Hohe Tatra: Oben hui, unten Bigos!

Winter wie Sommer: Zu jeder Jahreszeit eine Reise wert!

Sie kennen das polnische Zakopane vielleicht als Skisportzentrum aus den Übertragungen des Weltcups. Aber auch im Sommer ist die Stadt in der Hohen Tatra an der Grenze zur Slowakei eine Reise wert. Das St. Moritz des Ostens liegt eingebettet zwischen den bewaldeten Gipfeln des Gebirges. Atemberaubende Panoramablicke über die zum Nationalpark erklärten Tatratäler lassen jede Aufstiegsstrapaze augenblicklich vergessen. Und unten im Tal wartet dann ja auch schon die Stärkung – wahlweise ein Bigos mit Wodka am Lagerfeuer auf der polnischen oder ein gut gekühltes Pivo auf der slowakischen Seite.

Die schönsten Panoramawege müssen Sie aber gar nicht selbst erwandern, denn je nach Saison durchstreifen Sie die Landschaft im Planwagen oder auf einer Schlittenfahrt. Der Holzreichtum des Landstrichs hat in der Hohen Tatra übrigens eine ganz besondere Architektur hervorgebracht, die Sie im Goralendorf Chocholow, dem „Panorama der Holzbaukunst“, und in Debno bei einem Besuch der berühmtesten Holzkirche Polens bestaunen werden. 

Und wenn die Füße zwischendrin doch einmal müde werden, nutzen Sie die Halbzeit der unvergesslichen Woche für einen freien Tag. Nicht nötig? Umso besser, dann begleiten Sie uns auf den fakultativen Ausflug nach Krakau mit der berühmten Marienkirche und dem Burgkomplex Wawel – dies sind nur zwei der vielen Sehenswürdigkeiten, die Sie auf einem geführten Stadtrundgang kennenlernen werden.

  • Familiengeführtes Hotel mit Panoramablick
  • Schlitten- bzw. Planwagenfahrt mit Lagerfeuer und Bigos-Imbiss

Programm

1. Tag: Anreise nach Zakopane

Im bequemen Reisebus fahren Sie in den polnischen Teil der Hohen Tatra nach Zakopane, das "St. Moritz" des Ostens. Die hier lebenden Gorallen beeindrucken mit ihrer typischen Folklore und prägen das Dörfchen mit ihrer einzigartigen Holzarchitektur. Nach dem Zimmerbezug nehmen Sie Ihr Abendessen im Hotel ein.

2. Tag: Zakopane und Umgebung

Nach einem gemütlichen Frühstück steht ein Spaziergang durch den Urlaubsort auf dem Programm. Anschließend können Sie sich auf die Auffahrt mit der Zahnradbahn auf den Gipfel des Gubałówka-Berges mit atemberaubendem Panorama der Tatra und einmaliger Aussicht auf das zwischen den Bergen liegende Zakopane freuen.

Nachmittags unternehmen Sie eine Schlitten- bzw. Planwagenfahrt (je nach Jahreszeit) durch die Natur. Am Lagerfeuer probieren Sie das polnische Nationalgericht Bigos mit Wurst und einem Wodka. "Na zdrowie!"

Ihr Abendessen nehmen Sie wieder in Ihrem Hotel ein.

3. Tag: Panoramafahrt durch die Hohe Tatra 

Heute steht Ihr Ausflug „Panoramafahrt durch die Hohe Tatra“ auf dem Programm: Sie werden staunen über die atemberaubende Naturlandschaft. Stationen durch den Tatra Nationalpark sind u.a. auf der Slowakischen Seite Tatranska Lomnica, Stary Smokovec und Strbske Pleso.

Voller neuer Eindrücke genießen Sie am Abend das leckere Abendessen im Hotel.

4. Tag: Tag zur freien Verfügung oder Ausflug nach Krakau

Heute können Sie sich entscheiden: Zeit zur freien Verfügung in Zakopane oder Ausflug nach Krakau mit Stadtführung (fakultativ). In Krakau besichtigen Sie u.a. die Tuchhallen und die Marienkirche sowie unternehmen einen Spaziergang durch den Wawel-Komplex. Anschließend können Sie ein wenig freie Zeit für individuelle Erkundungen auf eigene Faust nutzen.

Am Nachmittag erfolgt die Rückfahrt nach Zakopane, wo Sie bereits zum Abendessen im Hotel erwartet werden.

5. Tag: Ausflug "Panorama der Holzbaukunst"

Sie fahren u.a. nach Chocholow, einem Gorallendorf, welches in traditioneller Holzbauweise erbaut wurde. Erkunden Sie die ruhigen Gassen und lassen Sie sich von den Blockhäusern und der Holzarchitektur beeindrucken. Die Weiterfahrt bringt Sie nach Debno, wo Sie eine der bekanntesten Holzkirchen Polens besichtigen.

Am Abend genießen Sie ein Abschiedsabendessen im Hotel mit einem Auftritt einer typischen Gorallen-Kapelle.

6. Tag: Heimreise

Nach erlebnisreichen Tagen treten Sie die Heimreise an.

ab 529 
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Hotel "Willa Helan" Zakopane

Lage

Das ruhig gelegene und familiär geführte Hotel mit guter Küche & im typisch rustikalen Gorallenbaustil bietet ein atemberaubendes Panorama auf die Berge der Tatra. 

Zimmer

Jedes der 45 charmanten Zimmer ist individuell mit Holzmöbeln gestaltet, hat einen Balkon und erfüllt den Standard eines 3*-Hotels mit Bad/Dusche und WC, Sat-TV und Kühlschrank. Von jedem Balkon aus erstreckt sich der Blick auf die Berge: Giewont, Buczynowe Turnie oder Gubałówka.

Hoteleinrichtung

Das Hotel verfügt zudem über ein rustikales Restaurant im Gasthausstil, eine Terrasse mit Panoramablick auf das Tatra-Gebirge und einen großen Garten mit Grillplatz und Picknickbereich.

Weitere Informationen finden Sie unter:

http://www.helan-zakopane.pl/

PDF-Download (Hotel-Information)

Beförderung

  • Transfer ab/an Haustür
  • Fahrt im modernen Reisebus

Hotels & Verpflegung

  • 5 Übernachtungen im Hotel „Willa Helan“ in Zakopane
  • 5 x Frühstück
  • 5 x Abendessen als 3-Gang-Menü

Ausflüge & Besichtigungen

  • Aufenthalt: Zakopane
  • Ausflüge: „Panoramafahrt durch die Hohe Tatra“ und „Panorama der Holzbaukunst“ mit örtl. Reiseleitung
  • Fahrt mit der Zahnradbahn auf den Gubałówka-Berg (hin & zurück)
  • Schlitten- bzw. Planwagenfahrt (je nach Jahreszeit) mit Lagerfeuer, Bigos-Imbiss und einem Wodka
  • Eintritte: Museum des Zakopane Stils in Zakopane und Holzkirche in Debno

Zusätzlich

  • Auftritt einer Goralen-Kapelle im Hotel
  • Kurtaxe
  • 1 Reisetaschenbuch pro Buchung
  • SZ-Reiseleitung

Zielland

Polen

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Republik Polen liegt im nordöstlichen Teil Mitteleuropas. Sie grenzt im Norden an die Ostsee und an die Exklave Kaliningrad der Russischen Föderation, im Nordosten an Litauen, im Osten an Belarus und an die Ukraine, im Südosten an die Slowakische Republik, im Südwesten an die Tschechische Republik und im Westen an die Bundesrepublik Deutschland.

Fläche: 312.683 km².

Verwaltungsstruktur: 16 Woiwodschaften (Verwaltungsbezirke) - Dolnoslaskie (Niederschlesien), Kujawsko-Pomorskie (Kujawien-Pommern), Lodzkie (Lodsch), Lubelskie (Lublin), Lubuskie (Lebus), Malopolskie (Kleinpolen), Mazowieckie (Masowien), Opolskie (Oppeln), Podkarpackie (Karpatenvorland), Podlaskie (Podlachien), Pomorskie (Pommern), Slaskie (Schlesien), Swietokrzyskie (Heiligkreuz), Warminsko-Mazurskie (Ermland-Masuren), Wielkopolskie (Großpolen), Zachodniopomorskie (Westpommern).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 38 Millionen

Städte:

Warszawa (Hauptstadt) ca. 1,7 Millionen

Kraków (Krakau) ca. 754.100

Lodz (Lodsch) ca. 725.700

Wroclaw (Breslau) ca. 627.600

Poznan (Posen) ca. 549.400

Gdansk (Danzig) ca. 449.800

Szczecin (Stettin) ca. 401.300

Bydgoszcz (Bromberg) ca. 351.300

Lublin ca. 347.200

Katowice (Kattowitz) ca. 306.600

Bialystok 298.600

Sprache

Die Landessprache ist Polnisch, von Minderheiten werden auch Deutsch, Ukrainisch und Belorussisch gesprochen. Geschäftssprachen sind auch Deutsch, Englisch und Französisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit (kein Zeitunterschied).

