Mein Schiff 5: Scheich - Maharadscha und zurück

15 Tage: Dubai - Khasab - Mumbai - Cochin - Mormugao - Muscat - Dubai (Programm lt. Ausschreibung)

Diese 14-tägige Kreuzfahrt verbindet auf besondere Weise Highlights im Orient mit abwechslungsreichen Zielen in Indien.Start- und Zielhafen dieser Reise ist Dubai. Lassen Sie die Metropole der Superlative auf sich wirken, bevor Sie sie mit Blick auf die beeindruckende Skyline verlassen. Außerdem können Sie sich auf Ziele wie Khasab im Oman,Mumbai, Cochin und Mormugao in Indien sowie auf Muscatim Oman freuen. Tauchen Sie ein in Länder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Genießen Sie auch die Tage auf See und lassen Sie sich so richtig verwöhnen, natürlich Premium Alles Inklusive.

  • sz-Reisen PLUS: Stadtrundfahrt Dubai

Programm

Tag

Hafen

Ankunft

Abfahrt

1. Tag

Flug nach Dubai / VAE

Transfer Flughafen – Hafen, Einschiffung

-

-

2. Tag

Dubai / VAE

-

18:00

3. Tag

Khasab (Musandam) / Oman

07:00

17:30

4. Tag

Urlaub auf See

-

-

5. Tag

Urlaub auf See

-

-

6. Tag

Mumbai / Indien

05:30

18:00

7. Tag

Urlaub auf See

-

-

8. Tag

Cochin / Indien

08:30

19:00

9. Tag

Urlaub auf See

-

-

10. Tag

Mormugao / Indien

07:00

18:00

11. Tag

Urlaub auf See

-

-

12. Tag

Urlaub auf See

-

-

13. Tag

Muscat / Oman

07:00

18:00

14. Tag

Dubai / VAE

verlängerter Aufenthalt auf der Kabine,

Ausschiffung, Transfer zum Flughafen Dubai, Rückflug

14:00

-

Programmänderungen vorbehalten

ab 2899 
UE-DU26 Buchungsanfrage
Mein Schiff 5 © TUI Cruises GmbH Hamburg Beispiel Aussenkabine_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Beispiel Innenkabine_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Beispiel Badezimmer_c_TUI Cruises GmbH Hamburg An Deck_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Entspannte Essenszeit © TUI Cruises GmbH Hamburg Chillout Zone an Deck © UI Cruises GmbH Hamburg Wellness an Bord_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Klanghaus_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Sauna an Bord_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Kulinarische Spezialitäten_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Kulinarische Spezialitäten_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Kinder willkommen_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Kinder willkommen_c_TUI Cruises GmbH Hamburg Fitness © TUI Cruises GmbH Hamburg

Mein Schiff 5

Hier geht es zum virtuellen Rundgang!

Ihre Kabine ist Ihr schwimmendes Zuhause. Darum sind die Kabinen der Mein Schiff 5 echte Wohlfühlräume mit viel Platz und allem modernen Komfort für entspannte Tage und traumhafte Nächte.

Für Ihre Vorstellungen und Wünsche haben wir Räume zum Träumen, Entspannen und Genießen – ob als Suiten Gast mit einem Faible für das Außergewöhnliche, als reisende Familie oder befreundete Gruppe. Über 80 Prozent der Kabinen sind auch auf unserem neusten Wohlfühlschiff wie bei der Mein Schiff 4 Balkonkabinen. So genießen Sie, wenn Sie mögen, private Wohlfühlstunden auf dem eigenen Balkon.

Was alle Kabinen und Suiten der Mein Schiff® Flotte verbindet? Sie sind für Sie hell, freundlich und zeitlos modern eingerichtet. Jede unserer Kabinen ist mit einer Reihe von Annehmlichkeiten ausgestattet, die Sie schätzen lernen werden. Von der kabineneigenen Nespresso-Maschine bis hin zu Flachbildschirm-Fernseher, Bademänteln und mehr. Alle Suiten und Junior Suiten sowie die Familienkabinen sind zusätzlich mit einer Spielekonsole ausgestattet. Also kommen Sie doch einfach an Bord, packen Sie Ihre Koffer aus und genießen Sie Ihr neues Zuhause auf dem Meer.

Premium Alles Inklusive Kreuzfahrt – Mein Schiff® kann mehr!

Mit dem Premium Alles Inklusive-Konzept sind viele Extras, die Sie woanders dazubuchen müssten, im Reisepreis schon inbegriffen. Erleben Sie die Freiheit, einfach nur zu genießen: So steht Ihnen an Bord rund um die Uhr eine große kostenfreie Auswahl an Getränken zur Verfügung. In zahlreichen Restaurants & Bistros sind Sie eingeladen, nach Herzenslust zu bestellen. Im Hauptrestaurant Atlantik – Klassik werden Sie am Platz bedient – ein Service, der für Sie bereits inklusive ist.

Speisen

Das wird Ihnen schmecken: die vielfältigen Speisen der meisten Restaurants und Bistros sind bei uns an Bord bereits inklusive. Genießen Sie die Köstlichkeiten im Hauptrestaurant Atlantik – Klassik und im Anckelmannsplatz – Buffet-Restaurant einfach so. Zudem gibt es eine ganze Reihe von Gerichten, die im GOSCH Sylt ohne Aufpreis genossen werden können. 

Getränke

Sie haben die kostenfreie Wahl. Gar nicht so einfach bei über 100 Markengetränken auch außerhalb der Essenszeiten. Ganz gleich, ob Sie nachmittags am Pool einen Cappuccino mit hausgemachten Keksen genießen oder sich abends in der Außenalster Bar ein kühles Beck’s schmecken lassen – Premium Alles Inklusive entspannt die Urlaubskasse. Gönnen Sie sich Cocktail-Klassiker oder kühle Longdrinks – selbstverständlich mit qualitativ hochwertigen Markenspirituosen. Denn hier kommt nur Qualität ins Glas.

Sport, Sauna, SPA

Auf der Mein Schiff® haben Sie freien Zutritt zu vielen Sportangeboten, zum Bereich SPA & Meer und zur Saunalandschaft. Entspannen Sie sich zum Beispiel in der finnischen Sauna vor dem herrlichen Panoramablick aufs Meer.

Unterhaltung, Service & Kinderbetreuung

Auf unseren Bühnen an Bord erwartet Sie eine Vielfalt an Konzerten, Shows und Theateraufführungen von internationalem Format. Gönnen Sie sich und Ihrer Reisekasse einen Wohlfühlurlaub der Extraklasse. Das haben Sie sich verdient! Und auch Ihre Kinder werden selbstverständlich ohne Aufpreis im Kids-Club oder der Sturmfrei – Teenslounge mit ausgebildeten Betreuern ein begeisterndes Mitmachprogramm erleben.

Was ist in den Kabinen inklusive?

Ein spezielles Highlight der Premium Alles Inklusive Kreuzfahrt erwartet Sie morgens zum Start in den Tag – die kabineneigene Nespresso-Maschine. Genießen Sie Ihren ersten Kaffee gleich nach dem Aufstehen oder noch im Bett in Ihren eigenen vier Wänden. Täglich erhalten Sie eine Nespresso-Kapsel pro Person. Außerdem ist eine Karaffe mit Heilsteinen auf Ihrer Premium Alles Inklusive Kreuzfahrt inbegriffen. In den Suiten und Junior Suiten sind die Minibars mit dem kompletten Getränkeangebot und die Nespresso-Kapseln inbegriffen.

Was ist an Bord kostenpflichtig?

Auf einer Premium Alles Inklusive Kreuzfahrt sind bereits zahlreiche Leistungen inbegriffen. Persönliche Ausgaben wie z.B. Landausflüge, SPA-Anwendungen oder auch die Speisen und Getränke in den Spezialitätenrestaurants sind an Bord kostenpflichtig. Zusätzlich werden weitere Weine, Champagner, Spirituosen, ausgewählte Cocktails und sonstige Premium-Getränke gegen Aufpreis angeboten. 

Bordsprache

Deutsch

Kleidung

Prinzipiell herrscht kein Dresscode, dennoch werden Sie gebeten, in die Restaurants keine Badesachen anzuziehen. Desweiteren sollten die Herren Abends lange Beinkleidung tragen.

Trinkgeld

Alle Trinkgelder sind im Reisepreis enthalten. Sollten sie dennoch einen exzellenten Service anerkennen wollen, gibt es hierfür Briefe in den Kabinen. 

Zahlungsmittel an Board

Sie zahlen an Bord mit Euro – und zwar bargeldlos mit Ihrer Bordkarte. Ihre Bordkarte ist gleich-zeitig Ihr Zugangsausweis zum Schiff. Wir empfehlen Ihnen, gleich beim Check-in Ihre Kreditkarte von American Express, Visa oder MasterCard bzw. Ihre deutsche EC-Karte einlesen zu lassen. Aus abrechnungstechnischen Gründen können wir keine EC-Karten internationaler Banken oder Diners-Club Kreditkarten akzeptieren. Zudem ist es möglich, dass V-Pay Karten aus technischen Gründen nicht eingelesen werden können. Natürlich können Sie Ihre Bordrechnung auch in bar begleichen.

Unterhaltung

Ob atemberaubende Tuchartistik, virtuoses Koloraturen-Singen, mitreißender Tanz oder tiefsinniges Schauspiel: An Bord unserer Schiffe wird Unterhaltung großgeschrieben, aber nie mit Animation verwechselt. Besuchen Sie ein Musical im Theater, lassen Sie sich von zarten Klaviermelodien in der Blaue Welt Bar - Apéro oder spielen Sie im Casino & Lounge. 

Technische Daten

Baujahr: 2015
Breite: 293m
Länge: 36m 

Beförderung

  • Haustürtransfer in Region B zum/ab Schiff
  • Flug mit Emirates nach Dubai und zurück in Economy Class
  • Transfer Flughafen – Hafen – Flughafen
  • Einschiffung in Dubai
  • Ausschiffung in Dubai

Kabine & Verpflegung

  • 14 Übernachtungen in gebuchter Kabinenkategorie
  • Premium Alles Inklusive: Alle Speisen sowie vielfältige Auswahl an Getränken – auch außerhalb der Essenszeiten – in allen Bars und fast allen Restaurants Inklusive

Zusätzlich inklusive

  • Stadtrundfahrt Dubai
  • verlängerter Aufenthalt an Bord am Abreisetag
  • Gepäckbeförderung vom Anlegeplatz in die Kabine und zurück
  • Konzerte, Shows und Theateraufführungen von internationalem Format
  • Nutzung verschiedener Sport- und Gesundheitsangebote
  • SPA & Meer-Bereich, Saunalandschaft
  • Kinderbetreuung (Kids-Club oder der Sturmfrei – Teenslounge mit ausgebildeten Betreuern)
  • Aktuelle Steuern und Sicherheitsgebühren
  • Ein- und Ausschiffungsgebühren
  • Deutsch sprech. Bordreiseleitung

Zielland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

31. Mai 2018 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

21. November 2018 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (12. und 13. Februar 2018) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Vereinigte Arabische Emirate

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen. Notwendig sind: bei Einreise mindestens 6 Monate gültiger Reisepass und Rück- oder Weiterreiseticket.

Landesdaten

Lage

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bestehen aus sieben Emiraten: Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Um al-Qawain, Ras al-Khaimah, Fujairah (geografische Reihenfolge und amtliche Schreibweise in den VAE). Sie liegen im nordöstlichen Teil der arabischen Halbinsel und grenzen im Norden an Katar und den Arabischen Golf, im Osten an den Golf von Oman und an den Oman, im Süden und Westen an Saudi-Arabien.

Fläche: ca. 90.000 km². Davon entfallen auf Abu Dhabi ca. 80.000 km², Dubai ca. 3.900 km², Sharjah, ca. 2.600 km², Ajman ca. 250 km², Um al-Qawain ca. 800 km², Ras al-Khaimah ca. 1.700 km², Fujairah ca. 1.300 km².

Verwaltungsstruktur: 7 Emirate (Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Um al-Qaiwain, Fujairah, Ras al-Khaimah).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,6 Millionen.

Hiervon sind etwa 25 Prozent Einheimische, der Rest sind ausländische Einwohner.

Städte:

Abu Dhabi City (offiziell die Hauptstadt der VAE) ca. 619.500 Einwohner,

Dubai City (Deira ist ein Stadtteil von Dubai City) 1,84 Millionen

Sharjah City 989.200

Khor Fakkan (Hafenstadt im Emirat Sharjah, am Indischen Ozean gelegen) 536.700

Al Ain (in der Ostprovinz des Emirats Abu Dhabi) 518.100

Ras al-Khaimah Town 125.800

Sprache

Die Amtssprache ist Arabisch. Im Geschäftsverkehr und in den Hotels wird auch Englisch gesprochen und verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +2 Stunden.

Telefon/Post

Post

Die Post in den Vereinigten Arabischen Emiraten arbeitet zuverlässig und schnell. Postämter gibt es in allen größeren Orten, die Briefkästen für Auslandspost sind rot. Hotelgäste können ihre Post auch an der Rezeption abgeben. Der Transport nach Europa dauert etwa 6 bis 10 Tage, während des Ramadans auch länger.

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Emirate ist 00971, aus den Emiraten nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 999, Unfallrettung in Abu Dhabi, der Stadt Al-Ain, und Fujairah 998, in den übrigen Emiraten 999, Feuerwehr 997.

In Dubai gibt es eine Touristenpolizei, die z. B. Verhaltensempfehlungen gibt und auch im Fall eines Diebstahls oder Ähnlichem hilft, kostenlose Hotline unter Tel. 800 44 38.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in den VAE von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ae

Überall sind preiswerte und schnelle Internetverbindungen möglich (Dial, ISDN, ASDL, Circuit, auch Flatrates), in allen Städten gibt es Internetcafes.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

21. August (Arafat-Tag)

30. November (Tag der Märtyrer)

2. Dezember (Nationalfeiertag; der öffentliche Dienst feiert auch den Folgetag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

13. April (Mohammeds Himmelfahrt)

15. bis 17. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

22. bis 25. August (Opferfest)

11. September (Neujahr nach islamischer Zeitrechnung 1440)

20. November (Mohammeds Geburtstag)

Der Ramadan dauert im Jahr 2019 vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Die auf einen Freitag fallenden Feiertage werden durch den darauffolgenden Tag oder einen der Feiertagsfolge angehängten arbeitsfreien Tag abgegolten. Die einzelnen Emirate legen zusätzliche Feiertage fest. Die Arbeitswoche geht von Samstag bis Donnerstag. Für alle staatlichen Einrichtungen gelten Freitag/Samstag als Wochenende. Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag.

Die Hauptferienmonate sind Juli und August. Grundsätzlich sollte man sich vor Planungen von Geschäftsreisen erkundigen, ob in besagtem Zeitraum religiöse oder staatliche Feiertage stattfinden, denn über die Feiertage und natürlich auch in den Hauptferienzeiten machen viele Emiratis Urlaub.

Öffnungszeiten

Banken: Sa bis Do 8-13 Uhr, manche Institute sind auch nachmittags zwischen 16.30 und 18.30 Uhr geöffnet. Kostenlose Telefonauskünfte - HSBC (Tel. 800 4440); Mashreq Bank (Tel. 800 4800);

Post: Große Postämter haben So bis Do rund um die Uhr geöffnet, kleinere mit Mittagspause oder sogar nur vormittags. Postschalter gibt es auch an den Tankstellen der Kette "Emarat";

Geschäfte: Einzelhandel teilweise sechs oder sieben Tage in der Woche 8-13 Uhr und 16-20 oder 22 Uhr. Große Supermärkte öffnen in Abu Dhabi durchgehend von 8-23 Uhr (Dubai bis 24 Uhr). Einige Supermärkte haben 24 Stunden geöffnet, außer freitags 12.30-14.30 Uhr (Freitagsgebet);

Behörden: So bis Do 7.30-14.30 Uhr;

Private Firmen und Büros: Sa bis Do 8-13/14 Uhr, 16-19 Uhr; viele Firmen haben inzwischen auch samstags frei, wobei andere Donnerstag 8-13 Uhr arbeiten.

Während des islamischen Fastenmonats RAMADAN ruht das öffentliche und das geschäftliche Leben mehr oder weniger; der Einzelhandel öffnet später und länger.

Kleidung

Leichte, atmungsaktive Sommerkleidung ist fast das ganze Jahr über angebracht. Da alle öffentlichen Gebäude, Hotels und Supermärkte klimatisiert sind, empfiehlt es sich, auf jeden Fall auch leichte Pullover und Jacken dabeizuhaben. In den Wintermonaten benötigt man vor allem abends eine Jacke oder einen Pullover. Zu empfehlen sind außerdem auch bequeme Schuhe, eine gute Sonnenbrille, eine Kopfbedeckung gegen die Sonne, und viel Sonnenschutzcreme. In den Restaurants und Hotels gilt meist ein smart-casual Dresscode (sportlich-elegant).

Frauen sollten sich grundsätzlich zurückhaltend kleiden und bei einem Stadtbummel keine schulterfreien Tops oder Kleider sowie keine sehr kurzen Röcke oder Hotpants tragen. Bade- und Strandkleidung sind am Swimming-Pool oder am Hotel-Strand kein Problem. Shorts, Blusen/Kleider mit schmalen Trägern und Ähnlichem sind nur innerhalb der Hotelanlagen angebracht.

Geschichte/Politik

Die Emirate sind sieben historische autarke Scheichtümer, die noch heute jeweils von einem Scheich regiert werden. Im Nordosten konzentrieren sich sechs dieser Scheichtümer auf verhältnismäßig kleinem Raum. Der zehnmal so große südliche Teil gehört allein zum Scheichtum Abu Dhabi.

Bis 1971 standen diese Scheichtümer unter britischer Herrschaft. Dann wurden sie selbstständig und schlossen sich zum Bund der "Vereinigten Arabischen Emirate" zusammen. Das Emirat "Ras al Khaimah" folgte 1972.

Damals bestanden die Scheichtümer noch aus zerstreuten Dörfern. Der Beginn der Förderung des Erdöls führte zu drastischen Veränderungen der Region. Städte und Infrastruktur sind gut ausgebaut. Insbesondere Abu Dhabi besitzt Prachtbauten modernster Architektur.

Außenpolitisch treten die Emirate als Staatenbund auf. Doch jedes Scheichtum hat nach wie vor eigene (allerdings einander ähnliche) Gesetze. Beispielsweise verbieten die einen den Alkohol grundsätzlich, die anderen nur außerhalb der Touristenhotels und nur für Muslime.

Die provisorische Verfassung von 1971 wurde 1996 zur geltenden Verfassung erklärt. Der Sitz der Regierung ist Abu Dhabi, und der Präsident der VAE ist immer der Herrscher des Emirates Abu Dhabi.

Wirtschaft

Erdölfunde haben die wirtschaftliche Situation der Vereinigten Arabischen Emirate völlig verändert. Die noch vor wenigen Jahrzehnten ursprünglichen und armen Gegenden gehören nun zu den reichsten der Welt. Zwischen den sieben verschiedenen Emiraten gibt es keine Grenzen und keine Differenzen. Die drei reichen Emirate Dubai, Sharjah und Abu Dhabi unterstützen die vier anderen finanziell. Die Gewinne aus dem Öl erlauben beispielsweise Abu Dhabi, 50 Prozent aller Kosten sämtlicher Emirate zu übernehmen und diesen auch große Summen zu niedrigsten Zinssätzen zu leihen.

Dubai ist das wirtschaftliche und politische Zentrum der Vereinigten Emirate, weil es den einzigen natürlichen Hafen am Persischen Golf besitzt. Inzwischen ist dort auch ein künstlicher Hafen für Hochseeschiffe entstanden. Dubai hat einen internationalen Flugplatz, fördert Erdöl und ist einer der größten Gold-Umschlagplätze im Nahen Osten. Seit 1990 sind in allen Emiraten viele neue und moderne Industrien entstanden. Dubai ist zum Beispiel ein inzwischen anerkanntes IT-Zentrum geworden, Ras Al Khaimah besitzt die weltgrößte Keramikfabrik, auch die Emirate Ras Al Khaimah und Fujairah haben internationale Flugplätze.

Der Tourismus spielt in einigen der Emirate nun ebenfalls wirtschaftlich eine zumehmende Rolle. Die Emirate sind ein sehr gastfreundliches Land, in dem man fremde Besucher gern sieht. Auch in erstklassigen Hotels sind die Preise moderat geblieben. In den Ausbau des Tourismus wird sehr viel Geld investiert.

Religion

Der Islam und seine Wertvorstellungen beherrschen den Alltag in den Emiraten. 96 Prozent der Bevölkerung sind Muslime (Sunniten). Christlichen Kirchen wird die Ausübung ihrer Religion nicht verwehrt, Dubai und Sharjah haben verschiedene christliche Kirchen.

Vegetation

In den Oasen der Emirate wächst alles, was man sich in diesem Teil der Erde nur vorstellen kann; Palmen und Akazien, Tamarisken und Kamelhufbäume. Auch Bougainvillea und Oleander sind dort zu Hause.

Erstaunlich ist die gärtnerische Leistung, die in den Städten und größeren Orten vollbracht wird. Die Straßenränder und Parks sind für eine Wüstenlandschaft ungewöhnlich und großzügig begrünt. Die Bewohner in den Emiraten können es sich leisten, ihre Bäume, Büsche und Blumen - woher diese auch eingeführt wurden, der Flammenbaum aus Madagaskar, der Jacaranda aus Brasilien, den Korallenbaum aus Afrika - regelmäßig zu bewässern. Der Reichtum der Emirate gestattet große Meerwasser-Entsalzungsanlagen. Die kommen auch zahlreichen erst kürzlich in der Wüste angelegten Gemüse- und Obstplantagen sowie nagelneuen Dattelpalmen-Hainen zugute.

Tierwelt

Das typische Tier in diesen Gegenden ist das Dromedar, also das einhöckrige Kamel. Jedes Dromedar hat seinen Besitzer, seinen Betreuer. Auch die Kamele, denen der Besucher in den Wüstenregionen begegnet, sind nicht wild. Die Kamele werden als Last- und Reittiere benutzt. Kamelrennen sind bei den Beduinen sehr beliebt. Und die einprägsamsten Bilder des Landes gewinnt man auf den sehr belebten Kamelmärkten. Ein weiteres Tier, das seit urdenklichen Zeiten in der arabischen Welt zu Hause ist, ist das arabische Pferd. Mit ihren Pferden treiben die Araber einen regelrechten Kult. Im Übrigen sind es vor allem die Vögel, die in dieser Gegend auffallen. So gibt es Ibisse und Schmutzgeier, Wüstenraben und Raubwürger, Bienenfresser und viele andere Arten. Der arabische Leopard und verschiedene Fuchsarten kommen nur noch im Hajar-Gebirge an der Grenze zwischen Ras Al Khaimah und Oman (Halbinsel Mussandam) vor und stehen unter strengstem Naturschutz. In Sharjah werden große Anstrengungen unternommen, verschiedene Antilopenarten wieder anzusiedeln.

Kulinarisches

Die Vielfalt im Speisezettel ist groß. In den Emiraten speist man nicht nur arabisch, sondern auch indisch, persisch, chinesisch, deutsch, italienisch, mexikanisch - bis hin zum amerikanischen Fast Food. Die originale Küche der Emirate zeichnet sich vor allem durch die vielen Gewürze aus. Es gibt zahlreiche gut gewürzte typische Gerichte - vom Auberginen-Püree bis zu den mit Reis gefüllten Weinblättern, von den dicken Bohnen bis zu Lammfleisch mit Zimt. Man bekommt natürlich auch alle Arten von Fischen, Langusten und Hummerkrabben aus dem Arabischen Golf. Besonders die libanesische Küche ist in den VAE stark vertreten.

Bei den Getränken muss man sich daran gewöhnen, dass Alkohol jeglicher Art nicht landesüblich und zum Teil streng verboten ist. Man trinkt Kaffee und Tee, auch Obstsäfte. Vor allem aber: Wasser, das in Flaschen überall verkauft wird. Übrigens kann man in allen Hotels auch unbesorgt Wasser aus der Wasserleitung trinken.

Sitten und Gebräuche

Zu den wichtigen traditionellen Sportarten gehört in den Emiraten die Falknerei. Nicht selten sieht man Jagdfalken, die ihre Besitzer begleiten und dabei stolz auf dem handschuhgeschützen Handgelenk thronen.

Die Kamelrennen sind meist hochdotiert und haben viele Anhänger. Die Rennkamele sind außerordentlich wertvoll. In der Nähe der Rennbahnen kann man als Besucher Training und Pflege der Tiere beobachten.

Inzwischen ist man in den Emiraten längst so weit, dass am Strand Bikinis (nicht oben ohne!) möglich sind. Allerdings ist es für die Einheimischen an den öffentlichen Stränden nach wie vor üblich, bekleidet ins Wasser zu gehen. In den Städten sollte man darauf achten, keine Shorts und keine ärmellosen Kleider zu tragen. Die Vereinigten Emirate lassen auch keine pornografische Literatur zu, zu denen auch westliche Zeitschriften gezählt werden. Alkohol ist - dem Koran nach - für Muslime verboten. Doch in Hotelbars bekommt man (aber nicht überall!) auch einen Drink. Restaurants außerhalb der Hotels haben meist keine Lizenz, Alkohol auszuschenken, in Umm Al Qawain und Ras Al Khaimah gibt es Geschäfte (Baracuda Resort und Bin Majid beach Hotel), in denen alkoholische Getränke für den privaten Gebrauch erwerben kann. Offiziell ist allerdings der Transport von einem Eimirat in ein anderes an den Erwerb einer Lizenz gebunden, was aber selten kontrolliert wird.

In Zeiten des Ramadan ist das öffentliche Leben stark beeinflusst. In der Öffentlichkeit sollte - aus Respekt vor den Gläubigen - nichts gegessen, getrunken oder geraucht werden.

Umweltbewusstsein ist in den Emiraten seit jeher ausgeprägt. Das Wegwerfen von Papier oder Zigarettenstummeln wird auch bei Touristen bestraft.

Souvenirs

Besonders Waren aus der Elektronik-Branche können günstig gekauft werden. Aber auch die traditionellen Souvenirs sind preiswert: Teppiche, Silberwaren, Schmuck, Messingwaren, kunsthandwerkliche Gegenstände. Dabei kommt Silberschmuck beispielsweise überwiegend aus Jemen, Teppiche aus Afrika und Indien. Und die schönen alten arabischen Gebrauchsgegenstände wie Messingkannen oder Holzwaren sind kaum noch (oder nur sehr teuer) zu bekommen.

Dubai ist ein besonders guter Einkaufstipp. Viele Touristen fliegen nur zum Shopping nach Dubai (als Zwischenstopp sehr empfohlen). Die Stadt hat als eines der großen Goldhandelszentren der Welt sehr günstige Goldpreise.

Handeln ist beim Einkaufen üblich und geradezu ein Volksspaß, in den Basaren noch mehr als in den Geschäften. Ein Drittel herunterzuhandeln ist meist kein Problem - manchmal ist sogar die Hälfte möglich. Vor allem, wenn bar bezahlt wird.

Klimainformationen

Der größte Teil der VAE besteht aus flachen Küstengebieten mit trockenen Salzseen, die in Wüste übergehen. Im Osten teilen breite Geröllebenen die Berge von Oman von den Dünen der Rub al-Khali. Die Temperaturen im Sommer sind sehr hoch; zwischen April/Mai und September ist mit Tagestemperaturen von über 40°C im Schatten zu rechnen. Im Juli und August kann es sogar zu Temperaturen bis zu 50°C kommen. Ab Oktober wird es dann wieder angenehmer; die Temperaturen sinken wieder unter 35°C. Während des ganzen Sommers herrscht oftmals eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den Küstengebieten. In dieser Zeit fällt auch kein Regen, dieses gilt jedoch nicht für den Osten, wo gelegentlich Sommerstürme auftreten.

Die Winter sind warm und zum größten Teil trocken. Es regnet sporadisch, manchmal in Form von Regenstürmen, bei denen der gesamte jährliche Regen (zwischen drei und zwölf cm) auf einmal niedergehen kann. Der meiste Regen fällt im Gebiet von Ras al-Khaimah. Im Januar und Februar sind bisweilen sehr kühle Nächte möglich, in denen die Temperatur auf 10 bis 13 °C sinken kann.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man die Vereinigten Arabischen Emirate zwischen Oktober und April, da in dieser Zeit die Durchschnittstemperaturen mit 25 Grad am niedrigsten sind. In Küstennähe sorgt dann meist eine frische Meeresbrise für Kühlung.

Der von Mai bis September dauernde Sommer wird mit seinen Höchsttemperaturen von 35 bis 45 Grad im Schatten als unerträglich heiß empfunden. Auch die Luftfeuchtigkeit ist im Sommer hoch. An der Küste kann sie Werte von über 80 Prozent erreichen.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind malariafrei.

Ärztliche Hilfe

ABU DHABI: Dr. Issac Zaju Dajani (spricht Englisch), Hamdan Street, Demarky Building,, Abu Dhabi, Tel. (02) 627 34 34.

DUBAI:Dr. C. Heidenreich (spricht Deutsch), German Medical Clinic, Al Batha Tower 10th floor,, Dubai, Tel. (00971 6) 575 02 80.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Dirham (Dh.)

1 Dirham = 100 Fils.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,25 Dh.

1 US-$ = ca. 3,67 Dh.

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Es gibt überall Wechselstellen. Devisen können bis zu einer Summe von 90.000 DH frei getauscht werden. Am günstigsten ist der Geldwechsel meist bei offiziellen Wechselbüros in den Souks. Banken sowie Wechselstuben befinden sich in den großen Städten, an den Flughäfen (24 Stunden geöffnet) und in allen großen Shopping Malls).

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von Hotels, Autovermietern und zahlreichen größeren Geschäften akzeptiert. In kleineren Geschäften ist die Zahlung mit Kreditkarte oft nicht möglich.

Geldautomat: Ja - Barabhebung ist möglich. Die Automaten befinden sich überall in den Städten und in vielen Shopping-Malls. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - Reiseschecks werden fast überall akzeptiert.

Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Auskunftstellen

Government of Dubai
Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM)
Bockenheimer Landstraße 23
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 71 00 02 34
(0 69) 710 00 20
www.dubaitourism.co.ae
dtcm_ge@dubaitourism.ae
Mo bis Fr 9-13 Uhr, 14-17 Uhr

Department of Culture and Tourism - Abu Dhabi
Bavariaring 38
80336
München
(0 89) 689 06 38 66
www.dubaitourism.co.ae
germany@tcaabudhabi.ae

Government of Sharjah
Sharjah Commerce Tourism Development Authority
c/o Eyes2market GmbH
Fasanenstraße 2
25462
Rellingen
(0 41 01) 37 07 33
(0 41 01) 370 92 40
www.dubaitourism.co.ae
sharjah@eyes2market.com
Mo bis Fr 9-13 Uhr, 14-17 Uhr

National Media Council - UAE
Abu Dhabi
National Media Council - UAE
P.O.Box 3790
Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 2) 445 04 08
(00971 2) 404 43 33
www.uaeinteract.com
info@nmcuae.ae

Government of Dubai
Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM)
6th, 8th and 9thFloor, Al Fattan Plaza
Airport Road
Al Garhoud
Dubai
Government of Dubai
Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM)
P.O. Box 594
Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 4) 223 00 22, (00971 4) 282 11 31
(00971) 600 555 559
info@dubaitourism.ae

Sharjah Commerce Tourism Development Authority
9th Floor, Crescent Tower
Buheirah Corniche
Sharjah
Sharjah Commerce Tourism Development Authority
P.O. Box 26661
Sharjah/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 6) 556 30 00
(00971 6) 556 67 77
www.sharjah-welcome.com
info@sharjahtourism.ae

Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
(German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
Abu Dhabi Mall, The Towers at Trade Center, West Tower,
1st floor, Office No. 107
Abu Dhabi
Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
(German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
P.O. Box 54702
Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 2) 645 71 00
(00971 2) 645 52 00
www.ahkdubai.com
dalia.samra@ahkuae.com
So bis Do 8-17 Uhr

Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
U-BORA Office Tower
27th floor, Office 2701
Al Abraj Street (Masri Drive), Business Bay
Dubai
Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
P.O. Box 7480
Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 4) 447 01 01
(00971 4) 447 01 00
www.ahkdubai.com
info@ahkuae.com
So bis Do 9-17 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate
Hiroshimastraße 18-20
10785
Berlin
(0 30) 51 65 19 00
(0 30) 51 65 16
www.vae-botschaft.de
BerlinEMB@mofa.gov.ae
Mo bis Fr 9-16 Uhr, Konsularabteilung Mo bis Fr 9.30-12.30 Uhr
Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden

Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate
mit Konsularabteilung
Erste Fährgasse 6
53113
Bonn
(02 28) 267 07 14
(02 28) 26 70 70
Mo bis Fr 9-15 Uhr
(keine Visumerteilung)
Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden

Generalkonsulat der Vereinigten Arabischen Emirate
Lohengrinstraße 21
81925
München
(0 89) 41 20 02 80
(0 89) 412 00 10
munichcon.cans@mofaic.gov.ae
Mo bis Fr 9-12 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
The Tower at the Trade Center
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Amtsbezirk: Ajman, Dubai, Fujairah, Ras al-Khaimah, Sharjah, Um al-Qawain

Ärztliche Hilfe

ABU DHABI: Dr. Issac Zaju Dajani (spricht Englisch), Hamdan Street, Demarky Building,, Abu Dhabi, Tel. (02) 627 34 34.

DUBAI:Dr. C. Heidenreich (spricht Deutsch), German Medical Clinic, Al Batha Tower 10th floor,, Dubai, Tel. (00971 6) 575 02 80.

Sehenswertes

Abu Dhabi

Dieses Emirat ist das größte Scheichtum. Hinter der flachen Küste liegt ein breiter Streifen Sandwüste. Im Osten reicht das Emirat bis an das Oman-Gebirge, besiedelt sind eigentlich nur die Küstenabschnitte. Die Hauptstadt Abu Dhabi liegt auf einer Insel im Golf, ist aber durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Der Reichtum der Stadt ist überall spürbar.

Die Stadt Abu Dhabi ist faszinierend. Man hat sehr moderne Bauten angelegt, zwischen denen sich grüne Alleen hinziehen. Am Strand verläuft die sorgfältig angelegte "Corniche", der abendliche Promenadenweg.

Zu Abu Dhabi gehört die Oase Al-Ain im Osten: eine prächtige grüne Stadt mit einem berühmten Kamelmarkt, aber auch mit erstklassigen Hotels.

Dubai

Dubai ist die Hauptstadt des Emirates Dubai, dem zweitgrößten orientalischen Fürstentum der sieben Vereinigten Arabischen Emirate.

Vor rund 200 Jahren war Dubai noch eine kleine Siedlung, die von Fischern und Perlentauchern bewohnt wurde. Durch die schnell wachsenden Handelsbeziehungen wurde die Stadt rasch zum führenden Hafen der Golfküste. 1966 wurden Dubais Ölvorkommen entdeckt und man begann mit dem Ölexport. Heute ist Dubai eine "Boomtown" in der Wüste sowie wichtigstes Handels- und Tourismuszentrum von Nahost.

Dubai ist eine kosmopolitische Stadt mit einer einzigartigen Mischung kultureller Kontraste. Hier begegnen sich Orient, Asien und der Westen, Tradition und Moderne. Neben Moscheen und Lehm- und Korallensteinhäusern finden sich moderne Wolkenkrater aus Glas, Stahl und Beton, ultramoderne Shopping Malls und Jachthäfen mit weißen Luxusschiffen. Keine Stadt des Nahen Ostens ist so rastlos wie Dubai und so reich.

Durchzogen wird die Stadt vom Dubai Creek, einem natürlichen Meeresarm, der der historische und auch heutige Mittelpunkt des Lebens von Dubai City ist.

Dubai ist ein attraktives Reiseziel für sonnenhungrige und konsumfreudige Touristen geworden. Die Strände sind sauber, die Hotels luxuriös und wer es sich leisten kann, steigt im "Burj al Arab" ab, dem höchsten, teuersten und einzigen 7-Sterne-Hotel der Welt.

Für Aktivurlauber gibt es vorzügliche Sport- und Freizeiteinrichtungen, ob Golf oder Wassersport, Wüstensafari oder Dhow-Kreuzfahrt. Für Schnäppchenjäger bieten die historischen Souks und luxuriösen Einkaufskomplexe nach amerikanischem Vorbild pures Einkaufsvergnügen.

Sharjah

Das Emirat gehört zu den Großen. Es reicht vom Persischen Golf im Westen bis zum Golf von Oman im Osten, hat also zwei Küsten. Die Landschaft ist zum Teil Wüste, zum Teil angenehm grünes Land. Zudem ragen hier Teile des Oman-Gebirges auf. Es gibt viele gute, zum Teil luxuriöse Hotels, besonders an der Küste des Persischen Golfs, alle allerdings alkoholfrei.

Die Stadt Sharjah bietet ein buntes Gemisch aus Altem und Neuem, traditionelle Gasthöfe im Stil einer Karawanserei und ein altes Fort neben Hochhäusern, uralte Caféhäuser neben modernen Restaurants, farbenprächtige alte Souks mit verwinkelten engen Gassen, in denen aber auch die modernsten Elektronikartikel verkauft werden.

Zum Baden, Schnorcheln und Tauchen lädt die Küste bei Khor Fakkans am Indischen Ozean, einer nahe gelegenen kleinen Stadt, ein. Gleich dahinter ragt das Hajiar-Gebirge auf, in das Ausflüge unternommen werden können. Wüstensafaris sind ebenfalls möglich. Historisch Interessierte können bei der Ausgrabung Mileiha Fossilien betrachten, die 80 Millionen Jahre alt sind.

Ajman

Dieses Emirat ist besonders winzig - 260 Quadratkilometer groß. Haupterwerbszweige sind die Fischerei, der Anbau von Dattelpalmen und zunehmend maritime Dienstleistungen und verschiedene Industrien.

