MS "ROUSSE PRESTIGE": Europareise auf Donauweise

Passau - Bratislava - Budapest - Kalosca - Mohacs - Novi Sad - Belgrad - Eiseren Tor - Turnu Magurele - Oltenita - Vilkovo - Lom - Vidin - Budapest - Esztergom - Wien - Dürnstein - Wachau - Passau

Mit unserer beliebten Rousse Prestige erleben Sie die Donau ganz intensiv. Stromabwärts kreuzen Sie durch die Schlögener Schlinge zur Hauptstadt der Slowakei, Bratislava. Bereits am nächsten Tag erreichen Sie die Donaumetropole Budapest mit vielen interessanten Ausflugsmöglichkeiten. Entlang der Ufer Kroatiens und Serbiens besuchen Sie Belgrad. Am nächsten Morgen passieren Sie frühmorgens das “Eiserne Tor“ und durchkreuzen die rumänisch-bulgarische Tiefebene, bevor Sie in Giurgiu und Oltenita festmachen. Lernen Sie auf einer Stadtrundfahrt Bukarest kennen. Der nächste Tag steht im Zeichen der Erholung. Von Nikopol aus bietet sich ein Ausflug nach Pleven an. Dann geht es wieder stromaufwärts, ein weiteres Mal am “Eisernen Tor“ vorbei, nach Ungarn. Wien ist immer wieder eine Reise wert. Nach einer Fahrt durch die wunderschöne Wachau geht Ihre bezaubernde Reise in Passau zu Ende.

  • sz-reisen VORTEL: 50,- € Ausflugsguthaben an Bord
  • Zwischen Alpen und Schwarzem Meer
  • Erleben Sie maximale Donauvielfalt
  • 7-Länder-Kreuzfahrt
  • Schiff besitzt ausschließlich Außenkabinen
  • All inklusive: Hausweine, Bier vom Fass, Softdrinks wie Cola, Limonade, Säfte, Mineralwasser, Kaffee, Tee (von 8-24 Uhr)
  • inklusive Haustürtransfer
  • NEU 2018: 2 Decks mit franz. Balkonen
  • SZ-Reisebegleitung für An- und Abreise

Programm

1.Tag: Passau – Einschiffung – Schlögener Schlinge  

Transfer ab Ihrer Haustür und Fahrt nach Passau. Seien Sie an Bord der MS ROUSSE PRESTIGE herzlich Willkommen und lassen Sie sich von der Mannschaft mit einem freundlichen "Ahoi!" begrüßen. Bevor der Anker gelichtet wird, schiffen Sie in Ruhe am Nachmittag ein. Danach beginnt Ihre Flusskreuzfahrt auf der romantischen Donau. Versäumen Sie nicht die Durchfahrt durch die Schlögener Schlinge, ein Naturwunder Oberösterreichs. Die Donau schuf sich hier ein mäanderförmiges Bett, welches sich fast zu einem Kreis gebildet hat. Genießen Sie diesen besonderen Anblick und denken Sie daran: "Wenn du den Blick zur Donau senkst, dabei an etwas Liebes denkst, kurz, still verharrst wie im Gebet, ein Wunsch dir in Erfüllung geht!"

2.Tag: Bratislava / Slowakei

3.Tag: Budapest / Ungarn

4.Tag: Kalocsa - Mohacs / Ungarn

5.Tag: Novi Sad - Belgrad / Serbien

6.Tag: „Eisernes Tor“

7.Tag: Turnu Magurele – Oltenita / Rumänien

8.Tag: Kreuzen im ukrainischen Donaudelta - Vilkovo / Ukraine

9.Tag: Flusstag

10.Tag: Lom - Vidin / Bulgarien

11.Tag: „Eisernes Tor“

12.Tag: Kreuzen auf der Donau

13.Tag: Budapest – Esztergom / Ungarn

14.Tag: Wien / Österreich

15.Tag: Dürnstein – Wachau / Österreich

16. Tag: Passau 

Am Morgen legt das Schiff wieder in Passau an. Ihre Taschen voller romantischer Erinnerungen an eine Woche voller Erlebnisse, begeben Sie sich auf die Fahrt nach Hause. Per Taxitransfer kommen Sie bequem und sicher wieder bis an Ihre Haustür.

Ausführliche Informationen zu den fakultativen Landausflügen 2017 finden Sie hier.

Den ausführlichen Fahrplan 2017 Ihrer Reise finden Sie hier.

Ausführliche Informationen zu den fakultativen Landausflügen 2018 finden Sie hier.

Den ausführlichen Fahrplan 2018 Ihrer Reise finden Sie hier.

ab 2159 

MS ROUSSE PRESTIGE

Unser Schiff für gehobene Ansprüche "MS ROUSSE PRESTIGE" wurde in Holland gebaut und ist fast baugleich mit unserer beliebten MS Aurelia. Sie reisen in gemütlicher, ungezwungener Atmosphäre und genießen unbefangene Urlaubstage, umsorgt von einer freundlichen, meist bulgarischen Crew. Die anerkannt gute Küche wird Sie begeistern. Das große Sonnendeck lädt zum Verweilen und Faulenzen ein. Hier ist der beste Platz, die vorbeiziehenden, die faszinierenden Landschaften entspannt zu genießen.

Kabinenausstattung:
Alle Kabinen liegen außen.
Komfortkabinen auf dem Panorama- und Oberdeck haben große Fenster zum Öffnen, Oberdeck im Bereich 201-220 und Hauptdeck kleine Fenster (nicht zu öffnen). Dusche, WC, Fön, regulierbare Klimaanlage, Radio, SAT-TV, Telefon, Safe, Stromspannung 220 V Wechselstrom.
Die Betten in den Kabinen stehen in der Regel getrennt. Die 3-Bett-Kabinen verfügen über ein Doppelbett und einem Schlafsofa für die 3. Person. Die Minisuiten verfügen über zusammenstehende Betten.
Kabinengröße: 11 qm (Haupt- und Oberdeck), 14 qm (Komfortkabinen Ober- und Panoramadeck), 17 qm (Minisuite)

Ausstattung:
4 Passagierdecks, Panorama-Restaurant (eine Tischzeit), Großzügige Aussichtslounge mit Bar und Tanzfläche, Bücherei mit Leseecke, Foyer, Kleiner Bordshop an der Rezeption, Bordarzt, Friseur/Massage, Großes Sonnendeck mit Gartenmöbeln und Whirlpool, Liegestühle, Sonnen- und Windschutz sowie Barservice.

Freizeit und Unterhaltung:
Live-Musik in der Lounge und Bar, Bibliothek, Brett- und Kartenspiele, Folklore/musikalische Darbietung (je nach Reiseroute).

Technische Daten: Passagiere: 157, Besatzung: 40, Länge: 110 m, Breite: 11,4 m, Flagge: Bulgarien

Kabinenkategorien:  
A = 3-Bett-Kabine, Ober-Deck (vorn)
B = 2-Bett-Kabine, Haupt-Deck (achtern)
C = 2-Bett-Kabine, Haupt-Deck
D = 2-Bett-Kabine, Ober-Deck
E = 2-Bett-Komfortkabine, Ober-Deck (große Fenster zum Öffnen) / Ab der Saison 2018 haben diese Kabinen französische Balkone
F = 2-Bett-Komfortkabine, Panorama-Deck  (große Fenster zum Öffnen) / Ab der Saison 2018 haben diese Kabinen französische Balkone
G = Minisuite, Ober-Deck
H = Einzelkabine, Ober-Deck
I = Einzelkabine, Panorama-Deck / Ab der Saison 2018 haben diese Kabinen französische Balkone

Ausflüge:  
Organisierte Ausflüge können Sie an Bord buchen. Die Zahlung erfolgt ebenfalls an Bord. (Eine Übersicht können Sie gern bei uns anfordern, sofern die Informationen durch die Reederei zur Verfügung stehen.)

Bordsprache:   
Deutsch

Zusatzkosten/ Nebenkosten:  
Landausflüge, Telefongespräche, Verzehr in den Bars, Trinkgeld, persönliche Serviceleistungen an Bord, wie zum Beispiel Schönheitsbehandlungen im Spa, ärztliche Behandlungen. Treibstoff-Zuschläge, die ggf. nachträglich von der Reederei berechnet werden.

Kleidung:   
Sportlich-elegante Atmosphäre. Legere Kleidung, zum Kapitänsabend ist für den Herrn ein Anzug und für die Dame ein festliches Kleid angebracht (keine Abendkleidung).

Zahlungsmittel an Bord:   
Bordwährung is der EURO, Kreditkarten Master-/VisaCard und EC-Karte werden akzeptiert.

Technischer Hinweis:  
Wenn wegen Niedrig- oder Hochwasser oder anderer unvohergesehener technischer Gründe eine Strecke nicht befahren werden kann, behält sich die Reederei das Recht vor, die Gäste mit Bussen zu befördern. Evtl. ist der Umstieg auf ein anderes Schiff der Reederei oder eine Programmänderung erforderlich.

Beförderung

  • Transfer ab/an Haustür
  • Transfer an/ab Hafen
  • Einschiffung in Passau
  • Ausschiffung in Passau

Kabine & Verpflegung

  • 15 Übernachtunge/Vollpension in gebuchter Kabinenkategorie
  • Willkommenscocktail
  • Festliches Galadinner (im Rahmen der VP)
  • All inklusive: Hausweine, Bier vom Fass, Softdrinks wie Cola, Limonade, Säfte, Mineralwasser, Kaffee, Tee (von 8-24 Uhr)

Ausflüge und Besichtigungen

  • 50,- € Ausflugsguthaben

Sonstiges

  • Gepäckbeförderung vom Anlegeplatz in die Kabine und zurück
  • Bordveranstaltungen
  • Nutzung der Bordeinrichtungen
  • SAT-TV in jeder Kabine (Empfang abhängig vom Fahrgebiet)
  • Ein- und Ausschiffungsgebühren, Hafentaxen und Schleußengebühren
  • Informationsmaterial zur Reise
  • Deutsch sprech. Bordreiseleitung
  • SZ-Reisebegleitung auf An-und Abreise

Deutschland

Karte Deutschland
Blick auf das alte Stadtzentrum - Berlin

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 81,8 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,46 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,35 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 679.700

Stuttgart ca. 606.600

Düsseldorf ca. 588.700

Dortmund ca. 580.400

Essen ca. 574.600

Bremen ca. 547.300

Dresden ca. 523.100

Leipzig ca. 522.900

Hannover ca. 522.700

Nürnberg ca. 505.700

Duisburg ca. 489.600

Bonn 324.900

Wiesbaden ca. 276.000

Kiel ca. 239.500

Magdeburg ca. 231.500

Erfurt ca. 205.000

Mainz ca. 199.200

Saarbrücken ca. 175.700

Potsdam ca. 156.900

Schwerin ca. 95.200

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2017:

1. Januar (Neujahr)

14. April (Karfreitag)

17. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

25. Mai (Christi Himmelfahrt)

5. Juni (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

31. Oktober (Reformationstag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

15. Juni 2017 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Teilen von Thüringen (im Jahr 2017 bundesweit);

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Teilen von Türingen;

22. November 2017 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (27. und 28. Februar 2017) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Karte Deutschland
Watzmann

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Karte Deutschland
Blick auf das alte Stadtzentrum - Berlin

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

ACHTUNG! In Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Rumänien oder Ungarn gekaufte Zigaretten dürfen nur bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei nach Deutschland eingeführt werden.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Karte Deutschland
Klimadiagramm

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

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Blick auf das alte Stadtzentrum - Berlin

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

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Blick auf das alte Stadtzentrum - Berlin

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,85 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Karte Deutschland
Blick auf das alte Stadtzentrum - Berlin

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Karte Deutschland
Ahrenshoop

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Karte Deutschland
Blick auf das alte Stadtzentrum - Berlin

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Oesterreich

Karte Oesterreich
Steirische Tracht

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Republik Österreich grenzt im Norden an die Bundesrepublik Deutschland und die Tschechische Republik, im Osten an die Slowakische Republik und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an Liechtenstein und die Schweiz.

Fläche: 83.858 km².

Verwaltungsstruktur: 9 Bundesländer (Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 8,5 Millionen

Städte:

Wien (Hauptstadt) ca. 1,7 Millionen

Graz ca. 265.300

Linz ca. 191.100

Salzburg ca. 148.500

Innsbruck ca. 121.300

Klagenfurt ca. 94.800

St. Pölten ca. 52.000

Dornbirn ca. 46.000

Sprache

In Österreich wird Deutsch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Fast überall 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland nach Österreich ist 0043, die Vorwahl von Österreich nach Deutschland 0049. In Österreich gibt es Telefonkarten, die man bei der Post, am Kiosk und teilweise an Tankstellen bekommt. Ferngespräche von dort aus sind preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 133; Unfallrettung 144; Feuerwehr 122.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Österreich von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .at

Feiertage

Im Jahr 2017:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Heilige Drei Könige)

19. März (Joseph-Tag; nur in den Bundesländern Kärnten, Steiermark, Tirol, Vorarlberg)

17. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

4. Mai (St. Florian; nur im Bundesland Oberösterreich)

25. Mai (Christi Himmelfahrt)

5. Juni (Pfingstmontag)

15. Juni (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

24. September (Rupert, nur im Bundesland Salzburg)

10. Oktober (Tag der Volksabstimmung; nur in Kärnten)

26. Oktober (Nationalfeiertag)

1. November (Allerheiligen)

11. November (St. Martin; nur im Bundesland Burgenland)

15. November (St. Leopold; nur in den Bundesländern Niederösterreich, Wien)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

26. Dezember (Weihnachten; Stefanitag)

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Anfang September. Auch die Weihnachts- und Osterferien werden gern zu Urlaubszwecken genutzt.

Öffnungszeiten

Banken: in der Regel Mo, Di, Mi, Fr 8/9-12.30 Uhr, 13.30-15 Uhr, Do 8/9-12.30, 13.30-17.30 Uhr; am Wiener Westbahnhof Mo-Fr 7-22 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-12, 14-18 Uhr, Sa entweder geschlossen oder 9-12 Uhr geöffnet; die Wiener Postämter an Bahnhöfen haben längere Öffnungszeiten; die Filiale am Fleischmarkt Mo bis Fr 10-19 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Fr 8/9-18/19 Uhr, Sa 8/9-12/13 Uhr; in großen Städten sind Einkaufszentren und Läden entlang großer Einkaufsstraßen Mo bis Fr bis 19 Uhr, Sa bis 18 Uhr geöffnet.

Kleidung

Normale Kleidung der Jahreszeit entsprechend. Für die Wintermonate sollte man warme Kleidung und gutes Schuhwerk mitnehmen.

Karte Oesterreich
Alm-Abtrieb in Soell

Geschichte/Politik

Schon ums Jahr 700 lebten Bajuwaren im Wienerwald. Als Otto der Große 955 die Ungarn aus dem Donaugebiet vertrieb, strömten Bayern nach und festigten die "Ostmark", das Grenzbollwerk nach Osten.

Als Deutschland, zu dem damals auch Österreich gehörte, 1273 einen neuen König brauchte, wählte man den Schweizer Rudolf von Habsburg. Dieser ließ sich in Wien nieder, weshalb die Habsburger nach Österreich kamen. 1452 sicherten sich die Habsburger auch die Kaiserwürde.

Österreich bekam Schwierigkeiten, als im 18. Jahrhundert die Türken in das Reich einfielen. Sie zogen mehrfach vor die Mauern von Wien, bis Prinz Eugen sie aus dem Abendland vertrieb.

Nach langen Kriegen zwischen Friedrich von Preußen und Maria Theresia gab es zwei deutsche Großmächte: Österreich und Preußen.

Das Ende der Habsburger kündigte sich an, als Preußen 1866 in der Schlacht von Königgräz siegte und nun einen eigenen Kaiser krönte. Österreich wandte sich seinen östlichen Besitzungen zu, aber gerade dort - in Sarajewo, einer bosnischen Stadt - fiel der Startschuss für den Ersten Weltkrieg. Österreich musste Stück für Stück seine Besitzungen abgeben: Ungarn, Böhmen, Südtirol, Teile des ehemaligen Jugoslawiens.

Wirtschaft

Die Wirtschaftsstruktur Österreichs ist sehr modern, die Industrie vielseitig. Ein hoher Anteil verstaatlichter Betriebe ist charakteristisch. Knapp die Hälfte der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Man baut vor allem Getreide, Zuckerrüben und Kartoffeln an. Im Alpen- und Voralpengebiet herrschen Viehzucht und Milchwirtschaft vor. Holz wird vor allem aus der Steiermark und Kärnten exportiert; dort beträgt die Waldfläche jeweils mehr als 50 Prozent.

An Bodenschätzen besitzt Österreich Braunkohle, Eisen-, Blei- und Zink-Erze, aber auch einiges an Erdöl und Erdgas. Magnesit kommt reichlich vor. Allerdings geht die Förderung durchweg leicht zurück. Die bedeutendsten Industriebetriebe gehören zur Eisen- und Stahlbranche, zum Maschinenbau, der chemischen und der Lebensmittelindustrie. In neuester Zeit spielt auch die Elektronik eine große Rolle.

In Österreich ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, im Winter wie im Sommer. Auch der Städtetourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Religion

Ca. 74 Prozent der Bevölkerung Österreichs sind römisch-katholisch, 5 Prozent protestantisch, 4 Prozent Muslime und 12 Prozent sind konfessionslos. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Anhängern anderer kirchlicher Bekenntnisse; es existieren allein fünf Richtungen der orthodoxen Kirche, israelische und islamische Glaubensgemeinschaften sowie viele andere. Nach dem österreichischen "Gesetz über die religiöse Kindererziehung" kann jeder Jugendliche ab seinem 14. Lebensjahr bestimmen, welcher Religion er angehören möchte.

Vegetation

Die Vielfalt des geologischen Reliefs und des Klimas bewirkt eine artenreiche Pflanzenwelt. Für den mitteleuropäischen Pflanzenbestand, wie man ihn in Österreich antrifft, ist der Eichen-Buchenwald charakteristisch, in Höhen über 500 m der Buchen-Fichten-Mischwald. Ab 1.200 m herrscht die Fichte vor, darüber findet man noch Lärchen und Zirben.

Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas. Der Waldanteil an der Gesamtfläche beträgt rund 46 Prozent. Im Alpenvorland wurde der Wald vielfach durch Äcker abgelöst. Besonders am Nordrand der Alpen, etwa ab 600 m Höhe, dominiert das Grünland. Für manche Gebiete sind Buschwald, Laubmischwald und Steppenheiden typisch. Östlich des Neusiedler Sees findet man eine spezielle Salzsteppen-Flora.

Tierwelt

In Österreich überwiegt die mitteleuropäische Tierwelt: Reh, Hirsch, Hase, Fasan, Rebhuhn, Fuchs, Dachs, Marder und Eichhörnchen. Typische Vertreter der alpinen Fauna sind Gämse, Murmeltier und Bergdohle. Der Steinbock, ehedem in dieser Gegend heimisch, wurde wieder angesiedelt. Die Zahl der Vogelarten, die man in Österreich antrifft, ist groß. Am Neusiedler See, Europas einzigem Steppensee, findet man den Purpurreiher und den Silberschnäbler, außerdem auch beachtenswerte Löfflerkolonien.

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Beim Heurigen in Wien

Kulinarisches

Die Wiener Küche ist eine der besten der Welt. Es gibt zwei Dutzend verschiedene Arten von gekochtem Rindfleisch, drei Dutzend Sorten von Schnitzeln, vier Dutzend verschiedene Nuancen von Kaffee und hunderte von Mehlspeisen. Die Wiener Küche ist so vielseitig, weil das österreichische Kaiserreich viele südeuropäische Einflüsse aufnahm.

Der Wiener Küche begegnet man überall, doch findet man auch in den Regionen viel Eigenständiges, Charakteristisches. Im Burgenland isst man ländlich und mit deutlich ungarischem Akzent: Fisch und Paprika, dicke Bohnensuppe, Gänsebraten. Auch die Steiermärker kochen herzhaft und rustikal: Schwein, Hammel, Wild. Dort kommt auch Buchweizengrütze auf den Tisch. In Kärnten isst man viel Fisch; ein typisches Gericht sind dort aber auch die Käsenudeln - mit Quark gefüllte Teigtaschen.

Im Land Salzburg wurden die "Salzburger Nockerln" erfunden, ein durchs Backen aufgetriebenes Gemenge aus Eischnee, Zucker, Butter und Mehl.

In Tirol hat sich als typische Zubereitungsart das "Gröstl" erhalten - Kartoffeln, Fleisch, Zwiebeln und vieles andere wird mit Schmalz in der Pfanne gebraten.

Bei den Schnäpsen ist der Marillengeist aus Aprikosen berühmt. Eigentlich aber ist Österreich ein Weinland. Der beste Rotwein wächst im warmen Burgenland. Der beste Weißwein gedeiht in Niederösterreich: im Weinviertel, im Donautal oder dicht bei Wien, in der Gegend von Klosterneuburg und bei Gumpoldskirchen.

Sitten und Gebräuche

Einiges ist erstaunlich vielen Österreichern (und Österreicherinnen) gemeinsam: Charme, Witz und Geist, dazu Heiterkeit, Gelassenheit und ein großes Talent zur Diplomatie. Sicher ist, dass man mit liebenswürdiger Höflichkeit in Österreich vielleicht nicht am schnellsten, aber am weitesten vorankommt. Wichtig ist die Bedeutung der akademischen Titel - die in der Anrede nie weggelassen werden sollten.

Souvenirs

Nach wie vor gibt es in Österreich viele Werkstätten, die typische Erzeugnisse einheimischer Handwerkskunst herstellen. Dazu gehören Kunstschmiedearbeiten und Holzschnitzereien ebenso wie Keramik und Textilien. In Vorarlberg ist man stolz auf seine Stickereien, in der Steiermark, Salzburg und Kärnten auf die Kunstschmiederei, aber auch auf Trachtenschmuck, Zinn und Keramik. In den Landeshauptstädten gibt es sogenannte Heimatwerke, die lokale Volkskunst zeigen. Typisch sind auch die hausgebrannten Obstschnäpse in künstlerisch verzierten Flaschen.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Änderung der Zollbestimmungen - seit dem 1. März 2014 gilt folgende Ausnahmeregelung:

In Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Rumänien oder Ungarn gekaufte Zigaretten dürfen nur noch bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei in Österreich eingeführt werden.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern, einschl. Kanarische Inseln) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro bei Einreise auf dem Landweg und Flüssen oder 430 Euro für Flugreisende; jeweils 150 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Außerdem dürfen bis zu 10 l Treibstoff in Reservekanistern eingeführt werden.

Bei der Einfuhr bestimmter Lebensmittel (u.a. Molkereiprodukte, Eiprodukte, Wurst- und Fleischwaren, Fischereierzeugnisse, Obst) gelten aus veterinärmedizinischen und phytosanitären Gründen Mengenbegrenzungen.

Karte Oesterreich
Klimadiagramm

Klimainformationen

Österreich liegt im Übergangsbereich von atlantisch beeinflusstem und kontinental ausgeprägtem mitteleuropäischem Klima mit warmen Sommern und kalten Wintern. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Juli bei 20°C und im Winter bei 0°C. Die im Sommer gemessenen Höchsttemperaturen liegen bei 35°C. Im Winter kann es in bestimmten Regionen sehr kalt werden. Das Thermometer fällt dann mitunter auf -20°C.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit ist zur Frühlingszeit April/Mai oder bei sommerlichen Temperaturen von Juni bis gelegentlich in den Oktober hinein. Beste Wintersportmöglichkeiten gibt es von Januar bis April.

Karte Oesterreich
Steirische Tracht

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Österreich ist malaria-frei.

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Steirische Tracht

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,85 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in Österreich aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Österreich in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - sie werden in größeren Hotels und Geschäften akzeptiert.

Geldautomat: Ja - es gibt zahlreiche für die Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten geeignete Automaten.