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Eurostecker passen meist problemlos, für andere Stecker ist ein Zwischenstecker erforderlich.

Telefon/Post

Post

Es gibt zwei Arten der Beförderung von Post: als sogenannter Prioritätsbrief (teurer, jedoch schneller; 3 Tage innerhalb von Europa unterwegs) und als Standardbrief (billiger, jedoch 3 bis 7 Tage innerhalb von Europa).

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Polen ist 0048, die Vorwahl für Gespräche von Polen nach Deutschland 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041, dann die Ortsvorwahl (ohne Null) und Teilnehmernummer.

Öffentliche Telefonzellen funktionieren mit Telefonkarten. Telefonieren aus dem Hotel ist grundsätzlich teurer.

NOTRUFNUMMERN: Europaweite Notrufnummer 112 oder Polizei 997, Unfallrettung 999, Feuerwehr 998.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800 und 3G 2100.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Polen von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Die Erreichbarkeit der Netze ist fast überall in Polen gewährleistet.

Internet

Länderkürzel: .pl

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

6. Januar (Heilige Drei Könige)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

3. Mai (Tag der Verfassung)

31. Mai (Fronleichnam)

15. August (Mariä Himmelfahrt)

1. November (Allerheiligen)

11. November (Nationalfeiertag; Unabhängigkeitstag)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, wird er am darauffolgenden Montag nachgeholt.

Die Hauptferienzeiten fallen auf die Monate Juli und August sowie Weihnachten, Neujahr und Ostern.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr im Allgemeinen 8 bis 18 Uhr, Sa 9-13 Uhr;

Geschäfte: Kaufhäuser (keine Lebensmittel) - Mo bis Fr 9-20 Uhr, Souvenirläden Mo bis Fr 9-19 Uhr;

Lebensmittelgeschäfte - Mo bis Fr 7/8-19 Uhr, Supermärkte in Städten und Touristenzentren haben Mo bis Fr oft von 6-22 Uhr und an Wochenenden bis 13 Uhr geöffnet, in vielen großen Einkaufszentren kann sogar rund um die Uhr eingekauft werden:

Post: Mo bis Fr 10-18 und 9-14 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 8-16 Uhr;

Ministerien: Mo bis Fr 8.15-16.15 Uhr;

Behörden: vielfach je nach Wochentag wechselnde Öffnungszeiten, die im Einzelfall zu erfragen sind.

Kleidung

Man sollte Kleidung tragen, die normalerweise in Europa üblich ist. Für die Wintermonate sollte man auf jeden Fall einen warmen Mantel oder eine gefütterte Jacke mitnehmen. Auch an warme (sie sollten möglichst gefüttert sein) und robuste Schuhe sollte gedacht werden.

Die Mitnahme eines Regenmantels oder auch einer Regenjacke ist zu empfehlen.

Geschichte/Politik

Polens Geschichte beginnt im Jahre 966 mit dem Übertritt eines Häuptlings der Polanen zum Christentum. Dieser dehnte vom Raum Posen stammend seinen Staat auf Schlesien und Krakau aus. Seine Nachfolger erweiterten ihre Macht bis nach Böhmen und Kiew. Doch im zwölften Jahrhundert teilte Boleslaw III. das Reich unter seine vier Söhne auf. Polen versank in Bedeutungslosigkeit.

Im 14. Jahrhundert errang Herzog Wladislaw Lokietek wieder die Herrschaft über ganz Polen und wurde 1320 zum König gekrönt. Das mächtige Litauen wurde mit Polen vereinigt.

Im 16. Jahrhundert beherrschte der mächtige Adel in Warschau den gemeinsamen Reichstag von Polen-Litauen. Doch das Land wurde kraftlos; Russland, Preußen und Österreich teilten es im 18. Jahrhundert unter sich auf.

1918 entstand Polen als Republik wieder. Doch der zweite Weltkrieg teilte Polen erneut: zwischen Deutschland und Russland. Nach dem Kriegsende musste Polen ein großes Stück seines Gebiets an die Sowjetunion abtreten und erhielt dafür ein Stück von Deutschland. Diese Grenze wurde von der Bundesrepublik Deutschland 1990 vertraglich anerkannt.

Polen ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Die polnische Wirtschaft hat sich nach dem zweiten Weltkrieg gut erholt. 1995 arbeiteten über 60 Prozent der Polen in der Privatwirtschaft. Da die Nachbarländer im Osten kaum Geld haben, richten sich Polens wirtschaftliche Interessen fast ganz auf den Westen. Konsumgüter spielen im Export eine große Rolle, auch Lebensmittel und Stahl. Die Landwirtschaft ist nach wie vor bedeutend, bringt aber wenig Geld. Indessen wirkt sie wie ein Puffer für politische Probleme und die hohe Arbeitslosigkeit: Die kleinen Höfe sind im Besitz der Familien.

Der Tourismus spielt eine immer größere Rolle - auf besondere Art: Einkäufe der Touristen machen rund 15 Prozent des polnischen Exports aus.

Vegetation

Polen ist ein Land mit großen Naturschönheiten, voller seltener Tiere und Pflanzen. Man hat diesen Vorzug gegenüber anderen, stärker industrialisierten Gebieten erkannt und wird ihn zunehmend ausbauen. Besonders große zusammenhängende naturnahe Gebiete liegen im Nordosten Polens, der nur spärlich bevölkert ist. In dieser Gegend, wo es weder große Städte noch Industriezentren, kaum Luft- und Wasserverschmutzung gibt, soll mit der östlichen Nachbarländern ein vorsichtiger grenzüberschreitender Öko-Tourismus aufgebaut werden.

Das Land besitzt nicht nur über tausend Naturreservate, sondern auch 22 Nationalparks mit strengem Naturschutz. Vier Parks wurden bereits von der UNESCO zu Biosphären-Reservaten erklärt: Babiogoski (im südlichen Gebirgsland mit hervorragender Gebirgsflora), Slowinski (am Ostseeufer), Bialowieska (in Ostpolen mit einem nahezu unberührten Urwald) und der Luknajo-See (an der Masurischen Seenplatte).

Tierwelt

Polen bietet viele Möglichkeiten, seltene Tiere zu beobachten: Freilebende Wisente im Bialowieska-Urwald, Biber in den Seen der Region Augustowe, Kormorane an den Masurischen Seen, Elche im Kampinowski-Nationalpark. Der Luknajo-See (an der Masurischen Seenplatte) ist einer der wichtigsten Aufenthaltsorte von Stumpfschwänen.

Polen ist aber auch ein Land, in dem man noch Tieren auf der Straße begegnet: Hühnern, Gänsen, Enten und Schweinen. Kühe werden auf den schmalen, baumgesäumten Landstraßen getrieben, Pferde sind auf dem Land das, was bei uns längst die Traktoren sind. Auf den Wiesen und den Dächern der Bauernhäuser nisten oft Störche - ganz besonders in den wasserreichen Masuren sowie auf der Pommerschen und der östlich anschließenden Kaschubischen Seenplatte im Nordwesten Polens.

Kulinarisches

Die polnische Küche (die Hauptmahlzeit findet meist nachmittags statt) ist deftig, die Mahlzeiten sind üppig und ausgedehnt. Polen essen gerne kalte Vorspeisen wie Beefsteak Tatar und Karpfen in Aspik oder warme Vorspeisen wie fleischgefüllte "Pierogen" (Teigtaschen), die in Wasser gekocht und mit zerlassener Butter serviert werden. Zur Rote-Rüben-Suppe "Barszcz" (die sich an die Vorspeise anschließen kann) gibt es meist eine warme Pastete. Im Sommer isst man "Chlodnik", eine Suppe aus Joghurt, saurer Sahne, Rote-Rüben-Saft, Gurkenscheiben, gehackten grünen Kräutern, Zitronensaft und hartgekochten Eiern. Dann folgt ein Fleischgericht - oft mit dicker Soße. Dazu gibt es viele Arten von Teigwaren. "Bigos" ist ein Eintopfgericht aus Sauerkraut, Fleisch und Wurst, Speck, Pilzen und (manchmal) getrockneten Pflaumen.

