Einfach mal loslassen - Urlaub in Hévíz

4*-Hotel mit großer Badelandschaft (Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Schwimmhalle u.v.m.)

Thermalwasserbad in Hévíz ©VitalyTitov, stock.adobe.com Sonnenaufgang am Balaton ©gaborphotos, Fotolia Ein guter Jahrgang ©Horvath Botond, Fotolia Entspannung am Balaton ©origano, Fotolia Eztergom ©www.pixelio.de In Hévíz ©vitfotography, Fotolia Kirche in Hévíz ©gallas, Fotolia Landschaft am Balaton ©Tobi Daniel, Fotolia Thermalbad Hévíz ©VitalyTitov, Fotolia

Verbringen Sie erholsame Tage im schönen Kurort Hévíz. Die ungarische Kleinstadt ist nur wenige Kilometer vom Plattensee entfernt und hat sich mit ihrer hervorragenden touristischen Infrastruktur einen Namen machen können. Durch die gemütlichen Promenaden mit Straßenkünstlern, tollen Cafés und Dank der entspannten Atmosphäre findet hier jeder Erholung und Entspannung. Unser Reiseprogramm beinhaltet für Sie die Übernachtungen inkl. der Halbpension in dem hervorragenden 4*-Superior Hotel. Und wenn Sie doch lieber individuell unterwegs sind… können Sie in Hévíz auch den größten natürlichen Thermalsee der Welt besuchen – das milchige, ca. 35 Grad heiße Wasser scheint grundlos! Wir freuen uns darauf, Sie mit diesem schönen Urlaub zufrieden zu stellen!

  • 4*-Hotel mit großer Badelandschaft (Sauna, Dampfbad, Whirlpool, Schwimmhalle u.v.m.)

Programm

1. Tag: Anreise nach Hévíz

Ganz bequem ab Ihrer Haustür beginnt der Urlaub nach Ungarn. Im modernen Reisebus erreichen Sie am späten Nachmittag Ihr Hotel.

2. -7. Tag: Erholen und Entspannen

Während Ihres Aufenthaltes genießen Sie die Zeit ganz für sich. Erholung pur versprechen Ihnen die Kur- und Wellness-Anwendungen im Hotel oder entspannte Spaziergänge.

8. Tag: Heimreise

Entspannt und erholt treten Sie heute die Heimreise an.

ab 799 
Außenansicht ©Hotel Danubius Health Spa Resort Hévíz Außenschwimmbecken ©Hotel Danubius Health Spa Resort Hévíz

4*-Superior Danubius Health Spa Resort in Hévíz

Das Wellness- und Thermalhotel Hévíz ist ein idealer Ort für Entspannung und Genesung. In der zauberhaften Atmosphäre von Hévíz können Sie sich zu jeder Jahreszeit erholen. Die Stadt Hévíz bietet neben der Entspannung im Thermalsee auch andere Erholungsmöglichkeiten. Kosten Sie beispielsweise die Spezialitäten der Gegend auf dem Markt von Hévíz, entdecken Sie in der Umgebung die steinernen Überreste der römischen Antike, die einzigartige Lebenswelt des Kis-Balaton, des „kleinen Plattensees“, oder entspannen Sie sich bei einem Glas köstlichen Weißwein in einem der nahe gelegenen familiären Weinkeller von Egregy!

Lage

Ihr Hotel ist wunderbar im Grünen, nur 5 Minuten Fußweg vom weltberühmten Hévízer See entfernt, gelegen.

Zimmer

Ihr Zimmer verfügt über einen Balkon sowie Klimaanlage, LCD-Fernseher, Telefon, Radio, Minibar und Safe sowie Badezimmer mit Wanne, Haartrockner und Bademantel.

Hoteleinrichtung

Vielfalt und Qualität der im Hotel erhältlichen Dienstleistungen sind Merkmale der Superior-Kategorie; so stehen Ihnen unter anderem kostenloses WIFI, Zimmerservice, ein zentraler Safe, Geldwechsel, Business Center und eine Wäscherei zur Verfügung. Für Ihr leibliches Wohl wird im Restaurant und der Bar des Hotels für Sie gesorgt.

Sport & Unterhaltung

Hévíz ist aus dem Gesichtspunkt der Wellness eines der beliebtesten Reiseziele in Ungarn, wo Sie erstklassige Bäder-Dienstleistungen erwarten. In den Becken der Bäderabteilung, den einladenden Behandlungsräumen des Emporium Wellness & Beauty und im Trainingsraum des Danubius Premier Fitness finden Sie wirkliche Erholung. Als Kuren werden u.a. angeboten: Balneotherapie, Hydrotherapie, Mechanotherapie, Schlammpackung und Sauerstofftherapie.

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.danubiushotels.com/de/unsere-hotels-heviz/danubius-health-spa-resort-heviz

PDF-Download (Hotel-Information)

Beförderung

  • Transfer ab/an Haustür
  • Fahrt im modernen Reisebus

Hotels & Verpflegung

  • 7 Übernachtungen im 4*-Superior Hotel Danubius Health Spa Resort in Hévíz
  • 7 x Frühstück
  • 7 x Abendessen mit Salat- und Dessertbüfett
  • 1 x alkoholfreies Getränk zu den Abendessen
  • 1 x Kaffee und Kuchen Tafel

Zusätzlich

  • Begrüßungsgetränk
  • Nutzung der hoteleigenen Badelandschaft mit Thermal-Hallenbad, Schwimmhalle, Whirlpool, Erlebnisbad im Garten, Dampfbad und Sauna
  • Entspannungsübungen in Gruppen
  • Veranstaltungen im Hotel mit Live-Musik
  • Bademantelnutzung
  • SZ-Reisebegleitung bei An- und Abreise

Zielland

Ungarn

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der gültige Reisepass, für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten genügt auch der gültige Personalausweis, notwendig sind außerdem ausreichende Geldmittel bzw. Nachweis eines Pauschalarrangements.

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Ungarn liegt etwa in der Mitte des europäischen Kontinents; im Westen grenzt es an Österreich und Slowenien, im Norden an die Slowakische Republik und die Ukraine, im Osten an Rumänien und im Süden an Kroatien sowie Serbien und Montenegro .

Fläche: 93.030 km².

Verwaltungsstruktur: 19 Komitate (megyek) und die Hauptstadt Budapest.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 9,4 Millionen.

Städte:

Budapest (Hauptstadt) ca. 1,7 Millionen,

Debrecen ca. 211.300

Szeged ca. 168.000

Miskolc ca. 167.700

Pécs ca. 156.000

Györ ca. 129.500

Nyíregyháza ca. 119.700

Kecskémet ca. 111.400

Székesfehérvár ca. 100.600

Sprache

Die Landessprache ist Ungarisch. Im Geschäftsverkehr wird auch Deutsch und Englisch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Ungarn ist 0036, von Ungarn nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Die Budapester Telefonnummern sind sieben-, Provinzanschlüsse achtstellig. Bei Inlandsgesprächen muss die 06 vorgewählt werden, Freizeichen abwarten. Es gibt öffentliche Telefone mit Münz- und Kartenbetrieb, Mindestgebühr 20 Ft. Telefonkarten sind in Hotels, Postämtern, Tankstellen und Zeitungskiosken zu bekommen.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 107, Unfallrettung 104, Feuerwehr 112; Touristennotruf 438 80 80.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Ungarn von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .hu

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

15. März (Nationalfeiertag - Tag der Revolution 1848)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

21. Mai (Pfingstmontag)

1. Juli (Tag der Beamten, Behörden, Ministerien und Selbstverwaltungen sind geschlossen)

20. August (Nationalfeiertag - Tag der Staatsgründung)

23. Oktober (Jahrestag der Revolution 1956 und Jahrestag der Republik 1989)

1. November (Allerheiligen)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Liegt zwischen einem Feiertag und dem Wochenende nur ein Tag, wird dieser den Arbeitnehmern freigegeben. Die ausgefallene Arbeitszeit wird an einem Samstag nachgeholt. Behörden und Banken sind an diesen Brückentagen geschlossen.

Die Hauptferienzeit geht von Ende Juni bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Schalteröffnungen Mo bis Fr 8/9-13/16 Uhr; einige Wechselstuben in Budapest sind täglich, auch Samstag und Sonntag, bis spät abends geöffnet.

Büros: Mo bis Fr 8-16/17 Uhr; Mittagspause etwa zwischen 12 und 13 Uhr;

Behörden, Ministerien: Mo bis Do 8/8.30-16 Uhr, Fr 8/8.30-14 Uhr; Mittagspause etwa zwischen 12 und 13 Uhr.

Geschäfte: Mo bis Fr im Allgemeinen 8/10-18 Uhr; nur einige kleinere Geschäfte schließen mittags zwischen 12 und 14 Uhr, samstags sind die Öffnungszeiten dann durchweg bis 13 Uhr. Supermärkte und Geschäfte in großen Einkaufszentren 8/10-22 Uhr, auch samstags und sonntags; einige Supermärkte sind 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche geöffnet. An allen Feiertagen sind Geschäfte bis auf wenige Ausnahmen geschlossen.

Post: Mo bis Fr 8-18 Uhr, am Budapester Bahnhof 7-21 Uhr.

Kleidung

Normale europäische Kleidung entsprechend den Jahreszeiten.

Geschichte/Politik

Schon früh besiedelt (ab dem ersten Jahrhundert v.Chr. war das heutige Ungarn Teil der römischen Provinzen Dakien und Pannonien) entwickelte sich das ungarische Reich vom Ende des 10. bis zum 13. Jahrhundert zu einer führenden Macht in Europa. Darauf wechselten Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen mit Zeiten des Aufblühens der Wirtschaft und der Kultur ab. Unter Matthias Corvinus, der 1458 zum König gekrönt wurde, erlebte das Land seine höchste Blüte. Er übernahm die Kontrolle über Österreich von den Habsburgern und verlegte seinen Hof nach Wien. Dieser und weitere Gebietsgewinne machten Ungarn für kurze Zeit zum mächtigsten Königreich Mitteleuropas. Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert stand Ungarn unter der Herrschaft der Türken bzw. der Habsburger. Nach erbitterten Freiheitskämpfen wurde das Land 1849 unabhängig, gehörte aber 1918 zur Österreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie. Im Zweiten Weltkrieg war Ungarn Verbündeter der Achsenmächte, wurde nach einem Friedensangebot an die Alliierten im März 1944 von deutschen Truppen besetzt. Eine Diktatur wurde errichtet. Die nach dem Krieg von der Sowjetunion eingesetzte provisorische Regierung führte eine groß angelegte Bodenreform durch, bei der große Ländereien des Adels und der Kirche konfisziert wurden. 1946 wurde die kommunistische Republik, 1948 die Volksrepublik Ungarn ausgerufen. Eine antisowjetische Revolution im Jahr 1956 wurde von sowjetischen Truppen niedergeschlagen. In den achtziger Jahren wurden umfassende politische und gesellschaftliche Reformen eingeleitet, im Oktober 1989 die demokratische Ungarische Republik proklamiert. Die ersten freien Wahlen seit 45 Jahren fanden statt. 1990 trat Ungarn als erstes mitteleuropäisches Land des Ostblocks dem Europarat bei.

Ungarn ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Vor dem Zweiten Weltkrieg war die Landwirtschaft die Grundlage der ungarischen Wirtschaft. Nach den ersten freien Wahlen 1990 erfolgte schrittweise die Umstellung von der Planwirtschaft zu den Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Dadurch öffnete sich das Land stärker dem Tourismus, der sich schnell zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelte. Inzwischen hat der Tourismus einen Anteil von zehn Prozent am Bruttosozialprodukt.

Die wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnisse sind Mais, Weizen, Zuckerrüben, Gerste, Kartoffeln, Sonnenblumenkerne und Roggen. Die Weinbaugebiete in der Region um Tokaj sind auf der ganzen Welt berühmt. Der Fischfang ist am Plattensee, an der Donau und an der Theiß ein wichtiger Wirtschaftszweig. Wegen landeseigenem Ressourcenmangel ist Ungarn auf die Einfuhr von Rohstoffen für seine schnell wachsenden Wirtschaftszweige angewiesen. Die wichtigsten Branchen sind Rohstahl, Stahlblech, Aluminium, Zement und Lederschuhe.

Religion

Zwei Drittel der Bevölkerung sind römisch-katholisch, rund ein Drittel ist protestantisch (Ungarische Calvinistische Kirche und Ungarisch-lutherische Kirche). Es gibt eine jüdische Gemeinde, die aber verhältnismäßig klein ist.

Vegetation

Der Wald, der etwa 20 Prozent der Landesfläche bedeckt, besteht vor allem aus Eichen, Linden, Buchen und anderen Laubbäumen.

Tierwelt

Hasen, Füchse, Rotwild und Wildschweine leben in den Landschaftsschutzgebieten. In den Seengebieten sind Enten, Reiher, Kraniche und Störche heimisch. Das weitgehend versteppte Alföld ist ein Zufluchtsort für viele Zugvögel.

Kulinarisches

Typisch für die ungarische Küche sind Gewürzpaprika, Zwiebeln, Tomaten und Gemüsepaprika. Nicht nur die Auswahl ist groß, sondern auch die Portionen. Zu den Spezialitäten gehören:

Vorspeisen: libamáj pastétom, eine luftige Blätterteigtasche, gefüllt mit Gänseleberpastete, Béchamelsoße, Gewürzen und einem Schuß Weinbrand oder paprika szeletek körözöttel töltve, grüne Paprikaschote mit einer Mischung aus Schafskäse, Gewürzen und ein wenig Bier gefüllt.

Suppen: Natürlich die beliebte Gulaschsuppe (Gulyásleves) oder die Szegadi halászlé (Szegadiner Fischsuppe).

Hauptspeisen: Hier sind als Fleischgerichte die Fatánvéros, Spieße mit Rind-, Schweine- und Kalbfleisch zu empfehlen. Eine besonderen Fischspezialitat ist der Balaton fogas (Plattensee-Zander).

Nachspeisen: Es lohnt sich ein wenig Hunger für ein gutes ungarisches Dessert zu bewahren. Eine besondere Spezialität sind die Strudel (rétes) mit verschiedenen Füllungen (Apfel, Mohn, Sauerkirschen oder Hüttenkäse). Auch die hauchdünnen Eierkuchen (Palatschinken) sind sehr beliebt. Zum Essen empfehlen sich einige der guten ungarischen Weine z.B. Tokaier (Tokaji) als Weißwein oder der Egri bikavér (Erlauer Stierblut aus Eger) als Rotwein oder die heimischen Biere (u.a. Dreher, Aranyászok, Soproni). Nach dem Essen genehmigt man sich gern einen Obstbranntwein (pálinka).

Souvenirs

Volkstumsartikel, Keramik, Stickereien, Trachtenpuppen, handbemaltes Herender Porzellan, Halaser Spitzen, Zsolnay Porzellan, Bücher, CD´s und Antiquitäten sowie Lebensmittel wie Aprikosen- und Kirschenschnaps und Gänseleberpastete sind beliebte Mitbringsel aus Ungarn. Das Marzipan aus dem Budapester Geschäft Szamos ist weltberühmt. Tokayer Wein wird gerne mitgebracht.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (bei Einreise nicht mit dem Flugzeug nur 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak),

- 4 Liter Wein,

- 16 Liter Bier,

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein

Tabakwaren, Wein und Spirituosen dürfen nur von über 17 Jahre alten Reisenden mitgeführt werden.

Eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

Außer den persönlichen Gebrauchsgegenständen können Geschenke oder andere Waren im Gesamtwert bis 430 Euro für Flugreisende, bzw. bis 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg mitgeführt werden, für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt der Freibetrag grundsätzlich 150 Euro.

EINFUHRVERBOT besteht für pornografische Erzeugnisse, Rauschgift, Horror- und Porno-Videos sowie rohes Fleisch, hausgemachte Wurstwaren und Milchprodukte.