Um al-Qaiwain

Das winzige Scheichtum hat 40 Kilometer Küste, aber noch kaum Tourismus, der erst allmählich zunimmt.

Ras al-Khaimah

Das kleine Emirat - früher das grüne Zentrum der Arabischen Halbinsel - ist das geschichtsträchtigste Emirat der VAE. Seine Tradition der Herstellung von Keramiken setzt RAK Ceramiks, die weltgrößte Keramikfabrik fort. Ras Al Khaimah hat den ersten Tiefseehafen der VAE geschaffen. Fast 75 Prozent des gesamten Zementbedarfs werden etwa 20 km von der Stadt am Rande des Hajar-Gebirges hergestellt. Der Tourismus in Ras Al Khaimah wird zielstrebig entwickelt, um die natürlichen Potentiale des immer noch im klaren arabischen Stil lebenden Emirates zu nutzen.

Fujairah

Das Emirat besteht aus drei Gebieten am Golf von Oman. Der Hauptort liegt im kleineren südlichen Teil. Fujairah lebt vorwiegend von Gartenbau und Fischfang. Lange Zeit gehörte das Emirat zu Sharjah; erst 1951 löste es sich von dort. Heute ist Fujairah berühmt für seine Hafenanlagen und bekannt als Touristenzentrum.

Baden in den Emiraten

Kuor Fakkan ist eine kleine Stadt, die zu Sharjah gehört und am Golf von Oman - also am Indischen Ozean - liegt. Die Küste dort eignet sich sehr gut zum Baden, aber auch zum Schnorcheln und Tauchen. Der Strand ist schön und weit, die Landschaft interessant, weil gleich hinter dem Strand das Hajiar-Gebirge aufragt. Dorthin, aber auch in die Wüstengegenden werden - nicht nur - von der Stadt Sharjah aus spannende Ausflüge veranstaltet.

Aktiv-Urlaub

In den drei großen Emiraten - Abu Dhabi, Dubai und Sharjah - werden sämtliche Wassersportmöglichkeiten geboten: Segeln, Windsurfen, Wasserski, Schnorcheln, Tauchen. Auch viele andere Sportmöglichkeiten gibt es: Squash, Tennis, Reiten, Radfahren, Bogenschießen, Jeep-Safaris in die Wüste. Mit Picknick im Sand auf echten Teppichen. Fujairah und Ras Al Khaimah unternehmen erfolgreich große Anstrengungen, den Tourismus als Haupteinnahmequelle zu entwickeln.

Golfen in den Emiraten

Dieser Sport wird in den Emiraten immer beliebter. Vor etwa zehn Jahren wurde in Dubai der "Emirates Golf Platz" eröffnet, der 18-Loch hat und fünf etwas komplizierte Seen als Hindernisse. Inzwischen gibt es in der Nachbarschaft auch einen Neun-Loch-Platz mit Wasser-Hindernissen. Relativ neu ist der "Dubai Creek Golf" mit 18-Loch, bei dem es ebenfalls drei Seen sowie drei Meerwasser-Hindernisse gibt. Zu ihm gehört inzwischen auch ein Neun-Loch-Platz mit Flutlicht. (Hier werden auch Anfänger ohne Handicap unterrichtet.) Ein weiterer Golfplatz, einer der größten Flutlichtplätze der Welt: der "Dubai Golf and Racing Club" bei Dubai. Es ist ein Neun-Loch-Platz mit vier Seen. Ein weiterer Golfplatz entstand in Ras Al Khaimah.

Reisehinweise

Aktueller Hinweis:

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die diplomatischen Beziehungen zu Katar bis auf Weiteres abgebrochen. Der Luft- und Seeverkehr zwischen den beiden Ländern wurde eingestellt. Betroffene Reisende sollten Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter aufnehmen.

Da die Vereinigten Arabischen Emirate ein aktives Mitglied der Anti-ISIS-Koalition sind, muss in den VAE mit Anschlägen der Terrororganisation ISIS gerechnet werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, sich besonders in größeren Menschenansammlungen sicherheitsbewusst und situationsgerecht verhalten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eines der sichersten Reiseländer im Nahen Osten. Die Kriminalitätsrate ist sehr gering, trotzdem können vereinzelt Taschendiebstähle, z.B. in großen Einkaufszentren oder bei großen Veranstaltungen, vorkommen. Besonders vorsichtig sein sollten alleinreisende Frauen und weibliche Jugendliche bei Taxifahrten oder auf Spaziergängen bei Dunkelheit. In diesen Situationen kam es in letzter Zeit häufiger zu Übergriffen.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten Sie außerdem den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Homosexualität, nichtehelicher Geschlechtsverkehr und Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind in den VAE trotz des liberaleren Gesellschaftsklimas verboten. Dies kann im Extremfall bedeuten, dass es bei Anzeige einer Vergewaltigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Opfers wegen "nichtehelichem" Geschlechtsverkehr kommen kann. Nicht-eheliche Schwangerschaften können bei Bekanntwerden, z.B. bei einem Arztbesuch, ebenfalls strafrechtlich verfolgt werden. Ledige Schwangere, die in die VAE reisen möchten, sollten sich bewusst sein, dass auch für sie diesbezüglich ein gewisses Risiko bestehen kann.

WÜSTENTOUREN: Bei einer Wüstentour auf eigene Faust müssen einige lebenswichtige Regeln beachtet werden

- Niemals alleine fahren, sondern immer mit mindestens zwei Fahrzeugen.

- Das Hotel vor der Abfahrt informieren (wohin man fahren wird und wann man ungefähr zurückkommen wird).

- Bei einer Autopanne immer zusammenbleiben und nur zu zweit losgehen, um Hilfe zu suchen.

- Genügend Trinkwasser mitnehmen (pro Person zehn Liter). Fehlen dürfen auch nicht: 20 Liter Kanister Benzin, Erste-Hilfe-Paket, Wolldecke, zwei Ersatzreifen, Abschleppseil, zwei Schaufeln, ein Ersatzkanister, Kompass und Uhr, Keilriemen!

Einige Reiseveranstalter bieten Kurse für das Fahren im Sand und in den Dünen an, um Touristen auf Wüstensafaris vorzubereiten.

Das FOTOGRAFIEREN und FILMEN (auch mit Mobiltelefonen) von militärischen Anlagen, Häfen, Flughäfen, Herrscherpalästen, öffentlichen Gebäuden, Botschaftsgebäuden, Brücken, Industrieanlagen sowie Ölförder- und Erdgasanlagen ist verboten. Auf die Fotografierverbote wird oft durch Warnschilder hingewiesen, die jedoch teilweise leicht übersehen werden können. Verstöße werden konsequent von den emiratischen Behörden geahndet.

Verboten ist auch die Verbreitung, Veröffentlichung und Speicherung von Fotos, Informationen, Kommentaren, Szenen oder Neuigkeiten in sozialen Medien ohne Einverständnis der betreffenden Person.

ALKOHOL: Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten. Gekauft werden kann Alkohol, mit Ausnahme der Duty Free Shops am Flughafen, nur in lizenzierten Alkoholläden. Dazu ist eine Berechtigung (Liquor Licence) erforderlich, die nur von nichtmoslemischen Aufenthaltsberechtigten erworben werden kann. Alkohol wird zwar in einigen Hotels (meist Vier- und Fünf-Sterne-Hotels) angeboten, jedoch ist der Konsum ohne Lizenz nicht erlaubt. Bei Gesetzesverstößen kann der Reisepass abgenommen und es muss weiterhin mit Gerichtsverhandlung und Geldstrafe gerechnet werden. Im Emirat Sharjah herrscht ein totales Alkoholverbot, daher wird dort auch in Hotels kein Alkohol angeboten.

RAUCHEN: In den VAE herrscht ein generelles Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen und an allen öffentlichen Plätzen, in Shopping-Malls, Bildungseinrichtungen, Postämter, Büros, Internet-Cafés, Coiffeur-Salons, Restaurants und Kinos. Bei Zuwiderhandlungen können Geldstrafen verhängt werden.

DROGEN: Auf Drogenbesitz - auch zum Eigenbedarf, auch sog. weiche Drogen - in Kleinstmengen von weniger als 0,1 g in Reisegepäck, Kleidung oder Körper stehen in den Vereinigten Arabischem Emiraten langjährige Haftstrafen. Für Drogenhandel kann sogar die Todesstrafe verhängt werden. In Strafverfahren kann selbst einige Tage zurückliegender Konsum auch weicher Drogen durch Bluttests festgestellt und bestraft werden.

STRAFRECHT: Äußerungen zu religiösen Themen, die in Westeuropa unbedenklich wären, können in den VAE als Beleidigung des Islam oder des Propheten Mohammed strafrechtlich verfolgt und mit Geld-, evtl. sogar mit Freiheitsstrafen verfolgt werden. Die Missionierung von Muslimen ist verboten.

RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2018 vom 16. Mai bis zum 14. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Oman

Einreise für Deutsche

eVisa ist notwendig: https://evisa.rop.gov.om.

Als Touristen: In Ausnahmefällen ist ein Visum bei Ankunft an den Landesgrenzen und an den internationalen Flughäfen von Oman für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen erhältlich.

Erforderlich sind:

- der bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültige Reisepass (eine freie Seite)

- Rück- oder Weiterreiseticket und -dokumente

- ausreichende Geldmittel

Landesdaten

Lage

Das Sultanat Oman grenzt im Norden an die Vereinigten Arabischen Emirate (sowie mit seiner nördlichen Exklave auf der Halbinsel Musandam an die Straße von Hormuz), im Osten an den Golf von Oman, im Westen an Saudi-Arabien und im Süden an die Republik Jemen.

Fläche: ca. 309.500 km².

Verwaltungsstruktur: 5 Regionen (mintaqah; Al-Dakhiliyah, Al-Batinah, Al-Wusta, Al-Sharquiyah, Al-Dhahirah), 4 Verwaltungsbezirke (muhafazah; Al-Buraimi, Maskat, Musandam, Dhofar) und 62 Distrikte (wilayat).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,6 Millionen (davon ca. 2,5 Millionen Omani)

Städte:

Maskat (Hauptstadt, Englisch - Muscat) bildet mit Matrah, Ruwi, Qurum und Sib einen Siedlungskomplex mit ca. 775.000 Einwohnern (Capital Area)

As-Sib ca. 284.800

Bawshar ca. 187.00

Salalah ca. 155.300

Matrah ca. 150.000

Sohar ca. 129.800

Al-Buraymi ca. 60.200

Sur ca. 48.600

Al-Amarat ca. 47.400

Al-Khaburah ca. 42.000

Sprache

Im Sultanat Oman wird Arabisch gesprochen, vereinzelt auch Swahili, Farsi und Urdu. Im Geschäftsverkehr wird überwiegend Englisch benutzt.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +2 Stunden.

Stromspannung

220-240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz (örtlich jedoch Schwankungen zwischen 200 und 260 Volt).

Meist sind Steckdosen für dreipolige runde Stecker üblich. Deshalb empfiehlt es sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Luftpost ist bis zu 1 Woche nach Europa unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Oman ist 00968, die Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Vom Oman nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Öffentliche Telefonapparate gibt es immer weniger. Sie funktionieren meist mit Telefonkarten, die u.a. in Supermärkten erhältlich sind.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 999.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Oman von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Prepaid-Karten sind vergleichsweise günstig erhältlich für Anrufe ins Ausland und im Reiseland. Sie sind auch bei Mobilfunkanbietern (z.B. Omantel) im Flughafen in Maskat erhältlich.

Internet

Länderkürzel: .om

Internetcafés gibt es in den Städten, unter anderem in Maskat, Nizwah, Salalah und Sur.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

23. Juli (Renaissance-Tag)

18. November (Geburtstag von Sultan Qaboos + Nationalfeiertag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage sind möglich!):

13. April (Mohammeds Himmelfahrt)

15. bis 17. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

21. bis 25. August (Opferfest)

11. September (Neujahr 1440 nach islamischer Zeitrechnung)

20. November (Mohammeds Geburtstag)

Im Jahr 2019 dauert der Ramadan vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Fällt ein Feiertag auf einen Freitag, ist der Samstag oder ein anderer Werktag arbeitsfrei.

In Oman beginnt die Arbeitswoche am Samstag, der letzte Werktag in der Woche ist der Mittwoch. Das Wochenende ist somit der Donnerstag und der Freitag. Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag.

Die Hauptferienzeit fällt auf die Monate Juli und August.

Öffnungszeiten

Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag.

Banken: Sa bis Mi 8-12 Uhr, Do 8-11 Uhr;

Geschäfte: Sa bis Do 8/9-13, 16-21/22 Uhr. Einzelne Geschäfte schließen schon um 20 Uhr, wenige Supermärkte haben bis 23 Uhr geöffnet.

Behörden: Sa bis Mi 7.30/8-13/14 Uhr;

Büros: Sa bis Do 8-13, 16-19 Uhr.

Während des Fastenmonats Ramadan beginnen und enden die Öffnungszeiten eine halbe Stunde früher.

Kleidung

Für die heißen Monate sollte man leichte Sommerkleidung mitnehmen. Diese sollte jedoch immer gut waschbar und atmungsaktiv sein.

Für die kälteren Monate von November bis März sollte man auch leichte Wollsachen dabeihaben, da es in den Abendstunden recht kühl wird.

Außerdem sollte man zu jeder Jahreszeit eine gute Sonnenbrille und bequeme Schuhe dabeihaben. Für Nächte in der Wüste sollte man immer auch warme Pullover mitnehmen.

Bade- und Strandkleidung ist nur am Strand oder am Swimmingpool zu tragen (omanische Frauen baden vollständig bekleidet).

Weibliche Reisende sollten außerdem immer auf dezente Kleidung achten, die Beine und Oberarme bedeckt (dies gilt besonders für Ausflüge ins Landesinnere).

Herren sollten keine kurzen Hosen tragen.

Geschichte/Politik

Der Oman war schon im zwölften Jahrhundert v. Chr. besiedelt. Schon vor dem zweiten Jahrhundert v. Chr. gab es Handelsbeziehungen zwischen dem Reich Sumer und dem Oman. Sumerische Tafeln berichten von einem Kupferland "Magan", mit dem vermutlich der Oman gemeint war.

Die ersten Araber kamen um die Jahrtausendwende in den Oman. Die Batinah-Region war schon damals hochkultiviert und wurde im vierten Jahrhundert n.Chr. durch ein Bewässerungssystem noch wohlhabender. Das 7. bis 15. Jahrhundert war die Blütezeit des Seehandels, vor allem mit Persien, Indien und Südostasien. Im Jahre 1507 wurde die Hauptstadt des Oman, Maskat, von den Portugiesen eingenommen und erst Mitte des 17. Jahrhunderts konnte der Oman zurückerobert werden. Der Oman wurde ein reicher Staat mit Kronkolonien in Ostafrika; auch Sansibar gehörte zum Omanischen Sultanat. Der Wohlstand und Einfluss des Omans ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück.

Die heutige Staatsform ist das Sultanat, an dessen Spitze der Sultan steht. Von diesem werden die Mitglieder des Konsultativ- und Staatsrates ernannt.

Wirtschaft

Das aktuelle Wirtschaftswachstum begann erst 1990, nachdem eine ölpreisbedingte Rezession überstanden war. Die wesentlichste Einnahmequelle des Landes ist das Erdöl und das in jüngster Zeit entdeckte Erdgas. Die Reserven sollen bei gleichbleibender Förderung noch einige Jahrzehnte reichen. Dennoch setzt der Oman verstärkt auf die Diversifizierung der Wirtschaft, um sich von der starken Energiepreis-Abhängigkeit zu lösen. So entwickeln sich Industriezweige, aber auch die Landwirtschaft wächst stark. Die Berufsmöglichkeiten für Schulabgänger sind vielfältiger geworden, was für die recht wohlhabenden Omanis den Anreiz erhöht, einen Beruf zu erlernen. Der zu Beginn der 90er Jahre ausgerufene "Omanisierungsplan" soll mittelfristig die ausländischen Arbeitskräfte durch qualifizierte Omanis ersetzen, ohne jedoch die Effizienz der Wirtschaft zu vermindern.

Oman öffnete sich erst 1987 dem Tourismus und kann sich seitdem über stetig steigende Besucherzahlen freuen.

Religion

Die meisten Einwohner des Oman sind Moslems. Minderheiten sind Hindus.

Vegetation

Der Oman ist ein Wüstenland. Der Süden um Salalah jedoch bekommt vom warmen indischen Sommer-Monsun etwas ab, so dass hier großzügige Plantagen angelegt werden und Palmen gedeihen. Nach dem Monsun ergrünt der ganze Süden.

Tierwelt

Der Oman legt großen Wert auf die Erhaltung von Natur und Tierwelt und hat auch entsprechende Schutzgebiete angelegt. So können inzwischen wieder die Oryx-Antilope, Meeresschildkröten (die hier an den Stränden Eier ablegen), Leoparden, Falken und auch die langhaarige weiße Ziege, der Arabische Thar, hier leben und sich vermehren.

Kulinarisches

Die meisten Gerichte im Oman sind eigentlich indische Currys - Reisgerichte mit Fleisch in unterschiedlichsten Kombinationen, meist gut gewürzt und sehr wohlschmeckend.

Sitten und Gebräuche

Im Straßenbild sind ganz besonders die traditionellen Gewänder (Dischdasch) der Omanis auffallend. Meist in zartem Lila (auch in leichtem Mintgrün) dürfen sie nur von Omanis getragen werden, nicht von Ausländern. Die Frauen sind häufig verschleiert, auf dem Land sogar mit einer schwarzen Gesichtsmaske, die nur den Blick auf die Augen freilässt. Auf keine Fall darf man einheimische Frauen ohne Erlaubnis fotografieren - einer freundlichen Frage folgt jedoch gelegentlich sogar eine Einladung zu Tee und Datteln im Familienkreis.

Souvenirs

Der Weihrauch (engl. "frankincense") wird in unterschiedlichen Qualitäten zum Kauf angeboten (je heller desto wertvoller). Am besten erwirbt man einen traditionellen Weihrauchbrenner gleich dazu. Bemerkenswert ist der Silberschmuck des Oman, z. B. auffällige Ketten oder traditionelle Dolche.

Klimainformationen

Nordwestlich von Maskat erstreckt sich eine etwa 10 km breite Küstenebene (Batinah/Sohar) bis zur Grenze der Vereinigten Arabischen Emirate. Südlich von Maskat befindet sich das Oman-Gebirge, das bis 3.017 m hoch (Dschabal Schams) ist, gefolgt von Steppen und Wüsten (Rub'al Khali).

Die Salalah-Küstenebene ist rund 80 km lang und 8 km breit. Nördlich davon befinden sich die Dhofar-Berge, die bis 1.650 m hoch sind. Diese gehen in ein Hochplateau über, das durch Steppen und Wüstenvegetation geprägt ist.

Im nördlichen Landesteil, besonders in der Umgebung um Maskat, herrschen üblicherweise von Mitte März bis Mitte Oktober Sommertemperaturen um die 45°C (nicht selten auch bis zu 50°C). Auch noch nachts ist es dort mit bis zu 30°C heiß. An der Küste herrscht zusätzlich teilweise eine hohe Luftfeuchtigkeit. In den kälteren Monaten von November bis Februar betragen die Temperaturen etwa 28-32°C. Auch nachts sinkt das Thermometer nicht unter 16°C. Es fallen nur sporadisch Niederschläge.

Im südwestlichen Teil von Oman, dem Dhofar, ist das Klima subtropisch. So liegen die Temperaturen bei etwa 35°C und die relative Luftfeuchtigkeit ist hoch. In diesem Landesteil kann es von Mai bis September durch den Südwest-Monsun gelegentlich zu Niederschlägen kommen.

Beste Reisezeit

November bis März, in der Region Dhofar auch zwischen Mai und September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Es besteht ein sehr geringes Risiko, nur regional. Dort sind die allgemeinen SCHUTZMASSNAHMEN zu beachten.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Maskat ist malaria-frei.

Verbreitung

Sporadisch gibt es Malaria-Erkrankungen in den Regionen Ad Dakhiliyah, Nord-Al Batinah und Ash Sharqiyah.

Kein Risiko gibt es in Maskat.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

MASKAT: Dr. Mohammad Tahhan, Tahhan Clinic, Ruwi High Street,, Maskat, Tel. 773 10 78.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Rial Omani (R.O.)

1 Rial Omani = 1.000 Baizas.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 0,44 R.O.

1 US-$ = ca. 0,38 R.O.

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt; die Einfuhr israelischer Landeswährung ist verboten.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung in bar, als Schecks sowie von Wertpapieren, Juwelen etc. ab einem Gesamtwert von 6,000 R.O.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Umtausch: Mitnahme von US-$ wird empfohlen.

In entlegenere Gebiete (z.B. Masirah) sollte ein ausreichender Betrag an Rial Omani mitgeführt werden, da dort der Umtausch von Devisen und das Abheben mit der Kreditkarte problematisch sein kann.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von den großen Hotels, Autovermietern und größeren Reisebüros akzeptiert.

Geldautomat: Ja - In Maskat und Salalah gibt es Geldautomaten.

Reiseschecks: Ja - US-Reiseschecks werden von Banken vor allen Dingen in der Hauptstadt angenommen. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks jedoch rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Auskunftstellen

Ministry of Tourism
Madinat Al-Sultan Qaboos
North Ghobrah
Maskat
Ministry of Tourism
P.O. Box 200
Maskat /Sultanate of Oman
(00968) 24 58 88 80
(00968) 80 07 77 99, 24 58 87 00
www.tourism-oman.com
info@omantourism.gov.om

Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft Oman
German Industry and Commerce Office Oman
18th of November Street Building 268
2nd floor, Office 22
Azaiba
Maskat
Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft Oman
German Industry and Commerce Office Oman
P.O. Box 750, P. C. 111
Maskat /Sultanate of Oman
(00968) 24 49 87 01
www.omanchamber.com
info@ahkoman.com

Oman Chamber of Commerce and Industry (OCCI)
Maskat
Oman Chamber of Commerce and Industry (OCCI)
P.O. Box 1400, Postal Code 112, Ruwi
Maskat /Sultanate of Oman
(00968) 24 70 84 97
(00968) 24 76 37 00
www.omanchamber.com
occi@chamberoman.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft des Sultanats Oman
(mit Konsularabteilung)
Clayallee 82
14195
Berlin
(0 30) 81 00 51 99, 81 00 51 96
(0 30) 810 05 10
www.oman-embassy.de
botschaft-oman@t-online.de; berlin@mofa.gov.om
Mo bis Fr 9-15.30 Uhr
Dänemark, Norwegen, Schweden

Honorarkonsulat des Sultanats Oman
Mainzer Straße 31
65719
Hofheim
(0 69) 26 40 16 80
www.oman-embassy.de
office@honorarkonsul-oman.de
Di, Mi und Do 10-12 Uhr
(keine Visumangelegenheiten)

Embassy of the Federal Republic of Germany
Diplomatic Area, Al-Khuwair
Jami'at Al-Duwal Al-Arabiah Street
Maskat
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 337, 103 Bareeq Al-Shatti
Maskat/Sultanate of Oman
(00968) 24 69 12 78
(00968) 24 69 12 18, 24 69 12 44, 24 69 12 55
Amtsbezirk: Sultanat Oman

Ärztliche Hilfe

MASKAT: Dr. Mohammad Tahhan, Tahhan Clinic, Ruwi High Street,, Maskat, Tel. 773 10 78.

Sehenswertes

Maskat

Die alte Hauptstadt schmiegt sich malerisch in die kleine Bucht. Natürlich ist die Stadt längst weiter gewachsen, mit dem modernen Hafen Muttrah, dem Geschäftsviertel Ruwi und weiteren Satellitenstädten.

Dhofar

Die Südregion des Oman macht ein Drittel der Gesamtfläche des Landes aus. Die Küstenebene ist nur maximal acht Kilometer breit, jedoch mit fruchtbarem Schwemmsand und reichhaltigen Regenfällen gesegnet. Sie erstreckt sich von Raysut bis über Salalah hinaus. Salalah ist die Sommerresidenz des Sultanates, wegen des milderen Klimas. Die Gegend ist außergewöhnlich grün nach den Regenfällen im Herbst. Weihrauch wurde und wird hier gehandelt, die Ruinen des Palastes der Königin von Saba sind zu besichtigen und die Strände laden zu Ruhetagen ein.

Musandam

Die Nordspitze des Omans hat einen ganz besonderen Reiz, nicht nur weil sie durch einen Landstreifen der Vereinigten Arabischen Emirate vom Rest des Omans getrennt ist. Die Berge sind zerklüftet und die Landspitze ragt weit in die Straße von Hormuz hinein.

Das Landesinnere

Die Oasenstadt Nizwa war früher die Hauptstadt des Oman. Mit vielen historischen Gebäuden und dem 1668 erbauten Fort ist Nizwa ein Anziehungspunkt für Touristen im "Interior". Auf dem Souk kann man Kupfer- und Silberwaren erwerben. Bahla, 35 km westlich von Nizwa, ist bekannt für seine Töpfereien und gleichzeitig eine traditionelle omanische Stadt mit einer zwölf Kilometer langen Stadtmauer und reichen Palmenplantagen.

Reisehinweise

Verstärkte Kontrollen: Wegen der aktuellen Sicherheitslage im Nachbarland Jemen werden vermehrt Kontrollen auf den Straßen Omans durchgeführt.

Piraterie: Vor den Küstenzonen Somalias und der Nachbarstaaten mitsamt den dazugehörigen Gewässern sind Schiffe weiterhin stark gefährdet, von Piraten angegriffen und gekapert zu werden. Dies gilt ebenso für die Gewässer rund um Madagaskar und die Seychellen sowie vor Kenia, Jemen, Mosambik, Oman und Tansania. Schiffsführern wird dringend zur Vorsicht geraten. Darüber hinaus ist es ratsam, sich beim Maritime Security Centre registrieren zu lassen: www.mschoa.org.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* Besucher, die noch in keiner Wüste waren, sollten nur mit Ortskundigen oder Reiseveranstaltern diese Gebiete erkunden.

* Bei Fahrten in das Grenzgebiet Oman - Saudi-Arabien - Jemen sollte man nur in der Gruppe im Konvoi fahren.

* Das Fotografieren von Militär- und Polizeieinrichtungen und von Personen in Uniform sollte unterlassen werden. Bei anderen zivilen Personen sollte vor dem Fotografieren die Zustimmung eingeholt werden.

* Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln oder zu konsumieren steht unter Strafe (gesetzlich kann dafür die Todesstrafe verhängt werden). Vorsicht ist auch angebracht bei Arzneien wie Psychopharmaka - diese könnten als Drogen gewertet können. In diesem Fall ist ein Arzt-Attest mitzuführen (inklusive Übersetzung).

* Ausflüge mit dem Boot in der Straße von Hormuz und zur Küste westlich der Vereinigten Arabischen Emirate sowie zu den Inseln Lesser Tumb, Abu Moussa und Greater Tumb sollten nicht unternommen werden! Grund für das Fernhalten von diesen Gebieten sind Konflikte zwischen den Staaten Oman, Vereinigten Arabischen Emirate und Iran, da alle drei Ansprüche darauf erheben.

* Reisende sollten stets Kopien der Passseiten mit den personenbezogenen Daten mit sich führen und den Original Reisepass sicher deponieren.

* RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan ändert sich von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Indien

Einreise für Deutsche

Ein Visum ist erforderlich. Notwendig ist dazu u.a. der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültige nationale Reisepass.

Erhältlich ist auch ein e-Visa mit zweimaliger Einreise für einen touristischen und geschäftlichen Aufenthalt von 60 Tagen an bestimmten Flughäfen. Für das e-Visa muss vor der Reise eine Einreisegenehmigung, "Electronic Travel Authorization" (ETA), online unter https://indianvisaonline.gov.in/evisa/tvoa.html besorgt werden.

Landesdaten

Lage

Die Indische Bundesrepublik liegt in Asien auf dem Indischen Subkontinent. Das Land grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an die Volksrepublik China und Nepal. Im Osten umschließt die Indische Bundesrepublik Bangladesch und grenzt dann an Myanmar und den Golf von Bengalen, im Süden an den Golf von Manar und im Westen an das Arabische Meer.

Fläche: 3.287.263 km² mit Kaschmir und Sikkim.

Verwaltungsstruktur: 29 Bundesstaaten und 7 Unionsterritorien.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 1,21 Milliarden

Städte:

New Delhi (Hauptstadt) ca. 250.000 (Groß-Delhi ca. 16,3 Millionen)

Mumbai (Bombay) ca. 12,5 Millionen (mit Vororten ca. 18,4 Millionen)

Delhi ca. 11 Millionen

Bangalore ca. 8,4 Millionen (mit Vororten ca. 8,5 Millionen)

Hyderabad ca. 6,8 Millionen (mit Vororten ca. 7,7 Millionen)

Ahmedabad ca. 5,6 Millionen (mit Vororten ca. 6,4 Millionen)

Chennai (Madras) ca. 4,7 Millionen (mit Vororten ca. 8,7 Millionen)

Kolkata (Calcutta) ca. 4,5 Millionen (mit Vororten ca. 14,1 Millionen)

Surat ca. 4,5 Millionen

Poona (Pune) ca. 3,1 Millionen (mit Vororten ca. 5 Millionen)

Jaipur ca. 3,1 Millionen

Lucknow (Lakhnau) ca. 2,8 Millionen

Kanpur ca. 2,8 Millionen

Nagpur ca. 2,4 Millionen

Indore ca. 2 Millionen

Thane ca. 1,8 Millionen

Bhopal ca. 1,8 Millionen

Visakhpatnam ca. 1,7 Millionen

Weitere Städte über 1 Million Einwohner: Agra, Allahabad, Amritsar, Coimbatore (Agglomeration), Dhanbad, Faridabad, Ghaziabad, Gwalior, Haora, Jabalpur, Jodhpur, Kalyan-Dombivli, Kota, Ludhiana, Madurai, Meerut, Nashik, Navi Mumbai, Patna, Pimpri-Chinchwad, Raipur, Rajkot, Ranchi, Shambajinagar (Aurangabad), Srinagar, Vadodara (Baroda), Varanasi (Benares), Vasai-Virar, Vijayawada

Sprache

Die Nationalsprache ist Hindi. Es gibt noch circa 17 weitere Sprachen sowie die Amtssprache Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +4 1/2 Stunden (während der europäischen Sommerzeit +3 1/2 Stunden).

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. In einigen Stadtteilen und Gegenden Indiens gibt es auch noch Gleichstrom. Außerhalb von Mumbai muss mit starken Spannungsschwankungen (180-280 Volt), insbesondere in der heißen Jahreszeit gerechnet werden. Es werden hauptsächlich englische Rundstecker benutzt, jedoch gibt es auch andere Steckdosen. Die Mitnahme von Adaptern ist auf jeden Fall ratsam.

Telefon/Post

Post

Post nach Europa benötigt als Luftpost (unbedingt kennzeichnen!) ca. 6-8 Tage, als Seefracht ca. 2-3 Monate.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Indien ist 0091.

Von Indien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Satelliten-Telefone mitzuführen ist nur erlaubt, wenn eine Erlaubnis vom Department of Telecommunications vorliegt (Internet: www.dot.gov.in).

NOTRUFNUMMERN: Polizei 100/22 97 15 00 (vom Mobiltelefon 112), Feuerwehr 101, Rettungsdienst 102/108.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Indien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Für die Netztechnik iDEN wird ein spezielles iDEN-Mobiltelefon benötigt.

Internet

Länderkürzel: .in

Internetcafés gibt es in den Großstädten überall, allerdings mit unterschiedlichen Tarifen. Auch auf dem Land kann man fündig werden. Stromausfälle erschweren die Kontakte.

Feiertage

Im Jahr 2018:

26. Januar (Tag der Republik)

15. August (Unabhängigkeitstag)

2. Oktober (Mahatma Gandhi´s Geburtstag)

Darüber hinaus gibt es in den einzelnen indischen Bundesstaaten noch zahlreiche weitere Feiertage (die jeweiligen hinduistischen und islamischen Feiertage verschieben sich von Jahr zu Jahr entsprechend dem Mondkalender). Hier nur eine Auswahl:

1. Januar (Neujahr)

14. Januar (Makara Samkranti; Nord-Indien)

15. Januar (Pongal; Südindien)

22. Januar (Vasant Panchami)

31. Januar (Guru Ravidas´s Geburtstag)

10. Februar (Maharishi Dayanand Saraswati´s Geburtstag)

14. Februar (Maha Shivratri)

19. Februar (Chatrapati Shivaji Maharaj´s Geburtstag)

2. März (Holi)

18. März (Gudi Padva)

18. März (Telugu-Neujahr)

25. März (Ram Navami)

29. März (Mahavir´s Geburtstag)

30. März (Karfreitag)

1. April (Hazarat Ali´s Geburtstag)

14. April (Vaisakhi/Vishu)

14. April (Masadi)

14. April (Ambedkar´s Geburtstag)

14. April (Vaisakhi/Vishu)

30. April (Buddha Purnima)

1. Mai (Tag der Arbeit)

9. Mai (Rabindranath Tagor´s Geburtstag)

15. Juni (Jamat-ul-Vida)

15. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

17. August (Parsee Neujahr)

22. August (Opferfest)

2. September (Janmashtami/Sri Krishna´s Geburtstag)

13. September (Ganesh Chaturthi)

21. September (Muharram)

17. Oktober (Dussehra)

6. November (Diwali)

21. November (Geburtstag des Propheten Mohammed)

23. November (Guru Nanak´s Geburtstag)

25. Dezember (Weihnachten)

Im Jahr 2019 dauert der Ramadan vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Die Hauptferienzeiten sind von Region zu Region unterschiedlich. Sie liegen in New Delhi von Mitte Mai bis Mitte Juli, in Mumbai Mitte April bis Ende Mai, in Kolkata Mitte Mai bis Mitte Juni sowie in der Zeit zwischen Dussehra und Diwali.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 10/11-14/15 Uhr (Abweichungen sind möglich), teilweise auch Sa 10/11-12/13 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 10-13, 14-18 Uhr;

Regierungsstellen: im Allgemeinen Mo bis Fr 10-17 Uhr (Die Mittagspause wird zu unterschiedlichen Zeiten gemacht; mindestens aber von 13-14 Uhr);

Geschäfte: Mo bis Sa ca. 9.30-18 Uhr mit Mittagspause. Kleinere Läden haben von frühmorgens bis spätabends geöffnet;

Restaurants: täglich 8-2 Uhr;

Post: Mo bis Fr 10-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr, in größeren Städten länger (Mittagspause 13-14 Uhr).

Kleidung

Während der kühlen Jahreszeit (von Oktober bis März) empfiehlt es sich, leichte Kleidung mitzunehmen. Während dieser Zeit ist im nördlichen Teil Indiens wärmere Kleidung erforderlich. Bei einem Aufenthalt an der Küste empfiehlt sich, tagsüber leichte Kleidung zu tragen. Wenn man Indien außerhalb der kühlen Jahreszeit bereist, sollte man sehr leichte Kleidung mitnehmen und daran denken, dass die Kleidung wegen der Hitze oft mehrmals am Tag gewechselt werden muss. Ausgewählt werden sollten körperbedeckende, jedoch keine figurbetonenden Kleidungsstücke (insbesondere für den Besuch von heiligen Stätten). Auch beim Baden sollten Shorts für Männer sowie T-Shirts für Frauen getragen werden (ausgenommen touristische Badeorte wie Goa oder Mumbai).

Wäschereien und Reinigungsanstalten arbeiten im Allgemeinen rasch und billig (hat man jedoch sehr empfindliche Kleidung ist es nicht zu empfehlen, diese Dienste in Anspruch zu nehmen. Dies gilt auch für die Wäschereien in Hotels).

Geschichte/Politik

Die politische Geschichte Indiens liegt nach der Eroberung der Draviden im Jahre 3.000 v. Chr. für mehrere Jahrhunderte im Dunklen. Um etwa 1.200 v. Chr. wanderten Hirtenkrieger ein, welche die nordindische Ebene eroberten und das Kastensystem einführten. Um die Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. wirkte Buddha im heutigen Bihar. Alexander der Große führte 326 v. Chr. eine Expedition nach Nordindien. In der Folgezeit bestanden dort mehrere Großreiche, darunter die Maurya-Dynastie und das Gupta Reich. Schon 732 n.Chr. wurde Sind von den Arabern unterworfen, aber erst um 1200 kam es dort zu einer islamischen Staatenbildung. Unter der Mogulherrschaft Akbars wurde fast ganz Indien zu einem Reich vereint. Das Mogulreich erreichte seine kulturelle Blüte und die indisch-sarazenische Architektur wurde ausgebildet, deren berühmtestes Beispiel das Taj Mahal ist. Erst durch das Eindringen afghanischer Eroberer sowie der Europäer (Portugiesen, Niederländer, Franzosen, Briten) im 18./19. Jahrhundert änderten sich die Machtverhältnisse. 1858 wurde Indien direkt der britischen Krone unterstellt. Unabhängigkeitsbestrebungen, die sich beispielsweise im Großen Indischen Aufstand von 1857/58 entluden, folgten Perioden brutaler Unterdrückung durch die Truppen der britischen Kolonialmacht. Aber auch Gewalt konnte nicht verhindern, dass 1885 in Puna der Indian National Congress gebildet wurde.

Nach dem Ersten Weltkrieg (an dem indische Einheiten an der Seite Großbritanniens teilnahmen) führte Mahatma Gandhi eine Bewegung des Zivilen Ungehorsams an und rief zum Boykott britischer Waren auf. 1947 wurden Indien und Pakistan (seit 1940 geteilt) in die Selbstständigkeit entlassen. Streitigkeiten zwischen Indien und Pakistan, bei denen es hauptsächlich um die Provinz Kaschmir ging, entluden sich von 1947 bis 1949 sowie 1965. In den 70er Jahren unterstützte Indien die staatliche Verselbstständigung Ostpakistans zu Bangladesch. Die nachfolgende Periode war gekennzeichnet durch immer wieder auflebende religiöse Konflikte wie etwa die Autonomiebestrebungen radikaler Sikhs im Punjab, die blutig niedergeschlagen wurden. Der Dauerkonflikt zwischen Hindus und Moslems entlud sich 1992/1993 in blutigen Unruhen. Auch in der Beziehung zu Pakistan treten immer wieder Streitigkeiten auf.