Typisch für die Festtagsküche sind Enten mit Äpfeln und feine Wildgerichte.

Das polnische Bier wird gern getrunken. Eine Spezialität ist "miod pitny", ein Honigwein, den man im Winter auch heiß trinkt.

Sitten und Gebräuche

Dass Polen Feste feiern können, ist bekannt. Zu den traditionsreichsten Veranstaltungen gehören die Palmsonntagsprozessionen in vielen Städten. Im Bernhardiner-Kloster Kalwaria Zebrzydowska mit seiner "Weinenden Madonna" und in dessen Umgebung gestalten die Bewohner einiger Dörfer das Leiden Christi nach.

Feststimmung herrscht in der Johannisnacht am 21. Juni. Überall werden Volksfeste gefeiert. Auf Bächen, Flüssen und Seen treiben die "Wianki", Kränze mit Kerzen.

Jenseits der Gebirge beginnt die südpolnische Hochebene mit ihren meist sehr ursprünglich gebliebenen Städten und Dörfern. Hier haben viele Menschen noch ihre traditionelle Lebensart, ihre Trachten, Bräuche und Religiosität bewahrt.

Souvenirs

An der Ostseeküste findet man Bernstein. An Marktständen kann man einfache Kettchen aus Bernsteinsplittern kaufen, in vielen Geschäften bekommt man sehr schöne Ketten aus geschliffenem Bernstein. Eine polnische Spezialität ist künstlerisch gearbeiteter Silberschmuck, oft mit Bernstein verziert. Sehr beliebt ist nachempfundenes Mittelalter: Waffen, Schilde, sogar ganze Ritterrüstungen. Auf Jahrmärkten (tiefer im Landesinneren) kann man alte Hinterglas-Bilder und hübsch geschnitzte Holzfigürchen finden. In Gegenden, wo Weiden wachsen, findet man originelle Flechtarbeiten - sogar ganze Sitzmöbel, die bei Touristen sehr beliebt sind.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für alkoholische Getränke und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei (Angaben pro Person):

- für Flug- und Seereisende: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- bei Einreise auf dem Landweg/Flüssen/mit dem Zug: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Rauchtabak;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent ODER 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Taffia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 16 Liter Bier;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro bei Einreise auf dem Landweg/Flüssen/mit dem Zug oder 430 Euro für Flug- und Seereisende; jeweils 175 Euro für Reisende unter 15 Jahren.

Die Abgabenbefreiung wird nicht gewährt:

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Außerdem dürfen bis zu 10 l Treibstoff in Reservekanistern eingeführt werden.

Besonders WERTVOLLE GEGENSTÄNDE sollten, zur Vermeidung von Problemen bei der Ausreise, bei der Einreise schriftlich deklariert und vom Zoll abgestempelt werden. Außerdem sollte bei älteren Gegenständen, z.B. Musikinstrumenten, der Kaufbeleg oder ein Zertifikat über das Eigentum mitgeführt werden.

Die AUSFUHR von Kunstwerken, Antiquitäten, Büchern und Gegenständen, die vor dem 9. Mai 1945 hergestellt wurden, ist nur mit Genehmigung des Denkmalkonservators der jeweiligen Woiwodschaft bzw. der Nationalbibliothek in Warszawa möglich.

Klimainformationen

Polen hat osteuropäisches Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Je weiter man nach Osten vordringt, desto größer wird der Unterschied zwischen den Jahreszeiten.

Beste Reisezeit

Die Sommersaison geht von Mitte Juni bis Ende August; die Wintersaison dauert in den Bergen von Ende Dezember bis März.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Polen ist malaria-frei.

Ärztliche Hilfe

WARSZAWA/WARSCHAU: Dr. Marek Kruk (spricht Englisch), ul. Katowicko 31,, Warschau, Tel. 22 617 30 21.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Zloty (Zl)

1 Zloty = 100 Groszy.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,22 Zl

1 US-$ = ca. 3,48 Zl

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in Polen aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus Polen in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Auslandswährungen können problemlos in Banken und Wechselstuben ("Kantor") getauscht werden. >>> Vorsicht ist in einigen Wechselstuben angebracht. Unseriöse Betreiber, vor allem in Touristengebieten (z.B. Krakau), auf Flughäfen und in Bahnhöfen, täuschen die Kunden durch betrügerische Angaben auf ihren Werbetafeln. Es lohnt sich, die Kurse kritisch zu vergleichen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von den meisten Hotels, vielen Gaststätten und Restaurants in Polen akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Auf dem Land und in kleinen Restaurants ist vielfach nur Barzahlung möglich.

Geldautomat: Ja - Geldautomaten, die sowohl Debit- (mit Maestro- oder V Pay-Logo) als auch Kreditkarten akzeptieren und meist auch in deutscher Sprache zu bedienen sind, sind fast flächendeckend vorhanden. >>> Tipp: An einigen Geldautomaten in Polen wird die Möglichkeit angeboten, sich das Geld in Zloty und - zum "garantierten Wechselkurs" - in Euro auszugeben zu lassen. Bei der Geldausgabe in Euro wird dabei oft durch den Automatenbetreiber einen hoher Aufschlag (bis zu 10 Prozent) einberechnet. Dem Kunden wird dies während des Vorgangs nicht nachvollziehbar dargestellt, getäuscht wird er zusätzlich durch die Menüführung. Es empfiehlt sich daher, das Geld in Zloty anzufordern.

Reiseschecks: Ja - in Euro oder US-$. Sie werden von Banken und großen Wechselstuben angenommen. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks jedoch rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Auskunftstellen

Im Reiseland

TOURISTEN-HOTLINE: von Juni bis September jeweils täglich zwischen 8 und 22 Uhr erreichbar (von Oktober bis Mai zwischen 8 bis 18 Uhr); Mitarbeiter des polnischen Fremdenverkehrsamtes informieren Reisende in deutscher und englischer Sprache über günstige Zugverbindungen innerhalb von Polen und geben Hilfestellung bei Autounfällen, Überfällen oder Passverlust.

* (0048) 22 278 77 77 (im Festnetz)

* (0048) 608 599 999 (per Handy)

Polsko-Niemiecka Izba Przemyslowo-Handlowa
(Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer)
ul. Miodowa 14
00-246
Warszawa /Polen
(0048) 22 531 06 00
(0048) 22 531 05 00
info@ahk.pl

Im Reiseland

REGIONALBÜROS der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer:

BRESLAU:

Pl. Solny 20

50-063 Wroclaw

Tel. (0048) 71 79 48 335

Fax (0048) 71 79 48 336

E-Mail: imakowiecka@ahk.pl

GLEIWITZ:

Rynek 6

44-100 Gliwice

Tel.(0048) 32 232 15 10

E-Mail: ksiwek@ahk.pl

POSEN:

ul. Grunwaldzka 19 (c/o Polska Press)

60-782 Poznan

Tel. (0048) 61 227 54 95

Fax (0048) 61 227 54 96

E-Mail: poznan@ahk.pl

National Chamber of Commerce
Trebacka 4
00-074
Warszawa /Polen
(0048) 22 827 46 73
(0048) 22 630 96 00
kig@kig.pl

Polnisches Fremdenverkehrsamt
Hohenzollerndamm 151
14199
Berlin
((0 30) 210 09 20
info.de@polen.travel

Warsaw Tourist Information
Palace of Culture and Science
pl. Defilad 1
Warszaw /Polen
(0048) 22 531 06 00
(0048) 22 531 05 00
info@warsawtour.pl

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

Städtenamen (deutsch/polnisch): Allenstein = Olsztyn, Bydgoszcz = Blomberg, Gdansk = Danzig, Gliwice = Gleiwitz, Kraków = Krakau, Lodz = Lodsch, Olsztyn = Allenstein, Opole = Oppeln, Poznan = Posen, Szczecin = Stettin, Warszawa = Warschau, Wroclaw = Breslau.

