadealemania.cl
Amtsbezirk: Chile

Cónsul Honoraria de la República Federal de Alemania
c/o Antofagasta Universidad Católica del Norte
Dpto. de Quimica
Avda. Angamos 0610
Antofagasta /Chile
(0056 55) 235 56 32
(0056 55) 235 56 08
antofagasta@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Antofagasta und Atacama
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Diagonal Pedro Aguirre Cerda 1151, Piso 2
Concepción /Chile
(0056 41) 273 07 44
(0056 41) 318 95 32
concepcion@hk-diplo.de; mccartes@hotmail.com
Amtsbezirk: Region Bío-Bío
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Matta 665
IV Región
La Serena /Chile
(0056 51) 21 10 05
(0056 51) 21 10 05
la-serena@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Coquimbo
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Chorrillos 1349
Puerto Montt /Chile
(0056 65) 227 01 01
(0056 65) 225 28 28
puerto-montt@hk-diplo.de
Amtsbezirk: X. Region (Los Lagos) und XI. Region (Aisén del General Carlos Ibañez del Campo)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honoraria de la República Federal de Alemania
Benjamin Dibasson 775
Punta Arenas /Chile
(0056 61) 232 15 34, (0056 98) 790 23 67
punta-arenas@hk-diplo.de
Amtsbezirk: XII. Region mit den Provinzen Magallanes, Tiera del Fuego und Ultima Esperanza der Region Magallanes
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
c/o Edifcio Saprosem
Ruta 5 Sur, N° 2735
Padre las Casas
Temuco , IX. Región/Chile
(0056 45) 237 70 24
temuco@hk-diplo.de
Amtsbezirk: IX. Region (Region La Araucania)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honorario de la República Federal de Alemania
Arauco 159, oficina 201
Valdivia , XIV. Región,/Chile
(0056 63) 220 37 91
valdivia@hk-diplo.de; eduardoschild@schild.cl
Amtsbezirk: Region Los Ríos
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Cónsul Honoraria de la República Federal de Alemania
1 Norte 525 Of. 208
(entre 1 y 2 Poniente)
Vina del Mar , V. Región/Chile
(0056 32) 269 50 95
vina-del-mar@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Region Valparaíso
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Santiago de Chile

Ärztliche Hilfe

SANTIAGO: Clínica Alemana de Santiago, Dr. C. Krebs (spricht Deutsch), Av. Vitacura 5951,, Santiago de Chile, Tel. (02) 210 13 00.

Sehenswertes

Santiago und Zentralchile

Zwischen Anden und Meer liegt auf einer 500 Meter hohen weitläufigen Plateaufläche die Hauptstadt Chiles, Santiago. Die Ebene ist heute von Weizen-, Wein- und Obstkulturen überzogen. Im Osten der Zentralebene erheben sich die bis zu 7.000 Meter hohen Anden. Zahlreiche Quertäler erlauben den Einstieg in die Vorkordilleren. Valparaíso, Viña del Mar und Santiago, in denen über die Hälfte der Chilenen leben, üben auch heute noch eine enorme Anziehungskraft auf Zuwanderer aus. Besonders sehenswert in dem europäisch wirkenden Zentrum von Santiago sind die Fußgängermeile Paseo Ahumada, der Zentralmarkt (Mercado Central) sowie der Hauptplatz Plaza de las Armas. Zu den schönsten Ausflugszielen gehören die östlich gelegenen Weingärten der Maipo-Ebene sowie die heißen Quellen im Tal des Rio Maipo, aus denen bis zu 60 Grad heißes Wasser dringt. Im Umkreis von 50 Kilometern liegen fünf Skigebiete, wovon der Farellones am bekanntesten ist. Haupt-Skisaison ist von Juni bis September.