Wirtschaft

Mehr als zwei Drittel der indischen Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Auf fruchtbarem Boden kann es bis zu drei Ernten im Jahr geben. Die meisten Höfe sind sehr klein. Reis ist das wichtigste Anbauprodukt und gleichzeitig das Hauptnahrungsmittel weiter Kreise der indischen Bevölkerung. Indien gehört aber auch zu den weltgrößten Produzenten von Zuckerrohr, Tee, Baumwolle und Jute. Andere Anbauprodukte sind neben Kaffee, Sorghum, Hirse, Mais, Gerste, Kichererbsen und Bananen auch Mangos, Gummi, Leinsamen, Erdnüsse sowie verschiedene Gewürze. Die Viehzucht (Büffel, Pferde und Esel) ist für die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Kamele gehören in den Trockengebieten des Punjab und Rajasthans zu den wichtigsten Lasttieren. Schafe und Ziegen werden hauptsächlich wegen der Wolle gezüchtet.

Die vielfältigen Bodenschätze bildeten die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung Indiens nach der Unabhängigkeit. Das Land gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Eisenerz, Kohle und Bauxit. Die älteste und immer noch wichtigste Industrie-Branche Indiens ist die Textilindustrie (es werden hauptsächlich Baumwollstoffe hergestellt). In den letzten Jahren erlebte auch die Computerindustrie, insbesondere der Softwarebereich, einen gewaltigen Aufschwung. Die südindische Stadt Bangalore gilt als das "Silicon Valley" Indiens.

Religion

Etwa 85 Prozent der indischen Bevölkerung sind Hinduisten. Daneben sind es ungefähr 11 Prozent der Bevölkerung, die Gläubige des Islams sind. Der Hinduismus zählt zu den ältesten Religionen der Welt und ist in seinen verschiedenen Ausprägungen unwahrscheinlich vielfältig. Zentral ist die Vorstellung einer zyklischen Wiederkehr von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Die Seele wandert von einem Leben zum nächsten. Um die ersehnte Erlösung zu erlangen, muss ein Hindu die Pflichten, die ihm durch seine Kaste vorgegeben sind, erfüllen. Hindus verehren eine ganze Reihe von Gottheiten, denen sie sowohl im eigenen Haus als auch in Tempeln ihre Verehrung entgegenbringen. Wallfahrten zu heiligen Plätzen sind fester Bestandteil der Glaubenspraxis.

Weitere in Indien vertretene Glaubensrichtungen sind der Jainisismus (die Wiedergeburt schließt in dieser Glaubensrichtung auch Tiere und Pflanzen ein; hohe Bedeutung wird der Meditation beigemessen sowie der Achtung vor allem Lebendigem), der Buddhismus (Buddha verkündet ebenfalls die Wiedergeburt; es gibt aber keine Götter wie im Hinduismus zu denen man um Erlösung betet, vielmehr kann man dem Kreislauf der Wiedergeburten nur entrinnen, wenn man bestimmte Regeln befolgt), der Sikhismus (Mischung aus Islam und Hinduismus) und der Zoroastrismus (persischen Ursprungs, der Mensch wird am Ende seines Lebens nach seinen Gedanken und Taten beurteilt). In Indien leben etwa 3,5 Prozent Christen.

Vegetation

Der klassische indische Dschungel ist nur noch in wenigen Landesteilen anzutreffen. Der größte Teil des Landes ist Kulturland geworden. Im Himalaya kann man bis knapp unterhalb der Schneegrenze (5.000 m) Rhododendren und Wacholder finden. In tieferen Lagen gibt es auch Wälder. Mais kann bis etwa 3.000 m angebaut werden, wobei Getreide nur unter 2.600m und Reis gar nur unter 2.000 m kultiviert werden kann. In den anderen Regionen Indiens findet man je nach Niederschlagshäufigkeit Palmen (Kokos, Datteln, Betelnuss), dazu Tee und Kaffee, Sandelholz, Baumwolle, Zuckerrohr, Erdnüsse, Tabak und viele andere Wirtschaftspflanzen. Bambus wächst so gut wie überall.

Tierwelt

Die Kuh gilt in Indien als heilig. Entstanden ist diese Besonderheit durch die herausragende Bedeutung, die Rinder beim Ackerbau hatten, wo sie zur Bodenbestellung unerlässlich waren. Diese lebenserhaltende Funktion wandelte sich durch den buddhistischen Einfluss der Nichtverletzung des Lebens schließlich in ein Tötungsverbot für Rinder.

Der bengalische Tiger ist durch die inzwischen verbotene Jagd ziemlich dezimiert worden, es werden nur noch etwa 6.000 Tiere in Indien vermutet. Zum Schutz der Tiere und ihres Lebensraumes gibt es inzwischen einige Reservate. Darüber hinaus gibt es in Indien aber auch noch andere Großkatzen, darunter Löwen, Leoparden und Geparden. Mit etwas Glück kann man im westindischen Gir-Reservat oder im Kumbhalgarh-Schutzgebiet Lippenbären beobachten. Elefanten werden nach wie vor zur Waldarbeit eingesetzt. Affen kann man fast überall sehen. Einige Rhesusaffen genießen in Tempeln besonderen Schutz und leben zum Teil sogar in den Städten. Der Pfau ist der indische Nationalvogel und wird gerne als Haustier gehalten. Der inzwischen auch in Europa gut bekannte Beo wird gern in Gefangenschaft gehalten, da er außerordentlich gut sprechen kann. Seine Stimme ist durchdringend, und er kann Geräusche täuschend echt nachmachen. Termiten fallen vor allem durch ihre rostroten Hügel auf. In diesem komplizierten Konstrukt aus Lehm, Holzresten und Speichel leben bis zu drei Millionen Termiten. Besonders schön sind die Schmetterlinge, deren größter Vertreter eine Spannweite bis zu 20 cm aufweisen kann.

Kulinarisches

Die indische Küche ist äußerst vielseitig und weltberühmt. Lamm- und Geflügelgerichte werden in zahlreichen Varianten angeboten. Als Beilagen gibt es verschiedenen Reissorten und Fladenbrote, z.B. Chapatis, Rotis, Nans. Es gibt es vielfältiges Angebot an vegetarischen Speisen. Unter "Curry" wird in Indien eine für jedes Gericht individuelle Gewürzmischung verstanden, meist mit Chili, Koriander, Kardamom, Safran und Kreuzkümmel.

In Nordindien sind die Speisen fetthaltig und nicht so scharf gewürzt kocht. Als Beilage wird Brot bevorzugt. In Nordindien wird als Getränk der Tee dem Kaffee vorgezogen. Spezialitäten der nordindischen Küche sind beispielsweise Tandoori-Gerichte, bei denen Gemüse und Fleisch in einer Joghurt-Gewürzmarinade in einem speziellen Backofen gebacken werden.

Die südindische Küche ist leicht, oft vegetarisch und schärfer als die nordindische. Vor allem die Gewürzkombinationen Südindiens sind berühmt. Die südindische Küche bietet sogenannte "Thalis", eine Platte mit Gemüsen, Joghurt und Chutney an. Dazu gibt es Reis. Auch die Snacks in den südindischen Restaurants sind sehr schmackhaft. Als Getränk wird Kaffee bevorzugt.

Die Desserts sind süß und lecker. So ist beispielsweise "Barfi", ein Milchdessert mit Gewürzen und Nüssen oder "Kulfi", indisches Eis mit Kardamom- oder Pistanziengeschmack, sehr zu empfehlen. Als Getränke werden neben Tee und Kaffee Softdrinks wie Cola, Lime Soda oder Kokosnussmilch angeboten. Alkohol wird in Bars und Restaurants mit "Permit" ausgeschenkt. Beim Bier sollte man sich an die bekannten Sorten halten, regionale Biere sind häufig hygienisch bedenklich.

Sitten und Gebräuche

Bettler gehören in Indien zum allgegenwärtigen Straßenbild. Ein soziales Netz für Bedürftige oder Alte gibt es nicht, so dass viele auf Almosen angewiesen sind. Üblich sind Gaben an Bedürftige nach einem Tempel- oder Moschee-Besuch. In den Städten sind die Bettler oftmals organisiert, so dass besonders die Kinder für Auftraggeber betteln müssen. In Touristenzentren sind die Bettler oftmals recht aufdringlich, so dass der Besucher von einer Mischung aus Mitleid und Verärgerung verwirrt wird. Im Gegensatz zu den Kindern, die statt eines Schulbesuches auf die Straße geschickt werden, befinden sich alte Menschen auf den Straßen meistens wirklich in einer Notlage.

Indien ist bekannt für farbenprächtige Feste, deren Besuch von keinem Reisenden versäumt werden sollte. Am 26. Januar findet in Delhi ein großer Umzug zum Tag der Republik statt, mit Militärparaden und Elefanten. Im Februar/März kann der Besucher in Nordindien das Hindu-Fest Holi erleben. Das Schiitische Muharram Fest dauert 10 Tage und kann besonders schön in Lucknow erlebt werden. Ein großer Umzug findet statt, bei dem sich religiöse Fanatiker auch geißeln. Alle drei Jahre findet das gigantische Kumbh Mela Fest im Wechsel in Allahabad, Hardwar, Nasik und Ujjain statt, bei dem ein alter Konflikt zwischen Göttern und Dämonen nachgespielt wird. In Puri findet jedes Jahr im Juni/Juli das Autofest statt, bei dem ein riesiges Tempelfahrzeug durch die Stadt gezogen wird. In Kerala findet am zweiten Samstag im August das Nehru Cup Snake Boat Race statt, ein Bootsrennen in Alappuzha. Das Gansh chaturhthi Fest im August/September kann in ganz Indien erlebt werden, besonders eindrucksvoll in Maharashtra. Das Dussehra Fest mit dem Fest der Götter sollte in den Bergregionen erlebt werden, besonders spektakulär in Mysore oder Ahmedabad. Im November fidet das riesige und farbenprächtige Kamel Fest in Pushar in Rjastan statt. Ebenfalls im November findet das Hindu-Fest Diwali über 5 Tage statt.

Souvenirs

Großes Ansehen in aller Welt genießen Seiden- und Baumwollstoffe. Stickereiarbeiten mit kleinen Spiegeln werden gerne mitgenommen. Schals aus Kaschmirwolle sind besonders edel, es können aber auch andere Wollschals erworben werden. Bekannt und umstritten sind die Teppichknüpfereien aus Indien, die in allen Touristenzentren zu finden sind. Bei Teppichen, die mit dem Label "rugmark" gekennzeichnet sind, verzichten die Hersteller auf Kinderarbeit. In Hyderabad sind Schmuckstücke aus echten Perlen besonders günstig zu bekommen, ansonsten sind Silberarbeiten äußerst preiswert. Goldschmuck ist auf Grund der 22 Karat durch hohe Besteuerung eher teuer. Holz- und Einlegearbeiten oder auch Götterfiguren auch Stein werden gerne zur Zierde der heimischen Wohnung mitgenommen.

Natürlich gehören Lebensmittel wie Pickles, Gewürze oder auch Tee ins Gepäck eines jeden Hobbykochs und sind in jedem größeren Markt zu haben.

Klimainformationen

In der Zeit von Mitte April bis Mitte Juni werden üblicherweise die höchsten Temperaturen gemessen.

In Nord- und Zentralindien herrscht subtropisches Kontinentalklima mit starken Temperaturschwankungen. Die Regenzeit geht von Juni bis September. An die Monsunzeit schließt sich dann nochmals eine kurze Hitzeperiode an (meist in den Monaten September und Oktober). Im Binnenland (Delhi, Agra, Hyderabad) herrscht während der heißen Jahreszeit eine trockene Hitze.

In Südindien herrscht tropisches Klima. In der heißen Zeit von April bis Juni herrscht eine trockene Hitze.

In Südost-Indien ist die Regenzeit von Mitte Oktober bis Ende November. Entlang der Küste sind die heißen Monate mit hoher Luftfeuchtigkeit verbunden.

Die großen Niederschlagsmengen, besonders entlang der Küste, verbunden mit häufigen Überschwemmungen, machen die Monsunzeit von Anfang Juni bis September/Oktober für Reisen nach und in Indien nur bedingt geeignet. In den Hochlagen gibt es kaum monsunbedingte Probleme.

Die Luftverschmutzung in Delhi ist sehr hoch (Delhi zählt zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung aller Großstädte der Welt). Aus diesem Grund kann ein Aufenthalt in Delhi für Menschen mit Atmungs- und Kreislaufproblemen sehr ungünstig sein.

Beste Reisezeit

Die Monate November bis März sind die angenehmste Reisezeit. Für die Bergregionen sind die Monate Juni bis August geeignet (schneefrei).

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Polio (Kinderlähmung) bei Einreise von Staatsangehörigen aus Afghanistan, Äthiopien, Kenia, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Die Impfung muss mindestens 4 Wochen vor Einreise durchgeführt werden.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

mitführen.MALARIA T. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Ein Malariarisiko besteht prinzipiell ganzjährig im gesamten Land mit Ausnahme in Bergregionen der Bundesstaaten Himachal Pradesh, Kaschmir und Jammu sowie Sikkim. Ein erhöhtes Übertragungsrisiko ist während den Regenzeiten (Monsun) zu verzeichnen. Ein geringeres Risiko gibt es in den süd-indischen Bundesstaaten Tamil-Nadu und Kerala.

Auch in Stadtgebieten besteht ein geringes Übertragungsrisiko, welches sich jedoch während und kurz nach den Regenzeiten erhöht. Etwas steigendes Malariarisiko in Goa.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

CHENNAI (Madras): New Asian Hospital, Dr. S.N. Saikishore (spricht Englisch), E-147/A, 2. Ave Besant Nagar,, Chennai (Madras), Tel. 24 91 67 63;

DELHI:Dr. D. Chawla, Dr. Chawla's Clinic, 37, Prithviraj Rd.,, New Delhi, Tel. 24 69 04 29;

GOA:Dr. Hugo Meneses (spricht Englisch), C-5, 167, Panjim,, Goa, Tel. 59 18, 56 87;

MUMBAI (Bombay):Dr. N. P. J. Pocha v, 30, Nepean Sea Rd.,, Mumbai, Tel. 23 67 76 36; Breach Candy Hospital and Nursing Home, Dr. K. G. Nair (spricht Englisch), B. Desai Rd.,, Mumbai, Tel. 363 36 51;

BANGALORE:Manipal Hospital, Dr. Ravi Raghavan (spricht Englisch), Bangalore, Tel. 30 90 39 97.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Indische Rupie (iR)

1 Indische Rupie = 100 Paise.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 84,44 iR

1 US-$ = ca. 72,54 iR

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: verboten

Deklaration: Ja - die Deklaration wird empfohlen bei der Einfuhr von Fremdwährung in bar bei Beträgen im Wert ab 5.000 US-$; bei Einfuhr von Fremdwährung in bar, Reiseschecks und weiteren Geldmitteln im Wert ab 10.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: bar, Reiseschecks, Schecks etc. in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: verboten

Umtausch: am besten umgetauscht werden US-$ und Britische Pfund. Eingerissene oder schmutzige Scheine sollten nicht angenommen werden. Es sollte auf die Herausgabe von kleinen Stückelungen geachtet werden.>>> Es wird geraten, nur in Banken oder lizenzierten Umtauschstellen Geld zu wechseln oder die Zahlungsmittel wie Reiseschecks einzulösen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Geschäften, verschiedenen Autovermietern und großen Hotels etc. akzeptiert (bei Buchung abklären).

Reisende sollten eine internationale Kreditkarte bei Aufenthalten vor allem in ländlichen Bereichen Indiens mitführen, um liquide zu sein; die Barzahlung kann derzeit noch problematisch sein, weil alte 500- und 1.000-Rupien-Geldscheine im Dezember 2016 für ungültig erklärt worden waren und eventuell dort noch nicht ausreichend neue Scheine im Umlauf sind.

Geldautomat: Ja - in größeren Städten kann an Automaten mit Kreditkarten Geld abgehoben werden.

Reiseschecks: Ja - sie können bei vielen Banken eingewechselt werden. Mitnahme von US-$- und Brit.-Pfund-Reiseschecks wird empfohlen. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks in Banken jedoch stark rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Rücktausch: Für den Rückumtausch müssen oftmals Wechselbescheinigungen vorgewiesen werden, Mindestbetrag ist häufig 1.000 iR.

Auskunftstellen

Im Reiseland

Zweigstelle Bangalore

Deutsch-Indische Handelskammer Bangalore
(Indo-German Chamber of Commerce)
403, Shah Sultan, 4th Fl.
Cunningham Road
Bangalore 560 052
Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
Zweigstelle
P.O. Box 144
Bangalore 560 052/Indien
(0091 80) 22 20 37 97
(0091 80) 22 26 56 50
bangalore@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle Chennai (Madras)

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
117, G. N. Chetty Road, T.N. Nagar
Chennai 600 017
Deutsch-Indische Handelskammer Bangalore
(Indo-German Chamber of Commerce), Bangalore
403, Shah Sultan, 4th Fl.
Cunningham Road
Bangalore 560 052

Postfachanschrift
Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
Zweigstelle
P.O. Box 3501
Chennai 600 017/Indien
(0091 44) 28 34 18 37
(0091 44) 28 34 08 35, 28 34 08 36
chennai@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle Kolkata (Kalkutta)

Deutsch-Indische Handelskammer Kolkata
(Indo-German Chamber of Commerce)
3 A, Gurusaday Road
Kolkata 700 019
Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
Zweigstelle
P.O. Box 2504
Kolkata 700 001/Indien
(0091 33) 22 83 79 63
(0091 33) 22 83 79 62, 22 80 22 36, 22 83 79 70
calcutta@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle New Delhi

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
German House, 2, Nyaya Marg
Chanakyapuri
New Delhi 110 021/India
(0091 11) 26 11 86 64
(0091 11) 47 16 88 35, 47 16 88 36
delhi@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle Pune

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
710, Nucleus Mall
Opp. Police Commissioner´s Office 1
Church Road
Pune 411 001/Indien
(0091 20) 41 04 71 17
(0091 20) 41 04 71 00
pune@indo-german.com

Federation of Indian Chambers of Commerce Industry (FICCI)
Federation House
Tansen Marg
New Delhi 110 001/Indien
(0091 11) 23 32 07 14, 23 72 15 04
(0091 11) 23 73 87 60 70
www.ficci.com
ficci@ficci.com

Ministry of Tourism
Room No. 119, Transport Bhawan
1 Parliament Street
New Delhi 110 001/Indien
(0091 11) 23 71 05 18
(0091 11) 12 80, 23 36 53 58
www.tourismofindia.com
goitodelhi@nic.in
Indiatourism Delhi
18-A, D.D.A.SCO Complex,
Defence Colony
New Delhi - 24
E-Mail: tourism@delhitourism.gov.in
Homepage: www.delhitourism.gov.in

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo German Chamber of Commerce)
Hauptgeschäftsstelle
Maker Tower E, 1st floor
Cuffe Parade
Mumbai 400 005/Indien
(0091 22) 66 65 21 20
(0091 22) 66 65 21 21
www.indo-german.com
bombay@indo-german.com

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

BOMBAY siehe Mumbai

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Boat Club Road, No. 9
R.A. Puram
Chennai 600 028/Tamil Nadu
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 3110
Chennai 600 028/Indien
(0091 44) 24 34 92 93
(0091 44) 24 30 16 00
Amtsbezirk: Bundesstaaten Tamil Nadu, Andhra Pradesh, Telangana und Unionsterritorium Pondicherry

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Cosme Matias Menezes Ltd.
Panjim
Goa 403 001/Goa/Indien
(0091 832) 222 34 41
(0091 832) 243 07 93
goa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Goa
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mumbai

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
c/o Cyient Ltd, Phase-2, Plot No. 11
Software Units Layout, Infocity
Madhapur
Hyderabad 500 081/Telangana/Indien
(0091 40) 23 10 14 05
(0091 40) 67 64 11 14
hyderabad@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bundesstaaten Andhra Pradesh und Telangana

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Chennai

Consulate General of the Federal Republic of Germany
1 Hastings Park Road
Alipore
Kolkata
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 16711
Kolkata 700 027/Indien
(0091 33) 24 79 30 28
(0091 33) 24 79 11 42, 24 79 21 50
Amtsbezirk: Staaten Bihar, Jharkand, Orissa, Arunachal Pradesh, Assam, Manipur, Meghalaya, Mizoram, Nagaland, Tripura und Westbengalen

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Consulate General of the Federal Republic of Germany
"Hoechst House", 10th Floor
Nariman Point
193 Backbay Reclamation
Mumbai 400 021/Indien
(0091 22) 22 02 54 93, 22 02 21 84
(0091 22) 22 83 24 22, 22 83 25 17
www.germanconsulatemumbai.org
info@mumbai.diplo.de
Amtsbezirk: Staaten Chhattisgarh, Goa, Gujarat, Madhya Pradesh, Maharashtra; die Unionsterritorien Daman und Diu sowie Dadra und Nagar Haveli

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Trivandrum-University, Kunnukuzhy Road,
Palayam,
Goethe-Zentrum "Casa Julia"
Trivandrum 695034/Kerala/Indien
(0091 471) 301 30 24
(0091 471) 301 30 19
trivandrum@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bundesstaat Kerala

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Bangalore

Botschaft der Republik Indien
mit Konsularabteilung
Tiergartenstraße 17
10785
Berlin
(0 30) 26 55 70 00
(0 30) 25 79 50
www.indianembassy.de
cons.berlin@mea.gov.in
Botschaft Mo bis Fr 9-13, 13.30-17.30 Uhr
Konsularabteilung Mo bis Fr 9.30-12.30 Uhr
Geschäftsbereich Konsularabteilung:
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Visumanträge sind zu richten an:

IVS Europe GmbH
Fritschestraße 61/62
10627
Berlin
(0 30) 31 99 77 80
www.indianembassy.de
ivsberlin@internationalvisaservices.net
Mo bis Fr 8.30-14.30, 16.30-17.30 Uhr

Generalkonsulat der Republik Indien
Friedrich-Ebert-Anlage 26
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 55 41 25
(0 69) 153 00 50, 15 30 05 10
www.cgifrankfurt.de
cons.frankfurt@mea.gov.in
Mo bis Do 9.30-12.30 Uhr, Fr 9.30-12 Uhr
Visumanträge sind an "Indo German Consultancy Services" in Frankfurt richten:

Indo German Consultancy Services Ltd. (IGCS)
Bettinastraße 52
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 742 22 01 80
(0 69) 742 22 00 (Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr)
www.cgifrankfurt.de
frankfurt@igcsvisa.de
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr

Generalkonsulat der Republik Indien
Kohlhöfen 21
20355
Hamburg
(0 40) 32 37 57
(0 40) 33 80 36, 33 05 57, 32 47 44
visa.hamburg@mea.gov.in
Mo bis Fr 9-17.30 Uhr
Visumanträge sind an "Indo German Consultancy Services" in Hamburg zu richten:

Indo German Consultancy Services Ltd. (IGCS)

Neuer Wall 71
20354
Hamburg
(0 40) 288 05 62 80
(0 40) 288 05 60 (Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr)
hamburg@igcsvisa.de
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr

Generalkonsulat der Republik Indien
Widenmayerstraße 15
80538
München
(0 89) 21 02 39 80, 21 02 39 70
(0 89) 21 02 39 12
cons.munich@mea.gov.in
Mo bis Fr 9-13, 13.30-17.30 Uhr
Visumanträge sind zu richten an:

IVS Europe GmbH
Schellingstraße 35
80799
München
(0 89) 28 67 38 05
www.indianembassy.de
ivsmunich@internationalvisaservices.net
Mo bis Fr 8.30-14.30, 15.30-17 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Indien
Schulze-Delitzsch-Straße 25
70565
Stuttgart
(07 11) 783 89 69
(07 11) 783 82 11
info@honorarkonsulat-indien.de
Mo bis Fr 8-12, 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
No. 6/50G, Shanti Path
Chanakyapuri
New Delhi 110021
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 613
New Delhi 110001/Indien
(0049 30) 181 76 72 38
(0091 11) 44 19 91 99
www.germanembassy-india.org
info@new-delhi.diplo.de
Amtsbezirk: Indien
Konsularischer Amtsbezirk:
- Staaten Haryana, Himachal Pradesh, Jammu und Kaschmir, Punjab, Rajasthan, Sikkim, Uttar Pradesh, Uttarkhand (früher Uttarranchal)
- die Unionsterritorien Chandigarh, Delhi, Andamanen und Nikobaren, Lakkadiven, Minikoi und Amindiven
- Bhutan

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Consulate General of the Federal Republic of Germany
2nd and 3rd floor, "Cash Pharmacy Building"
Corner St. Mark's Road Residency Road
Bengaluru 560 025
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 5126
Bangalore 560 001/Indien
(0091 80) 45 30 01 49
(0091 80) 45 30 01 48
www.germanconsulatemumbai.org
info@bangalore.diplo.de
Amtsbezirk: Staaten Karnataka

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Ärztliche Hilfe

CHENNAI (Madras): New Asian Hospital, Dr. S.N. Saikishore (spricht Englisch), E-147/A, 2. Ave Besant Nagar,, Chennai (Madras), Tel. 24 91 67 63;

DELHI:Dr. D. Chawla, Dr. Chawla's Clinic, 37, Prithviraj Rd.,, New Delhi, Tel. 24 69 04 29;

GOA:Dr. Hugo Meneses (spricht Englisch), C-5, 167, Panjim,, Goa, Tel. 59 18, 56 87;

MUMBAI (Bombay):Dr. N. P. J. Pocha v, 30, Nepean Sea Rd.,, Mumbai, Tel. 23 67 76 36; Breach Candy Hospital and Nursing Home, Dr. K. G. Nair (spricht Englisch), B. Desai Rd.,, Mumbai, Tel. 363 36 51;

BANGALORE:Manipal Hospital, Dr. Ravi Raghavan (spricht Englisch), Bangalore, Tel. 30 90 39 97.

Sehenswertes

Delhi

Die Hauptstadt Indiens ist ein idealer Ausgangspunkt für Reisen in die nordindischen Staaten. Die Millionenmetropole selbst ist heute eine der schmutzigsten Städte des Landes. Sie besteht aus Old Delhi mit seinen engen überfüllten Gassen, Bazars und Moscheen und aus New Delhi, das als Hauptstadt des kolonialen Indiens entworfen wurde. Zentrum des Regierungsviertels New Delhis ist der kreisrunde Connaugh Place mit der Grünanlage und dem unterirdischen Bazar. In Delhi kann man einige berühmte Bauwerke besichtigen, die allerdings sehr weit auseinanderliegen. Außerdem gibt es mehrere interessante Museen, wie etwa das Nationalmuseum.

Kolkata (Kalkutta)

Die einstige Hauptstadt Indiens gilt mit ihrer unkontrollierten Zuwanderung als Armenhaus der Nation. Um die Not der Ärmsten zu lindern, wirkte Mutter Theresa in den Slums der Stadt. Im Gegensatz dazu das historische Regierungsviertel mit seinen imposanten Kolonialbauten. Einen Besuch wert ist auch das Indian Museum mit Sammlungen aus dem britischen Kolonialreich. In der jüngsten Vergangenheit hat Kolkata sich einen Ruf als kulturelles Zentrum des Landes erworben; der Nobelpreisträger Rabindranath Tagore stammt aus der Stadt.

Mumbai (Bombay)

Die 13-Millionen-Metropole Mumbai ist eine Stadt mit großen Kontrasten. Auf der einen Seite hat die Stadt bezogen auf die Zahl der Einwohner mehr Dollar-Millionäre als die Bundesrepublik, auf der anderen Seite leben aber über die Hälfte der Bevölkerung in Elendsquartieren. Im Stadtteil Fort sind noch zahlreiche Kolonialbauten zu bewundern. Daneben laden das Prince-of-Wales-Museum, der Victoria Terminus (Bahnhof), der Triumphbogen "Gate of India" und das Taj-Mahal-Hotel zu einem Besuch ein.

Nord-Indien

Einige Stunden Bahn- oder Busfahrt von Delhi entfernt gelangt man in die Vorgebirge des Himalayas mit schönen Tälern und malerischen Bergdörfern. Die Stadt Dhramsala, die von den Engländern zum Luftkurort erklärt wurde, ist vor allem im oberen, tibetanisch geprägten Teil (McLeodgani) für Touristen interessant. Hier residiert seit 1960 der aus Tibet geflohene Dalai Lama. Die größte Sehenswürdigkeit der Gegend ist Hari Mandir, der Goldene Tempel von Amritsar, das höchste Heiligtum der Sikhs. Srinagar, die Hauptstadt Kaschmirs, hat alte Holzhäuser, eine hölzerne Moschee und schöne Mogulgärten zu bieten. Am Yamuna liegt Agra, die Stadt des Taj Mahal. Die 1629 erbaute weiße Moschee ist Indiens Haupt-Touristenattraktion. Für Besucher, die Interesse an der muslimischen Architektur haben, lohnt sich ein Besuch in Lucknow. Neben zahlreichen Palästen und Gärten kann hier auch die Bara Imambara, ein dreistöckiges Mausoleum besichtigt werden. Varanasi, eine der ältesten bewohnten Städte der Welt, ist die heilige Stadt der Hindus. An den Badetreppen des Flussufers lassen sich die religiösen Handlungen der Hindus beobachten.

Ost-Indien

Der Osten Indiens gehört bisher zu den Gebieten, die weniger touristisch erschlossen sind. Dessen ungeachtet hat aber auch er eine große Auswahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Orissa mit seinen Tempelanlagen in Bhubaneshwar und Konark, die Pilgerstadt Puri sowie Bihar mit Bodhgaya und Nalande, beides wichtige Stätten des Buddhismus, laden zu einem Besuch ein.

Zentral-Indien

Zu den Attraktionen Zentralindiens zählen die Höhlentempel von Ellora, das kleine Taj Mahal Bibika-Maqbara sowie die Stadt Bijapur mit ihren zahlreichen Palästen, Moscheen und Mausoleen. Der kleine Bundesstaat Goa hat Küsten von mehr als 100 Kilometer Länge. Seine schönen Strände, die zum Teil erheblich überlaufen sind, seine Palmenhaine und idyllischen Fischerdörfer locken seit Jahrzehnten viele Besucher an das Arabische Meer. Das im Inland liegende Velha Goa (Alt Goa) ist wegen seiner Bauten aus der portugiesischen Kolonialzeit sehr sehenswert.

Süd-Indien

Indiens Süden hat Badestrände, schöne Naturlandschaften und kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Da weniger äußere Einflüsse eindringen, ist die Region ursprünglicher als der Norden des Landes. Das gilt übrigens auch für den Tourismus, der eher den Norden als den Süden des Landes frequentiert. Gute Ausgangspunkte für einen Besuch Süd-Indiens sind Madras, die Boomtown Bangalore und Hyderabad. Zu den besuchenswerten Tempelstätten des Südens zählen Tamil Nadus, Madurai, Mamallapuram, Kanchipuram und Thanjavur. Auch Tanjore mit seinem Brihadeshwara-Tempel ist ein angemessener Ort für einen längeren Aufenthalt. Daneben lockt der Süden, besonders der Bundesstaat Kerala an der Südwestküste, mit Stränden, den Backwaters, einem Labyrinth von Kanälen, Flüssen und Lagunen direkt hinter der Küste zwischen den Städten Kochi und Kollam, und seinen traditionellen Festen.

Uttar Pradesh

In Uttar Pradesh liegen einige der interessantesten Nationalparks Indiens. Der Corbett-Nationalpark in den Vorbergen des Himalaya ist der älteste Nationalpark des Landes und ein besonderes Tigerschutzgebiet. Hier kann man außer Tigern auch Elefanten, Leoparden, verschiedene Affenarten, Krokodile und viele Vogelarten beobachten. Der Dudhwa Nationalpark ist bekannt für sein Ansiedlungsprojekt für Nashörner und für seinen Vogelreichtum. Der Kanha Nationalpark bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten sowohl für Tiger (auch weiße) als auch für Leoparden und hat eine artenreiche Vogelwelt aufzuweisen. Noch zu erwähnen ist der Valley of Flowers-Nationalpark in Uttar Pradesh, ein Paradies für Blumenliebhaber. In der Hauptblütezeit Juli und August findet man hier ein Blumental mit Fingerkraut, Scheinmohn, Frauenschuh und Enzian.

Nationalparks und Naturschutzgebiete

In Indien gibt es über 200 Nationalparks und Wildreservate. Es empfiehlt sich, Unterkünfte in den Parks im Voraus zu buchen. In vielen Nationalparks werden Jeep-Rundfahrten und Elefantenritte angeboten. In einigen stehen Wanderwege zur Verfügung.

Im Hazaribagh-Nationalpark in Bihar hat man die Möglichkeit, Tiger und Leoparden zu beobachten. Das Jaldapara Wildschutzgebiet in West Bengalen hat Rhinozerosse, Elefanten sowie einen großen Vogelbestand aufzuweisen. Das ebenfalls in West Bengalen liegende Sundarbans-Tigerreservat mit seinen Mangrovensümpfen und seinem verzweigten Flusssystem lädt zu Bootsfahrten ein. Hier ist das Rückzugsgebiet des Bengalischen Königstigers. Daneben gibt es dort viele verschiedene Vogelarten, aber auch Wasserschlangen und Krokodile. Im Mudumalai Nationalpark in Tamil Nadu, in dem Sambar-Hirsche, Tiger und verschiedene Affenarten zu beobachten sind, wurden in den Randbereichen Wanderwege angelegt.

Das Keoladeo-Ghana-Vogelschutzgebiet in Rajasthan ist ein bekanntes Vogelparadies. Mit seinen künstlich angelegten Seen und Kanälen ist es ein idealer Ort für Spaziergänge und Radfahrten. Ebenfalls in Rajasthan befindet sich das Ranthambor-Tigerreservat, in dem neben Tigern auch verschiedene Hirscharten zu beobachten sind. Daneben sind dort Krokodile, Schlangen und zahlreiche Vogelarten beheimatet.

Der Sasan Gir-Nationalpark in Gujarat schließlich ist das Rückzugsgebiet der letzten asiatischen Löwen.

Ayurveda-Heilmethode

Ayurveda ist eine klassische indische Heilmethode, die von einem ganzheitlichen Menschenbild ausgeht. Eine entsprechende Lebensführung sowie eine besondere Ernährung sind danach die Voraussetzung für eine stabile Gesundheit des Menschen. Besonders erfolgreich sind ayurvedische Heilmethoden bei Asthma, Leberleiden und Allergien. Auch als Tourist kann man sich einer ayurvedischen Behandlung unterziehen. Es gibt dafür neben den Krankenhäusern eigene Ayurvedazentren sowie Kurmöglichkeiten in Hotels. Besonders herausragend sind in diesem Zusammenhang Thiruvananthapuram und Kovalam. Genaue Adressen stellt das Fremdenverkehrsamt gerne zur Verfügung.

Reisehinweise

Das Auswärtige Amt rät von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Region Kaschmir (gilt auch für die Stadt Srinagar) ab.

Seit Juli 2016 kommt es in Kaschmir zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, die auch schon Tote gefordert haben. Ausgangssperren sind möglich. Das Mobilfunknetz ist teilweise gestört.

Laut Auswärtigem Amt sollten unbedingt erforderliche Reisen in die Stadt Srinagar mit dem Flugzeug erfolgen.

Reisende nach Darjeeling, Kalimpong und Umgebung sowie nach Kaschmir sollten größte Vorsicht walten lassen und sich laufend über die Situation vor Ort informieren.

An der Grenze zwischen Jammu und Kaschmir muss mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen pakistanischen und indischen Streitkräften gerechnet werden.

Anschläge von Terroristen bilden in New Delhi und anderen großen Städten, in bestimmten Regionen Indiens sowie zunehmend bei Touristenattraktionen ein großes Risiko, insbesondere an Feiertagen und bei großen festlichen Aktivitäten.

Schwerpunkte dieser Gefahr sind in der Regel z.B. Märkte und Plätze, auf denen sich viele Menschen aufhalten, sowie Regierungsbauten.

In den vergangenen Jahren gab es in den Bundesstaaten Bihar, Chattisgarh und Jharkhand, im östlichen Teil des Bundesstaates Maharashtra und im Norden von Andhra Pradesh Anschläge von maoistischen Rebellen. Das Risiko, Opfer eines Anschlags zu werden, besteht auch für ausländische Reisende. Erkundungstouren von Touristen sollten nur unternommen werden, wenn sie von Einheimischen begleitet werden.

In der Region um Darjeeling in Westbengalen kam es im Jahr 2017 zu gewalttätigen Demonstrationen separatistischer Gruppen und damit einhergehend zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Wegen Kriminalität und radikaler politischer Gruppierungen besteht ebenfalls in den nordöstlichen Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura ein erhöhtes Risiko für Touristen. Reisende sollten sich vor Ort vorsichtig zu verhalten und die Region in Kooperation mit verlässlichen Hotelbetreibern oder Reiseveranstaltern erkunden.

Für Frauen ist generell besondere Vorsicht geboten, da auch ausländische Frauen zu den Vergewaltigungsopfern zählen.

Es wird vor allem aus Neu-Delhi, und dort besonders vom Connaught Place, aber auch aus anderen Städten von teilweise aggressiven Methoden örtlicher Reisebüros berichtet, um Touristen zum Kauf von deutlich überteuerten Ausflügen zu bewegen. Dabei geben sie sich als staatlich anerkannte Büros aus, auch Taxiunternehmen scheinen mit ihnen zusammenzuarbeiten. Man sollte sich bei Buchungen im Reisebüro immer vorab Preise nennen lassen oder ein zweites Angebot einholen. Im Bedrängnisfall sollte man sich umgehend an die Tourist Police (unter der Telefonnummer 100) oder an die Deutsche Botschaft wenden.