Ambasada Republiki Federalnej Niemiec
(Botschaft der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Jazdów 12
00-467
Warszawa /Polen
(0048) 22 584 17 39
(0048) 22 584 17 00
info@warschau.diplo.de

Konsulat Honorowy Republiki
Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
Kancelaria Lege artis, ul. Dworcowa 19
85-009
Bydgoszcz /Polen
(0048) 52 349 30 59
(0048) 52 349 30 59
bromberg@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Kujawien-Pommern
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Gdansk

Konsulat Generalny Republiki Federalnej Niemiec
(Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
Aleja Zwyciestwa 23
80-219
Gdansk /Polen
(0048) 58 340 65 38
(0048) 58 340 65 00/10/20/30
info@danzig.diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaften Pommern, Ermland-Masuren und Kujawien-Pommern sowie die Westpommern und aus der Woiwodschaft Großpolen die Kreise Kolmar, Scharnikau, Schneidemühl, Wongowitz und Flatow
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Warszawa

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
Rynek 6
44-100
Gliwice /Polen
(0048) 32 230 69 20
(0048) 32 230 69 20
gleiwitz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woidwodschaft Schlesien
Übergeordnete Auslandsvertretung: Konsulat Oppeln

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
c/o Targi Kielce
Ul. Zakladowa 1
25-672
Kielce /Polen
(0048) 41 345 62 61
(0048) 41 365 13 26
kielce@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Heiligkreuz (Swietokrzyskie)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Krakau

Konsulat Generalny Republiki Federalnej Niemiec
(Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Stolarska 7
31-043
Kraków /Polen
(0048) 12 424 30 10
(0048) 12 424 30 00
info@krakau.diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaften Heiligkreuz, Vorkarpaten und Kleinpolen
Übergeordnete Auslandsvertretung: Warszawa

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
c/o Logos s.c.
ul. Piotrkowska 111
90-425
Lodz /Polen
(0048) 42 239 77 77
lodz@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Lodz
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Warszawa

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Rynek 7
20-111
Lublin /Polen
(0048) 81 528 53 04
(0048) 81 528 53 02
lublin@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Lublin
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Botschaft Warszawa

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Warminska 14/20
10-545
Olsztyn /Polen
(0048) 89 535 50 55
(0048) 89 527 70 90
allenstein@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Ermland-Masuren
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Danzig

Von Deutschland

Vizekonsulat (als Außenstelle des Generalkonsulats Wroclaw):

Konsulat Republiki Federalnej Niemiec
(Konsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Strzelców Bytomskich 11
45-084
Opole /Polen
(0048) 77 453 19 63
(0048) 77 423 27 20
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Amtsbezirk: Woiwodschaften Oppeln und Schlesien

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Illakowiczówny 11
60-789
Poznan /Polen
(0048) 618 50 19 27
(0048) 618 50 19 26
posen@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Großpolen; jedoch nicht die Landkreise Flatow (Zlotów), Schneidemühl (Pila), Chodziez, Charuków, Wagroviec.
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Wroclaw

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Podwislocze 22a
35-309
Rzeszów /Polen
(0048) 17 850 37 11
(0048) 17 850 37 06
www.ambasadaniemiec.pl
rzeszow@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Vorkarpaten
Übergeordnete Auslandsvertretung:
Generalkonsulat Krakau

Konsulat Honorowy Republiki Federalnej Niemiec
(Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Marij Sklodowskiej-Curie 7
71-332
Szczecin /Polen
(0048) 91 485 06 60
(0048) 91 485 06 57
stettin@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaft Westpommern (Zachodnio Pomorskie)
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Gdansk (Danzig)

Konsulat Generalny Republiki Federalnej Niemiec
(Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland)
ul. Podwale 76
50-449
Wroclaw /Polen
(0048) 71 342 41 14
(0048) 71 377 27 00
www.breslau.diplo.de
info@breslau.diplo.de
Amtsbezirk: Woiwodschaften Niederschlesien, Oppeln, Schlesien Lebuser Land, Großpolen; jedoch nicht die Landkreise Flatow, Schneidemühl, Kolmar, Scharnikau und Wongrowitz

Botschaft der Republik Polen
(mit Konsularabteilung)
Lassenstraße 19-21
Grunewald

KONSULAR-ABTEILUNG:
Richard-Strauss-Straße 13
14193
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(0 30) 22 31 31 55
(0 30) 22 31 31 07, 22 31 30
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Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 13-18 Uhr
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22309
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Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 13-18 Uhr

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Mo, Mi, Do, Fr 9-14 Uhr, Di 13-18 Uhr

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19055
Schwerin
(03 85) 59 37 82 52
(03 85) 59 37 82 50
sekretariat@polnischeshonorarkonsulat-mv.eu
Mo bis Do 9-12 Uhr

(keine Visumerteilung)

Ärztliche Hilfe

WARSZAWA/WARSCHAU: Dr. Marek Kruk (spricht Englisch), ul. Katowicko 31,, Warschau, Tel. 22 617 30 21.

Sehenswertes

Warschau

Warschau, die Hauptstadt und größte Stadt Polens, liegt mitten im Herzen des Landes, in der historischen Landschaft Masowien. Die Stadt ist heute der Mittelpunkt des politischen Lebens in Polen und eines der Wirtschafts- und Verkehrszentren Mitteleuropas.

Gegründet wurde Warschau um das Jahr 1281. Die Stadt verdankt ihren Aufstieg zur Macht dem masowischen Herzog Janusz dem Älteren, der Warschau 1413 zu seiner Residenz machte und zur Hauptstadt des Herzogtums Masowien ausbaute. 1596 verlegte König Sigismund III. aus dem schwedischen Hause Wasa seine Residenz von Krakau nach Warschau und machte die Stadt zur neuen Hauptstadt Polens.

Warschau wuchs und erblühte trotz mehrfacher Zerstörungen im Laufe seiner stürmischen Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zu 85 Prozent zerbombt und glich einem einzigen Friedhof. Der originale Wiederaufbau der Altstadt und des nahen Königsschlosses am Plac Zamkowy gelang so gut, dass der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger sie als "großartigste Fälschung der Welt" titulierte. 1981 wurde sie in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Neben der Altstadt gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, wie das älteste Denkmal der Stadt, die Säule des Königs Sigismund III. Wasa, der Lazienski-Park mit dem Palais, der Palais Belvedere am Ende der Ujazdowskie-Allee, Park und Schloss Wilanów und der Kulturpalast im stalinistischen Zuckerbäckerbaustil, in dem heute Ausstellungen und Kongresse veranstaltet werden und Kinos, Theater sowie Restaurants lokalisiert sind. Daneben sind bedeutende kulturelle Einrichtungen, wie mehr als 30 Theater, rund 50 Museen und zahlreiche Galerien in Warschau zu finden. Viele interessante Events von Weltrang werden in der polnischen Hauptstadt veranstaltet. Nicht von ungefähr besuchen mehrere Millionen Touristen jährlich die Stadt an der Weichsel.

Krakau

Die sicherlich schönste Stadt im Land gilt als die eigentliche Hauptstadt Polens. Die historische Innenstadt blieb vom Krieg verschont und ist original erhalten. Der alte Marktplatz und die umliegenden Gassen werden von den schönsten Bürger- und Adelshäusern aus Gotik, Renaissance und Barock gesäumt. Arkadengänge schmücken die fast 100 Meter langen Tuchhallen in der Mitte des weiten Platzes. Die Wawel-Kathedrale war Polens Krönungskirche. Sie birgt die prunkvoll gearbeiteten Sarkophage einer Reihe von Monarchen. Das prächtige Renaissance-Schloss daneben beherbergt die staatlichen Kunstsammlungen mit Gobelins und Türkenzelten. Von großer Bedeutung ist auch die Krakauer Jagiellonen Universität, die bereits im Jahre 1364 vom polnischen König Kasimierz Wielki gegründet wurde und damit älteste polnische Universität ist.

Breslau

Das historische Zentrum Schlesiens wurde nach völliger Zerstörung liebevoll wieder aufgebaut. Besonders eindrucksvoll sind das gotische Rathaus, die Universität mit der barocken Leopoldina-Aula, die Kirche "Maria auf dem Sande" und der Dom.

Danzig

Die Stadt ist eine Glanzleistung des Wiederaufbaus und der modernen Denkmalspflege: Scheinbar unversehrt in ihrer alten Pracht zieht die Altstadt jeden Besucher in ihren Bann. Besonders beeindruckend ist die gotische Marienkirche, in der 25.000 Menschen Platz finden. Auch das Rechtstädter Rathaus und nicht weit davon der prächtige Artushof mit seiner Renaissance-Fassade stehen wieder da, als seien sie nie Trümmerschutt gewesen. Die Dluga-Straße ist nach einem Bild von 1750 neu erstanden. Das Renaissance-Rathaus der Altstadt im holländischen Stil, die alten Stadttore und, nicht zu vergessen, das Wahrzeichen Danzigs, das Krantor aus dem 15. Jahrhundert - alles steht, scheinbar nie versehrt, an seinem alten Platz.

