"Kia Ora"

Das bedeutet “Herzlich Willkommen” auf Neuseeland! Am genau entgegengesetzten Ende der Welt gelegen ist Sehnsuchtsziel vieler Europäer. Ja, warum eigentlich? Schließlich kann man erwarten, dass bei vergleichbarem Klima sich Ähnliches wie in Europa entwickelt.
Doch - zum Glück – gibt es ganz deutliche Unterschiede.

Wissenswert

Neuseeland – das sind über 700 Inseln. Die beiden Hauptinseln haben zusammen eine Gesamtlänge von etwa 1600 km. Nur etwa 5 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, die etwa 75 % der Deutschlands entspricht.

Während auf der Nordinsel die Landwirtschaft dominiert und sich hier die größten Städte das Landes - Auckland und Wellington - befinden, ist die Südinsel ursprünglicher. Hier stand ein europäischer Name Pate für die 360 km lange Bergkette der ‚Südalpen‘. Der höchste Punkt der auch ‚Neuseeländische Alpen‘ genannten Bergkette ist Mount Cook mit 3724 m. Dieser Gipfel hat noch einen weiteren Namen: Aoraki. Dies ist Maori und bedeutet so viel wie „Wolkenstecher“.

Tradition


Die Maoris sind die Ureinwohner Neuseelands.

Und hier ist etwas geglückt, was im benachbarten Australien kläglich gescheitert ist – die Ureinwohner erhielten schon 1840 im Vertrag von Waitangi Rechte, die sie zu gleichberechtigten Einwohnern des Landes machen.

Maori ist neben Englisch offizielle Landessprache.
 

 

Der Ort Waitangi ist heute eine Erinnerungsstätte, ein ‚National Reserve’ – ein äußerst positives Beispiel in der Geschichte des Umgangs mit einem ursprünglichen Volk. Zu Recht kann man dieses Abkommen kaum hoch genug würdigen! Auf unserer sz-Reise nach Neuseeland legen wir auch hier einen Stopp ein.

Heute ist die Maori-Kultur selbstverständlicher und stolzer Teil des Landes.
In der größten Stadt Neuseelands, in Auckland gibt es eine traditionsreiche Universität,
an der etwa 40 000 Studenten eingeschrieben sind.

Auch junge Maori studieren an dieser Spitzen-Uni mit hervorragendem internationalem Ruf – auch wenn sie weiterhin ihrer traditionellen Kultur verhaftet bleiben, so wird nach einem modernen Studium der Abschluss (auch) mit traditionellem Gewand und Bräuchen gefeiert.

Auf der Nordinsel

Viele Touristen starten ihre Rundreise in Auckland auf der Nordinsel, so auch wir. Neben Waitangi besuchen wir unter anderem eine bizarre, fremde Welt – das Thermalgebiet ‘Wai-o-tapu’. Dieses wird als ‚Thermische Wunderwelt‘ bezeichnet. Hier gibt es nicht nur Geysire, die regelmäßig spucken und Schlammpools, die geschäftig vor sich hin blubbern, sondern auch die farbenprächtigsten Seen. Überall dampft und qualmt es. Wege durch natürliche Vegetation führen von einem Highlight zum nächsten. Originelle Namen wie ‚Champagnerpool‘ oder des ‚Teufels Bad‘ regen die Fantasie an.

Auf der Südinsel

Zur Südinsel gelangt man per Fähre von Wellington nach Picton. Dies ist eine spektakuläre Fahrt von gut 3 Stunden Dauer über die Cook Strait hinein in die Marlborough Sounds. Diese Sounds sind fjordähnliche Meeresarme, die die stark zerklüftete Küste im Norden der Südinsel bilden. Unübersichtliche Wasserwege werden von hügeligen Inselchen und bewaldeten, bergigen Landzungen begrenzt. Der Blick fällt auf romantische Buchten, grüne Hügel und auf mal breite, mal schmale Meeresarme, die sich weit mäandernd ins Land schlängeln.

Die Südinsel ist ursprünglicher. Hier liegen im Westen die Südalpen mit vielen Gipfeln höher als 3000 m. Dieses Gebiet ist eines der regenreichsten der Welt. Ein Großteil der Insel steht unter Naturschutz. Dorthin zieht es viele Abenteuer-Urlauber und Rucksacktouristen. Das breite Angebot an Outdoor-Aktivitäten geht von Mountainbiken über Bunjee-Jumping oder Fahrt mit einem Jet-Boot. Fallschirmspringen oder Seilrutschen, Rafting oder Kajak fahren werden ebenso angeboten. Und die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Zunehmend investiert die neuseeländische Regierung in die Infrastruktur, um auch andere Touristen neben den extrem-Sportlern anzuziehen. Auch für sie gibt es viele Ziele. Bizarr sind die ‚Pancake Rocks‘, schmale Schichten von Ablagerungen. Man kommt nah heran an die Gletscher Franz-Josef oder Fox. Wunderschön ist auch die Fahrt am ‚Mirror-Lake‘ vorbei. Wenn man die vielen Lupinen sieht, dann erinnert das doch wieder an ‚good old europe‘! Bei einer Schiffsfahrt auf dem Milford Sound kann man mit etwas Glück Robben oder sogar Pinguine sehen.

Fotos & Text von Astrid Lang 

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