Die Region Himalaya befindet sich in einer Erdbebenzone. Daher kommt es dort recht häufig zu Erdbeben.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Alkohol:

Je nach indischem Bundesstaat gelten unterschiedliche Regelungen für den Umgang mit Alkohol. In manchen Staaten besteht ein generelles Alkoholverbot, in einigen ist der Kauf und Konsum erlaubt. Starke Abweichungen gibt es auch, in welchem Alter (zwischen 18 und 25 Jahren) Alkohol getrunken werden darf, sowie bei der Bestrafung, wenn die Vorschriften nicht beachtet werden. Reisende sollten sich darüber informieren.

Besuch touristischer Attraktionen:

Aufgrund innenpolitischer Probleme kann es vorkommen, dass kurzfristig bestimmte Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Taj Mahal, gesperrt werden oder über bestimmte Gebiete (z.B. über den Punjab) eine Ausgangssperre verhängt wird. Gelegentlich werden auch Kontrollmaßnahmen durchgeführt.

Fotografieren:

Fotoaufnahmen von Bahnhöfen, Brücken, Militär und militärischen Anlagen zu machen, ist nicht erlaubt. Für Filmaufnahmen werden Gebühren verlangt.

Drogen:

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden bereits beim Besitz von kleinen Drogenmengen mit langen Haftstrafen geahndet.

Rauchen:

In allen öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen, Flughäfen, Hotels und Restaurants ist das Rauchen verboten.

Homosexualität:

Homosexualität ist zwar in Indien nicht mehr strafbar, homosexuelle Reisende sollten sich jedoch zurückhaltend verhalten.

Ramadan:

Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan ändert sich von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausflugsland

Deutschland

Landesdaten

Lage

Die Bundesrepublik Deutschland grenzt im Norden an die Nordsee, Dänemark und die Ostsee, im Osten an Polen und die Tschechische Republik, im Südosten an Österreich, im Süden an die Schweiz und im Westen an Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Fläche: 357.027 km².

Einwohner

Bevölkerung: ca. 82,2 Millionen

Die größten Städte (und die Landeshauptstädte):

Berlin (Hauptstadt) ca. 3,5 Millionen

Hamburg ca. 1,79 Millionen

München ca. 1,43 Millionen

Köln ca. 1 Million

Frankfurt/M. ca. 717.700

Stuttgart ca. 612.400

Düsseldorf ca. 604.500

Dortmund ca. 580.500

Essen ca. 573.800

Bremen ca. 551.800

Leipzig ca. 544.500

Dresden ca. 536.300

Hannover ca. 523.700

Nürnberg ca. 501.100

Duisburg ca. 485.500

Bonn 318.900

Wiesbaden ca. 276.200

Kiel ca. 246.300

Magdeburg ca. 235.700

Erfurt ca. 210.100

Mainz ca. 209.800

Saarbrücken ca. 178.200

Potsdam ca. 167.700

Schwerin ca. 98.800

Sprache

Deutsch mit zahlreichen Dialekten. Englisch wird weitgehend verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit europäischer Sommerzeit.

Stromspannung

230 Volt Wechselstrom, 50 Hertz.

Telefon/Post

Post

Briefmarken können in Postämtern und an deren Automaten gekauft werden; in Ferienregionen sind sie auch in Souvenirläden erhältlich.

Telefon

Die Landesvorwahl nach Deutschland ist 0049, danach ist die Führungsnull der Ortsvorwahl wegzulassen. Von Deutschland nach Österreich wählt man 0043 und in die Schweiz 0041.

Münztelefone sind seltener geworden, die meisten öffentlichen Telefone funktionieren mit Telefonkarten der Deutschen Telekom, die auf jedem Postamt erhältlich sind. Für Auslandsgespräche sind in der Regel internationale Prepaid-Karten günstiger, die verschiedene privater Telefongesellschaften anbieten.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 110, Unfallrettung 110, Feuerwehr 112.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800

Internet

Länderkürzel: .de

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

30. März (Karfreitag)

2. April (Ostermontag)

1. Mai (Tag der Arbeit)

10. Mai (Christi Himmelfahrt)

21. Mai (Pfingstmontag)

3. Oktober (Tag der Einheit)

25. und 26. Dezember (Weihnachten)

Folgende regionale Feiertage gibt es zusätzlich:

6. Januar (Erscheinungsfest/Dreikönigstag) in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt;

31. Mai 2018 (Fronleichnam) in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, im Saarland sowie in einigen Gemeinden in Sachsen und Thüringen;

15. August (Mariä Himmelfahrt) in Gemeinden Bayerns mit überwiegend katholischer Bevölkerung und im Saarland;

31. Oktober (Reformationstag) in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen;

1. November (Allerheiligen) in Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland;

21. November 2018 (Buß- und Bettag) in Sachsen.

Faschingsmontag und -dienstag bzw. Rosenmontag und Fastnachtsdienstag (12. und 13. Februar 2018) sind keine gesetzlichen Feiertage. Wegen der Feiern, die in einigen Regionen das gesellschaftliche Leben stark dominieren, sollten Geschäftstermine an diesen Tagen zuvor bestätigt werden.

Die Hauptferienzeit geht von Mitte Juni bis Mitte September. Sie ist jedoch von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 8.30-13, 14.30-16 Uhr, Do bis 17.30 Uhr; einige Banken sind auch über Mittag und bis 18 Uhr geöffnet;

Geschäfte: größere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-20 Uhr, Sa 9/10-16/20 Uhr, kleinere Geschäfte - Mo bis Fr 9/10-18.30 Uhr, Sa 9-14 Uhr; Lebensmittelgeschäfte sind meist schon ab 7/8 Uhr geöffnet; in kleineren Städten sind die Geschäfte oft von 12.30-15 Uhr und am Mittwochnachmittag geschlossen.

Kleidung

Man sollte, den Jahreszeiten entsprechend, normale europäische Kleidung tragen. Auch im Sommer braucht man gegen Abend einen warmen Pullover. Im Winter sind warme Sachen unerlässlich.

Regenschutz sollte man während des ganzen Jahres bei sich haben.

Wirtschaft

Die wichtigsten Branchen der Industrie sind die Chemie, die Automobilbranche, der Maschinenbau und die Elektroindustrie. Deutschland ist eine der führenden Handelsnationen und ein hochentwickeltes Industrieland. Die Wiedervereinigung der beiden deutschen Länder brachte in den ostdeutschen Bundesländern zunächst erhebliche wirtschaftliche Probleme und eine enorme Arbeitslosigkeit mit sich. Obwohl die Industriebetriebe im Osten inzwischen modernisiert und wettbewerbsfähig sind, lässt der wirtschaftliche Aufschwung im Osten weiter auf sich warten. Der Energiebedarf Deutschlands wird zu 12,5 Prozent durch Kernkraft gedeckt. Der Anteil regenerativer Energien soll weiterhin ausgebaut werden.

Religion

Fast ein Drittel der deutschen Bevölkerung gehört der katholischen Kirche an, beinahe genauso viele Mitglieder zählen die evangelischen Landeskirchen. Darüber hinaus gibt es Anhänger einer Reihe weiterer Glaubensgemeinschaften wie z.B. Moslems, Juden und Buddhisten.

Vegetation

Durch die landwirtschaftliche Intensivierung wurde die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt. Rund 30 Prozent der Fläche Deutschlands sind von Wäldern bedeckt; die meisten Wälder befinden sich im Süden Deutschlands (Bayern, Baden-Württemberg). Etwa zwei Drittel des Waldes besteht aus Fichten und anderen Nadelbäumen, der Rest aus Laubbäumen wie Buche, Birke und Eiche.

Tierwelt

Der Lebensraum der wild lebenden Tiere ist stark eingegrenzt. Häufige Arten sind Reh, Hirsch, Wildschwein, Hase, Wiesel, Dachs und Fuchs. In den Küstengewässern von Nord- und Ostsee finden sich Hering, Kabeljau und Flunder, in den Flüssen und Strömen des Landes Karpfen, Wels und Forelle. An den Küsten brüten jährlich über eine halbe Million Wasservögel.

Kulinarisches

Deutschland ist bekannt für seine wohl unübertroffene Vielfalt an Brotsorten. Brot und Brötchen werden zum Frühstück und zum Abendessen gegessen. Die Hauptmahlzeit ist das Mittagessen, das üblicherweise aus Fleisch mit Soße, Kartoffeln oder Klößen, Gemüse und Salat besteht. Selbstverständlich ist das Angebot an regionalen Besonderheiten äußerst vielfältig und von Ost nach West, von Nord nach Süd sehr unterschiedlich. Am Nachmittag wird Kaffee oder Tee mit einer reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen und Torten angeboten. Cafes gibt es überall, im Sommer mit Außenterrassen.

Bier ist das Nationalgetränk der Deutschen und wird nach deutschem Reinheitsgebot gebraut. Es gibt extrem unterschiedliche Sorten, vom süddeutschen Weizenbier bis zum bitteren Pils, dem dunklen Bockbier bis hin zu alkoholfreien Sorten, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Deutsche Weine, insbesondere die Weißweine gehören zu den besten der Welt. Am bekanntesten sind die Weine von Rhein und Mosel sowie die Fränkischen Weine.

Souvenirs

Es gibt regional sehr spezifische Besonderheiten. So sind die Musikinstrumente Ostdeutschlands berühmt. Im Erzgebirge werden handgeschnitztes Holzspielzeug und Weihnachtsschmuck hergestellt. Die Meißner Porzellanmanufaktur kann sogar besichtigt werden. In Bayern ist besonders die typische Lodenmode begehrt. Darüber hinaus sind optische Geräte (Fotoapparate, Ferngläser), Silber- und Stahlwaren, Messer und Sportartikel von bester Qualität.

Duty Free

Einreise aus EU-Ländern

Bei unmittelbarer Einreise aus den anderen EU-Ländern (innergemeinschaftlicher Reiseverkehr; trifft nicht zu für die Kanarischen Inseln, außerdem nicht für die britischen Kanalinseln und nicht für Grönland) bestehen keine Beschränkungen/Formalitäten abgabenrechtlicher Art für das Reisegepäck und ausschließlich zu privaten Zwecken mitgeführte Waren. Ausgenommen sind verbotene Waren wie Drogen, Waffen usw. (Besonderheiten s.u.; für Waren zu gewerblichen Zwecken s. Abschnitt "Geschäftsreisende").

Im EU-Mitgliedstaat eingekaufte, bereits versteuerte (sog. verbrauchssteuerpflichtige) Waren können von Privatpersonen (ohne nochmalige Besteuerung) problemlos mitgeführt werden, wenn sie ausschließlich für ihren Eigenbedarf, d.h. nicht zu gewerblichen/kommerziellen Zwecken, erworben wurden.

Für folgende Waren gilt als Richtmenge für den Eigenbedarf:

TABAKWAREN: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g), 200 Zigarren, 1.000 g Rauchtabak;

ALKOHOLISCHE GETRÄNKE: 10 Liter Spirituosen, 20 Liter sog. Zwischenerzeugnisse (z.B. Campari, Port, Madeira, Sherry), 90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein), 110 Liter Bier.

Eine Überschreitung dieser Richtmengen ist im Einzelfall möglich, wenn nachgewiesen wird, dass auch die größere Menge ausschließlich für den privaten Eigenbedarf bestimmt ist.

Bei anderen mitgeführten, verbrauchssteuerpflichtigen Waren kann bei der Einreise nach bestimmten Kriterien (u.a. die Gründe für den Besitz, Beförderungsart, Unterlagen über die Menge der Waren) geprüft werden, ob sie ggf. zu gewerblichen Zwecken bestimmt sind.

KRAFTSTOFFE für Motorfahrzeuge, die nicht im Hauptbehälter des Fahrzeugs oder in einem geeigneten Reservebehälter mitgeführt werden, können ggf. erneut besteuert werden.

REISENDEN UNTER 17 JAHREN wird keine Steuerbefreiung für Spirituosen und Tabakwaren gewährt.

Einreise aus Drittländern

Bei der Einreise aus anderen als EU-Ländern (Drittländern) sind die zum persönlichen Gebrauch während der Reise benötigte und zur Wiederausfuhr bestimmte Reiseausrüstung sowie der Reiseproviant von Eingangsabgaben befreit.

Ferner sind Waren, die Reisende gelegentlich und ausschließlich zum persönlichen Ge- oder Verbrauch oder für ihren Haushalt oder als Geschenk in ihrem persönlichen Reisegepäck einführen, im Rahmen folgender Mengen und Wertgrenzen abgabenfrei:

- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos (Zigarren mit einem Stückgewicht von höchstens 3 g) oder 50 Zigarren oder 250 g Rauchtabak;

- 16 Liter Bier;

- 4 Liter nicht schäumende Weine;

- 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumenprozent oder 2 Liter Spirituosen, Aperitifs aus Wein oder Alkohol, Tafia, Sake oder ähnliche Getränke, mit einem Alkoholgehalt von 22 Volumenprozent oder weniger, oder Schaumwein oder Likörwein;

- eine dem persönlichen Bedarf des Reisenden entsprechende Menge an Arzneimitteln;

- andere Waren bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg bis zu einem Gesamtwert von 430 Euro, bei Einreise auf anderen Verkehrswegen bis zu einem Gesamtwert 300 Euro; für Reisende unter 15 Jahren gilt grundsätzlich die Freimenge von 175 Euro.

DIE ABGABENBEFREIUNG WIRD NICHT GEWÄHRT

- Reisenden unter 17 Jahren für Tabakwaren, Spirituosen, Wein, Schaumwein, Likörwein, Aperitifs und ähnliche alkoholische Getränke.

Klimainformationen

In Deutschland gibt es ausgeprägte Jahreszeiten. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei 25-30°C, im Winter bei 0 bis minus 5°C. Im Norden ist das Klima üblicherweise wechselhafter als im Süden Deutschlands.

Beste Reisezeit

Mai bis Oktober.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Saisonal FSME.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Bundesrepublik Deutschland ist malaria-frei.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Euro ( EUR)

1 Euro = 100 Cent.

Derzeitiger Kurs:

1 US-$ = ca. 0,87 EUR

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - schriftliche Deklaration bei Einreise aus einem Nicht-EU-Land sowie bei Ausreise in ein Nicht-EU-Land ab einem Wert von 10.000 Euro (auch in anderen Währungen, Reiseschecks oder auf Dritte ausgestellte Schecks, Zahlungsanweisungen etc.).

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Hotels, größeren Geschäften, größeren Restaurants und an den meisten Tankstellen akzeptiert.

Geldautomat: Ja - mit Kreditkarten oder Girocard (mit Maestro- oder V-Pay-Zeichen)

Auskunftstellen

In Deutschland

Tourismusverbände der Bundesländer:

Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg
Esslinger Straße 8
70182
Stuttgart
( 07 11) 238 58 98/99
(07 11) 23 85 80
www.tourismus-baden-wuerttemberg.de
info@tourismus-bw.de

Bayern Tourismus Marketing GmbH
Arabellastr. 17
81925
München
(0 89) 21 23 97 99
(0 89) 212 39 70
www.bayern.by
tourismus@bayern.info

Berlin Tourismus Kongress GmbH
Am Karlsbad 11
10785
Berlin
(0 30) 25 00 24 24
(030) 264 74 80
www.berlin-tourism.de
information@visitBerlin.de

Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467
Potsdam
(03 31) 298 73 73
(03 31) 29 87 30
www.reiseland-brandenburg.de
tmb@reiseland-brandenburg.de

Bremer Touristik-Zentrale
Gesellschaft für Marketing und Service mbH
Findorffstraße 105
28215
Bremen
(04 21) 308 00 30
(04 21) 308 00 10
www.bremen-tourism.de
btz@bremen-tourism.de

Hamburg Tourismus GmbH
Steinstr. 7
20095
Hamburg
(0 40) 30 05 13 33
(0 40) 30 05 13 00
www.hamburg-tourismus.de
info@hamburg-tourismus.de

HA Hessen Agentur GmbH
Tourismus- und Kongressmarketing
Konradinerallee 9
65189
Wiesbaden
(06 11) 95 017-81 40
(06 11) 95 017-81 91
www.hessen-tourismus.de
info@hessen-tourismus.de

Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Platz der Freundschaft 1
18059
Rostock
(03 81) 403 05 55
(03 81) 403 05 00
www.auf-nach-mv.de
info@auf-nach-mv.de

Tourismus Marketing Niedersachsen GmbH
Essener Str. 1
30173
Hannover
(05 11) 27 04 88 88
(05 11) 270 48 80
www.tourismus-niedersachsen.de
info@tourismusniedersachsen.de

Tourismus NRW e.V.
Völklinger Straße 4
40219
Düsseldorf
(02 11) 91 32 05 55
(02 11) 91 32 05 00
www.nrv-tourismus.de
info@nrw-tourismus.de

Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
Löhrstraße 103-105
56068
Koblenz
(02 61) 915 20 40
(02 61) 91 52 00
www.rlp-info.de
info@gastlandschaften.de

Tourismus Zentrale Saarland GmbH
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119
Saarbrücken
(06 81) 927 20 40
(06 81) 92 72 00
www.tourismus-saarland.de
info@tz-s.de

Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Bautzner Straße 45/47
01099
Dresden
(03 51) 496 93 06
(03 51) 49 17 00
www.sachsen-tour.de
info@sachsen-tour.de

Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH (IMG)
Am Alten Theater 6
39104
Magdeburg
(03 91) 562 83 811
(03 91) 562 83 820
www.sachsen-anhalt.de
tourismus@img-sachsen-anhalt.de

Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH
Wall 55
24103
Kiel
(04 31) 600 58 44
(04 31) 60 05 83, 600 58 40
www.sh-tourismus.de
info@sh-tourismus.de

Thüringer Tourismus GmbH
Willy-Brandt-Platz 1
99084
Erfurt
Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900 407
99107 Erfurt
(03 61) 374 23 88
(03 61) 374 20
www.thueringen-tourismus.de
service@thueringen-tourismus.de

In Deutschland

Informationen u.a. zur Einreise nach Deutschland erteilt:

Auswärtiges Amt
Werderscher Markt 1
10117
Berlin
Auswärtiges Amt
11013 Berlin
(0 30) 18 17 34 02
(0 30) 181 70
www.auswaertiges-amt.de
buergerservice@diplo.de

In Deutschland

Informationen u.a. über regionale Industrie- und Handelskammern:

Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Breite Straße 29
10178
Berlin
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
11052 Berlin
(0 30) 203 08 10 00
(0 30) 20 30 80
www.diht.de
info@dihk.de

Deutsche Zentrale für Tourismus e.V. -DZT
Beethovenstraße 69
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 75 19 03
(0 69) 97 46 40
www.deutschland-tourismus.de
info@germany.travel

Sehenswertes

Berlin

Berlin ist ein deutsches Bundesland und zugleich Hauptstadt und die größte Stadt Deutschlands.

Berlin wurde 1237 erstmals urkundlich erwähnt und war ab 1486 ständige Residenzstadt des brandenburgischen Kurfürsten. Davon zeugt heute noch das Charlottenburger Schloss mit der Reiterstatue des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Den Grundstein für die kosmopolitische Stadt Berlin legte der Große Kurfürst mit der Einladung von Glaubensflüchtlingen nach Brandenburg und Berlin. Die Hugenotten brachten Küche, Lebensart und Sprache aus Frankreich. Architekten wie Karl Friedrich Schinkel oder Andreas Schlüter belebten die Architektur.

Ende des 19. Jahrhunderts war Berlin die größte Industriestadt des Kontinents. Auf die Zeit des ´Glanz und Gloria´ folgten als Meilensteine der Zusammenbruch 1945, die Teilung der Stadt 1961, der Fall der Mauer und die Wiedervereinigung 1989.

Seitdem hat sich viel verändert - die deutsche Hauptstadt ist wieder zur Drehscheibe zwischen Ost und West geworden. Das deutsche Parlament, der Bundesrat und die Bundesregierung haben ihren Sitz wieder in der Bundeshauptstadt. Das Reichstagsgebäude mit der gläsernen Kuppel von Sir Norman Foster ist über Nacht zu einer Attraktion für Berliner wie für Gäste aus aller Welt geworden. Auch die alte Mitte um die Straße ´Unter den Linden´ wurde kräftig herausgeputzt. Berlins Zentrum, der Potsdamer, Leipziger und Pariser Platz mit dem legendären Brandenburger Tor, wurde nach der Wiedervereinigung zur größten Baustelle Europas. Wohnen und Arbeiten stehen hier an erster Stelle, aber auch Unterhaltungszentren für Einheimische und Besucher sind entstanden. Rund um den Marlene-Dietrich-Platz locken Spielbanken, ein Varieté- und Musical-Theater sowie ein Großkino viele Besucher an.

Die Berliner Kulturlandschaft trägt durch Umfang, Vielfalt und Lebendigkeit zum unverwechselbaren Profil der Stadt entscheidend bei. Allein die 17 staatlichen Museen der Stiftung ´Preußischer Kulturbesitz´ bilden einen der größten Museumskomplexe Europas. Daneben ist Berlin die bedeutendste deutsche Theaterstadt. Zurzeit besitzt Berlin drei Opernhäuser, über 150 Theater und Bühnen sowie rund 170 Museen und Sammlungen, ferner etwa 300 kommunale und private Galerien, 265 Kinos und zahlreiche weitere kulturelle Einrichtungen. Im Sommer werden in den Parks große Open-Air-Veranstaltungen geboten. Festivals, wie der Karneval der Kulturen, die Love Week oder der Christopher Street Day, ziehen ein Millionen-Publikum aus der ganzen Welt an.

Berlin ist also "in" und am Puls der Zeit - nicht von ungefähr hat die Stadt im Jahr 2007 mehr als 17,3 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland registriert. Im internationalen Vergleich steht Berlin ebenfalls gut da: etwa 140 Millionen Besuchstage konnte die deutsche Hauptstadt auf sich verbuchen - und rangiert nach London und Paris unter den Top 3 der europäischen Städtedestinationen.

Dresden

Wie Paris mit dem Eiffelturm, so ist Dresden mit dem Zwinger verbunden. Das prächtige Barockbauwerk wurde von August dem Starken errichtet. Mit großartigen Bauten und zahlreichen Kunstschätzen machte er Dresden zu einer Perle des deutschen Barocks. Nach dieser goldenen Ära setzte das silberne Zeitalter ein. Carl-Maria von Weber begründete die deutsche Nationaloper, und Caspar David Friedrich entwickelte den Stil der "Dresdner Frühromantik". Heute zeigt die Stadt dem Besucher ein Wechselspiel aus historischen Bauten und moderner Architektur. Das bedeutendste Symbol für den Wiederaufbau im während des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Dresden ist die Frauenkirche. Neben einem reichhaltigen Besichtigungsprogramm hat die Stadt auch ein umfangreiches kulturelles und ein gepflegtes Abendangebot. Durch die Universität mit ihren über 22 000 Studenten gibt es aber auch ein lockeres und entspanntes Unterhaltungsprogramm. Nach dem Stadtbesuch bietet sich Dresden als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Osterzgebirge, das Lausitzer Bergland und die Sächsische Schweiz an.

Düsseldorf

Düsseldorf, die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, ist eine moderne Metropole mit einer mehr als 700-jährigen Tradition. Kontraste zwischen rheinischem Frohsinn und kosmopolitischem Charme prägen das Bild der lebendigen Stadt. Düsseldorf ist eine Einkaufsstadt - bereits seit dem 17. und 18. Jahrhundert hat die Mode hier ihren Platz. Heute ist Düsseldorf mehrmals im Jahr das Mekka der Modemacher und -einkäufer aus aller Welt. Die Königsallee hat sich einen Namen als erste Adresse in Sachen Mode und Shopping gemacht. Auch als Messe-, Geschäfts- und Kongressstadt hat Düsseldorf einen guten Ruf. Allein 24 der in Düsseldorf jährlich stattfindenden Messen zählen zu den weltweit führenden Branchenveranstaltungen. Für Kongresse, Tagungen und Seminare bietet das Congress Center Düsseldorf (CCD) das richtige Ambiente. Die Stadt hat mit ihren bekannten Museen, Galerien und dem Theater- und Musikprogramm auch viel an Kultur zu bieten. Zahlreiche Bräuche haben sich erhalten, so beispielsweise der Karneval, der im Februar zahlreiche Besucher in die Metropole am Rhein lockt.

Frankfurt/Main

Frankfurt am Main ist eine Stadt der Kontraste. Tradition und Moderne, Handel und Kultur sowie Geschäftigkeit und Beschaulichkeit liegen hier dicht beieinander. Das Messegeschehen, die Finanzgeschäfte und das Kulturleben geben Frankfurt den Charakter einer Weltstadt. Die berühmte Skyline mit ihren Hochhäusern verdankt die Metropole in erster Linie den vielen in- und ausländischen Banken, die sie zum Finanzplatz Nummer eins und zu einem führenden Dienstleistungszentrum in Deutschland gemacht haben. Die verkehrsgünstige Lage mit dem größten deutschen Flughafen trägt zur wirtschaftlichen Attraktivität erheblich bei.

Frankfurt ist auch eine Stadt der Geschichte, trat hier doch 1848 erstmals die deutsche Nationalversammlung in der Paulskirche zusammen. Die Paulskirche ist seitdem das Symbol der deutschen Demokratie. Auch das Kulturleben Frankfurts ist nicht zu verachten. Unter den zahlreichen Museen und dem vielseitigen Kultur- und Veranstaltungsangebot findet jeder der jährlich mehr als 2,5 Millionen Besucher etwas für seinen Geschmack. Nach einem Theater,- Kino- oder Konzertbesuch kann man hessische Gemütlichkeit in einer der vielen Apfelwein-Kneipen oder Livemusik-Lokale erleben.

Auch die unmittelbare Umgebung von Frankfurt hat ihren besonderen Reiz mit kleineren Gemeinden, größeren Städten und herrlichen Landschaften. Von den Ruinen römischer Bauwerke über Kurorte bis hin zu Natur und ausgedehnten Wäldern bietet sich dem Besucher ein breites Spektrum an Aktivitäten.

Hamburg

Hamburg - Das Tor zur Welt. Mit diesem Attribut schmückt sich Deutschlands zweitgrößte Stadt gerne - und das zu Recht. Der umtriebige Handel und die Reisenden aus allen Ländern sowie der Hamburger Hafen - der achtgrößte Containerhafen der Erde - haben die Stadt entscheidend geprägt. Die Freie und Hansestadt zählt zu den Topwirtschaftsstandorten in Europa und ist zugleich Deutschlands Medienmetropole Nummer Eins, in der unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa), der Norddeutsche Rundfunk, Großverlage sowie international renommierte Werbeagenturen ihren Sitz haben. Der Tourismus trägt außerdem zum Einkommen der Stadt erheblich bei.

Darüber hinaus ist Hamburg das kulturelle Zentrum in Norddeutschland. Rund 50 Museen, insgesamt über 300 Theater und Kleinkunstbühnen und die Hamburger Staatsoper genießen einen sehr guten Ruf und bieten Kunst und Kultur für Jedermann. Gleichzeitig findet man auf der weltberühmten Reeperbahn auf St. Pauli jede Art der Unterhaltung, von Kneipen, Diskotheken und Live-Musik-Clubs bis hin zu Erotik-Cabarets.

Mit vielen großzügigen Grünanlagen und der wunderbaren Lage an Alster und Elbe bietet Hamburg auch eine hohe Lebensqualität sowie genügend Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten von anstrengenden Entdeckungstouren oder dem Nachtleben auf dem Kiez. "Alsterschippern" auf der Binnen- und Außenalster, vorbei an Villen mit Parkanlagen, urwüchsigen Uferpartien und Brücken, ist ein unvergessliches Erlebnis und sollte zum Pflichtprogramm eines jeden Hamburg-Besuches gehören.

Das Gesicht der Stadt selbst bestimmen postmoderne Glas- und Stahlfassaden genauso wie großbürgerliche Villen vergangener Jahrhunderte und zahllose Brücken die die Fleete und Kanäle überspannen. Besucher erleben bei einem Spaziergang eine Zeitreise zwischen Moderne und Geschichte. Bestes Beispiel hierfür ist die historische Speicherstadt im Freihafen, in deren unmittelbarer Nachbarschaft das moderne "Hanseatic Trade Center" entstand.

Hannover

Wer an Hannover denkt, denkt zunächst einmal an eine Messe- und Kongressstadt. Das ist auch durchaus berechtigt, hat sich Hannover doch durch seine zentrale Lage zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu einem anerkannten Messestandort gemausert. Als Messeplatz genießt die niedersächsische Hauptstadt eine hohe Reputation. Jahr für Jahr werden mit der Hannover Messe Industrie und der CeBit zwei internationale Messen veranstaltet. Die EXPO 2000 ´Mensch-Natur-Technik´, die Ende Oktober 2000 ihre Pforten schloss, hat das Ansehen der Stadt in Deutschland und der Welt weiter erhöht. Das Congress Centrum Stadtpark (CCS) und das neue Tagungszentrum Messe bieten beste Voraussetzungen für gut organisierte Kongresse.

Daneben bietet Hannover aber auch hohe Lebens- und Erlebniswerte. Das Stadtzentrum ist klein, überschaubar und besitzt malerische Winkel mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern. Die vielen Straßenkunstwerke sind eine Besonderheit Hannovers. Sie werden seit 1970 auf rund 4.200 Metern durch den aufs Pflaster gemalten "Rote Faden" verbunden. Sehenswerte Museen erwarten die Besucher und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen sorgen für Abwechslung vom harten Messealltag. Bei einem Bummel durch die Fußgängerzone mit ihren vornehmen Einkaufsgalerien, Warenhäusern, eleganten Boutiquen und Fachgeschäften findet sich sicher auch das ein oder andere Souvenir. Zum Verweilen und Ausruhen bieten sich die Herrenhäuser Gärten sowie ein Spaziergang am oder eine Bootsfahrt auf dem Maschsee an. Niedersachsens Hauptstadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für interessante Ausflüge wie beispielsweise auf der "Deutschen Märchenstraße", der "Erikastraße" oder in den sagenumwobenen Harz.

Köln

Köln, die Stadt am Rhein, ist die größte Stadt des bevölkerungsreichsten deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die Metropole ist römischen Ursprungs und blickt auf eine über 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Als Hansestadt im Mittelalter zog sie Millionen von Händlern und Pilgern an. Das ist noch heute so. Dom, Kölnisch Wasser, Kölsch und Karneval ziehen die Touristen genauso an wie die historischen Bauwerke, die über 30 Museen und 120 Kunstgalerien sowie das kulturelle Angebot.

Der weltberühmte Kölner Dom und die zahlreichen romanischen Kirchen prägen das Stadtbild. Köln besitzt auf engstem Raum innerhalb des Verlaufs der mittelalterlichen Stadtmauern einen Kranz von zwölf großen romanischen Stifts- bzw. Klosterkirchen.

Das moderne Bild der Stadt mit dem Museumskomplex, dem als transparente Schiffsburg gestalteten Schokoladenmuseum und der neben der Messe gelegenen Kölnarena ist eingebettet in das historische Köln.

Neben den architektonischen Sehenswürdigkeiten ist Köln eine Einkaufs-, Vergnügungs-, Sport- und Businessstadt und ein bedeutender Medien- und Messeplatz. Der Freizeitwert der Stadt wird durch die zahlreichen Grünflächen im engeren Stadtgebiet noch erhöht. Der Rheinpark im Rechtsrheinischen, verbunden durch die Seilbahn mit dem Zoo und dem Botanischen Garten, der Flora, der neue Rheingarten in der Altstadt, die zahlreichen historischen Parks und der äußere Grüngürtel laden zum Verweilen und Bummeln im Grünen ein, wenn man von der Hektik der Stadt genug hat. Für einen Ausflug bieten sich auch eine Ausflugsfahrt mit einem Schiff auf dem Rhein oder der Besuch der Umgebung z.B. des Siebengebirges, des Bergischen Landes oder einer der benachbarten Städte wie Bonn oder Düsseldorf an.

Leizig

In Leipzig, dem Mittelpunkt der großräumigen Leipziger Tieflandsbucht und gleichzeitigem Zentrum des Mitteldeutschen Wirtschaftsraumes, pulsiert heute das Leben. Tradition und Fortschritt des 21. Jahrhunderts begegnet man hier auf Schritt und Tritt. Seit den Friedensgebeten in der Nikolaikirche und den friedlichen Massendemonstrationen, im Jahr 1998 ist Leipzig zum Symbol für die Wende und den Weg zur deutschen Einheit geworden. Die Stadt hat die neuen Entwicklungen gut verkraftet. Leipzig ist eine äußerst dynamische Großstadt geworden, in der die Wiedervereinigung besser und schneller verarbeitet und genutzt wurde, als anderswo in den neuen Bundesländern.

Das Stadtrecht und Marktprivileg wurde Leipzig bereits um das Jahr 1165 verliehen. Der Stadtname geht auf die sorbische Siedlung "Lipzk", was soviel wie Ort bei den Linden bedeutet, zurück. Die Nikolaikirche von 1175 ist eines der ältesten Gebäude der Stadt. Im Jahr 1212 folgte die Weihe der Thomaskirche.

Leipzig ist seit Jahrhunderten ein Mittelpunkt im internationalen Handel und seit 500 Jahren Messestadt. Noch heute geben wichtige Fachmessen den Takt im Wirtschaftsleben an. Mittlerweile hat sich die Stadt zum zweitgrößten deutschen Bankenplatz nach Frankfurt/Main heraus gemacht. Zum Ruf Leipzigs trugen Musiker wie Bach, Mendelssohn-Bertholdy und Schumann sowie Verleger wie Baedeker, Brockhaus und Reclam bei. Heute wirken noch zahlreiche Verlage, der Thomanerchor und das Gewandhausorchester. In Kunst, Kultur und Wissenschaft nimmt Leipzig eine wichtige Stellung in Deutschland ein: Die 1409 gegründete Universität Leipzig ist nach der Heidelberger die älteste in Deutschland.

Das historische Stadtzentrum, umgeben von einem grünen Promenadenring, bildet das lebendige historische Herz, in dem sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden.

Vor allem die Renaissance, das Barock und die Zeit der Jahrhundertwende verleihen dem "alten" Leipzig sein Gesicht, das heute durch zahlreiche moderne Neubauten erneuten Wandel erfährt. Ein Beispiel dafür ist das traditionelle Industrieviertel Leipzig-Plagwitz, das zu einem modernen Wohn- und Dienstleistungsstandort umgestaltet wurde.

München

München, die bayerische Hauptstadt, ist eine der großen europäischen Wirtschafts- und Medienmetropolen und zugleich kulturelles Zentrum des Bundeslandes Bayerns. Die Stadt wurde 1158 auf dem so genannten "Augsburger Schied" von Kaiser Friedrich Barbarossa zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der eigentliche Gründer ist Herzog Heinrich der Löwe, der um den einträglichen Salzhandel auf sein Gebiet umzuleiten, die Isarbrücke bei Föhring zerstörte und den Markt einige Kilometer isaraufwärts nach Munichen verlegte. Die Stadtbefestigung mit Isartor, Sendlinger Tor und Karlstor erfolgte im frühen 14. Jahrhundert unter Ludwig dem Bayern. Die älteste Kirche des Stadtzentrums ist St. Peter, deren Renaissanceturm als "Alter Peter" eines der Wahrzeichen der Stadt bildet.

Die Innenstadt ist überschaubar und leicht zu Fuß zu erkunden. Sie wird durch Karlsplatz, Sendlinger Tor, Isartor und Odeonsplatz begrenzt. In ihrem Zentrum liegt der Marienplatz, Münchens "gute Stube", von dem die Shopping-Meilen Richtung Stachus und Sendlinger Tor abgehen. Richtung Norden um den Max-Joseph-Platz und den Odeonsplatz liegen die "herrschaftlichen Bezirke" mit Residenz, Erzbischöflichem Palais und Hofgarten.

Abgesehen von der Innenstadt besteht München, vielleicht noch mehr als andere Großstädte, aus vielen "Dörfern", Stadtteilen mit jeweils eigenem Charakter.

Schwabing beispielsweise wird durch die Schickeria, das entsprechende Nightlife, die Cafés zum "Gesehen-Werden" sowie durch die lockere Atmosphäre um Universität und Englischen Garten geprägt. "Bogenhausen" heißt der angrenzende vornehme Wohnbezirk im Münchner Nordosten. Südlich davon, zwischen Ostbahnhof, Max-Weber-Platz und Rosenheimer Platz, liegt Haidhausen, ein Stadtviertel der "einfachen" Leute und der alternativen Lebensweisen. Entsprechend findet man hier Szene-Kneipen und Läden mit ausgefallenem Angebot.

Die Attraktionen Münchens freilich sind über das ganze Stadtgebiet verstreut. So liegt etwa das Olympiagelände im Norden, das Nymphenburger Schloss im Westen und der Zoo im Süden jeweils ein ganzes Stück von der Innenstadt entfernt.

Die Liegewiesen entlang der Isar, im Englischen Garten und an den Baggerseen unter anderem im Norden Münchens laden immer wieder zur Rast oder zum (Sonnen-)Bad ein.

Da München nicht weit von den Feriengebieten in den bayerischen Alpen am Starnberger See oder am Chiemsee entfernt liegt, lässt sich eine Städtereise im Winter gut mit einer Skiausfahrt oder im Sommer mit einem Aktivurlaub an den bayerischen Seen und in den Bergen verbinden.