Lublin

Viele der bedeutenden Kirchen und Adelspaläste, von der Gotik bis zum Barock, sind - wie die ganze Altstadt - nach dem Krieg restauriert worden. Das Schloss stammt ursprünglich aus dem 13. und 14. Jahrhundert; im 19. Jahrhundert wurde es umgebaut. Interessant sind die Wandmalereien in der Dreifaltigkeitskapelle, die im 15. Jahrhundert von russischen Künstlern in byzantinischem Stil gemalt wurden.

Südpolen

Der Süden Polens ist ein sehr bergiges Gebiet, die Hohe Tatra hat sogar alpinen Charakter. Am Westrand liegen die niedrigeren, interessant geformten Sudeten mit Almen. Diese Gegend ist im Frühling und im Herbst für Bergwanderer interessant. Viele Wege sind ordentlich markiert. Es gibt aber auch schwieriger zugängliche Pfade, die, obwohl sie teilweise mit Ketten abgesichert sind, nur für erfahrene Bergwanderer geeignet sind.

Masurische Seen

An den großen Seen werden nach und nach gute Wassersportmöglichkeiten aufgebaut. Vor allem Bootsfahrer entdecken zunehmend die vielen Möglichkeiten, die sich ergeben, weil zahllose Gewässer durch Wasserläufe und Kanäle verbunden sind. Segeln, Windsurfen und vor allem auch Angeln sind möglich.

Wolliner Nationalpark

Er liegt auf der Insel Wollin im Mündungsdelta der Oder. Hier gibt es alte Wälder, grüne Seen und herrliche Wanderwege. Mit seiner großartigen Vogel- und Pflanzenwelt ist der Park auch etwas für Ornithologen und Blumenfreunde.

Nationalpark Slowinski

Üppige Flora und Fauna lohnen den Besuch. Besonders interessant sind die riesigen Wanderdünen, die sich jährlich viele Meter in die Kiefernwälder hineinschieben und eine wüstenartige Landschaft von exotischer Schönheit bilden.

Bialowieca Nationalpark

Dieser Park, im Mittelteil des Bialowieca-Urwaldes gelegen, ist als einziges Naturobjekt Polens als UNESCO-Welterbe aufgelistet. Im Park dominieren Wälder, die von Busch- und Wiesenlandschaften ergänzt werden. Der 1952 ausgewilderte Wisent ist durch umfassende Maßnahmen Polens inzwischen vor dem Aussterben bewahrt. Neben diesem prächtigen Säugetier kann man mit etwas Glück Hirsche, Rehe, Luchse und Wölfe zu Gesicht bekommen.

Reisehinweise

Zurzeit liegt kein Reisehinweis vor.

Bitte den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Informationen zur Sicherheitssituation in Polen sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Wanderer im Grenzgebiet Polen-Russland (Gebiet Kaliningrad) sollten beachten, dass die "grüne" Grenze an verschiedenen Stellen nur durch weit auseinander liegende Grenzsteine markiert ist. Wer die Grenze auch nur für wenige Meter illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die russische Grenzpolizei und einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen.

Insbesondere auf den viel befahrenen Strecken Görlitz-Breslau (A4), Frankfurt/Oder-Warschau sowie in Großstädten kann es zu Diebstählen oder Raub von Kraftfahrzeugen kommen. Die Mitgliedschaft in einem Automobilclub oder der Abschluss eines Auslandsschutzbriefes wird daher dringend empfohlen.

Gekennzeichnete militärische Anlagen oder Ämter dürfen nicht fotografiert werden.

Der Konsum von Alkohol und anderen Rauschmitteln in der Öffentlichkeit ist verboten. Die Einfuhr und der Besitz von Drogen sind ebenfalls untersagt.

Wertvoller Schmuck, Uhren, Kameras, Pässe und Brieftaschen/Geldbörsen sollten möglichst nicht sichtbar getragen werden. Gepäck sollte niemals unbeaufsichtigt bleiben.

Es häufen sich derzeit Betrugsfälle an Bank-Geldautomaten. Reisende sollten deshalb besser an Bank-Schaltern abheben statt an Automaten.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausflugsland

Slowakische Republik

Einreise für Deutsche

Deutsche sind für einen unbegrenzten Aufenthalt visumfrei. Notwendig sind für die Dauer des Aufenthalts gültiger Reisepass (für einen Aufenthalt bis zu 3 Monaten ist auch der für die Dauer des Aufenthalts gültige Personalausweis ausreichend).

Als Nachweis des EU-weiten Versicherungsschutzes sollte die Europäische Krankenversicherungskarte mitgeführt werden (eine private Auslandsreisekrankenversicherung wird zusätzlich empfohlen).

Arbeitsaufnahme nach EU-Regelung ohne Besorgung einer Arbeitserlaubnis möglich.

Landesdaten

Lage

Die Slowakische Republik grenzt im Westen an Österreich und die Tschechische Republik, im Norden an Polen, im Osten an die Ukraine und im Süden an Ungarn.

Fläche: 49.035 km².

Verwaltungsstruktur: 8 Regionen (kraje) (Banskobystricky, Bratislavsky, Kosicky, Nitriansky, Presovsky, Trenciansky, Trnavsky, Zilinsky).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 5,4 Millionen

Städte:

Bratislava (Hauptstadt) ca. 411.200

Kosice ca. 240.400

Presov ca. 91.800

Zilina ca. 81.500

Banská Bystrica ca. 80.000

Nitra ca. 78.900

Trnava ca. 66.400

Martin ca. 57.400

Trencin ca. 55.900

Zvolen ca. 43.300

Sprache

Die Amtssprache der Slowakischen Republik ist Slowakisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Auch in der Slowakischen Republik gilt die europäische Sommerzeit.

Telefon/Post

Telefon

Die Fernsprech-Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Slowakei ist 00421, aus der Slowakei nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041. Für Auslandsgespräche gibt es spezielle Telefonzellen. In den Hotels können die Gebühren für Ferngespräche sehr hoch sein. Telefonkarten können mit unterschiedlichen Wertgrenzen bei Postämtern, Tabak- und Telefongeschäften gekauft werden.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Feuerwehr, und Unfallrettung 112, in den Mobilnetzen ebenfalls alle Notrufnummer 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in der Slowakei von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone. Ein Funknetz steht entlang der Hauptreisestrecken zur Verfügung.

Internet

Länderkürzel: .sk

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr, Gründungstag der Slowakischen Republik)

6. Januar (Heilige Drei Könige)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

8. Mai (Tag des Sieges über den Faschismus)

5. Juli (Tag der slawischen Glaubensboten Kyrill und Method)

29. August (Jahrestag des Slowakischen Nationalaufstandes)

1. September (Tag der Verfassung)

15. September (Maria - Patronin der Slowakischen Republik)

1. November (Allerheiligen)

17. November (Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie)

24. Dezember (Heiligabend)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8-18 Uhr;

Geschäfte: Mo bis Fr 8/90-18/19 Uhr, Sa 8/9-12 Uhr. Kleine Geschäfte schließen oft von 12-13 Uhr, haben jedoch meist sonntags von 8-12 Uhr geöffnet; große Supermärkte haben bis 21 Uhr und auch länger geöffnet. Sie arbeiten auch samstags und sonntags.

Büros: Mo bis Fr 8-16/17 Uhr (inklusive Mittagspause);

Post: Mo bis Fr 8-18 Uhr.

Kleidung

Normale mitteleuropäische Sommer- und Winterkleidung. Zu jeder Jahreszeit sollte man zusätzlich auch eine Regenjacke oder etwas Ähnliches mitnehmen.

Geschichte/Politik

Die Slowakei gehörte seit dem zehnten Jahrhundert als "Oberungarn" zum Land Ungarn und später zu Österreich-Ungarn. Die Slowaken versuchten mehrmals, unabhängig zu werden. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand die Tschechoslowakische Republik als Staatenverband. 1938 wurde er von den einmarschierten Deutschen aufgelöst (in "Protektorat Böhmen und Mähren" und den "Schutzstaat Slowakei"), fand aber 1945 wieder zusammen. 1960 wurde aus der Tschechoslowakei eine "Sozialistische Republik". Im Zuge der Umwälzungen im Osten Europas trennten sich 1993 auch die beiden Staaten wieder und die Slowakische Republik wurde erneut ein selbstständiger Staat mit demokratischer Verfassung.

Die Slowakei ist seit 01. Mai 2004 Mitglied der Europäischen Union.