Die AUSFUHR von kulturellen Kunstgegenständen, Edelmetallen und Waren ist nur mit Sondergenehmigung möglich. Näheres durch die ungarischen Zollstellen, die Ungarische Nationalbank oder Tourinform in Budapest.

Ansonsten können gekaufte Geschenke und Souvenirs (in nichtkommerziellen Mengen) bis zum Wert von 100.000 Forint ausgeführt werden.

Eine MEHRWERTSTEUERRÜCKERSTATTUNG für Waren über 50.000 Ft (nicht bei Kunstwerken, Sammlungen und Antiquitäten) ist bei Ausreise möglich. Alle Dokumente müssen bei Ausreise vom Zollamt abgestempelt werden. Informationen über die Ungarischen Touristenämter.

Klimainformationen

Ungarn hat mitteleuropäisches bis kontinental osteuropäisches Klima. Typisch für dieses Klima ist, dass es im Frühjahr angenehm, im Sommer heiß und trocken, im Herbst mild und im Winter sehr kalt ist. So werden in Ungarn üblicherweise im Sommer 32 °C gemessen, während in den Wintermonaten das Thermometer nicht selten auf Temperaturen von -10 °C fällt.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Ungarn ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

BUDAPEST: Dr. Joseph Veres (spricht Deutsch), Hotel Marriot, Apaczaicsere Janos 16,, Budapest, Tel. (01) 54 11 47, 84 36 34.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Forint (Ft)

1 Forint = 100 Filler. (Fillermünzen sind schon aus dem Verkehr gezogen).

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 312,62 Ft

1 US-$ = ca. 258,96 Ft

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreie nach Ungarn aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise aus Ungarn in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Belege (mit Reisepassnummer) über den Umtausch ausländischer Währungen müssen aufbewahrt und bei der Ausreise dem Zoll auf Verlangen vorgelegt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, Restaurants, zahlreichen Geschäften und teilweise von Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert

Reiseschecks: Ja - Reiseschecks in US-$ oder Euro können bei größeren Banken und Wechselstellen eingetauscht werden und werden auch in zahlreichen Geschäften akzeptiert.

Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Auskunftstellen

Ungarisches Tourismusamt
Vertretung Deutschland Schweiz
Wilhelmstraße 61
10117
Berlin
(0 30) 24 31 46 13
(0 30) 24 31 46-0
www. ungarn-tourismus.de
sekretariat@ungarn-tourismus.de

Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer
(Német-Magyar Ipari és Kereskedelmi Kamara)
Lövóház u. 30
1024
Budapest /Ungarn
(0036 1) 315 07 44
(0036 1) 345 76 00
www.duihk.hu
info@ahkungarn.hu
Mo bis Do 8-17 Uhr, Fr 8-14.30 Uhr

Ungarisches Tourismusamt (Zentrale)
Hungarian National Tourist Office
Bartók Béla út 105-113
1115
Budapest /Ungarn
(0036 1) 488 86 00
(0036 1) 488 87 00
www.hungarytourism.hu
info@itthon.hu

Budapest Festival and Tourism Center Nonprofit Ltd.
Városház u. 9-11
1066
Budapest / Ungarn
(0036 1) 486 33 20
(0036 1) 486 33 00
www.budapestinfo.com
info@budapestinfo.hu

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Republik Ungarn
Unter den Linden 76
10117
Berlin
(0 30) 229 13 14
(0 30) 20 31 00
www.ungarische-botschaft.de

infober@mfa.gov.hu
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Konsularabteilung der Botschaft der Republik Ungarn
Unter den Linden 76
Eingang: Wilhelmstraße 61
10117
Berlin
(0 30) 394 13 85
(0 30) 20 31 00
www.ungarische-botschaft.de
consulate.ber@mfa.gov.hu
Mo, Di, Mi und Fr 9-12 Uhr (Einlass bis 11.30 Uhr), Mi zusätzlich 14-16 Uhr

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Am Luneort 15 (im Flughafen)
27572
Bremerhaven
(0 47 44) 92 58 10
(0 47 44) 92 58 13
konsulatungarn@aol.com
Mo, Mi und Fr 10-12 Uhr nach vorheriger telefon. Vereinbarung
(keine Pass- und Visa-Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Adersstraße 12-14
40215
Düsseldorf
(0211) 302 16 91
(0211) 302 16 90
mission.dus@mfa.gov.hu
Mo, Di und Do 9-12 Uhr, Mi 14-16 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Neuwerkstraße 47 A
99084
Erfurt
(03 61) 345 55 95
(03 61) 345 55 90, 345 55 94
dr.bohn@t-online.de
Di und Do 10-12 Uhr
(keine Pass- und Visa- Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Huttropstraße 60
45127
Essen
(02 01) 17 00 34 20
(02 01) 17 00 34 11
info@hsknet.de
Mo 11-13 Uhr, Di 14-16 Uhr
(keine Pass- und Visa-Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Honorargeneralkonsulat der Republik Ungarn
Alsterufer 45
20354
Hamburg
(0 40) 450 05 72
(0 40) 45 29 56
honorarkonsulin@greve-bau-boden.de
Di und Do 10-12 Uhr
(keine Pass- und Visa- Angelegenheiten, keine Beglaubigungen, keine Übersetzungen)

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Vollmannstraße 2
81927
München
(0 89) 962 28 02 40
(0 89) 962 28 00 (Zentrale), 962 28 02 41
mission.muc@mfa.gov.hu
Mo, Di, Do und Fr 9-12 Uhr, Di zusätzlich 14-16 Uhr, Mi geschlossen

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Flughafenstraße 124
90411
Nürnberg
(09 11) 36 00 91 09
(09 11) 36 00 91 00
www.hun.konsulat.com
info@honorar-konsulat-nuernberg.org
Di und Do 9-14 Uhr (Termine nach Vereinbarung)
(keine Visumerteilung)
(nur Reg.- Bez. Oberpfalz, Mittel-, Ober- und Unterfranken)

Honorarkonsulat der Republik Ungarn
Salierstraße 48
70734
Stuttgart
(07 11) 24 86 16 32
(07 11) 24 86 16 30
www.hun.konsulat.com
honorarkonsul.hu@rolfkurz.com
Di und Do 9-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Republik Ungarn
Christophstraße 7
70178
Stuttgart
(07 11) 55 32 69 21
mission.stu@mfa.gov.hu
Di bis Fr 9-12 Uhr, Mi zusätzlich 14-16 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
Úri utca 64-66
1014
Budapest
Embassy of the Federal Republic of Germany
Postfach 43
1250 Budapest/Ungarn
(00 361) 467 35 05
(0036 1) 488 35 00, 488 35 67 (nach Dienstschluss)
www.deutschebotschaft-budapest.hu
Amtsbezirk: Ungarn

Honorary Consulate of the Federal Republic of Germany
Vascári Pál utca 4
7622
Pecs /Ungarn
(00 36 72) 50 16 85
(0036 72) 50 42 50
www.deutschebotschaft-budapest.hu
fuenfkirchen@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Ungarn

Ärztliche Hilfe

BUDAPEST: Dr. Joseph Veres (spricht Deutsch), Hotel Marriot, Apaczaicsere Janos 16,, Budapest, Tel. (01) 54 11 47, 84 36 34.

Sehenswertes

Budapest

Budapest, die ungarische Hauptstadt, wird oft als "Perle der Donau" bezeichnet. Sie liegt an den beiden Ufern des mächtigen Stromes und ist eine der attraktivsten und schönsten gelegenen Städte Europas. Die Donaumetropole ist ein großartiges Monument mit türkischen und römischen Einflüssen, das Vergangenheit und moderne Großstadt vereint.

Die Donau durchfließt die Stadt in Nord-Süd-Richtung und teilt Budapest in zwei ungleiche Stadthälften: das hügelige "Buda", auf der rechten Donauseite gelegen mit dem Burg-Viertel, der Fischerbastei, seinen stimmungsvollen Gässchen, schönen Baudenkmälern, alten Plätzen und malerischen Villenvierteln sowie das ebene "Pest" auf der gegenüberliegenden Donauseite, das zwei Drittel der Stadtfläche ausmacht und mehr das Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens ist.

Neun Brücken überspannen die Donau im Stadtgebiet, von denen die älteste und bekannteste die Kettenbrücke darstellt. Bereits 1987 hat die UNESCO das herrliche Panorama der Budapester Donauufer und das Burgviertel von Buda zum Weltkulturerbe erklärt.

Besucher erleben in Budapest Prachtbauten aus der Zeit der Jahrhundertwende, bekannte Museen, römische Amphitheater, imposante Kirchen sowie ein reiches Musik- und Theaterleben. Darüber hinaus sorgen mehr als 100 Thermal- und Heilwasserquellen sowie die Margareteninsel inmitten der Donau für Entspannung.

Die Umgebung der Zwei-Millionen-Metropole bietet viele Möglichkeiten zu Ausflügen. Das malerische Donauknie erstreckt sich bis nach Esztergom. In den Budaer Bergen, dessen höchste Erhebung mit 527 Metern der János-Berg ist, verkehrt die Kindereisenbahn und erhebt sich der Sendemast Lakihegy.

Plattensee (Balaton)

Ein beliebtes Reiseziel in Ungarn ist der Plattensee, der größte Süßwassersee in Mitteleuropa. Das Geheimnis der milden Badetemperaturen des Sees ist seine durchschnittliche Tiefe von nur drei Metern. Nur bei der Halbinsel Tihany erreicht der Balaton eine Wassertiefe von zwölf Metern. Seinem Wasser wird therapeutische Wirkung zugeschrieben. Teilweise wird diese heilende Wirkung aber wieder durch die Wasserverschmutzung, die mitunter erheblich ist, aufgehoben.

An den Ufern des Plattensees liegen zahlreiche Ferienorte, von denen sich die schönsten im Norden befinden. So gibt es die alte Festungsstadt Keszthely, in der der Festetics Palast, ein hufeisenförmiges Gebäude mit 101 Räumen, steht, den Kurort Hévíz mit seinen Heißwasserquellen und Europas größtem Thermalsee, aber auch Badacsony, das Zentrum am Plattensee, das bereits seit dem Mittelalter durch seinen Weinanbau bekannt ist. Hier kann neben dem Kelterhaus der Familie Kisfaludy auch ein erloschener Vulkan besucht werden. Der Badeort Sófok am Südufer zieht die Jugend an.

Im Allgemeinen bietet der Plattensee gute Möglichkeiten zum Schwimmen, Segeln und Windsurfen. Eine große Auswahl an Hotels, Pensionen und Gasthöfen steht zur Verfügung und für den Abend gibt es viele Restaurants, Bars, Discotheken und Nachtclubs. In der unmittelbaren Umgebung des Sees liegen Naturschutzgebiete wie das Feuchtbiotop des Kis-Balaton, die einen Ausflug lohnen. Auch die Halbinsel Tihany (mit Fähre zu erreichen) mit ihrer Abtei aus dem 18. Jahrhundert ist einen Besuch wert. Für die Liebhaber traditioneller Feste gibt es am Plattensee von Frühjahr bis Herbst zahlreiche farbenfrohe Veranstaltungen.

Donauknie

Eine halbe Stunde nördlich von Budapest ändert die Donau, ungarisch Duna genannt, ihren Lauf. Sie verlässt ihren östlichen Kurs und wendet sich nach Süden. Dieses Gebiet, das Donauknie genannt wird, ist das ganze Jahr über ein bevorzugtes Ferienziel in Ungarn und beliebt bei Wanderern, historisch Interessierten und Kunstfreunden. 20 Kilometer stromaufwärts von Budapest liegt die Stadt Szentendre. Mit ihren unversehrt erhaltenen Barockgebäuden und ihren pastellenen Farben ist sie ganz vom Charakter des 18. Jahrhunderts geprägt. Stromaufwärts befindet sich Visegrád, das im Mittelalter Königssitz war. Noch heute spürt der Besucher im restaurierten Schloss der Könige von Anjou die höfische Atmosphäre jener Zeit. Auch die Ruine der mittelalterlichen Schlossburg ist sehenswert. Die Hauptstadt der katholischen Kirche Ungarns, Esztergom, wird gekrönt von einer mächtigen Basilika aus dem 19. Jahrhundert. Die goldenen Sanktuaria, die zu den wertvollsten Schätzen Ungarns gehören, reichen weit über 1.000 Jahre zurück.

Hortobágy-Puszta

Die Puszta ist die Charakterlandschaft Ungarns schlechthin. Die intensive Landwirtschaft hat das Bild der Grassteppe aber tiefgreifend verändert. Nur ihr Herz, die Hortobágy-Puszta, die sich östlich von Budapest zwischen Debrecen und Tiszafüred erstreckt, konnte ihren Urzustand bewahren. Dieses Naturparadies wurde benannt nach dem Flüsschen, das sich von Norden nach Süden durch die Ebene zwischen der Theiß und der Stadt Debrecen schlängelt. Ein Teil der Hortobágy-Puszta wurde in den siebziger Jahren zum Nationalpark erklärt. Seine ökologische Vielfalt reicht von Auwaldresten in der Überschwemmungsgebieten der Theiß über Eichenwälder bis zu salzigen Sümpfen und zur Kurzgrassteppe. Dementsprechend artenreich ist die Tier- und Pflanzenwelt. Hier brüten mehr als 240 Vogelarten, darunter der Kormoran und die Großtrappen im Hortobágy Nationalpark. Sehr beeindruckend ist es die Puszta zu durchwandern. Es werden aber auch Ritte oder Planwagenfahrten angeboten. Auch Kulturliebhaber finden ihre Sehenswürdigkeiten. Bei der Ortschaft Hortobágy steht die bekannte Neun-Bogen-Brücke, auf der jährlich im August der traditionelle Brückenmarkt abgehalten wird. Bei Reiterspielen im benachbarten Máta kann man Ende Juni die Pferdehirten in Aktion erleben.

Heilbäder

Bereits die Römer erkannten die heilende Kraft des Bades und trugen ihre Badekultur in das Land Pannonien. Sie hat sich bis heute gehalten. Da es mit Thermal- und Heilwasservorkommen reich gesegnet ist, ist Ungarn ein Land für Kur- und Heilbäderurlaub. Der Thermal- und Kurtourismus spielt eine immer wichtigere Rolle im Fremdenverkehr des Landes. Es gibt mehr als 1.000 Warmwasserquellen mit Heilwirkung und 22 ungarische Städte, und 62 kleinere Ortschaften sind ein offiziell anerkanntes Bad. Die bekanntesten Heilbäder sind Héviz und Harkány. Thermalquellen gibt es in Bük, Balf, Gyula und Hajdúszoboszló. Aber auch in Budapest sind Heilkuren möglich. Historische Thermalbäder in Budapest sind das Király, das Rudas oder das Rács. Sehr bekannt, wenn auch nicht mehr so berühmt wie einst, ist das Hotel Gellért mit seinem Jugendstilbad.

Reisehinweise

Wegen verstärkter Kfz-Kontrollen nahe der ungarisch-österreichischen Grenze (auf österreichischem Gebiet) kann es zu erheblichen Verzögerungen bei der Einreise nach Österreich kommen.

Seit dem 7. April 2017 werden alle Reisenden - einschließlich EU-Bürger - gemäß einer EU-Verordnung an den Außengrenzen des Schengenraums sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausreise verstärkt kontrolliert. Dies gilt für die Luft-, See- und Landgrenzen. Die Reisedokumente werden systematisch mit den Fahndungsdatenbanken der Sicherheitsbehörden abgeglichen. Mit längeren Wartezeiten ist daher an den Grenzen zu Serbien, Kroatien und zur Ukraine zu rechnen.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Obwohl die Zahl der Autodiebstähle in den letzten Jahren zurückgegangen ist, sind Autos von Touristen nach wie vor beliebte Ziele von Autodieben. Besonders gefährdet sind Besitzer von Autos deutscher Fabrikate sowie von Geländewagen. Daher sollten Fahrzeuge nur auf bewachten Parkplätzen abgestellt werden und Fahrzeugpapiere nicht im Wagen zurückgelassen werden.