Stuttgart

Stuttgart, die Hauptstadt Baden-Württembergs, ist eine Stadt der reizvollen Gegensätze, eine pulsierende lebensfrohe Metropole. Einerseits ist sie mit den Firmensitzen von Daimler Chrysler, Porsche und Bosch und mit den jährlich im November stattfindenden Stuttgarter Buchwochen eine Wirtschaftsmetropole und Verlagsstadt. Andererseits ist Stuttgart eine Großstadt mit einem sehr hohen Grünflächenanteil. Die Lage der Stadt ist einmalig, das Panorama herrlich. Stuttgart schmiegt sich in einen Talkessel. Die sie auf drei Seiten umgebenden grünen Hänge sind bis zu 200 Meter hoch. Hier wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut. Die "Stäffele", Treppen, die die Weinberge begehbar machen, tragen viel zur heimeligen Atmosphäre der Stadt bei. Im Grüngürtel, der sich vom Neckar bis in das Herz der Stadt hinein zieht, lässt sich ein ausgedehnter Spaziergang unternehmen. Für kulturinteressierte Besucher gibt es schöne Plätze, prächtige Schlösser und viele historische Bauten unterschiedlicher Architekturstile zu entdecken, und Naturliebhaber finden in der interessanten und vielseitigen Umgebung von Stuttgart ein ausgiebiges Betätigungsfeld.

Stuttgart hat mit seinem Flughafen, den Bahnverbindungen und Autobahnanschlüssen sowie dem ausgebreiteten Netz öffentlicher Verkehrsmittel eine erstklassige Infrastruktur, die sie auch als Messe- und Kongressstadt attraktiv gemacht hat. Seit Herbst 2007 ist die neue Messe auf den Fildern, direkt am Stuttgarter Flughafen, eröffnet.

Auch kulturell hat Stuttgart einiges zu bieten. Fröhliche Feste, wie das Sommerfest, das Stuttgarter Weindorf und das Cannstatter Volksfest, sorgen für Abwechslung. Neben zahlreichen sehenswerten Museen sind die Staatsgalerie Stuttgart und Haus der Geschichte Baden-Württemberg Anziehungspunkte für Einheimische und Touristen. Die Bühnen der Stadt bieten ein breites Spektrum von Klassik und Ballett bis hin zu Kabarett und Varieté. Aber auch die Musicaldarbietungen im SI-Centrum gehören zu den Topattraktionen. Eine regelrechte Unterhaltungskultur mit dem MaxX-Filmpalast und einer anspruchsvollen Gastronomie ist um die Musical-Hallen entstanden.

Weimar

Die Kulturstadt Weimar im Thüringer Becken gelegen, war ein Zentrum der deutschen Klassik. Die Epoche begann mit der Berufung von Christoph Martin Wieland durch Herzogin Anna Amalia im Jahr 1772 als Erzieher für den Sohn. Goethe kam drei Jahre später als Minister an den Weimarer Hof, Herder und Schiller folgten. Auch Luther, Bach und Lucas Cranach d.Ä. lebten zeitweilig in Weimar. Von den vielen bekannten Schriftstellern und Musikern, die im 19. Jahrhundert in Weimar wirkten, seien hier nur Franz Liszt, Hoffmann von Fallersleben und Richard Strauss genannt. Auch ein wichtiges Kapitel für die deutsche Geschichte wurde in Weimar geschrieben, als im Nationaltheater im August 1919 die deutsche Verfassung angenommen wurde, die die Grundlage für die Weimarer Republik wurde und die starke Stellung des Reichspräsidenten festschrieb. Noch heute sind die Auswirkungen der beschriebenen geschichtlichen Begebenheiten im Stadtbild und in den Sehenswürdigkeiten zu erkennen. Die Altstadt steht unter Denkmalschutz.

Im Jahr 1999 war Weimar eine der Kulturhauptstädte Europas. Gleichzeitig wurde dann auch dem 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes gedacht. Für diese Festlichkeiten wurden umfassende bauliche Veränderungen vorgenommen. Das Stadtschloß und der Marstall wurden grundlegend saniert und das frühere Landesmuseum zum Museum für zeitgenössische Kunst umgestaltet.

Der Nordwesten

Der Norden Deutschlands ist flach, sanfte Hügel, Seen und Sandstrände beherrschen die Landschaft. Die Hansestadt Hamburg ist die zweitgrößte Stadt des Landes. Hannover ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Sehenswert sind im Norden auch Lübeck mit einer bemerkenswerten Altstadt, das Wikingermuseum Haithabu in der Nähe von Kiel und die Hafenstadt Bremen.

Die nord- und ostfriesischen Inseln sind beliebte Ferienziele. Die Inseln mit weiten Sandstränden sind zum Teil autofrei.

Ostfriesland ist das Land der Windmühlen, die überall an der Küste zu sehen sind. Neuerdings haben sich die modernen Windkraftanlagen dazugesellt, die hier ideale Windbedingungen gefunden haben und weit über das Land zu sehen sind. Ein malerisches Fischerdorf ist Greetsiel, wo gleich zwei Windmühlen am Ortseingang stehen. Von den sieben ostfriesischen Inseln ist Borkum ganz im Westen die größte. Das Auto kann auf der Fähre mitgenommen werden, Fahrräder können überall auf der Insel gemietet werden.

Die Nordfriesischen Inseln haben mit Sylt einen mondänen und bekannten Vertreter. Eine gemütlichere Insel mit einer grandiosen Dünenlandschaft ist Amrum. Am romantischsten ist der rote Felsen Helgolands, dessen Badedüne nur mit dem Schiff zu erreichen ist. Haushohe Wellen brechen sich an stürmischen Tagen an den Uferbefestigungen Helgolands - ein unvergessliches Naturschauspiel.

Zu Norddeutschland zählt auch das Erholungsgebiet der Lüneburger Heide sowie die Wandergebiete in Westfalen. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum aus mehreren Großstädten, der durch seine kulturelle Vielfalt von sich reden macht.

Der Nordosten

Die am meisten frequentierte Ferienregion Deutschlands erstreckt sich von Travemünde bis nach Flensburg. Überall an der Küste finden sich gepflegte Badeorte und kilometerlange Sandstrände. Die wichtigsten Inseln sind Hiddensee, Usedom und die Halbinsel Rügen. Die Kreidefelsen der Insel Rügen sind nicht erst seit Caspar David Friedrich bekannt. Die weißen Klippen des 47 Meter aufragenden Kap Arcona waren schon vor 100 Jahren ein besonderer Anziehungspunkt.

Kiel liegt am östlichen Ende des Nord-Ostseekanals, der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt. In Kiel finden alljählich Segelwettbewerbe statt.Greifswald, Schwerin und Rostock sind historische Städte, deren Stadtanlagen und Gebäude größtenteils erhalten geblieben sind. Berlin ist als Hauptstadt das neue Zentrum Deutschlands und nach wie vor eine lebendige Metropole. Potsdam ist mit dem Schloss Sanssouci sehenswert. In Sachsen-Anhalt sind Magdeburg, Quedlinburg und Wernigerode besuchenswert. Der Nationalpark Harz ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Thüringen und Sachsen

In Thüringen liegt der berühmte, insgesamt 168 Kilometer lange Wanderweg Rennsteig. In der Luther-Stadt Erfurt sind noch viele Bürgerhäuser erhalten. Eisenach wird von der geschichtsträchtigen Wartburg überragt. Die Goethe-Stadt Weimar ist eine kulturelle Hochburg der Region. Dresden, Leipzig und Meißen sind weitere Städte in Sachsen, die man unbedingt besuchen sollte.

Entlang des Rheines

In Düsseldorf findet man auf der Einkaufsmeile "Kö" alle eleganten Modeadressen der Welt. Viele kulturelle Veranstaltungen finden hier statt. Wahrzeichen der Stadt Köln ist der Dom. In unmittelbarer Bahnhofsnähe befindet sich die neue Gemäldesammlung im Wallraf-Richartz-Museum. Der Karneval im Februar ist in Düsseldorf und Köln ein wichtiger gesellschaftlicher Höhepunkt. Sehenswerte Städte sind die Kaiserstadt Aachen, die Stadt Koblenz am Ende des Moseltales, die alte Römerstadt Trier und der Bischofssitz Mainz am Zusammenfluss von Main und Rhein.

Banken- und Wirtschaftszentrum Deutschlands ist Frankfurt am Main. In der Innenstadt sind die Paulskirche, der sog. Römer und die Oper historische Gebäude. Fulda ist ein Bischofssitz nordlich von Frankfurt, dessen Barockviertel in seiner Gesamtanlage für Deutschland einzigartig ist. Die Universitätsstadt Marburg und der Kurort Wiesbaden sind bedeutende Städte. Im Saarland macht sich der französische Einfluss deutlich bemerkbar.

Auf dem Rhein finden Flusskreuzfahrten statt, die auch die Zubringerflüsse Mosel, Saar, Main einschließen, weiter südlich sogar den Neckar. Besonders die Moselhänge gehören zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Deutschlands.

Der Südwesten

Die Universitätsstadt Heidelberg ist für in- und ausländische Touristen ein großer Anziehungspunkt. Den ganzen Neckar entlang finden sich kleine historische Städte, darunter Bad Wimpfen im Norden Heilbronns. Stuttgart ist die baden-württembergische Hauptstadt, die außerordentlich viele Parks zu bieten hat. In der näheren Umgebung sind Ludwigsburg, Weil der Stadt und Schwäbisch Gmünd sehenswert. Die Universitätsstadt Tübingen lockt mit dem pittoresken Stadtzentrum und vielen bemerkenswerten Ausstellungen in der Kunsthalle.

Der Schwarzwald gehört zu Deutschlands wichtigsten Mittelgebirgen. Die Tannenwälder, Schluchten und Seen und auch die Heilbäder begeistern die Besucher. In Triberg wurde das Wahrzeichen des Schwarzwaldes entwickelt, die Kuckucksuhr. Sie ist nach wie vor ein willkommenes Reiseandenken nicht nur für Amerikaner und Asiaten. Um Tribergs 160 Meter hohen Wasserfall rankt sich eine Sage. Mit der Bahn kann man auf einer romantischen Eisenbahnstrecke über Donaueschingen (Ursprung der Donau) bis nach Konstanz an den Bodensee fahren. Für Autoreisende und auch für Motorradfreunde ist die Schwarzwaldhochstraße eine Traumstrecke, die im eleganten Kurort Baden-Baden beginnt und bis ins Herz des Schwarzwaldes führt. Der Feldberg ist mit seinen 1493 Metern die höchste Erhebung des Schwarzwaldes und ist im Winter ein beliebtes Skirevier. Die Universitätsstadt Freiburg im Breisgau liegt im Südschwarzwald und ist mit ihrem bunten Treiben die heimliche Hauptstadt der Region. In vielen Städten des Schwarzwaldes, so auch in Rottweil, können Besucher in der Fasnachtszeit das Schauspiel einer alemannischen Fasnet erleben. Aus dem 16. Jahrhundert haben sich viele Masken und Gewänder erhalten, und auf einem malerischen Umzug wird mit Schellengerassel frühmorgens der Winter verjagt.

Das Münster in Ulm ist der höchste Kirchturm der Welt. Ein Spaziergang durch die Altstadt mit den historischen Fischergassen lohnt sich.

Der Bodensee befindet sich ganz im Süden Deutschlands und grenzt an die Schweiz und Österreich. Das gesamte Ufer des Sees ist touristisch erschlossen und auf dem See finden Bootsausflüge statt. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau und der Reichenau mit Benediktinerabtei lohnt sich. Schöne Städte am Bodenseeufer sind Meersburg, Lindau und Konstanz. Der Rheinfall bei Schaffhausen ist ein beliebtes Ausflugsziel in der nahen Schweiz.

Der Südosten

Die Hauptstadt Bayerns ist München, die mit einem vielfältigen kulturellen Angebot aufwartet. Eine reiche Auswahl an Museen und Galerien, viele Theater und Veranstaltungen locken zahlreiche Besucher an. Das jährliche Oktoberfest ist ein Muss für die meisten ausländischen Besucher. Im Osten liegt an der tschechischen Grenze der Nationalpark Bayerischer Wald. Passau, Regensburg und Nürnberg sind beliebte Ausflugsziele. In Nürnberg ist der jährlich stattfindende Weihnachtsmarkt besonders stimmungsvoll. In Augsburg sind noch alte Kaufmannshäuser aus dem 16. Jh. zu sehen. In der Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg ist der Dom aus dem 13. Jh. erhalten. Rothenburg ob der Tauber besitzt noch eine vollständig erhaltene Stadtmauer auf der man, wie auch in Nördlingen, die gesamte Stadt umrunden kann.

Der Süden Bayerns wird von den Alpen und dem Alpenvorland mit seinen vielen Seen bestimmt. Die Allgäuer Landschaft ist klimatisch angenehm und sehr stimmungsvoll. In den Bayrischen Alpen befinden sich mit der Zugspitze (2962 m) und dem Watzmann (2713 m) die höchsten Berge Deutschlands.

Nationalparks: Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der größte Nationalpark Mitteleuropas wurde um die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Erde gebildet. Diese Landschaft reicht von der niederländischen Nordseeküste bis hinauf nach Dänemark. Das Wattenmeer, ein im Wirkungsbereich der Gezeiten liegender Streifen, der bei Flut vom Meerwasser überflutet wird und bei Ebbe trocken bleibt, ist weltweit einzigartig. Bis zu 3.200 Tierarten bevölkern das Wattenmeer. Am Ufer findet man Seesterne, Krebse, Schnecken, Muscheln und Wattwürmer. Als Nist- und Rastplatz einer großen Anzahl von Zugvögeln ist der Nationalpark alljährlich eine Besucherattraktion, besonders im Herbst. Auf den Salzwiesen gibt es eine vielfältige Pflanzenwelt, so finden sich hier der Strandflieder, Rotschwingel und Strandwegerich.

Von einem erfahrenen Wattführer kann man sich das Schauspiel von Ebbe und Flut zeigen lassen, wenn nach sechs Stunden das Meer zurückkehrt, und die Priele, tiefe Furchen in der Wattlandschaft, sich wieder mit Wasser füllen. Wattwanderungen mit Führung sind für die ganze Familie ein unvergessliches Erlebnis.

Zu den vielen Ausflugsmöglichkeiten gehören auch Aufenthalte in den kleinen Fischerdörfern des Nationalparks sowie eine Schifffahrt zu den Seehundbänken.

In Tönning befindet sich das Nationalparkhaus und das wissenschaftliche Zentrum der Nationalparks des Wattenmeeres. Das Multimar Wattforum Tönning ist außerordentlich sehenswert.

Hamburgisches Wattenmeer

Drei Inseln bestimmen das Landschaftsbild des Nationalparks Hamburgisches Wattenmeer, dem kleinsten der drei Wattenmeer-Nationalparke: Die grünflächige, von 40 Menschen bewohnte Insel Neuwerk, die Düneninsel Scharhörn und die künstlich aufgespülte Insel Nigehörn. Aufatmen ist angesagt auf dieser Inselgruppe, die sich direkt in der Elbmündung vor Cuxhafen befindet und aus ca. 12.000 ha Wattlandschaft besteht. Bei Ausflügen ins Watt kann man Bernstein suchen und große Kolonien von Zwerg-, Brand-, Fluss- und Küstenschwalben beobachten.

Die Geschichte der Insel Neuwerk ist seit 1299 urkundlich belegt. Die Wege auf dieser Insel führen durch begrüntes Eiland und vorbei an Zeugnissen der Geschichte, z.B. dem Wehrturm in der Elbmündung, einem deutlichen Zeichen der Hanse, sowie der Bastion, die Stützpunkt für die Bekämpfung der Seeräuberei war. Die ursprüngliche Sandbank Scharhörn ist vor allem wegen ihrer Seevogelkolonien eine Besucherattraktion. Wie auch die künstlich aufgespülte Vogelinsel Nigehörn, die für Besucher gesperrt ist, erstaunt Scharhörn durch riesige Flächen unberührter Natur.

Niedersächsisches Wattenmeer

An der Nordseeküste Niedersachsens befindet sich der Nationalpark "Niedersächsisches Wattenmeer". Er schützt das zwischen Ems und Elbe liegende Wattenmeer, einschließlich der vorgelagerten ostfriesischen Inseln. Hier gibt es beeindruckende Landschaftsformen, wie zum Beispiel die für die Region typischen Salzwiesen, das Steilufer bei Dangast sowie das "schwimmende Moor" bei Sehestedt, das einzige noch intakte Außendeichsmoor in Deutschland.

Zu einer der ausgefallensten Erscheinungen unter den dort lebenden Tieren gehört die Brandente, einer der schönsten Vögel der Küstenregion. Zwischen August und September bevölkern besonders viele Küstenvögel das Watt.

Zu den Höhepunkten des Parks gehören das Wattenmeerhaus in Wilhelmshaven, die Seehundstation in Norddeich, das Wasserschloss in Dornumsiel sowie das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Auf der Insel Borkum kann das Feuerschiff und der Walknochenzaun bewundert werden. Auf Norderney steht das Fischerhausmuseum. Und auf Wangerooge ist der alte Leuchtturm sehenswert.

Jasmund

Im Nationalpark Jasmund im Nordosten Deutschlands findet man die unterschiedlichsten Landschaftsformen. Schön ist die Kreidelandschaft mit zahlreichen Mooren, Feuchtwiesen und Trockenrasen, deren bekanntester Punkt die weltberühmten Kreidefelsen um den Königsstuhl sind und die schon von dem berühmten Maler Caspar David Friedrich dargestellt wurden. Zu dem Nationalpark gehören außerdem die seit dem 13. Jh. vorhandenen Rotbuchenwälder auf dem Stubnitzplateau, einer überwiegend aus Kreide aufgebauten, eiszeitlich geprägten Hochfläche.

Neben dem Königsstuhl, dem höchsten Felsen der Kreideküste, beeindruckt die 10 km lange und bis zu 117 m hohe Kreideküste mit ihren aktiven und inaktiven Kliffs, die die Dynamik einer Steilküste veranschaulicht. Hier findet der aufmerksame Strandwanderer neben weißer Schreibkreide eiszeitliche Sedimente und Fossilien.

Die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks beherbergt beispielsweise Mehlschwalben, die in den Kreideriffs brüten oder den seltenen Seeadler.

Das Gebiet der Stubnitz ist nicht nur aufgrund seiner Kreidelandschaft einen Besuch wert. Auf den regelmäßig stattfindenden Führungen des Nationalparkamtes kann man näheres über die Germanengöttin Hertha oder den geheimnisvollen Piraten Störtebecker, der an diesem Ort angeblich einen Schatz vergraben hat, erfahren.

Ein Mehr an Geschichte bedeutet ein Besuch im Jagdschloss Granitz südlich von Binz. Bei einer Fahrt mit der Dampf-Kleinbahn "Rasender Roland" läßt sich die Landschaft besonders gut erschließen.

Höhepunkte des Nationalparks sind das Kap Arkona mit dem kleinen Ort Vitt, der Fischereihafen Saßnitz mit Fischereimuseum, die Piratenschlucht in Saßnitz, das Stadtmuseum in Greifswald mit einer Caspar-David-Friedrich-Ausstellung, die historischen Handwerkerstuben in Gingst und der Grümbke-Aussichtsturm bei Neuenkirchen.

Vorpommersche Boddenlandschaft

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erstreckt sich von der Halbinsel Darß-Zingst bis zur Westküste Rügens eine Landschaft aus Steilküsten und Dünen, Nehrungen und Strandseen. Ihren Namen verdankt die noch weitgehend naturbelassene Landschaft den von der offenen Ostsee abgetrennten Lagunen, die Bodden genannt werden.

Die Vielfalt und Vielzahl der Tier- und Pflanzen dieses Naturraumes ist erstaunlich. Seltene Wildarten wie Rothirsche und Wildschweine können aus geringster Entfernung beobachtet werden.

Besondere internationale Bedeutung genießt der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft als größter Kranich-Rastplatz Europas. Alljährlich ist hier im Herbst der Anflug von ca. 30.000 Kranichen zu beobachten. Entlang der Reiserouten erreicht man u.a. den größten Sandhaken Rügens: Eine durch Kiefern und Birken gekennzeichnete Landschaft, mit vermoorten Strandseen und Beobachtungspunkten zur See- und Boddenseite mit Blick über Landschaft und Tierwelt.

Die vorgelagerte, autofreie Insel Hiddensee, die größte Insel des Nationalparks, mit sehenswerten Orten wie der Dünenheide mit gut ausgeschilderten Wanderwegen und den Dornbuschhöhen, zieht immer mehr Erholungssuchende an. Das Besucherhaus am Hauptweg informiert über die Besonderheiten des Nationalparks.

Müritz

Östlich des bekannten und größten Sees der Mecklenburgischen Seenplatte im Nordostdeutschen Tiefland liegt der Nationalpark Müritz. Die Wege mit einer Gesamtlänge von 660 km führen durch eine traumhafte Großseenlandschaft, die mehr als 130 Seen, uralte Buchenwälder und zauberhafte Moore umfasst.

Dieses von der Eiszeit geformte Naturgebiet ist insbesondere als Brutstätte für selten gewordene oder an anderen Orten schon ausgestorbene Großvögel von internationaler Bedeutung. Seeadler, Fischadler und Kraniche können auf extra angelegten Beobachtungsständen, die sich im östlichen Teil des Nationalparks, bei Serrahn, befinden, beobachtet werden.

Sehenswert sind das "Heinrich-Schliemann-Museum" in Ankershagen, die Stadt Waren mit ihrer Altstadt und besonders die Fischadlerpaare in Federow.

Neben Erkundungen zu Fuß, mit dem Rad oder dem Kanu sind auch Schiffsfahrten auf der Mecklenburger Groß- und Kleinseenplatte möglich, bei denen Fahrräder kostenlos transportiert werden.

Unteres Odertal

Dieser 60 km lange Auen-Nationalpark aus eindrucksvollen Oderhängen und blühendem Trockenrasen führt am deutschen und polnischen Ufer der Oder entlang.

Neben den besonderen und geschützten Vogelarten wie Seeadler, Schwarzstorch und Seggenrohrsänger, leben hier auch Biber, die ihre Staudämme errichten. Über 40 Fischarten und 50 verschiedene Säugetierarten komplettieren den Tierreichtum. Ein Erlebnis besonderer Art ist der Anflug von über 13.000 Kranichen auf ihre im Odertal gelegenen Rastplätze.

Besuchenswert sind der mittelalterliche Burgfried in Stolpe, die historischen Tabakscheunen bei Friedrichsthal, das Schloss bei Zützen, in Gartz die mittelalterliche Stadtbefestigung und die Stephans-Kirche sowie die spätgotische Dorfkirche in Criewen.

Harz

Der Nationalpark Harz ist eines der beliebtesten Wander- und Skiwandergebiete der deutschen Mittelgebirge.

Diese Landschaft in Granit zeugt von einer besonders vielfältigen Geologie. Entlang dem 700 km langen Wanderwegenetz durchquert man die für das Harzgebirge charakteristischen Bergfichten- und Buchenmischwälder, findet Hoch- und Übergangsmoore sowie Bäche. Es gibt Rothirsche, Rehe und Wildschweine. Während die bunte Vogelwelt mit Arten wie dem Schwarzspecht, der Ringdrossel und dem Zaunkönig ständig präsent bleibt, sieht man mit viel Glück auch Wildkatzen und Füchse.

Die über 20 Besucher- und Erlebnis-Bergwerke machen Ausflüge zu interessanten Höhepunkten. In Clausthal-Zellerfeld steht die größte Holzkirche Deutschlands.

Zu empfehlen sind Besichtigungen der verschiedenen Nationalparkhäuser, zum Beispiel in Altenau-Torfhaus und St. Andreasberg mit den mittelalterlichen Gebäuden und Besucherbergwerken, die einen tieferen Einblick in Geschichte und Kultur der Region gewähren.

Im Hochharz befindet sich der Brocken - der mit 1.142 Metern höchste Berg des Harzes. Der fast kahle Gipfel ist oft nur schemenhaft zu sehen, da er ca. 300 Tage im Jahr zeitweise im Nebel versinkt. Dieser besondere Umstand führte zu der Sage, dass hier die Hexen zu Hause seien und alljährlich wird hier die Walpurgisnacht mit dem Hexentanz gefeiert.

Die Schmalspurbahn mit einem Wegenetz von über 130 km führt zu mittelalterlichen Städten der Umgebung und auch auf den Brocken. Schön sind die Rübeländer Tropfsteinhöhlen, die Felsenschlucht im Bodetal und das Schloss Wernigerode. Die Stadt Quedlinburg ist dank ihrer an historischen Fachwerkhäusern reichen Bausubstanz zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt worden.

Hainich

Vor wenigen Jahren noch militärische Sperrzone, wurde das von Rotbuchen dominierte Waldgebiet Hainich im Westen Thüringens zu Deutschlands jüngstem Nationalpark erklärt.

Eine Reise zwischen dem Kurort Bad Langensalza und der Wartburg-Stadt Eisenach führt in das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet Europas, das auch als "Urwald in der Mitte Deutschlands" bezeichnet wird. Diese einzigartigen Wälder, auch Plenterwälder genannt, sind besonders naturschonend bewirtschaftete Wälder.

Rundwanderwege, vor allem der bekannteste Höhenwanderweg "Rennstieg", führen bis in die malerischen Städte der Region. In der Kurstadt Bad Langensalza steht das Schloss Dryberg und ein Heimatmuseum. In der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen stehen Bürgerhäuser aus sieben Jahrhunderten und eine begehbare Stadtmauer. Die Martin-Luther-Stadt Eisenach ist mit der Wartburg nicht nur für Kulturliebhaber einen Besuch wert. Die ca. 1.000-jährige "Betteleiche" und die "Steinernen Kreuze" dürfen auf dem Rennsteig nicht ausgelassen werden. Bei Bickenriede steht das sehenswerte Kloster Anrode.

Kellerwald-Edersee

Die ausgeprägte Waldlandschaft am Edersee in Hessen wurde 2004 als Nationalpark Kellerwald-Edersee ausgewiesen. Der Kellerwald gehört geologisch gesehen zum Rheinischen Schiefergebirge, das Landschaftsbild ist durch den Wechsel von tief eingeschnittene Tälern und Bergkuppen geprägt.

Der Nationalpark zeichnet sich vor allem durch seinen alten Baumbestand mit einem hohen Buchenanteil aus. Die Laub- und Mischwälder werden für westeuropäische Verhältnisse schon seit langer Zeit nicht mehr genutzt und sind daher in einem naturnahen Zustand.

Hier kann man erfahren, welche Bäume und andere Pflanzen sich je nach Gestein, Boden, Wind- und Lichtverhältnissen ansiedeln. So kann zum Beispiel die Rotbuche an sehr trockenen Standorten gedeihen, während Erlen und Weiden mehr Feuchtigkeit benötigen. Anderen Pflanzen wiederum wie die Sommer- und die Winterlinde macht eine steile Hanglage nichts aus.

Entlang der Flüsse gibt es auch Waldwiesen, ein Lebensraum ganz anderer Pflanzen und Tiere.

Zu den Säugetieren, die im Nationalpark Kellerwald-Edersee leben, zählen der Rothirsch, das Schwarzwild und das Muffelschaf, Füchse und Dachse sowie 13 Fledermausarten.

Sächsische Schweiz

Im Osten Deutschlands, Südöstlich von Dresden gelegen, schützt der Nationalpark Sächsische Schweiz, einen über 36.000 ha großen Teil des von der Elbe in 100 Millionen Jahren geschaffenen Elbsandsteingebirges.

Die einzigartige Formenwelt des Sandsteins und der Wechsel von Wald und offenem Land zeigen, daß die ursprüngliche Flusslandschaft keine reine Naturlandschaft mehr ist, sondern eine seit Jahrhunderten vom Menschen genutzte und gestaltete Kulturlandschaft. Selten gewordenen Tierarten wie Uhu, Fischotter und Siebenschläfer kann man beobachten. In der Vegetation sieht man ein durch den kleinräumigen Biotopwechsel entstandenes Umfeld an Farnpflanzen, Flechten und Moosen. Der Weg auf die "Bastei" wird mit einem wundervollen Ausblick über die Elbe belohnt. Auf der Fahrt mit einem gemieteten Ruderboot oder mit einem der zahlreichen Schiffe kann man die beeindruckende Landschaft vom Wasser aus erkunden. Zu empfehlen sind die romantischen Fahrten auf der Elbe mit einem der ältesten Raddampfer der Welt. Zum Lichtenhainer Wasserfall kann man mit der nostalgischen Kirnitzschtalbahn fahren. Weitere Highlights der Region sind die Festung Königstein und die Felsenbühne in Rathen.

Nationalpark Eifel

Der im Jahr 2004 ausgewiesene Nationalpark Eifel ist der erste Nationalpark Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich im Mittelgebirge der Eifel und ist 11.000 ha groß. Er wird von dem Bach Rur und seinen Nebenbächen durchzogen, die die Bergrücken tief eingeschnitten haben. Während die kleinen Bäche meist Kerbtäler geschaffen haben, fließen die größeren mäandrierend auf breiten Talsohlen.

Der Nationalpark schützt in erster Linie Buchenwälder, die typische Vegetation für nährstoffarme und saure Böden. Große Areale werden aber von Fichten eingenommen, worin sich die ehemalige wirtschaftliche Nutzung widerspiegelt. In Zukunft sollen sich wieder Naturwälder entwickeln können.

Der Nationalpark Eifel beherbergt rund 240 geschützte Tierarten, darunter sind viele Insektenarten aber auch Uhus, Schwarzstörche, Rothirsche und Wildkatzen.

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark "Bayerischer Wald" im Südosten Deutschlands repräsentiert zusammen mit dem östlich angrenzenden Böhmerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Europas.

In den eindrucksvollen Urwäldern gibt es zahlreiche Rad- und Wanderwege, die zu Mooren, Bergbächen und Eiszeit-Seen führen.

Das eher rauhe Klima bedingt eine für die Region charakteristische Tierwelt. Neben dem wieder eingebürgerten Schwarzstorch gehören mittlerweile auch Uhu, Habichtskauz und Kohlrabe wieder zu den heimischen Vogelarten. Ebenso interessant zu beobachten sind die Rauhfuß-, Auer- und Haselhühner. Weiter entlang der Wege durch den Nationalpark erreicht man die "Glasstraße", auf der man in mehreren Hütten Glasmacher beobachten kann. In Frauenau befindet sich ein Glasmuseum, in der Glasstadt Zwiesel gibt es ein Bauernhausmuseum. Natürlich gehört die Burgruine Weißenstein zu einem Besuch im Bayerischen Wald dazu.

Touren durch die Urwaldgebiete Mittelsteighütte und Höllbachgespreng, Erlebniswege wie der "Watzlik-Hain" und "Schachten", ehemalige Almen des Bayerischen Waldes sowie ein Besuch der Informationszentren bei Neuschönau und Ludwigsthal sind entspannend und interessant.

Berchtesgaden

Diese Hochgebirgslandschaft in Bayern ist weitgehend vom Eingriff des Menschen verschont geblieben. Zu diesem Schutzgebiet gehört das Gebirgsmassiv des Watzmann, dessen Mittelspitze mit 2.713 m der höchste Punkt des Nationalparks Berchtesgaden ist. Die Landschaft wird vor allem von Felsenregionen, Schuttflächen, alpinen Matten, Latschenkiefern und Grünerlen geprägt. Der berühmte Königsee liegt zwischen Watzmann, Steinernem Meer und dem Hagengebirge. Alpine Arten wie Steinbock, Murmeltier, Adler, Schneehase und Alpensalamander leben hier in freier Wildbahn, auch der in Deutschland selten gewordenen Steinadler, der jedoch nur mit viel Glück zu entdecken ist. Ebenso schön wie vielseitig ist die Flora, zu denen beispielsweise das Pyrenäen-Drachenmaul, Hausmanns-Mannschild und die Zwerg-Alpenrose gehören.

Großer Beliebtheit bei den Besuchern erfreut sich besonders die "Jennerseilbahn", mit der man bis zur Nationalparkgrenze in 1.800 m Höhe gelangen kann. In Marktschellenberg kann eine Eishöhle besichtigt werden, in Berchtesgaden ist das begehbare Salzbergwerk ein Besuchermagnet.

Reisehinweise

Informationen zur Sicherheitssituation in Deutschland sind auf den Internetseiten des Bundesinnenministeriums zu finden: www.bmi.bund.de

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Die auf Reisen allgemein üblichen Vorsichtsmaßnahmen sind ausreichend.

RAUCHVERBOT: In allen öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Straßenbahn, auch Taxi) besteht Rauchverbot. Auf Flughäfen und in Bahnhöfen ist Rauchen auf ausgewiesenen Raucherbereiche beschränkt. Die einzelnen Bundesländer haben darüber hinaus unterschiedliche Rauchverbote erlassen, unter anderem für Gastronomie, Schulen, Sporthallen, Veranstaltungen, öffentliche Behörden. Die Altersgrenze für den Zigarettenerwerb ist auf 18 Jahre angehoben worden.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Vereinigte Arabische Emirate

Einreise für Deutsche

Visumfrei für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen. Notwendig sind: bei Einreise mindestens 6 Monate gültiger Reisepass und Rück- oder Weiterreiseticket.

Landesdaten

Lage

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bestehen aus sieben Emiraten: Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Um al-Qawain, Ras al-Khaimah, Fujairah (geografische Reihenfolge und amtliche Schreibweise in den VAE). Sie liegen im nordöstlichen Teil der arabischen Halbinsel und grenzen im Norden an Katar und den Arabischen Golf, im Osten an den Golf von Oman und an den Oman, im Süden und Westen an Saudi-Arabien.

Fläche: ca. 90.000 km². Davon entfallen auf Abu Dhabi ca. 80.000 km², Dubai ca. 3.900 km², Sharjah, ca. 2.600 km², Ajman ca. 250 km², Um al-Qawain ca. 800 km², Ras al-Khaimah ca. 1.700 km², Fujairah ca. 1.300 km².

Verwaltungsstruktur: 7 Emirate (Abu Dhabi, Dubai, Sharjah, Ajman, Um al-Qaiwain, Fujairah, Ras al-Khaimah).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,6 Millionen.

Hiervon sind etwa 25 Prozent Einheimische, der Rest sind ausländische Einwohner.

Städte:

Abu Dhabi City (offiziell die Hauptstadt der VAE) ca. 619.500 Einwohner,

Dubai City (Deira ist ein Stadtteil von Dubai City) 1,84 Millionen

Sharjah City 989.200

Khor Fakkan (Hafenstadt im Emirat Sharjah, am Indischen Ozean gelegen) 536.700

Al Ain (in der Ostprovinz des Emirats Abu Dhabi) 518.100

Ras al-Khaimah Town 125.800

Sprache

Die Amtssprache ist Arabisch. Im Geschäftsverkehr und in den Hotels wird auch Englisch gesprochen und verstanden.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +2 Stunden.

Telefon/Post

Post

Die Post in den Vereinigten Arabischen Emiraten arbeitet zuverlässig und schnell. Postämter gibt es in allen größeren Orten, die Briefkästen für Auslandspost sind rot. Hotelgäste können ihre Post auch an der Rezeption abgeben. Der Transport nach Europa dauert etwa 6 bis 10 Tage, während des Ramadans auch länger.

Telefon

Die Vorwahl für Ferngespräche von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Emirate ist 00971, aus den Emiraten nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

NOTRUFNUMMERN: Polizei 999, Unfallrettung in Abu Dhabi, der Stadt Al-Ain, und Fujairah 998, in den übrigen Emiraten 999, Feuerwehr 997.

In Dubai gibt es eine Touristenpolizei, die z. B. Verhaltensempfehlungen gibt und auch im Fall eines Diebstahls oder Ähnlichem hilft, kostenlose Hotline unter Tel. 800 44 38.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in den VAE von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Internet

Länderkürzel: .ae

Überall sind preiswerte und schnelle Internetverbindungen möglich (Dial, ISDN, ASDL, Circuit, auch Flatrates), in allen Städten gibt es Internetcafes.

Feiertage

Feiertage 2018:

1. Januar (Neujahr)

21. August (Arafat-Tag)

30. November (Tag der Märtyrer)

2. Dezember (Nationalfeiertag; der öffentliche Dienst feiert auch den Folgetag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage, sind möglich!):

13. April (Mohammeds Himmelfahrt)

15. bis 17. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

22. bis 25. August (Opferfest)

11. September (Neujahr nach islamischer Zeitrechnung 1440)

20. November (Mohammeds Geburtstag)

Der Ramadan dauert im Jahr 2019 vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Die auf einen Freitag fallenden Feiertage werden durch den darauffolgenden Tag oder einen der Feiertagsfolge angehängten arbeitsfreien Tag abgegolten. Die einzelnen Emirate legen zusätzliche Feiertage fest. Die Arbeitswoche geht von Samstag bis Donnerstag. Für alle staatlichen Einrichtungen gelten Freitag/Samstag als Wochenende. Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag.

Die Hauptferienmonate sind Juli und August. Grundsätzlich sollte man sich vor Planungen von Geschäftsreisen erkundigen, ob in besagtem Zeitraum religiöse oder staatliche Feiertage stattfinden, denn über die Feiertage und natürlich auch in den Hauptferienzeiten machen viele Emiratis Urlaub.

Öffnungszeiten

Banken: Sa bis Do 8-13 Uhr, manche Institute sind auch nachmittags zwischen 16.30 und 18.30 Uhr geöffnet. Kostenlose Telefonauskünfte - HSBC (Tel. 800 4440); Mashreq Bank (Tel. 800 4800);

Post: Große Postämter haben So bis Do rund um die Uhr geöffnet, kleinere mit Mittagspause oder sogar nur vormittags. Postschalter gibt es auch an den Tankstellen der Kette "Emarat";

Geschäfte: Einzelhandel teilweise sechs oder sieben Tage in der Woche 8-13 Uhr und 16-20 oder 22 Uhr. Große Supermärkte öffnen in Abu Dhabi durchgehend von 8-23 Uhr (Dubai bis 24 Uhr). Einige Supermärkte haben 24 Stunden geöffnet, außer freitags 12.30-14.30 Uhr (Freitagsgebet);

Behörden: So bis Do 7.30-14.30 Uhr;

Private Firmen und Büros: Sa bis Do 8-13/14 Uhr, 16-19 Uhr; viele Firmen haben inzwischen auch samstags frei, wobei andere Donnerstag 8-13 Uhr arbeiten.