Wirtschaft

Wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg Länder mit einem Wirtschaftswunder gab, so steht die Slowakei ganz vorn. Man hatte den Slowaken auf industriellem Gebiet nicht viel zugetraut und 1918 das Zusammengehen mit den betriebsamen Tschechen als sehr glückliche Kombination betrachtet. Was seit 1945 geschah, hatte kaum jemand erwartet. Zunächst noch als Teil des Staatenverbandes mit den Tschechen, dann aber ab 1993 als eigenes Land entwickelte sich hier ein industrielles Zentrum. Die Energieerzeugung hat sich verzehnfacht, die technische Produktion stieg um das Zwanzigfache, die chemische um das Vierzigfache. Allein auf dem Sektor des Maschinenbaus wurden seit 1945 zahllose Betriebe errichtet, darunter Hütten- und Aluminiumwerke, große Chemie- und Chemiefaserfabriken sowie Betriebe, die für den Maschinenbau komplette Anlagen herstellen.

Vegetation

Ein Drittel der Slowakei ist von Wald bedeckt, die Hälfte ist fruchtbarer Ackerboden. Die Slowakische Republik besitzt größere Waldbestände. Von alters her wurde vor allem das Holz dreier in diesen Wäldern wachsender Baumarten geschätzt und deshalb auch vermehrt angepflanzt und gepflegt. Dies sind Fichten, deren Holz meist für den Bau von Häusern und anderen Unterkünften gebraucht wird und Linden, aus deren Holz meist Alltagsgeschirr geschnitzt wurde. Der Ahorn wurde zwar zahlenmäßig weniger gebraucht, war aber trotzdem wichtig, denn er lieferte das Holz für die vielbenutzten Geigen. In höheren Lagen wachsen viele seltene Pflanzen, so auch das Edelweiß, der Muran-Seidelbast und der Heuffel-Enzian. Und auch Pflanzen, die man nirgendwo sonst in der Welt antrifft: den Steifen Schöterich oder das Tatra-Löffelkraut.

Tierwelt

Die ursprünglichen Tiere, die einst die slowakischen Wälder bewohnten, sind sehr dezimiert worden. Auf der Hochebene Muránska Planina, die einen besonders geschützten geographischen Komplex im Rahmen des Karstgebietes am Rand des slowakischen Erzgebirges darstellt, leben noch Bären und Luchse, auch der Schwarzstorch und der Wanderfalke. Typisch sind die Huzulenpferde, die hier in freier Natur gezüchtet werden.

Typische Bewohner des Hochgebirges, aber auch der Gebirge Hohe Tatra und Kleine Fatra sind die Tatra-Gämsen. Sie sind streng geschützt, ebenso wie ihre Gesellschafter - Murmeltiere und Steinadler. Außerdem sind Reh- und Rotwild im ganzen Land sehr häufig.

Kulinarisches

Die slowakische Küche ist halb böhmisch und halb ungarisch. Mit der böhmischen kulinarischen Tradition hat sie das Fleisch (zum Beispiel den Schweinebraten) und die Knödel gemeinsam, mit der ungarischen den Reichtum an Gewürzen und Paprika. So entsteht ein interessantes gastronomisches Angebot, das allerdings vom Gast erwartet, dass er gehörige Mengen verspeisen kann. Während man in Böhmen viel dem Bier zuspricht, trinkt man in der Slowakei, vor allem in der Süd- und Ostslowakei, wie in Ungarn gern den guten hausgemachten Wein.

Ein Kapitel für sich sind die Süßspeisen, bei denen Böhmen und Slowaken in steter Konkurrenz stehen. Die Fähigkeit zu Weltmeistern hätten beide Länder - ob das nun die Obstknödel sind, die Pfannkuchen, die Buchteln oder der Apfelstrudel, Schlagsahnekränzchen oder Creme-Rollen.

Sitten und Gebräuche

Die Slowakei hatte bis zur Mitte unseres Jahrhunderts auch im Alltag ihre Trachten beibehalten. Heute werden sie noch oft als festliche Kleidung getragen. Man benutzt sie allerdings weniger in ihrer ursprünglichen Form sondern häufiger als stilisiertes Kostüm. Doch immer noch sind es die Stickereien, welche die Tracht auszeichnen, wenn sich auch bei ihnen die Darstellungsart geändert hat. Immerhin kann man noch heutzutage rund 40 verschiedene slowakische Trachten - je nach ihrer Herkunft -unterscheiden.

Das Herstellen sehr feiner Textilien ist in der Slowakei sehr verbreitet. Es handelt sich beispielsweise um farbige Gewebe mit bunten Mustern aus Hanf und Leinen, wie sie im 18. Jh. aufkamen. Ein bedeutsames Gebiet für solche farbigen Stoffe ist noch heute die Mittelslowakei rund um Zvolen sowie die Ostslowakei bei Trebisov. Sehr bemerkenswert sind die gleichsam historischen Schafwolldecken, die "Goby"; sie werden noch heute in Klenovic hergestellt. Das Klöppeln von Spitze, schon im 16. Jh. bekannt, wird noch heute in einigen Orten ausgeübt, so in Solivar bei Pressov und in Slowensky Grob. Auch der Blaudruck, das Verzieren und Färben von Stoffen durch Indigoblau, hat sich seit Jahrhunderten erhalten - zum Teil in den gleichen Familien.

Souvenirs

Nach wie vor werden die bunten Textilien und auch Spitzen als typisches Kunstgewerbe angeboten. In Berggebieten, zum Beispiel in der nördlichen Gegend von Zips, bekommt man geflochtene Körbe aus Wacholderwurzeln und Reisig, in der Mittelslowakei aus Haselstrauch. In der Nähe von Nové Zámky hat sich die Korbflechterei aus Maisblättern konzentriert; aus Maisblättern werden dort auch Handtaschen, Sandalen und sogar Figuren geschaffen. In der Westslowakei stellt man sehr hübsche Gegenstände und auch Figuren aus Fayencen her. Es gibt eine ganze Reihe von Orten, in denen Fayence-Geschirr produziert wird. Auf den meisten Almen wird heute noch Hirtengeschirr aus Holz hergestellt, wobei die Griffe oft durch Figuren verziert sind. Fast überall im Land gab es einst geschickte Töpfer und noch heute werden einige traditionelle Töpfereien betrieben, die hübsches Geschirr nach altem Muster herstellen. Die "Zentralstelle für volkstümliche Kunstproduktion" hat Ausstellungs- und Verkaufsstellen in mehreren slowakischen Städten, in denen man attraktive Andenken erwerben kann.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 18 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) ist die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch, für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

Bei Einreise mit dem Flugzeug: 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250g Tabak (nur Reisende ab 18 Jahren);

Bei Einreise mit Auto, Zug, Schiff oder Sonstiges: 40 Zigaretten oder 20 Zigarillos oder 10 Zigarren oder 50 g Tabak (nur Reisende ab 18 Jahren);

1 Liter Spirituosen (über 22 Prozent) oder 1 Liter Unverarbeiteter Alkohol (über 80 Prozent) oder 2 Liter Spirituosen (unter 22 Prozent);

2 Liter Sekt oder 4 Liter Wein (nur Reisende ab 18 Jahren);

16 Liter Bier (nur Reisende ab 18 Jahren);

50 g Parfüm oder 0,25 Liter Eau de Toilette;

eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

Geschenke/andere Waren bis zum Gesamtwert von 430 Euro für Flug- und Seereisende, bzw. von 300 Euro für Einreisende auf dem Landweg. Für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren beträgt die Freigrenze grundsätzlich 150 Euro.

Für Antiquitäten ist eine Ausfuhrerlaubnis erforderlich. Es empfiehlt sich, bereits bei der Einreise das entsprechende Zollmerkblatt beim Zoll zu verlangen.

Klimainformationen

Es herrscht ein Klima, das sich durch einen ausgeprägten Wechsel zwischen den Jahreszeiten auszeichnet. Außerdem besitzt die Slowakische Republik Randerhebungen mit feuchtem Gebirgsklima. Die Sommer sind meist sehr warm und die Winter kalt. Die wärmsten Monate sind üblicherweise der Juli und der August, in denen Temperaturen bis 30°C gemessen werden. Die kältesten Monate sind der Januar und der Februar in denen mit durchschnittlichen Temperaturen von minus 8 bis minus 10°C zu rechnen ist.

Beste Reisezeit

Mai bis September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Slowakische Republik ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro (EUR)

1 Euro = 100 Cent

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,85 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise in die Slowakische Republik aus einem Nicht-EU-Land sowie Ausreise aus der Slowakischen Republik in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt (s.a. Deklaration)

Umtausch: in allen Zweigstellen der Banken, Wechselbüros, größeren Hotels und an den Grenzübergängen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, verschiedenen Geschäften, teilweise von Autovermietern akzeptiert.