Der Norden

Im Norden Chiles, von den Höhen des Altiplanos bis zum Pazifik, erstreckt sich die Atacama-Wüste. Den Besucher erwarten dort die beeindruckenden Salzseen, Geysire und Vulkane der Anden. Lamas, Vucuñas, Flamingos und Alpacas sind zu beobachten. Die Museen geben einen Einblick in 10.000 Jahre Geschichte, und das Meer sowie die Strände laden zu Erholung und Vergnügen ein. Die Wüstenebene Altiplano, in 4.000 Meter Höhe in der Andenkette, bietet interessante Sehenswürdigkeiten. Besucher sollten es nicht versäumen, das Naturdenkmal Parque Nacional Lauca mit seiner einmaligen Landschaft mit Vulkanen, Lagunen, Salzseen, Ortschaften der Ureinwohner und seiner üppigen Tierwelt zu besuchen. In kleinen Ortschaften wie Parinacota, Saspana und Isluga werden alte Traditionen bewahrt. Die Stadt Calama, 214 Kilometer von Antofagasta entfernt, verfügt über gute Hotels und ist Ausgangspunkt für den Besuch der Geysire von El Tatio, die ihre Fontänen über zehn Meter in die Luft speien. Von Calama aus kann man auch einen Ausflug in die größte Tagebau-Erzmine der Welt unternehmen. In der Nähe der Ortschaft Chiu-Chiu befindet sich die Chiu-Chiu-Lagune, die mit ihrer Tiefe von 150 Metern eine außerordentliche Naturerscheinung in der Wüste darstellt. Von den zwölf Salzseen im Norden ist der Atacama-Salzsee der größte. Im Azapa-Tal, zwölf Kilometer von Arica entfernt, können im Museum San Miguel de Azapa die ältesten in der Welt gefundenen Mumien besichtigt werden. Sie stammen aus dem Jahr 8.000 v. Chr. In San Pedro de Atacama, rund 100 Kilometer von der Stadt Calama entfernt, ist das international bekannte Museum der Ataqcameña-Kultur zu finden, das mehr als 300.000 Funde aus der Region darunter Töpfereien, Gewebe und Mumien, ausstellt. Die wichtigsten Küstenstädte des Nordens sind Arica, Iquique und Antofagasta. Sie verfügen über Flughäfen mit Inlandsverbindungen. Hier bieten sich in den Hotels, Motels und Gasthäusern, die meist am Meer gelegen sind, gute Gelegenheiten zum Erholen und Entspannen.

Los Lagos

Das südliche Seengebiet Los Lagos zwischen den Städten Temuco und Puerto Montt ist ein Paradies für Naturliebhaber. Los Lagos ist mit seiner Kombination aus Seen und Vulkanen, ein Gebiet, das auch von den Chilenen als Ausflugsziel geschätzt wird. Hier kann man am Vulkanstrand liegen, ein Thermalbad nehmen und die Landesküche mit frischem Lachs genießen. Östlich des Gebietes am Río Rahue liegt das von Deutschen besiedelte Agrarzentrum Osorno. Das doppelt so große Temuco wirkt wie eine Wildweststadt. Die Geschäftigkeit der Stadt zeigt sich am deutlichsten auf der Feria Libre, dem Markt, wo die Bauern ihre Felderträge zum Kauf anbieten, oder im Kunstgewerbezentrum des Mercado Municipal. Hier und in den umliegenden 3.000 Reservaten überlebten die Mapuche-Indianer, die besonders während der Pinochet-Diktatur grausam unterdrückt wurden. Sie wurden von den Spaniern Araukaner genannt, weil sie sich vorwiegend von den Nüssen der Araukarienzapfen ernährten. Die großen Waldgebiete werden heute in den Nationalparks Nahuelbuta und Conguillío geschützt. Die an der Reloncaví-Bucht gelegene Stadt Puerto Montt ist eine Mischung aus Kolonialrelikten, Holzchalets und Betonbauten. Die breite Uferpromenade führt zu einer Reihe von Läden, die kunsthandwerkliche Gegenstände anbieten. Hier liegt auch der Fischerhafen von Angelmó mit seinem Angebot an Meeresfrüchten, die man in den Lokalen auch gleich probieren kann. Eine halbstündige Fahrt mit der Fähre führt zur Insel Chiloé mit ihren Pfahlbauten, Holzkirchen, Fischerhäfen, Fjorden und schönen Stränden.