Besondere Aufmerksamkeit ist bei Polizeikontrollen angebracht, da es manchmal zu Überfällen durch falsche Polizisten kommt. Es sollte auf eine vollständige Polizeiuniform geachtet werden sowie auf die Aufschrift "Rendörség" auf dem Streifenwagen. Zudem besitzt jeder Polizeibeamte eine Plakette mit einer fünfstelligen Dienstnummer und einen Ausweis im Scheckkartenformat.

Daneben wird immer wieder von Fällen berichtet, in denen andere Verkehrsteilnehmer auf vermeintliche Schäden am Fahrzeug hinweisen, um dieses anzuhalten. Es sollte nach Möglichkeit nicht am Straßenrand angehalten werden, sondern erst an der nächsten Tankstelle.

An touristisch interessanten Orten ist Taschendiebstahl ein Problem. In Budapest sind das Burgviertel, die Zitadelle sowie die Markthalle an der Freiheitsbrücke bei Taschendieben besonders beliebt.

Vorsicht sollte man auch walten lassen bei Einladungen zu einem Restaurantbesuch in Budapest, da diese meist nur für Restaurants mit stark überteuerten Preisen ausgesprochen werden und die überteuerte Rechnungen auch rigoros eingetrieben werden. Sollte man Opfer eines solchen Vorfalls geworden sein, sollte dieser bei der örtlichen Polizei und /oder dem Ungarischen Amt für Verbraucherschutz angezeigt werden. Die Kontaktdaten lauten: 1088 Budapest, József krt. 6, Tel. (0036 1) 459 48 00, Fax (0036 1) 210 46 77).

Ferienwohnungen, vor allem rund um den Balaton (Plattensee), sind ein beliebtes Ziel für Einbrüche.

In ganz Ungarn besteht ein RAUCHVERBOT für alle öffentlichen Gebäude. Zudem ist in Budapest das Rauchen auch an allen öffentlichen Haltestellen untersagt, und kann mit Geldstrafen von bis zu 50.000 Ft. (ca. 183 Euro) belegt werden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Transitland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

31. Mai 2018 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und in Teilen von Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Teilen von Türingen;

21. November 2018 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (12. und 13. Februar 2018) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,85 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Tschechische Republik

Cesky Krumlov
Karte Tschechische  Republik

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen unbegrenzten Aufenthalt. Notwendig ist der mindestens noch für die Aufenthaltsdauer gültige Reisepass, bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tage genügt der gültige Personalausweis, ausreichende Geldmittel (ca. 50 Euro pro Person und Tag, nicht notwendig bei bereits bezahlten Hotel- und Reisevouchern) Für EU-Staatsangehörige genügt als Nachweis ihres EU-weiten Versicherungsschutzes die Europäische Krankenversicherungskarte, eventuell mit zusätzlicher Auslandsreise-Krankenversicherung.

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Tschechische Republik grenzt im Westen und Nordwesten an Deutschland, im Norden an Polen, im Osten an die Slowakische Republik, im Süden an Österreich.

Fläche: 78.864 km².

Verwaltungsstruktur: 13 Regionen (kraje) (Jihocesky Kraj, Jihomoravsky Kraj, Karlovarsky Kraj, Kralovehradecky Kraj, Liberecky Kraj, Moravskoslezsky Kraj, Olomoucky Kraj, Pardubicky Kraj, Plzensky Kraj, Stredocesky Kraj, Ustecky Kraj, Vysocina, Zlinsky Kraj) und die Hauptstadt Praha (Prag).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 10,2 Millionen.

Städte: Prag (Hauptstadt) ca. 1,18 Millionen, Brno (Brünn) ca. 367.000, Ostrava (Ostrau) ca. 310.000, Plzen (Pilsen) ca. 163.000, Olomouc (Olmütz) ca. 100.000, Liberec (Reichenberg), ca. 98.000, Ceske Budejovice (Budweis) ca. 95.000, Hradec Králové (Königgrätz) ca. 94.000.

Sprache

Die Amtssprache des Landes ist Tschechisch. Englisch und Deutsch werden häufig verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Tschechische Republik ist 00420. Die Vorwahl von der Tschechischen Republik nach Deutschland ist 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Seit Herbst 2002 haben die nationalen Telefonnummern eine einheitliche Länge von neun Ziffern, die Ortsnetzkennzahl wurde dabei in die neunstellige Telefonnummer integriert. Bei Anrufen innerhalb der Tschechischen Republik wird vor der Nummer keine 0 gewählt, dies gilt auch für Mobiltelefone. Allgemeine Informationen zum Telefonieren in der Tschechischen Republik sowie Informationen zur Umnummerierung bieten die gebührenfreien Hotlines 800 111 111 oder 800 123 456. Telefonkarten gibt es in allen Verkaufsstellen der Telekom, aber auch an vielen Zeitungsständen. Ferngespräche von öffentlichen Telefonzellen sind erheblich preiswerter als aus dem Hotel.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung, und Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Tschechischen Republik von E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .cz

Feiertage

1. Januar (Neujahr, Tag der Gründung der Tschechischen Republik), 9. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 8. Mai (Tag der Befreiung), 5. Juli (Tag der slawischen Glaubensboten Kyrill und Method), 6. Juli (Gedenktag für Magister Johannes Hus), 28. September (Staatsfeiertag), 28. Oktober (Nationalfeiertag), 17. November (Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie), 24. Dezember (Heiligabend), 25. und 26. Dezember (Weihnachten).

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Ende August.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8/9-11 Uhr, 13-17 Uhr. Außerdem gibt es zahlreiche Wechselstuben, die teilweise rund um die Uhr geöffnet sind (diese verlangen allerdings zwei bis drei Prozent Kommission).

Geschäfte: in der Regel Mo bis Fr 8.30/9-18 Uhr, eine gesetzliche Ladenschlussregelung besteht jedoch nicht. Lebensmittelgeschäfte haben von 7 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, in der Prager Innenstadt auch länger. Kleinere Geschäfte schließen teilweise für eine oder zwei Stunden über Mittag.

Große Kaufhäuser: Sa bis 18 Uhr, teilweise auch sonntags;

Büros: in der Regel werktags 8-18 Uhr, Fr nur bis 16 Uhr.

Behörden: Mo bis Fr 8-12/13, 13/14-16/17 Uhr.

Kleidung

Normale mitteleuropäische Sommer- und Winterkleidung. Regenschutz ist zu jeder Jahreszeit notwendig.

Burg Rozmberk, Südböhmen
Karte Tschechische  Republik

Geschichte/Politik

Im vierten Jahrhundert ließen sich im Gebiet der heutigen Tschechischen Republik mehrere Keltenstämme nieder. Der Stamm der Bojer hinterließ den Landesnamen "Böhmen". Später wanderten Slawen ein und im neunten Jahrhundert entstand das Staatsgebilde "Großmährisches Reich". Aus diesem ging der böhmische Staat hervor, der sich eine bedeutende Stellung in Mitteleuropa erwarb; seine Herrscher hatten die vererbbare Königswürde. Karl IV. war im 14. Jahrhundert böhmischer König und römischer Kaiser. Er gründete 1348 Europas älteste Universität, die Karls-Universität in Prag.

In jener Zeit entstanden viele romanische Bauten und zahlreiche Klöster, Zentren der Bildung, sowie Städte, von denen viele ihr mittelalterliches Aussehen bis heute erhalten haben.

Die Renaissance brachte italienische Künstler nach Böhmen; so entstanden zahlreiche Schlösser, Paläste und Stadtkomplexe. Dann kamen die Habsburger von 1526 bis 1918 auf den tschechischen Thron; Prag war wissenschaftliche und kulturelle Metropole Europas. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand aus dem böhmischen Reich die Tschechische Republik. Diese gründete mit der benachbarten Slowakei einen Staatenverband: die Tschechoslowakei, die 1993 wieder auseinander ging. So entstand die gegenwärtige Tschechische Republik, die aus den Ländern Böhmen und dem südlich liegenden Mähren besteht.

Die Tschechische Republik ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Der ehemals wichtige Wirtschaftsfaktor Bergbau ist zurückgegangen. Neben Erdöl und Erdgas bietet Braunkohle die Basis der Energiegewinnung. Wasserkraft spielt kaum eine Rolle. Doch die Industrie ist nach wie vor gut entwickelt. Im Wesentlichen handelt es sich um Grundstoff-Industrien, Schwerindustrie, Maschinenbau und chemische Industrie. Rund 50 Prozent des Exports entfallen auf Maschinen. In den letzten Jahren sind mehr als 80 Prozent des früheren tschechischen Staatseigentums in Privatbesitz übergegangen. Die Arbeitslosigkeit, zunächst niedrig, ging durch die Umstrukturierung in die Höhe; von 3,2 Prozent im Jahre 1994 auf 7,5 Prozent im Jahre 1998.

Die Landwirtschaft spielt eine erhebliche Rolle, wobei Viehwirtschaft und Ackerbau etwa gleichwertig sind. Nachdem landwirtschaftliche Maschinen immer mehr um sich greifen, gehen die Ackerflächen etwas zurück; man konzentriert sich auf die maschinell leichter zu bearbeitenden Böden, während man die Grenzertragsböden teils zu Weiden macht, teils aufforstet. Neben dem Anbau von Getreide und Futter spielt die Milch- und Fleischproduktion eine wesentliche Rolle, in den höheren Lagen ist es der Kartoffelanbau.

Tourismus hat in den vergangenen Jahren schrittweise zugenommen; das gilt vor allem für Prag und die Heilbadeorte.

Religion

Fast 40 Prozent der Bevölkerung sind konfessionslos, der Anteil der Katholiken liegt bei derzeit 39 Prozent. Religiöse Minderheiten sind Protestanten (2,5 Prozent), Hussiten (1,7 Prozent), Orthodoxe und Juden.

Vegetation

Die Flora in der Tschechischen Republik ist mitteleuropäisch, wobei das milde Klima und die Winde aus West und Nordwest, die Feuchtigkeit mit sich bringen, die Vegetation in einigen Gegenden geradezu üppig werden lassen. Rund 30 Prozent der Gesamtfläche sind mit Laub- und Nadelwald bedeckt. Diese Wälder und die weiten Wiesen machen die Landschaft sehr attraktiv. Es gibt sogar einige Urwald-Partien, worunter man sich freilich keinen Dschungel vorstellen darf, sondern nur unbearbeitete, kräftig wuchernde Waldstücke. Ein erhebliches Waldgebiet hat Böhmen mit Deutschland gemeinsam: den bayerischen Wald, der früher "Böhmerwald" hieß.

Tierwelt

Die berühmtesten Tiere der Tschechischen Republik sind die Fische, die in den südböhmischen Gewässern schwimmen - Gewässer, die teilweise schon im 16. Jahrhundert angelegt oder ausgebaut wurden. Hier schwimmen vor allem Schleien und südböhmische Karpfen.

Vlcnov, Süd-Mähren
Karte Tschechische  Republik

Kulinarisches

Das traditionelle tschechische Nationalgericht ist seit jeher Schweinebraten mit Semmelknödeln und Sauerkraut. Zu den Spezialitäten gehören ferner Gänse-, Reh- und Hasenbraten. Der Kaffee mit Kuchen ist wie in Österreich auch in der Tschechischen Republik ein Ritual, Sahnetorten und Obstkuchen werden von den zahlreichen Konditoreien auch Sonntags angeboten. Auch Obstknödel und Strudel sind sehr beliebt.

Berühmt ist das tschechische Bier, das in Böhmen schon gebraut wurde, bevor Amerika entdeckt war, und später ein wirkliches Volksgetränk wurde. Es gibt zahlreiche Brauereien, die jeweils eine eigene Geschmacksnote herausarbeiten. Die bekanntesten sind das Pilsner Urquell und das Budweiser. Spezialitäten unter den tschechischen Spirituosen sind der Becherovka, ein Magen-Kräuter-Likör, und der Sliwowitz, ein Pflaumenschnaps. Mähren dagegen ist ein Land des Weins.

Sitten und Gebräuche

Böhmen und Mähren feiern gern. Bekannt sind vor allem herbstliche Feste in Südmähren, während der Weinlese. Ostböhmen ist das Land der Volkstraditionen, der Märchen und Erzählungen, die dort noch heute lebendig sind. Die Heimat der tschechischen Glasmachertradition ist Nordböhmen, wo in vielen Orten noch heute mit veredeltem Sand gearbeitet wird, was Liebhaber wie Glasermeister aus der ganzen Welt anzieht.

Souvenirs

In Tschechien gibt es bei einigen Formen des Kunsthandwerks eine jahrhundertlange Tradition. Dazu gehören vor allem das Herstellen von geschliffenem Glas, Porzellan, Keramik und Spitzen sowie die Bearbeitung böhmischer Granat-Halbedelsteine. Man hat dort viele Galerien und Antiquitätenhandlungen, die Interessantes anbieten. Sehr originell sind die nach alten Mustern gefertigten ostböhmischen Weihnachtskrippen, die bis heute aus Lindenholz geschnitzt und zu beweglichen Szenerien zusammengesetzt werden.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (nur Reisende ab 15 Jahren);

1 Liter Spirituosen und 4 Liter Wein (nur Reisende ab 18 Jahren);

16 Liter Bier (nur Reisende ab 18 Jahren);

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

andere Waren/Geschenke bis zum Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende bzw. von 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg. Für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt der Freibetrag grundsätzlich 175 Euro.

Bei der Ausfuhr von Kunstgegenständen, Antiquitäten usw. sollte das Zollamt kontaktiert werden.

Klimadiagramm
Karte Tschechische  Republik

Klimainformationen

Das Klima der Tschechischen Republik zeichnet sich durch einen ausgeprägten Wechsel zwischen den vier Jahreszeiten aus. Die Randerhebungen haben feuchtes Gebirgsklima, im Landesinnern gibt es warme Sommer und kalte Winter.

Beste Reisezeit

Die wärmsten Monate sind Juli und August mit Temperaturen bis 30°C. Die kältesten Monate sind der Januar und der Februar, während denen man mit durchschnittlichen Temperaturen von -4°C rechnen sollte.

Cesky Krumlov
Karte Tschechische  Republik

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Keine.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Tschechische Republik ist malaria-frei.

Cesky Krumlov
Karte Tschechische  Republik

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Tschechische Krone (Kc)

1 Tschechische Krone = 100 Heller.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 22,19 Kc

1 US-$ = ca. 17,37 Kc

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um reine Sortenkurse für den Bargeldtausch am Bankschalter, d.h. sie nennen den aktuellen Wert, den der Reisende beim Umtausch am Bankschalter (Schalterkurse in Deutschland) erhält. Hinzu kommen dann noch die von der jeweiligen Bank abhängigen Umtauschgebühren. Die Kurse sind nicht geeignet zur Umrechnung von Rechnungen etc., da hierfür meist "Devisenkurse" zugrunde gelegt werden.

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in die Tschechische Republik aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus der Tschechischen Republik in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.). Bei Ein- bzw. Ausreisen aus bzw. in andere EU-Länder besteht erst ab einem Betrag von 15.000 Euro oder Gegenwert in anderer Währung Deiklarationspflicht.

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt.

Umtauschempfehlung: im Reiseland

Umtausch: Geldwechsel ist in Banken, privaten Wechselstuben oder an Hotelrezeptionen möglich. In privaten Wechselstuben sollte erst nach dem Betrag gefragt werden, der ausgezahlt wird. Grundsätzlich sollte Geld nicht auf der Straße gewechselt werden.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels und Geschäften und internationalen Autovermietern (in kleineren Orten und auf dem Land nur Barzahlung möglich).

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert Schwierigkeiten gab es vereinzelt mit American Express.

Reiseschecks: Ja - werden fast überall akzeptiert.