Karte Oesterreich
Steirische Tracht

Auskunftstellen

Österreich Werbung Deutschland
Klosterstraße 64
10179
Berlin
(0 30) 21 91 48 50
(0 30) 219 14 80
www.austria-tourism.com
deutschland@austria.info
Urlaubsservice: Tel. 00800 400 200 00 (gebührenfrei)
E-Mail: urlaub@austria.info

Österreich Werbung
Margaretenstraße 1
1040
Wien /Österreich
Österreich Werbung
Postfach 83
1043 Wien
(01) 588 66 40
00800 400 200 00 (gebührenfrei)
www.austria-tourism.com
urlaub@austria.info

Deutsche Handelskammer in Österreich
Schwarzenbergplatz 5 Top 3/1
1030
Wien /Österreich
(0043 1) 545 22 59
(0043 1) 545 14 17
www.dhk.at
office@dhk.at
Mo bis Fr 9-16 Uhr

Deutsche Handelskammer in Österreich
Zweigstelle Salzburg
Residenzplatz 7
5020
Salzburg /Österreich
(0043 662) 84 05 89
(0043 662) 84 79 52
salzburg@dhk.at
Mo bis Fr 9-16 Uhr

Wirtschaftskammer Österreich
Stubenring 8-10
1010
Wien /Österreich
(0043 1) 513 77 87
(0043 1) 51 45 00
www.dhk.at
postbox@wkw.at

Internationale Handelskammer - ICC Austria
Wiedner Hauptstraße 57
1040
Wien /Österreich
(0043 1) 504 83 00 37 03
(0043 1) 504 83 00
www.dhk.at
icc@icc-austria.org

Botschaften und Konsulate

Österreichische Botschaft
(mit Konsularabteilung)
Stauffenbergstraße 1
10785
Berlin
(0 30) 229 05 69
(0 30) 20 28 70
www.oesterreichische-botschaft.de
berlin-ob@bmeia.gv.at
Botschaft: Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Mi 12-16 Uhr
Konsular-Abteilung: Mo, Di, Do und Fr 9-13, Mi 12-16 Uhr
Geschäftsbereich Konsularabteilung:
Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Österreichisches Honorarkonsulat
Auf dem Dreieck 5
28197
Bremen
Österreichisches Honorarkonsulat
Postfach 140214
28089 Bremen
(04 21) 536 86 78
(04 21) 536 86 79
oesterr.konsulat@thb-bremen.de
Mo bis Do 9-12 Uhr
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Österreichisches Honorarkonsulat
An der Frauenkirche 12
01067
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(03 51) 481 70 41
(03 51) 481 70 40
oesterreich@konsulat-dresden.de
Di bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
Königsallee 90
c/o Riesenbeck-IC GmbH
5. Etage
40212
Düsseldorf
(02 11) 86 39 04 49
(02 11) 13 06 96 80
konsulat@austria-nrw.de
Di bis Do 10-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

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Unterlindau 21-29
60323
Frankfurt
(0 69) 15 43 52 41
(0 69) 15 34 54 51
info@konsulat-frankfurt.at
Mo 9-12, 14-18 Uhr, Di bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
c/o hightech metal investment GmbH
Frankenstraße 12
90762
Fürth
(09 11) 72 30 17 93 45
(09 11) 72 30 17 93 33
info@oesterr-honorarkonsul-nuernberg.com
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)
(nur Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Oberpfalz)

Österreichisches Honorarkonsulat
Kurze Mühren 1
20095
Hamburg
(0 40) 30 80 12 12
(0 40) 30 80 12 05
honorarkonsulat@austria-hamburg.de
Mo bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
VHV Platz 1
(im Gebäude der VHV-Versicherung)
30177
Hannover
(05 11) 907 48 06
(05 11) 907 48 70
honorarkonsulat@vhv.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
Bergstraße 2
24103
Kiel
(04 31) 519 27 36
(04 31) 55 25 05
austriahoko-kiel@t-online.de
Mo bis Do 15-16.30 Uhr
(keine Visumerteilung)
(jedoch nicht Stadt Lübeck und Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Ostholstein)

Österreichisches Honorarkonsulat
Gertrudenstraße 15
23568
Lübeck
(04 51) 310 01 42
(04 51) 310 01 50
www.austroko.ffm.de
honorarkonsul@brueggen.com
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)
(jedoch nur Stadt Lübeck und die Landkreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein)

Österreichisches Generalkonsulat
Ismaninger Straße 136
81675
München
Österreichisches Generalkonsulat
Postfach 860640
81633 München
(0 89) 981 02 25
(0 89) 99 81 50
www.oegkmuenchen.de
muenchen-gk@bmeia.gv.at
Mo bis Fr 8.30-12 Uhr, 13-15 Uhr

Österreichisches Honorarkonsulat
Am Campus 1-11
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18182
Rostock
(03 81) 64 91 49
(03 81) 64 91 22
oesterreich@konsulat-rostock.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr und nach telefon. Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
Bahnhofstraße 1
(St.-Johanner-Markt)
66111
Saarbrücken
(06 81) 958 15 19
(06 81) 958 15 18
konsulat@rathiery.de
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

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70184
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(07 11) 62 82 64
(07 11) 62 62 60
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Mo bis Fr 10-12 Uhr
(keine Visumerteilung)
(Bayern: jedoch nur Regierungsbezirk Schwaben)

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Konsularischer Amtsbezirk: Bundesländer Wien, Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
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Gebäude M11
6850
Dornbirn /Österreich
(0043 5572) 20 71 87 10
(0043 5572) 20 71 87
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Amtsbezirk: Bundesland Vorarlberg
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Andritzer Reichsstraße 66
8045
Graz /Österreich
(0043 316) 690 24 61
(0043 316) 69 49 70
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Amtsbezirk: Bundesländer Steiermark und Kärnten
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Wien

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
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6020
Innsbruck /Österreich
(0043 512) 56 73 73 15
(0043 512) 57 01 99
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Amtsbezirk: Bundesland Tirol
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Wien

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Untere Donaulände 28
4020
Linz /Österreich
(0043 732) 780 23 70 98
(0043 732) 79 77 01
linz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bundesland Oberösterreich
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Wien

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5020
Salzburg /Österreich
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(0043 662) 880 20 11 21
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Amtsbezirk: Bundesland Salzburg
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Karte Oesterreich
Schloss Schönbrunn, Wien

Wien

Wien, die österreichische Hauptstadt, ist sicher eines der klassischen Ziele für Städtereisen schlechthin. Eingebettet in Hügel, Wälder und Felder und durchströmt von der schönen blauen Donau lag die Kaiserstadt, von hier aus regierten die Habsburger Kaiser, seit jeher an bedeutenden Verkehrswegen im Brennpunkt unterschiedlicher mitteleuropäischer Kulturen. Die Schlösser und Palais jener Zeit, wie die kaiserliche Sommerresidenz Schönbrunn, Belvedere oder die Hofburg, prägen noch heute das Stadtbild. Breite Prachtstraßen und Alleen, Oper und Theater, Museen, kaiserliche Geschäfte, Restaurants, Kaffeehäuser, Konditoreien und prunkvolle Staats- und Verwaltungsgebäude ziehen jährlich Millionen von Besuchern an. Trotz aller Pracht bleibt Wien aber locker überschaubar. Das Ambiente der Kaiserstadt verbindet sich mit einem modernen unbeschwerten Lebensgefühl, das dafür sorgt, dass der Besucher sich in Wien wohl fühlt.

Mit Sehenswürdigkeiten und kulturellen Veranstaltungen jeder Art ist das Angebot in der Stadt das ganze Jahr über äußerst vielfältig - selbst für Familien mit Kindern. Neben den unzähligen Sehenswürdigkeiten - allein 100 Museen gibt es in der Stadt zu besichtigen - sorgt eine kulinarische Vielfalt von Feinschmeckerlokalen über die Kaffeehaus-Kultur bis zum Heurigen für Abwechslung. Ausgedehnte Shopping-Möglichkeiten, die vom traditionell Gediegenen bis zum exquisit Ausgefallenem reichen, lassen das Herz eines jeden Einkaufsfans höher schlagen.

Wien ist vor allem aber eine Unterhaltungs-Metropole. Die Kunstszene prägt ein Wechselspiel von Tradition und Moderne. Wien ist die Stadt der Meister der Musik: Mozart komponierte hier seine Meisterwerke, Beethoven schrieb seine großen Symphonien. Haydn, Schubert, Bruckner, Brahms, Strauß, Mahler und Schönberg haben in Wien gelebt und gewirkt. Aus dieser Tradition heraus pflegt Wien heute eine einzigartige Musikszene, die von der Klassik über das Musical bis hin zur modernen, elektronischen Musik reicht.

Die umfangreiche Museumslandschaft Wiens wurde im Frühjahr 2001 durch die Eröffnung des MuseumsQuartiers, einer der zehn ausgedehntesten Kulturbezirke der Welt und der Wiedereröffnung der Albertina, der größten grafischen Sammlung weltweit, für Besucher noch interessanter und vielseitiger.

Und wem das Besichtigungsprogramm zu groß wird, der kann sich in den Parks und Gärten, im Wienerwald und der Donau-Mitte entspannen. Zu Ausflügen lädt der rund 50 Kilometer südöstlich von Wien gelegene Neusiedler See, das "Meer der Wiener" mit seinen Freizeitmöglichkeiten ein. Empfehlenswerte Ausflugsziele im Burgenland sind Rust, die Stadt der Störche, Mörbisch und Eisenstadt mit seinem prächtigen Stadtschloss.

Zur Orientierung: Wien ist in Bezirke gegliedert, die dem Besucher eine schnelle Orientierung erlauben. Der erste Bezirk ist die Stadtmitte mit dem Stephansdom im Zentrum. Der zweite ist die Leopoldstadt mit Prater und Messegelände im Nordosten. Von dort aus zählen die inneren Bezirke (2. bis 9.) im Uhrzeigersinn um den Stadtkern nach oben. Entsprechend ist die Josefstadt im Westen des Stadtkerns der 8. Bezirk. Ein zweiter Ring umfasst die Außenbezirke (10. bis 23.). Die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl repräsentieren den Bezirk (1010 = 1. Bezirk; 1080 = 8.; 1170 = 17.; 1200 = 20).

Salzburg

Salzburg ist Mozart-, Universitäts-, Kultur- und auch Kongressstadt. Barock, Kultur und Bildung sowie Geschichte prägen die Hauptstadt des gleichnamigen österreichischen Bundeslandes. Berühmtester Sohn der Stadt ist Wolfgang Amadeus Mozart. Er ist nicht nur während der Zeit der Festspiele im Sommer, wenn Mozart-Opern und Theater-Inszenierungen von Weltruf aufgeführt werden, in der Stadt präsent. Sein Geburtshaus in der Getreidegasse Nr. 9 ist Kultstätte. Der nach ihm benannte Platz mit seinem Denkmal von Ludwig Schwanthaler liegt im Zentrum Salzburgs. Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Hohensalzburg, die man zu Fuß erklimmen oder aber bequemer mit der Festungsbahn erreichen kann. Die Altstadt Salzburgs ist Weltkulturerbe der UNESCO und innerhalb eines Spaziergangs in Ruhe zu entdecken. Sehenswert sind unter anderem das Schloss Mirabell im Mirabellgarten, das Rathaus und der Alte Markt sowie der Kapuzinerberg mit dem Kloster. Das frühbarocke Lustschloss Hellbrunn im Süden der Stadt gehört zweifelsohne zu den schönsten Bauwerken Salzburgs. Berühmt ist der weitläufige Park mit den Wasserspielen und der bereits seit dem 15. Jahrhundert bestehende Tiergarten. Salzburg besitzt auch hervorragende Museen, die einen Besuch lohnen. Darüber hinaus gilt Salzburg als das "schönstes Einkaufszentrum" Österreichs mit einem breiten Angebot von der Tracht bis zur schrillsten Mode. Zur Erholung laden die Kaffeehäuser mit Tradition ein.

Das ganze Jahr über bietet Salzburg Kulturelles für höchste Ansprüche. Die weltberühmten Sommerfestspiele, die Osterfestspiele, die Pfingstkonzerte, die Mozart-Woche, die Salzburger Kulturtage, die Festungskonzerte, die Mozartserenaden sowie die Kirchenkonzerte stehen auf dem umfangreichen kulturellen Programm. Neben den traditionsreichen Spielorten wie dem Festspielhaus finden viele Veranstaltungen auch im Freien statt. Für "Nicht-Klassik-Liebhaber" bietet die Sommerszene Salzburg Open-Air-Rockkonzerte und lebendiges Theater.

Im grünen Umland von Salzburg gibt es nicht nur für Sportler, wie Wanderer und Fahrradfahrer, jede Menge zu entdecken. Kultur- und Geschichtsinteressierten bietet sich ein Besuch im Freilichtmuseum in Großgmain, im Keltermuseum in Hallern und im Salzbergwerk am Dürrnberg an. In der weiteren Umgebung liegt das Salzkammergut mit Wolfgangs- und Fuschlsee.

Graz

Die Hauptstadt der Steiermark hat die größte, am besten erhaltene Altstadt im deutschen Sprachraum, sachverständig konserviert und vom steilen Schlossberg überragt - eine Stadt wie aus dem Spielzeugkasten. Im "Landhaus", in dem Landtag und Landesregierung untergebracht sind, sieht man den prachtvollsten Arkadenhof von ganz Österreich: drei übereinanderliegende Bogengänge, eine dekorative Freitreppe und eine kunstvoll geschmiedete Brunnenlaube aus Bronze. Das Landeszeughaus - es stammt von 1645 - ist eine vierstöckige Rüstkammer mit einem kompletten Waffenarsenal aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Die noch heute vorhandenen Hieb-, Stich- und Schusswaffen, die Rüstungen und Prunkharnische reichten aus, um ein mehrere tausend Mann starkes Heer auszurüsten.

Die Domkirche - ein ursprünglich spätgotischer, später barockisierter Hallenbau - trägt an der Südfassade ein verwittertes Fresko aus dem 15. Jahrhundert, das "Landplagenbild" (Türken, Pest und Heuschrecken).

Innsbruck

Innsbruck, die "Stadt im Gebirg" ist eine der schönsten der Welt - wenn man sich auf den Stadtkern beschränkt. Der, mit seinen Bauten aus Spätgotik, Renaissance und Rokoko, mit Barockkuppeln und Zwiebeltürmen, ist schön geblieben, voller Charme und Beschwingtheit.

Die Maria-Theresien-Straße ist Innsbrucks breite Prunkstraße mit eleganten Schaufenstern in barocken Fassaden. Die anschließende Herzog-Friedrich-Straße ist noch schöner - mit vielen stattlichen Bürgerhäusern. Über den Laubengängen sieht man, fast an jedem Gebäude, hübsche Fassadenmalereien und reliefgeschmückte Erker aus der Renaissancezeit.

Das "Goldene Dachl" schmückt den "Neuen Hof": ein Prunkerker, der mit rund 3.000 vergoldeten Kupferschindeln gedeckt ist. Um 1500 wurde er von Kaiser Maximilian als Zuschauerloge für Belustigungen auf dem Stadtplatz gebaut. Der Reliefschmuck des Erkers gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken des Mittelalters.

Die äußerst schlichte Hofkirche enthält ein prunkvolles Grabmal für jenen Maximilian, der allerdings nicht dort, sondern in der Wiener Neustadt, seiner Geburtstadt, begraben ist. Es zählt zu den prächtigsten, die je einem deutschen Kaiser zugedacht waren.

Bregenz

Vorarlbergs Hauptstadt ist nicht groß. Das Landesmuseum am Kornmarktplatz zeigt Historisches: von römischen Mosaiken über karolingische Funde bis zu alten Montafoner Bauernstuben. Etwas erhöht liegt die mittelalterliche Altstadt mit hübschen Fachwerkhäusern und Resten der ehemaligen Stadtbefestigung.

Im Bodensee, 30 m vom Ufer entfernt, liegt die größte Seebühne der Welt. Hier finden alljährlich im Juli und August die Bregenzer Festspiele statt - mit Opern, Operetten und Ballett-Aufführungen.

Eine Gondelbahn führt auf den Pfänder, der 1.064 m hoch und ein berühmter Aussichtsberg mit umfassendem Rundblick ist. Man sieht den Bodensee, die Allgäuer, die Schweizer und die Vorarlberger Alpen.

Wachau

Geologisch betrachtet ist die Wachau nur der Durchbruch der Donau zwischen den Ausläufern der Alpen und dem böhmischen Granitplateau - und nur 32 km lang. Aber sie gehört zu den schönsten Landschaften Österreichs. Man kann sie, immer neben der Donau, der Länge nach durchfahren. Links und rechts auf den weinbestandenen Hängen thronen Burgen und Schlösser, Klöster und Ruinen. Dazwischen machen sich felsige Waldhänge breit.

Wer genügend Zeit hat, fährt die Strecke von Melk nach Krems auf der Donau. Melk ist ein auf einem Felsriff hoch über der Donau weithin sichtbares, langgestrecktes Benediktinerstift - eines der großartigsten Barockklöster Europas.

Krems ist eine ausgesprochen hübsche kleine Stadt mit einem Renaissance-Rathaus, mehreren Kirchen und zahlreichen wohlerhaltenen Bürgerhäusern, die teils noch aus dem späten Mittelalter stammen. Viele der Häuser haben Lauben und Erker; zwei tragen reichen Sgraffito-Schmuck - historische und biblische Bilder. Auffallend viele dekorative Brunnen und Säulen schmücken die Plätze und Straßen.

Hochosterwitz

So sieht eine Burg im Märchen aus: Hochosterwitz bei Brüdel in Kärnten. Auf der Spitze eines 160 m hohen Felssockels ragen umfangreiche Befestigungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert auf; es gibt eine Burgkapelle mit Fresken aus der Renaissance, allerlei historische Sammlungen und einen steilen, geschlängelten Weg, der durch 14 Torgebäude hinaufführt. Die Märchenburg war so wehrhaft, dass sie nie eingenommen wurde.

Neusiedler See

Er ist Österreichs größter See, auch wenn ein Stückchen davon zu Ungarn gehört.: 36 km lang ist er und sieben bis 14 km breit, sofern man den kilometerbreiten Schilfgürtel mitrechnet, der sich fast um den ganzen See zieht. Nur bei Podersdorf findet man Sandstrand. Baden kann man allerdings auch bei Rust, Neusiedl und anderen Uferorten. Dort führen lange Holzstege ins Wasser.

Der See ist an seiner tiefsten Stelle nur knapp zwei Meter tief. Über große Flächen ist er kaum einen Meter tief. Daher kommt es, dass er sich im Sommer auf eine Badewannentemperatur von 30 Grad erwärmt und im Winter oft völlig zufriert.

Zur Tier- und Pflanzenwelt, die sich im Schilfgürtel und in den Uferzonen eingenistet hat, zählen europäische Raritäten. Deshalb stehen viele Uferstücke unter Naturschutz.

Ein noch bedeutenderes Naturschutzgebiet ist der Seewinkel, östlich vom Neusiedler See. Er umfasst mehrere Dutzend Teiche, Tümpel, Salzlaken und Seen inmitten der flachen Puszta. Seine "Lange Lacke" ist Österreichs berühmtestes Vogelschutzgebiet. Viele der Pflanzen sind für Mitteleuropa einmalig.

Wolfgangsee

Dies ist der größte See des Salzburger Landes und einer der hübschesten. Elf km lang ist er und stellenweise über 2 km breit. Der Ort St. Wolfgang liegt dort, wo sich der See auf einen halben Kilometer verengt. Operettenfreunde kennen ihn wegen des Singspiels "Im weißen Rössl", Kunstliebhaber wegen des von Michael Pacher im späten 15. Jahrhundert geschaffenen Flügelaltars in der Pfarrkirche St. Wolfgang, der ein wahres Wunderwerk an Schnitzkunst und Tafelmalerei darstellt.

Wörthersee

Er ist groß und für einen Alpensee äußerst warm. Von Ende Mai bis Ende September kann man in ihm baden. Am Westrand liegt Velden, das recht mondän im Riviera-Stil erbaut ist und Bars, Boutiquen sowie ein Spielkasino bietet. Im Norden liegt Pörtschach mit einer weithin bekannten Segelschule. Am Südrand liegt der schönste Ort, Maria Wörth, ein malerisch auf einer felsigen Halbinsel hingestrecktes altes Dorf mit zwei sehenswerten Kirchen; die kleinere besitzt berühmte romanische Fresken.

Großglockner-Hochalpenstraße

Seit ihrer Eröffnung 1935 wurde dieser großartigste aller Alpenübergänge ständig ausgebaut. Wer es im Auto auf dem Weg durch Österreichs höchstes Gebirgsmassiv nicht sehr eilig hat, kann zwei Abstecher einplanen: die Edelweiß- und die Gletscherstraße. Die erste ist nicht ganz zwei km lang und führt zum Parkplatz Edelweißspitze mit einem Aussichtsturm, von dessen Plattform man bei guter Sicht 37 Dreitausender und knapp 20 Gletscher sieht. Der zweite Abstecher führt von Guttal in vielen Kehren neun km lang zur Franz-Josephs-Höhe. Diesen Abstecher sollte man nur bei gutem Wetter fahren - belohnt wird man mit einem überwältigenden Blick auf den endlos scheinenden Pasterzengletscher.

Karte Oesterreich
Steirische Tracht

Reisehinweise

Im deutsch-österreichischen Grenzgebiet werden bis auf Weiteres Grenzkontrollen durchgeführt. Diese können zu längeren Wartezeiten an der Grenze führen.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

In Österreich ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden (u.a. Bahnhöfe) verboten, in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken kann es eingeschränkt sein.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Slowakische Republik

Karte Slowakische  Republik

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Slowakische Republik grenzt im Westen an Österreich und die Tschechische Republik, im Norden an Polen, im Osten an die Ukraine und im Süden an Ungarn.

Fläche: 49.035 km².

Verwaltungsstruktur: 8 Regionen (kraje) (Banskobystricky, Bratislavsky, Kosicky, Nitriansky, Presovsky, Trenciansky, Trnavsky, Zilinsky).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 5,4 Millionen

Städte:

Bratislava (Hauptstadt) ca. 411.200

Kosice ca. 240.400

Presov ca. 91.800

Zilina ca. 81.500

Banská Bystrica ca. 80.000

Nitra ca. 78.900

Trnava ca. 66.400

Martin ca. 57.400

Trencin ca. 55.900

Zvolen ca. 43.300

Sprache

Die Amtssprache der Slowakischen Republik ist Slowakisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Auch in der Slowakischen Republik gilt die europäische Sommerzeit.

Telefon/Post

Telefon

Die Fernsprech-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Slowakei ist 00421, aus der Slowakei nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Für Auslandsgespräche gibt es spezielle Telefonzellen. In den Hotels können die Gebühren für Ferngespräche sehr hoch sein. Telefonkarten können mit unterschiedlichen Wertgrenzen bei Postämtern, Tabak- und Telefongeschäften gekauft werden.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Feuerwehr, und Unfallrettung 112, in den Mobilnetzen ebenfalls alle Notrufnummer 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Slowakei von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Ein Funknetz steht entlang der Hauptreisestrecken zur Verfügung.

Internet

Länderkürzel: .sk

Feiertage

Im Jahr 2017:

1.Januar (Neujahr, Gründungstag der Slowakischen Republik)

6. Januar (Heilige Drei Könige)

14. April (Karfreitag)

17. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

8. Mai (Tag des Sieges über den Faschismus)

5. Juli (Tag der slawischen Glaubensboten Kyrill und Method)

29. August (Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstandes)

1. September (Tag der Verfassung)

15. September (Maria - Patronin der Slowakischen Republik)

1. November (Allerheiligen)

17. November (Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie)

24. Dezember (Heiligabend)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8-18 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Fr 8/90-18/19 Uhr, Sa 8/9-12 Uhr. Kleine Geschäfte schließen oft von 12-13 Uhr, haben jedoch meist sonntags von 8-12 Uhr geöffnet; große Supermärkte haben bis 21 Uhr und auch länger geöffnet. Sie arbeiten auch samstags und sonntags.

Büros: Mo bis Fr 8-16/17 Uhr (inklusive Mittagspause);

Post: Mo bis Fr 8-18 Uhr.

Kleidung

Normale mitteleuropäische Sommer- und Winterkleidung. Zu jeder Jahreszeit sollte man zusätzlich auch eine Regenjacke oder etwas Ähnliches mitnehmen.

Karte Slowakische  Republik

Geschichte/Politik

Die Slowakei gehörte seit dem zehnten Jahrhundert als "Oberungarn" zum Land Ungarn und später zu Österreich-Ungarn. Die Slowaken versuchten mehrmals, unabhängig zu werden. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand die Tschechoslowakische Republik als Staatenverband. 1938 wurde er von den einmarschierten Deutschen aufgelöst (in "Protektorat Böhmen und Mähren" und den "Schutzstaat Slowakei"), fand aber 1945 wieder zusammen. 1960 wurde aus der Tschechoslowakei eine "Sozialistische Republik". Im Zuge der Umwälzungen im Osten Europas trennten sich 1993 auch die beiden Staaten wieder und die Slowakische Republik wurde erneut ein selbstständiger Staat mit demokratischer Verfassung.

Die Slowakei ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg Länder mit einem Wirtschaftswunder gab, so steht die Slowakei ganz vorn. Man hatte den Slowaken auf industriellem Gebiet nicht viel zugetraut und 1918 das Zusammengehen mit den betriebsamen Tschechen als sehr glückliche Kombination betrachtet. Was seit 1945 geschah, hatte kaum jemand erwartet. Zunächst noch als Teil des Staatenverbandes mit den Tschechen, dann aber ab 1993 als eigenes Land entwickelte sich hier ein industrielles Zentrum. Die Energieerzeugung hat sich verzehnfacht, die technische Produktion stieg um das Zwanzigfache, die chemische um das Vierzigfache. Allein auf dem Sektor des Maschinenbaus wurden seit 1945 zahllose Betriebe errichtet, darunter Hütten- und Aluminiumwerke, große Chemie- und Chemiefaserfabriken sowie Betriebe, die für den Maschinenbau komplette Anlagen herstellen.