Während des islamischen Fastenmonats RAMADAN ruht das öffentliche und das geschäftliche Leben mehr oder weniger; der Einzelhandel öffnet später und länger.

Kleidung

Leichte, atmungsaktive Sommerkleidung ist fast das ganze Jahr über angebracht. Da alle öffentlichen Gebäude, Hotels und Supermärkte klimatisiert sind, empfiehlt es sich, auf jeden Fall auch leichte Pullover und Jacken dabeizuhaben. In den Wintermonaten benötigt man vor allem abends eine Jacke oder einen Pullover. Zu empfehlen sind außerdem auch bequeme Schuhe, eine gute Sonnenbrille, eine Kopfbedeckung gegen die Sonne, und viel Sonnenschutzcreme. In den Restaurants und Hotels gilt meist ein smart-casual Dresscode (sportlich-elegant).

Frauen sollten sich grundsätzlich zurückhaltend kleiden und bei einem Stadtbummel keine schulterfreien Tops oder Kleider sowie keine sehr kurzen Röcke oder Hotpants tragen. Bade- und Strandkleidung sind am Swimming-Pool oder am Hotel-Strand kein Problem. Shorts, Blusen/Kleider mit schmalen Trägern und Ähnlichem sind nur innerhalb der Hotelanlagen angebracht.

Geschichte/Politik

Die Emirate sind sieben historische autarke Scheichtümer, die noch heute jeweils von einem Scheich regiert werden. Im Nordosten konzentrieren sich sechs dieser Scheichtümer auf verhältnismäßig kleinem Raum. Der zehnmal so große südliche Teil gehört allein zum Scheichtum Abu Dhabi.

Bis 1971 standen diese Scheichtümer unter britischer Herrschaft. Dann wurden sie selbstständig und schlossen sich zum Bund der "Vereinigten Arabischen Emirate" zusammen. Das Emirat "Ras al Khaimah" folgte 1972.

Damals bestanden die Scheichtümer noch aus zerstreuten Dörfern. Der Beginn der Förderung des Erdöls führte zu drastischen Veränderungen der Region. Städte und Infrastruktur sind gut ausgebaut. Insbesondere Abu Dhabi besitzt Prachtbauten modernster Architektur.

Außenpolitisch treten die Emirate als Staatenbund auf. Doch jedes Scheichtum hat nach wie vor eigene (allerdings einander ähnliche) Gesetze. Beispielsweise verbieten die einen den Alkohol grundsätzlich, die anderen nur außerhalb der Touristenhotels und nur für Muslime.

Die provisorische Verfassung von 1971 wurde 1996 zur geltenden Verfassung erklärt. Der Sitz der Regierung ist Abu Dhabi, und der Präsident der VAE ist immer der Herrscher des Emirates Abu Dhabi.

Wirtschaft

Erdölfunde haben die wirtschaftliche Situation der Vereinigten Arabischen Emirate völlig verändert. Die noch vor wenigen Jahrzehnten ursprünglichen und armen Gegenden gehören nun zu den reichsten der Welt. Zwischen den sieben verschiedenen Emiraten gibt es keine Grenzen und keine Differenzen. Die drei reichen Emirate Dubai, Sharjah und Abu Dhabi unterstützen die vier anderen finanziell. Die Gewinne aus dem Öl erlauben beispielsweise Abu Dhabi, 50 Prozent aller Kosten sämtlicher Emirate zu übernehmen und diesen auch große Summen zu niedrigsten Zinssätzen zu leihen.

Dubai ist das wirtschaftliche und politische Zentrum der Vereinigten Emirate, weil es den einzigen natürlichen Hafen am Persischen Golf besitzt. Inzwischen ist dort auch ein künstlicher Hafen für Hochseeschiffe entstanden. Dubai hat einen internationalen Flugplatz, fördert Erdöl und ist einer der größten Gold-Umschlagplätze im Nahen Osten. Seit 1990 sind in allen Emiraten viele neue und moderne Industrien entstanden. Dubai ist zum Beispiel ein inzwischen anerkanntes IT-Zentrum geworden, Ras Al Khaimah besitzt die weltgrößte Keramikfabrik, auch die Emirate Ras Al Khaimah und Fujairah haben internationale Flugplätze.

Der Tourismus spielt in einigen der Emirate nun ebenfalls wirtschaftlich eine zumehmende Rolle. Die Emirate sind ein sehr gastfreundliches Land, in dem man fremde Besucher gern sieht. Auch in erstklassigen Hotels sind die Preise moderat geblieben. In den Ausbau des Tourismus wird sehr viel Geld investiert.

Religion

Der Islam und seine Wertvorstellungen beherrschen den Alltag in den Emiraten. 96 Prozent der Bevölkerung sind Muslime (Sunniten). Christlichen Kirchen wird die Ausübung ihrer Religion nicht verwehrt, Dubai und Sharjah haben verschiedene christliche Kirchen.

Vegetation

In den Oasen der Emirate wächst alles, was man sich in diesem Teil der Erde nur vorstellen kann; Palmen und Akazien, Tamarisken und Kamelhufbäume. Auch Bougainvillea und Oleander sind dort zu Hause.

Erstaunlich ist die gärtnerische Leistung, die in den Städten und größeren Orten vollbracht wird. Die Straßenränder und Parks sind für eine Wüstenlandschaft ungewöhnlich und großzügig begrünt. Die Bewohner in den Emiraten können es sich leisten, ihre Bäume, Büsche und Blumen - woher diese auch eingeführt wurden, der Flammenbaum aus Madagaskar, der Jacaranda aus Brasilien, den Korallenbaum aus Afrika - regelmäßig zu bewässern. Der Reichtum der Emirate gestattet große Meerwasser-Entsalzungsanlagen. Die kommen auch zahlreichen erst kürzlich in der Wüste angelegten Gemüse- und Obstplantagen sowie nagelneuen Dattelpalmen-Hainen zugute.

Tierwelt

Das typische Tier in diesen Gegenden ist das Dromedar, also das einhöckrige Kamel. Jedes Dromedar hat seinen Besitzer, seinen Betreuer. Auch die Kamele, denen der Besucher in den Wüstenregionen begegnet, sind nicht wild. Die Kamele werden als Last- und Reittiere benutzt. Kamelrennen sind bei den Beduinen sehr beliebt. Und die einprägsamsten Bilder des Landes gewinnt man auf den sehr belebten Kamelmärkten. Ein weiteres Tier, das seit urdenklichen Zeiten in der arabischen Welt zu Hause ist, ist das arabische Pferd. Mit ihren Pferden treiben die Araber einen regelrechten Kult. Im Übrigen sind es vor allem die Vögel, die in dieser Gegend auffallen. So gibt es Ibisse und Schmutzgeier, Wüstenraben und Raubwürger, Bienenfresser und viele andere Arten. Der arabische Leopard und verschiedene Fuchsarten kommen nur noch im Hajar-Gebirge an der Grenze zwischen Ras Al Khaimah und Oman (Halbinsel Mussandam) vor und stehen unter strengstem Naturschutz. In Sharjah werden große Anstrengungen unternommen, verschiedene Antilopenarten wieder anzusiedeln.

Kulinarisches

Die Vielfalt im Speisezettel ist groß. In den Emiraten speist man nicht nur arabisch, sondern auch indisch, persisch, chinesisch, deutsch, italienisch, mexikanisch - bis hin zum amerikanischen Fast Food. Die originale Küche der Emirate zeichnet sich vor allem durch die vielen Gewürze aus. Es gibt zahlreiche gut gewürzte typische Gerichte - vom Auberginen-Püree bis zu den mit Reis gefüllten Weinblättern, von den dicken Bohnen bis zu Lammfleisch mit Zimt. Man bekommt natürlich auch alle Arten von Fischen, Langusten und Hummerkrabben aus dem Arabischen Golf. Besonders die libanesische Küche ist in den VAE stark vertreten.

Bei den Getränken muss man sich daran gewöhnen, dass Alkohol jeglicher Art nicht landesüblich und zum Teil streng verboten ist. Man trinkt Kaffee und Tee, auch Obstsäfte. Vor allem aber: Wasser, das in Flaschen überall verkauft wird. Übrigens kann man in allen Hotels auch unbesorgt Wasser aus der Wasserleitung trinken.

Sitten und Gebräuche

Zu den wichtigen traditionellen Sportarten gehört in den Emiraten die Falknerei. Nicht selten sieht man Jagdfalken, die ihre Besitzer begleiten und dabei stolz auf dem handschuhgeschützen Handgelenk thronen.

Die Kamelrennen sind meist hochdotiert und haben viele Anhänger. Die Rennkamele sind außerordentlich wertvoll. In der Nähe der Rennbahnen kann man als Besucher Training und Pflege der Tiere beobachten.

Inzwischen ist man in den Emiraten längst so weit, dass am Strand Bikinis (nicht oben ohne!) möglich sind. Allerdings ist es für die Einheimischen an den öffentlichen Stränden nach wie vor üblich, bekleidet ins Wasser zu gehen. In den Städten sollte man darauf achten, keine Shorts und keine ärmellosen Kleider zu tragen. Die Vereinigten Emirate lassen auch keine pornografische Literatur zu, zu denen auch westliche Zeitschriften gezählt werden. Alkohol ist - dem Koran nach - für Muslime verboten. Doch in Hotelbars bekommt man (aber nicht überall!) auch einen Drink. Restaurants außerhalb der Hotels haben meist keine Lizenz, Alkohol auszuschenken, in Umm Al Qawain und Ras Al Khaimah gibt es Geschäfte (Baracuda Resort und Bin Majid beach Hotel), in denen alkoholische Getränke für den privaten Gebrauch erwerben kann. Offiziell ist allerdings der Transport von einem Eimirat in ein anderes an den Erwerb einer Lizenz gebunden, was aber selten kontrolliert wird.

In Zeiten des Ramadan ist das öffentliche Leben stark beeinflusst. In der Öffentlichkeit sollte - aus Respekt vor den Gläubigen - nichts gegessen, getrunken oder geraucht werden.

Umweltbewusstsein ist in den Emiraten seit jeher ausgeprägt. Das Wegwerfen von Papier oder Zigarettenstummeln wird auch bei Touristen bestraft.

Souvenirs

Besonders Waren aus der Elektronik-Branche können günstig gekauft werden. Aber auch die traditionellen Souvenirs sind preiswert: Teppiche, Silberwaren, Schmuck, Messingwaren, kunsthandwerkliche Gegenstände. Dabei kommt Silberschmuck beispielsweise überwiegend aus Jemen, Teppiche aus Afrika und Indien. Und die schönen alten arabischen Gebrauchsgegenstände wie Messingkannen oder Holzwaren sind kaum noch (oder nur sehr teuer) zu bekommen.

Dubai ist ein besonders guter Einkaufstipp. Viele Touristen fliegen nur zum Shopping nach Dubai (als Zwischenstopp sehr empfohlen). Die Stadt hat als eines der großen Goldhandelszentren der Welt sehr günstige Goldpreise.

Handeln ist beim Einkaufen üblich und geradezu ein Volksspaß, in den Basaren noch mehr als in den Geschäften. Ein Drittel herunterzuhandeln ist meist kein Problem - manchmal ist sogar die Hälfte möglich. Vor allem, wenn bar bezahlt wird.

Klimainformationen

Der größte Teil der VAE besteht aus flachen Küstengebieten mit trockenen Salzseen, die in Wüste übergehen. Im Osten teilen breite Geröllebenen die Berge von Oman von den Dünen der Rub al-Khali. Die Temperaturen im Sommer sind sehr hoch; zwischen April/Mai und September ist mit Tagestemperaturen von über 40°C im Schatten zu rechnen. Im Juli und August kann es sogar zu Temperaturen bis zu 50°C kommen. Ab Oktober wird es dann wieder angenehmer; die Temperaturen sinken wieder unter 35°C. Während des ganzen Sommers herrscht oftmals eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit in den Küstengebieten. In dieser Zeit fällt auch kein Regen, dieses gilt jedoch nicht für den Osten, wo gelegentlich Sommerstürme auftreten.

Die Winter sind warm und zum größten Teil trocken. Es regnet sporadisch, manchmal in Form von Regenstürmen, bei denen der gesamte jährliche Regen (zwischen drei und zwölf cm) auf einmal niedergehen kann. Der meiste Regen fällt im Gebiet von Ras al-Khaimah. Im Januar und Februar sind bisweilen sehr kühle Nächte möglich, in denen die Temperatur auf 10 bis 13 °C sinken kann.

Beste Reisezeit

Am besten bereist man die Vereinigten Arabischen Emirate zwischen Oktober und April, da in dieser Zeit die Durchschnittstemperaturen mit 25 Grad am niedrigsten sind. In Küstennähe sorgt dann meist eine frische Meeresbrise für Kühlung.

Der von Mai bis September dauernde Sommer wird mit seinen Höchsttemperaturen von 35 bis 45 Grad im Schatten als unerträglich heiß empfunden. Auch die Luftfeuchtigkeit ist im Sommer hoch. An der Küste kann sie Werte von über 80 Prozent erreichen.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A.

Informationen zur Malaria

Malaria

Keine.

Verbreitung

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind malariafrei.

Ärztliche Hilfe

ABU DHABI: Dr. Issac Zaju Dajani (spricht Englisch), Hamdan Street, Demarky Building,, Abu Dhabi, Tel. (02) 627 34 34.

DUBAI:Dr. C. Heidenreich (spricht Deutsch), German Medical Clinic, Al Batha Tower 10th floor,, Dubai, Tel. (00971 6) 575 02 80.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Dirham (Dh.)

1 Dirham = 100 Fils.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 4,25 Dh.

1 US-$ = ca. 3,67 Dh.

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Ausfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Ausfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Umtausch: Es gibt überall Wechselstellen. Devisen können bis zu einer Summe von 90.000 DH frei getauscht werden. Am günstigsten ist der Geldwechsel meist bei offiziellen Wechselbüros in den Souks. Banken sowie Wechselstuben befinden sich in den großen Städten, an den Flughäfen (24 Stunden geöffnet) und in allen großen Shopping Malls).

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von Hotels, Autovermietern und zahlreichen größeren Geschäften akzeptiert. In kleineren Geschäften ist die Zahlung mit Kreditkarte oft nicht möglich.

Geldautomat: Ja - Barabhebung ist möglich. Die Automaten befinden sich überall in den Städten und in vielen Shopping-Malls. Reisende sollten sich vor Abreise bei ihrer Hausbank über eventuelle Beschränkungen bei der Bargeldbeschaffung mit der Girocard informieren.

Reiseschecks: Ja - Reiseschecks werden fast überall akzeptiert.

Bitte beachten: Grundsätzlich ist die Akzeptanz von Reiseschecks weltweit rückläufig.

Auskunftstellen

Government of Dubai
Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM)
Bockenheimer Landstraße 23
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 71 00 02 34
(0 69) 710 00 20
www.dubaitourism.co.ae
dtcm_ge@dubaitourism.ae
Mo bis Fr 9-13 Uhr, 14-17 Uhr

Department of Culture and Tourism - Abu Dhabi
Bavariaring 38
80336
München
(0 89) 689 06 38 66
www.dubaitourism.co.ae
germany@tcaabudhabi.ae

Government of Sharjah
Sharjah Commerce Tourism Development Authority
c/o Eyes2market GmbH
Fasanenstraße 2
25462
Rellingen
(0 41 01) 37 07 33
(0 41 01) 370 92 40
www.dubaitourism.co.ae
sharjah@eyes2market.com
Mo bis Fr 9-13 Uhr, 14-17 Uhr

National Media Council - UAE
Abu Dhabi
National Media Council - UAE
P.O.Box 3790
Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 2) 445 04 08
(00971 2) 404 43 33
www.uaeinteract.com
info@nmcuae.ae

Government of Dubai
Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM)
6th, 8th and 9thFloor, Al Fattan Plaza
Airport Road
Al Garhoud
Dubai
Government of Dubai
Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM)
P.O. Box 594
Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 4) 223 00 22, (00971 4) 282 11 31
(00971) 600 555 559
info@dubaitourism.ae

Sharjah Commerce Tourism Development Authority
9th Floor, Crescent Tower
Buheirah Corniche
Sharjah
Sharjah Commerce Tourism Development Authority
P.O. Box 26661
Sharjah/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 6) 556 30 00
(00971 6) 556 67 77
www.sharjah-welcome.com
info@sharjahtourism.ae

Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
(German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
Abu Dhabi Mall, The Towers at Trade Center, West Tower,
1st floor, Office No. 107
Abu Dhabi
Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
(German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
P.O. Box 54702
Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 2) 645 71 00
(00971 2) 645 52 00
www.ahkdubai.com
dalia.samra@ahkuae.com
So bis Do 8-17 Uhr

Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
U-BORA Office Tower
27th floor, Office 2701
Al Abraj Street (Masri Drive), Business Bay
Dubai
Deutsch-Emiratische Industrie- und Handelskammer (AHK)
German Emirati Joint Council for Industry and Commerce (AHK))
P.O. Box 7480
Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 4) 447 01 01
(00971 4) 447 01 00
www.ahkdubai.com
info@ahkuae.com
So bis Do 9-17 Uhr

Botschaften und Konsulate

Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate
Hiroshimastraße 18-20
10785
Berlin
(0 30) 51 65 19 00
(0 30) 51 65 16
www.vae-botschaft.de
BerlinEMB@mofa.gov.ae
Mo bis Fr 9-16 Uhr, Konsularabteilung Mo bis Fr 9.30-12.30 Uhr
Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden

Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate
mit Konsularabteilung
Erste Fährgasse 6
53113
Bonn
(02 28) 267 07 14
(02 28) 26 70 70
Mo bis Fr 9-15 Uhr
(keine Visumerteilung)
Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden

Generalkonsulat der Vereinigten Arabischen Emirate
Lohengrinstraße 21
81925
München
(0 89) 41 20 02 80
(0 89) 412 00 10
munichcon.cans@mofaic.gov.ae
Mo bis Fr 9-12 Uhr

Embassy of the Federal Republic of Germany
The Tower at the Trade Center
West Tower, 14th Floor
Abu Dhabi Mall
Abu Dhabi
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 2591
Abu Dhabi/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 2) 644 69 42
(00971 2) 596 77 00
www.germemb.org.ae
Amtsbezirk: Vereinigte Arabische Emirate

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Dubai Street 14A, Jumeirah I
Dubai
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 2247
Dubai/Vereinigte Arabische Emirate
(00971 4) 349 50 50
(00971 4) 349 88 88
www.germanconsulatedubai.org.ae
info@dubai.diplo.de
Amtsbezirk: Ajman, Dubai, Fujairah, Ras al-Khaimah, Sharjah, Um al-Qawain

Ärztliche Hilfe

ABU DHABI: Dr. Issac Zaju Dajani (spricht Englisch), Hamdan Street, Demarky Building,, Abu Dhabi, Tel. (02) 627 34 34.

DUBAI:Dr. C. Heidenreich (spricht Deutsch), German Medical Clinic, Al Batha Tower 10th floor,, Dubai, Tel. (00971 6) 575 02 80.

Sehenswertes

Abu Dhabi

Dieses Emirat ist das größte Scheichtum. Hinter der flachen Küste liegt ein breiter Streifen Sandwüste. Im Osten reicht das Emirat bis an das Oman-Gebirge, besiedelt sind eigentlich nur die Küstenabschnitte. Die Hauptstadt Abu Dhabi liegt auf einer Insel im Golf, ist aber durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Der Reichtum der Stadt ist überall spürbar.

Die Stadt Abu Dhabi ist faszinierend. Man hat sehr moderne Bauten angelegt, zwischen denen sich grüne Alleen hinziehen. Am Strand verläuft die sorgfältig angelegte "Corniche", der abendliche Promenadenweg.

Zu Abu Dhabi gehört die Oase Al-Ain im Osten: eine prächtige grüne Stadt mit einem berühmten Kamelmarkt, aber auch mit erstklassigen Hotels.

Dubai

Dubai ist die Hauptstadt des Emirates Dubai, dem zweitgrößten orientalischen Fürstentum der sieben Vereinigten Arabischen Emirate.

Vor rund 200 Jahren war Dubai noch eine kleine Siedlung, die von Fischern und Perlentauchern bewohnt wurde. Durch die schnell wachsenden Handelsbeziehungen wurde die Stadt rasch zum führenden Hafen der Golfküste. 1966 wurden Dubais Ölvorkommen entdeckt und man begann mit dem Ölexport. Heute ist Dubai eine "Boomtown" in der Wüste sowie wichtigstes Handels- und Tourismuszentrum von Nahost.

Dubai ist eine kosmopolitische Stadt mit einer einzigartigen Mischung kultureller Kontraste. Hier begegnen sich Orient, Asien und der Westen, Tradition und Moderne. Neben Moscheen und Lehm- und Korallensteinhäusern finden sich moderne Wolkenkrater aus Glas, Stahl und Beton, ultramoderne Shopping Malls und Jachthäfen mit weißen Luxusschiffen. Keine Stadt des Nahen Ostens ist so rastlos wie Dubai und so reich.

Durchzogen wird die Stadt vom Dubai Creek, einem natürlichen Meeresarm, der der historische und auch heutige Mittelpunkt des Lebens von Dubai City ist.

Dubai ist ein attraktives Reiseziel für sonnenhungrige und konsumfreudige Touristen geworden. Die Strände sind sauber, die Hotels luxuriös und wer es sich leisten kann, steigt im "Burj al Arab" ab, dem höchsten, teuersten und einzigen 7-Sterne-Hotel der Welt.

Für Aktivurlauber gibt es vorzügliche Sport- und Freizeiteinrichtungen, ob Golf oder Wassersport, Wüstensafari oder Dhow-Kreuzfahrt. Für Schnäppchenjäger bieten die historischen Souks und luxuriösen Einkaufskomplexe nach amerikanischem Vorbild pures Einkaufsvergnügen.

Sharjah

Das Emirat gehört zu den Großen. Es reicht vom Persischen Golf im Westen bis zum Golf von Oman im Osten, hat also zwei Küsten. Die Landschaft ist zum Teil Wüste, zum Teil angenehm grünes Land. Zudem ragen hier Teile des Oman-Gebirges auf. Es gibt viele gute, zum Teil luxuriöse Hotels, besonders an der Küste des Persischen Golfs, alle allerdings alkoholfrei.

Die Stadt Sharjah bietet ein buntes Gemisch aus Altem und Neuem, traditionelle Gasthöfe im Stil einer Karawanserei und ein altes Fort neben Hochhäusern, uralte Caféhäuser neben modernen Restaurants, farbenprächtige alte Souks mit verwinkelten engen Gassen, in denen aber auch die modernsten Elektronikartikel verkauft werden.

Zum Baden, Schnorcheln und Tauchen lädt die Küste bei Khor Fakkans am Indischen Ozean, einer nahe gelegenen kleinen Stadt, ein. Gleich dahinter ragt das Hajiar-Gebirge auf, in das Ausflüge unternommen werden können. Wüstensafaris sind ebenfalls möglich. Historisch Interessierte können bei der Ausgrabung Mileiha Fossilien betrachten, die 80 Millionen Jahre alt sind.

Ajman

Dieses Emirat ist besonders winzig - 260 Quadratkilometer groß. Haupterwerbszweige sind die Fischerei, der Anbau von Dattelpalmen und zunehmend maritime Dienstleistungen und verschiedene Industrien.

Um al-Qaiwain

Das winzige Scheichtum hat 40 Kilometer Küste, aber noch kaum Tourismus, der erst allmählich zunimmt.

Ras al-Khaimah

Das kleine Emirat - früher das grüne Zentrum der Arabischen Halbinsel - ist das geschichtsträchtigste Emirat der VAE. Seine Tradition der Herstellung von Keramiken setzt RAK Ceramiks, die weltgrößte Keramikfabrik fort. Ras Al Khaimah hat den ersten Tiefseehafen der VAE geschaffen. Fast 75 Prozent des gesamten Zementbedarfs werden etwa 20 km von der Stadt am Rande des Hajar-Gebirges hergestellt. Der Tourismus in Ras Al Khaimah wird zielstrebig entwickelt, um die natürlichen Potentiale des immer noch im klaren arabischen Stil lebenden Emirates zu nutzen.

Fujairah

Das Emirat besteht aus drei Gebieten am Golf von Oman. Der Hauptort liegt im kleineren südlichen Teil. Fujairah lebt vorwiegend von Gartenbau und Fischfang. Lange Zeit gehörte das Emirat zu Sharjah; erst 1951 löste es sich von dort. Heute ist Fujairah berühmt für seine Hafenanlagen und bekannt als Touristenzentrum.

Baden in den Emiraten

Kuor Fakkan ist eine kleine Stadt, die zu Sharjah gehört und am Golf von Oman - also am Indischen Ozean - liegt. Die Küste dort eignet sich sehr gut zum Baden, aber auch zum Schnorcheln und Tauchen. Der Strand ist schön und weit, die Landschaft interessant, weil gleich hinter dem Strand das Hajiar-Gebirge aufragt. Dorthin, aber auch in die Wüstengegenden werden - nicht nur - von der Stadt Sharjah aus spannende Ausflüge veranstaltet.

Aktiv-Urlaub

In den drei großen Emiraten - Abu Dhabi, Dubai und Sharjah - werden sämtliche Wassersportmöglichkeiten geboten: Segeln, Windsurfen, Wasserski, Schnorcheln, Tauchen. Auch viele andere Sportmöglichkeiten gibt es: Squash, Tennis, Reiten, Radfahren, Bogenschießen, Jeep-Safaris in die Wüste. Mit Picknick im Sand auf echten Teppichen. Fujairah und Ras Al Khaimah unternehmen erfolgreich große Anstrengungen, den Tourismus als Haupteinnahmequelle zu entwickeln.

Golfen in den Emiraten

Dieser Sport wird in den Emiraten immer beliebter. Vor etwa zehn Jahren wurde in Dubai der "Emirates Golf Platz" eröffnet, der 18-Loch hat und fünf etwas komplizierte Seen als Hindernisse. Inzwischen gibt es in der Nachbarschaft auch einen Neun-Loch-Platz mit Wasser-Hindernissen. Relativ neu ist der "Dubai Creek Golf" mit 18-Loch, bei dem es ebenfalls drei Seen sowie drei Meerwasser-Hindernisse gibt. Zu ihm gehört inzwischen auch ein Neun-Loch-Platz mit Flutlicht. (Hier werden auch Anfänger ohne Handicap unterrichtet.) Ein weiterer Golfplatz, einer der größten Flutlichtplätze der Welt: der "Dubai Golf and Racing Club" bei Dubai. Es ist ein Neun-Loch-Platz mit vier Seen. Ein weiterer Golfplatz entstand in Ras Al Khaimah.

Reisehinweise

Aktueller Hinweis:

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die diplomatischen Beziehungen zu Katar bis auf Weiteres abgebrochen. Der Luft- und Seeverkehr zwischen den beiden Ländern wurde eingestellt. Betroffene Reisende sollten Kontakt mit ihrer Fluggesellschaft oder ihrem Reiseveranstalter aufnehmen.

Da die Vereinigten Arabischen Emirate ein aktives Mitglied der Anti-ISIS-Koalition sind, muss in den VAE mit Anschlägen der Terrororganisation ISIS gerechnet werden. Das Auswärtige Amt empfiehlt Reisenden, sich besonders in größeren Menschenansammlungen sicherheitsbewusst und situationsgerecht verhalten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind eines der sichersten Reiseländer im Nahen Osten. Die Kriminalitätsrate ist sehr gering, trotzdem können vereinzelt Taschendiebstähle, z.B. in großen Einkaufszentren oder bei großen Veranstaltungen, vorkommen. Besonders vorsichtig sein sollten alleinreisende Frauen und weibliche Jugendliche bei Taxifahrten oder auf Spaziergängen bei Dunkelheit. In diesen Situationen kam es in letzter Zeit häufiger zu Übergriffen.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte beachten Sie außerdem den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen".

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Homosexualität, nichtehelicher Geschlechtsverkehr und Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind in den VAE trotz des liberaleren Gesellschaftsklimas verboten. Dies kann im Extremfall bedeuten, dass es bei Anzeige einer Vergewaltigung zur strafrechtlichen Verfolgung des Opfers wegen "nichtehelichem" Geschlechtsverkehr kommen kann. Nicht-eheliche Schwangerschaften können bei Bekanntwerden, z.B. bei einem Arztbesuch, ebenfalls strafrechtlich verfolgt werden. Ledige Schwangere, die in die VAE reisen möchten, sollten sich bewusst sein, dass auch für sie diesbezüglich ein gewisses Risiko bestehen kann.

WÜSTENTOUREN: Bei einer Wüstentour auf eigene Faust müssen einige lebenswichtige Regeln beachtet werden

- Niemals alleine fahren, sondern immer mit mindestens zwei Fahrzeugen.

- Das Hotel vor der Abfahrt informieren (wohin man fahren wird und wann man ungefähr zurückkommen wird).

- Bei einer Autopanne immer zusammenbleiben und nur zu zweit losgehen, um Hilfe zu suchen.

- Genügend Trinkwasser mitnehmen (pro Person zehn Liter). Fehlen dürfen auch nicht: 20 Liter Kanister Benzin, Erste-Hilfe-Paket, Wolldecke, zwei Ersatzreifen, Abschleppseil, zwei Schaufeln, ein Ersatzkanister, Kompass und Uhr, Keilriemen!

Einige Reiseveranstalter bieten Kurse für das Fahren im Sand und in den Dünen an, um Touristen auf Wüstensafaris vorzubereiten.

Das FOTOGRAFIEREN und FILMEN (auch mit Mobiltelefonen) von militärischen Anlagen, Häfen, Flughäfen, Herrscherpalästen, öffentlichen Gebäuden, Botschaftsgebäuden, Brücken, Industrieanlagen sowie Ölförder- und Erdgasanlagen ist verboten. Auf die Fotografierverbote wird oft durch Warnschilder hingewiesen, die jedoch teilweise leicht übersehen werden können. Verstöße werden konsequent von den emiratischen Behörden geahndet.

Verboten ist auch die Verbreitung, Veröffentlichung und Speicherung von Fotos, Informationen, Kommentaren, Szenen oder Neuigkeiten in sozialen Medien ohne Einverständnis der betreffenden Person.

ALKOHOL: Das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten. Gekauft werden kann Alkohol, mit Ausnahme der Duty Free Shops am Flughafen, nur in lizenzierten Alkoholläden. Dazu ist eine Berechtigung (Liquor Licence) erforderlich, die nur von nichtmoslemischen Aufenthaltsberechtigten erworben werden kann. Alkohol wird zwar in einigen Hotels (meist Vier- und Fünf-Sterne-Hotels) angeboten, jedoch ist der Konsum ohne Lizenz nicht erlaubt. Bei Gesetzesverstößen kann der Reisepass abgenommen und es muss weiterhin mit Gerichtsverhandlung und Geldstrafe gerechnet werden. Im Emirat Sharjah herrscht ein totales Alkoholverbot, daher wird dort auch in Hotels kein Alkohol angeboten.

RAUCHEN: In den VAE herrscht ein generelles Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen und an allen öffentlichen Plätzen, in Shopping-Malls, Bildungseinrichtungen, Postämter, Büros, Internet-Cafés, Coiffeur-Salons, Restaurants und Kinos. Bei Zuwiderhandlungen können Geldstrafen verhängt werden.

DROGEN: Auf Drogenbesitz - auch zum Eigenbedarf, auch sog. weiche Drogen - in Kleinstmengen von weniger als 0,1 g in Reisegepäck, Kleidung oder Körper stehen in den Vereinigten Arabischem Emiraten langjährige Haftstrafen. Für Drogenhandel kann sogar die Todesstrafe verhängt werden. In Strafverfahren kann selbst einige Tage zurückliegender Konsum auch weicher Drogen durch Bluttests festgestellt und bestraft werden.

STRAFRECHT: Äußerungen zu religiösen Themen, die in Westeuropa unbedenklich wären, können in den VAE als Beleidigung des Islam oder des Propheten Mohammed strafrechtlich verfolgt und mit Geld-, evtl. sogar mit Freiheitsstrafen verfolgt werden. Die Missionierung von Muslimen ist verboten.

RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan variiert von Jahr zu Jahr (2018 vom 16. Mai bis zum 14. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Oman

Einreise für Deutsche

eVisa ist notwendig: https://evisa.rop.gov.om.

Als Touristen: In Ausnahmefällen ist ein Visum bei Ankunft an den Landesgrenzen und an den internationalen Flughäfen von Oman für einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen erhältlich.

Erforderlich sind:

- der bei Ankunft mindestens noch 6 Monate gültige Reisepass (eine freie Seite)

- Rück- oder Weiterreiseticket und -dokumente

- ausreichende Geldmittel

Landesdaten

Lage

Das Sultanat Oman grenzt im Norden an die Vereinigten Arabischen Emirate (sowie mit seiner nördlichen Exklave auf der Halbinsel Musandam an die Straße von Hormuz), im Osten an den Golf von Oman, im Westen an Saudi-Arabien und im Süden an die Republik Jemen.

Fläche: ca. 309.500 km².

Verwaltungsstruktur: 5 Regionen (mintaqah; Al-Dakhiliyah, Al-Batinah, Al-Wusta, Al-Sharquiyah, Al-Dhahirah), 4 Verwaltungsbezirke (muhafazah; Al-Buraimi, Maskat, Musandam, Dhofar) und 62 Distrikte (wilayat).

Einwohner

Bevölkerung: ca. 4,6 Millionen (davon ca. 2,5 Millionen Omani)

Städte:

Maskat (Hauptstadt, Englisch - Muscat) bildet mit Matrah, Ruwi, Qurum und Sib einen Siedlungskomplex mit ca. 775.000 Einwohnern (Capital Area)

As-Sib ca. 284.800

Bawshar ca. 187.00

Salalah ca. 155.300

Matrah ca. 150.000

Sohar ca. 129.800

Al-Buraymi ca. 60.200

Sur ca. 48.600

Al-Amarat ca. 47.400

Al-Khaburah ca. 42.000

Sprache

Im Sultanat Oman wird Arabisch gesprochen, vereinzelt auch Swahili, Farsi und Urdu. Im Geschäftsverkehr wird überwiegend Englisch benutzt.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +3 Stunden

Während der europäischen Sommerzeit beträgt der Zeitunterschied +2 Stunden.

Stromspannung

220-240 Volt Wechselstrom, 50 Hertz (örtlich jedoch Schwankungen zwischen 200 und 260 Volt).

Meist sind Steckdosen für dreipolige runde Stecker üblich. Deshalb empfiehlt es sich, einen Adapter mitzunehmen.

Telefon/Post

Post

Luftpost ist bis zu 1 Woche nach Europa unterwegs.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz in den Oman ist 00968, die Rufnummer ist unmittelbar danach zu wählen. Vom Oman nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Öffentliche Telefonapparate gibt es immer weniger. Sie funktionieren meist mit Telefonkarten, die u.a. in Supermärkten erhältlich sind.

NOTRUFNUMMERN: Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr 999.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Oman von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Prepaid-Karten sind vergleichsweise günstig erhältlich für Anrufe ins Ausland und im Reiseland. Sie sind auch bei Mobilfunkanbietern (z.B. Omantel) im Flughafen in Maskat erhältlich.

Internet

Länderkürzel: .om

Internetcafés gibt es in den Städten, unter anderem in Maskat, Nizwah, Salalah und Sur.

Feiertage

Im Jahr 2018:

1. Januar (Neujahr)

23. Juli (Renaissance-Tag)

18. November (Geburtstag von Sultan Qaboos + Nationalfeiertag)

Islamische Feiertage (Verschiebungen um einen Tag, in seltenen Fällen zwei Tage sind möglich!):

13. April (Mohammeds Himmelfahrt)

15. bis 17. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

21. bis 25. August (Opferfest)

11. September (Neujahr 1440 nach islamischer Zeitrechnung)

20. November (Mohammeds Geburtstag)

Im Jahr 2019 dauert der Ramadan vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Während des Ramadan, des islamischen Fastenmonats, kann das Geschäftsleben eingeschränkt sein.

Fällt ein Feiertag auf einen Freitag, ist der Samstag oder ein anderer Werktag arbeitsfrei.

In Oman beginnt die Arbeitswoche am Samstag, der letzte Werktag in der Woche ist der Mittwoch. Das Wochenende ist somit der Donnerstag und der Freitag. Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag.

Die Hauptferienzeit fällt auf die Monate Juli und August.

Öffnungszeiten

Der wöchentliche Ruhetag ist der Freitag.

Banken: Sa bis Mi 8-12 Uhr, Do 8-11 Uhr;

Geschäfte: Sa bis Do 8/9-13, 16-21/22 Uhr. Einzelne Geschäfte schließen schon um 20 Uhr, wenige Supermärkte haben bis 23 Uhr geöffnet.

Behörden: Sa bis Mi 7.30/8-13/14 Uhr;

Büros: Sa bis Do 8-13, 16-19 Uhr.

Während des Fastenmonats Ramadan beginnen und enden die Öffnungszeiten eine halbe Stunde früher.

Kleidung

Für die heißen Monate sollte man leichte Sommerkleidung mitnehmen. Diese sollte jedoch immer gut waschbar und atmungsaktiv sein.

Für die kälteren Monate von November bis März sollte man auch leichte Wollsachen dabeihaben, da es in den Abendstunden recht kühl wird.

Außerdem sollte man zu jeder Jahreszeit eine gute Sonnenbrille und bequeme Schuhe dabeihaben. Für Nächte in der Wüste sollte man immer auch warme Pullover mitnehmen.

Bade- und Strandkleidung ist nur am Strand oder am Swimmingpool zu tragen (omanische Frauen baden vollständig bekleidet).

Weibliche Reisende sollten außerdem immer auf dezente Kleidung achten, die Beine und Oberarme bedeckt (dies gilt besonders für Ausflüge ins Landesinnere).