Cesky Krumlov
Karte Tschechische  Republik

Auskunftstellen

Tschechische Zentrale für Tourismus - Czech Tourism
Große Friedberger Straße 6
60313
Frankfurt/Main
(0 69) 21 99 85 88
(0 69) 21 99 85 87
www.czech-tourist.de; www.visitczechia.cz
roncak@czechtourism.com
Mo 14-18 Uhr, Di-Do 10-13 und 14-18 Uhr, Fr 10-13 Uhr und 14-16 Uhr (telefonische Sprechzeit Di bis Fr 10-13 Uhr)

Czech Tourism
Büro Berlin
Friedrichstraße 206
10969
Berlin
(0 30) 204 47 70
(0 30) 204 47 70
www.czech-tourist.de; www.visitczechia.cz
info1-de@czechtourism.com
Mo 14-18 Uhr, Di-Do 10-13 und 14-18 Uhr, Fr 10-13 Uhr und 14-16 Uhr (telefonische Sprechzeit Di bis Fr 10-13 Uhr)

Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer
(Cesko-nemecká obchodní a prumyslová komora)
Václavské nám 40
11000
Prag 1 /Tschechische Republik
(00420) 224 22 22 00
(00420) 224 22 12 00
www.dtihk.cz
info@dtihk.cz
Mo bis Fr 8.30-16.30 Uhr

Czech Republic Chamber of Commerce
Freyova 27
190 00
Prag 9 /Tschechische Republik
(00420) 296 64 62 21
(00420) 296 64 61 11
www.dtihk.cz
info@komora.cz

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Tschechischen Republik
mit Konsularabteilung
Wilhelmstraße 44
10117
Berlin
(0 30) 22 63 81 69
Botschaft (0 30) 22 63 80
www.mfa.cz/berlin
berlin@embassy.mzv.cz
Mo bis Fr 8.30-11 Uhr
Geschäftsbereich Botschaft: Bundesrepublik Deutschland
Geschäftsbereich Visa-Abt.: Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein

Honorarkonsulat der Tschechischen Republik
Florianstraße 2
44139
Dortmund
(02 31) 533 07 38
(02 31) 533 06 10
heinz.fennekold@auslandsgesellschaft.de
Do und Fr 10-15 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Tschechischen Republik
Erna-Berger-Straße 1
01097
Dresden -Neustadt
(03 51) 803 25 00
(03 51) 65 56 70
www.mzv.cz/dresden
dresden@embassy.mzv.cz
Mo bis Do 8.30-11 Uhr

Generalkonsulat der Tschechischen Republik
Martin-Luther-Platz 28
40212
Düsseldorf
(02 11) 56 69 42 29
(02 11) 56 69 42 39
www.mzv.cz/dresden
duesseldorf@embassy.mzv.cz
Di 12.30-16.30 Uhr und Mi 8.30-12.30 Uhr

Honorarkonsulat der Tschechischen Republik
Eschersheimer Landstraße 27
60322
Frankfurt/Main
(0 69) 95 95 73 01
(0 69) 95 95 73 00
Mo bis Fr 10-13 Uhr, Mi zusätzlich 14-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Tschechischen Republik
Feldbrunnenstraße 72
20148
Hamburg
(0 40) 410 73 55
(0 40) 41 35 24 96
pboue@officeline-hamburg.de
Mi 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Tschechischen Republik
Libellenstraße 1
80939
München
(0 89) 950 36 88
(0 89) 95 83 72 32
www.mzv.cz/munich
munich@embassy.mzv.cz
Mo bis Fr 8.30-11 Uhr

Honorarkonsulat der Tschechischen Republik
Ostendstraße 100
90334
Nürnberg
(09 11) 531 60 01
(09 11) 531 60 00
nuremberg@honorary.mzv.cz
Mo bis Fr 8.30-11 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Tschechischen Republik
Friedrichstraße 1
18057
Rostock
(03 81) 459 13 12
(03 81) 459 13 11
cz@konsulat-hro.de
Di, Mi und Do 12-14 Uhr
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Tschechischen Republik
Kernerstraße 50
70182
Stuttgart
(07 11) 224 17 11
(07 11) 22 41 70
cz-hk-stuttgart@t-online.de
Di bis Fr 8.30-11 Uhr, Do zusätzlich 13.30-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Velvyslanectvi Spolkové republiky Némecko
Vlasská 19
Malá Strana
11801
Prag 1
Velvyslanectvi Spolkové republiky Némecko
P.O. Box 88
11800 Prag 1/Tschechische Republik
(00420 2) 57 11 33 18
(00420 2) 57 53 14 81, 57 11 31 11
www.deutsche-botschaft.cz
info@prag.diplo.de
Amtsbezirk: Tschechische Republik

Karlsbrücke und Altstadt
Karte Tschechische  Republik

Sehenswertes

Prag

Prag, die Hauptstadt der Tschechischen Republik, hat bereits seit dem Mittelalter den Ruf, eine der schönsten Städte der Welt zu sein. Mit Sicherheit ist die ´Goldene Stadt´ heute eine der faszinierendsten Städte Mitteleuropas. Die Tristesse aus der Zeit des Sozialismus ist verflogen und das Stadtzentrum zeigt sich farbenprächtig und lebensfroh. Die Moldau, die das Stadtgebiet auf 30 Kilometern durchzieht, wird von 18 Brücken überspannt. Die gesamte Stadt stellt einen außergewöhnlichen Baudenkmalkomplex dar.

Da Prag die beiden Weltkriege nahezu unbeschadet überstanden hat, präsentiert sich das historische Zentrum als einzigartiges Freilichtmuseum. Hoch über dem Zentrum mit seinen kleinen verwinkelten Gassen thront die Prager Burg, die als nationales Kulturdenkmal Symbol der mehr als tausendjährigen Entwicklung des tschechischen Staates ist. Die größte Entwicklung des heutigen Stadtzentrums erfolgte während der Regierung von Kaiser und König Karl IV., der hier unter anderem im Jahre 1348 die Universität gegründet hat. Der historische Stadtkern erstreckt sich entlang des Moldau-Ufers und besteht aus sechs Teilen: der Altstadt, der Josefstadt (erhalten gebliebener Teil der ehemaligen Judenstadt), der Neustadt, der Kleinseite, dem Burgviertel Hradschin und Vysehrad. Hier sind auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Im Stadtbild macht das Nebeneinander der verschiedenen Baustile - zum Teil an einem Gebäude - den besonderen Reiz aus. Ist der Barock dominierend, so ist doch auch das 20. Jahrhundert durch Beispiele des Jugendstils und des Kubismus eindrucksvoll vertreten. Wegen seiner außergewöhnlichen Architektur wurde die historische Altstadt von Prag im Jahr 1992 in die Liste des UNESCO Kultur- und Naturerbes aufgenommen.

Prag ist auch eine große Kulturmetropole. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie der Burg, der Karlsbrücke, der Tein-Kirche und dem Pulverturm, bietet die Stadt mit ihren schönen Museen, Galerien, Buchhandlungen, Antiquariaten und Antiquitätenhandlungen eine besondere kulturelle Atmosphäre, die durch ein reichhaltiges Eventprogramm noch untermauert wird. Klassische Konzerte, Ballett und Theater - jeden Abend stehen unzählige Veranstaltungen auf dem Programm. Eine Spezialität Prags ist dabei das so genannte ´Schwarze Theater´. Aber auch die Marionetten-, Musik- und Musicaltheater, wie beispielsweise die Opera Mozart, lohnen einen Besuch. Prag ist auch ein wichtiges Zentrum für internationale Festivals, Kongresse und Messen. Jedes Jahr finden international renommierte Festivals, wie beispielsweise der Prager Frühling, das Shakespeare-Sommer-Festival und das Verdi-Festival statt.

Pilsen

Nach Prag ist dies Böhmens größte Stadt. Zentrum des alten Teils ist ein großer Platz - 193 Meter lang, 139 Meter breit -, in den nicht nur zehn Straßen einmünden, sondern an dem auch etliche schöne Häuser aus der Renaissance- und Barockzeit stehen. Darunter ist das Rathaus in böhmischer Renaissance, das üppig mit Sgraffito-Malereien verziert ist.

Die Pilsner haben schon immer Bier gebraut und tun es heute noch. Die älteste und größte der Pilsner Brauereien - neben vielen kleinen - ist im "Bürgerlichen Brauhaus" in der Nähe vom Hauptbahnhof untergebracht; dort gibt es auch Kostproben. Das Bier-Restaurant dort heißt "Prazdroj" - und das bedeutet "Urquell".

Cheb (Eger)

Der alte Teil der einst sehr wohlhabenden Handelsstadt steht komplett unter Denkmalschutz - mit Recht. Besonders schön präsentiert sich der Marktplatz mit seinen prächtigen Häusern, die teils Erker aus Gotik und Renaissance tragen, teils barocke Fassaden haben. Hier lebten Egers reiche Kaufleute. Berühmt ist das "Stöckl", eine Gruppe von elf Häusern mit Marktbuden im Erdgeschoss, die aus dem 13. bis 16. Jahrhundert stammen und isoliert auf dem Platz stehen.

Dahinter finden Sie das Stadthaus aus dem 17. Jahrhundert und darin das Kreismuseum mit viel Interessantem aus Eger und dem Egerland - darunter auch mit dem Zimmer, in dem Wallenstein starb. In diesem Haus wurde er 1634 erstochen.

Als Schiller 1791 seinen " Wallenstein" schrieb, wohnte er am Marktplatz. Das ist nun das "Schillerhaus".

Karlovy Vary (Karlsbad)

Böhmen bietet eine Vielzahl von Mineral- und Thermalquellen, deren heilsame Wirkung seit Urzeiten bekannt ist. Einige wurden international bedeutende Heilzentren. Die bedeutendsten dieser Bäder bilden das "Westböhmische Kurbad-Dreieck" - Karlsbad, Marienbad und Franzensbad. In Karlsbad sprudeln zahlreiche alkalische Glaubersalzthermen. Man behauptet, Kaiser Karl IV. habe sie 1348 entdeckt und so Karlsbad gegründet, doch das ist überaus zweifelhaft. Wie auch immer: Noch heute ist es das berühmteste böhmische Bad. Und nach wie vor eine noble Kurstadt, die sich sehr nostalgisch gibt.

Marianske Lazne (Marienbad)

Rund 40 Glaubersalzquellen sprudeln hier, in denen man gegen allerlei Gebrechen Heilung findet. Lange Zeit war Marienbad neben Karlsbad Europas beliebtester Kurort. Es gibt allerlei historische Bauten und einen wunderschönen Kurpark. Doch das Schönste an Marienbad ist die Lage: In einem Tal am Südfuß des Kaiserwaldes.

Brno (Brünn)

Einst war es die Hauptstadt von Mähren, mit einem Bischof und einer Universität. Außerdem ist es tausend Jahre älter als Prag. Heute ist Brünn eine Industriestadt, aber im Kern recht gemütlich. Es gibt eine Reihe interessanter alter Bauten. Drei sind sehr sehenswert: die spätgotische Jakobskirche, das alte Rathaus mit seinem spätgotischen Portal und der Dom St. Peter und Paul. Kurioser ist die Kapuzinerkirche. In deren Gruft liegen 50 Mumien von Kapuzinermönchen und Stadtbürgern - neben dem Glassarg, in dem, von jedermann zu besichtigen, der historische österreichische Oberst Franz von der Trenck ruht, "Trenck, der Pandur"

Ceske Budejovice (Budweis)

Nach Linz an der Donau sind es 130 Kilometer. Das schaffte 1832 die allererste europäische Pferde-Eisenbahn in einem Tag. Diese frühe Verkehrsverbindung zeigt, dass Budweis einst eine bedeutende Stadt war. Dem großzügigen Marktplatz, der ringsum von Laubengängen eingerahmt wird, sieht man es noch heute an. Der ganze Stadtkern steht unter Denkmalschutz; schönster Bau ist das barocke dreitürmige Rathaus.

Cesky Krumlov

Die Stadt liegt sehr schön links und rechts des Moldauflusses. Außerdem ist die mittelalterliche, verwinkelte Anlage der Stadt unverändert erhalten. Nicht alles ist original, vieles wurde sachverständig restauriert. Doch eine große Reihe der Häuser von Cesky Krumlow sind architektonische Kostbarkeiten - wie auch die gotische Veitskirche.

Über allem thront Schloss Krummau (wie auch die Stadt früher hieß), ein Bau aus Gotik und Renaissance. Die Bibliothek ist ebenso berühmt wie das Chinesische Kabinett und der Maskensaal.

Karlstejn

Die Burg liegt nahe bei Prag und ist eine der schönsten in Böhmen. Erbaut wurde sie um 1350 von Kaiser Karl IV. Sie diente hauptsächlich zur Aufbewahrung der Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Besonders beachtenswert ist die Heiligkreuz-Kapelle im Hohen Turm. Deren Wandverkleidung besteht aus eingelegten Halbedelsteinen, die von Goldblättchen eingefasst sind. Das Kreuzgewölbe ist vergoldet; 2.500 Edelsteine stellen den Sternenhimmel dar.

Pisek

Die Hirschbrücke aus dem 13. Jahrhundert ist Böhmens älteste Steinbrücke. Sie überquert die Otava mitten in der Stadt. Der Figurenschmuck stammt aus dem 17. oder 18. Jahrhundert Auf dem Marktplatz stehen die Reste einer Burg aus dem 13. Jahrhundert, in der heute das Stadtmuseum eingerichtet ist. Die äußerlich schlichte frühgotische Marienkirche wurde ebenfalls in jener Zeit gebaut. Ihre Einrichtung ist zwar neugotisch, doch an den Pfeilern des Mittelschiffs prangt ein Bilderzyklus aus dem 13. Jahrhundert.

Cesky Krumlov
Karte Tschechische  Republik

Reisehinweise

Aktueller Hinweis:

Auf tschechischen Autobahnen, insbesondere auf der D5, die vom deutsch-tschechischen Grenzübergang Waidhaus über Pilsen nach Prag führt, auf allen größeren Straßen rund um die Hauptstadt Prag sowie auf der Autobahnverbindung A17/D8 von Dresden nach Prag besteht die Gefahr von Überfällen auf autoreisende Touristen.

Hauptsächlich osteuropäische Banden in dunklen Luxuslimousinen verfolgen vorwiegend Fahrzeuge mit deutschem Kennzeichen und versuchen sie zum Halten zu zwingen, um sie anschließend auszurauben. Autofahrer in solch einer Situatioe sollten die Verfolger möglichst ignorieren und wenn möglich, einfach weiterfahren. Ist man bereits Opfer geworden, sollte man die örtliche Polizei unter der Notrufnummer 112 rufen.

Informationen zur aktuellen Sicherheitslage in deutscher und englischer Sprache sind unter folgender Telefonnummer erhältlich: Tel. 00420-2-1230

Diese Telefonnummer ist für Reisende gedacht, die sich bereits in der Tschechischen Republik befinden und von dort aus anrufen.

Informationen - auch über die derzeitigen touristischen Möglichkeiten - gibt außerdem das tschechische Fremdenverkehrsamt in Berlin, Tel. 030-204 4770, www.czech-tourist.de, mailto:tourinfo@czech-tourist.de.

Die Tschechische Republik zählt im Weltmaßstab zu den sicheren Reiseländern. Äußere und innere politische Stabilität sind gewährleistet.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in der Tschechischen Republik sind auch auf den Internetseiten des Auswärtigen Amtes zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Wegen häufig vorkommender Autodiebstähle und -aufbrüche sollten Fahrzeuge besonders bei längeren Aufenthalten auf bewachten Parkplätzen, z.B. auf Hotelparkplätzen abgestellt werden. Wertvolle Gegenstände sollten im Fahrzeuginneren nicht sichtbar liegen gelassen werden.

Taschendiebstahl kommt sehr häufig vor an beliebten touristischen Plätzen, z.B. rund um die Burg, in der Gegend um den Altstadtmarkt, die Karlsbrücke und den Wenzelsplatz; auch in öffentlichen Verkehrsmitteln wird zu Vorsicht geraten.