Vegetation

Ein Drittel der Slowakei ist von Wald bedeckt, die Hälfte ist fruchtbarer Ackerboden. Die Slowakische Republik besitzt größere Waldbestände. Von alters her wurde vor allem das Holz dreier in diesen Wäldern wachsender Baumarten geschätzt und deshalb auch vermehrt angepflanzt und gepflegt. Dies sind Fichten, deren Holz meist für den Bau von Häusern und anderen Unterkünften gebraucht wird und Linden, aus deren Holz meist Alltagsgeschirr geschnitzt wurde. Der Ahorn wurde zwar zahlenmäßig weniger gebraucht, war aber trotzdem wichtig, denn er lieferte das Holz für die vielbenutzten Geigen. In höheren Lagen wachsen viele seltene Pflanzen, so auch das Edelweiß, der Muran-Seidelbast und der Heuffel-Enzian. Und auch Pflanzen, die man nirgendwo sonst in der Welt antrifft: den Steifen Schöterich oder das Tatra-Löffelkraut.

Tierwelt

Die ursprünglichen Tiere, die einst die slowakischen Wälder bewohnten, sind sehr dezimiert worden. Auf der Hochebene Muránska Planina, die einen besonders geschützten geographischen Komplex im Rahmen des Karstgebietes am Rand des slowakischen Erzgebirges darstellt, leben noch Bären und Luchse, auch der Schwarzstorch und der Wanderfalke. Typisch sind die Huzulenpferde, die hier in freier Natur gezüchtet werden.

Typische Bewohner des Hochgebirges, aber auch der Gebirge Hohe Tatra und Kleine Fatra sind die Tatra-Gämsen. Sie sind streng geschützt, ebenso wie ihre Gesellschafter - Murmeltiere und Steinadler. Außerdem sind Reh- und Rotwild im ganzen Land sehr häufig.

Karte Slowakische  Republik

Kulinarisches

Die slowakische Küche ist halb böhmisch und halb ungarisch. Mit der böhmischen kulinarischen Tradition hat sie das Fleisch (zum Beispiel den Schweinebraten) und die Knödel gemeinsam, mit der ungarischen den Reichtum an Gewürzen und Paprika. So entsteht ein interessantes gastronomisches Angebot, das allerdings vom Gast erwartet, dass er gehörige Mengen verspeisen kann. Während man in Böhmen viel dem Bier zuspricht, trinkt man in der Slowakei, vor allem in der Süd- und Ostslowakei, wie in Ungarn gern den guten hausgemachten Wein.

Ein Kapitel für sich sind die Süßspeisen, bei denen Böhmen und Slowaken in steter Konkurrenz stehen. Die Fähigkeit zu Weltmeistern hätten beide Länder - ob das nun die Obstknödel sind, die Pfannkuchen, die Buchteln oder der Apfelstrudel, Schlagsahnekränzchen oder Creme-Rollen.

Sitten und Gebräuche

Die Slowakei hatte bis zur Mitte unseres Jahrhunderts auch im Alltag ihre Trachten beibehalten. Heute werden sie noch oft als festliche Kleidung getragen. Man benutzt sie allerdings weniger in ihrer ursprünglichen Form sondern häufiger als stilisiertes Kostüm. Doch immer noch sind es die Stickereien, welche die Tracht auszeichnen, wenn sich auch bei ihnen die Darstellungsart geändert hat. Immerhin kann man noch heutzutage rund 40 verschiedene slowakische Trachten - je nach ihrer Herkunft -unterscheiden.

Das Herstellen sehr feiner Textilien ist in der Slowakei sehr verbreitet. Es handelt sich beispielsweise um farbige Gewebe mit bunten Mustern aus Hanf und Leinen, wie sie im 18. Jh. aufkamen. Ein bedeutsames Gebiet für solche farbigen Stoffe ist noch heute die Mittelslowakei rund um Zvolen sowie die Ostslowakei bei Trebisov. Sehr bemerkenswert sind die gleichsam historischen Schafwolldecken, die "Goby"; sie werden noch heute in Klenovic hergestellt. Das Klöppeln von Spitze, schon im 16. Jh. bekannt, wird noch heute in einigen Orten ausgeübt, so in Solivar bei Pressov und in Slowensky Grob. Auch der Blaudruck, das Verzieren und Färben von Stoffen durch Indigoblau, hat sich seit Jahrhunderten erhalten - zum Teil in den gleichen Familien.

Souvenirs

Nach wie vor werden die bunten Textilien und auch Spitzen als typisches Kunstgewerbe angeboten. In Berggebieten, zum Beispiel in der nördlichen Gegend von Zips, bekommt man geflochtene Körbe aus Wacholderwurzeln und Reisig, in der Mittelslowakei aus Haselstrauch. In der Nähe von Nové Zámky hat sich die Korbflechterei aus Maisblättern konzentriert; aus Maisblättern werden dort auch Handtaschen, Sandalen und sogar Figuren geschaffen. In der Westslowakei stellt man sehr hübsche Gegenstände und auch Figuren aus Fayencen her. Es gibt eine ganze Reihe von Orten, in denen Fayence-Geschirr produziert wird. Auf den meisten Almen wird heute noch Hirtengeschirr aus Holz hergestellt, wobei die Griffe oft durch Figuren verziert sind. Fast überall im Land gab es einst geschickte Töpfer und noch heute werden einige traditionelle Töpfereien betrieben, die hübsches Geschirr nach altem Muster herstellen. Die "Zentralstelle für volkstümliche Kunstproduktion" hat Ausstellungs- und Verkaufsstellen in mehreren slowakischen Städten, in denen man attraktive Andenken erwerben kann.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

Bei Einreise mit dem Flugzeug: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250g Tabak (nur Reisende ab 18 Jahren);

Bei Einreise mit Auto, Zug, Schiff oder Sonstiges: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak (nur Reisende ab 18 Jahren);

1 Liter Spirituosen (über 22 Prozent) oder 1 Liter Unverarbeiteter Alkohol (über 80 Prozent) oder 2 Liter Spirituosen (unter 22 Prozent);

2 Liter Sekt oder 4 Liter Wein (nur Reisende ab 18 Jahren);

16 Liter Bier (nur Reisende ab 18 Jahren);

50 g Parfüm oder 0,25 Liter Eau de Toilette;

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

Geschenke/andere Waren bis zum Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, bzw. von 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg. Für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt die Freigrenze grundsätzlich 150 Euro.

Für Antiquitäten ist eine Ausfuhrerlaubnis erforderlich. Es empfiehlt sich, bereits bei der Einreise das entsprechende Zollmerkblatt beim Zoll zu verlangen.

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Klimadiagramm

Klimainformationen

Es herrscht ein Klima, das sich durch einen ausgeprägten Wechsel zwischen den Jahreszeiten auszeichnet. Außerdem besitzt die Slowakische Republik Randerhebungen mit feuchtem Gebirgsklima. Die Sommer sind meist sehr warm und die Winter kalt. Die wärmsten Monate sind üblicherweise der Juli und der August, in denen Temperaturen bis 30°C gemessen werden. Die kältesten Monate sind der Januar und der Februar in denen mit durchschnittlichen Temperaturen von minus 8 bis minus 10°C zu rechnen ist.

Beste Reisezeit

Mai bis September.

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Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Slowakische Republik ist malaria-frei.

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Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,85 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in die Slowakische Republik aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus der Slowakischen Republik in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Umtausch: in allen Zweigstellen der Banken, Wechselbüros, größeren Hotels und an den Grenzübergängen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, verschiedenen Geschäften, teilweise von Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Reiseschecks: Nein - Die Mitnahme von Reiseschecks ist nicht zu empfehlen, da deren Annahme nicht garantiert werden kann.

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Auskunftstellen

Slowakische Zentrale für Tourismus
Hildebrandstr. 25
10785
Berlin
(0 30) 25 94 26 41
(0 30) 25 94 26 40
office.de@slovakia.travel

Slovak Tourist Board
Námestie L. Stúra 1
97405
Banska Bystrica
Slowakisches Fremdenverkehrsbüro
P.O. Box 35
Banska Bystrica/Slowakische Republik
(00421 48) 413 61 49
(00421 48) 413 61 46/48
www.sacr.sk
sacr@sacr.sk

Slovak Tourist Board
Branch Office Bratislava
Lamacská cesta 8
81104
Bratislava /Slowakische Rep.
(00421 2) 55 57 16 54
(00421 2) 50 70 08 01
sacrba@sacr.sk

Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer
(Slovensko-nemecká obchodná a priemyselná komora)
Suché mýto 1
81103
Bratislava /Slowakische Rep.
(00421 2) 20 85 06 32
(00421 2) 20 85 06 20
info@dsihk.sk
Mo bis Fr 8.30-17 Uhr

Slovak Chamber of Commerce and Industry
Gorkého 9
81603
Bratislava /Slowakische Republik
(00421 2) 54 13 11 59
(00421 2) 54 43 32 91
sopkurad@scci.sk
Mo bis Fr 8-16 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Slowakischen Republik
mit Konsularabteilung
Hildebrandstraße 25
10785
Berlin
(0 30) 88 92 62 22
(0 30) 88 92 62 00
www.botschaft-slowakei.de
emb.berlin@mzv.sk
Konsularabteilung: Mo bis Fr 9-11.30 Uhr;
Botschaft: Mo bis Fr 9-16 Uhr

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
c/o Imrich Donath
Dietigheimer Straße 21
61350
Bad Homburg
(0 61 72) 2 43 05
(0 61 72) 2 97 59
donath@slowakeiinfo.de
Mo, Di, Do und Fr 9-12 Uhr

(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
Kalenberger Graben 14
31134
Hildesheim
(0 51 21) 999 08 11
(0 51 21) 999 08 04
www.honorarkonsul.com
honorarkonsulat@bettels.de
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr, nach telefon. Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
c/o Gruendelpartner PartGmbB
Grimmaische Straße 2-4
Mädler-Passage, Aufgang B
04109
Leipzig
(03 41) 23 10 62 30
(03 41) 23 10 62 54
www.honorarkonsul.com
honorarkonsul@slowakei-leipzig.de
Di und Do 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Slowakischen Republik
Vollmannstraße 25 d
81925
München
(0 89) 92 33 49 54
(0 89) 92 33 49 00
www.mfa.sk.zu
cg.munich@mzv.sk
Di, Mi und Do 8.30-11 Uhr

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
Tübinger Straße 43/Block B, 4. OG
70178
Stuttgart
(07 11) 227 39 19
(07 11) 227 39 18
sk-hk-stuttgart@rem.de
Mo 9.30-12 Uhr, Mi und Fr 13.30-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Hviezdoslavovo Nam. 10
81303
Bratislava /Slowakische Rep.
(0042 12) 54 41 96 34
(0042 12) 59 20 44 00
www.germanembassy.sk
info@pressburg.diplo.de
Amtsbezirk: Slowakische Republik

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Timonová 27
04001
Kosice /Slowakische Rep.
(00421 55) 32 74 44 44
(00421 55) 625 01 02
www.germanembassy.sk
kosice@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bezirke Kosice und Presov
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Bratislava

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Sehenswertes

Bratislava (Pressburg)

Die Hauptstadt der Slowakei mit ihrer 2.000 Jahre alten Geschichte, Krönungsstadt der ungarischen Könige und Königinnen, Sitz des Rates der ungarischen Statthalter und alte Universitätsstadt, erstreckt sich zu beiden Seiten der Donau am südlichen Ausläufer der Kleinen Karpaten - nur 60 km von Wien und 20 km von der ungarischen Grenze entfernt.

Die geschützte Zone des Stadtkerns tut sich durch zahlreiche Paläste, sakrale Bauten, Fontänen, Statuen und andere architektonische Denkmäler aus allen kulturellen Epochen von der Gotik bis zur Renaissance hervor. Vor allem fallen die alten Stadthäuser des Hochadels auf. Und in der spätbarocken Apotheke "Zum roten Krebs" finden Sie ein pharmazeutisches Museum.

Über der Donau erhebt sich das viertürmige Schloss; im neunten Jahrhundert wurde es als Burg gebaut und später wohnlicher umgestaltet. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert bewahrte man hier im Kronturm die ungarischen Kronjuwelen auf. Oft wohnte Österreichs Kaiserin Maria Theresia hier; sie ließ das Schloss prunkvoll ausbauen, Gärten anlegen und neue Gebäude für die Verwandtschaft errichten. Nach einem Brand wird das Schloss nun nach und nach restauriert.

Zips

Das Zips-Territorium liegt südöstlich der Hohen Tatra und ist eine der bemerkenswertesten Gegenden der Slowakei. Im 13. Jahrhundert wurden die Ureinwohner von den Tataren ausgerottet. Aus Sachsen herbeigerufene Ansiedler gründeten neue Städte, die sich zu Gemeinschaften zusammenschlossen - so der "Bund der 24 freien Städte der Zips", der bis ins 19. Jahrhundert überdauerte. Zusammenarbeit, Privilegien, Erlöse aus Handel, Gewerbe und Bergbau brachten allen diesen Zipser Städten Wohlstand. Das beweisen ihre schönen Bauwerke; die Stadtkerne wahrten ihr mittelalterliches Bild.

Spisske Podhradie

Es ist zu Fuß eine halbe Stunde zur Zipser Burg Spissky Hrad. Sie ist mit ihren fünf Burghöfen die größte Ruine der ganzen Slowakei - und einst war es eine der größten Adelsburgen in Europa. Sie stand schon in frühromanischer Zeit, wurde dann vom 13. bis zum 16. Jahrhundert um- und ausgebaut. 1780 brannte sie ab. Inzwischen wurde einiges behutsam konserviert und restauriert. Nun erstrahlen der romanische Palas mit seinen Rundbogenfenstern, der runde Bergfried sowie die Reste der Kirche wieder in ihrer alten Pracht.

Martin

Freilichtmuseen sind über das ganze Land verstreut. Hier wird - noch mehr als in anderen Ländern - darauf geachtet, die seit Generationen bestehende Harmonie zwischen dem Leben und den kulturellen Bedürfnissen, zwischen Volksarchitektur, darstellender Kunst und Musik aufzuzeigen. In Martin steht das größte Freilichtmuseum, das "Museum des slowakischen Dorfes". Es bedeckt eine Fläche von fast hundert Hektar. Dort stehen Häuser, wie sie für die unterschiedlichen Regionen der Slowakei typisch waren oder sind. Im Sommer werden hier Beispiele des Brauchtums und der traditionellen Volkshandwerke gezeigt.

Slowakisches Paradies

Sieben Nationalparks liegen in der Slowakei, außerdem eine Anzahl geschützter Landschafts- und Naturschutzgebiete. Der Nationalpark "Slowakisches Paradies" ist außergewöhnlich reich an Naturschönheiten. Es erstreckt sich zwischen den Städten Poprad und Spiska Nova Ves und steht unter strengem Natur- und Landschaftsschutz. Das Gebiet ist vor allem durch seine ein bis zwei Meter breiten Klammen zwischen den bis zu 300 m hohen, senkrecht aufsteigenden und überhängenden Wänden, bekannt, wo Schluchten mit hohen Wasserfällen und Kaskaden wechseln. Hier gibt es verschiedene Klettertouren mit Aufstiegen über Leitern, mit Überhängen und mit Brücken, die nur aus einem Baumstamm bestehen. Auch unterirdische Karstformationen sind zu sehen.

Hohe Tatra

Die Hohe Tatra ist das einzige Hochgebirge der Slowakei und das kleinste Hochgebirge der Welt. Auf dem gesamten Gebiet erstreckt sich der Nationalpark der Hohen Tatra mit mehr als 300 Gipfeln, davon 26 mehr als 2.500 m hoch. Auf vielen Bergsätteln sind kleine, tiefe Gebirgsseen aufgestaut. Gekennzeichnete Wanderwege führen in Täler, zu Wasserfällen und auch auf sechs Gipfel. Weitere Bergspitzen können mit Bergführern besucht werden.

Kleine Fatra

Das Gebirgsmassiv ist Bestandteil des westlichen Karpatenbogens. In der Nähe der Stadt Zilina (Sillein) durchbricht der tiefe Einschnitt des Waag-Tals den Kamm der kleinen Fatra und teilt ihn in zwei unterschiedliche Teile.

Der Nordostteil steht als Nationalpark Mala Fatra ganz unter Naturschutz; er besitzt eine artenreiche Flora und Fauna. Die stark gegliederte Landschaft bezaubert mit ihren bizarren Felsformationen und Schluchten - ein beliebtes Ziel für Bergwanderer und ist auch für Familienurlaub geeignet.

Dobsiná

Die Dobschauer Eishöhle ist eine der größten und schönsten in Europa: 400 Meter lang, mehr als 40 Meter breit, zum Teil fast hundert Meter hoch. Manche Eissäulen ragen zwölf Meter auf und haben vier Meter Durchmesser; einige sind hohl, andere mit erstaunlichen natürlichen Ornamenten geschmückt. Die Eismassen sind gewaltig: Allein der Boden der Höhle ist eine kompakte, 21 Meter dicke Eisschicht, in die man Stufen und Gänge gehauen hat. 1871 wurde die Höhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bereits 1887 elektrisch beleuchtet - als erste Höhle der ganzen Welt.

Heilquellen

In den slowakischen Karstgebieten sind seit Jahrhunderten Mineralwasserquellen bekannt, aber nur ein Teil wird bereits aufgefangen und in Heilbädern genutzt. Die Wässer enthalten zum Teil natürliche Wärme, zum Teil Minerale aus dem Erdinnern.

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Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

SICHERHEIT:

* Vor allem in den Touristengebieten (z.B. Bratislava, Hohe Tatra sowie in den Kurorten) existiert eine ausgeprägte Kleinkriminalität in Form von Taschendiebstahl und Wageneinbrüchen. Auch mit Diebstählen in Hotels muss gerechnet werden.

* Gewarnt wird auch vor der Gefahr von Auto-Diebstahl. Besonderes neuere Modelle Marken BMW, Mercedes, Audi und VW mit ausländischen Kennzeichen sind gefährdet. Dies gilt selbst dann, wenn sie mit elektronischer Wegfahrsperre versehen sind.

* In den letzten Jahren kam es auch immer wieder zu Überfällen auf der Autobahn zwischen Brünn und Bratislava, bei welchen der Fahrer durch Vortäuschung von Defekten am Fahrzeug zum Halten gebracht und anschließend ausgeraubt wurde. Ebenso auch auf den Rastplätzen bzw. Tankstellen im Stadtgebiet Bratislava, aus/in Richtung Brünn/Prag, Wien, Budapest und Trnava/Zilina. In diesen Straßenabschnitten ist wird zu einem hohen Maß an Vorsicht geraten.

ALKOHOL: Alkohol darf nur in geschlossenen Räumen (z.B. Restaurants, Bars) konsumiert werden (Ausnahmen können z.B. für Weihnachtsmärkte bestehen). Die Strafen bei Missachtung sind hoch.

STRAFRECHTLICHE BESTIMMUNGEN: Der Besitz und Konsum von Drogen, auch in kleinen Mengen und zum eigenen Verbrauch bestimmt, ist strafbar und wird regelmäßig mit hohen Strafen geahndet. Dabei wird nicht zwischen sogenannten weichen und harten Drogen unterschieden.

Prostitution ist nicht strafbar, Zuhälterei hingegen steht unter Strafe.

Homosexualität ist nicht strafbar.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ungarn

Karte Ungarn

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten genügt auch der gültige Personalausweis, notwendig sind außerdem ausreichende Geldmittel bzw. Nachweis eines Pauschalarrangements.

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Ungarn liegt etwa in der Mitte des europäischen Kontinents; im Westen grenzt es an Österreich und Slowenien, im Norden an die Slowakische Republik und die Ukraine, im Osten an Rumänien und im Süden an Kroatien sowie Serbien und Montenegro .

Fläche: 93.030 km².

Verwaltungsstruktur: 19 Komitate (megyek) und die Hauptstadt Budapest.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 9,4 Millionen.

Städte:

Budapest (Hauptstadt) ca. 1,7 Millionen,

Debrecen ca. 211.300

Szeged ca. 168.000

Miskolc ca. 167.700

Pécs ca. 156.000

Györ ca. 129.500

Nyíregyháza ca. 119.700

Kecskémet ca. 111.400

Székesfehérvár ca. 100.600

Sprache

Die Landessprache ist Ungarisch. Im Geschäftsverkehr wird auch Deutsch und Englisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Ungarn ist 0036, von Ungarn nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Die Budapester Telefonnummern sind sieben-, Provinzanschlüsse achtstellig. Bei Inlandsgesprächen muss die 06 vorgewählt werden, Freizeichen abwarten. Es gibt öffentliche Telefone mit Münz- und Kartenbetrieb, Mindestgebühr 20 Ft. Telefonkarten sind in Hotels, Postämtern, Tankstellen und Zeitungskiosken zu bekommen.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 107, Unfallrettung 104, Feuerwehr 112; Touristennotruf 438 80 80.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Ungarn von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .hu

Feiertage

Feiertage 2017:

1. Januar (Neujahr)

15. März (Nationalfeiertag - Tag der Revolution 1848)

14. April (Karfreitag)

17. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

5. Juni (Pfingstmontag)

1. Juli (Tag der Beamten, Behörden, Ministerien und Selbstverwaltungen sind geschlossen)

20. August (Nationalfeiertag - Tag der Staatsgründung)

23. Oktober (Jahrestag der Revolution 1956 und Jahrestag der Republik 1989)

1. November (Allerheiligen)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Liegt zwischen einem Feiertag und dem Wochenende nur ein Tag, wird dieser den Arbeitnehmern freigegeben. Die ausgefallene Arbeitszeit wird an einem Samstag nachgeholt. Behörden und Banken sind an diesen Brückentagen geschlossen.

Die Hauptferienzeit geht von Ende Juni bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Schalteröffnungen Mo bis Fr 8/9-13/16 Uhr; einige Wechselstuben in Budapest sind täglich, auch Samstag und Sonntag, bis spät abends geöffnet.

Büros: Mo bis Fr 8-16/17 Uhr; Mittagspause etwa zwischen 12 und 13 Uhr;

Behörden, Ministerien: Mo bis Do 8/8.30-16 Uhr, Fr 8/8.30-14 Uhr; Mittagspause etwa zwischen 12 und 13 Uhr.

Geschäfte: Mo bis Fr im Allgemeinen 8/10-18 Uhr; nur einige kleinere Geschäfte schließen mittags zwischen 12 und 14 Uhr, samstags sind die Öffnungszeiten dann durchweg bis 13 Uhr. Supermärkte und Geschäfte in großen Einkaufszentren 8/10-22 Uhr, auch samstags und sonntags; einige Supermärkte sind 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet. An allen Feiertagen sind Geschäfte bis auf wenige Ausnahmen geschlossen.

Post: Mo bis Fr 8-18 Uhr, am Budapester Bahnhof 7-21 Uhr.

Kleidung

Normale europäische Kleidung entsprechend den Jahreszeiten.

Karte Ungarn
Gestüt Hortobágy

Geschichte/Politik

Schon früh besiedelt (ab dem ersten Jahrhundert v.Chr. war das heutige Ungarn Teil der römischen Provinzen Dakien und Pannonien) entwickelte sich das ungarische Reich vom Ende des 10. bis zum 13. Jahrhundert zu einer führenden Macht in Europa. Darauf wechselten Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen mit Zeiten des Aufblühens der Wirtschaft und der Kultur ab. Unter Matthias Corvinus, der 1458 zum König gekrönt wurde, erlebte das Land seine höchste Blüte. Er übernahm die Kontrolle über Österreich von den Habsburgern und verlegte seinen Hof nach Wien. Dieser und weitere Gebietsgewinne machten Ungarn für kurze Zeit zum mächtigsten Königreich Mitteleuropas. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert stand Ungarn unter der Herrschaft der Türken bzw. der Habsburger. Nach erbitterten Freiheitskämpfen wurde das Land 1849 unabhängig, gehörte aber 1918 zur Österreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie. Im Zweiten Weltkrieg war Ungarn Verbündeter der Achsenmächte, wurde nach einem Friedensangebot an die Alliierten im März 1944 von deutschen Truppen besetzt. Eine Diktatur wurde errichtet. Die nach dem Krieg von der Sowjetunion eingesetzte provisorische Regierung führte eine groß angelegte Bodenreform durch, bei der große Ländereien des Adels und der Kirche konfisziert wurden. 1946 wurde die kommunistische Republik, 1948 die Volksrepublik Ungarn ausgerufen. Eine antisowjetische Revolution im Jahr 1956 wurde von sowjetischen Truppen niedergeschlagen. In den achtziger Jahren wurden umfassende politische und gesellschaftliche Reformen eingeleitet, im Oktober 1989 die demokratische Ungarische Republik proklamiert. Die ersten freien Wahlen seit 45 Jahren fanden statt. 1990 trat Ungarn als erstes mitteleuropäisches Land des Ostblocks dem Europarat bei.

Ungarn ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Landwirtschaft die Grundlage der ungarischen Wirtschaft. Nach den ersten freien Wahlen 1990 erfolgte schrittweise die Umstellung von der Planwirtschaft zu den Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Dadurch öffnete sich das Land stärker dem Tourismus, der sich schnell zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelte. Inzwischen hat der Tourismus einen Anteil von zehn Prozent am Bruttosozialprodukt.

Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Mais, Weizen, Zuckerrüben, Gerste, Kartoffeln, Sonnenblumenkerne und Roggen. Die Weinbaugebiete in der Region um Tokaj sind auf der ganzen Welt berühmt. Der Fischfang ist am Plattensee, an der Donau und an der Theiß ein wichtiger Wirtschaftszweig. Wegen landeseigenem Ressourcenmangel ist Ungarn auf die Einfuhr von Rohstoffen für seine schnell wachsenden Wirtschaftszweige angewiesen. Die wichtigsten Branchen sind Rohstahl, Stahlblech, Aluminium, Zement und Lederschuhe.

Religion

Zwei Drittel der Bevölkerung sind römisch-katholisch, rund ein Drittel ist protestantisch (Ungarische Calvinistische Kirche und Ungarisch-lutherische Kirche). Es gibt eine jüdische Gemeinde, die aber verhältnismäßig klein ist.

Vegetation

Der Wald, der etwa 20 Prozent der Landesfläche bedeckt, besteht vor allem aus Eichen, Linden, Buchen und anderen Laubbäumen.

Tierwelt

Hasen, Füchse, Rotwild und Wildschweine leben in den Landschaftsschutzgebieten. In den Seengebieten sind Enten, Reiher, Kraniche und Störche heimisch. Das weitgehend versteppte Alföld ist ein Zufluchtsort für viele Zugvögel.

Karte Ungarn
Gulasch

Kulinarisches

Typisch für die ungarische Küche sind Gewürzpaprika, Zwiebeln, Tomaten und Gemüsepaprika. Nicht nur die Auswahl ist groß, sondern auch die Portionen. Zu den Spezialitäten gehören:

Vorspeisen: libamáj pastétom, eine luftige Blätterteigtasche, gefüllt mit Gänseleberpastete, Béchamelsoße, Gewürzen und einem Schuß Weinbrand oder paprika szeletek körözöttel töltve, grüne Paprikaschote mit einer Mischung aus Schafskäse, Gewürzen und ein wenig Bier gefüllt.

Suppen: Natürlich die beliebte Gulaschsuppe (Gulyásleves) oder die Szegadi halászlé (Szegadiner Fischsuppe).

Hauptspeisen: Hier sind als Fleischgerichte die Fatánvéros, Spieße mit Rind-, Schweine- und Kalbfleisch zu empfehlen. Eine besonderen Fischspezialitat ist der Balaton fogas (Plattensee-Zander).

Nachspeisen: Es lohnt sich ein wenig Hunger für ein gutes ungarisches Dessert zu bewahren. Eine besondere Spezialität sind die Strudel (rétes) mit verschiedenen Füllungen (Apfel, Mohn, Sauerkirschen oder Hüttenkäse). Auch die hauchdünnen Eierkuchen (Palatschinken) sind sehr beliebt. Zum Essen empfehlen sich einige der guten ungarischen Weine z.B. Tokaier (Tokaji) als Weißwein oder der Egri bikavér (Erlauer Stierblut aus Eger) als Rotwein oder die heimischen Biere (u.a. Dreher, Aranyászok, Soproni). Nach dem Essen genehmigt man sich gern einen Obstbranntwein (pálinka).

Souvenirs

Volkstumsartikel, Keramik, Stickereien, Trachtenpuppen, handbemaltes Herender Porzellan, Halaser Spitzen, Zsolnay Porzellan, Bücher, CD´s und Antiquitäten sowie Lebensmittel wie Aprikosen- und Kirschenschnaps und Gänseleberpastete sind beliebte Mitbringsel aus Ungarn. Das Marzipan aus dem Budapester Geschäft Szamos ist weltberühmt. Tokayer Wein wird gerne mitgebracht.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus BULGARIEN und RUMÄNIEN, die am 1. Januar 2007 der EU beigetreten sind, gibt es Beschränkungen bei der Einfuhr von Tabakwaren. Es dürfen bis Ende 2009 nur die für Reisende aus Drittstaaten geltenden Höchstmengen mitgeführt werden:

- 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak.

EINREISE aus BISHERIGEN EU-LÄNDERN (EU-25 Staaten):

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (bei Einreise auf dem Landweg, z.B. aus der Ukraine oder aus Serbien, nur 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak),

4 Liter Wein und 1 Liter Spirituosen,

16 Liter Bier,

Tabakwaren, Wein und Spirituosen dürfen nur von über 16 Jahre alten Reisenden mitgeführt werden.

Eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

Außer den persönlichen Gebrauchsgegenständen können Geschenke oder andere Waren im Gesamtwert bis 430 Euro für Flug- und Seereisende, bzw. bis 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg mitgeführt werden, für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt der Freibetrag grundsätzlich 175 Euro.

EINFUHRVERBOT besteht für pornografische Erzeugnisse, Rauschgift, Horror- und Porno-Videos sowie rohes Fleisch, hausgemachte Wurstwaren und Milchprodukte.

Die AUSFUHR von kulturellen Kunstgegenständen, Edelmetallen und Waren ist nur mit Sondergenehmigung möglich. Näheres durch die ungarischen Zollstellen, die Ungarische Nationalbank oder Tourinform in Budapest.

Ansonsten können gekaufte Geschenke und Souvenirs (in nichtkommerziellen Mengen) bis zum Wert von 100.000 Forint ausgeführt werden.

Eine MEHRWERTSTEUERRÜCKERSTATTUNG für Waren über 50.000 Ft (nicht bei Kunstwerken, Sammlungen und Antiquitäten) ist bei Ausreise möglich. Alle Dokumente müssen bei Ausreise vom Zollamt abgestempelt werden. Informationen über die Ungarischen Touristenämter.

Karte Ungarn
Klimadiagramm

Klimainformationen

Ungarn hat mitteleuropäisches bis kontinental osteuropäisches Klima. Typisch für dieses Klima ist, dass es im Frühjahr angenehm, im Sommer heiß und trocken, im Herbst mild und im Winter sehr kalt ist. So werden in Ungarn üblicherweise im Sommer 32 °C gemessen, während in den Wintermonaten das Thermometer nicht selten auf Temperaturen von -10 °C fällt.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Karte Ungarn

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Ungarn ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

BUDAPEST: Dr. Joseph Veres (spricht Deutsch), Hotel Marriot, Apaczaicsere Janos 16,, Budapest, Tel. (01) 54 11 47, 84 36 34.

Karte Ungarn

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Forint (Ft)

1 Forint = 100 Filler. (Fillermünzen sind schon aus dem Verkehr gezogen).

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 308,87 Ft

1 US-$ = ca. 270,87 Ft

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreie nach Ungarn aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise aus Ungarn in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Belege (mit Reisepassnummer) über den Umtausch ausländischer Währungen müssen aufbewahrt und bei der Ausreise dem Zoll auf Verlangen vorgelegt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, Restaurants, zahlreichen Geschäften und teilweise von Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert

Reiseschecks: Ja - Reiseschecks in US-$ oder Euro können bei größeren Banken und Wechselstellen eingetauscht werden und werden auch in zahlreichen Geschäften akzeptiert.

Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Karte Ungarn

Auskunftstellen

Ungarisches Tourismusamt
Vertretung Deutschland Schweiz
Wilhelmstraße 61
10117
Berlin
(0 30) 24 31 46 13
(0 30) 24 31 46-0
www. ungarn-tourismus.de
sekretariat@ungarn-tourismus.de

Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer
(Német-Magyar Ipari és Kereskedelmi Kamara)
Lövóház u. 30
1024
Budapest /Ungarn
(0036 1) 315 07 44
(0036 1) 345 76 00
www.duihk.hu
info@ahkungarn.hu
Mo bis Do 8-17 Uhr, Fr 8-14.30 Uhr

Ungarisches Tourismusamt (Zentrale)
Hungarian National Tourist Office
Bartók Béla út 105-113
1115
Budapest /Ungarn
(0036 1) 488 86 00
(0036 1) 488 87 00
www.hungarytourism.hu
info@itthon.hu

Budapest Festival and Tourism Center Nonprofit Ltd.
Városház u. 9-11
1066
Budapest / Ungarn
(0036 1) 486 33 20
(0036 1) 486 33 00
www.budapestinfo.com
info@budapestinfo.hu

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Ungarn
Unter den Linden 76
10117
Berlin
(0 30) 229 13 14
(0 30) 20 31 00
www.ungarische-botschaft.de

infober@mfa.gov.hu
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Konsularabteilung der Botschaft der Republik Ungarn
Unter den Linden 76
Eingang: Wilhelmstraße 61
10117
Berlin
(0 30) 394 13 85
(0 30) 20 31 00
www.ungarische-botschaft.de
consulate.ber@mfa.gov.hu
Mo, Di, Mi und Fr 9-12 Uhr (Einlass bis 11.30 Uhr), Mi zusätzlich 14-16 Uhr

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Am Luneort 15 (im Flughafen)
27572
Bremerhaven
(0 47 44) 92 58 10
(0 47 44) 92 58 13
konsulatungarn@aol.com
Mo, Mi und Fr 10-12 Uhr nach vorheriger telefon. Vereinbarung
(keine Pass- und Visa-Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Adersstraße 12-14
40215
Düsseldorf
(0211) 302 16 91
(0211) 302 16 90
mission.dus@mfa.gov.hu
Mo, Di und Do 9-12 Uhr, Mi 14-16 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Neuwerkstraße 47 A
99084
Erfurt
(03 61) 345 55 95
(03 61) 345 55 90, 345 55 94
dr.bohn@t-online.de
Di und Do 10-12 Uhr
(keine Pass- und Visa- Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Huttropstraße 60
45127
Essen
(02 01) 17 00 34 20
(02 01) 17 00 34 11
info@hsknet.de
Mo 11-13 Uhr, Di 14-16 Uhr
(keine Pass- und Visa-Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Honorargeneralkonsulat der Republik Ungarn
Alsterufer 45
20354
Hamburg
(0 40) 450 05 72
(0 40) 45 29 56
honorarkonsulin@greve-bau-boden.de
Di und Do 10-12 Uhr
(keine Pass- und Visa- Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Vollmannstraße 2
81927
München
(0 89) 962 28 02 40
(0 89) 962 28 00 (Zentrale), 962 28 02 41
mission.muc@mfa.gov.hu
Mo, Di, Do und Fr 9-12 Uhr, Di zusätzlich 14-16 Uhr, Mi geschlossen

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Flughafenstraße 124
90411
Nürnberg
(09 11) 36 00 91 09
(09 11) 36 00 91 00
www.hun.konsulat.com
info@honorar-konsulat-nuernberg.org
Di und Do 9-14 Uhr (Termine nach Vereinbarung)
(keine Visumerteilung)
(nur Reg.- Bez. Oberpfalz, Mittel-, Ober- und Unterfranken)

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Salierstraße 48
70734
Stuttgart
(07 11) 24 86 16 32
(07 11) 24 86 16 30
www.hun.konsulat.com
honorarkonsul.hu@rolfkurz.com
Di und Do 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Christophstraße 7
70178
Stuttgart
(07 11) 55 32 69 21
mission.stu@mfa.gov.hu
Di bis Fr 9-12 Uhr, Mi zusätzlich 14-16 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
Úri utca 64-66
1014
Budapest I
Embassy of the Federal Republic of Germany
Postfach 43
1250 Budapest/Ungarn
(00 361) 467 35 05
(0036 1) 488 35 00, 488 35 67 (nach Dienstschluss)
www.deutschebotschaft-budapest.hu
info@budapest.diplo.de
Amtsbezirk: Ungarn

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany
Vascári Pál utca 4
7622
Pecs /Ungarn
(00 36 72) 50 16 85
(0036 72) 50 42 50
www.deutschebotschaft-budapest.hu
fuenfkirchen@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Ungarn

Ärztliche Hilfe

BUDAPEST: Dr. Joseph Veres (spricht Deutsch), Hotel Marriot, Apaczaicsere Janos 16,, Budapest, Tel. (01) 54 11 47, 84 36 34.

Karte Ungarn
Balaton

Sehenswertes

Budapest

Budapest, die ungarische Hauptstadt, wird oft als "Perle der Donau" bezeichnet. Sie liegt an den beiden Ufern des mächtigen Stromes und ist eine der attraktivsten und schönsten gelegenen Städte Europas. Die Donaumetropole ist ein großartiges Monument mit türkischen und römischen Einflüssen, das Vergangenheit und moderne Großstadt vereint.

Die Donau durchfließt die Stadt in Nord-Süd-Richtung und teilt Budapest in zwei ungleiche Stadthälften: das hügelige "Buda", auf der rechten Donauseite gelegen mit dem Burg-Viertel, der Fischerbastei, seinen stimmungsvollen Gässchen, schönen Baudenkmälern, alten Plätzen und malerischen Villenvierteln sowie das ebene "Pest" auf der gegenüberliegenden Donauseite, das zwei Drittel der Stadtfläche ausmacht und mehr das Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens ist.

Neun Brücken überspannen die Donau im Stadtgebiet, von denen die älteste und bekannteste die Kettenbrücke darstellt. Bereits 1987 hat die UNESCO das herrliche Panorama der Budapester Donauufer und das Burgviertel von Buda zum Weltkulturerbe erklärt.

Besucher erleben in Budapest Prachtbauten aus der Zeit der Jahrhundertwende, bekannte Museen, römische Amphitheater, imposante Kirchen sowie ein reiches Musik- und Theaterleben. Darüber hinaus sorgen mehr als 100 Thermal- und Heilwasserquellen sowie die Margareteninsel inmitten der Donau für Entspannung.

Die Umgebung der Zwei-Millionen-Metropole bietet viele Möglichkeiten zu Ausflügen. Das malerische Donauknie erstreckt sich bis nach Esztergom. In den Budaer Bergen, dessen höchste Erhebung mit 527 Metern der János-Berg ist, verkehrt die Kindereisenbahn und erhebt sich der Sendemast Lakihegy.

Plattensee (Balaton)

Ein beliebtes Reiseziel in Ungarn ist der Plattensee, der größte Süßwassersee in Mitteleuropa. Das Geheimnis der milden Badetemperaturen des Sees ist seine durchschnittliche Tiefe von nur drei Metern. Nur bei der Halbinsel Tihany erreicht der Balaton eine Wassertiefe von zwölf Metern. Seinem Wasser wird therapeutische Wirkung zugeschrieben. Teilweise wird diese heilende Wirkung aber wieder durch die Wasserverschmutzung, die mitunter erheblich ist, aufgehoben.

An den Ufern des Plattensees liegen zahlreiche Ferienorte, von denen sich die schönsten im Norden befinden. So gibt es die alte Festungsstadt Keszthely, in der der Festetics Palast, ein hufeisenförmiges Gebäude mit 101 Räumen, steht, den Kurort Hévíz mit seinen Heißwasserquellen und Europas größtem Thermalsee, aber auch Badacsony, das Zentrum am Plattensee, das bereits seit dem Mittelalter durch seinen Weinanbau bekannt ist. Hier kann neben dem Kelterhaus der Familie Kisfaludy auch ein erloschener Vulkan besucht werden. Der Badeort Sófok am Südufer zieht die Jugend an.

Im Allgemeinen bietet der Plattensee gute Möglichkeiten zum Schwimmen, Segeln und Windsurfen. Eine große Auswahl an Hotels, Pensionen und Gasthöfen steht zur Verfügung und für den Abend gibt es viele Restaurants, Bars, Discotheken und Nachtclubs. In der unmittelbaren Umgebung des Sees liegen Naturschutzgebiete wie das Feuchtbiotop des Kis-Balaton, die einen Ausflug lohnen. Auch die Halbinsel Tihany (mit Fähre zu erreichen) mit ihrer Abtei aus dem 18. Jahrhundert ist einen Besuch wert. Für die Liebhaber traditioneller Feste gibt es am Plattensee von Frühjahr bis Herbst zahlreiche farbenfrohe Veranstaltungen.

Donauknie

Eine halbe Stunde nördlich von Budapest ändert die Donau, ungarisch Duna genannt, ihren Lauf. Sie verlässt ihren östlichen Kurs und wendet sich nach Süden. Dieses Gebiet, das Donauknie genannt wird, ist das ganze Jahr über ein bevorzugtes Ferienziel in Ungarn und beliebt bei Wanderern, historisch Interessierten und Kunstfreunden. 20 Kilometer stromaufwärts von Budapest liegt die Stadt Szentendre. Mit ihren unversehrt erhaltenen Barockgebäuden und ihren pastellenen Farben ist sie ganz vom Charakter des 18. Jahrhunderts geprägt. Stromaufwärts befindet sich Visegrád, das im Mittelalter Königssitz war. Noch heute spürt der Besucher im restaurierten Schloss der Könige von Anjou die höfische Atmosphäre jener Zeit. Auch die Ruine der mittelalterlichen Schlossburg ist sehenswert. Die Hauptstadt der katholischen Kirche Ungarns, Esztergom, wird gekrönt von einer mächtigen Basilika aus dem 19. Jahrhundert. Die goldenen Sanktuaria, die zu den wertvollsten Schätzen Ungarns gehören, reichen weit über 1.000 Jahre zurück.

Hortobágy-Puszta

Die Puszta ist die Charakterlandschaft Ungarns schlechthin. Die intensive Landwirtschaft hat das Bild der Grassteppe aber tiefgreifend verändert. Nur ihr Herz, die Hortobágy-Puszta, die sich östlich von Budapest zwischen Debrecen und Tiszafüred erstreckt, konnte ihren Urzustand bewahren. Dieses Naturparadies wurde benannt nach dem Flüsschen, das sich von Norden nach Süden durch die Ebene zwischen der Theiß und der Stadt Debrecen schlängelt. Ein Teil der Hortobágy-Puszta wurde in den siebziger Jahren zum Nationalpark erklärt. Seine ökologische Vielfalt reicht von Auwaldresten in der Überschwemmungsgebieten der Theiß über Eichenwälder bis zu salzigen Sümpfen und zur Kurzgrassteppe. Dementsprechend artenreich ist die Tier- und Pflanzenwelt. Hier brüten mehr als 240 Vogelarten, darunter der Kormoran und die Großtrappen im Hortobágy Nationalpark. Sehr beeindruckend ist es die Puszta zu durchwandern. Es werden aber auch Ritte oder Planwagenfahrten angeboten. Auch Kulturliebhaber finden ihre Sehenswürdigkeiten. Bei der Ortschaft Hortobágy steht die bekannte Neun-Bogen-Brücke, auf der jährlich im August der traditionelle Brückenmarkt abgehalten wird. Bei Reiterspielen im benachbarten Máta kann man Ende Juni die Pferdehirten in Aktion erleben.

Heilbäder

Bereits die Römer erkannten die heilende Kraft des Bades und trugen ihre Badekultur in das Land Pannonien. Sie hat sich bis heute gehalten. Da es mit Thermal- und Heilwasservorkommen reich gesegnet ist, ist Ungarn ein Land für Kur- und Heilbäderurlaub. Der Thermal- und Kurtourismus spielt eine immer wichtigere Rolle im Fremdenverkehr des Landes. Es gibt mehr als 1.000 Warmwasserquellen mit Heilwirkung und 22 ungarische Städte, und 62 kleinere Ortschaften sind ein offiziell anerkanntes Bad. Die bekanntesten Heilbäder sind Héviz und Harkány. Thermalquellen gibt es in Bük, Balf, Gyula und Hajdúszoboszló. Aber auch in Budapest sind Heilkuren möglich. Historische Thermalbäder in Budapest sind das Király, das Rudas oder das Rács. Sehr bekannt, wenn auch nicht mehr so berühmt wie einst, ist das Hotel Gellért mit seinem Jugendstilbad.

Karte Ungarn

Reisehinweise

Wegen verstärkter Kfz-Kontrollen nahe der ungarisch-österreichischen Grenze (auf österreichischem Gebiet) kann es zu erheblichen Verzögerungen bei der Einreise nach Österreich kommen.

Seit dem 7. April 2017 werden alle Reisenden - einschließlich EU-Bürger - gemäß einer EU-Verordnung an den Außengrenzen des Schengenraums sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausreise verstärkt kontrolliert. Dies gilt für die Luft-, See- und Landgrenzen. Die Reisedokumente werden systematisch mit den Fahndungsdatenbanken der Sicherheitsbehörden abgeglichen. Mit längeren Wartezeiten ist daher an den Grenzen zu Serbien, Kroatien und zur Ukraine zu rechnen.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Obwohl die Zahl der Autodiebstähle in den letzten Jahren zurückgegangen ist, sind Autos von Touristen nach wie vor beliebte Ziele von Autodieben. Besonders gefährdet sind Besitzer von Autos deutscher Fabrikate sowie von Geländewagen. Daher sollten Fahrzeuge nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden und Fahrzeugpapiere nicht im Wagen zurückgelassen werden.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Polizeikontrollen angebracht, da es manchmal zu Überfällen durch falsche Polizisten kommt. Es sollte auf eine vollständige Polizeiuniform geachtet werden sowie auf die Aufschrift "Rendörség" auf dem Streifenwagen. Zudem besitzt jeder Polizeibeamte eine Plakette mit einer fünfstelligen Dienstnummer und einen Ausweis im Scheckkartenformat.

Daneben wird immer wieder von Fällen berichtet, in denen andere Verkehrsteilnehmer auf vermeintliche Schäden am Fahrzeug hinweisen, um dieses anzuhalten. Es sollte nach Möglichkeit nicht am Straßenrand angehalten werden, sondern erst an der nächsten Tankstelle.

An touristisch interessanten Orten ist Taschendiebstahl ein Problem. In Budapest sind das Burgviertel, die Zitadelle sowie die Markthalle an der Freiheitsbrücke bei Taschendieben besonders beliebt.

Vorsicht sollte man auch walten lassen bei Einladungen zu einem Restaurantbesuch in Budapest, da diese meist nur für Restaurants mit stark überteuerten Preisen ausgesprochen werden und die überteuerte Rechnungen auch rigoros eingetrieben werden. Sollte man Opfer eines solchen Vorfalls geworden sein, sollte dieser bei der örtlichen Polizei und /oder dem Ungarischen Amt für Verbraucherschutz angezeigt werden. Die Kontaktdaten lauten: 1088 Budapest, József krt. 6, Tel. (0036 1) 459 48 00, Fax (0036 1) 210 46 77).

Ferienwohnungen, vor allem rund um den Balaton (Plattensee), sind ein beliebtes Ziel für Einbrüche.

In ganz Ungarn besteht ein RAUCHVERBOT für alle öffentlichen Gebäude. Zudem ist in Budapest das Rauchen auch an allen öffentlichen Haltestellen untersagt, und kann mit Geldstrafen von bis zu 50.000 Ft. (ca. 183 Euro) belegt werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Serbien

Karte Serbien

Einreise für Deutsche

Visumfrei für Serbien für einen Aufenthalt bis zu maximal 90 Tagen.

Notwendig sind:

- der mindestens noch für die Dauer des Aufenthalts gültige Reisepass (auch der Vorläufige Reisepass) oder Personalausweis

- Rück- oder Weiterreiseticket und -papiere (außer bei Anreise mit Kfz)

- ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt

- Nachweis einer Krankenversicherung

Landesdaten

Lage

Die Republik SERBIEN liegt mitten auf der Balkanhalbinsel. Sie grenzt im Norden an Ungarn, im Osten an Rumänien und Bulgarien, im Süden an Mazedonien, den Kosovo und Montenegro und im Westen an Bosnien-Herzegowina und Kroatien.

Fläche: ca. 55.968 km².

Zur Republik Serbien gehört die Provinz Vojvodina. Serbien ist eingeteilt in 24 Kreise.

Einwohner

Bevölkerung: 7,12 Millionen

Städte:

Beograd (Belgrad, Hauptstadt) ca. 1,64 Millionen

Novi Sad ca. 335.700

Nis ca. 257.900

Kragujevac ca. 177.500

Subotica ca. 140.400

Sprache

Die Amtssprache ist Serbisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Auch in Serbien gilt die europäische Sommerzeit, die MEZ +1 Stunde entspricht.

Telefon/Post

Post

Luftpost nach Europa benötigt etwa ein bis zwei Wochen.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Serbien ist 00381. Von Serbien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Telefonkarten gibt es in Postämtern und Tabakgeschäften.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 92, Unfallrettung 94, Feuerwehr 93.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Serbien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Die Mobilfunkerreichbarkeit umfasst nahezu das ganze Land.

Internet

Länderkürzel: .yu oder .rs

Feiertage

1. und 2. Januar (Neujahr)

7. Januar (Weihnachten - Ostkirche)

15. und 16. Februar (Tag der serbischen Verfassung)

14. April (Karfreitag - Ostkirche)

17. April (Ostermontag - Ostkirche)

1. und 2. Mai (Tag der Arbeit)

11. November (Tag des Waffenstillstandes)

Den wichtigsten Religionsgemeinschaften werden verschiedene Feiertage eingeräumt. Wenn ein staatlicher Feiertag auf den Samstag oder Sonntag fällt, ist der nächste Arbeitstag frei. Liegt zwischen dem Wochenende und einem Feiertag nur ein Arbeitstag, wird es den Unternehmen freigestellt, diesen als Feiertag zu begehen.

Die Hauptferienmonate sind Juli und August.