Osterinsel

Die Osterinsel (spanisch Isla de Pascua, polynesisch Rapa Nui) ist der isolierteste Fleck der Welt; nirgends gibt es einen Ort, der weiter von einer anderen menschlichen Ansiedlung entfernt liegt.

So war es auch reiner Zufall, dass der holländische Kapitän M. Roggeveen am Ostersonntag des Jahres 1722 auf die südpazifische Insel stieß. Dieses Datum gab der Insel ihren Namen.

Die polynesischen Ureinwohner erreichten um das Jahr 400 die vulkanische Insel. Sie errichteten Kultanlagen, schufen Felszeichnungen und eine eigene Bilderschrift, die bis heute nicht entziffert werden konnte.

Am bekanntesten dürften die kolossalen Steinfiguren sein (die Größte misst etwas über 20 m), die wahrscheinlich Häuptlinge oder Götter darstellten. Die sogenannten Moai fallen durch ihre markanten Köpfe mit den großen Ohren und Nasen auf. Die meisten sind aus Tuff gearbeitet, ein Gestein, das sehr witterungsanfällig ist, so dass man heute bemüht ist, passende Konservierungsmethoden zu finden, um die Moai vor der Zerstörung zu retten.

Der Rapa-Nui-Nationalpark wurde 1995 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Reisehinweise

In den Regionen um die Stadt Temuco kommt es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Fahrzeuge. Reisenden wird empfohlen, aufmerksam zu sein und sich den Angreifern gegenüber defensiv zu verhalten. Fernstraßen in der IX. Region und Umgebung sollten aus Sicherheitsgründen nachts nicht befahren werden.

In den Grenzgebieten zu den chilenischen Nachbarländern sollten sich Reisende besonders in entlegenen Gebieten nicht abseits der Straßen bewegen, da sich dort immer noch viele nicht geräumte Minenfelder befinden.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

KRIMINALITÄT:

Einbruch und Diebstahl sind in Chile vor allem in den größeren Städten weit verbreitet, daher sollten Touristen ihre Wertsachen jederzeit bei sich tragen oder im Hotelsafe sicher verschließen. Die Täter wenden gelegentlich sogenannte K.O.-Tropfen bzw. Nervengifte an, um Touristen auszurauben.

Ein anderer Trick ist, Touristen mit einer übelriechenden Flüssigkeit zu beschmutzen. Während die Betrüger ihnen dann scheinbar bei der Reinigung behilflich sind, nutzen sie die Gelegenheit, um sie zu bestehlen.

Den Diebstahl eines Passes sollten Touristen sofort bei der Polizei anzeigen, da das Vernehmungsprotokoll zur Beantragung des neuen Passes benötigt wird.

NATURKATASTROPHEN:

In Chile muss man jederzeit mit Erdbeben rechnen.

Außerdem gibt es folgende Vulkane, die in unregelmäßigen Abständen aktiv sind:

- Calbuco in der Región de los Lagos

- Chaitén in der Región de los Lagos

- Copahue in der Región de Bío-Bío

- Hudson in der Región de Aysén

- Lascar in der Región de Antofagasta

- Llaima im Nationalpark Conguillío in der Región de la Araucania

- Puyehue in der Región de los Riós

- Villarica in der Región de la Araucanía

Sie können jederzeit wieder ausbrechen. Daher sollten vor Reisen in die jeweiligen Gebiete Informationen über die aktuelle Lage eingeholt werden.

Es kommt immer wieder zu verheerenden Waldbränden, die den Verkehr, die Stromversorgung und die Telekommunikation beeinträchtigen können.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausführliche Einreisebestimmungen

Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie hier.