TAXI: Vor allem in touristischen Gegenden sollten nur offiziell lizenzierte Taxis gemietet werden, um überhöhten Preisforderungen vorzubeugen.

DROGEN: Bereits der Besitz kleinster Drogenmengen wird bestraft.

RAUCHEN: In öffentlichen Räumen, wie z.B. an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, in den Verkehrsmitteln selbst, an Bahnhöfen sowie in kulturellen Einrichtungen, ist das Rauchen verboten. In Restaurants ist der Betreiber verpflichtet, für eine Nichtraucherzone zu sorgen (ein abgetrennter Raum oder Nichtraucherzeiten zur Mittag- und Abendessenzeit).

ALKOHOLVERBOT: In Prag darf Alkohol in der Öffentlichkeit nur noch in Restaurants, Gaststätten, Biergärten oder auch an Kiosken, also an "genehmigten Schankflächen" getrunken werden. Wer mit einem Bier auf der Straße erwischt wird, wird mit einer Strafe bis zu 1.200 Euro belegt.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre EC-Karten, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-ev.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Oesterreich

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Republik Österreich grenzt im Norden an die Bundesrepublik Deutschland und die Tschechische Republik, im Osten an die Slowakische Republik und Ungarn, im Süden an Slowenien und Italien und im Westen an Liechtenstein und die Schweiz.

Fläche: 83.858 km².

Verwaltungsstruktur: 9 Bundesländer (Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 8,5 Millionen

Städte:

Wien (Hauptstadt) ca. 1,7 Millionen

Graz ca. 265.300

Linz ca. 191.100

Salzburg ca. 148.500

Innsbruck ca. 121.300

Klagenfurt ca. 94.800

St. Pölten ca. 52.000

Dornbirn ca. 46.000

Sprache

In Österreich wird Deutsch gesprochen.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

Fast überall 220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland nach Österreich ist 0043, die Vorwahl von Österreich nach Deutschland 0049. In Österreich gibt es Telefonkarten, die man bei der Post, am Kiosk und teilweise an Tankstellen bekommt. Ferngespräche von dort aus sind preiswerter als aus den Hotels.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 133; Unfallrettung 144; Feuerwehr 122.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Österreich von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .at

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Heilige Drei Könige)

19. März (Joseph-Tag; nur in den Bundesländern Kärnten, Steiermark, Tirol, Vorarlberg)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

4. Mai (St. Florian; nur im Bundesland Oberösterreich)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

31. Mai (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

24. September (Rupert, nur im Bundesland Salzburg)

10. Oktober (Tag der Volksabstimmung; nur in Kärnten)

26. Oktober (Nationalfeiertag)

1. November (Allerheiligen)

11. November (St. Martin; nur im Bundesland Burgenland)

15. November (St. Leopold; nur in den Bundesländern Niederösterreich, Wien)

8. Dezember (Mariä Empfängnis)

25. Dezember (Weihnachten)

26. Dezember (Weihnachten; Stefanitag)

Die Hauptferienzeit geht von Anfang Juli bis Anfang September. Auch die Weihnachts- und Osterferien werden gern zu Urlaubszwecken genutzt.

Öffnungszeiten

Banken: in der Regel Mo, Di, Mi, Fr 8/9-12.30 Uhr, 13.30-15 Uhr, Do 8/9-12.30, 13.30-17.30 Uhr; am Wiener Westbahnhof Mo-Fr 7-22 Uhr;

Post: Mo bis Fr 8-12, 14-18 Uhr, Sa entweder geschlossen oder 9-12 Uhr geöffnet; die Wiener Postämter an Bahnhöfen haben längere Öffnungszeiten; die Filiale am Fleischmarkt Mo bis Fr 10-19 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Fr 8/9-18/19 Uhr, Sa 8/9-12/13 Uhr; in großen Städten sind Einkaufszentren und Läden entlang großer Einkaufsstraßen Mo bis Fr bis 19 Uhr, Sa bis 18 Uhr geöffnet.

Kleidung

Normale Kleidung der Jahreszeit entsprechend. Für die Wintermonate sollte man warme Kleidung und gutes Schuhwerk mitnehmen.

Geschichte/Politik

Schon ums Jahr 700 lebten Bajuwaren im Wienerwald. Als Otto der Große 955 die Ungarn aus dem Donaugebiet vertrieb, strömten Bayern nach und festigten die "Ostmark", das Grenzbollwerk nach Osten.

Als Deutschland, zu dem damals auch Österreich gehörte, 1273 einen neuen König brauchte, wählte man den Schweizer Rudolf von Habsburg. Dieser ließ sich in Wien nieder, weshalb die Habsburger nach Österreich kamen. 1452 sicherten sich die Habsburger auch die Kaiserwürde.

Österreich bekam Schwierigkeiten, als im 18. Jahrhundert die Türken in das Reich einfielen. Sie zogen mehrfach vor die Mauern von Wien, bis Prinz Eugen sie aus dem Abendland vertrieb.

Nach langen Kriegen zwischen Friedrich von Preußen und Maria Theresia gab es zwei deutsche Großmächte: Österreich und Preußen.

Das Ende der Habsburger kündigte sich an, als Preußen 1866 in der Schlacht von Königgräz siegte und nun einen eigenen Kaiser krönte. Österreich wandte sich seinen östlichen Besitzungen zu, aber gerade dort - in Sarajewo, einer bosnischen Stadt - fiel der Startschuss für den Ersten Weltkrieg. Österreich musste Stück für Stück seine Besitzungen abgeben: Ungarn, Böhmen, Südtirol, Teile des ehemaligen Jugoslawiens.

Wirtschaft

Die Wirtschaftsstruktur Österreichs ist sehr modern, die Industrie vielseitig. Ein hoher Anteil verstaatlichter Betriebe ist charakteristisch. Knapp die Hälfte der Staatsfläche wird landwirtschaftlich genutzt. Man baut vor allem Getreide, Zuckerrüben und Kartoffeln an. Im Alpen- und Voralpengebiet herrschen Viehzucht und Milchwirtschaft vor. Holz wird vor allem aus der Steiermark und Kärnten exportiert; dort beträgt die Waldfläche jeweils mehr als 50 Prozent.

An Bodenschätzen besitzt Österreich Braunkohle, Eisen-, Blei- und Zink-Erze, aber auch einiges an Erdöl und Erdgas. Magnesit kommt reichlich vor. Allerdings geht die Förderung durchweg leicht zurück. Die bedeutendsten Industriebetriebe gehören zur Eisen- und Stahlbranche, zum Maschinenbau, der chemischen und der Lebensmittelindustrie. In neuester Zeit spielt auch die Elektronik eine große Rolle.

In Österreich ist der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftszweige, im Winter wie im Sommer. Auch der Städtetourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Religion

Ca. 74 Prozent der Bevölkerung Österreichs sind römisch-katholisch, 5 Prozent protestantisch, 4 Prozent Muslime und 12 Prozent sind konfessionslos. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Anhängern anderer kirchlicher Bekenntnisse; es existieren allein fünf Richtungen der orthodoxen Kirche, israelische und islamische Glaubensgemeinschaften sowie viele andere. Nach dem österreichischen "Gesetz über die religiöse Kindererziehung" kann jeder Jugendliche ab seinem 14. Lebensjahr bestimmen, welcher Religion er angehören möchte.

Vegetation

Die Vielfalt des geologischen Reliefs und des Klimas bewirkt eine artenreiche Pflanzenwelt. Für den mitteleuropäischen Pflanzenbestand, wie man ihn in Österreich antrifft, ist der Eichen-Buchenwald charakteristisch, in Höhen über 500 m der Buchen-Fichten-Mischwald. Ab 1.200 m herrscht die Fichte vor, darüber findet man noch Lärchen und Zirben.

Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas. Der Waldanteil an der Gesamtfläche beträgt rund 46 Prozent. Im Alpenvorland wurde der Wald vielfach durch Äcker abgelöst. Besonders am Nordrand der Alpen, etwa ab 600 m Höhe, dominiert das Grünland. Für manche Gebiete sind Buschwald, Laubmischwald und Steppenheiden typisch. Östlich des Neusiedler Sees findet man eine spezielle Salzsteppen-Flora.

Tierwelt

In Österreich überwiegt die mitteleuropäische Tierwelt: Reh, Hirsch, Hase, Fasan, Rebhuhn, Fuchs, Dachs, Marder und Eichhörnchen. Typische Vertreter der alpinen Fauna sind Gämse, Murmeltier und Bergdohle. Der Steinbock, ehedem in dieser Gegend heimisch, wurde wieder angesiedelt. Die Zahl der Vogelarten, die man in Österreich antrifft, ist groß. Am Neusiedler See, Europas einzigem Steppensee, findet man den Purpurreiher und den Silberschnäbler, außerdem auch beachtenswerte Löfflerkolonien.

Kulinarisches

Die Wiener Küche ist eine der besten der Welt. Es gibt zwei Dutzend verschiedene Arten von gekochtem Rindfleisch, drei Dutzend Sorten von Schnitzeln, vier Dutzend verschiedene Nuancen von Kaffee und hunderte von Mehlspeisen. Die Wiener Küche ist so vielseitig, weil das österreichische Kaiserreich viele südeuropäische Einflüsse aufnahm.

Der Wiener Küche begegnet man überall, doch findet man auch in den Regionen viel Eigenständiges, Charakteristisches. Im Burgenland isst man ländlich und mit deutlich ungarischem Akzent: Fisch und Paprika, dicke Bohnensuppe, Gänsebraten. Auch die Steiermärker kochen herzhaft und rustikal: Schwein, Hammel, Wild. Dort kommt auch Buchweizengrütze auf den Tisch. In Kärnten isst man viel Fisch; ein typisches Gericht sind dort aber auch die Käsenudeln - mit Quark gefüllte Teigtaschen.

Im Land Salzburg wurden die "Salzburger Nockerln" erfunden, ein durchs Backen aufgetriebenes Gemenge aus Eischnee, Zucker, Butter und Mehl.

In Tirol hat sich als typische Zubereitungsart das "Gröstl" erhalten - Kartoffeln, Fleisch, Zwiebeln und vieles andere wird mit Schmalz in der Pfanne gebraten.

Bei den Schnäpsen ist der Marillengeist aus Aprikosen berühmt. Eigentlich aber ist Österreich ein Weinland. Der beste Rotwein wächst im warmen Burgenland. Der beste Weißwein gedeiht in Niederösterreich: im Weinviertel, im Donautal oder dicht bei Wien, in der Gegend von Klosterneuburg und bei Gumpoldskirchen.

Sitten und Gebräuche

Einiges ist erstaunlich vielen Österreichern (und Österreicherinnen) gemeinsam: Charme, Witz und Geist, dazu Heiterkeit, Gelassenheit und ein großes Talent zur Diplomatie. Sicher ist, dass man mit liebenswürdiger Höflichkeit in Österreich vielleicht nicht am schnellsten, aber am weitesten vorankommt. Wichtig ist die Bedeutung der akademischen Titel - die in der Anrede nie weggelassen werden sollten.

Souvenirs

Nach wie vor gibt es in Österreich viele Werkstätten, die typische Erzeugnisse einheimischer Handwerkskunst herstellen. Dazu gehören Kunstschmiedearbeiten und Holzschnitzereien ebenso wie Keramik und Textilien. In Vorarlberg ist man stolz auf seine Stickereien, in der Steiermark, Salzburg und Kärnten auf die Kunstschmiederei, aber auch auf Trachtenschmuck, Zinn und Keramik. In den Landeshauptstädten gibt es sogenannte Heimatwerke, die lokale Volkskunst zeigen. Typisch sind auch die hausgebrannten Obstschnäpse in künstlerisch verzierten Flaschen.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Änderung der Zollbestimmungen - seit dem 1. März 2014 gilt folgende Ausnahmeregelung:

In Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Rumänien oder Ungarn gekaufte Zigaretten dürfen nur noch bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei in Österreich eingeführt werden.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern, einschl. Kanarische Inseln) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro bei Einreise auf dem Landweg und Flüssen oder 430 Euro für Flugreisende; jeweils 150 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Außerdem dürfen bis zu 10 l Treibstoff in Reservekanistern eingeführt werden.

Bei der Einfuhr bestimmter Lebensmittel (u.a. Molkereiprodukte, Eiprodukte, Wurst- und Fleischwaren, Fischereierzeugnisse, Obst) gelten aus veterinärmedizinischen und phytosanitären Gründen Mengenbegrenzungen.

Klimainformationen

Österreich liegt im Übergangsbereich von atlantisch beeinflusstem und kontinental ausgeprägtem mitteleuropäischem Klima mit warmen Sommern und kalten Wintern. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Juli bei 20°C und im Winter bei 0°C. Die im Sommer gemessenen Höchsttemperaturen liegen bei 35°C. Im Winter kann es in bestimmten Regionen sehr kalt werden. Das Thermometer fällt dann mitunter auf -20°C.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit ist zur Frühlingszeit April/Mai oder bei sommerlichen Temperaturen von Juni bis gelegentlich in den Oktober hinein. Beste Wintersportmöglichkeiten gibt es von Januar bis April.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Österreich ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,85 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in Österreich aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Österreich in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - sie werden in größeren Hotels und Geschäften akzeptiert.

Geldautomat: Ja - es gibt zahlreiche für die Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten geeignete Automaten.

Auskunftstellen

Österreich Werbung Deutschland
Klosterstraße 64
10179
Berlin
(0 30) 21 91 48 50
(0 30) 219 14 80
www.austria-tourism.com
deutschland@austria.info
Urlaubsservice: Tel. 00800 400 200 00 (gebührenfrei)
E-Mail: urlaub@austria.info

Österreich Werbung
Margaretenstraße 1
1040
Wien /Österreich
Österreich Werbung
Postfach 83
1043 Wien
(01) 588 66 40
00800 400 200 00 (gebührenfrei)
www.austria-tourism.com
urlaub@austria.info

Deutsche Handelskammer in Österreich
Schwarzenbergplatz 5 Top 3/1
1030
Wien /Österreich
(0043 1) 545 22 59
(0043 1) 545 14 17
www.dhk.at
office@dhk.at
Mo bis Fr 9-16 Uhr

Deutsche Handelskammer in Österreich
Zweigstelle Salzburg
Residenzplatz 7
5020
Salzburg /Österreich
(0043 662) 84 05 89
(0043 662) 84 79 52
salzburg@dhk.at
Mo bis Fr 9-16 Uhr

Wirtschaftskammer Österreich
Stubenring 8-10
1010
Wien /Österreich
(0043 1) 513 77 87
(0043 1) 51 45 00
www.dhk.at
postbox@wkw.at

Internationale Handelskammer - ICC Austria
Wiedner Hauptstraße 57
1040
Wien /Österreich
(0043 1) 504 83 00 37 03
(0043 1) 504 83 00
www.dhk.at
icc@icc-austria.org

Botschaften und Konsulate

Österreichische Botschaft
(mit Konsularabteilung)
Stauffenbergstraße 1
10785
Berlin
(0 30) 229 05 69
(0 30) 20 28 70
www.oesterreichische-botschaft.de
berlin-ob@bmeia.gv.at
Botschaft: Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Mi 12-16 Uhr
Konsular-Abteilung: Mo, Di, Do und Fr 9-13, Mi 12-16 Uhr
Geschäftsbereich Konsularabteilung:
Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Österreichisches Honorarkonsulat
Auf dem Dreieck 5
28197
Bremen
Österreichisches Honorarkonsulat
Postfach 140214
28089 Bremen
(04 21) 536 86 78
(04 21) 536 86 79
oesterr.konsulat@thb-bremen.de
Mo bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
An der Frauenkirche 12
01067
Dresden
(03 51) 481 70 41
(03 51) 481 70 40
oesterreich@konsulat-dresden.de
Di bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
Unterlindau 21-29
60323
Frankfurt
(0 69) 15 43 52 41
(0 69) 15 34 54 51
info@konsulat-frankfurt.at
Mo 9-12, 14-18 Uhr, Di bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
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Frankenstraße 12
90762
Fürth
(09 11) 72 30 17 93 45
(09 11) 72 30 17 93 33
info@oesterr-honorarkonsul-nuernberg.com
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)
(nur Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken und Oberpfalz)