Öffnungszeiten

Geschäfte: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-16 Uhr, Geschäfte in Stadtzentren täglich 8-21 Uhr; Lebensmittelgeschäfte oft ab 6 Uhr geöffnet;

Post: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-15 Uhr;

Banken: Mo bis Fr 8-19 Uhr, Sa 8-12 Uhr;

Firmen und Büros: Mo bis Fr 8.30 bis 16 Uhr;

Behörden: Mo bis Fr 8-15 Uhr oder 8.30 bis 16 Uhr..

Kleidung

Für einen Aufenthalt während des Sommers genügt es, wenn man leichte Sommerkleidung mitnimmt. Für die Gebirgsgegenden sollte man aber trotzdem noch Wollsachen einpacken. Für die anderen Jahreszeiten ist Übergangskleidung bzw. gute Winterkleidung angebracht. An Regenschutz sollte man denken.

Karte Serbien

Geschichte/Politik

Schon ab ca. 7.000 v. Chr. waren Teile des heutigen Gebietes von Serbien besiedelt. Thraker und Illyrer kamen im 1. Jahrtausend v. Chr., dann folgten im 6. Jahrhundert v. Chr. griechische Siedlungen. Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. kam die Region unter den Einfluss Roms und nach der Teilung des Römischen Reiches zu Ostrom.

In das langsam christianisierte Reich wanderten im 6. Jahrhundert n. Chr. Slawen ein. Das mittelalterliche Serbien wurde selbstständig und umfasste Mitte des 14. Jahrhunderts weite Teil des Balkans. Im 15. Jahrhundert unterlagen die Serben den Osmanen, und Serbien wurde osmanische Provinz. Nach verschiedenen Aufständen wurde Serbien 1817 autonome Provinz innerhalb des Osmanischen Reiches und 1882 unabhängiges Königreich. Aus den Wirren des Ersten Weltkrieges entstand das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, das 1929 zu Jugoslawien wurde. Das Reich zerbrach 1941 und wurde 1945 unter Tito wieder geeint.

Nach dem Tod Titos begannen 1981 Unruhen in Teilrepubliken. Jugoslawien zerbrach 1991/92 in die unabhängigen Staaten Slowenien, Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina und die Bundesrepublik Jugoslawien mit den Teilrepubliken Serbien und Montenegro.

Am 21. Mai 2006 stimmten 55,5 Prozent der Montenegriner, die bei der Wahl teilgenommen hatten, für die Unabhängigkeit von Serbien - der letzte Staatenbunden des ehemaligen Jugoslawiens löste sich damit auf. Serbien gilt als der alleinige Rechtsnachfolger der Union. Als erstes Land hatte Island am 8. Juni 2006 Montenegro anerkannt, danach folgte u.a. die EU am 12. Juni und am 15. Juni 2006 Serbien.

Kosovo hat sich am 17. Februar 2008 für unabhängig erklärt. Die völkerrechtliche Anerkennung durch Deutschland ist am 21. Februar 2008 erfolgt. Die Anerkennung der EU und NATO erfolgte ebenfalls. Einige Staaten lehnen die Anerkennung ab, viele Staaten haben noch keine Stellung bezogen. Von Serbien wird die Unabhängigkeit nicht anerkannt.

Wirtschaft

Wichtigste Anbauprodukte in der Landwirtschaft sind Weizen, Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln und Obst. Aus dem angebauten Wein werden zum Teil hervorragende Weine gekeltert. Wichtige Industriezweige sind Bergbau, Stahlproduktion, Maschinenbau und Zementproduktion. Durch die politischen Unruhen und den Zerfalls des alten Jugoslawiens sowie wegen anhaltender Sanktionen und Unruhen wurde und wird die Wirtschaft des Landes stark beeinträchtigt. Serbien hat eine Arbeitslosenquote von ca. 40 Prozent, dazu eine Inflationsrate über 100 Prozent.

Religion

Zwei Drittel der Bevölkerung sind serbisch-orthodoxe Christen. Minderheiten sind katholische Christen, Muslime und Juden.

Vegetation

Im Norden des Landes findet man Mischlaubwälder, weiter in Richtung Süden Hartlaubwälder.

Tierwelt

In den Wäldern von Serbien kann man noch Bären finden (z.B. den Braunbär), Wölfe, Luchse und Wildkatzen. Zahlreich sind Wildschweine, Rotwild und Füchse. Steinadler, das Auerhuhn und die Zwergohreule kann man besonders im Nationalpark Durmitor sehen.

Karte Serbien

Kulinarisches

Die Küche in Serbien ist so vielfältig wie die im Lande lebenden Volksgruppen. Bekannte heimische Spezialitäten sind Cevapcici (Hackfleischröllchen), Raznjici (Rind- und Schweinefleischspieße mit viel Zwiebeln), Sarma (Rindfleisch und Reis in Wein- und Sauerkrautblätter gerollt) und Pljeskavica (dünne Hackfleischfladen). Weit verbreitete Nationalgerichte sind auch Djuvec, serbisches Reisfleisch mit Gemüse, Pihtije (Schweine- oder Entenfleisch in Sülze) sowie Musaka, ein Auflauf aus Kartoffeln und Hackfleisch. Als Nachtisch werden oft Alva (gehackte Nüsse in Honig) oder Lokum (türkischer Honig) serviert. In Serbien werden über 300 Weinsorten angebaut, besonders bekannt sind Peljesac, ein roter schwerer Wein sowie der trockene weiße Grk. Von den vielen exzellenten Schnapssorten seien hier nur Slivovic, Maraskino und Pelinkovac erwähnt.

Sitten und Gebräuche

In Serbien sind vielfältige Kultureinflüsse präsent. Die Gastfreundlichkeit und Kontaktfreudigkeit der Menschen dort ist beinahe schon sprichwörtlich und oft wird man zu einem türkischen Kaffee oder einem Slivovic eingeladen. Die beste Gelegenheit, etwas über die unterschiedlichen Bräuche des Landes zu erfahren, sind die zahllosen Feste, die über das ganze Jahr verteilt in allen Regionen gefeiert werden. Traditionelle Tänze und Trachten, volkstümliche Musik und kulinarische Köstlichkeiten gehören immer dazu.

Souvenirs

Beliebte Souvenirs sind volkstümliche Gegenstände wie Schnitz- und Töpfereiarbeiten, Teppiche und Kelims sowie Kupfer- und Messinghandwerk. Ebenso beliebte Mitbringsel sind Dzezva, kleine Töpfchen mit langem Griff, in denen türkischer Kaffee zubereitet wird und filigrane Arbeiten aus Silber und Kupfer. Naive Malereien von Künstlern des Landes sind mittlerweile weit über die Grenzen des Landes bekannt und in allen Gegenden des Landes zu finden.

Karte Serbien

Klimainformationen

Im Norden Serbiens herrscht Kontinentalklima mit ausgeprägten Temperaturschwankungen zwischen den Jahreszeiten, im Süden ein eher gemäßigtes kontinentales Klima mit etwas geringeren Temperaturschwankungen. In den höheren Gebirgen des südlichen Landesteils ist das Klima entsprechend der Höhe kälter. Die Winter in Serbien sind im allgemeinen kurz, kalt und schneereich, die Sommer sind warm. Der kälteste Monat ist der Januar, der wärmste der Juli. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 10°C, die durchschnittliche Niederschlagsmenge bei 896 mm.

Beste Reisezeit

Die beste Zeit für Reisen nach Serbien ist das Frühjahr und der Herbst.

Karte Serbien

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Für Individualreisende Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Kosovo ist malariafrei.

Verbreitung

Serbien ist malaria-frei.

Karte Serbien

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Serbischer Dinar (RSD)

1 Serbischer Dinar = 100 Para

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 121,21 RSD

1 US-$ = ca. 105,96 RSD

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: Beträge ab 15.000 Euro dürfen nur noch per Banküberweisung eingeführt werden. Beträge bis 15.000 Euro siehe unter Deklaration.

Einfuhr Landeswährung: bis zu 120.000 RSD, jedoch nur in Banknoten zu höchstens 1.000 RSD. Eine Summe über 120.000 RSD kann eingeführt werden, wenn eine Bankbescheinigung als Nachweis vorgelegt wird, dass die Geldsumme im Ausland gekauft wurde.

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung nach Serbien müssen Beträge zwischen 10.000 und 15.000 Euro schriftlich deklariert werden, der Beleg ist bis zur Ausreise aufzubewahren. Verstöße gegen die Anmeldepflicht werden bei Ausreise mit der Beschlagnahmung von Devisen bestraft.

Ausfuhr Fremdwährung: Aus Serbien können ohne Nachweis über die Herkunft des Geldes bis zu 2.000 Euro ausgeführt werden. Darüber hinaus ist die Ausfuhr von Fremdwährung in Höhe der deklarierten Einfuhr möglich. Für Staatsangehörige von Serbien gelten andere Bestimmungen.

Ausfuhr Landeswährung: bis zu 120.000 RSD, jedoch nur in Banknoten zu höchstens 1.000 RSD.

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: Es empfiehlt sich unbedingt die Mitnahme von Bargeld in Euro und der Umtausch vor Ort. Da der Euro in Serbien nicht mehr als offizielles Zahlungsmittel gilt, sollten bereits an der Grenze ausreichend Euro in RSD getauscht werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - In den großen Städten Serbiens können Kreditkarten ausländischer Banken fast überall als Zahlungsmittel verwendet werden.

Euroschecks: Nein

Geldautomat: Ja - In Städten gibt es ausreichend EC-Geldautomaten zur Bargeldbeschaffung (nur Karten mit Maestro-Zeichen werden akzeptiert). Zusätzlich sollte jedoch Bargeld mitgeführt werden, das an Wechselstuben ("Menjacnica") getauscht werden kann.

Reiseschecks: Nein - Reiseschecks können in Serbien nicht eingetauscht werden.

Karte Serbien

Auskunftstellen

Botschaft von Serbien
Taubertstraße 18
14193
Berlin
(0 30) 825 22 06
(0 30) 895 77 00, 895 77 02 22
www.konzulatiscg.de
info@botschaft-serbien.de
Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr
Konsularabteilung: Mo bis Fr 9-13 Uhr, Mi auch 15-18 Uhr
Geschäftsbereich der Konsularabt.: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen

National Tourism Organisation of Serbia (NTOS)
Cika-Ljubina 8
11000
Belgrad
National Tourism Organisation of Serbia (NTOS)
PO Box 90
11000 Belgrad / Serbien
(00381 11) 262 67 67
(00381 11) 655 71 00
www.serbia-tourism.org
office@serbia.travel

Nemacko-srpska privredna komora
Deutsch-Serbische Wirtschaftskammer
Str. Toplicin venac 19-21
11000
Belgrad /Serbien
(00381 11) 303 47 80
(00381 11) 202 80 10, 202 80 11
www.serbia-tourism.org
info@ahk.rs
Mo-Fr 8-16 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft von Serbien
Taubertstraße 18
14193
Berlin
(0 30) 825 22 06
(0 30) 895 77 00, 895 77 02 22
www.konzulatiscg.de
info@botschaft-serbien.de
Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr
Konsularabteilung: Mo bis Fr 9-13 Uhr, Mi auch 15-18 Uhr
Geschäftsbereich der Konsularabt.: Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen

Generalkonsulat von Serbien
Klosterstraße 79
40211
Düsseldorf
(02 11) 679 86 36
(02 11) 239 55 02 74
info@gksrbijedis.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr, Mi auch 15-18 Uhr

Generalkonsulat von Serbien
Thüringer Straße 3
60316
Frankfurt/M.
(0 69) 43 31 49
(0 69) 90 43 67 60
info@gksrbfra.de
Mo bis Fr 8.30-16 Uhr, Mi auch 15-18 Uhr

Generalkonsulat von Serbien
Harvestehuder Weg 101
20149
Hamburg
(0 40) 410 47 47
(0 40) 416 22 60
gk_hamburg@web.de
Mo bis Fr 8-16 Uhr, Mi auch 15-18 Uhr

Generalkonsulat von Serbien
Böhmerwaldplatz 2
81679
München
(0 89) 98 13 19
(0 89) 98 24 75 21, 982 47 50
gk-minhen@t-online.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr, Mi auch 15-18 Uhr

Generalkonsulat von Serbien
Taubenstraße 4
70199
Stuttgart
(07 11) 649 40 48
(07 11) 601 70 60
gk-stutgart@t-online.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr, Mi zusätzlich 15-18 Uhr

Embassy of Germany
Neznanog Junaka 1a

Konsularabteilung:
Kneza Milosa 75
11000 Belgrad
11040
Belgrad
Deutsche Botschaft
P.O.Box 48
11040 Belgrad/Serbien
(00381 11) 306 43 03
(00381 11) 306 43 00
info@belgrad.diplo.de
Amtsbezirk: Serbien und Montenegro

Karte Serbien

Sehenswertes

Belgrad

Die Hauptstadt von Serbien liegt an der Mündung der Save in die Donau. Obwohl die Gegend um Belgrad vermutlich schon seit der Steinzeit besiedelt ist, sind nur wenige historische Gebäude zu sehen - Belgrad wurde über 40-mal in seiner Geschichte zerstört. Sehenswert ist die Belgrader Festung, ein einzigartiger Verteidigungskomplex, mit dessen Bau schon im ersten Jahrhundert n.Chr. begonnen wurde. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Alte und das Neue Schloss, die Bajrak-Moschee und die orthodoxe Kathedrale. Belgrad beherbergt über 50 Museen, unter anderem das Nationalmuseum, das Ethnografische Museum und das Museum für Moderne Kunst.

Kotor

Klöster

Viele Klöster aus dem Mittelalter zeugen noch heute von einer eigenständigen serbischen Bautradition.

Durmitor-Nationalpark

Karte Serbien

Reisehinweise

Grenzübergänge: An den Grenzstellen wird verstärkt kontrolliert. Längere Wartezeiten sind möglich.

Keine Anhalter mitnehmen: Reisende, die Serbien besuchen oder durchreisen, sollten keinesfalls unbekannte Anhalter mitnehmen. Im Hinblick auf die Flüchtlingssituation auf dem westlichen Balkan könnte dies bei Grenzübertritt nach serbischem Recht als Schleusung ausgelegt werden.

Allgemeine Hinweise:

Die Situation in Serbien ist entspannt. Reisende sollten sich jedoch im Vorfeld einer Reise nach Serbien und bei Aufenthalten dort über die Medien informieren. Gute Informationsmöglichkeiten über aktuelle Ereignisse in englischer Sprache bieten die Tageszeitung Blic unter http://english.blic.rs/ oder die Internetseiten des Fernsehsenders B92 unter www.b92.net

Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten grundsätzlich gemieden werden.

Wegen der Gefahr von Diebstählen sollten Fahrzeuge am besten nur in verschlossenen Garagen oder auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden. Reisedokumente, Wertsachen sollte man nicht im geparkten Fahrzeug zurücklassen, auch nicht im Kofferraum.

Es wird dringend davon abgeraten, an Raststätten oder Tankstellen entlang der Autobahn im Fahrzeug zu übernachten. Besonders während der Ferienzeiten kommt dabei es häufig zu Überfällen und Diebstählen von Geld und Reisedokumenten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

KRIMINALITÄT: In Zügen, insbesondere in Nachtzügen, kommt es in Serbien häufig zu Taschendiebstählen. Auf Reisedokumente und Wertgegenstände sollte also besonders geachtet werden.

STRAFRECHT IN SERBIEN: Der Handel oder der Besitz von Drogen wird in Serbien streng strafrechtlich verfolgt. Auch geringe Mengen, z.B. für den Eigenbedarf, darf man nicht besitzen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Rumänien

Karte Rumänien

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Rumänien liegt in Südosteuropa. Das Land grenzt im Norden an die Ukraine, im Osten an die Republik Moldau, im Süden an Bulgarien, im Südwesten an Serbien und im Westen an Ungarn. Im Südosten bildet das Schwarze Meer die natürliche Grenze. Die Küstenlänge beträgt 245 km.

Fläche: 237.500 km².

Verwaltungsstruktur: 41 Bezirke (Judete) und der Hauptstadtbezirk Bukarest.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 19 Millionen

Städte:

Bukarest (Bucuresti - Hauptstadt) ca. 1,68 Millionen

Cluj-Napoca (Klausenburg) ca. 309.100

Timisoara (Temeschwar, Temeschburg) ca. 304.500

Iasi (Jassy) ca. 263.400

Constanta (Konstanza) ca. 254.700

Craiova (Kragau) ca. 243.800

Galati (Galatz) ca. 231.200

Brasov (Kronstadt) ca. 228.000

Ploiesti ca. 197.500

Oradea (Großwardein) ca. 183.100

Braila ca. 168.400

Sibiu (Hermannstadt) ca. 137.000

Bacau ca. 133.500

Baia Mare (Frauenbach) ca. 114.900

Sprache

Die Amtssprache des Landes ist Rumänisch. In den Grenzgebieten wird zum Teil Ungarisch, Serbisch, Ukrainisch, Armenisch oder Jiddisch gesprochen. Französisch ist weit verbreitet. In Transsilvanien wird häufig Deutsch gesprochen, in den Touristengebieten oft auch Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde (= Osteuropäische Zeit).

Da auch in Rumänien die Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitunterschied erhalten.

Stromspannung

220/230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Es können zweipolige Stecker verwendet werden.

Telefon/Post

Post

Luftpostsendungen im innereuropäischen Postverkehr sind etwa 1 Woche unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Rumänien ist 0040, die Vorwahl von Rumänien nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. In Rumänien gibt es Telefonkarten (beim Postamt oder Zeitungskiosk). Ferngespräche mit Telefonkarten sind erheblich preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMER: Europaweite Notrufnummer 112 oder Unfallrettung 961, Feuerwehr 981, Polizei 955.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Rumänien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ro

Feiertage

Im Jahr 2017:

1. und 2. Januar (Neujahr)

24. Januar (Vereinigung der rumänischen Fürstentümer)

1. Mai (Tag der Arbeit)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

30. November (Heiliger Apostel Andreas)

1. Dezember (Nationalfeiertag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Orthodoxe Feiertage:

17. April (Ostermontag)

5. Juni (Pfingstmontag)

Die Hauptferienzeit ist im Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 13-15 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Sa von 8-18 Uhr, teilweise auch bis 21 Uhr; So etwa 8-12 Uhr. Es gibt saisonbedingte Unterschiede;

Büros: Mo bis Fr 7-15.30 Uhr, Sa 7-12.30 Uhr;

Post: Mo bis Fr 7.30-19 Uhr, Sa 9-14 Uhr.

Kleidung

Während der Hauptreisezeit von Mai bis September sollte man Übergangskleidung bzw. Sommerkleidung mitnehmen. Im Winter ist unbedingt warme, wetterfeste Kleidung erforderlich.

Karte Rumänien

Geschichte/Politik

Ab dem fünften Jahrhundert gehörten die Rumänen zu Ostrom und übernahmen die orientalisch-byzantinische Kultur. In der Folgezeit fielen die Hunnen ein, dann die Magyaren. Ab dem 13. Jahrhundert kamen deutsche Siedler ins Land. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert herrschten die Türken, die ab dem 18. Jahrhundert den Russen weichen mussten. 1859 wurden die zwei Fürstentümer "Moldau" und "Walachei", die sich inzwischen gebildet hatten, zu Rumänien vereinigt. Rumänien wurde 1881 ein Königreich. Nach Landstreitigkeiten zwischen Rumänien und Russland trat Rumänien gegen Russland 1941 in den Krieg ein. 10 Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges wurde Rumänien 1955 Mitglied der UNO.

1999 wurde erstmalig über den Beitritt Rumäniens in die EU verhandelt, seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien ein Mitgliedstaat der EU.

Wirtschaft

Früher war Rumänien fast ausschließlich landwirtschaftlich geprägt, obwohl die Erträge aufgrund der mangelhaften Qualität der Böden nicht sehr hoch waren. Deshalb wurde in den letzten Jahren die Grundstoff- und Schwerindustrie (es gibt eine Reihe von Eisen- und Stahlhütten) sowie die Erdölförderung ausgebaut.

Der Tourismus wird (vor allem an der Schwarzmeerküste) nach Möglichkeit gefördert; eine große Rolle spielt er jedoch noch nicht.

Religion

Etwa 87 Prozent der Bevölkerung gehören der rumänisch-orthodoxen Kirche an, 5,1 Prozent sind Katholiken und 3,5 Prozent Anhänger der Reformierten Kirche. Die religiösen Minderheiten wie Griechisch-Orthodoxe, Pfingstchristen, Baptisten, Juden und Muslime machen zusammen etwa 5 Prozent der Bevölkerung aus.

Vegetation

Die Karpatengebirge sind auf Wanderer eingerichtet - mit Wanderwegen und Hinweisschildern. Wanderungen führen in alle Himmelsrichtungen - auch nach oben bis zur 2.507 Meter hohen Omul-Spitze. Unterwegs begegnet man allen einschlägigen Gebirgsblumen, auch Edelweiß und Enzian sowie der Nelke Piatra Craiolui, die nur dort wächst.

Tierwelt

Es gibt neben Greifvögeln wie Steinadler und Habicht auch Rot- und Schwarzwild. Gelegentlich sieht man den mächtigen Karpatenhirsch, Fuchs und Luchs, hier und da auch Wölfe und Bären. Gegen hohe Gebühren darf in den Karpaten gejagt werden. Es gibt touristische Jagdprogramme. Angeln in den vielen Bergflüssen und Bergseen ist beliebt (Forellen und Äschen, Karpfen und Huchen, Weißfische und Störe).

Karte Rumänien

Kulinarisches

Die rumänische Küche ist recht schlicht, wirkt jedoch durch die vielen Elemente fremder Völker, die in die Küche integriert wurden, zuweilen geradezu raffiniert. Man würzt gut, nicht allzu scharf, sondern sehr ausgewogen. Es gibt viele Eintöpfe mit Fleisch, Bohnen und Kohl. Auch Speisen mit Eiern, Milch und Käse sind häufig. Oft kann man Maisbrei bekommen - als Beilage oder als Hauptgericht. Den isst man, wie er aus dem Topf kommt, oder gebraten. Auch Hackfleischröllchen sind üblich, die am Holzkohlenfeuer gebraten werden. Aber auch Steaks und Schnitzel sind traditionelle Bestandteile der Speisekarte.

Fische werden sehr gern gegessen, und die Rumänen kennen viele Arten, sie zuzubereiten - besonders die Karpfen, die preiswert sind.

Der rumänische Wein ist hervorragend, meist von Natur eher süß. Viele Rumänen trinken ihn mit Wasser gemischt. Das Nationalgetränk ist ein Zwetschgenschnaps, der "Tuika", den man aus langhalsigen Fläschchen trinkt.

Sitten und Gebräuche

Volkskunst und Brauchtum sind sehr verbreitet. Es gibt schöne, bunte, oft reich bestickte Trachten. Auch winzige Orte haben volkskundliche Museen, in denen die Tradition gepflegt wird. Alle christlichen Festtage werden temperamentvoll gefeiert und jede Dorfhochzeit ist ein großes Schauspiel. Überall gibt es Volksmusik- und Theater-Gruppen.

Souvenirs

Seit undenklichen Zeiten wird in Rumänien Kunsthandwerkliches hergestellt: bunt bestickte Blusen und Hemden, Teppiche und Wandbehänge, auch viel Holzgeschnitztes. Kostbar sind Hinterglas-Malereien, die nach wie vor angefertigt werden - meist mit religiösen Motiven.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro bei Einreise auf dem Landweg und Flüssen oder 430 Euro für Flug- und Seereisende; jeweils 175 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Außerdem dürfen bis zu 10 l Treibstoff in Reservekanistern eingeführt werden.

VERBOTEN ist die Einfuhr:

- von tierischen Produkten (Fleisch, Milch und Molkereierzeugnissen), wenn sie nicht in verschlossenen Konservendosen verpackt sind;

- von Rauschgift;

- pornografischen Materialien u.Ä.

Gegenstände von höherem rumänischen Marktwert (z.B. Computer, Laptop, Drucker etc.), Schmuck und Kunstgegenstände müssen schriftlich DEKLARIERT werden.

AUSFUHR: KUNSTGEGENSTÄNDE von musealem Wert, alte Bücher u.Ä. dürfen nur mit Genehmigung der Zentralen Staatskommission für das Nationale Kulturgut, Bukarest, ausgeführt werden.

AUSFUHRVERBOT besteht für Nahrungsmittel aller Art sowie für Waren, die ursprünglich von Rumänien importiert worden sind.

Karte Rumänien
Klimadiagramm

Klimainformationen

Das Klima lässt sich als gemäßigtes Kontinentalklima bezeichnen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt in etwa zwischen 5°C in den Karpaten und 11°C an der Küste. Die Temperaturen im Sommer betragen durchschnittlich 25°C. Die Winter sind sehr kalt. Im Januar und Februar sind Temperaturen von -20°C keine Seltenheit.

Beste Reisezeit

Mai bis September.

Karte Rumänien

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Rumänien ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

BUKAREST: Dr. Wargha Enayati, B-dul. Unirii, Bloc 15,, Bukarest, Tel. (021) 336 16 96.