Geldautomat: Ja - Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Logo) und Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Reiseschecks: Nein - Die Mitnahme von Reiseschecks ist nicht zu empfehlen, da deren Annahme nicht garantiert werden kann.

Auskunftstellen

Slowakische Zentrale für Tourismus
Hildebrandstr. 25
10785
Berlin
(0 30) 25 94 26 41
(0 30) 25 94 26 40
office.de@slovakia.travel

Slovak Tourist Board
Námestie L. Stúra 1
97405
Banska Bystrica
Slowakisches Fremdenverkehrsbüro
P.O. Box 35
Banska Bystrica/Slowakische Republik
(00421 48) 413 61 49
(00421 48) 413 61 46/48
www.sacr.sk
sacr@sacr.sk

Slovak Tourist Board
Branch Office Bratislava
Lamacská cesta 8
81104
Bratislava /Slowakische Rep.
(00421 2) 55 57 16 54
(00421 2) 50 70 08 01
sacrba@sacr.sk

Deutsch-Slowakische Industrie- und Handelskammer
(Slovensko-nemecká obchodná a priemyselná komora)
Suché mýto 1
81103
Bratislava /Slowakische Rep.
(00421 2) 20 85 06 32
(00421 2) 20 85 06 20
info@dsihk.sk
Mo bis Fr 8.30-17 Uhr

Slovak Chamber of Commerce and Industry
Gorkého 9
81603
Bratislava /Slowakische Republik
(00421 2) 54 13 11 59
(00421 2) 54 43 32 91
sopkurad@scci.sk
Mo bis Fr 8-16 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Slowakischen Republik
mit Konsularabteilung
Hildebrandstraße 25
10785
Berlin
(0 30) 88 92 62 22
(0 30) 88 92 62 00
www.botschaft-slowakei.de
emb.berlin@mzv.sk
Konsularabteilung: Mo bis Fr 9-11.30 Uhr;
Botschaft: Mo bis Fr 9-16 Uhr

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
c/o Imrich Donath
Dietigheimer Straße 21
61350
Bad Homburg
(0 61 72) 2 43 05
(0 61 72) 2 97 59
donath@slowakeiinfo.de
Mo, Di, Do und Fr 9-12 Uhr

(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
Kalenberger Graben 14
31134
Hildesheim
(0 51 21) 999 08 11
(0 51 21) 999 08 04
www.honorarkonsul.com
honorarkonsulat@bettels.de
Mo bis Fr 9-12.30 Uhr, nach telefon. Vereinbarung
(keine Visumerteilung)

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
c/o Gruendelpartner PartGmbB
Grimmaische Straße 2-4
Mädler-Passage, Aufgang B
04109
Leipzig
(03 41) 23 10 62 30
(03 41) 23 10 62 54
www.honorarkonsul.com
honorarkonsul@slowakei-leipzig.de
Di und Do 10-13 Uhr
(keine Visumerteilung)

Generalkonsulat der Slowakischen Republik
Vollmannstraße 25 d
81925
München
(0 89) 92 33 49 54
(0 89) 92 33 49 00
www.mfa.sk.zu
cg.munich@mzv.sk
Di, Mi und Do 8.30-11 Uhr

Honorarkonsulat der Slowakischen Republik
Tübinger Straße 43/Block B, 4. OG
70178
Stuttgart
(07 11) 227 39 19
(07 11) 227 39 18
sk-hk-stuttgart@rem.de
Mo 9.30-12 Uhr, Mi und Fr 13.30-16 Uhr
(keine Visumerteilung)

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Hviezdoslavovo nam. 10
81303
Bratislava /Slowakische Rep.
(0042 12) 54 41 96 34
(0042 12) 59 20 44 00
www.germanembassy.sk
info@pressburg.diplo.de
Amtsbezirk: Slowakische Republik

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Timonová 27
04001
Kosice /Slowakische Rep.
(00421 55) 32 74 44 44
(00421 55) 625 01 02
www.germanembassy.sk
kosice@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bezirke Kosice und Presov
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Bratislava

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland
Priemyselná 14
01232
Zilina /Slowakische Rep.
(00421 41) 506 02 25
(00421 41) 506 01 15
www.germanembassy.sk
zilina@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bezirke Zilina und Banská Bystrica
Übergeordnete Auslandsvertretung: Botschaft Bratislava

Sehenswertes

Bratislava (Pressburg)

Die Hauptstadt der Slowakei mit ihrer 2.000 Jahre alten Geschichte, Krönungsstadt der ungarischen Könige und Königinnen, Sitz des Rates der ungarischen Statthalter und alte Universitätsstadt, erstreckt sich zu beiden Seiten der Donau am südlichen Ausläufer der Kleinen Karpaten - nur 60 km von Wien und 20 km von der ungarischen Grenze entfernt.

Die geschützte Zone des Stadtkerns tut sich durch zahlreiche Paläste, sakrale Bauten, Fontänen, Statuen und andere architektonische Denkmäler aus allen kulturellen Epochen von der Gotik bis zur Renaissance hervor. Vor allem fallen die alten Stadthäuser des Hochadels auf. Und in der spätbarocken Apotheke "Zum roten Krebs" finden Sie ein pharmazeutisches Museum.

Über der Donau erhebt sich das viertürmige Schloss; im neunten Jahrhundert wurde es als Burg gebaut und später wohnlicher umgestaltet. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert bewahrte man hier im Kronturm die ungarischen Kronjuwelen auf. Oft wohnte Österreichs Kaiserin Maria Theresia hier; sie ließ das Schloss prunkvoll ausbauen, Gärten anlegen und neue Gebäude für die Verwandtschaft errichten. Nach einem Brand wird das Schloss nun nach und nach restauriert.

Zips

Das Zips-Territorium liegt südöstlich der Hohen Tatra und ist eine der bemerkenswertesten Gegenden der Slowakei. Im 13. Jahrhundert wurden die Ureinwohner von den Tataren ausgerottet. Aus Sachsen herbeigerufene Ansiedler gründeten neue Städte, die sich zu Gemeinschaften zusammenschlossen - so der "Bund der 24 freien Städte der Zips", der bis ins 19. Jahrhundert überdauerte. Zusammenarbeit, Privilegien, Erlöse aus Handel, Gewerbe und Bergbau brachten allen diesen Zipser Städten Wohlstand. Das beweisen ihre schönen Bauwerke; die Stadtkerne wahrten ihr mittelalterliches Bild.

Spisske Podhradie

Es ist zu Fuß eine halbe Stunde zur Zipser Burg Spissky Hrad. Sie ist mit ihren fünf Burghöfen die größte Ruine der ganzen Slowakei - und einst war es eine der größten Adelsburgen in Europa. Sie stand schon in frühromanischer Zeit, wurde dann vom 13. bis zum 16. Jahrhundert um- und ausgebaut. 1780 brannte sie ab. Inzwischen wurde einiges behutsam konserviert und restauriert. Nun erstrahlen der romanische Palas mit seinen Rundbogenfenstern, der runde Bergfried sowie die Reste der Kirche wieder in ihrer alten Pracht.

Martin

Freilichtmuseen sind über das ganze Land verstreut. Hier wird - noch mehr als in anderen Ländern - darauf geachtet, die seit Generationen bestehende Harmonie zwischen dem Leben und den kulturellen Bedürfnissen, zwischen Volksarchitektur, darstellender Kunst und Musik aufzuzeigen. In Martin steht das größte Freilichtmuseum, das "Museum des slowakischen Dorfes". Es bedeckt eine Fläche von fast hundert Hektar. Dort stehen Häuser, wie sie für die unterschiedlichen Regionen der Slowakei typisch waren oder sind. Im Sommer werden hier Beispiele des Brauchtums und der traditionellen Volkshandwerke gezeigt.

Slowakisches Paradies

Sieben Nationalparks liegen in der Slowakei, außerdem eine Anzahl geschützter Landschafts- und Naturschutzgebiete. Der Nationalpark "Slowakisches Paradies" ist außergewöhnlich reich an Naturschönheiten. Es erstreckt sich zwischen den Städten Poprad und Spiska Nova Ves und steht unter strengem Natur- und Landschaftsschutz. Das Gebiet ist vor allem durch seine ein bis zwei Meter breiten Klammen zwischen den bis zu 300 m hohen, senkrecht aufsteigenden und überhängenden Wänden, bekannt, wo Schluchten mit hohen Wasserfällen und Kaskaden wechseln. Hier gibt es verschiedene Klettertouren mit Aufstiegen über Leitern, mit Überhängen und mit Brücken, die nur aus einem Baumstamm bestehen. Auch unterirdische Karstformationen sind zu sehen.