Österreichisches Honorarkonsulat
Kurze Mühren 1
20095
Hamburg
(0 40) 30 80 12 12
(0 40) 30 80 12 05
honorarkonsulat@austria-hamburg.de
Mo bis Do 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
VHV Platz 1
(im Gebäude der VHV-Versicherung)
30177
Hannover
(05 11) 907 48 06
(05 11) 907 48 70
honorarkonsulat@vhv.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
Bergstraße 2
24103
Kiel
(04 31) 519 27 36
(04 31) 55 25 05
austriahoko-kiel@t-online.de
Mo bis Do 15-16.30 Uhr
(keine Visumerteilung)
(jedoch nicht Stadt Lübeck und Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn, Ostholstein)

Österreichisches Honorarkonsulat
Gertrudenstraße 15
23568
Lübeck
(04 51) 310 01 42
(04 51) 310 01 50
www.austroko.ffm.de
honorarkonsul@brueggen.com
Mo bis Fr 9-12 Uhr
(keine Visumerteilung)
(jedoch nur Stadt Lübeck und die Landkreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein)

Österreichisches Generalkonsulat
Ismaninger Straße 136
81675
München
Österreichisches Generalkonsulat
Postfach 860640
81633 München
(0 89) 981 02 25
(0 89) 99 81 50
www.oegkmuenchen.de
muenchen-gk@bmeia.gv.at
Mo bis Fr 8.30-12 Uhr, 13-15 Uhr

Österreichisches Honorarkonsulat
Am Campus 1-11
Bentwisch
18182
Rostock
(03 81) 64 91 49
(03 81) 64 91 22
oesterreich@konsulat-rostock.de
Mo bis Fr 9-12 Uhr und nach telefon. Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
Bahnhofstraße 1
(St.-Johanner-Markt)
66111
Saarbrücken
(06 81) 958 15 19
(06 81) 958 15 18
konsulat@rathiery.de
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr
(keine Visumerteilung)

Österreichisches Honorarkonsulat
Stafflenbergstraße 81
70184
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(07 11) 62 82 64
(07 11) 62 62 60
info@oesterreichisches-konsulat-stuttgart.de
Mo bis Fr 10-12 Uhr
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(Bayern: jedoch nur Regierungsbezirk Schwaben)

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1010
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1037 Wien/Österreich
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(0043 1) 71 15 40
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Konsularischer Amtsbezirk: Bundesländer Wien, Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
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Dornbirn /Österreich
(0043 5572) 20 71 87 10
(0043 5572) 20 71 87
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Amtsbezirk: Bundesland Vorarlberg
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Andritzer Reichsstraße 66
8045
Graz /Österreich
(0043 316) 690 24 61
(0043 316) 69 49 70
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Amtsbezirk: Bundesländer Steiermark und Kärnten
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Wien

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6020
Innsbruck /Österreich
(0043 512) 56 73 73 15
(0043 512) 57 01 99
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Amtsbezirk: Bundesland Tirol
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4020
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(0043 732) 780 23 70 98
(0043 732) 79 77 01
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Amtsbezirk: Bundesland Oberösterreich
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(0043 662) 880 20 11 21
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Wien

Wien, die österreichische Hauptstadt, ist sicher eines der klassischen Ziele für Städtereisen schlechthin. Eingebettet in Hügel, Wälder und Felder und durchströmt von der schönen blauen Donau lag die Kaiserstadt, von hier aus regierten die Habsburger Kaiser, seit jeher an bedeutenden Verkehrswegen im Brennpunkt unterschiedlicher mitteleuropäischer Kulturen. Die Schlösser und Palais jener Zeit, wie die kaiserliche Sommerresidenz Schönbrunn, Belvedere oder die Hofburg, prägen noch heute das Stadtbild. Breite Prachtstraßen und Alleen, Oper und Theater, Museen, kaiserliche Geschäfte, Restaurants, Kaffeehäuser, Konditoreien und prunkvolle Staats- und Verwaltungsgebäude ziehen jährlich Millionen von Besuchern an. Trotz aller Pracht bleibt Wien aber locker überschaubar. Das Ambiente der Kaiserstadt verbindet sich mit einem modernen unbeschwerten Lebensgefühl, das dafür sorgt, dass der Besucher sich in Wien wohl fühlt.

Mit Sehenswürdigkeiten und kulturellen Veranstaltungen jeder Art ist das Angebot in der Stadt das ganze Jahr über äußerst vielfältig - selbst für Familien mit Kindern. Neben den unzähligen Sehenswürdigkeiten - allein 100 Museen gibt es in der Stadt zu besichtigen - sorgt eine kulinarische Vielfalt von Feinschmeckerlokalen über die Kaffeehaus-Kultur bis zum Heurigen für Abwechslung. Ausgedehnte Shopping-Möglichkeiten, die vom traditionell Gediegenen bis zum exquisit Ausgefallenem reichen, lassen das Herz eines jeden Einkaufsfans höher schlagen.

Wien ist vor allem aber eine Unterhaltungs-Metropole. Die Kunstszene prägt ein Wechselspiel von Tradition und Moderne. Wien ist die Stadt der Meister der Musik: Mozart komponierte hier seine Meisterwerke, Beethoven schrieb seine großen Symphonien. Haydn, Schubert, Bruckner, Brahms, Strauß, Mahler und Schönberg haben in Wien gelebt und gewirkt. Aus dieser Tradition heraus pflegt Wien heute eine einzigartige Musikszene, die von der Klassik über das Musical bis hin zur modernen, elektronischen Musik reicht.

Die umfangreiche Museumslandschaft Wiens wurde im Frühjahr 2001 durch die Eröffnung des MuseumsQuartiers, einer der zehn ausgedehntesten Kulturbezirke der Welt und der Wiedereröffnung der Albertina, der größten grafischen Sammlung weltweit, für Besucher noch interessanter und vielseitiger.

Und wem das Besichtigungsprogramm zu groß wird, der kann sich in den Parks und Gärten, im Wienerwald und der Donau-Mitte entspannen. Zu Ausflügen lädt der rund 50 Kilometer südöstlich von Wien gelegene Neusiedler See, das "Meer der Wiener" mit seinen Freizeitmöglichkeiten ein. Empfehlenswerte Ausflugsziele im Burgenland sind Rust, die Stadt der Störche, Mörbisch und Eisenstadt mit seinem prächtigen Stadtschloss.

Zur Orientierung: Wien ist in Bezirke gegliedert, die dem Besucher eine schnelle Orientierung erlauben. Der erste Bezirk ist die Stadtmitte mit dem Stephansdom im Zentrum. Der zweite ist die Leopoldstadt mit Prater und Messegelände im Nordosten. Von dort aus zählen die inneren Bezirke (2. bis 9.) im Uhrzeigersinn um den Stadtkern nach oben. Entsprechend ist die Josefstadt im Westen des Stadtkerns der 8. Bezirk. Ein zweiter Ring umfasst die Außenbezirke (10. bis 23.). Die zweite und dritte Stelle der Postleitzahl repräsentieren den Bezirk (1010 = 1. Bezirk; 1080 = 8.; 1170 = 17.; 1200 = 20).

Salzburg

Salzburg ist Mozart-, Universitäts-, Kultur- und auch Kongressstadt. Barock, Kultur und Bildung sowie Geschichte prägen die Hauptstadt des gleichnamigen österreichischen Bundeslandes. Berühmtester Sohn der Stadt ist Wolfgang Amadeus Mozart. Er ist nicht nur während der Zeit der Festspiele im Sommer, wenn Mozart-Opern und Theater-Inszenierungen von Weltruf aufgeführt werden, in der Stadt präsent. Sein Geburtshaus in der Getreidegasse Nr. 9 ist Kultstätte. Der nach ihm benannte Platz mit seinem Denkmal von Ludwig Schwanthaler liegt im Zentrum Salzburgs. Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Hohensalzburg, die man zu Fuß erklimmen oder aber bequemer mit der Festungsbahn erreichen kann. Die Altstadt Salzburgs ist Weltkulturerbe der UNESCO und innerhalb eines Spaziergangs in Ruhe zu entdecken. Sehenswert sind unter anderem das Schloss Mirabell im Mirabellgarten, das Rathaus und der Alte Markt sowie der Kapuzinerberg mit dem Kloster. Das frühbarocke Lustschloss Hellbrunn im Süden der Stadt gehört zweifelsohne zu den schönsten Bauwerken Salzburgs. Berühmt ist der weitläufige Park mit den Wasserspielen und der bereits seit dem 15. Jahrhundert bestehende Tiergarten. Salzburg besitzt auch hervorragende Museen, die einen Besuch lohnen. Darüber hinaus gilt Salzburg als das "schönstes Einkaufszentrum" Österreichs mit einem breiten Angebot von der Tracht bis zur schrillsten Mode. Zur Erholung laden die Kaffeehäuser mit Tradition ein.

Das ganze Jahr über bietet Salzburg Kulturelles für höchste Ansprüche. Die weltberühmten Sommerfestspiele, die Osterfestspiele, die Pfingstkonzerte, die Mozart-Woche, die Salzburger Kulturtage, die Festungskonzerte, die Mozartserenaden sowie die Kirchenkonzerte stehen auf dem umfangreichen kulturellen Programm. Neben den traditionsreichen Spielorten wie dem Festspielhaus finden viele Veranstaltungen auch im Freien statt. Für "Nicht-Klassik-Liebhaber" bietet die Sommerszene Salzburg Open-Air-Rockkonzerte und lebendiges Theater.

Im grünen Umland von Salzburg gibt es nicht nur für Sportler, wie Wanderer und Fahrradfahrer, jede Menge zu entdecken. Kultur- und Geschichtsinteressierten bietet sich ein Besuch im Freilichtmuseum in Großgmain, im Keltermuseum in Hallern und im Salzbergwerk am Dürrnberg an. In der weiteren Umgebung liegt das Salzkammergut mit Wolfgangs- und Fuschlsee.

Graz

Die Hauptstadt der Steiermark hat die größte, am besten erhaltene Altstadt im deutschen Sprachraum, sachverständig konserviert und vom steilen Schlossberg überragt - eine Stadt wie aus dem Spielzeugkasten. Im "Landhaus", in dem Landtag und Landesregierung untergebracht sind, sieht man den prachtvollsten Arkadenhof von ganz Österreich: drei übereinanderliegende Bogengänge, eine dekorative Freitreppe und eine kunstvoll geschmiedete Brunnenlaube aus Bronze. Das Landeszeughaus - es stammt von 1645 - ist eine vierstöckige Rüstkammer mit einem kompletten Waffenarsenal aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Die noch heute vorhandenen Hieb-, Stich- und Schusswaffen, die Rüstungen und Prunkharnische reichten aus, um ein mehrere tausend Mann starkes Heer auszurüsten.

Die Domkirche - ein ursprünglich spätgotischer, später barockisierter Hallenbau - trägt an der Südfassade ein verwittertes Fresko aus dem 15. Jahrhundert, das "Landplagenbild" (Türken, Pest und Heuschrecken).

Innsbruck

Innsbruck, die "Stadt im Gebirg" ist eine der schönsten der Welt - wenn man sich auf den Stadtkern beschränkt. Der, mit seinen Bauten aus Spätgotik, Renaissance und Rokoko, mit Barockkuppeln und Zwiebeltürmen, ist schön geblieben, voller Charme und Beschwingtheit.

Die Maria-Theresien-Straße ist Innsbrucks breite Prunkstraße mit eleganten Schaufenstern in barocken Fassaden. Die anschließende Herzog-Friedrich-Straße ist noch schöner - mit vielen stattlichen Bürgerhäusern. Über den Laubengängen sieht man, fast an jedem Gebäude, hübsche Fassadenmalereien und reliefgeschmückte Erker aus der Renaissancezeit.

Das "Goldene Dachl" schmückt den "Neuen Hof": ein Prunkerker, der mit rund 3.000 vergoldeten Kupferschindeln gedeckt ist. Um 1500 wurde er von Kaiser Maximilian als Zuschauerloge für Belustigungen auf dem Stadtplatz gebaut. Der Reliefschmuck des Erkers gehört zu den bedeutendsten Kunstwerken des Mittelalters.

Die äußerst schlichte Hofkirche enthält ein prunkvolles Grabmal für jenen Maximilian, der allerdings nicht dort, sondern in der Wiener Neustadt, seiner Geburtstadt, begraben ist. Es zählt zu den prächtigsten, die je einem deutschen Kaiser zugedacht waren.

Bregenz

Vorarlbergs Hauptstadt ist nicht groß. Das Landesmuseum am Kornmarktplatz zeigt Historisches: von römischen Mosaiken über karolingische Funde bis zu alten Montafoner Bauernstuben. Etwas erhöht liegt die mittelalterliche Altstadt mit hübschen Fachwerkhäusern und Resten der ehemaligen Stadtbefestigung.

Im Bodensee, 30 m vom Ufer entfernt, liegt die größte Seebühne der Welt. Hier finden alljährlich im Juli und August die Bregenzer Festspiele statt - mit Opern, Operetten und Ballett-Aufführungen.

Eine Gondelbahn führt auf den Pfänder, der 1.064 m hoch und ein berühmter Aussichtsberg mit umfassendem Rundblick ist. Man sieht den Bodensee, die Allgäuer, die Schweizer und die Vorarlberger Alpen.

Wachau

Geologisch betrachtet ist die Wachau nur der Durchbruch der Donau zwischen den Ausläufern der Alpen und dem böhmischen Granitplateau - und nur 32 km lang. Aber sie gehört zu den schönsten Landschaften Österreichs. Man kann sie, immer neben der Donau, der Länge nach durchfahren. Links und rechts auf den weinbestandenen Hängen thronen Burgen und Schlösser, Klöster und Ruinen. Dazwischen machen sich felsige Waldhänge breit.

Wer genügend Zeit hat, fährt die Strecke von Melk nach Krems auf der Donau. Melk ist ein auf einem Felsriff hoch über der Donau weithin sichtbares, langgestrecktes Benediktinerstift - eines der großartigsten Barockklöster Europas.

Krems ist eine ausgesprochen hübsche kleine Stadt mit einem Renaissance-Rathaus, mehreren Kirchen und zahlreichen wohlerhaltenen Bürgerhäusern, die teils noch aus dem späten Mittelalter stammen. Viele der Häuser haben Lauben und Erker; zwei tragen reichen Sgraffito-Schmuck - historische und biblische Bilder. Auffallend viele dekorative Brunnen und Säulen schmücken die Plätze und Straßen.

Hochosterwitz

So sieht eine Burg im Märchen aus: Hochosterwitz bei Brüdel in Kärnten. Auf der Spitze eines 160 m hohen Felssockels ragen umfangreiche Befestigungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert auf; es gibt eine Burgkapelle mit Fresken aus der Renaissance, allerlei historische Sammlungen und einen steilen, geschlängelten Weg, der durch 14 Torgebäude hinaufführt. Die Märchenburg war so wehrhaft, dass sie nie eingenommen wurde.

Neusiedler See

Er ist Österreichs größter See, auch wenn ein Stückchen davon zu Ungarn gehört.: 36 km lang ist er und sieben bis 14 km breit, sofern man den kilometerbreiten Schilfgürtel mitrechnet, der sich fast um den ganzen See zieht. Nur bei Podersdorf findet man Sandstrand. Baden kann man allerdings auch bei Rust, Neusiedl und anderen Uferorten. Dort führen lange Holzstege ins Wasser.