Karte Rumänien

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Leu ( l)

1 Leu = 100 Bani.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,55 l

1 US-$ = ca. 3,99 l

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - Schriftliche Deklaration bei Einreise in Rumänien aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Rumänien in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Dies ist nur bei den autorisierten Stellen gestattet. Umtauschquittungen sind gut aufbewahren (für Rücktausch oder bei Devisenkontrollen bei Ausreise).

Internationale Kreditkarten: Ja (EuroCard/MasterCard, American Express, Diners Club, Visa) - Kreditkarten werden in den meisten Hotels, Mietwagenfirmen und in einigen Restaurants zunehmend als Zahlungsmittel akzeptiert. In ländlichen Regionen empfiehlt sich nach wie vor die Mitnahme von Bargeld.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebungen sind mit Kreditkarten und mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) möglich.

Reiseschecks: Ja - Sie spielen aber nur eine geringe Rolle. Reiseschecks in Euro oder US-$ werden in einigen Banken in Lei getauscht.

Rücktausch: Dies ist nur gegen Vorlage der Umtauschquittungen möglich.

Karte Rumänien

Auskunftstellen

Rumänisches Touristenamt
Reinhardtstraße 47
10117
Berlin
(0 30) 40 05 59 06
(0 30) 40 05 59 04
www.romaniatour.de oder www.mtromania.ro
info@rumaenien-tourismus.de

Romanian Tourist Authority
Bd. Dinicu Golescu, nr. 38
Bukarest 1/Rumänien
(0040 21) 314 99 60
(0040 21) 314 99 57
www.mtromania.ro
promovare@mturism.ro

Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer
Camera de Comert si Industrie Romana-Germana
Str. Clucerului 35, et. 2
011363
Bukarest /Rumänien
(0040 21) 223 15 38, 223 10 50
(0040 21) 223 15 31/35
drahk@ahkrumaenien.ro

Chamber of Commerce and Industry of Romania
and Bucharest
Bd. Octavian Goga nr. 2,
Sector 3
Bukarest /030982/Rumänien
(0040 21) 319 01 14/15/16/18
www.mtromania.ro
drc@ccir.ro

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

HERMANNSTADT siehe Sibiu

Consulatul al Germaniei
Str. Lucian Blaga nr.15-17
550169
Sibiu
Consulatul al Germaniei
C.P. 117
2400 Sibiu/Romania
(0040 269) 20 62 99
(0040 269) 20 62 11
info@hermannstadt.diplo.de
Amtsbezirk: Kreise Alba, Bistrita-Nasaud (Bistritz), Brasov (Kronstadt), Cluj (Klausenburg), Covasna, Harghita, Maramures, Mures, Salaj, Sibiu (Hermannstadt)

Von Deutschland

TEMESVAR siehe Timisoara

Consulatul al Germaniei
Splaiul Tudor Vladimirescu, nr. 10
300195
Timisoara
Consulatul al Germaniei
Oficiul Postal Nr. 5, C.P. 666
300860 Timisoara/Romania
(0040 256) 49 04 87, 30 98 03
(0040 256) 30 98 00
www.GermanConsulTimisoara.ro
info@temeswar.diplo.de
Amtsbezirk: Arad, Bihor (Bihar), Caras Severin (Karasch Severin), Mehedinti, Satu Mare (Sathmar), Timis (Temesch)

Botschaft von Rumänien
(mit Konsularabteilung)
Dorotheenstraße 62-66
10117
Berlin
(0 30) 21 23 93 99
(0 30) 21 23 92 02
berlin@mae.ro; berlin.cons@mae.ro
Botschaft: Mo, Di, Mi, Do und Fr 8-14 Uhr
Konsularabteilung: Mo bis Fr 8-14 Uhr

Generalkonsulat von Rumänien
Legionsweg 14
53117
Bonn
(02 28) 68 02 47
(02 28) 683 81 19
bonn@mae.ro
Mo, Mi, Do, Fr 8-14 Uhr, Di 13-19 Uhr

Honararkonsulat von Rumänien
Borselstraße 20
22765
Hamburg
(0 40) 60 91 86 94
(0 40) 60 91 86 91
info@honorarkonsul-hamburg.de
Mi 10-14 Uhr, nur nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Honararkonsulat von Rumänien
Petersstraße 50 (Eingang in der Markgrafenstraße 2)
04109
Leipzig
(03 41) 35 58 17 88
(03 41) 35 58 17 90
info@honorarkonsul-rumaenien.eu
Mi 10-14 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Rumänien
Richard-Strauss-Straße 149
81679
München
(0 89) 55 33 48
(0 89) 55 33 07/08
munchen@mae.ro
Mo bis Fr 8.30-14.30 Uhr

Honararkonsulat von Rumänien
Le Quartier Hornbach 19
67433
Neustadt an der Weinstraße
(0 63 21) 678 93 00
(0 63 21) 678 93 93
honorarkonsul@hornbach.com
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat von Rumänien
Hauptstätter Straße 68-70
70178
Stuttgart
(01 60) 90 86 61 36, (01 71) 681 34 50
consulatromania.stuttgart@gmail.com
nach telefonischer Vereinbarung

Ambasada Germaniei
Strada Av. Cpt. Gheorghe Demetriade 6-8
011849
Bukarest /Romania
(0040 21) 230 58 46
(0040 21) 202 98 30
www.bukarest.diplo.de
visa@deutschebotschaft-bukarest.ro
Amtsbezirk: Rumänien
Konsularischer Amtsbezirk: Rumänien mit Ausnahme der Amtsbezirke der Konsulate in Hermannstadt (Sibiu) und Temesvar (Timisoara)

Ärztliche Hilfe

BUKAREST: Dr. Wargha Enayati, B-dul. Unirii, Bloc 15,, Bukarest, Tel. (021) 336 16 96.

Karte Rumänien

Sehenswertes

Bukarest

Rumäniens Hauptstadt konnte sich sehen lassen - mit repräsentativen Bauten, breiten Boulevards und großzügigen Grünanlagen. Leider hat man vor Jahren vieles umgebaut, um der Stadt ein "neues sozialistisches Gesicht" zu geben. Doch der schönen Altstadt ist nicht viel geschehen, auch nicht den vielen Museen. Im Dorfmuseum sind fast 70 historische Bauernhöfe aus allen Teilen des Landes aufgestellt, dazu Wind- und Wassermühlen, auch eine Holzkirche von 1727. Die Häuser sind vollständig eingerichtet.

Zwei Gebäude sind besonders sehenswert: die kleine griechisch-orthodoxe Stavropoleos-Kirche von 1730, deren fein gemeißelte Säulen, Wandmalereien und Schnitzarbeiten sowie ihr hübscher Arkadenhof eine Augenweide sind, und die ehemalige Karawanserei Hanul lui Manuc. Diese einstige Herberge für Kaufleute und Lasttiere wurde im frühen 19. Jahrhundert gebaut. Heute ist sie ein Hotel mit Gartenrestaurant und Weinstuben.

Cluj-Napoca (Klausenburg)

Das alte Zentrum Siebenbürgens ist trotz vieler moderner Wohn- und Industrieviertel im Kern vornehm geblieben. Über betagten Dächern erheben sich die Türme zahlreicher Kirchen aus der Zeit von Gotik und Barock. Auch die orthodoxe Kathedrale im neobyzantinischen Stil kann sich sehen lassen. Elegante Palais (die heute meist Museen beherbergen), die Universitätsgebäude, gepflegte Parks, zwei Opernhäuser und zwei Theater tragen zu jener Mischung aus Tradition, Kultur und moderner Geschäftigkeit bei, die Cluj-Napoca attraktiv macht.

Sibiu

Die einstige Hauptstadt Siebenbürgens, unmittelbar am Fuß der Karpaten, wird von den Siebenbürger Sachsen (die vor Jahrhunderten aus Deutschland einwanderten und noch heute ein Achtel der Stadtbevölkerung ausmachen) "Hermannstadt" genannt. Turmbewehrte Mauern und winkelige Gassen sehen sehr mittelalterlich aus. Den besten Blick hat man vom Turm der evangelischen Stadtpfarrkirche, die im 14. Jahrhundert von deutschen Baumeistern errichtet wurde und noch heute Treffpunkt der deutschsprachigen Volksgruppe ist.

Der Dumbrava-Park im Süden der Stadt ist ein weitläufiges, schattiges Naherholungsgebiet mit einem Zoo und dem Museum für Dorftechnik. Hier zeigt man bäuerliche Werkstätten von einst: Mühlen, Pochwerke, Öl- und Weinpressen. Historisch verkleidete Menschen bedienen die Gerätschaften.

Brasov (Kronstadt)

Das alte siebenbürgische Kulturzentrum ist heute eine der größten Städte Rumäniens. Die Lage im bewaldeten Bergland ist wunderschön und das alte Stadtviertel Schei bietet viel Betrachtenswertes. Das beginnt mit dem originellen Rathaus aus Gotik und Barockzeit, das sich mit seiner hübschen Loggia und dem mächtigen Turm mitten auf dem Hauptplatz breitmacht. Unweit davon erhebt sich der östlichste gotische Dom Europas, die mächtige "Schwarze Kirche" (ein Stadtbrand schwärzte 1689 ihre Mauern). Sie enthält eine prächtige Orgel, wertvolle Orientteppiche und feine Kunstwerke.

Iasi

Die alte Hauptstadt des Fürstentums Moldau zeigt noch manches Historische, vor allem Kirchen und Klöster aus dem 17. Jahrhundert. Die Biserica Trei Ierarhi (die Drei-Hierarchen-Kirche) hat besonders kunstvoll verzierte Außenwände. Unter ihren Steinfliesen liegen mehrere Moldau-Fürsten begraben. Die Kirche des Goila-Klosters ist eine Stilmischung aus Moldauischem und Russischem, hat viele Kuppeln und teilweise restaurierte Fresken aus der Zeit um 1670. Die Aussicht vom Torturm über die hohen Klostermauern ist großartig.

Constanta

Die Hafenstadt wurde um 600 v.Chr. von den Griechen gegründet. Aus römischer Zeit ist ein riesiges, farbenfrohes Fußbodenmosaik erhalten sowie die Gewölbe eines Lagerhauses. Teile der römischen Wehrmauern, Türme, Tore und Säulen stehen noch bei der Strandpromenade.

Die schön ausgestattete orthodoxe Kathedrale und die große Moschee mit dem 50 Meter hohen Minarett sehen gut aus, entstanden allerdings erst um 1900. Außerdem gibt es ein gut bestücktes Meeresaquarium sowie ein Museum mit wichtigen Werken rumänischer Maler und Bildhauer des 19. Jahrhunderts.

Bistrita

Siebenbürger Sachsen gründeten die Stadt im zwölften Jahrhundert. Noch heute präsentiert sich ein Teil sehr mittelalterlich. Am Hauptplatz und in der Kornzeile sind alte Laubenhäuser aufgereiht. Sowohl die orthodoxe als auch die evangelische Kirche stammen aus dem Mittelalter - ebenso der Fassbinderturm, der als Rest der Wehranlagen erhalten blieb.

Moldauklöster

Stefan der Große (er regierte von 1457 bis 1504) und seine Nachfolger auf dem Thron des Fürstentums Moldau ließen für jeden Sieg über die Türken ein Kloster oder mindestens eine kleine Kirche bauen. Es müssen viele Siege gewesen sein, denn die Bukowina, diese sanfthügelige Wald- und Wiesengegend, ist voll von ihnen. Allein 44 Kirchen sollen auf Stefans Konto gehen.

Fast alle diese Klöster sind oder waren von Wehrmauern umgeben. Was sie weltberühmt gemacht hat, sind ihre Fresken. Zunächst waren die Kirchen nur innen ausgemalt. Weil die Gemeinden zu groß wurden und sich das Volk bei Gottesdiensten vor der Tür scharte, wurden im 16. Jahrhundert einige der Klosterkirchen auch außen bemalt. So bedeckt biblisches Geschehen im Stil jener Zeit die Außenwände der Moldauklöster Sucevita , Moldovita, Humor und Voronet sowie die Kirche Arbore. Andere Klöster - wie Slatina, Dragomira oder Putna - sind auch ohne äußeren Bilderschmuck sehenswert.

Snagov-See

Der 18 Kilometer lange See ist ein beliebtes Ausflugsziel der Bukarester. Mitsamt dem umgebenden Wald steht er unter Naturschutz. Das Gewässer ist ungewöhnlich fischreich und hat schöne Badestrände. Man kann Boote mieten oder mit dem Dampfer zu einer kleinen Insel übersetzen - zum Snagov-Kloster. Das Kloster besitzt eine Kirche aus dem frühen 16. Jahrhundert mit Fresken aus jener Zeit.

Donaudelta

Durch ein riesiges Netz von Haupt- und Nebenarmen sucht die Donau ihren Weg ins offene Meer und schafft dabei Schwemmboden heran. So schiebt sich das Donaudelta immer weiter ins Schwarze Meer. Gegenwärtig misst der rumänische Teil des Deltas achtzig mal siebzig Kilometer. Jenseits der Grenze, in der Ukraine, setzt sich die schwammige Ebene fort.

Große Teile dieser Wasserläufe, Seen und Sümpfe mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt stehen unter Naturschutz. Von Tulcea im Westen des Deltas fahren Ausflugsschiffe regelmäßig durch diese Welt aus Wasser, Weiden und dichten Wäldern. Mehr erlebt man bei Bootsausflügen mit Ortskundigen, die Fischer sind auf Touristen eingerichtet. Liebenswürdig zeigen sie die Pelikan-Kolonien und die Brutplätze anderer Wasservögel, verzauberte Wälder auf hochgelegenen Inselchen und verschwiegene, verschilfte Buchten. Sie kochen die berühmte saure Fischsuppe und braten Karpfen am Spieß.

Karte Rumänien

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* Am internationalen Flughafen in Bukarest drängen nicht-legale Taxianbieter gelegentlich Reisenden ihre Fahrdienste auf. Reisende sollten sich auf solche Angebote nicht einlassen und stattdessen registrierte Taxis benutzen.

* Gewarnt wird in Rumänien vor Taschendieben und Trickbetrügern, die sich manchmal als Polizeibeamte in Zivil ausgeben.

* In letzter Zeit kam es durch Manipulation von Bankautomaten verstärkt auch zu Kreditkartenbetrug.

* In Rumänien - auch in Bukarest - gibt es einige herrenlose Hunde, die in der Gegend herumstreunen. Manche verhalten sich auch aggressiv gegenüber Menschen. Hunderudeln sollte man generell fern bleiben.

* Drogenbesitz und -verteilung kann mit Haftstrafen von 3 bis 25 Jahren geahndet werden.

* Wird gegen einen Ausländer ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet, so kann ein Ausreiseverbot verhängt werden, das erst aufgehoben wird, wenn der Sachverhalt geklärt ist.

* Besondere Vorsicht im Straßenverkehr wird empfohlen. Rumänien nimmt im Vergleich der EU-Länder einen vorderen Platz ein, wenn es um die Anzahl der tödlichen Verkehrsunfälle geht. Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit sollten vermieden werden.

* Auch kleinere Verkehrsverstöße können schnell zum Entzug des Führerscheins und zur Verhängung eines Fahrverbotes (dies gilt nur in Rumänien) führen.

* Sexueller Kontakt mit Minderjährigen (bis 18 Jahre) ist verboten.

* Es gilt die 0,0 Promillegrenze. Wer einen Fahrzeugunfall unter Alkoholeinfluss mit fahrlässiger Tötung verursacht hat, muss mit Haftstrafen von 5 bis zu 15 Jahren rechnen.

* Das Fotografieren militärisch wichtiger Anlagen (Häfen, Bahnanlagen, Brücken, Flugplätze, bewachte Gebäude, Grenzposten) ist verboten.

* Von "wildem" Camping oder Zelten wird abgeraten, es sollten nur die ausgewiesenen Plätze benutzt werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Bulgarien

Karte Bulgarien
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Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen pro Halbjahr. Notwendig sind: mindestens für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass oder Personalausweis, Rück- oder Weiterreisetickets und -dokumente sowie ausreichende Geldmittel für den Aufenthalt. Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes ist die Europäische Krankenversicherungskarte mitzuführen (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Landesdaten

Lage

Die Republik Bulgarien liegt im östlichen Teil der Balkanhalbinsel. Sie grenzt im Norden an Rumänien mit der Donau als Grenzfluss, im Osten an das Schwarze Meer, im Süden an die Türkei und Griechenland und im Westen an Mazedonien und Serbien. Die Hauptstadt Sofia liegt im Westen des Landes.

Fläche: 110.994 km².

Verwaltungsstruktur: 28 Verwaltungsbezirke.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 7,2 Millionen

Städte:

Sofia (Hauptstadt) ca. 1,2 Millionen

Plovdiv ca. 343.400

Varna ca. 335.100

Burgas ca. 202.800

Russe ca. 145.000

Stara Zagora ca. 137.000

Pleven ca. 98.500

Sprache

Die Landessprache ist Bulgarisch. In größeren Hotels wird auch Englisch und Deutsch gesprochen bzw. verstanden.

Zeitverschiebung

In Bulgarien gilt die Osteuropäische Zeit. Sie entspricht Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde.

Da auch in Bulgarien die Sommerzeit gilt, bleibt der Zeitabstand von 1 Stunde immer erhalten.

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl für Gespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Bulgarien ist 00359, die Vorwahl für Gespräche von Bulgarien nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Telefongespräche innerhalb Bulgariens leiden oft unter der schlechten Qualität der Netzverbindungen, ins Ausland gibt es dagegen oft gute Verbindungen. In den Hotels und großen Touristenzentren besteht Selbstwählferndienst, auch von Kartentelefonen aus. Die Karten sind an Kiosken erhältlich.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 166, Unfallrettung 150, Feuerwehr 160, europaweite Notrufnummer 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Bulgarien von Telekom Deutschland, E-Plus, O2 und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .bg

In allen größeren Städten gibt es Internetcafés.

Feiertage

Feiertage 2017:

1. Januar (Neujahr)

3. März (Nationalfeiertag, Tag der Befreiung)

14. April (Karfreitag der Ostkirche)

17. April (Ostermontag der Ostkirche)

1. Mai (Tag der Arbeit)

6. Mai (Sankt Georgs-Fest/Tag der Streitkräfte)

24. Mai (Tag der Bildung und Kultur)

6. September (Tag der Einheit)

22. September (Unabhängigkeitstag)

24. Dezember (Heiligabend)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Zusätzliche Brücken-Feiertage zwischen einem Samstag oder Sonntag und einem regulären Feiertag können kurzfristig von der Regierung ausgerufen werden.

Die Hauptferienzeit geht von Juli bis August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9-12, 15-17 Uhr;

Geschäfte (keine einheitliche Regelung): oft Mo bis Fr 10-20 Uhr, teilweise auch Sa 8-14 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8.30-17.30 Uhr, Sa 8 bis 12 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-17.30 Uhr;

Museen: Di bis So 10-17 Uhr.

Kleidung

Für den Sommer ist die übliche Sommerkleidung ausreichend. Für Frühjahr und Herbst sollte man Übergangskleidung mitnehmen. Für den Winter braucht man warme Kleidung.

Karte Bulgarien
Kind auf Esel

Geschichte/Politik

Im Lauf der Jahrtausende haben sich in diesem Gebiet zwischen Europa und Asien viele Völker niedergelassen. Um 800 v. Chr. kamen die Thraker - ein indogermanischer Stamm. Im fünften und sechsten Jahrhundert brachte die Völkerwanderung Goten, Hunnen, Magyaren und slawische Bauern ins Land. Um 680 gründeten Ur-Bulgaren aus der Wolga-Gegend das erste bulgarische Zarenreich, das 300 Jahre bestand.

Dann begann eine unruhige Zeit: Byzantiner, Kreuzzügler, Tataren, Magyaren, Bojaren drangen ein und bekämpften sich gegenseitig. Am Ende des 14. Jahrhunderts kamen die Türken und setzten sich für fast ein halbes Jahrtausend auf der Balkan-Halbinsel fest. Die Zeit der türkischen Fremdherrschaft wird von den Bulgaren auch heute noch als die schwärzeste Zeit in ihrer Geschichte bezeichnet, denn es war eine Zeit rücksichtsloser feudaler Ausbeutung, politischer Rechtlosigkeit und grausamer Unterdrückung.

1878 gelang mit russischer Hilfe die Befreiung Bulgariens von den Türken. Mit dem Friedensvertrag von San Stefano wurde Bulgarien zusammen mit Ostrumelien und Makedonien unabhängig. Dieser Friedensvertrag wurde jedoch von den Großmächten auf dem Berliner Kongress revidiert, und Bulgarien wurde geteilt - der Norden des Landes wurde das Fürstentum Bulgarien, Südbulgarien blieb als Ostrumelien türkische Provinz. 1885 erfolgte der Anschluss Ostrumeliens an das Fürstentum Bulgarien. 1887 wurde Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg und Gotha zum neuen Fürsten Bulgariens gewählt, 1908 nahm Ferdinand den Titel "Zar von Bulgarien" an. Zwei Balkankriege in den Jahren 1912/13 führten zu größeren Gebietsverlusten Bulgariens. 1915 trat Bulgarien an der Seite Deutschlands und Österreichs in den ersten Weltkrieg ein, musste 1918 aber bedingungslos kapitulieren und erneute, noch größere territoriale Verluste hinnehmen. Die folgende "monarchofaschistische Diktatur" hielt sich bis 1943. 1944 trat Bulgarien an der Seite der Alliierten in den Krieg gegen Deutschland ein. 1946 wurde die neue Volksrepublik Bulgarien ins Leben gerufen. Es begannen 45 Jahre kommunistischer Herrschaft, die erst mit dem Fall der Berliner Mauer ein Ende fanden. 1990 wurde aus der Volksrepublik Bulgarien die parlamentarische Republik Bulgarien.

Am 1. Januar 2007 ist Bulgarien der EU beigetreten.

Wirtschaft

Nach anfänglich großen Umstellungsproblemen von einer Plan- zur Marktwirtschaft befindet sich die Wirtschaft Bulgariens im Aufschwung. Dennoch bleibt die Arbeitslosigkeit relativ hoch und das Durchschnittseinkommen auf einem niedrigen Niveau.

Zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen zählen die chemische Industrie, die Nahrungsmittelerzeugung und -verarbeitung, die Metallindustrie und auch der Tourismus.

Bulgarien war einer der ersten Ostblockstaaten, der westlichen Touristen die Grenzen öffnete. Nach 1989, als sich die Grenzen nach Westen wirklich öffneten, ließen die wirtschaftlichen Probleme, insbesondere aber die jahrelangen Unruhen in der benachbarten damaligen Bundesrepublik Jugoslawien die Besucherzahlen zunächst drastisch sinken. Heute zieht es wieder viele Touristen nach Bulgarien, vor allem an die Schwarzmeerküste mit ihren Badeorten.

Religion

86 Prozent der Bevölkerung sind bulgarisch-orthodoxe Christen, 13 Prozent gehören dem Islam an.

Vegetation

Viele der rund hundert Naturschutzgebiete liegen - vor allem zum Schutz von Fauna und Flora - weit abseits der Touristenstraßen. Manche sind leichter zu erreichen, zum Beispiel der Nationalpark Pirin. Im Park wachsen viele geschützte Pflanzen, darunter einige uralte Exemplare der sehr seltenen Schwarzen Panzerkiefer.

Tierwelt

In den Naturschutzparks bekommt man eine umfangreiche Fauna zu Gesicht: Gämsen, Wildkatzen, Füchse, Schmutzgeier sowie viele andere Tier- und Vogelarten. Im Rila-Gebirge mit seinen über 200 Seen und einer ganzen Reihe felsiger Gipfel lassen sich heute sehr selten gewordene Tiere, wie Steinadler, Falken und Bartgeier, beobachten. In abgelegenen Revieren hausen noch Wölfe und Bären. Am Srebana-See sieht man Sumpf- und Wasservögel.

In der Donau gibt es Störe, Hausen und Sterletts, in Gebirgsflüssen und Stauseen Saiblinge, Forellen, Barben, Döbel, Zander, Hechte, Welse und Karpfen. Im Schwarzen Meer und seinen Lagunen leben Meeräschen, Makrelen, Stöcker, Blau- und Thunfische. Vielerorts braucht man keinen Angelschein.

Auch die Jagd auf Rothirsche, Damhirsche, Rehe, Wildschweine, Gämsen und Mufflons ist in Bulgarien verbreitet.

Karte Bulgarien

Kulinarisches

In diesem Land liebt man eine ländliche, solide Küche. Russische und türkische Einflüsse sind unverkennbar. Ein typisches Gericht ist das "Gjuvec", eine duftende Mischung verschiedenster saisonaler Gemüse wie Paprika und Auberginen, Tomaten und grüne Bohnen, Kartoffeln, das mit Schweine- oder Lammfleisch gekocht wird.

Auch "Piterki" sind traditionell: Paprikaschoten, die mit Reis und Hackfleisch gefüllt und dann geschmort werden. "Sarmi" sind mit gehacktem Fleisch gefüllte Wein- oder Sauerkrautblätter. Es gibt Hackfleisch-Würstchen, die "Kebapcceta" heißen, sowie Hackfleisch-Bällchen ("Kjusteta").