Herren sollten keine kurzen Hosen tragen.

Geschichte/Politik

Der Oman war schon im zwölften Jahrhundert v. Chr. besiedelt. Schon vor dem zweiten Jahrhundert v. Chr. gab es Handelsbeziehungen zwischen dem Reich Sumer und dem Oman. Sumerische Tafeln berichten von einem Kupferland "Magan", mit dem vermutlich der Oman gemeint war.

Die ersten Araber kamen um die Jahrtausendwende in den Oman. Die Batinah-Region war schon damals hochkultiviert und wurde im vierten Jahrhundert n.Chr. durch ein Bewässerungssystem noch wohlhabender. Das 7. bis 15. Jahrhundert war die Blütezeit des Seehandels, vor allem mit Persien, Indien und Südostasien. Im Jahre 1507 wurde die Hauptstadt des Oman, Maskat, von den Portugiesen eingenommen und erst Mitte des 17. Jahrhunderts konnte der Oman zurückerobert werden. Der Oman wurde ein reicher Staat mit Kronkolonien in Ostafrika; auch Sansibar gehörte zum Omanischen Sultanat. Der Wohlstand und Einfluss des Omans ging zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurück.

Die heutige Staatsform ist das Sultanat, an dessen Spitze der Sultan steht. Von diesem werden die Mitglieder des Konsultativ- und Staatsrates ernannt.

Wirtschaft

Das aktuelle Wirtschaftswachstum begann erst 1990, nachdem eine ölpreisbedingte Rezession überstanden war. Die wesentlichste Einnahmequelle des Landes ist das Erdöl und das in jüngster Zeit entdeckte Erdgas. Die Reserven sollen bei gleichbleibender Förderung noch einige Jahrzehnte reichen. Dennoch setzt der Oman verstärkt auf die Diversifizierung der Wirtschaft, um sich von der starken Energiepreis-Abhängigkeit zu lösen. So entwickeln sich Industriezweige, aber auch die Landwirtschaft wächst stark. Die Berufsmöglichkeiten für Schulabgänger sind vielfältiger geworden, was für die recht wohlhabenden Omanis den Anreiz erhöht, einen Beruf zu erlernen. Der zu Beginn der 90er Jahre ausgerufene "Omanisierungsplan" soll mittelfristig die ausländischen Arbeitskräfte durch qualifizierte Omanis ersetzen, ohne jedoch die Effizienz der Wirtschaft zu vermindern.

Oman öffnete sich erst 1987 dem Tourismus und kann sich seitdem über stetig steigende Besucherzahlen freuen.

Religion

Die meisten Einwohner des Oman sind Moslems. Minderheiten sind Hindus.

Vegetation

Der Oman ist ein Wüstenland. Der Süden um Salalah jedoch bekommt vom warmen indischen Sommer-Monsun etwas ab, so dass hier großzügige Plantagen angelegt werden und Palmen gedeihen. Nach dem Monsun ergrünt der ganze Süden.

Tierwelt

Der Oman legt großen Wert auf die Erhaltung von Natur und Tierwelt und hat auch entsprechende Schutzgebiete angelegt. So können inzwischen wieder die Oryx-Antilope, Meeresschildkröten (die hier an den Stränden Eier ablegen), Leoparden, Falken und auch die langhaarige weiße Ziege, der Arabische Thar, hier leben und sich vermehren.

Kulinarisches

Die meisten Gerichte im Oman sind eigentlich indische Currys - Reisgerichte mit Fleisch in unterschiedlichsten Kombinationen, meist gut gewürzt und sehr wohlschmeckend.

Sitten und Gebräuche

Im Straßenbild sind ganz besonders die traditionellen Gewänder (Dischdasch) der Omanis auffallend. Meist in zartem Lila (auch in leichtem Mintgrün) dürfen sie nur von Omanis getragen werden, nicht von Ausländern. Die Frauen sind häufig verschleiert, auf dem Land sogar mit einer schwarzen Gesichtsmaske, die nur den Blick auf die Augen freilässt. Auf keine Fall darf man einheimische Frauen ohne Erlaubnis fotografieren - einer freundlichen Frage folgt jedoch gelegentlich sogar eine Einladung zu Tee und Datteln im Familienkreis.

Souvenirs

Der Weihrauch (engl. "frankincense") wird in unterschiedlichen Qualitäten zum Kauf angeboten (je heller desto wertvoller). Am besten erwirbt man einen traditionellen Weihrauchbrenner gleich dazu. Bemerkenswert ist der Silberschmuck des Oman, z. B. auffällige Ketten oder traditionelle Dolche.

Klimainformationen

Nordwestlich von Maskat erstreckt sich eine etwa 10 km breite Küstenebene (Batinah/Sohar) bis zur Grenze der Vereinigten Arabischen Emirate. Südlich von Maskat befindet sich das Oman-Gebirge, das bis 3.017 m hoch (Dschabal Schams) ist, gefolgt von Steppen und Wüsten (Rub'al Khali).

Die Salalah-Küstenebene ist rund 80 km lang und 8 km breit. Nördlich davon befinden sich die Dhofar-Berge, die bis 1.650 m hoch sind. Diese gehen in ein Hochplateau über, das durch Steppen und Wüstenvegetation geprägt ist.

Im nördlichen Landesteil, besonders in der Umgebung um Maskat, herrschen üblicherweise von Mitte März bis Mitte Oktober Sommertemperaturen um die 45°C (nicht selten auch bis zu 50°C). Auch noch nachts ist es dort mit bis zu 30°C heiß. An der Küste herrscht zusätzlich teilweise eine hohe Luftfeuchtigkeit. In den kälteren Monaten von November bis Februar betragen die Temperaturen etwa 28-32°C. Auch nachts sinkt das Thermometer nicht unter 16°C. Es fallen nur sporadisch Niederschläge.

Im südwestlichen Teil von Oman, dem Dhofar, ist das Klima subtropisch. So liegen die Temperaturen bei etwa 35°C und die relative Luftfeuchtigkeit ist hoch. In diesem Landesteil kann es von Mai bis September durch den Südwest-Monsun gelegentlich zu Niederschlägen kommen.

Beste Reisezeit

November bis März, in der Region Dhofar auch zwischen Mai und September.

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, zusätzlich für Individualreisende Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Es besteht ein sehr geringes Risiko, nur regional. Dort sind die allgemeinen SCHUTZMASSNAHMEN zu beachten.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

Maskat ist malaria-frei.

Verbreitung

Sporadisch gibt es Malaria-Erkrankungen in den Regionen Ad Dakhiliyah, Nord-Al Batinah und Ash Sharqiyah.

Kein Risiko gibt es in Maskat.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

MASKAT: Dr. Mohammad Tahhan, Tahhan Clinic, Ruwi High Street,, Maskat, Tel. 773 10 78.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Rial Omani (R.O.)

1 Rial Omani = 1.000 Baizas.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 0,44 R.O.

1 US-$ = ca. 0,38 R.O.

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt; die Einfuhr israelischer Landeswährung ist verboten.

Einfuhr Landeswährung: unbeschränkt

Deklaration: Ja - bei der Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung in bar, als Schecks sowie von Wertpapieren, Juwelen etc. ab einem Gesamtwert von 6,000 R.O.

Ausfuhr Fremdwährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Umtausch: Mitnahme von US-$ wird empfohlen.

In entlegenere Gebiete (z.B. Masirah) sollte ein ausreichender Betrag an Rial Omani mitgeführt werden, da dort der Umtausch von Devisen und das Abheben mit der Kreditkarte problematisch sein kann.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von den großen Hotels, Autovermietern und größeren Reisebüros akzeptiert.

Geldautomat: Ja - In Maskat und Salalah gibt es Geldautomaten.

Reiseschecks: Ja - US-Reiseschecks werden von Banken vor allen Dingen in der Hauptstadt angenommen. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks jedoch rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Auskunftstellen

Ministry of Tourism
Madinat Al-Sultan Qaboos
North Ghobrah
Maskat
Ministry of Tourism
P.O. Box 200
Maskat /Sultanate of Oman
(00968) 24 58 88 80
(00968) 80 07 77 99, 24 58 87 00
www.tourism-oman.com
info@omantourism.gov.om

Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft Oman
German Industry and Commerce Office Oman
18th of November Street Building 268
2nd floor, Office 22
Azaiba
Maskat
Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft Oman
German Industry and Commerce Office Oman
P.O. Box 750, P. C. 111
Maskat /Sultanate of Oman
(00968) 24 49 87 01
www.omanchamber.com
info@ahkoman.com

Oman Chamber of Commerce and Industry (OCCI)
Maskat
Oman Chamber of Commerce and Industry (OCCI)
P.O. Box 1400, Postal Code 112, Ruwi
Maskat /Sultanate of Oman
(00968) 24 70 84 97
(00968) 24 76 37 00
www.omanchamber.com
occi@chamberoman.com

Botschaften und Konsulate

Botschaft des Sultanats Oman
(mit Konsularabteilung)
Clayallee 82
14195
Berlin
(0 30) 81 00 51 99, 81 00 51 96
(0 30) 810 05 10
www.oman-embassy.de
botschaft-oman@t-online.de; berlin@mofa.gov.om
Mo bis Fr 9-15.30 Uhr
Dänemark, Norwegen, Schweden

Honorarkonsulat des Sultanats Oman
Mainzer Straße 31
65719
Hofheim
(0 69) 26 40 16 80
www.oman-embassy.de
office@honorarkonsul-oman.de
Di, Mi und Do 10-12 Uhr
(keine Visumangelegenheiten)

Embassy of the Federal Republic of Germany
Diplomatic Area, Al-Khuwair
Jami'at Al-Duwal Al-Arabiah Street
Maskat
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 337, 103 Bareeq Al-Shatti
Maskat/Sultanate of Oman
(00968) 24 69 12 78
(00968) 24 69 12 18, 24 69 12 44, 24 69 12 55
Amtsbezirk: Sultanat Oman

Ärztliche Hilfe

MASKAT: Dr. Mohammad Tahhan, Tahhan Clinic, Ruwi High Street,, Maskat, Tel. 773 10 78.

Sehenswertes

Maskat

Die alte Hauptstadt schmiegt sich malerisch in die kleine Bucht. Natürlich ist die Stadt längst weiter gewachsen, mit dem modernen Hafen Muttrah, dem Geschäftsviertel Ruwi und weiteren Satellitenstädten.

Dhofar

Die Südregion des Oman macht ein Drittel der Gesamtfläche des Landes aus. Die Küstenebene ist nur maximal acht Kilometer breit, jedoch mit fruchtbarem Schwemmsand und reichhaltigen Regenfällen gesegnet. Sie erstreckt sich von Raysut bis über Salalah hinaus. Salalah ist die Sommerresidenz des Sultanates, wegen des milderen Klimas. Die Gegend ist außergewöhnlich grün nach den Regenfällen im Herbst. Weihrauch wurde und wird hier gehandelt, die Ruinen des Palastes der Königin von Saba sind zu besichtigen und die Strände laden zu Ruhetagen ein.

Musandam

Die Nordspitze des Omans hat einen ganz besonderen Reiz, nicht nur weil sie durch einen Landstreifen der Vereinigten Arabischen Emirate vom Rest des Omans getrennt ist. Die Berge sind zerklüftet und die Landspitze ragt weit in die Straße von Hormuz hinein.

Das Landesinnere

Die Oasenstadt Nizwa war früher die Hauptstadt des Oman. Mit vielen historischen Gebäuden und dem 1668 erbauten Fort ist Nizwa ein Anziehungspunkt für Touristen im "Interior". Auf dem Souk kann man Kupfer- und Silberwaren erwerben. Bahla, 35 km westlich von Nizwa, ist bekannt für seine Töpfereien und gleichzeitig eine traditionelle omanische Stadt mit einer zwölf Kilometer langen Stadtmauer und reichen Palmenplantagen.

Reisehinweise

Verstärkte Kontrollen: Wegen der aktuellen Sicherheitslage im Nachbarland Jemen werden vermehrt Kontrollen auf den Straßen Omans durchgeführt.

Piraterie: Vor den Küstenzonen Somalias und der Nachbarstaaten mitsamt den dazugehörigen Gewässern sind Schiffe weiterhin stark gefährdet, von Piraten angegriffen und gekapert zu werden. Dies gilt ebenso für die Gewässer rund um Madagaskar und die Seychellen sowie vor Kenia, Jemen, Mosambik, Oman und Tansania. Schiffsführern wird dringend zur Vorsicht geraten. Darüber hinaus ist es ratsam, sich beim Maritime Security Centre registrieren zu lassen: www.mschoa.org.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Bitte auch den Abschnitt "Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen" beachten.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

* Besucher, die noch in keiner Wüste waren, sollten nur mit Ortskundigen oder Reiseveranstaltern diese Gebiete erkunden.

* Bei Fahrten in das Grenzgebiet Oman - Saudi-Arabien - Jemen sollte man nur in der Gruppe im Konvoi fahren.

* Das Fotografieren von Militär- und Polizeieinrichtungen und von Personen in Uniform sollte unterlassen werden. Bei anderen zivilen Personen sollte vor dem Fotografieren die Zustimmung eingeholt werden.

* Drogen ein- oder auszuführen, damit zu handeln oder zu konsumieren steht unter Strafe (gesetzlich kann dafür die Todesstrafe verhängt werden). Vorsicht ist auch angebracht bei Arzneien wie Psychopharmaka - diese könnten als Drogen gewertet können. In diesem Fall ist ein Arzt-Attest mitzuführen (inklusive Übersetzung).

* Ausflüge mit dem Boot in der Straße von Hormuz und zur Küste westlich der Vereinigten Arabischen Emirate sowie zu den Inseln Lesser Tumb, Abu Moussa und Greater Tumb sollten nicht unternommen werden! Grund für das Fernhalten von diesen Gebieten sind Konflikte zwischen den Staaten Oman, Vereinigten Arabischen Emirate und Iran, da alle drei Ansprüche darauf erheben.

* Reisende sollten stets Kopien der Passseiten mit den personenbezogenen Daten mit sich führen und den Original Reisepass sicher deponieren.

* RAMADAN: Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan ändert sich von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Indien

Einreise für Deutsche

Ein Visum ist erforderlich. Notwendig ist dazu u.a. der bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültige nationale Reisepass.

Erhältlich ist auch ein e-Visa mit zweimaliger Einreise für einen touristischen und geschäftlichen Aufenthalt von 60 Tagen an bestimmten Flughäfen. Für das e-Visa muss vor der Reise eine Einreisegenehmigung, "Electronic Travel Authorization" (ETA), online unter https://indianvisaonline.gov.in/evisa/tvoa.html besorgt werden.

Landesdaten

Lage

Die Indische Bundesrepublik liegt in Asien auf dem Indischen Subkontinent. Das Land grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an die Volksrepublik China und Nepal. Im Osten umschließt die Indische Bundesrepublik Bangladesch und grenzt dann an Myanmar und den Golf von Bengalen, im Süden an den Golf von Manar und im Westen an das Arabische Meer.

Fläche: 3.287.263 km² mit Kaschmir und Sikkim.

Verwaltungsstruktur: 29 Bundesstaaten und 7 Unionsterritorien.

Einwohner

Bevölkerung: ca. 1,21 Milliarden

Städte:

New Delhi (Hauptstadt) ca. 250.000 (Groß-Delhi ca. 16,3 Millionen)

Mumbai (Bombay) ca. 12,5 Millionen (mit Vororten ca. 18,4 Millionen)

Delhi ca. 11 Millionen

Bangalore ca. 8,4 Millionen (mit Vororten ca. 8,5 Millionen)

Hyderabad ca. 6,8 Millionen (mit Vororten ca. 7,7 Millionen)

Ahmedabad ca. 5,6 Millionen (mit Vororten ca. 6,4 Millionen)

Chennai (Madras) ca. 4,7 Millionen (mit Vororten ca. 8,7 Millionen)

Kolkata (Calcutta) ca. 4,5 Millionen (mit Vororten ca. 14,1 Millionen)

Surat ca. 4,5 Millionen

Poona (Pune) ca. 3,1 Millionen (mit Vororten ca. 5 Millionen)

Jaipur ca. 3,1 Millionen

Lucknow (Lakhnau) ca. 2,8 Millionen

Kanpur ca. 2,8 Millionen

Nagpur ca. 2,4 Millionen

Indore ca. 2 Millionen

Thane ca. 1,8 Millionen

Bhopal ca. 1,8 Millionen

Visakhpatnam ca. 1,7 Millionen

Weitere Städte über 1 Million Einwohner: Agra, Allahabad, Amritsar, Coimbatore (Agglomeration), Dhanbad, Faridabad, Ghaziabad, Gwalior, Haora, Jabalpur, Jodhpur, Kalyan-Dombivli, Kota, Ludhiana, Madurai, Meerut, Nashik, Navi Mumbai, Patna, Pimpri-Chinchwad, Raipur, Rajkot, Ranchi, Shambajinagar (Aurangabad), Srinagar, Vadodara (Baroda), Varanasi (Benares), Vasai-Virar, Vijayawada

Sprache

Die Nationalsprache ist Hindi. Es gibt noch circa 17 weitere Sprachen sowie die Amtssprache Englisch.

Zeitverschiebung

Mitteleuropäische Zeit (MEZ) +4 1/2 Stunden (während der europäischen Sommerzeit +3 1/2 Stunden).

Stromspannung

220 Volt Wechselstrom, 50 Hertz. In einigen Stadtteilen und Gegenden Indiens gibt es auch noch Gleichstrom. Außerhalb von Mumbai muss mit starken Spannungsschwankungen (180-280 Volt), insbesondere in der heißen Jahreszeit gerechnet werden. Es werden hauptsächlich englische Rundstecker benutzt, jedoch gibt es auch andere Steckdosen. Die Mitnahme von Adaptern ist auf jeden Fall ratsam.

Telefon/Post

Post

Post nach Europa benötigt als Luftpost (unbedingt kennzeichnen!) ca. 6-8 Tage, als Seefracht ca. 2-3 Monate.

Telefon

Die Vorwahl von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Indien ist 0091.

Von Indien nach Deutschland wählt man 0049, nach Österreich 0043 und in die Schweiz 0041.

Satelliten-Telefone mitzuführen ist nur erlaubt, wenn eine Erlaubnis vom Department of Telecommunications vorliegt (Internet: www.dot.gov.in).

NOTRUFNUMMERN: Polizei 100/22 97 15 00 (vom Mobiltelefon 112), Feuerwehr 101, Rettungsdienst 102/108.

Mobilfunk

Netztechnik: GSM 900/1800.

Derzeit gibt es Roamingverträge mit Anbietern in Indien von E-Plus, O2, Telekom Deutschland und Vodafone.

Für die Netztechnik iDEN wird ein spezielles iDEN-Mobiltelefon benötigt.

Internet

Länderkürzel: .in

Internetcafés gibt es in den Großstädten überall, allerdings mit unterschiedlichen Tarifen. Auch auf dem Land kann man fündig werden. Stromausfälle erschweren die Kontakte.

Feiertage

Im Jahr 2018:

26. Januar (Tag der Republik)

15. August (Unabhängigkeitstag)

2. Oktober (Mahatma Gandhi´s Geburtstag)

Darüber hinaus gibt es in den einzelnen indischen Bundesstaaten noch zahlreiche weitere Feiertage (die jeweiligen hinduistischen und islamischen Feiertage verschieben sich von Jahr zu Jahr entsprechend dem Mondkalender). Hier nur eine Auswahl:

1. Januar (Neujahr)

14. Januar (Makara Samkranti; Nord-Indien)

15. Januar (Pongal; Südindien)

22. Januar (Vasant Panchami)

31. Januar (Guru Ravidas´s Geburtstag)

10. Februar (Maharishi Dayanand Saraswati´s Geburtstag)

14. Februar (Maha Shivratri)

19. Februar (Chatrapati Shivaji Maharaj´s Geburtstag)

2. März (Holi)

18. März (Gudi Padva)

18. März (Telugu-Neujahr)

25. März (Ram Navami)

29. März (Mahavir´s Geburtstag)

30. März (Karfreitag)

1. April (Hazarat Ali´s Geburtstag)

14. April (Vaisakhi/Vishu)

14. April (Masadi)

14. April (Ambedkar´s Geburtstag)

14. April (Vaisakhi/Vishu)

30. April (Buddha Purnima)

1. Mai (Tag der Arbeit)

9. Mai (Rabindranath Tagor´s Geburtstag)

15. Juni (Jamat-ul-Vida)

15. Juni (Fastenbrechen am Ende des Ramadan)

17. August (Parsee Neujahr)

22. August (Opferfest)

2. September (Janmashtami/Sri Krishna´s Geburtstag)

13. September (Ganesh Chaturthi)

21. September (Muharram)

17. Oktober (Dussehra)

6. November (Diwali)

21. November (Geburtstag des Propheten Mohammed)

23. November (Guru Nanak´s Geburtstag)

25. Dezember (Weihnachten)

Im Jahr 2019 dauert der Ramadan vom 6. Mai bis zum 3. Juni (die Daten können je nach Land um einen oder zwei Tage abweichen).

Die Hauptferienzeiten sind von Region zu Region unterschiedlich. Sie liegen in New Delhi von Mitte Mai bis Mitte Juli, in Mumbai Mitte April bis Ende Mai, in Kolkata Mitte Mai bis Mitte Juni sowie in der Zeit zwischen Dussehra und Diwali.

Öffnungszeiten

Banken: Mo bis Fr 10/11-14/15 Uhr (Abweichungen sind möglich), teilweise auch Sa 10/11-12/13 Uhr;

Büros: Mo bis Fr 10-13, 14-18 Uhr;

Regierungsstellen: im Allgemeinen Mo bis Fr 10-17 Uhr (Die Mittagspause wird zu unterschiedlichen Zeiten gemacht; mindestens aber von 13-14 Uhr);

Geschäfte: Mo bis Sa ca. 9.30-18 Uhr mit Mittagspause. Kleinere Läden haben von frühmorgens bis spätabends geöffnet;

Restaurants: täglich 8-2 Uhr;

Post: Mo bis Fr 10-17 Uhr, Sa 10-13 Uhr, in größeren Städten länger (Mittagspause 13-14 Uhr).

Kleidung

Während der kühlen Jahreszeit (von Oktober bis März) empfiehlt es sich, leichte Kleidung mitzunehmen. Während dieser Zeit ist im nördlichen Teil Indiens wärmere Kleidung erforderlich. Bei einem Aufenthalt an der Küste empfiehlt sich, tagsüber leichte Kleidung zu tragen. Wenn man Indien außerhalb der kühlen Jahreszeit bereist, sollte man sehr leichte Kleidung mitnehmen und daran denken, dass die Kleidung wegen der Hitze oft mehrmals am Tag gewechselt werden muss. Ausgewählt werden sollten körperbedeckende, jedoch keine figurbetonenden Kleidungsstücke (insbesondere für den Besuch von heiligen Stätten). Auch beim Baden sollten Shorts für Männer sowie T-Shirts für Frauen getragen werden (ausgenommen touristische Badeorte wie Goa oder Mumbai).

Wäschereien und Reinigungsanstalten arbeiten im Allgemeinen rasch und billig (hat man jedoch sehr empfindliche Kleidung ist es nicht zu empfehlen, diese Dienste in Anspruch zu nehmen. Dies gilt auch für die Wäschereien in Hotels).

Geschichte/Politik

Die politische Geschichte Indiens liegt nach der Eroberung der Draviden im Jahre 3.000 v. Chr. für mehrere Jahrhunderte im Dunklen. Um etwa 1.200 v. Chr. wanderten Hirtenkrieger ein, welche die nordindische Ebene eroberten und das Kastensystem einführten. Um die Mitte des ersten Jahrhunderts v. Chr. wirkte Buddha im heutigen Bihar. Alexander der Große führte 326 v. Chr. eine Expedition nach Nordindien. In der Folgezeit bestanden dort mehrere Großreiche, darunter die Maurya-Dynastie und das Gupta Reich. Schon 732 n.Chr. wurde Sind von den Arabern unterworfen, aber erst um 1200 kam es dort zu einer islamischen Staatenbildung. Unter der Mogulherrschaft Akbars wurde fast ganz Indien zu einem Reich vereint. Das Mogulreich erreichte seine kulturelle Blüte und die indisch-sarazenische Architektur wurde ausgebildet, deren berühmtestes Beispiel das Taj Mahal ist. Erst durch das Eindringen afghanischer Eroberer sowie der Europäer (Portugiesen, Niederländer, Franzosen, Briten) im 18./19. Jahrhundert änderten sich die Machtverhältnisse. 1858 wurde Indien direkt der britischen Krone unterstellt. Unabhängigkeitsbestrebungen, die sich beispielsweise im Großen Indischen Aufstand von 1857/58 entluden, folgten Perioden brutaler Unterdrückung durch die Truppen der britischen Kolonialmacht. Aber auch Gewalt konnte nicht verhindern, dass 1885 in Puna der Indian National Congress gebildet wurde.

Nach dem Ersten Weltkrieg (an dem indische Einheiten an der Seite Großbritanniens teilnahmen) führte Mahatma Gandhi eine Bewegung des Zivilen Ungehorsams an und rief zum Boykott britischer Waren auf. 1947 wurden Indien und Pakistan (seit 1940 geteilt) in die Selbstständigkeit entlassen. Streitigkeiten zwischen Indien und Pakistan, bei denen es hauptsächlich um die Provinz Kaschmir ging, entluden sich von 1947 bis 1949 sowie 1965. In den 70er Jahren unterstützte Indien die staatliche Verselbstständigung Ostpakistans zu Bangladesch. Die nachfolgende Periode war gekennzeichnet durch immer wieder auflebende religiöse Konflikte wie etwa die Autonomiebestrebungen radikaler Sikhs im Punjab, die blutig niedergeschlagen wurden. Der Dauerkonflikt zwischen Hindus und Moslems entlud sich 1992/1993 in blutigen Unruhen. Auch in der Beziehung zu Pakistan treten immer wieder Streitigkeiten auf.

Wirtschaft

Mehr als zwei Drittel der indischen Bevölkerung leben von der Landwirtschaft. Auf fruchtbarem Boden kann es bis zu drei Ernten im Jahr geben. Die meisten Höfe sind sehr klein. Reis ist das wichtigste Anbauprodukt und gleichzeitig das Hauptnahrungsmittel weiter Kreise der indischen Bevölkerung. Indien gehört aber auch zu den weltgrößten Produzenten von Zuckerrohr, Tee, Baumwolle und Jute. Andere Anbauprodukte sind neben Kaffee, Sorghum, Hirse, Mais, Gerste, Kichererbsen und Bananen auch Mangos, Gummi, Leinsamen, Erdnüsse sowie verschiedene Gewürze. Die Viehzucht (Büffel, Pferde und Esel) ist für die Landwirtschaft von großer Bedeutung. Kamele gehören in den Trockengebieten des Punjab und Rajasthans zu den wichtigsten Lasttieren. Schafe und Ziegen werden hauptsächlich wegen der Wolle gezüchtet.

Die vielfältigen Bodenschätze bildeten die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung Indiens nach der Unabhängigkeit. Das Land gehört zu den weltweit führenden Produzenten von Eisenerz, Kohle und Bauxit. Die älteste und immer noch wichtigste Industrie-Branche Indiens ist die Textilindustrie (es werden hauptsächlich Baumwollstoffe hergestellt). In den letzten Jahren erlebte auch die Computerindustrie, insbesondere der Softwarebereich, einen gewaltigen Aufschwung. Die südindische Stadt Bangalore gilt als das "Silicon Valley" Indiens.

Religion

Etwa 85 Prozent der indischen Bevölkerung sind Hinduisten. Daneben sind es ungefähr 11 Prozent der Bevölkerung, die Gläubige des Islams sind. Der Hinduismus zählt zu den ältesten Religionen der Welt und ist in seinen verschiedenen Ausprägungen unwahrscheinlich vielfältig. Zentral ist die Vorstellung einer zyklischen Wiederkehr von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Die Seele wandert von einem Leben zum nächsten. Um die ersehnte Erlösung zu erlangen, muss ein Hindu die Pflichten, die ihm durch seine Kaste vorgegeben sind, erfüllen. Hindus verehren eine ganze Reihe von Gottheiten, denen sie sowohl im eigenen Haus als auch in Tempeln ihre Verehrung entgegenbringen. Wallfahrten zu heiligen Plätzen sind fester Bestandteil der Glaubenspraxis.

Weitere in Indien vertretene Glaubensrichtungen sind der Jainisismus (die Wiedergeburt schließt in dieser Glaubensrichtung auch Tiere und Pflanzen ein; hohe Bedeutung wird der Meditation beigemessen sowie der Achtung vor allem Lebendigem), der Buddhismus (Buddha verkündet ebenfalls die Wiedergeburt; es gibt aber keine Götter wie im Hinduismus zu denen man um Erlösung betet, vielmehr kann man dem Kreislauf der Wiedergeburten nur entrinnen, wenn man bestimmte Regeln befolgt), der Sikhismus (Mischung aus Islam und Hinduismus) und der Zoroastrismus (persischen Ursprungs, der Mensch wird am Ende seines Lebens nach seinen Gedanken und Taten beurteilt). In Indien leben etwa 3,5 Prozent Christen.

Vegetation

Der klassische indische Dschungel ist nur noch in wenigen Landesteilen anzutreffen. Der größte Teil des Landes ist Kulturland geworden. Im Himalaya kann man bis knapp unterhalb der Schneegrenze (5.000 m) Rhododendren und Wacholder finden. In tieferen Lagen gibt es auch Wälder. Mais kann bis etwa 3.000 m angebaut werden, wobei Getreide nur unter 2.600m und Reis gar nur unter 2.000 m kultiviert werden kann. In den anderen Regionen Indiens findet man je nach Niederschlagshäufigkeit Palmen (Kokos, Datteln, Betelnuss), dazu Tee und Kaffee, Sandelholz, Baumwolle, Zuckerrohr, Erdnüsse, Tabak und viele andere Wirtschaftspflanzen. Bambus wächst so gut wie überall.

Tierwelt

Die Kuh gilt in Indien als heilig. Entstanden ist diese Besonderheit durch die herausragende Bedeutung, die Rinder beim Ackerbau hatten, wo sie zur Bodenbestellung unerlässlich waren. Diese lebenserhaltende Funktion wandelte sich durch den buddhistischen Einfluss der Nichtverletzung des Lebens schließlich in ein Tötungsverbot für Rinder.

Der bengalische Tiger ist durch die inzwischen verbotene Jagd ziemlich dezimiert worden, es werden nur noch etwa 6.000 Tiere in Indien vermutet. Zum Schutz der Tiere und ihres Lebensraumes gibt es inzwischen einige Reservate. Darüber hinaus gibt es in Indien aber auch noch andere Großkatzen, darunter Löwen, Leoparden und Geparden. Mit etwas Glück kann man im westindischen Gir-Reservat oder im Kumbhalgarh-Schutzgebiet Lippenbären beobachten. Elefanten werden nach wie vor zur Waldarbeit eingesetzt. Affen kann man fast überall sehen. Einige Rhesusaffen genießen in Tempeln besonderen Schutz und leben zum Teil sogar in den Städten. Der Pfau ist der indische Nationalvogel und wird gerne als Haustier gehalten. Der inzwischen auch in Europa gut bekannte Beo wird gern in Gefangenschaft gehalten, da er außerordentlich gut sprechen kann. Seine Stimme ist durchdringend, und er kann Geräusche täuschend echt nachmachen. Termiten fallen vor allem durch ihre rostroten Hügel auf. In diesem komplizierten Konstrukt aus Lehm, Holzresten und Speichel leben bis zu drei Millionen Termiten. Besonders schön sind die Schmetterlinge, deren größter Vertreter eine Spannweite bis zu 20 cm aufweisen kann.

Kulinarisches

Die indische Küche ist äußerst vielseitig und weltberühmt. Lamm- und Geflügelgerichte werden in zahlreichen Varianten angeboten. Als Beilagen gibt es verschiedenen Reissorten und Fladenbrote, z.B. Chapatis, Rotis, Nans. Es gibt es vielfältiges Angebot an vegetarischen Speisen. Unter "Curry" wird in Indien eine für jedes Gericht individuelle Gewürzmischung verstanden, meist mit Chili, Koriander, Kardamom, Safran und Kreuzkümmel.

In Nordindien sind die Speisen fetthaltig und nicht so scharf gewürzt kocht. Als Beilage wird Brot bevorzugt. In Nordindien wird als Getränk der Tee dem Kaffee vorgezogen. Spezialitäten der nordindischen Küche sind beispielsweise Tandoori-Gerichte, bei denen Gemüse und Fleisch in einer Joghurt-Gewürzmarinade in einem speziellen Backofen gebacken werden.

Die südindische Küche ist leicht, oft vegetarisch und schärfer als die nordindische. Vor allem die Gewürzkombinationen Südindiens sind berühmt. Die südindische Küche bietet sogenannte "Thalis", eine Platte mit Gemüsen, Joghurt und Chutney an. Dazu gibt es Reis. Auch die Snacks in den südindischen Restaurants sind sehr schmackhaft. Als Getränk wird Kaffee bevorzugt.

Die Desserts sind süß und lecker. So ist beispielsweise "Barfi", ein Milchdessert mit Gewürzen und Nüssen oder "Kulfi", indisches Eis mit Kardamom- oder Pistanziengeschmack, sehr zu empfehlen. Als Getränke werden neben Tee und Kaffee Softdrinks wie Cola, Lime Soda oder Kokosnussmilch angeboten. Alkohol wird in Bars und Restaurants mit "Permit" ausgeschenkt. Beim Bier sollte man sich an die bekannten Sorten halten, regionale Biere sind häufig hygienisch bedenklich.

Sitten und Gebräuche

Bettler gehören in Indien zum allgegenwärtigen Straßenbild. Ein soziales Netz für Bedürftige oder Alte gibt es nicht, so dass viele auf Almosen angewiesen sind. Üblich sind Gaben an Bedürftige nach einem Tempel- oder Moschee-Besuch. In den Städten sind die Bettler oftmals organisiert, so dass besonders die Kinder für Auftraggeber betteln müssen. In Touristenzentren sind die Bettler oftmals recht aufdringlich, so dass der Besucher von einer Mischung aus Mitleid und Verärgerung verwirrt wird. Im Gegensatz zu den Kindern, die statt eines Schulbesuches auf die Straße geschickt werden, befinden sich alte Menschen auf den Straßen meistens wirklich in einer Notlage.

Indien ist bekannt für farbenprächtige Feste, deren Besuch von keinem Reisenden versäumt werden sollte. Am 26. Januar findet in Delhi ein großer Umzug zum Tag der Republik statt, mit Militärparaden und Elefanten. Im Februar/März kann der Besucher in Nordindien das Hindu-Fest Holi erleben. Das Schiitische Muharram Fest dauert 10 Tage und kann besonders schön in Lucknow erlebt werden. Ein großer Umzug findet statt, bei dem sich religiöse Fanatiker auch geißeln. Alle drei Jahre findet das gigantische Kumbh Mela Fest im Wechsel in Allahabad, Hardwar, Nasik und Ujjain statt, bei dem ein alter Konflikt zwischen Göttern und Dämonen nachgespielt wird. In Puri findet jedes Jahr im Juni/Juli das Autofest statt, bei dem ein riesiges Tempelfahrzeug durch die Stadt gezogen wird. In Kerala findet am zweiten Samstag im August das Nehru Cup Snake Boat Race statt, ein Bootsrennen in Alappuzha. Das Gansh chaturhthi Fest im August/September kann in ganz Indien erlebt werden, besonders eindrucksvoll in Maharashtra. Das Dussehra Fest mit dem Fest der Götter sollte in den Bergregionen erlebt werden, besonders spektakulär in Mysore oder Ahmedabad. Im November fidet das riesige und farbenprächtige Kamel Fest in Pushar in Rjastan statt. Ebenfalls im November findet das Hindu-Fest Diwali über 5 Tage statt.

Souvenirs

Großes Ansehen in aller Welt genießen Seiden- und Baumwollstoffe. Stickereiarbeiten mit kleinen Spiegeln werden gerne mitgenommen. Schals aus Kaschmirwolle sind besonders edel, es können aber auch andere Wollschals erworben werden. Bekannt und umstritten sind die Teppichknüpfereien aus Indien, die in allen Touristenzentren zu finden sind. Bei Teppichen, die mit dem Label "rugmark" gekennzeichnet sind, verzichten die Hersteller auf Kinderarbeit. In Hyderabad sind Schmuckstücke aus echten Perlen besonders günstig zu bekommen, ansonsten sind Silberarbeiten äußerst preiswert. Goldschmuck ist auf Grund der 22 Karat durch hohe Besteuerung eher teuer. Holz- und Einlegearbeiten oder auch Götterfiguren auch Stein werden gerne zur Zierde der heimischen Wohnung mitgenommen.

Natürlich gehören Lebensmittel wie Pickles, Gewürze oder auch Tee ins Gepäck eines jeden Hobbykochs und sind in jedem größeren Markt zu haben.

Klimainformationen

In der Zeit von Mitte April bis Mitte Juni werden üblicherweise die höchsten Temperaturen gemessen.

In Nord- und Zentralindien herrscht subtropisches Kontinentalklima mit starken Temperaturschwankungen. Die Regenzeit geht von Juni bis September. An die Monsunzeit schließt sich dann nochmals eine kurze Hitzeperiode an (meist in den Monaten September und Oktober). Im Binnenland (Delhi, Agra, Hyderabad) herrscht während der heißen Jahreszeit eine trockene Hitze.

In Südindien herrscht tropisches Klima. In der heißen Zeit von April bis Juni herrscht eine trockene Hitze.

In Südost-Indien ist die Regenzeit von Mitte Oktober bis Ende November. Entlang der Küste sind die heißen Monate mit hoher Luftfeuchtigkeit verbunden.

Die großen Niederschlagsmengen, besonders entlang der Küste, verbunden mit häufigen Überschwemmungen, machen die Monsunzeit von Anfang Juni bis September/Oktober für Reisen nach und in Indien nur bedingt geeignet. In den Hochlagen gibt es kaum monsunbedingte Probleme.