Der See ist an seiner tiefsten Stelle nur knapp zwei Meter tief. Über große Flächen ist er kaum einen Meter tief. Daher kommt es, dass er sich im Sommer auf eine Badewannentemperatur von 30 Grad erwärmt und im Winter oft völlig zufriert.

Zur Tier- und Pflanzenwelt, die sich im Schilfgürtel und in den Uferzonen eingenistet hat, zählen europäische Raritäten. Deshalb stehen viele Uferstücke unter Naturschutz.

Ein noch bedeutenderes Naturschutzgebiet ist der Seewinkel, östlich vom Neusiedler See. Er umfasst mehrere Dutzend Teiche, Tümpel, Salzlaken und Seen inmitten der flachen Puszta. Seine "Lange Lacke" ist Österreichs berühmtestes Vogelschutzgebiet. Viele der Pflanzen sind für Mitteleuropa einmalig.

Wolfgangsee

Dies ist der größte See des Salzburger Landes und einer der hübschesten. Elf km lang ist er und stellenweise über 2 km breit. Der Ort St. Wolfgang liegt dort, wo sich der See auf einen halben Kilometer verengt. Operettenfreunde kennen ihn wegen des Singspiels "Im weißen Rössl", Kunstliebhaber wegen des von Michael Pacher im späten 15. Jahrhundert geschaffenen Flügelaltars in der Pfarrkirche St. Wolfgang, der ein wahres Wunderwerk an Schnitzkunst und Tafelmalerei darstellt.

Wörthersee

Er ist groß und für einen Alpensee äußerst warm. Von Ende Mai bis Ende September kann man in ihm baden. Am Westrand liegt Velden, das recht mondän im Riviera-Stil erbaut ist und Bars, Boutiquen sowie ein Spielkasino bietet. Im Norden liegt Pörtschach mit einer weithin bekannten Segelschule. Am Südrand liegt der schönste Ort, Maria Wörth, ein malerisch auf einer felsigen Halbinsel hingestrecktes altes Dorf mit zwei sehenswerten Kirchen; die kleinere besitzt berühmte romanische Fresken.

Großglockner-Hochalpenstraße

Seit ihrer Eröffnung 1935 wurde dieser großartigste aller Alpenübergänge ständig ausgebaut. Wer es im Auto auf dem Weg durch Österreichs höchstes Gebirgsmassiv nicht sehr eilig hat, kann zwei Abstecher einplanen: die Edelweiß- und die Gletscherstraße. Die erste ist nicht ganz zwei km lang und führt zum Parkplatz Edelweißspitze mit einem Aussichtsturm, von dessen Plattform man bei guter Sicht 37 Dreitausender und knapp 20 Gletscher sieht. Der zweite Abstecher führt von Guttal in vielen Kehren neun km lang zur Franz-Josephs-Höhe. Diesen Abstecher sollte man nur bei gutem Wetter fahren - belohnt wird man mit einem überwältigenden Blick auf den endlos scheinenden Pasterzengletscher.

Reisehinweise

Im deutsch-österreichischen Grenzgebiet werden bis auf Weiteres Grenzkontrollen durchgeführt. Diese können zu längeren Wartezeiten an der Grenze führen.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

- In Österreich ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden (u.a. Bahnhöfe) verboten, in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken kann es eingeschränkt sein.

- Es ist verboten, an öffentlichen Orten das Gesicht durch Tücher oder Gegenstände zu bedecken.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Slowakische Republik

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Slowakische Republik grenzt im Westen an Österreich und die Tschechische Republik, im Norden an Polen, im Osten an die Ukraine und im Süden an Ungarn.

Fläche: 49.035 km².

Verwaltungsstruktur: 8 Regionen (kraje) (Banskobystricky, Bratislavsky, Kosicky, Nitriansky, Presovsky, Trenciansky, Trnavsky, Zilinsky).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 5,4 Millionen

Städte:

Bratislava (Hauptstadt) ca. 411.200

Kosice ca. 240.400

Presov ca. 91.800

Zilina ca. 81.500

Banská Bystrica ca. 80.000

Nitra ca. 78.900

Trnava ca. 66.400

Martin ca. 57.400

Trencin ca. 55.900

Zvolen ca. 43.300

Sprache

Die Amtssprache der Slowakischen Republik ist Slowakisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Auch in der Slowakischen Republik gilt die europäische Sommerzeit.

Telefon/Post

Telefon

Die Fernsprech-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Slowakei ist 00421, aus der Slowakei nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Für Auslandsgespräche gibt es spezielle Telefonzellen. In den Hotels können die Gebühren für Ferngespräche sehr hoch sein. Telefonkarten können mit unterschiedlichen Wertgrenzen bei Postämtern, Tabak- und Telefongeschäften gekauft werden.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Feuerwehr, und Unfallrettung 112, in den Mobilnetzen ebenfalls alle Notrufnummer 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Slowakei von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Ein Funknetz steht entlang der Hauptreisestrecken zur Verfügung.

Internet

Länderkürzel: .sk

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr, Gründungstag der Slowakischen Republik)

6. Januar (Heilige Drei Könige)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

8. Mai (Tag des Sieges über den Faschismus)

5. Juli (Tag der slawischen Glaubensboten Kyrill und Method)

29. August (Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstandes)

1. September (Tag der Verfassung)

15. September (Maria - Patronin der Slowakischen Republik)

1. November (Allerheiligen)

17. November (Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie)

24. Dezember (Heiligabend)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8-18 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Fr 8/90-18/19 Uhr, Sa 8/9-12 Uhr. Kleine Geschäfte schließen oft von 12-13 Uhr, haben jedoch meist sonntags von 8-12 Uhr geöffnet; große Supermärkte haben bis 21 Uhr und auch länger geöffnet. Sie arbeiten auch samstags und sonntags.

Büros: Mo bis Fr 8-16/17 Uhr (inklusive Mittagspause);

Post: Mo bis Fr 8-18 Uhr.

Kleidung

Normale mitteleuropäische Sommer- und Winterkleidung. Zu jeder Jahreszeit sollte man zusätzlich auch eine Regenjacke oder etwas Ähnliches mitnehmen.

Geschichte/Politik

Die Slowakei gehörte seit dem zehnten Jahrhundert als "Oberungarn" zum Land Ungarn und später zu Österreich-Ungarn. Die Slowaken versuchten mehrmals, unabhängig zu werden. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand die Tschechoslowakische Republik als Staatenverband. 1938 wurde er von den einmarschierten Deutschen aufgelöst (in "Protektorat Böhmen und Mähren" und den "Schutzstaat Slowakei"), fand aber 1945 wieder zusammen. 1960 wurde aus der Tschechoslowakei eine "Sozialistische Republik". Im Zuge der Umwälzungen im Osten Europas trennten sich 1993 auch die beiden Staaten wieder und die Slowakische Republik wurde erneut ein selbstständiger Staat mit demokratischer Verfassung.

Die Slowakei ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg Länder mit einem Wirtschaftswunder gab, so steht die Slowakei ganz vorn. Man hatte den Slowaken auf industriellem Gebiet nicht viel zugetraut und 1918 das Zusammengehen mit den betriebsamen Tschechen als sehr glückliche Kombination betrachtet. Was seit 1945 geschah, hatte kaum jemand erwartet. Zunächst noch als Teil des Staatenverbandes mit den Tschechen, dann aber ab 1993 als eigenes Land entwickelte sich hier ein industrielles Zentrum. Die Energieerzeugung hat sich verzehnfacht, die technische Produktion stieg um das Zwanzigfache, die chemische um das Vierzigfache. Allein auf dem Sektor des Maschinenbaus wurden seit 1945 zahllose Betriebe errichtet, darunter Hütten- und Aluminiumwerke, große Chemie- und Chemiefaserfabriken sowie Betriebe, die für den Maschinenbau komplette Anlagen herstellen.

Vegetation

Ein Drittel der Slowakei ist von Wald bedeckt, die Hälfte ist fruchtbarer Ackerboden. Die Slowakische Republik besitzt größere Waldbestände. Von alters her wurde vor allem das Holz dreier in diesen Wäldern wachsender Baumarten geschätzt und deshalb auch vermehrt angepflanzt und gepflegt. Dies sind Fichten, deren Holz meist für den Bau von Häusern und anderen Unterkünften gebraucht wird und Linden, aus deren Holz meist Alltagsgeschirr geschnitzt wurde. Der Ahorn wurde zwar zahlenmäßig weniger gebraucht, war aber trotzdem wichtig, denn er lieferte das Holz für die vielbenutzten Geigen. In höheren Lagen wachsen viele seltene Pflanzen, so auch das Edelweiß, der Muran-Seidelbast und der Heuffel-Enzian. Und auch Pflanzen, die man nirgendwo sonst in der Welt antrifft: den Steifen Schöterich oder das Tatra-Löffelkraut.

Tierwelt

Die ursprünglichen Tiere, die einst die slowakischen Wälder bewohnten, sind sehr dezimiert worden. Auf der Hochebene Muránska Planina, die einen besonders geschützten geographischen Komplex im Rahmen des Karstgebietes am Rand des slowakischen Erzgebirges darstellt, leben noch Bären und Luchse, auch der Schwarzstorch und der Wanderfalke. Typisch sind die Huzulenpferde, die hier in freier Natur gezüchtet werden.

Typische Bewohner des Hochgebirges, aber auch der Gebirge Hohe Tatra und Kleine Fatra sind die Tatra-Gämsen. Sie sind streng geschützt, ebenso wie ihre Gesellschafter - Murmeltiere und Steinadler. Außerdem sind Reh- und Rotwild im ganzen Land sehr häufig.

Kulinarisches

Die slowakische Küche ist halb böhmisch und halb ungarisch. Mit der böhmischen kulinarischen Tradition hat sie das Fleisch (zum Beispiel den Schweinebraten) und die Knödel gemeinsam, mit der ungarischen den Reichtum an Gewürzen und Paprika. So entsteht ein interessantes gastronomisches Angebot, das allerdings vom Gast erwartet, dass er gehörige Mengen verspeisen kann. Während man in Böhmen viel dem Bier zuspricht, trinkt man in der Slowakei, vor allem in der Süd- und Ostslowakei, wie in Ungarn gern den guten hausgemachten Wein.

Ein Kapitel für sich sind die Süßspeisen, bei denen Böhmen und Slowaken in steter Konkurrenz stehen. Die Fähigkeit zu Weltmeistern hätten beide Länder - ob das nun die Obstknödel sind, die Pfannkuchen, die Buchteln oder der Apfelstrudel, Schlagsahnekränzchen oder Creme-Rollen.

Sitten und Gebräuche

Die Slowakei hatte bis zur Mitte unseres Jahrhunderts auch im Alltag ihre Trachten beibehalten. Heute werden sie noch oft als festliche Kleidung getragen. Man benutzt sie allerdings weniger in ihrer ursprünglichen Form sondern häufiger als stilisiertes Kostüm. Doch immer noch sind es die Stickereien, welche die Tracht auszeichnen, wenn sich auch bei ihnen die Darstellungsart geändert hat. Immerhin kann man noch heutzutage rund 40 verschiedene slowakische Trachten - je nach ihrer Herkunft -unterscheiden.

Das Herstellen sehr feiner Textilien ist in der Slowakei sehr verbreitet. Es handelt sich beispielsweise um farbige Gewebe mit bunten Mustern aus Hanf und Leinen, wie sie im 18. Jh. aufkamen. Ein bedeutsames Gebiet für solche farbigen Stoffe ist noch heute die Mittelslowakei rund um Zvolen sowie die Ostslowakei bei Trebisov. Sehr bemerkenswert sind die gleichsam historischen Schafwolldecken, die "Goby"; sie werden noch heute in Klenovic hergestellt. Das Klöppeln von Spitze, schon im 16. Jh. bekannt, wird noch heute in einigen Orten ausgeübt, so in Solivar bei Pressov und in Slowensky Grob. Auch der Blaudruck, das Verzieren und Färben von Stoffen durch Indigoblau, hat sich seit Jahrhunderten erhalten - zum Teil in den gleichen Familien.

Souvenirs

Nach wie vor werden die bunten Textilien und auch Spitzen als typisches Kunstgewerbe angeboten. In Berggebieten, zum Beispiel in der nördlichen Gegend von Zips, bekommt man geflochtene Körbe aus Wacholderwurzeln und Reisig, in der Mittelslowakei aus Haselstrauch. In der Nähe von Nové Zámky hat sich die Korbflechterei aus Maisblättern konzentriert; aus Maisblättern werden dort auch Handtaschen, Sandalen und sogar Figuren geschaffen. In der Westslowakei stellt man sehr hübsche Gegenstände und auch Figuren aus Fayencen her. Es gibt eine ganze Reihe von Orten, in denen Fayence-Geschirr produziert wird. Auf den meisten Almen wird heute noch Hirtengeschirr aus Holz hergestellt, wobei die Griffe oft durch Figuren verziert sind. Fast überall im Land gab es einst geschickte Töpfer und noch heute werden einige traditionelle Töpfereien betrieben, die hübsches Geschirr nach altem Muster herstellen. Die "Zentralstelle für volkstümliche Kunstproduktion" hat Ausstellungs- und Verkaufsstellen in mehreren slowakischen Städten, in denen man attraktive Andenken erwerben kann.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

Bei Einreise mit dem Flugzeug: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250g Tabak (nur Reisende ab 18 Jahren);

Bei Einreise mit Auto, Zug, Schiff oder Sonstiges: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak (nur Reisende ab 18 Jahren);

1 Liter Spirituosen (über 22 Prozent) oder 1 Liter Unverarbeiteter Alkohol (über 80 Prozent) oder 2 Liter Spirituosen (unter 22 Prozent);

2 Liter Sekt oder 4 Liter Wein (nur Reisende ab 18 Jahren);

16 Liter Bier (nur Reisende ab 18 Jahren);

50 g Parfüm oder 0,25 Liter Eau de Toilette;

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

Geschenke/andere Waren bis zum Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, bzw. von 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg. Für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt die Freigrenze grundsätzlich 150 Euro.

Für Antiquitäten ist eine Ausfuhrerlaubnis erforderlich. Es empfiehlt sich, bereits bei der Einreise das entsprechende Zollmerkblatt beim Zoll zu verlangen.

Klimainformationen

Es herrscht ein Klima, das sich durch einen ausgeprägten Wechsel zwischen den Jahreszeiten auszeichnet. Außerdem besitzt die Slowakische Republik Randerhebungen mit feuchtem Gebirgsklima. Die Sommer sind meist sehr warm und die Winter kalt. Die wärmsten Monate sind üblicherweise der Juli und der August, in denen Temperaturen bis 30°C gemessen werden. Die kältesten Monate sind der Januar und der Februar in denen mit durchschnittlichen Temperaturen von minus 8 bis minus 10°C zu rechnen ist.

Beste Reisezeit

Mai bis September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Slowakische Republik ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,85 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in die Slowakische Republik aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus der Slowakischen Republik in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Umtausch: in allen Zweigstellen der Banken, Wechselbüros, größeren Hotels und an den Grenzübergängen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, verschiedenen Geschäften, teilweise von Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Reiseschecks: Nein - Die Mitnahme von Reiseschecks ist nicht zu empfehlen, da deren Annahme nicht garantiert werden kann.