Desserts liebt man sehr süß: in Zucker eingekochte kleine Aprikosen, Rosenblattkonfitüre oder dick mit Zuckersirup übergossenes Gebäck.

Der bulgarische Wein - rot wie weiß - ist sehr gut und meist recht süffig, doch gibt es auch herbere Sorten. Hervorragend ist der dunkelrote "Melnik", noch tiefer rot und schwer der "Mavrud". "Mastica" ist ein Anisschnaps und "Rosa" ein Likör, dem man ein wenig Rosenwasser zugesetzt hat. Auch Pflaumenschnaps gibt es ("Slivova").

Man bekommt auch Fruchtsäfte sowie gutes Mineralwasser. Oder mit Wasser verdünnten Joghurt, der - wie die überall angebotene Sauermilch - sehr gut gegen den Durst wirkt.

Sitten und Gebräuche

Orpheus, der große Sänger der griechischen Sagenwelt, stammte aus dem heutigen Bulgarien. Noch heute gehört dort uralte Volksmusik zum Alltag. Es soll Dorfbewohner geben, die mehr als tausend Volkslieder singen können. Über 100 000 solcher Lieder wurden schon gesammelt. Die Instrumente dazu sind Ziehharmonika, Dudelsack, Kniegeige und Hirtenflöte.

Varna, Bulgariens größte Hafenstadt hat nicht nur als Kur- und Badeort guten Ruf, sondern auch als Kunstzentrum. Das alljährliche Musikfestival "Varnaer Sommer" ist der Höhepunkt des nationalen Kulturkalenders. Auch an Museen, Galerien und Ausstellungen ist in Varna kein Mangel.

Souvenirs

Gewobene Decken oder Teppiche, Stickereien, Gefäße aus Holz, Kupfer oder Messing sowie bunte Keramik.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- bis zu 37 Gramm Gold und Platin (Roh- oder in grob bearbeitetem Zustand und Münzen);

- 60 Gramm Gold- oder Platinschmuck;

- 300 Gramm Silber (Roh- oder in grob bearbeitetem Zustand und Münzen, Schmuck);

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, für Einreisende auf anderen Verkehrswegenbis zu einem Gesamtwert von bis zu 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt die Freimenge von 175 Euro unabhängig vom Einreiseweg.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke;

EINFUHRVERBOT besteht für Fleisch und Fleischprodukte aus Ländern der GUS sowie der Türkei und aus allen Ländern Afrikas und Asiens.

AUSFUHR: Bei Münzen mit archäologischem, historischem oder numismatischem Wert und Gegenständen unter Denkmalschutz ist eine Ausfuhrbescheinigung des Kulturministeriums vorzulegen.

Karte Bulgarien
Klimadiagramm

Klimainformationen

Bulgarien hat gemäßigt kontinentales Klima. Während das Klima in West-Bulgarien dem mitteleuropäischen Klima ähnelt, hat Süd-Bulgarien ausgesprochenes Mittelmeerklima. An der Schwarzmeerküste sind Herbst und Winter sehr mild. Auf den Bergen liegt von November bis April Schnee.

Beste Reisezeit

Die beliebtesten Reisemonate sind Juli und August. Für Wintersportler bieten sich die Monate Dezember bis Anfang März an.

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Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Bulgarien ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

SOFIA: Nationales Onkol. Institut, Gynäkologie, Dr. A. Gancheva-Koleva (spricht Deutsch), Plovdiusko Pole Str. 6,, Sofia, Tel. (02) 712 33 20.

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Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Lew (Mehrzahl Lewa) (Lw)

1 Lew = 100 Stotinki.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 1,95 Lw

1 US-$ = ca. 1,71 Lw

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.)

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: in Banken und Hotels möglich. Wechselstuben sind auch vorhanden, aber nicht zu empfehlen. Umtauschbescheinigungen gut aufbewahren (für Rücktausch bzw. bei Devisenkontrollen bei Ausreise notwendig).

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, guten Restaurants und einigen Autovermietern akzeptiert. In Geschäften ist vorwiegend Barzahlung üblich.

Geldautomat: Ja - Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten und mit der Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen) möglich (maximaler Betrag in der Regel 400 Lw). Geldautomaten sind weit verbreitet.

Reiseschecks: Ja - in Euro oder US-$, werden jedoch nicht in allen Banken getauscht. Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Rücktausch: unter Vorlage der Umtauschbelege

Karte Bulgarien
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Auskunftstellen

Bulgarisches Fremdenverkehrsamt
Eckenheimer Landstraße 101
60318
Frankfurt/M.
(0 69) 29 52 86
(0 69) 29 52 84/85
bgtouristik@gmx.de
Zusendung von Prospektmaterial nur mit frankiertem Rückumschlag.

Bulgaria Tourism Authority
Uliza Slavyanska, 8
1000
Sofia /Bulgarien
(00359 2) 987 21 90
(00359 2) 940 70 01
www.bulgariatravel.org
info@bulgariatravel.org

Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer
Ulica Frederic-Joliot-Curie 25 A
1113
Sofia /Bulgarien
(00359 2) 816 30 19
(00359 2) 816 30 10
info@ahk.bg
Mo bis Do 8.30-17.30 Uhr, Fr 8.30-14.30 Uhr

Bulgarian Chamber of Commerce and Industry
9 Iskar Street
1058
Sofia /Bulgarien
(00359 2) 987 32 09
(00359 2) 987 26 31, 811 74 00
www.bcci.bg
bcci@bcci.bg

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Bulgarien
mit Konsularabteilung
Mauerstraße 11
10117
Berlin
Botschaft der Republik Bulgarien
mit Konsularabteilung
Postfach 080217
10002 Berlin
(0 30) 208 68 38
(0 30) 201 09 22, 201 09 26
www.botschaft-bulgarien.de
Embassy.Berlin@mfa.bg
Botschaft Mo bis Fr 9-17.30 Uhr;
Konsularabt.: Mo, Di, Do, Fr 9-12 Uhr, Mi 14-16 Uhr
telefon. Auskunft: Mo, Di, Do und Fr 14-16 Uhr
Geschäftsbereich Konsularabt.:
Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen (östlicher Teil), Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Honorarkonsulat der Republik Bulgarien
Hilpertstraße 3
64295
Darmstadt
(0 61 51) 95 81 18
(0 61 51) 95 81 50
www.honorarkonsulat-bulgarien.de
honorarkonsul@bulgarien-hessen.de
Sekretariat Mo u. Di 8-18 Uhr, Sprechstunden des Konsuls nach Vereinbarung.
(keine Visumerteilung)

Konsulat der Republik Bulgarien
Eckenheimer Landstraße 101
60138
Frankfurt/Main
(0 69) 29 52 86, 509 27 81 32
(0 69) 50 92 78 13 10
Consulate.Frankfurt@mfa.bg
Mo bis Fr 9-12 Uhr

Honorargeneralkonsulat der Republik Bulgarien
Alstertor 15
20095
Hamburg
(0 40) 41 35 35 28
(0 40) 410 35 12
gw.imeyer@t-online.de
nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Bulgarien
Mittagstraße 1a
39124
Magdeburg
(03 92 03) 75 79 57
(03 92 03) 75 79 55
www.honorarkonsulat-bulgarien.de
ralf.hesse@honorarkonsul-in-sachsen-anhalt.de
nach Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Bulgarien
Walhallastraße 7
80639
München
(0 89) 15 50 06
(0 89) 17 11 76 14/15/17
Consulate.Munchen@mfa.bg
Mo, Di, Do, Fr 9.30-12.30 Uhr; Mi 14-16.30 Uhr; telefonische Auskunft Mo, Di, Do 14-15.30 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Bulgarien
c/o Handwerkskammer Münster
Bismarckallee 1
48151
Münster
(0251) 520 31 29
(0251) 520 34 84
Honorarkonsul@bulgarien-nrw.de
Mo bis Do 10-15 Uhr, Fr 09-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Republik Bulgarien
Mörikestr. 11
70178
Stuttgart
(0 711) 27 35 08 79
(0 711) 69 30 26 76
stuttgart@honorarkonsulat-bg.de
Mo, Mi und Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
Ulitsa Frederic-Joliot-Curie 25
1113
Sofia
Embassy of the Federal Republic of Germany
Postfach 869
1000 Sofia/Bulgarien
(00359 2) 963 16 58, (0049 30) 181 76 72 54
(00359 2) 91 83 80
www.german-embassy.bg
info@sofia.diplo.de
Amtsbezirk: Bulgarien

Honorary Consul of the Federal Republic of
Germany
Ulitsa Saborna 7
4000
Plovdiv /Bulgarien
(00359 32) 65 04 54
(00359 32) 65 04 54
plovdiv@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Plovdiv, Pazardzhik, Stara Zagora, Haskovo, Kardzhali, Smolyan, Sliven, Yambol
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Sofia

Honorary Consul of the Federal Republic of
Germany
Bul. 8-mi Primorski Polk 54, Etage 2, Office 2
9000
Varna /Bulgarien
(00359 52) 69 36 94
(00359 52) 69 36 93
varna@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Regionen Dobritsch, Varna und Burgas
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Sofia

Ärztliche Hilfe

SOFIA: Nationales Onkol. Institut, Gynäkologie, Dr. A. Gancheva-Koleva (spricht Deutsch), Plovdiusko Pole Str. 6,, Sofia, Tel. (02) 712 33 20.

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Sehenswertes

Sofia

Bulgariens von Bergen umgebene Hauptstadt ist freundlich, gepflegt und überschaubar. Eine malerische Altstadt hat sie nicht, aber zahlreiche mittelalterliche Kirchen. Die älteste, Sveti Georgi, steht im Hof des Hotels "Balkan". Der bescheidene Rundbau stammt aus dem fünften Jahrhundert und ruht auf den Fundamenten eines 300 Jahre älteren Römerbads. Die restaurierten Innenfresken stammen aus dem 11. bis 15. Jahrhundert.

Neben dem "Balkan" steht die Bujuk-Moschee, die heute als archäologisches Museum dient. Unermesslich wertvolle Goldschätze aus dem achten bis vierten vorchristlichen Jahrhundert werden dort bewacht. Die monumentale Alexander-Nevski-Kathedrale von 1912 im Zentrum der Stadt ist eine Schatzkammer voller altbulgarischer Ikonen und Handschriften.

Die orthodoxe Kathedrale ist nicht sehr alt, denn sie wurde erst 1912 vollendet. Sie ist aber großartig ausgestattet und ausgemalt. Der Gottesdienst im schummrigen, kerzenbeleuchteten Raum mit dem traditionellen liturgischen Chorgesang ist ein Erlebnis.

Acht Kilometer südwestlich der Hauptstadt, in einem schattigen Garten, dem ehemaligen Friedhof des hübschen Vororts Bojana, steht eine Kirche aus dem zehnten Jahrhundert. Sie wurde 1260 von einem unbekannten Meister ausgemalt. Die Bildnisse des Stifterehepaars Kalojan und Dessislava gehören zu den besten mittelalterlichen Portraits im ganzen Abendland.

Plovdiv

Bulgariens zweitgrößte Stadt liegt in der Thrakischen Ebene. Ihre Altstadt mit den schmalen Gassen ist ein lebendiges Museum. Hier wurde viel Historisches restauriert. Im Zentrum sieht man eine spätmittelalterliche Moschee, daneben ein ungewöhnlich gut erhaltenes antikes Theater. In stillen Gärten hinter dicken Mauern stehen die bunten, komfortabel ausgestatteten Villen der alten Plovdiver Kaufherren. Viele sind fein restauriert, beherbergen zum Teil wertvolle Sammlungen und können besichtigt werden.

Rila-Kloster

Bulgariens größtes und ältestes Kloster, das in einem bewaldeten Talkessel des Rila-Gebirges liegt, ist die bedeutendste Sehenswürdigkeit des Landes. Seit 1983 zählt es zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die prachtvollen Gebäude, wie man sie heute sieht, wurden allerdings erst im 19. Jahrhundert gebaut, denn das alte Kloster brannte 1833 ab. Nur der Hreljo-Turm von 1335 blieb erhalten.

Doch die Baumeister, Holzschnitzer und Kirchenmaler, die das Kloster vor 150 Jahren wieder aufbauten, leisteten hervorragende Arbeit. Das Gebäudeviereck mit seinen Arkadengängen und der schwarz-weißen Bandbemalung, mit den Außentreppen, Vorbauten und der gewaltigen Bergkulisse ringsum ist sehr eindrucksvoll. Schier überwältigend sind die Fresken, Ikonen und Schnitzarbeiten in der umlaufenden Galerie wie im Innenraum der kuppelgedeckten Kirche, die mitten im Hof steht. Außerdem kann man neben einem reich bestückten Museum auch die eindrucksvolle alte Klosterküche besichtigen.

Koprivstica

Das Teppichweber-Dorf im Topolnica-Tal, einem schönen grünen Gebirgstal, ist ein Musterbeispiel altbulgarischer Wohnkultur und steht unter Denkmalschutz. Die Häuser - mit gemauertem Untergeschoss und einem Obergeschoss aus Holz - stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, aus einer Zeit, zu der die Bürger von Koprivstica durch Weben und Teppichknüpfen wohlhabend geworden waren. Man sieht dies an der Architektur, an den aufwendigen Erkern, den Veranden und vielen Fenstern der Häuser. Außen sind die Häuser oft kunstvoll bemalt; innen haben sie feingeschnitzte Zimmerdecken und sind mit wertvollen Teppichen und kostbaren Möbeln ausgestattet. Der Staat hat viel Geld in die Restaurierung der Häuser gesteckt, zahlreiche Gebäude können auch besichtigt werden. Das besonders reich geschmückte Oselkov-Haus von 1856 wurde als ethnographisches Museum eingerichtet.

Veliko Tarnovo

Dieser Ort ist überaus malerisch gelegen. Eng aneinander geschmiegt türmen sich die alten Häuser über den Steilufern der Jantra. Der stark gewundene Fluss bildet drei hügelige Halbinseln, auf denen sich die ockerfarbene Wohnbauten, Kirchen und Paläste samt Treppengassen, Türmen und Mauern verteilen. Vieles in Veliko Tarnovo wurde sorgsam restauriert; anschließend hat man den gesamten Stadtkern unter Denkmalschutz gestellt. Im Mittelalter war Veliko Tarnovo Bulgariens Hauptstadt. Im ältesten Stadtteil, auf dem Hügel Caravez, stehen noch Reste des einst riesenhaften Zarenpalastes und der dazugehörigen 21 Kirchen. Der Palast entstand im 13. und 14. Jahrhundert. Besser erhalten, weil fünfhundert Jahre jünger, ist die Karawanserei des Hadzi Nikoli mit ihrem schönen Arkadenhof, die heute ein Volkskundemuseum ist.

Etara

Das bulgarische Freilichtmuseum liegt südöstlich der Industriestadt Gabrovo. Wohn- und Handwerkerhäuser, Mühlen und Kaufläden, Brunnen und Brücken aus vergangenen Jahrhunderten gruppieren sich zu einem idyllischen, märchenhaft anmutenden Dorf. Die alten Häuser wurden aus allen Landesteilen zusammengetragen und sorgsam restauriert. In den historischen Werkstätten wird gewebt, gehämmert und getöpfert, im Bäckerladen gibt es frisches Brot und im Café traditionelles Gebäck.

Tal der Rosen

Südlich vom Balkan-Gebirge, zwischen Klisura und Kazanlak, zieht sich über 80 km das "Tal der Rosen" hin. Millionen dieser wunderschönen Pflanzen blühen hier, dunkelrosa und wohlriechend. Das berühmte Tal lohnt auch einen größeren Umweg - freilich nur im Mai und Juni und dann sehr früh am Tag. Denn zu dieser Zeit, wenn sich die Blüten der "rosa demascena" gerade öffnen, sind die endlos langen Felder am schönsten. Die Kulturen dienen allerdings nicht dem schönen Anblick, sondern der Gewinnung von Rosenöl. Darum werden die Blüten auch gepflückt, bevor die Sonne ihnen zusetzt, und in die Destillerien von Kalofer, Karnare oder Rosino gebracht.

Nicht nur Rosen werden im Rosental angebaut, sondern auch Lavendel und Pfefferminze. Daraus werden ebenfalls ätherische Öle gewonnen. So sind die Täler im Sommer oft von einem überwältigenden Duftgemisch erfüllt.

Nationalpark Pirin

Dieses 27.400 Hektar große Areal im Pirin-Gebirge kam 1983 auf die von der UNESCO geführte Liste des Natur-Welterbes. Der Park hat alpinen Charakter. Neben 81 Zweieinhalbtausendern - zwei Gipfel sind sogar über 2.900 m hoch - gibt es hier 175 Gebirgsseen, dazu zahlreiche Flüsse, Bäche, Wasserfälle, Karsthöhlen und Schluchten. Zur reichen Flora des Parks kommt eine umfangreiche Fauna: Gämsen, Bären, Wildkatzen, Füchse, Wölfe, Steinadler, Schmutzgeier sowie viele andere Tierarten.

Naturschutzgebiet Srebarna

Der Srebarna-See ist der Rest eines alten Flussarmes und ein wichtiger Rast- und Brutplatz für Sumpf- und Wasservögel. Zwei Drittel der Fläche bestehen aus Schilf, das von Kanälen und kleineren Wasserflächen durchzogen wird. Eine große Kolonie von Krauskopf-Pelikanen hat sich auf eine Schilfinsel zurückgezogen. In einem modernen Gebäude am Westufer erhalten Besucher Informationen und können über eine ferngesteuerte Telekamera Beobachtungen machen. Auch Srebarna wurde zum Naturschatz des Welterbes erklärt.

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Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte beachten Sie den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Es sollte nur an den dafür freigegebenen Strandabschnitten gebadet werden, da es auch in Strandnähe gefährliche Strömungen gibt, die nicht an der Wasseroberfläche zu erkennen sind. Warnungen der Rettungsschwimmer sollten unbedingt beachtet werden.

Viele Straßen sind in einem schlechten Zustand. Um Beschädigungen am Fahrzeug und Unfälle zu vermeiden, sollte sehr vorsichtig gefahren werden, insbesondere bei Nacht.

In Bulgarien herrscht erhöhte Erdbebengefahr. Die relativ seltenen Beben verursachen jedoch in der Regel kaum größeren Schaden. Reisende sollten sich aber bewusst sein, dass es jederzeit ohne Vorwarnung zu Erschütterungen kommen kann.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ukraine

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Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu maximal 90 Tagen pro Halbjahr. Notwendig zur Einreise sind der mindestens noch drei Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültigen nationalen Reisepass, der Nachweis einer Auslandsreisekrankenversicherung (gültig für die Ukraine) für die Dauer des Aufenthalts.

Landesdaten

Lage

Die Ukraine ist eine selbstständige Republik. Sie gehört zur GUS-Gemeinschaft unabhängiger Staaten. Die Ukraine grenzt im Norden an die Republik Belarus (Weißrussland) und die Russische Föderation, im Osten an die Russische Föderation, im Süden an das Assowsche Meer und das Schwarze Meer (u.a. mit der Halbinsel Krim), im Südwesten an Rumänien und die Republik Moldau (Moldova) sowie im Westen an Ungarn, die Slowakische Republik und Polen. Der Fluss Dnjepr teilt das Land von Nord nach Süd.

Fläche: 603.700 km².

Verwaltungsstruktur: 24 Bezirke (Oblaste) und die autonome Republik Krim.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 45,6 Millionen

Städte:

Kiew (Hauptstadt) ca. 2,8 Millionen

Charkow ca. 1,4 Millionen

Odessa ca. 1 Millionen

Dnjepropetrowsk ca. 1 Millionen

Donezk ca. 955.000

Zaporoschje ca. 772.600

Lwow (Lwiw, Lemberg) ca. 729.800

Krywyj Rih ca. 660.200

Mykolajiw (Mariupol) ca. 497.000

Sprache

Die Amtssprache des Landes ist Ukrainisch. Russisch wird als Verkehrssprache auch noch häufig gesprochen (Etwa 22 Prozent der Bevölkerung sind Russen).

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +1 Stunde

Da in der Ukraine zeitgleich mit Deutschland auf Sommerzeit umgestellt wird, bleibt der Zeitunterschied auch während des Sommerhalbjahres erhalten.

Telefon/Post

Post

Der Postverkehr ist unzuverlässig. Sendungen nach Westeuropa sind oft über zwei Wochen unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Ukraine ist 00380, bei einer fünfstelligen Rufnummer muss nach der Ortsvorwahl noch eine 2 vorangestellt werden. Die Vorwahl von der Ukraine nach Deutschland ist 81049, nach Österreich 81043 und in die Schweiz 81041 (nicht von allen Orten aus möglich). Jeweils nach der 8 ist das Freizeichen abzuwarten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 02, Unfallrettung 03, Feuerwehr 01.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Ukraine von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Das Mobilfunknetz ist nicht flächendeckend.

Internet

Länderkürzel: .ua

Internetcafes gibt es in Kiew, Odessa und Lwiw.

Feiertage

Feiertage 2017:

1. Januar (Neujahr)

7. Januar (orthodoxe Weihnachten)

8. März (Internationaler Frauentag)

16./17. April (orthodoxes Osterfest)

1. und 2. Mai (Tage der Arbeit)

8./9. Mai (Siegestag)

5. Juni (orthodoxer Pfingstmontag)

28. Juni (Tag der Verfassung)

24. August (Tag der Unabhängigkeit)

14. Oktober (Tag der Verteidiger der Ukraine)

Fällt ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag, so ist der darauf folgende Montag frei.

Die Hauptferienmonate sind Juli und August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 9/10-13, 14-18 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 9-18 Uhr. Es sind lange Mittagspausen von mindestens eineinhalb Stunden die Regel.

Geschäfte: Es gibt in der Ukraine keine gesetzliche Ladenschlussregelung. In der Regel sind Geschäfte aber wie folgt geöffnet: Mo bis Sa 8-19 Uhr (Kaufhäuser); kleinere Läden Mo bis Fr 9-18 Uhr. Einige Geschäfte haben auch bis 20 Uhr geöffnet.

Post: Mo bis Fr 8-17 Uhr. Das Hauptpostamt in Kiew (Chrestschatyk 22) ist rund um die Uhr geöffnet.

Kleidung

Während der Hauptreisezeit sollte man überwiegend Sommerkleidung mitnehmen, jedoch auch Übergangskleidung griffbereit haben. Im Winter braucht man unbedingt warme Kleidung, da es sehr kalt werden kann. Ein Regenschutz ist das ganze Jahr über notwendig.

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Geschichte/Politik

Vor Beginn der christlichen Zeitrechnung lebten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine Skythen und Perser, später Hunnen und Goten. Ab dem fünften Jahrhundert ließen sich ostslawische Stämme nieder. Sie bildeten im neunten Jahrhundert aus mehreren Teilfürstentümern das überall im Osten berühmte Kiewer Reich (mit der Stadt Kiew als Zentrum), das unter Großfürst Wladimir I. im zehnten und elften Jahrhundert seine große Zeit hatte. Im 13. Jahrhundert drangen Mongolen in das Kiewer Reich ein. Ab dem 14. Jahrhundert eroberten Polen und Litauer den größten Teil der Ukraine. Doch nach dem Polnisch-Russischen Krieg im 17. Jahrhundert verlor Polen die ukrainischen Gebiete östlich des Dnjepr an Russland. Nach der Russischen Februarrevolution erklärte die Ukraine 1918 ihre Unabhängigkeit, wurde jedoch dennoch eine sozialistische Sowjetrepublik.

Bei der Auflösung der UdSSR nach dem Zweiten Weltkrieg erklärten sich die Ukrainer 1991 als unabhängig und wurden Mitglied der GUS. Die Ukraine ist heute eine präsidiale Republik. Ein baldiger EU-Beitritt wird angestrebt.

Wirtschaft

Die Ukraine ist ein wirtschaftlich bedeutendes Gebiet im Bereich der GUS mit einer gut funktionierenden Industrie, insbesondere in den Regionen um die Großstädte Kiew, Odessa und Charkow.

Die Landwirtschaft profitiert von dem günstigen Klima und den fruchtbaren Böden. Die Ukraine war schon immer ein großer Agrarproduzent. Jahrhundertelang nannte man die Gegend den "Brotkorb Europas". Man baut vor allem Getreide an, besonders Weizen und Mais. Außerdem gedeihen auf den Böden des Landes Kartoffeln und Zuckerrüben, aber auch Obst, Gemüse, Tabak und Sonnenblumen. Die Erträge bei Getreide und Kartoffeln sind überdurchschnittlich hoch.

Die Ukraine ist heute jedoch durch Schattenwirtschaft und Korruption am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs. Große Teile der Bevölkerung sind arbeitslos oder ohne Lohn. Der bereits vorhandene Tourismus in der Ukraine soll noch erheblich weiterentwickelt werden.