Die Luftverschmutzung in Delhi ist sehr hoch (Delhi zählt zu den Städten mit der höchsten Luftverschmutzung aller Großstädte der Welt). Aus diesem Grund kann ein Aufenthalt in Delhi für Menschen mit Atmungs- und Kreislaufproblemen sehr ungünstig sein.

Beste Reisezeit

Die Monate November bis März sind die angenehmste Reisezeit. Für die Bergregionen sind die Monate Juni bis August geeignet (schneefrei).

Vorgeschriebene Impfungen

Keine bei Einreise direkt aus Europa.

Gelbfieber bei Einreise aus ENDEMIEGEBIETEN.

GELBFIEBER-ENDEMIEGEBIETE

In AFRIKA:

Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Côte d`Ivoire, Demokratische Republik Kongo (Kinshasa), Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südsudan, Sudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik.

In SÜD- und MITTELAMERIKA:

Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Franz. Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Surinam, Trinidad + Tobago, Venezuela.

Polio (Kinderlähmung) bei Einreise von Staatsangehörigen aus Afghanistan, Äthiopien, Kenia, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Die Impfung muss mindestens 4 Wochen vor Einreise durchgeführt werden.

Empfohlene Impfungen

Hepatitis A, Typhus.

Informationen zur Malaria

Malaria

Risiko nur regional, dort allgemeine SCHUTZMASSNAHMEN. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria mitführen.

- In den Abend- und Nachtstunden im Freien möglichst helle langärmelige Kleidung und lange Hosen tragen.

- Unbedeckte Hautstellen mit einem mückenabwehrenden Mittel einreiben.

- In klimatisierten Räumen Türen und Fenster geschlossen halten.

- Wenn Moskitos in den Schlafraum gelangen können, unbedingt ein intaktes Moskitonetz verwenden. Es ist darauf zu achten, dass es allseits unter die Matratze geschlagen wird.

- Abends im Schlafraum ein Insektenvertilgungsmittel sprühen.

mitführen.MALARIA T. Medikament (Stand-by-Therapie) zur Behandlung von Malaria

Keine Chemoprophylaxe empfohlen, Medikamente zur Notfallbehandlung (Stand-by-Therapie)

Mefloquin (Lariam) oder Atovaquon-Proguanil (Malarone) oder Artemether-Lumefantrin (Riamet).

Verbreitung

Ein Malariarisiko besteht prinzipiell ganzjährig im gesamten Land mit Ausnahme in Bergregionen der Bundesstaaten Himachal Pradesh, Kaschmir und Jammu sowie Sikkim. Ein erhöhtes Übertragungsrisiko ist während den Regenzeiten (Monsun) zu verzeichnen. Ein geringeres Risiko gibt es in den süd-indischen Bundesstaaten Tamil-Nadu und Kerala.

Auch in Stadtgebieten besteht ein geringes Übertragungsrisiko, welches sich jedoch während und kurz nach den Regenzeiten erhöht. Etwas steigendes Malariarisiko in Goa.

Malaria wird durch den Stich eines Moskitos meist in der Zeit zwischen Abenddämmerung und Sonnenaufgang auf den Menschen übertragen.

Ärztliche Hilfe

CHENNAI (Madras): New Asian Hospital, Dr. S.N. Saikishore (spricht Englisch), E-147/A, 2. Ave Besant Nagar,, Chennai (Madras), Tel. 24 91 67 63;

DELHI:Dr. D. Chawla, Dr. Chawla's Clinic, 37, Prithviraj Rd.,, New Delhi, Tel. 24 69 04 29;

GOA:Dr. Hugo Meneses (spricht Englisch), C-5, 167, Panjim,, Goa, Tel. 59 18, 56 87;

MUMBAI (Bombay):Dr. N. P. J. Pocha v, 30, Nepean Sea Rd.,, Mumbai, Tel. 23 67 76 36; Breach Candy Hospital and Nursing Home, Dr. K. G. Nair (spricht Englisch), B. Desai Rd.,, Mumbai, Tel. 363 36 51;

BANGALORE:Manipal Hospital, Dr. Ravi Raghavan (spricht Englisch), Bangalore, Tel. 30 90 39 97.

Währung

Währungseinheit

Währungseinheit: Indische Rupie (iR)

1 Indische Rupie = 100 Paise.

Derzeitiger Kurs:

1 Euro = ca. 84,44 iR

1 US-$ = ca. 72,54 iR

Hinweise

Bei den unten aufgeführten Umrechnungskursen handelt es sich um Devisenkurse der Deutschen Bundesbank, die die Preisnotierung des Euro und des US-Dollar in der Währung des Reiselandes angibt. Mit Devisenkursen werden z.B. Rechnungen unterschiedlicher Währungen gegeneinander verrechnet. (Im Gegensatz zum Sortenkurs wird hier jedoch nicht der Wert angegeben, den man in Deutschland am Bankschalter für einen Euro oder US-Dollar erhält.)

Devisenbestimmungen/Umtausch

Einfuhr Fremdwährung: unbeschränkt

Einfuhr Landeswährung: verboten

Deklaration: Ja - die Deklaration wird empfohlen bei der Einfuhr von Fremdwährung in bar bei Beträgen im Wert ab 5.000 US-$; bei Einfuhr von Fremdwährung in bar, Reiseschecks und weiteren Geldmitteln im Wert ab 10.000 US-$.

Ausfuhr Fremdwährung: bar, Reiseschecks, Schecks etc. in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der umgetauschten Beträge.

Ausfuhr Landeswährung: verboten

Umtausch: am besten umgetauscht werden US-$ und Britische Pfund. Eingerissene oder schmutzige Scheine sollten nicht angenommen werden. Es sollte auf die Herausgabe von kleinen Stückelungen geachtet werden.>>> Es wird geraten, nur in Banken oder lizenzierten Umtauschstellen Geld zu wechseln oder die Zahlungsmittel wie Reiseschecks einzulösen.

Internationale Kreditkarten: Ja - werden von größeren Geschäften, verschiedenen Autovermietern und großen Hotels etc. akzeptiert (bei Buchung abklären).

Reisende sollten eine internationale Kreditkarte bei Aufenthalten vor allem in ländlichen Bereichen Indiens mitführen, um liquide zu sein; die Barzahlung kann derzeit noch problematisch sein, weil alte 500- und 1.000-Rupien-Geldscheine im Dezember 2016 für ungültig erklärt worden waren und eventuell dort noch nicht ausreichend neue Scheine im Umlauf sind.

Geldautomat: Ja - in größeren Städten kann an Automaten mit Kreditkarten Geld abgehoben werden.

Reiseschecks: Ja - sie können bei vielen Banken eingewechselt werden. Mitnahme von US-$- und Brit.-Pfund-Reiseschecks wird empfohlen. >>> Da die Akzeptanz von Reiseschecks in Banken jedoch stark rückläufig ist, sollten immer auch noch andere Zahlungsmittel (Bargeld, Kreditkarte etc.) für die Reise mitgeführt werden.

Rücktausch: Für den Rückumtausch müssen oftmals Wechselbescheinigungen vorgewiesen werden, Mindestbetrag ist häufig 1.000 iR.

Auskunftstellen

Im Reiseland

Zweigstelle Bangalore

Deutsch-Indische Handelskammer Bangalore
(Indo-German Chamber of Commerce)
403, Shah Sultan, 4th Fl.
Cunningham Road
Bangalore 560 052
Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
Zweigstelle
P.O. Box 144
Bangalore 560 052/Indien
(0091 80) 22 20 37 97
(0091 80) 22 26 56 50
bangalore@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle Chennai (Madras)

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
117, G. N. Chetty Road, T.N. Nagar
Chennai 600 017
Deutsch-Indische Handelskammer Bangalore
(Indo-German Chamber of Commerce), Bangalore
403, Shah Sultan, 4th Fl.
Cunningham Road
Bangalore 560 052

Postfachanschrift
Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
Zweigstelle
P.O. Box 3501
Chennai 600 017/Indien
(0091 44) 28 34 18 37
(0091 44) 28 34 08 35, 28 34 08 36
chennai@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle Kolkata (Kalkutta)

Deutsch-Indische Handelskammer Kolkata
(Indo-German Chamber of Commerce)
3 A, Gurusaday Road
Kolkata 700 019
Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
Zweigstelle
P.O. Box 2504
Kolkata 700 001/Indien
(0091 33) 22 83 79 63
(0091 33) 22 83 79 62, 22 80 22 36, 22 83 79 70
calcutta@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle New Delhi

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
German House, 2, Nyaya Marg
Chanakyapuri
New Delhi 110 021/India
(0091 11) 26 11 86 64
(0091 11) 47 16 88 35, 47 16 88 36
delhi@indo-german.com

Im Reiseland

Zweigstelle Pune

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo-German Chamber of Commerce)
710, Nucleus Mall
Opp. Police Commissioner´s Office 1
Church Road
Pune 411 001/Indien
(0091 20) 41 04 71 17
(0091 20) 41 04 71 00
pune@indo-german.com

Federation of Indian Chambers of Commerce Industry (FICCI)
Federation House
Tansen Marg
New Delhi 110 001/Indien
(0091 11) 23 32 07 14, 23 72 15 04
(0091 11) 23 73 87 60 70
www.ficci.com
ficci@ficci.com

Ministry of Tourism
Room No. 119, Transport Bhawan
1 Parliament Street
New Delhi 110 001/Indien
(0091 11) 23 71 05 18
(0091 11) 12 80, 23 36 53 58
www.tourismofindia.com
goitodelhi@nic.in
Indiatourism Delhi
18-A, D.D.A.SCO Complex,
Defence Colony
New Delhi - 24
E-Mail: tourism@delhitourism.gov.in
Homepage: www.delhitourism.gov.in

Deutsch-Indische Handelskammer
(Indo German Chamber of Commerce)
Hauptgeschäftsstelle
Maker Tower E, 1st floor
Cuffe Parade
Mumbai 400 005/Indien
(0091 22) 66 65 21 20
(0091 22) 66 65 21 21
www.indo-german.com
bombay@indo-german.com

Botschaften und Konsulate

Von Deutschland

BOMBAY siehe Mumbai

Consulate General of the Federal Republic of Germany
Boat Club Road, No. 9
R.A. Puram
Chennai 600 028/Tamil Nadu
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 3110
Chennai 600 028/Indien
(0091 44) 24 34 92 93
(0091 44) 24 30 16 00
Amtsbezirk: Bundesstaaten Tamil Nadu, Andhra Pradesh, Telangana und Unionsterritorium Pondicherry

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Cosme Matias Menezes Ltd.
Panjim
Goa 403 001/Goa/Indien
(0091 832) 222 34 41
(0091 832) 243 07 93
goa@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Goa
Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Mumbai

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
c/o Cyient Ltd, Phase-2, Plot No. 11
Software Units Layout, Infocity
Madhapur
Hyderabad 500 081/Telangana/Indien
(0091 40) 23 10 14 05
(0091 40) 67 64 11 14
hyderabad@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bundesstaaten Andhra Pradesh und Telangana

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Chennai

Consulate General of the Federal Republic of Germany
1 Hastings Park Road
Alipore
Kolkata
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 16711
Kolkata 700 027/Indien
(0091 33) 24 79 30 28
(0091 33) 24 79 11 42, 24 79 21 50
Amtsbezirk: Staaten Bihar, Jharkand, Orissa, Arunachal Pradesh, Assam, Manipur, Meghalaya, Mizoram, Nagaland, Tripura und Westbengalen

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Consulate General of the Federal Republic of Germany
"Hoechst House", 10th Floor
Nariman Point
193 Backbay Reclamation
Mumbai 400 021/Indien
(0091 22) 22 02 54 93, 22 02 21 84
(0091 22) 22 83 24 22, 22 83 25 17
www.germanconsulatemumbai.org
info@mumbai.diplo.de
Amtsbezirk: Staaten Chhattisgarh, Goa, Gujarat, Madhya Pradesh, Maharashtra; die Unionsterritorien Daman und Diu sowie Dadra und Nagar Haveli

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Honorary Consul of the Federal Republic of Germany
Trivandrum-University, Kunnukuzhy Road,
Palayam,
Goethe-Zentrum "Casa Julia"
Trivandrum 695034/Kerala/Indien
(0091 471) 301 30 24
(0091 471) 301 30 19
trivandrum@hk-diplo.de
Amtsbezirk: Bundesstaat Kerala

Übergeordnete Auslandsvertretung: Generalkonsulat Bangalore

Botschaft der Republik Indien
mit Konsularabteilung
Tiergartenstraße 17
10785
Berlin
(0 30) 26 55 70 00
(0 30) 25 79 50
www.indianembassy.de
cons.berlin@mea.gov.in
Botschaft Mo bis Fr 9-13, 13.30-17.30 Uhr
Konsularabteilung Mo bis Fr 9.30-12.30 Uhr
Geschäftsbereich Konsularabteilung:
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

Visumanträge sind zu richten an:

IVS Europe GmbH
Fritschestraße 61/62
10627
Berlin
(0 30) 31 99 77 80
www.indianembassy.de
ivsberlin@internationalvisaservices.net
Mo bis Fr 8.30-14.30, 16.30-17.30 Uhr

Generalkonsulat der Republik Indien
Friedrich-Ebert-Anlage 26
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 55 41 25
(0 69) 153 00 50, 15 30 05 10
www.cgifrankfurt.de
cons.frankfurt@mea.gov.in
Mo bis Do 9.30-12.30 Uhr, Fr 9.30-12 Uhr
Visumanträge sind an "Indo German Consultancy Services" in Frankfurt richten:

Indo German Consultancy Services Ltd. (IGCS)
Bettinastraße 52
60325
Frankfurt/M.
(0 69) 742 22 01 80
(0 69) 742 22 00 (Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr)
www.cgifrankfurt.de
frankfurt@igcsvisa.de
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr

Generalkonsulat der Republik Indien
Kohlhöfen 21
20355
Hamburg
(0 40) 32 37 57
(0 40) 33 80 36, 33 05 57, 32 47 44
visa.hamburg@mea.gov.in
Mo bis Fr 9-17.30 Uhr
Visumanträge sind an "Indo German Consultancy Services" in Hamburg zu richten:

Indo German Consultancy Services Ltd. (IGCS)

Neuer Wall 71
20354
Hamburg
(0 40) 288 05 62 80
(0 40) 288 05 60 (Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr)
hamburg@igcsvisa.de
Mo bis Fr 9-12, 14-16 Uhr

Generalkonsulat der Republik Indien
Widenmayerstraße 15
80538
München
(0 89) 21 02 39 80, 21 02 39 70
(0 89) 21 02 39 12
cons.munich@mea.gov.in
Mo bis Fr 9-13, 13.30-17.30 Uhr
Visumanträge sind zu richten an:

IVS Europe GmbH
Schellingstraße 35
80799
München
(0 89) 28 67 38 05
www.indianembassy.de
ivsmunich@internationalvisaservices.net
Mo bis Fr 8.30-14.30, 15.30-17 Uhr

Honorarkonsulat der Republik Indien
Schulze-Delitzsch-Straße 25
70565
Stuttgart
(07 11) 783 89 69
(07 11) 783 82 11
info@honorarkonsulat-indien.de
Mo bis Fr 8-12, 14-17 Uhr
(keine Visumerteilung)

Embassy of the Federal Republic of Germany
No. 6/50G, Shanti Path
Chanakyapuri
New Delhi 110021
Embassy of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 613
New Delhi 110001/Indien
(0049 30) 181 76 72 38
(0091 11) 44 19 91 99
www.germanembassy-india.org
info@new-delhi.diplo.de
Amtsbezirk: Indien
Konsularischer Amtsbezirk:
- Staaten Haryana, Himachal Pradesh, Jammu und Kaschmir, Punjab, Rajasthan, Sikkim, Uttar Pradesh, Uttarkhand (früher Uttarranchal)
- die Unionsterritorien Chandigarh, Delhi, Andamanen und Nikobaren, Lakkadiven, Minikoi und Amindiven
- Bhutan

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Consulate General of the Federal Republic of Germany
2nd and 3rd floor, "Cash Pharmacy Building"
Corner St. Mark's Road Residency Road
Bengaluru 560 025
Consulate General of the Federal Republic of Germany
P.O. Box 5126
Bangalore 560 001/Indien
(0091 80) 45 30 01 49
(0091 80) 45 30 01 48
www.germanconsulatemumbai.org
info@bangalore.diplo.de
Amtsbezirk: Staaten Karnataka

Visumanträge sind abzugeben bei:
VFS Global, Internet: www.vfs-germany.co.in

Ärztliche Hilfe

CHENNAI (Madras): New Asian Hospital, Dr. S.N. Saikishore (spricht Englisch), E-147/A, 2. Ave Besant Nagar,, Chennai (Madras), Tel. 24 91 67 63;

DELHI:Dr. D. Chawla, Dr. Chawla's Clinic, 37, Prithviraj Rd.,, New Delhi, Tel. 24 69 04 29;

GOA:Dr. Hugo Meneses (spricht Englisch), C-5, 167, Panjim,, Goa, Tel. 59 18, 56 87;

MUMBAI (Bombay):Dr. N. P. J. Pocha v, 30, Nepean Sea Rd.,, Mumbai, Tel. 23 67 76 36; Breach Candy Hospital and Nursing Home, Dr. K. G. Nair (spricht Englisch), B. Desai Rd.,, Mumbai, Tel. 363 36 51;

BANGALORE:Manipal Hospital, Dr. Ravi Raghavan (spricht Englisch), Bangalore, Tel. 30 90 39 97.

Sehenswertes

Delhi

Die Hauptstadt Indiens ist ein idealer Ausgangspunkt für Reisen in die nordindischen Staaten. Die Millionenmetropole selbst ist heute eine der schmutzigsten Städte des Landes. Sie besteht aus Old Delhi mit seinen engen überfüllten Gassen, Bazars und Moscheen und aus New Delhi, das als Hauptstadt des kolonialen Indiens entworfen wurde. Zentrum des Regierungsviertels New Delhis ist der kreisrunde Connaugh Place mit der Grünanlage und dem unterirdischen Bazar. In Delhi kann man einige berühmte Bauwerke besichtigen, die allerdings sehr weit auseinanderliegen. Außerdem gibt es mehrere interessante Museen, wie etwa das Nationalmuseum.

Kolkata (Kalkutta)

Die einstige Hauptstadt Indiens gilt mit ihrer unkontrollierten Zuwanderung als Armenhaus der Nation. Um die Not der Ärmsten zu lindern, wirkte Mutter Theresa in den Slums der Stadt. Im Gegensatz dazu das historische Regierungsviertel mit seinen imposanten Kolonialbauten. Einen Besuch wert ist auch das Indian Museum mit Sammlungen aus dem britischen Kolonialreich. In der jüngsten Vergangenheit hat Kolkata sich einen Ruf als kulturelles Zentrum des Landes erworben; der Nobelpreisträger Rabindranath Tagore stammt aus der Stadt.

Mumbai (Bombay)

Die 13-Millionen-Metropole Mumbai ist eine Stadt mit großen Kontrasten. Auf der einen Seite hat die Stadt bezogen auf die Zahl der Einwohner mehr Dollar-Millionäre als die Bundesrepublik, auf der anderen Seite leben aber über die Hälfte der Bevölkerung in Elendsquartieren. Im Stadtteil Fort sind noch zahlreiche Kolonialbauten zu bewundern. Daneben laden das Prince-of-Wales-Museum, der Victoria Terminus (Bahnhof), der Triumphbogen "Gate of India" und das Taj-Mahal-Hotel zu einem Besuch ein.

Nord-Indien

Einige Stunden Bahn- oder Busfahrt von Delhi entfernt gelangt man in die Vorgebirge des Himalayas mit schönen Tälern und malerischen Bergdörfern. Die Stadt Dhramsala, die von den Engländern zum Luftkurort erklärt wurde, ist vor allem im oberen, tibetanisch geprägten Teil (McLeodgani) für Touristen interessant. Hier residiert seit 1960 der aus Tibet geflohene Dalai Lama. Die größte Sehenswürdigkeit der Gegend ist Hari Mandir, der Goldene Tempel von Amritsar, das höchste Heiligtum der Sikhs. Srinagar, die Hauptstadt Kaschmirs, hat alte Holzhäuser, eine hölzerne Moschee und schöne Mogulgärten zu bieten. Am Yamuna liegt Agra, die Stadt des Taj Mahal. Die 1629 erbaute weiße Moschee ist Indiens Haupt-Touristenattraktion. Für Besucher, die Interesse an der muslimischen Architektur haben, lohnt sich ein Besuch in Lucknow. Neben zahlreichen Palästen und Gärten kann hier auch die Bara Imambara, ein dreistöckiges Mausoleum besichtigt werden. Varanasi, eine der ältesten bewohnten Städte der Welt, ist die heilige Stadt der Hindus. An den Badetreppen des Flussufers lassen sich die religiösen Handlungen der Hindus beobachten.

Ost-Indien

Der Osten Indiens gehört bisher zu den Gebieten, die weniger touristisch erschlossen sind. Dessen ungeachtet hat aber auch er eine große Auswahl an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Orissa mit seinen Tempelanlagen in Bhubaneshwar und Konark, die Pilgerstadt Puri sowie Bihar mit Bodhgaya und Nalande, beides wichtige Stätten des Buddhismus, laden zu einem Besuch ein.

Zentral-Indien

Zu den Attraktionen Zentralindiens zählen die Höhlentempel von Ellora, das kleine Taj Mahal Bibika-Maqbara sowie die Stadt Bijapur mit ihren zahlreichen Palästen, Moscheen und Mausoleen. Der kleine Bundesstaat Goa hat Küsten von mehr als 100 Kilometer Länge. Seine schönen Strände, die zum Teil erheblich überlaufen sind, seine Palmenhaine und idyllischen Fischerdörfer locken seit Jahrzehnten viele Besucher an das Arabische Meer. Das im Inland liegende Velha Goa (Alt Goa) ist wegen seiner Bauten aus der portugiesischen Kolonialzeit sehr sehenswert.

Süd-Indien

Indiens Süden hat Badestrände, schöne Naturlandschaften und kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Da weniger äußere Einflüsse eindringen, ist die Region ursprünglicher als der Norden des Landes. Das gilt übrigens auch für den Tourismus, der eher den Norden als den Süden des Landes frequentiert. Gute Ausgangspunkte für einen Besuch Süd-Indiens sind Madras, die Boomtown Bangalore und Hyderabad. Zu den besuchenswerten Tempelstätten des Südens zählen Tamil Nadus, Madurai, Mamallapuram, Kanchipuram und Thanjavur. Auch Tanjore mit seinem Brihadeshwara-Tempel ist ein angemessener Ort für einen längeren Aufenthalt. Daneben lockt der Süden, besonders der Bundesstaat Kerala an der Südwestküste, mit Stränden, den Backwaters, einem Labyrinth von Kanälen, Flüssen und Lagunen direkt hinter der Küste zwischen den Städten Kochi und Kollam, und seinen traditionellen Festen.

Uttar Pradesh

In Uttar Pradesh liegen einige der interessantesten Nationalparks Indiens. Der Corbett-Nationalpark in den Vorbergen des Himalaya ist der älteste Nationalpark des Landes und ein besonderes Tigerschutzgebiet. Hier kann man außer Tigern auch Elefanten, Leoparden, verschiedene Affenarten, Krokodile und viele Vogelarten beobachten. Der Dudhwa Nationalpark ist bekannt für sein Ansiedlungsprojekt für Nashörner und für seinen Vogelreichtum. Der Kanha Nationalpark bietet gute Beobachtungsmöglichkeiten sowohl für Tiger (auch weiße) als auch für Leoparden und hat eine artenreiche Vogelwelt aufzuweisen. Noch zu erwähnen ist der Valley of Flowers-Nationalpark in Uttar Pradesh, ein Paradies für Blumenliebhaber. In der Hauptblütezeit Juli und August findet man hier ein Blumental mit Fingerkraut, Scheinmohn, Frauenschuh und Enzian.

Nationalparks und Naturschutzgebiete

In Indien gibt es über 200 Nationalparks und Wildreservate. Es empfiehlt sich, Unterkünfte in den Parks im Voraus zu buchen. In vielen Nationalparks werden Jeep-Rundfahrten und Elefantenritte angeboten. In einigen stehen Wanderwege zur Verfügung.

Im Hazaribagh-Nationalpark in Bihar hat man die Möglichkeit, Tiger und Leoparden zu beobachten. Das Jaldapara Wildschutzgebiet in West Bengalen hat Rhinozerosse, Elefanten sowie einen großen Vogelbestand aufzuweisen. Das ebenfalls in West Bengalen liegende Sundarbans-Tigerreservat mit seinen Mangrovensümpfen und seinem verzweigten Flusssystem lädt zu Bootsfahrten ein. Hier ist das Rückzugsgebiet des Bengalischen Königstigers. Daneben gibt es dort viele verschiedene Vogelarten, aber auch Wasserschlangen und Krokodile. Im Mudumalai Nationalpark in Tamil Nadu, in dem Sambar-Hirsche, Tiger und verschiedene Affenarten zu beobachten sind, wurden in den Randbereichen Wanderwege angelegt.

Das Keoladeo-Ghana-Vogelschutzgebiet in Rajasthan ist ein bekanntes Vogelparadies. Mit seinen künstlich angelegten Seen und Kanälen ist es ein idealer Ort für Spaziergänge und Radfahrten. Ebenfalls in Rajasthan befindet sich das Ranthambor-Tigerreservat, in dem neben Tigern auch verschiedene Hirscharten zu beobachten sind. Daneben sind dort Krokodile, Schlangen und zahlreiche Vogelarten beheimatet.

Der Sasan Gir-Nationalpark in Gujarat schließlich ist das Rückzugsgebiet der letzten asiatischen Löwen.

Ayurveda-Heilmethode

Ayurveda ist eine klassische indische Heilmethode, die von einem ganzheitlichen Menschenbild ausgeht. Eine entsprechende Lebensführung sowie eine besondere Ernährung sind danach die Voraussetzung für eine stabile Gesundheit des Menschen. Besonders erfolgreich sind ayurvedische Heilmethoden bei Asthma, Leberleiden und Allergien. Auch als Tourist kann man sich einer ayurvedischen Behandlung unterziehen. Es gibt dafür neben den Krankenhäusern eigene Ayurvedazentren sowie Kurmöglichkeiten in Hotels. Besonders herausragend sind in diesem Zusammenhang Thiruvananthapuram und Kovalam. Genaue Adressen stellt das Fremdenverkehrsamt gerne zur Verfügung.

Reisehinweise

Das Auswärtige Amt rät von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Region Kaschmir (gilt auch für die Stadt Srinagar) ab.

Seit Juli 2016 kommt es in Kaschmir zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten, die auch schon Tote gefordert haben. Ausgangssperren sind möglich. Das Mobilfunknetz ist teilweise gestört.

Laut Auswärtigem Amt sollten unbedingt erforderliche Reisen in die Stadt Srinagar mit dem Flugzeug erfolgen.

Reisende nach Darjeeling, Kalimpong und Umgebung sowie nach Kaschmir sollten größte Vorsicht walten lassen und sich laufend über die Situation vor Ort informieren.

An der Grenze zwischen Jammu und Kaschmir muss mit gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen pakistanischen und indischen Streitkräften gerechnet werden.

Anschläge von Terroristen bilden in New Delhi und anderen großen Städten, in bestimmten Regionen Indiens sowie zunehmend bei Touristenattraktionen ein großes Risiko, insbesondere an Feiertagen und bei großen festlichen Aktivitäten.

Schwerpunkte dieser Gefahr sind in der Regel z.B. Märkte und Plätze, auf denen sich viele Menschen aufhalten, sowie Regierungsbauten.

In den vergangenen Jahren gab es in den Bundesstaaten Bihar, Chattisgarh und Jharkhand, im östlichen Teil des Bundesstaates Maharashtra und im Norden von Andhra Pradesh Anschläge von maoistischen Rebellen. Das Risiko, Opfer eines Anschlags zu werden, besteht auch für ausländische Reisende. Erkundungstouren von Touristen sollten nur unternommen werden, wenn sie von Einheimischen begleitet werden.

In der Region um Darjeeling in Westbengalen kam es im Jahr 2017 zu gewalttätigen Demonstrationen separatistischer Gruppen und damit einhergehend zu Einschränkungen des öffentlichen Lebens.

Wegen Kriminalität und radikaler politischer Gruppierungen besteht ebenfalls in den nordöstlichen Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura ein erhöhtes Risiko für Touristen. Reisende sollten sich vor Ort vorsichtig zu verhalten und die Region in Kooperation mit verlässlichen Hotelbetreibern oder Reiseveranstaltern erkunden.

Für Frauen ist generell besondere Vorsicht geboten, da auch ausländische Frauen zu den Vergewaltigungsopfern zählen.

Es wird vor allem aus Neu-Delhi, und dort besonders vom Connaught Place, aber auch aus anderen Städten von teilweise aggressiven Methoden örtlicher Reisebüros berichtet, um Touristen zum Kauf von deutlich überteuerten Ausflügen zu bewegen. Dabei geben sie sich als staatlich anerkannte Büros aus, auch Taxiunternehmen scheinen mit ihnen zusammenzuarbeiten. Man sollte sich bei Buchungen im Reisebüro immer vorab Preise nennen lassen oder ein zweites Angebot einholen. Im Bedrängnisfall sollte man sich umgehend an die Tourist Police (unter der Telefonnummer 100) oder an die Deutsche Botschaft wenden.

Die Region Himalaya befindet sich in einer Erdbebenzone. Daher kommt es dort recht häufig zu Erdbeben.

Weitere Informationen zur Sicherheitssituation im Reiseland sind auf den Internetseiten des Auswärtigen Amts zu finden.

Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen

Alkohol:

Je nach indischem Bundesstaat gelten unterschiedliche Regelungen für den Umgang mit Alkohol. In manchen Staaten besteht ein generelles Alkoholverbot, in einigen ist der Kauf und Konsum erlaubt. Starke Abweichungen gibt es auch, in welchem Alter (zwischen 18 und 25 Jahren) Alkohol getrunken werden darf, sowie bei der Bestrafung, wenn die Vorschriften nicht beachtet werden. Reisende sollten sich darüber informieren.

Besuch touristischer Attraktionen:

Aufgrund innenpolitischer Probleme kann es vorkommen, dass kurzfristig bestimmte Sehenswürdigkeiten, wie etwa das Taj Mahal, gesperrt werden oder über bestimmte Gebiete (z.B. über den Punjab) eine Ausgangssperre verhängt wird. Gelegentlich werden auch Kontrollmaßnahmen durchgeführt.

Fotografieren:

Fotoaufnahmen von Bahnhöfen, Brücken, Militär und militärischen Anlagen zu machen, ist nicht erlaubt. Für Filmaufnahmen werden Gebühren verlangt.

Drogen:

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden bereits beim Besitz von kleinen Drogenmengen mit langen Haftstrafen geahndet.

Rauchen:

In allen öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen, Flughäfen, Hotels und Restaurants ist das Rauchen verboten.

Homosexualität:

Homosexualität ist zwar in Indien nicht mehr strafbar, homosexuelle Reisende sollten sich jedoch zurückhaltend verhalten.

Ramadan:

Die Zeit des islamischen Fastenmonats Ramadan ändert sich von Jahr zu Jahr (2019: ca. 6. Mai bis ca. 3. Juni). Während dieser Zeit gilt für Muslime ein Fastengebot (Verzicht auf Speisen und Getränke und z.B. auch Rauchen) von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Reisende sollten sich den Verhaltensregeln des islamisch geprägten Landes anpassen. Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Tagesstunden ist im Ramadan verpönt. Außerdem ist mit Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von Restaurants außerhalb der Hotels, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen.

SPERR-NOTRUF: Deutsche können ihre Girocards, Kreditkarten, Handys und einige andere elektronische Berechtigungen über die Sperr-Notruf-Nummer ++49 116 116 (aus dem Ausland neben ++49 116 116 auch ++49 30 4050 4050 wählbar) rund um die Uhr sperren lassen. Der Anrufer wird mit den Herausgebern der jeweiligen Medien verbunden, sofern diese sich dem Sperr-Notruf angeschlossen haben. Eine Liste der angeschlossenen Herausgeber ist im Internet unter www.sperr-notruf.de zu finden.

Ebenso ist es möglich, die Online-Ausweisfunktion (elektronischer Identitätsnachweis - eID) des neuen Personalausweises unter den oben genannten Nummern sowie unter 0180 1 333 333 (Bürgerservice des Bundesinnenministeriums) sperren zu lassen.

Ausführliche Einreisebestimmungen

Ausführliche Einreisebestimmungen finden Sie hier.

Reisedokumente Personalausweis oder Reisepass für deutsche Staatsbürger:

Für diese Reise benötigen deutsche Staatsbürger einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Ohne gültige Ausweisdokumente kann die Reise nicht angetreten werden.

Bitte beachten Sie, dass seit dem 26. Juni 2012 jedes Kind, welches ins Ausland reist, unabhängig vom Alter ein eigenes Reisedokument benötigt. Eintragungen im Reisepass der Eltern werden nicht mehr anerkannt. Bitte beantragen Sie das notwendige Reisedokument bei den zuständigen Behörden.

Einen Link zu den ausführlichen Einreisebestimmungen für deutsche Staatsbürger finden Sie am Anfang der Seite.

Einreisebestimmungen für nicht-deutsche Staatsbürger:

Falls Personen ohne deutsche bzw. mit nicht ausschließlich deutscher Staatsbürgerschaft mitreisen, beachten Sie bitte, dass in diesem Fall andere bzw. gesonderte Einreisebestimmungen für Ihr gewähltes Reiseland gelten können.

Hierüber geben die jeweiligen Auslandsvertretungen bzw. zuständigen Konsulate entsprechend Auskunft. Wir empfehlen Ihnen dringend, sich schon vor der Buchung einer Reise über Ihre Einreisebestimmungen zu informieren. Bitte erkundigen Sie sich dabei auch über mögliche Bearbeitungszeiten für ggf. benötigte Visa, um eine rechtzeitige Bearbeitung vor Abreise zu gewährleisten.
Sollten Sie in diesem Zusammenhang Fragen haben, helfen wir Ihnen gerne weiter. Bitte kontaktieren Sie uns unter unserer kostenfreien Service-Hotline.

Absagefrist durch den Reiseveranstalter sz-Reisen:

Falls die Mindesteilnehmerzahl für Ihren Reisetermin nicht erreicht werden sollte, behält sich sz-Reisen vor, bis spätestens 4 Wochen vor Reiseantritt (bei Tagesfahrten bis zu 2 Wochen) die Reise abzusagen bzw. vom Reisevertrag zurückzutreten. Weitere Informationen hierzu in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen unter §7.

Hinweise für Menschen mit eingeschränkter Mobilität:

Um alle Besichtigungen, Spaziergänge und Ausflüge in vollem Umfang miterleben zu können, sollten Sie „gut zu Fuß“ sein. Oft sind Sehenswürdigkeiten in den Reiseländern leider nicht barrierefrei. Auch so manch ein Hotel ist noch nicht auf Rollatoren oder weitergehende Mobilitätsbeschränkungen eingestellt. Daher sind unsere Reisen insbesondere für schwer gehbehinderte Gäste sowie für Gäste im Rollstuhl oder mit starker Sehbehinderung leider nicht geeignet.

Je nach Umfang Ihrer Mobilitätseinschränkung und individuellem Programm der Reise können wir gern vorab für Sie prüfen, ob eine Teilnahme möglich ist – so dass Sie auch mit Behinderungen/ Einschränkungen auf Ihre Kosten kommen.

Bitte fragen Sie uns vor der Buchung, ob diese Reise für Sie geeignet ist. Wir beraten Sie gern unter unserer kostenlosen Service-Hotline.

Hinweise zu den Ausflügen:

Alle Ausflüge und Führungen finden in deutscher Sprache statt, soweit nichts anderes angegeben ist.

Bitte beachten Sie, dass sich die angegebene Reihenfolge der Ausflüge ändern kann.

Impfungen:

Über Infektions- und Impfschutz sowie andere Prophylaxemaßnahmen für Ihr Wunschreiseziel sollten Sie sich rechtzeitig informieren und ggf. ärztlicher Rat, z.B. zu Thrombose und anderen Gesundheitsrisiken einholen. Wir verweisen dabei auf allgemeine Informationen, insbesondere bei den Gesundheitsämtern, reisemedizinisch erfahrenen Ärzten, Tropenmedizinern, reisemedizinischen Informationsdiensten oder der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns gern unter unserer Service-Hotline.

Zahlung & Reiserücktritt:

Informationen zur Zahlung und zum Reiserücktritt: siehe Allgemeine Geschäftsbedingungen SZ-Reisen GmbH, § 2. + 5. + 7. + 8.

Reisedaten

Reise/Reiseziel:
Mein Schiff 5: Scheich - Maharadscha und zurück
Veranstalter:
SZ-Reisen GmbH, Ostra-Allee 20, 01067 Dresden
Mindestteilnehmerzahl:
15
  • auf/zu

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    • Transferregionen

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Wir empfehlen Ihnen den sofortigen Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung (Reiserücktritt und Reiseabbruch), sowie bei Auslandsreisen eine zusätzliche private Auslandskrankenversicherung.

Wir helfen Ihnen dabei, den optimalen Versicherungsschutz für Sie zu finden. Lesen Sie das Produktinformationsblatt und wählen Sie die gewünschte Versicherung aus.
Wir werden Sie vor der Buchung zu den Konditionen beraten.
Hier finden Sie vorab eine aktuelle Tarifübersicht.

Die Versicherungskosten sind abhängig vom Reisepreis pro Person. Bei Versicherungskosten über 200 € pro Person müssen Reisekunden seit Februar 2018 den gewünschten Reiseschutz direkt bei der ERV buchen. Nach Abschluss der Reisebuchung können Sie hier Ihre Versicherung hinzubuchen.

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