Auskunftstellen

Slowakische Zentrale für Tourismus
Hildebrandstr. 25
10785
Berlin
(0 30) 25 94 26 41
(0 30) 25 94 26 40
office.de@slovakia.travel

Slovak Tourist Board
Námestie L. Stúra 1
97405
Banska Bystrica
Slowakisches Fremdenverkehrsbüro
P.O. Box 35
Banska Bystrica/Slowakische Republik
(00421 48) 413 61 49
(00421 48) 413 61 46/48
www.sacr.sk
sacr@sacr.sk

Slovak Tourist Board
Branch Office Bratislava
Lamacská cesta 8
81104
Bratislava /Slowakische Rep.
(00421 2) 55 57 16 54
(00421 2) 50 70 08 01
sacrba@sacr.sk

Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer
(Slovensko-nemecká obchodná a priemyselná komora)
Suché mýto 1
81103
Bratislava /Slowakische Rep.
(00421 2) 20 85 06 32
(00421 2) 20 85 06 20
info@dsihk.sk
Mo bis Fr 8.30-17 Uhr

Slovak Chamber of Commerce and Industry
Gorkého 9
81603
Bratislava /Slowakische Republik
(00421 2) 54 13 11 59
(00421 2) 54 43 32 91
sopkurad@scci.sk
Mo bis Fr 8-16 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Slowakischen Republik
mit Konsularabteilung
Hildebrandstraße 25
10785
Berlin
(0 30) 88 92 62 22
(0 30) 88 92 62 00
www.botschaft-slowakei.de
emb.berlin@mzv.sk
Konsularabteilung: Mo bis Fr 9-11.30 Uhr;
Botschaft: Mo bis Fr 9-16 Uhr

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
c/o Imrich Donath
Dietigheimer Straße 21
61350
Bad Homburg
(0 61 72) 2 43 05
(0 61 72) 2 97 59
donath@slowakeiinfo.de
Mo, Di, Do und Fr 9-12 Uhr

(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
Kalenberger Graben 14
31134
Hildesheim
(0 51 21) 999 08 11
(0 51 21) 999 08 04
www.honorarkonsul.com
honorarkonsulat@bettels.de
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr, nach telefon. Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
c/o Gruendelpartner PartGmbB
Grimmaische Straße 2-4
Mädler-Passage, Aufgang B
04109
Leipzig
(03 41) 23 10 62 30
(03 41) 23 10 62 54
www.honorarkonsul.com
honorarkonsul@slowakei-leipzig.de
Di und Do 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Slowakischen Republik
Vollmannstraße 25 d
81925
München
(0 89) 92 33 49 54
(0 89) 92 33 49 00
www.mfa.sk.zu
cg.munich@mzv.sk
Di, Mi und Do 8.30-11 Uhr

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
Tübinger Straße 43/Block B, 4. OG
70178
Stuttgart
(07 11) 227 39 19
(07 11) 227 39 18
sk-hk-stuttgart@rem.de
Mo 9.30-12 Uhr, Mi und Fr 13.30-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Hviezdoslavovo nam. 10
81303
Bratislava /Slowakische Rep.
(0042 12) 54 41 96 34
(0042 12) 59 20 44 00
www.germanembassy.sk
info@pressburg.diplo.de
Amtsbezirk: Slowakische Republik

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Timonová 27
04001
Kosice /Slowakische Rep.
(00421 55) 32 74 44 44
(00421 55) 625 01 02
www.germanembassy.sk
kosice@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bezirke Kosice und Presov
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Bratislava

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Priemyselná 14
01232
Zilina /Slowakische Rep.
(00421 41) 506 02 25
(00421 41) 506 01 15
www.germanembassy.sk
zilina@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bezirke Zilina und Banská Bystrica
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Bratislava

Sehenswertes

Bratislava (Pressburg)

Die Hauptstadt der Slowakei mit ihrer 2.000 Jahre alten Geschichte, Krönungsstadt der ungarischen Könige und Königinnen, Sitz des Rates der ungarischen Statthalter und alte Universitätsstadt, erstreckt sich zu beiden Seiten der Donau am südlichen Ausläufer der Kleinen Karpaten - nur 60 km von Wien und 20 km von der ungarischen Grenze entfernt.

Die geschützte Zone des Stadtkerns tut sich durch zahlreiche Paläste, sakrale Bauten, Fontänen, Statuen und andere architektonische Denkmäler aus allen kulturellen Epochen von der Gotik bis zur Renaissance hervor. Vor allem fallen die alten Stadthäuser des Hochadels auf. Und in der spätbarocken Apotheke "Zum roten Krebs" finden Sie ein pharmazeutisches Museum.

Über der Donau erhebt sich das viertürmige Schloss; im neunten Jahrhundert wurde es als Burg gebaut und später wohnlicher umgestaltet. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert bewahrte man hier im Kronturm die ungarischen Kronjuwelen auf. Oft wohnte Österreichs Kaiserin Maria Theresia hier; sie ließ das Schloss prunkvoll ausbauen, Gärten anlegen und neue Gebäude für die Verwandtschaft errichten. Nach einem Brand wird das Schloss nun nach und nach restauriert.

Zips

Das Zips-Territorium liegt südöstlich der Hohen Tatra und ist eine der bemerkenswertesten Gegenden der Slowakei. Im 13. Jahrhundert wurden die Ureinwohner von den Tataren ausgerottet. Aus Sachsen herbeigerufene Ansiedler gründeten neue Städte, die sich zu Gemeinschaften zusammenschlossen - so der "Bund der 24 freien Städte der Zips", der bis ins 19. Jahrhundert überdauerte. Zusammenarbeit, Privilegien, Erlöse aus Handel, Gewerbe und Bergbau brachten allen diesen Zipser Städten Wohlstand. Das beweisen ihre schönen Bauwerke; die Stadtkerne wahrten ihr mittelalterliches Bild.

Spisske Podhradie

Es ist zu Fuß eine halbe Stunde zur Zipser Burg Spissky Hrad. Sie ist mit ihren fünf Burghöfen die größte Ruine der ganzen Slowakei - und einst war es eine der größten Adelsburgen in Europa. Sie stand schon in frühromanischer Zeit, wurde dann vom 13. bis zum 16. Jahrhundert um- und ausgebaut. 1780 brannte sie ab. Inzwischen wurde einiges behutsam konserviert und restauriert. Nun erstrahlen der romanische Palas mit seinen Rundbogenfenstern, der runde Bergfried sowie die Reste der Kirche wieder in ihrer alten Pracht.

Martin

Freilichtmuseen sind über das ganze Land verstreut. Hier wird - noch mehr als in anderen Ländern - darauf geachtet, die seit Generationen bestehende Harmonie zwischen dem Leben und den kulturellen Bedürfnissen, zwischen Volksarchitektur, darstellender Kunst und Musik aufzuzeigen. In Martin steht das größte Freilichtmuseum, das "Museum des slowakischen Dorfes". Es bedeckt eine Fläche von fast hundert Hektar. Dort stehen Häuser, wie sie für die unterschiedlichen Regionen der Slowakei typisch waren oder sind. Im Sommer werden hier Beispiele des Brauchtums und der traditionellen Volkshandwerke gezeigt.

Slowakisches Paradies

Sieben Nationalparks liegen in der Slowakei, außerdem eine Anzahl geschützter Landschafts- und Naturschutzgebiete. Der Nationalpark "Slowakisches Paradies" ist außergewöhnlich reich an Naturschönheiten. Es erstreckt sich zwischen den Städten Poprad und Spiska Nova Ves und steht unter strengem Natur- und Landschaftsschutz. Das Gebiet ist vor allem durch seine ein bis zwei Meter breiten Klammen zwischen den bis zu 300 m hohen, senkrecht aufsteigenden und überhängenden Wänden, bekannt, wo Schluchten mit hohen Wasserfällen und Kaskaden wechseln. Hier gibt es verschiedene Klettertouren mit Aufstiegen über Leitern, mit Überhängen und mit Brücken, die nur aus einem Baumstamm bestehen. Auch unterirdische Karstformationen sind zu sehen.

Hohe Tatra

Die Hohe Tatra ist das einzige Hochgebirge der Slowakei und das kleinste Hochgebirge der Welt. Auf dem gesamten Gebiet erstreckt sich der Nationalpark der Hohen Tatra mit mehr als 300 Gipfeln, davon 26 mehr als 2.500 m hoch. Auf vielen Bergsätteln sind kleine, tiefe Gebirgsseen aufgestaut. Gekennzeichnete Wanderwege führen in Täler, zu Wasserfällen und auch auf sechs Gipfel. Weitere Bergspitzen können mit Bergführern besucht werden.

Kleine Fatra

Das Gebirgsmassiv ist Bestandteil des westlichen Karpatenbogens. In der Nähe der Stadt Zilina (Sillein) durchbricht der tiefe Einschnitt des Waag-Tals den Kamm der kleinen Fatra und teilt ihn in zwei unterschiedliche Teile.

Der Nordostteil steht als Nationalpark Mala Fatra ganz unter Naturschutz; er besitzt eine artenreiche Flora und Fauna. Die stark gegliederte Landschaft bezaubert mit ihren bizarren Felsformationen und Schluchten - ein beliebtes Ziel für Bergwanderer und ist auch für Familienurlaub geeignet.

Dobsiná

Die Dobschauer Eishöhle ist eine der größten und schönsten in Europa: 400 Meter lang, mehr als 40 Meter breit, zum Teil fast hundert Meter hoch. Manche Eissäulen ragen zwölf Meter auf und haben vier Meter Durchmesser; einige sind hohl, andere mit erstaunlichen natürlichen Ornamenten geschmückt. Die Eismassen sind gewaltig: Allein der Boden der Höhle ist eine kompakte, 21 Meter dicke Eisschicht, in die man Stufen und Gänge gehauen hat. 1871 wurde die Höhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bereits 1887 elektrisch beleuchtet - als erste Höhle der ganzen Welt.

Heilquellen

In den slowakischen Karstgebieten sind seit Jahrhunderten Mineralwasserquellen bekannt, aber nur ein Teil wird bereits aufgefangen und in Heilbädern genutzt. Die Wässer enthalten zum Teil natürliche Wärme, zum Teil Minerale aus dem Erdinnern.

Reisehinweise

Seit dem 23. August 2017 gilt für das Land eine erhöhte Terrorwarnstufe. Laut slowakischer Behörden diene dies zur Vorbeugung, konkrete Hinweise für einen geplanten Anschlag gebe es nicht. Mit vermehrter Polizeipräsenz ist zu rechnen.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

SICHERHEIT:

* Vor allem in den Touristengebieten (z.B. Bratislava, Hohe Tatra sowie in den Kurorten) existiert eine ausgeprägte Kleinkriminalität in Form von Taschendiebstahl und Wageneinbrüchen. Auch mit Diebstählen in Hotels muss gerechnet werden.

* Gewarnt wird auch vor der Gefahr von Auto-Diebstahl. Besonderes neuere Modelle Marken BMW, Mercedes, Audi und VW mit ausländischen Kennzeichen sind gefährdet. Dies gilt selbst dann, wenn sie mit elektronischer Wegfahrsperre versehen sind.

* In den letzten Jahren kam es auch immer wieder zu Überfällen auf der Autobahn zwischen Brünn und Bratislava, bei welchen der Fahrer durch Vortäuschung von Defekten am Fahrzeug zum Halten gebracht und anschließend ausgeraubt wurde. Ebenso auch auf den Rastplätzen bzw. Tankstellen im Stadtgebiet Bratislava, aus/in Richtung Brünn/Prag, Wien, Budapest und Trnava/Zilina. In diesen Straßenabschnitten ist wird zu einem hohen Maß an Vorsicht geraten.

ALKOHOL: Alkohol darf nur in geschlossenen Räumen (z.B. Restaurants, Bars) konsumiert werden (Ausnahmen können z.B. für Weihnachtsmärkte bestehen). Die Strafen bei Missachtung sind hoch.

STRAFRECHTLICHE BESTIMMUNGEN: Der Besitz und Konsum von Drogen, auch in kleinen Mengen und zum eigenen Verbrauch bestimmt, ist strafbar und wird regelmäßig mit hohen Strafen geahndet. Dabei wird nicht zwischen sogenannten weichen und harten Drogen unterschieden.

Prostitution ist nicht strafbar, Zuhälterei hingegen steht unter Strafe.

Homosexualität ist nicht strafbar.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

PDF-Download (Länder-Information)

Reisedokumente Personal- oder Reisepass für deutsche Staatsbürger:

Für diese Reise benötigen deutsche Staatsbürger einen gültigen  Personalausweis oder Reisepass. Ohne gültige Ausweisdokumente kann die Reise nicht angetreten werden.

Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Einreisebestimmungen für nicht-deutsche Staatsbürger:

Falls Personen ohne deutsche bzw. mit nicht ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft mitreisen, beachten Sie bitte, dass in diesem Fall andere bzw. gesonderte Einreisebestimmungen für Ihr gewähltes Reiseland gelten können.

Hierüber geben die jeweiligen Auslandsvertretungen bzw. zuständigen Konsulate entsprechend Auskunft. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer kostenfreien Service-Hotline.

Absagefrist durch den Reiseveranstalter:

Falls die Mindesteilnehmerzahl für Ihren Reisetermin nicht erreicht werden sollte, behält sich sz-reisen vor, bis spätestens 5 Wochen vor Reiseantritt (bei Tagesfahrten bis zu 2 Wochen) die Reise abzusagen bzw. vom Reisevertrag zurückzutreten. Weitere Informationen hierzu in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter §7 Absatz 7.1.

Impfungen:

Über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen für Ihr Wunschreiseziel sollten Sie sich rechtzeitig informieren und ggf. ärztlicher Rat, z.B. zu Thrombose und anderen Gesundheitsrisiken einholen. Wir verweisen dabei auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern unter unserer Service-Hotline.

Hinweise für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:

Um alle Besichtigungen, Spaziergänge und Ausflüge in vollem Umfang miterleben zu können, sollten Sie „gut zu Fuß“ sein. Oft sind Sehenswürdigkeiten in den Reiseländern leider nicht barrierefrei. Auch so manch ein Hotel ist noch nicht auf Rollatoren oder weitergehende Mobilitätsbeschränkungen eingestellt. Daher sind unsere Reisen insbesondere für schwer gehbehinderte Gäste sowie für Gäste im Rollstuhl oder mit starker Sehbehinderung leider ungeeignet.

Je nach Umfang Ihrer Mobilitätseinschränkung und individuellem Programm der Reise können wir gern vorab für Sie prüfen, ob eine Teilnahme möglich ist – so dass Sie auch mit Behinderungen/ Einschränkungen auf Ihre Kosten kommen.
Bitte fragen Sie uns vor der Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gern unter unserer kostenlosen Service-Hotline.

Zahlung & Reiserücktritt:

Informationen zur Zahlung und zum Reiserücktritt: siehe AGB SZ-Reisen GmbH, § 2. + 5. + 7.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
Einfach mal loslassen - Urlaub in Hévíz
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
25
Ungefähre Gruppengröße:
35
  • auf/zu

    Zusatzoptionen:

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

    weitere Informationen:

    • ca. 1,70 € Kurtaxe pro Person/Tag vor Ort zu zahlen
  • auf/zu

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

    weitere Informationen:

    • ca. 1,70 € Kurtaxe pro Person/Tag vor Ort zu zahlen
  • auf/zu

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

    weitere Informationen:

    • ca. 1,70 € Kurtaxe pro Person/Tag vor Ort zu zahlen
  • auf/zu

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

    weitere Informationen:

    • ca. 1,70 € Kurtaxe pro Person/Tag vor Ort zu zahlen

Persönliche Daten

Die mit * gekennzeichneten Felder sind erforderlich.

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Kontaktieren Sie uns auch gerne telefonisch bei Gruppenanfragen: 0800 – 250 00 00 (Anruf kostenlos)

Reiseversicherung

Wir empfehlen Ihnen den sofortigen Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung (Reiserücktritt und Reiseabbruch), sowie bei Auslandsreisen eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung.

Wir helfen Ihnen dabei, den optimalen Versicherungsschutz für Sie zu finden. Lesen Sie das Produktinformationsblatt und wählen Sie die gewünschte Versicherung aus.
Wir werden Sie vor der Buchung zu den Konditionen beraten.
Hier finden Sie vorab eine aktuelle Tarifübersicht.

Die Versicherungskosten sind abhängig vom Reisepreis pro Person. Bei Versicherungskosten über 200 € pro Person müssen Reisekunden seit Februar 2018 den gewünschten Reiseschutz direkt bei der ERV buchen. Nach Abschluss der Reisebuchung können Sie hier Ihre Versicherung hinzubuchen.

Sonstiges

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