Vegetation

Im Norden der Ukraine erstreckt sich eine Waldzone, in der Eichen und Erlen, Kiefern, Fichten und Hainbuchen wachsen. Sie werden von weiten Nieder- und Hochmooren umgeben, in denen man eine Reihe seltener Pflanzen finden kann. Im Süden schließt sich eine Waldsteppenzone an, in der man Misch- und Laubwälder mit Eichen und Ahorn, Buchen, Hainbuchen und Linden findet. Auch Rhododendren gedeihen hier und man sieht Ebereschen, Holunder und Wacholder. Der Waldbestand löst sich in Richtung Süden und Südosten nach und nach auf. Dazwischen dehnen sich Wiesensteppen aus. Dann grenzt ein Steppengürtel an, der schließlich in die Trockensteppe übergeht. Die Zonen der Waldsteppen und auch der nördlichen Steppen sind allerdings großenteils einem intensiven Ackerbau geopfert worden.

Tierwelt

Die intensive Landwirtschaft hat die Zahl der wilden Tiere erheblich vermindert. Einige seltene Arten werden nun in Nationalparks geschützt. Aber man findet in den Wäldern noch Elche und Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen. In den etwas abgelegenen Gegenden, beispielsweise in den Bergen der Karpaten, leben noch Wölfe und Braunbären, Luchse und Fischotter, auch der Schwarze Iltis. Dort kann man auch noch Schwarzstörche sehen, ebenso wie den Uhu, das Birk-, Hasel- und das Auerhuhn. An den Seen der Waldzone haben Wasservögel ihre Brutkolonien.

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Kulinarisches

Die schwarze Erde der Ukraine macht dieses Land zu einem der fruchtbarsten Ackerböden der ganzen Welt. Der Franzose Honoré de Balzac stellte 1840 voller Hochachtung fest: "Ich zähle hier 77 Arten, Brot zu backen." Die Verschiedenartigkeit der Backwaren ist heute noch so typisch wie damals. Rindfleisch wird oft in Scheiben geschnitten, mit gewürzten Brotkrumen bestreut, aufgerollt und im Rohr gebraten. Ukrainische Köchinnen behaupten, Brotkrumen seien das Geheimnis vieler saftiger Speisen. Hechte, Flussbarsche und Karpfen werden oft mit Brotkrumen gefüllt und gebacken. Man brät sie aber auch in Teig oder dünstet sie in saurer Sahne.

Das ganze Jahr hindurch gibt es Gemüse im Überfluss. Mais gedeiht gut; das Maismehl verwendet man für einen weichen Auflauf. Rote Bete, Kartoffeln und Kohl gibt es das ganze Jahr hindurch - die Roten Bete oft in schmale Streifen geschnitten, mit Butter und Essig zubereitet. Die Vielseitigkeit, mit der Kohl gekocht wird, hängt nur vom Einfallsreichtum der Köchin ab. Oft wird ein ganzer Kohlkopf kurz pochiert, dann kommt eine Mischung aus Brotkrumen und Fleisch zwischen die einzelnen Blätter. Man bindet den Kopf mit Zwirn wieder zusammen und dünstet ihn in Tomatensoße. Das typischste ukrainische Gericht auf der Grundlage von Mehl sind wohl die Pastetchen, die auf allen Speisekarten stehen. Sie sind aus zartem und dünnem Teig, der mit nahezu Beliebigem gefüllt werden kann und fest genug sein muss, damit er beim Kochen nicht platzt.

Sitten und Gebräuche

Die Ukrainer, die in den karpatischen Bergen leben, haben sich ein festes Traditionsbewusstsein bewahrt. Noch trägt man dort (freilich nicht jeden Tag) die bunte und sehr aufwendige Tracht, die bei den Männern - mit farbigen Gürteln, weißen Blusen und roten Umhängen - eher vornehm als bäuerlich wirkt. Zu dieser Männertracht gehören schwarze Hosen. Die Farbzusammenstellung von schwarz, weiß und rot tritt auch in vielen anderen Zusammenhängen auf - beispielsweise in der gemusterten Keramik, die hier und da noch gefertigt wird.

Volksmusik ist in der Ukraine noch sehr lebendig. Sie hängt eng mit den bäuerlichen Festen zusammen, die oft und gern gefeiert werden. Parallel dazu entwickelte sich im 10. bis 13. Jh. aus byzantinischen Vorbildern eine ganz eigene Art von Kirchengesang, zu dem im 16. Jh. dann noch polnische Eigenarten kamen.

Souvenirs

Die Ukrainer sind, trotz der großen Städte, ein Bauernvolk geblieben. Entsprechend bäuerlich sind viele kleine Gegenstände, die sich gut als Andenken und Souvenirs eignen: Geschnitztes und Gewobenes. Auch ukrainischer Gold- und Silberschmuck ist sehr hübsch. Vor allem dann, wenn es sich um antiquarische Stücke handelt.

Karte Ukraine
Klimadiagramm

Klimainformationen

Die Ukraine hat überwiegend gemäßigtes Kontinentalklima mit warmen Sommern, in denen die Temperaturen zwischen 20 und 25°C liegen, und kalten, schneereichen Wintern, in denen Temperaturen von -5 bis -10°C üblich sind. Die Herbstmonate sind meist sonnig. An der Schwarzmeerküste herrscht ein Klima, das man als mediterran bezeichnen könnte. So klettern die Temperaturen in diesem Landesteil im Sommer normalerweise bis auf 30°C und fallen auf -5°C im Winter.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man die Ukraine zwischen Mai und September.

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Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Ukraine ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

KIEW: British European Medical Clinic (spricht Deutsch), Dr. Martin Hoppmann, Sichnevoho Povstannaya, 6,, Kiew, Tel. (044) 573 88 73, 290 73 17;

ODESSA:Dr. Konstantin D. Babov (spricht Englisch), Lermontovskiy Lane 6,, Odessa, Tel. (048) 22 29 23.

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Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Griwna (UAH)

1 Griwna = 100 Kopeken.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 29,78 UAH

1 US-$ = ca. 26,09 UAH

Hinweise

Bei unrichtiger Deklaration kann der ukrainische Zoll das Eigentum des Reisenden beschlagnahmen. Informationen über die Zollbestimmungen sollten rechtzeitig vor der Reise eingeholt werden. Wenn möglich, sollte die Einfuhr größerer Geldbeträge vermieden werden. Bei Unsicherheit darüber, ob bestimmte Geldbeträge deklariert werden müssen oder nicht, sollte sicherheitshalber ein Deklarationsformular ausgefüllt werden. In diesem Fall sollte darauf bestanden werden, dass die Deklaration von den Zollbeamten auch angenommen wird, um eventuelle Probleme bei der Ausreise zu vermeiden.

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt. US-$-Noten in neuwertigem Zustand mitführen.

Einfuhr Landeswährung: bis zu 3.000 UAH. Für Einwohner der Ukraine gelten andere Bestimmungen.

Deklaration: Ja - bei der Einfuhr von Fremdwährung bis zu 3.000 US-$ mündlich, sonst schriftlich. Bis zu 15.000 US-$ in bar oder als Schecks sowie bis zu 10.000 UAH müssen schriftlich deklariert werden. Beträge über 15.000 US-$ bar bzw. als Schecks können nur mit einer Genehmigung der Nationalbank der Ukraine eingeführt werden. Transitreisende (Nachweis) dürfen bis zu 30.000 US-$ mitführen.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge (Belege; Deklaration vorlegen).

Ausfuhr Landeswährung: bis zu 10.000 UAH mit schriftlicher Deklaration. Für Einwohner der Ukraine gelten andere Bestimmungen.

Umtausch: US-$-Noten (in kleinen Stückelungen) sollten in neuwertigem Zustand sein (ohne Knicke und nicht abgegriffen), da sonst Probleme beim Umtausch entstehen können. Es sollte nur nach und nach in Landeswährung getauscht werden. Euro lassen sich problemlos tauschen, Britische Pfund nur, wenn es sich um Banknoten der Bank of England handelt. Schottische Geldscheine wurden in manchen Fällen nicht zum Umtausch akzeptiert. Grundsätzlich sollten nur offizielle Wechselstellen genutzt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden teilweise von größeren Hotels (bei Buchung abklären) und Geschäften akzeptiert. Beim Einsatz von Kreditkarten zu Zahlungszwecken sollte die Kreditkarte nicht aus den Augen gelassen werden, um zu vermeiden, dass Abdrücke angefertigt werden. Die Karte sollte nur bei vertrauenswürdigen Empfängern eingesetzt werden.

Geldautomat: Ja - Abhebungen mit internationalen Kreditkarten sind möglich. An einigen Geldautomaten kann auch mit der Girocard (mit Maestro-Logo) Geld abgehoben werden. Gebühren und Höchstbeträge variieren je nach Betreiber. Es sollte auf eventuelle Spuren von Manipulation am Automaten geachtet und ggf. die Geldkarte sofort gesperrt werden, falls diese vom Automaten eingezogen werden sollte. Gelegentlich versuchen Betrüger, durch Montage eines Aufsatzes auf den Kartenschlitz oder die Tastatur die Kontodaten abzufangen.

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Auskunftstellen

Botschaft der Ukraine
mit Konsularabteilung
Albrechtstraße 26
10117
Berlin
Botschaft (0 30) 28 88 71 63
(0 30) 28 88 72 16
www.botschaft-ukraine.de
konsulat@ukrainische-botschaft.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-18 Uhr
Visa-Abteilung Mo, Mi und Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Delegation der Deutschen Wirtschaft in der Ukraine
ul. Puschkinska 34
01004
Kiew /Ukraine
(00380 44) 235 42 34, 234 59 77
(00380 44) 234 59 98, 234 55 95
www.ahk.net/de/ua
info@ukraine.ahk.de
Mo bis Do 8-12, 13-17 Uhr; Fr 8-16 Uhr

Ukraine Chamber of Commerce
Reytarska, 19-b
01030
Kiew /Ukraine
(00380 44) 270 68 29
(00380 44) 234 42 73
www.ahk.net/de/ua
office@iccua.org

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Ukraine
mit Konsularabteilung
Albrechtstraße 26
10117
Berlin
Botschaft (0 30) 28 88 71 63
(0 30) 28 88 72 16
www.botschaft-ukraine.de
konsulat@ukrainische-botschaft.de
Mo bis Fr 8.30-13 Uhr und 14.30-18 Uhr
Visa-Abteilung Mo, Mi und Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine

Immermannstraße 50
40210
Düsseldorf
(02 11) 93 65 42 29
(02 11) 93 65 42 11
www.botschaft-ukraine.de
emb_de2@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine
Vilbeler Straße 29
60313
Frankfurt/Main
(0 69) 29 72 09 29
(0 69) 29 72 09 20 (15-17 Uhr)
www.botschaft-ukraine.de
gc_def@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Generalkonsulat der Ukraine
Mundsburger Damm 1
22087
Hamburg
(0 40) 22 94 98 13
(0 40) 22 94 98 10
gc_deg@mfa.gov.ua
Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Di 15-18 Uhr

Honorarkonsulat der Ukraine
Schillerplatz 7 (IHK für Rheinhessen)
55116
Mainz
(0 61 31) 213 03 60
(0 61 31) 213 03 50
info@hansjuergen-doss.de
Mo 15-17 Uhr, Mi 9-12 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Ukraine
Lessingstraße 14
80336
München
(0 89) 55 27 37 55
(0 89) 55 27 37 12
gc_dem@mfa.gov.ua
Mo, Mi, Fr 9-12.45 Uhr, Di 14-17.45 Uhr

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Wul. Bohdana Chmelnythzkoho 25
(Visa-Abteilung Businesszentrum "101 Tower", 22. Etage, Wul. Lwa Tolstogo 57)
01901
Kiew /Ukraine
(00380 44) 281 13 81
(00380 44) 281 11 00
www.deutsche-botschaft.kiew.ua
info@kiew.diplo.de
Amtsbezirk: Ukraine

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
wul. Skrypnyka 14a
61057
Charkiw /Ukraine
(00380 57) 752 56 50
(00380 57) 728 41 18
charkiw@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Verwaltungsgebiet Charkiw
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Donezk

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Wul. Wynnytschenka 6
79008
Lwiw /Ukraine
(00380 322) 75 71 02, 75 33 14, 75 33 24
(00380 322) 75 71 02, 75 33 14, 75 33 24
lemberg@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Oblaste Wolyn (Luzk), Ivano-Frankiwsk, Chmelnizkyj, Tscherniwzi, Lemberg (Lwiw), Transkarpatien (Skarpatja), Riwne und Ternopil
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Donezk Prospekt Dmytra Yavornytskogo 1a
Büro 301
49005
Dnipro /Ukraine
(003805) 67 32 14 19
(003805) 67 32 14 20
info@donezk.diplo.de
Amtsbezirk: Oblaste Donezk, Luhansk, Charkiw, Dnipropetrowsk und Saporishshzhja
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Lanzheronovskaya Str. 9, office 17
65026
Odessa /Ukraine
(00380 48) 777 89 03
odessa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Oblaste Odessa, Mykoljiw und Cherson sowie die Autonome Republik Krim
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Kiew

Ärztliche Hilfe

KIEW: British European Medical Clinic (spricht Deutsch), Dr. Martin Hoppmann, Sichnevoho Povstannaya, 6,, Kiew, Tel. (044) 573 88 73, 290 73 17;

ODESSA:Dr. Konstantin D. Babov (spricht Englisch), Lermontovskiy Lane 6,, Odessa, Tel. (048) 22 29 23.

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Sehenswertes

Kiew

Die Hauptstadt der Ukraine liegt am Dnjepr, wurde im sechsten Jahrhundert gegründet und ist heute nach Moskau und St.Petersburg die drittwichtigste Stadt innerhalb der GUS. Vor tausend Jahren wurde in Kiew die Kultur des alten Russland geboren.

Etliche berühmte Bauwerke in Kiew erinnern noch an jene große Zeit, darunter das Goldene Tor, das Höhlenkloster und die Kirche Dormitio Sanctae Mariae Virginis, die dann als Muster für alle künftigen Kirchen gelten sollte. Sie alle entstanden im elften Jahrhundert. Eine eigene Kiewer Architektur bildete sich aus, die den russischen Baustil der folgenden Jahrhunderte prägte.

Viel Interessantes darüber zeigt das "Museum der historischen Schätze der Ukraine", sehr schöne Funde - auch aus Gold und Silber - sieht man im "Museum der historischen Kostbarkeiten". Und in der Nähe von Kiew wurde ein großes Freilichtmuseum eingerichtet, in dem die bäuerliche Kultur der Ukraine beispielhaft gezeigt wird.

Lwow

Die Stadt, die auf deutsch "Lemberg" heißt, wurde im Jahre 1256 gegründet. Sie ist eine der wichtigsten in der Ukraine und liegt sehr malerisch in einem hübschen Hügelland. Heute gilt sie als ein unumstrittenes Kulturzentrum, in dem eine beträchtliche Zahl alter Bauwerke steht, wobei sich die Baustile sehr mischen. Da gibt es eine gotische und eine armenische Kathedrale (was schon das Zusammenklingen aus abendländischer und orientalischer Kultur zum Ausdruck bringt), am Marktplatz stehen die Benetiktinerkirche aus dem 16. Jahrhundert, die byzantinische und italienische Einflüsse verbindet und - aus dem gleichen Jahrhundert - die griechisch-katholische Kirche. Man sieht alte Bürgerhäuser, die eindeutig die österreichische Rokoko-Zeit dokumentieren. Die Stadt hat aber auch wegen ihrer Museen einen guten Ruf. Bedeutende Sammlungen, die einander ergänzen, sagen viel über das Leben in der Ukraine aus: das Museum der volkstümlichen Baukunst und des Alltagslebens, das Museum für Ethnographie und Kunstgewerbe sowie das Museum der ukrainischen Kunst.

Odessa

Odessa liegt malerisch am Schwarzen Meer. Zu allen Zeiten galt Odessa als eine freigeistige Stadt, die ganz dem europäischen Westen offenstand. Die Menschen von Odessa, die russisch mit einem südlichen Akzent sprechen, waren immer kritisch und spöttisch. Es ist eine Stadt der Sonne und der Lebensfreude - mit Sandstränden, Parkanlagen und hübschen Gassen.

Jalta

Es ist der bekannteste Erholungsort auf der Halbinsel Krim - mit subtropischer Vegetation, ansehnlichen modernen Bauten und einer Wein-Probier-Halle, die eine der weltweit größten Weinsammlungen beherbergt: Hier lagern 45.000 Flaschen. In der Nähe von Jalta liegt das Naturschutzgebiet der Krim mit reicher Vegetation und vielfältiger Tierwelt. Der Stolz der dortigen Wildhüter ist der mächtige Krimhirsch, der bis zu zwei Meter lang wird.

Luzk

Die Stadt im Westen der Ukraine hat sich ein historisch-architektonisches Schutzgebiet eingerichtet. Dort stehen eine Reihe wertvoller historischer Bauten, zu denen das Luzker Schloss (13.-14. Jahrhundert), die Pokrowski-Kirche (15. Jahrhundert) und die Krestowosdwishensskaja-Kirche gehören. Das Heimatkundemuseum hat hier eine Kunstabteilung eingerichtet, in der man gute Bilder einheimischer und ausländischer Künstler sehen kann.

Uman

Die Stadt zwischen Kiew und Odessa beherbergt das "Sofiewka", ein Prachtstück ukrainischer Garten- und Parkarchitektur des 18. Jahrhunderts mit künstlichen Seen, Springbrunnen, Wasserfällen und Skulpturen. Man kann dort über 700 Pflanzenarten sehen.

Karte Ukraine

Reisehinweise

Aktueller Hinweis - Teilreisewarnung

Seit dem Frühjahr 2014 finden in den östlichen Verwaltungsbezirken der Ukraine (Oblaste Donezk und Luhansk) bewaffnete Auseinandersetzungen statt. In der Folge eines im September 2014 in Minsk vereinbarten Friedensplans haben sich die Kämpfe momentan zwar abgeschwächt, können aber jederzeit an besonders gefährdeten Punkten wieder aufflammen und auch eskalieren.

Das Auswärtige Amt rät von Reisen in viele Orte und Landkreise der Oblaste Donezk und Luhansk ab. Vor Reisen in einige Orte dieser Verwaltungsbezirke wird ausdrücklich gewarnt.

Von Reisen auf die Halbinsel Krim rät das Auswärtige Amt dringend ab.

Die Krim wird faktisch von Russland kontrolliert. Konsularischer Schutz kann deutschen Staatsangehörigen dort angesichts der derzeitigen sehr angespannten Situation nicht gewährt werden.

Für Reisen auf die Halbinsel Krim und in die strittigen Gebiete um Donezk und Luhansk gelten aktuell die Einreisebestimmungen der Russischen Föderation. Bei Reisen auf die Halbinsel Krim auf dem Landweg ist eine Sondergenehmigung der ukrainischen Behörden erforderlich.

Des weiteren sind Einreisen in die strittigen Gebiete um Donezk und Luhansk sowie auf die Halbinsel Krim ohne das vorherige Passieren eines regulären ukrainischen Grenzübergangs aus ukrainischer Sicht illegal und können zu einem Einreiseverbot führen.

Reisende, die in die oben nicht genannten Landesteile reisen, sollten sich weiterhin unbedingt umsichtig verhalten und sich außerdem rechtzeitig und fortlaufend über die Medienberichterstattung informieren. Von Demonstrationen, Kundgebungen und anderen Menschenansammlungen sollte man sich fernhalten.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

SICHERHEIT: Nächtliche Autofahrten über Landstraßen sollten soweit wie möglich vermieden werden. Wegen schlechter Straßenverhältnisse, fehlender Straßenmarkierungen und häufig unvorhersehbaren Hindernissen auf der Fahrbahn besteht ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko. Aus diesem Grund und zur Vermeidung der Verhängung von hohen Geldbußen sollten - auch während des Tages - Geschwindigkeitsbegrenzungen beachtet werden.

Polizeiliche Ausweiskontrollen, insbesondere bei Ausländern, sind in der Ukraine an der Tagesordnung. Nur der Original-Reisepass wird als gültiges Ausweisdokument akzeptiert. Kann man sich nicht ausweisen, muss bis zur Klärung der Identität und des Aufenthaltsstatus mit einer Inhaftierung gerechnet werden.

KRIMINALITÄT: Reisende sollten sich grundsätzlich sehr umsichtig verhalten. Durch die Krise in der Ukraine ist in letzter Zeit ein gewisser Anstieg der Kriminalität festgestellt worden, besonders an unübersichtlichen Orten, wie z.B. in Metrostationen.

Flugpassagieren wird dringend empfohlen, bei Reisen in und aus der Ukraine Wertgegenstände und Dokumente nur im Handgepäck zu befördern und Koffer stets abzuschließen.

Bei eventuell notwendigem Reifenwechsel sollten Fahrzeugtüren sicherheitshalber verschlossen werden, um Diebstähle zu vermeiden. Zur eigenen Sicherheit sollte bei vermeintlichen Pannen anderer Verkehrsteilnehmer am Straßenrand - insbesondere auf einsamen Landstraßen - nicht angehalten werden.

In der Ukraine ist es üblich, private Pkw's anzuhalten und sich gegen Entgelt transportieren zu lassen. Aus Sicherheitsgründen wird hiervon abgeraten.

Trickdiebe sind häufig anzutreffen. Grundsätzlich wird empfohlen, Kreditkarten, Bankkarten, Bargeld und Ausweispapiere an mehreren Stellen direkt am Körper zu verwahren, um verhindern zu können, bei eventuellen Taschendiebstählen alles auf einmal zu verlieren. Eine Kopie des Passes und der Karten sollte immer im Gepäck verwahrt werden, falls die Originale verloren gehen sollten.

SICHERHEITSBEHÖRDEN: Die in der Ukraine geltenden Gesetze sind einzuhalten. Reisende berichten gelegentlich davon, von Polizei-, Grenzschutz- und Zollbeamten oder anderen Staatsbediensteten zur Zahlung von Gebühren und Bußgeldern aufgefordert worden zu sein, deren Rechtsgrundlage nicht erkennbar ist. Es wird empfohlen, bei Missbrauchsverdacht auf der Ausstellung einer Quittung für geleistete Zahlungen und der Darlegung der Rechtsgrundlage zu bestehen sowie einen vorgesetzten Mitarbeiter hinzuzuziehen. Im Notfall sollte darauf bestanden werden, zur nächstgelegenen Polizeidienststelle zu fahren, um dort ein formelles Protokoll aufzunehmen. Ferner wird empfohlen, in jedem Fall den Namen und die Dienstnummer des Beamten zu notieren, damit eine spätere Identifizierung möglich ist.

ALKOHOL: Der Konsum von Alkohol, auch von Bier und anderen leichtalkoholischen Getränken, ist an den meisten öffentlichen Stellen verboten. Dazu gehören auch Unterführungen, Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, medizinische Einrichtungen, Schulen, Kultureinrichtungen, Spielplätze, Sportplätze, Parks etc.

FOTOGRAFIEREN: Beim Fotografieren technischer Einrichtungen ist Vorsicht geboten. Militärische Einrichtungen sollten grundsätzlich nicht fotografiert werden. Es könnte u.U. aufgrund derartiger Fotos Anklage wegen Spionage erhoben werden. Bei einer darauf begründeten Verurteilung droht in der Ukraine eine Strafe von mindestens acht Jahren Haft.

DROGEN: Drogenbesitz und -handel sind in der Ukraine verboten, bei Verstößen drohen zum Teil hohe Freiheitsstsrafen.

TRINKWASSER: Kein Leitungswasser trinken (höchstens dann, wenn es mindestens zehn Minuten abgekocht wurde); Mineralwasser ist fast überall erhältlich.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

PDF-Download (Länder-Information)

Reisedokumente
Deutsche Staatsbürger benötigen einen bis nach Reiseende gültigen Reisepass.

Geburtstagsgeschenk 2017

Wenn Sie 2017 einen runden Geburtstag feiern oder während Ihrer gebuchten Reise ein neues Lebensjahr beginnen, erhalten Sie eine Reisepreisreduzierung von 250 €.
Für dieses Geburtstags-Angebot (gültig nur für Vollzahler) besteht ein limitiertes Kabinenkontingent. Bitte senden Sie uns eine Kopie Ihres Personalausweises zu unter Angabe der Buchungsnummer an kreuzfahrten.sz-reisen@remove-this.ddv-mediengruppe.de .Stand 06/2017 ist dieses Angebot ausgebucht!


NEU 2018: 2 Decks mit franz. Balkonen
Ab der Saison 2018 haben die Kabinen der Kategorie E, F und I französische Balkone.

 

Geburtstagsgeschenk 2018

Wenn Sie 2018 einen runden Geburtstag feiern oder während Ihrer gebuchten Reise ein neues Lebensjahr beginnen, erhalten Sie eine Reisepreisreduzierung von 250 €.
Für dieses Geburtstags-Angebot (gültig nur für Vollzahler) besteht ein limitiertes Kabinenkontingent. Bitte senden Sie uns eine Kopie Ihres Personalausweises unter Angabe der Buchungsnummer an kreuzfahrten.sz-reisen@remove-this.ddv-mediengruppe.de.

Reisedokumente Reisepass

Für diese Reise benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten. Ohne gültige Ausweisdokumente kann die Reise nicht angetreten werden.

Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
MS "ROUSSE PRESTIGE": Europareise auf Donauweise
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
15
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(inkl. Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruch-Versicherung, Reisekrankenversicherung mit medizinischer Notfallhilfe, RundumSorglos-Service, Reisegepäck-Versicherung)

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