Reisedokumente Reisepass:

Für diese Reise benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten. Ohne gültige Ausweisdokumente kann die Reise nicht angetreten werden.

Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Einreisebestimmungen für nicht-deutsche Staatsbürger:

Falls Personen ohne deutsche bzw. mit nicht ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft mitreisen, beachten Sie bitte, dass in diesem Fall andere bzw. gesonderte Einreisebestimmungen für Ihr gewähltes Reiseland gelten können.

Hierüber geben die jeweiligen Auslandsvertretungen bzw. zuständigen Konsulate entsprechend Auskunft. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer kostenfreien Service-Hotline.

Absagefrist durch den Reiseveranstalter sz-Reisen:

Falls die Mindesteilnehmerzahl für Ihren Reisetermin nicht erreicht werden sollte, behält sich sz-Reisen vor, bis spätestens 4 Wochen vor Reiseantritt (bei Tagesfahrten bis zu 2 Wochen) die Reise abzusagen bzw. vom Reisevertrag zurückzutreten. Weitere Informationen hierzu in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter §7.

Hinweise zu den Ausflügen:

Alle Ausflüge und Führungen finden in deutscher Sprache statt, soweit nichts anderes angegeben ist.

Bitte beachten Sie, dass sich die angegebene Reihenfolge der Ausflüge ändern kann.

Impfungen:

Über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen für Ihr Wunschreiseziel sollten Sie sich rechtzeitig informieren und ggf. ärztlicher Rat, z.B. zu Thrombose und anderen Gesundheitsrisiken einholen. Wir verweisen dabei auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern unter unserer Service-Hotline.

Hinweise für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:

Um alle Besichtigungen, Spaziergänge und Ausflüge in vollem Umfang miterleben zu können, sollten Sie „gut zu Fuß“ sein. Oft sind Sehenswürdigkeiten in den Reiseländern leider nicht barrierefrei. Auch so manch ein Hotel ist noch nicht auf Rollatoren oder weitergehende Mobilitätsbeschränkungen eingestellt. Daher sind unsere Reisen insbesondere für schwer gehbehinderte Gäste sowie für Gäste im Rollstuhl oder mit starker Sehbehinderung leider nicht geeignet.

Je nach Umfang Ihrer Mobilitätseinschränkung und individuellem Programm der Reise können wir gern vorab für Sie prüfen, ob eine Teilnahme möglich ist – so dass Sie auch mit Behinderungen/ Einschränkungen auf Ihre Kosten kommen.

Bitte fragen Sie uns vor der Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gern unter unserer kostenlosen Service-Hotline.

Zahlung & Reiserücktritt:

Informationen zur Zahlung und zum Reiserücktritt: siehe Allgemeine Geschäftsbedingungen SZ-Reisen GmbH, § 2. + 5. + 7. + 8.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
MS Roald Amundsen: Vom Regenwald zum Inkareich
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
10
  • auf/zu

    Flughafen:

    • Transferregionen

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Sind alle Mitreisenden deutsche Staatsbürger (ohne doppelte Staatsbürgerschaft)? *

Reiseversicherung

Wir empfehlen Ihnen den sofortigen Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung (Reiserücktritt und Reiseabbruch), sowie bei Auslandsreisen eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung.

Wir helfen Ihnen dabei, den optimalen Versicherungsschutz für Sie zu finden. Lesen Sie das Produktinformationsblatt und wählen Sie die gewünschte Versicherung aus.
Wir werden Sie vor der Buchung zu den Konditionen beraten.
Hier finden Sie vorab eine aktuelle Tarifübersicht.

Die Versicherungskosten sind abhängig vom Reisepreis pro Person. Bei Versicherungskosten über 200 € pro Person müssen Reisekunden seit Februar 2018 den gewünschten Reiseschutz direkt bei der ERV buchen. Nach Abschluss der Reisebuchung können Sie hier Ihre Versicherung hinzubuchen.

Sonstiges

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