Hohe Tatra

Die Hohe Tatra ist das einzige Hochgebirge der Slowakei und das kleinste Hochgebirge der Welt. Auf dem gesamten Gebiet erstreckt sich der Nationalpark der Hohen Tatra mit mehr als 300 Gipfeln, davon 26 mehr als 2.500 m hoch. Auf vielen Bergsätteln sind kleine, tiefe Gebirgsseen aufgestaut. Gekennzeichnete Wanderwege führen in Täler, zu Wasserfällen und auch auf sechs Gipfel. Weitere Bergspitzen können mit Bergführern besucht werden.

Kleine Fatra

Das Gebirgsmassiv ist Bestandteil des westlichen Karpatenbogens. In der Nähe der Stadt Zilina (Sillein) durchbricht der tiefe Einschnitt des Waag-Tals den Kamm der kleinen Fatra und teilt ihn in zwei unterschiedliche Teile.

Der Nordostteil steht als Nationalpark Mala Fatra ganz unter Naturschutz; er besitzt eine artenreiche Flora und Fauna. Die stark gegliederte Landschaft bezaubert mit ihren bizarren Felsformationen und Schluchten - ein beliebtes Ziel für Bergwanderer und ist auch für Familienurlaub geeignet.

Dobsiná

Die Dobschauer Eishöhle ist eine der größten und schönsten in Europa: 400 Meter lang, mehr als 40 Meter breit, zum Teil fast hundert Meter hoch. Manche Eissäulen ragen zwölf Meter auf und haben vier Meter Durchmesser; einige sind hohl, andere mit erstaunlichen natürlichen Ornamenten geschmückt. Die Eismassen sind gewaltig: Allein der Boden der Höhle ist eine kompakte, 21 Meter dicke Eisschicht, in die man Stufen und Gänge gehauen hat. 1871 wurde die Höhle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und bereits 1887 elektrisch beleuchtet - als erste Höhle der ganzen Welt.

Heilquellen

In den slowakischen Karstgebieten sind seit Jahrhunderten Mineralwasserquellen bekannt, aber nur ein Teil wird bereits aufgefangen und in Heilbädern genutzt. Die Wässer enthalten zum Teil natürliche Wärme, zum Teil Minerale aus dem Erdinnern.

Reisehinweise

Seit dem 23. August 2017 gilt für das Land eine erhöhte Terrorwarnstufe. Laut slowakischer Behörden diene dies zur Vorbeugung, konkrete Hinweise für einen geplanten Anschlag gebe es nicht. Mit vermehrter Polizeipräsenz ist zu rechnen.

Bitte beachten Sie auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

SICHERHEIT:

* Vor allem in den Touristengebieten (z.B. Bratislava, Hohe Tatra sowie in den Kurorten) existiert eine ausgeprägte Kleinkriminalität in Form von Taschendiebstahl und Wageneinbrüchen. Auch mit Diebstählen in Hotels muss gerechnet werden.

* Gewarnt wird auch vor der Gefahr von Auto-Diebstahl. Besonderes neuere Modelle Marken BMW, Mercedes, Audi und VW mit ausländischen Kennzeichen sind gefährdet. Dies gilt selbst dann, wenn sie mit elektronischer Wegfahrsperre versehen sind.

* In den letzten Jahren kam es auch immer wieder zu Überfällen auf der Autobahn zwischen Brünn und Bratislava, bei welchen der Fahrer durch Vortäuschung von Defekten am Fahrzeug zum Halten gebracht und anschließend ausgeraubt wurde. Ebenso auch auf den Rastplätzen bzw. Tankstellen im Stadtgebiet Bratislava, aus/in Richtung Brünn/Prag, Wien, Budapest und Trnava/Zilina. In diesen Straßenabschnitten ist wird zu einem hohen Maß an Vorsicht geraten.

ALKOHOL: Alkohol darf nur in geschlossenen Räumen (z.B. Restaurants, Bars) konsumiert werden (Ausnahmen können z.B. für Weihnachtsmärkte bestehen). Die Strafen bei Missachtung sind hoch.

STRAFRECHTLICHE BESTIMMUNGEN: Der Besitz und Konsum von Drogen, auch in kleinen Mengen und zum eigenen Verbrauch bestimmt, ist strafbar und wird regelmäßig mit hohen Strafen geahndet. Dabei wird nicht zwischen sogenannten weichen und harten Drogen unterschieden.

Prostitution ist nicht strafbar, Zuhälterei hingegen steht unter Strafe.

Homosexualität ist nicht strafbar.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

PDF-Download (Länder-Information)

Reisedokumente Personal- oder Reisepass für deutsche Staatsbürger:

Für diese Reise benötigen deutsche Staatsbürger einen gültigen  Personalausweis oder Reisepass. Ohne gültige Ausweisdokumente kann die Reise nicht angetreten werden.

Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Einreisebestimmungen für nicht-deutsche Staatsbürger:

Falls Personen ohne deutsche bzw. mit nicht ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft mitreisen, beachten Sie bitte, dass in diesem Fall andere bzw. gesonderte Einreisebestimmungen für Ihr gewähltes Reiseland gelten können.

Hierüber geben die jeweiligen Auslandsvertretungen bzw. zuständigen Konsulate entsprechend Auskunft. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer kostenfreien Service-Hotline.

Absagefrist durch den Reiseveranstalter:

Falls die Mindesteilnehmerzahl für Ihren Reisetermin nicht erreicht werden sollte, behält sich sz-reisen vor, bis spätestens 5 Wochen vor Reiseantritt (bei Tagesfahrten bis zu 2 Wochen) die Reise abzusagen bzw. vom Reisevertrag zurückzutreten. Weitere Informationen hierzu in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter §7 Absatz 7.1.

Hinweise zu den Ausflügen:

Alle Ausflüge und Führungen finden in deutscher Sprache statt, soweit nichts anderes angegeben ist.

Bitte beachten Sie, dass sich die angegebene Reihenfolge der Ausflüge ändern kann.

Impfungen:

Über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen für Ihr Wunschreiseziel sollten Sie sich rechtzeitig informieren und ggf. ärztlicher Rat, z.B. zu Thrombose und anderen Gesundheitsrisiken einholen. Wir verweisen dabei auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern unter unserer Service-Hotline.

Hinweise für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:

Um alle Besichtigungen, Spaziergänge und Ausflüge in vollem Umfang miterleben zu können, sollten Sie „gut zu Fuß“ sein. Oft sind Sehenswürdigkeiten in den Reiseländern leider nicht barrierefrei. Auch so manch ein Hotel ist noch nicht auf Rollatoren oder weitergehende Mobilitätsbeschränkungen eingestellt. Daher sind unsere Reisen insbesondere für schwer gehbehinderte Gäste sowie für Gäste im Rollstuhl oder mit starker Sehbehinderung leider ungeeignet.

Je nach Umfang Ihrer Mobilitätseinschränkung und individuellem Programm der Reise können wir gern vorab für Sie prüfen, ob eine Teilnahme möglich ist – so dass Sie auch mit Behinderungen/ Einschränkungen auf Ihre Kosten kommen.
Bitte fragen Sie uns vor der Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gern unter unserer kostenlosen Service-Hotline.

Zahlung & Reiserücktritt:

Informationen zur Zahlung und zum Reiserücktritt: siehe AGB SZ-Reisen GmbH, § 2. + 5. + 7.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
Hohe Tatra: Oben hui, unten Bigos!
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
25
Ungefähre Gruppengröße:
40
  • auf/zu

    Zusatzoptionen:

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)
  • auf/zu

    Zusatzoptionen:

    Zustiegsorte:

    • ( Transferregionen)

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Kontaktieren Sie uns auch gerne telefonisch bei Gruppenanfragen: 0800 – 250 00 00 (Anruf kostenlos)

Reiseversicherung

Wir empfehlen Ihnen den sofortigen Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung (Reiserücktritt und Reiseabbruch), sowie bei Auslandsreisen eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung.

Wir helfen Ihnen dabei, den optimalen Versicherungsschutz für Sie zu finden. Lesen Sie das Produktinformationsblatt und wählen Sie die gewünschte Versicherung aus.
Wir werden Sie vor der Buchung zu den Konditionen beraten.
Hier finden Sie vorab eine aktuelle Tarifübersicht.

Die Versicherungskosten sind abhängig vom Reisepreis pro Person. Bei Versicherungskosten über 200 € pro Person müssen Reisekunden seit Februar 2018 den gewünschten Reiseschutz direkt bei der ERV buchen. Nach Abschluss der Reisebuchung können Sie hier Ihre Versicherung hinzubuchen.

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