Unsere Fidelio hat in Turnu Magurele fest gemacht und für die Gäste, die den Ausflug nach Bukarest gebucht haben, heißt es jetzt von Bord zu gehen, um mit dem Bus an ihr Tagesziel zu fahren. Wichtig zu wissen, dieser Stopp ist nur ein technischer Stopp für die Ausflugsgäste. Ein persönlicher Landgang ist also hier nicht möglich. Das Schiff fährt dann weiter nach Oltenita.

Bukarest - das Paris des Ostens

Kommen wir aber zurück zu unserem Bukarest-Ausflug. Nach ca. 75 Minuten Busfahrt erreichen wir die rumänische Hauptstadt, die man auch als das „Paris des Ostens“ kennt.

Bereits während der Fahrt erfahren Sie viel über Land und Leute. Auf einer Stadtrundfahrt sehen Sie viele markante Punkte und Gebäude der Stadt. Das bekannteste Bauwerk von Bukarest ist wohl der Palast des Parlamentes, der ja bekanntlich von dem damaligen Staatschef Ceaușescu in Auftrag gegeben wurde. Dieser Bau verfügt über 5.100 Räume und die größte Position dabei sind die 52.000 m2 Teppiche.

Von hier aus geht es dann weiter auf den Boulevard bis zum Triumphbogen und nein, nein, wir sind nicht plötzlich in Paris. 

Jetzt geht es zum sehr schönen Dorfmuseum. In einem großzügigen Park hat man Landhäuser, kleine Bauernhöfe und Holzkirchen aufgebaut. Ich denke hier sprechen Bilder mehr als Worte.

 

 

Im Anschluss daran geht die Rundfahrt durch die Altstadt von Bukarest weiter, bis sie sich dann auf den Weg zum Schiff machen. Ein erlebnisreicher Tag liegt nun hinter Ihnen, aber an den kommenden beiden Tagen erreichen wir das große Ziel unserer Reise: das DONAUDELTA!

Sechste Station: Vilkovo

Unsere Fidelio fährt unter der ukrainischen Flagge und auch unsere Besatzung stammt aus der Ukraine. Umso verständlicher ist es, dass wir auch den ukrainischen Teil des Deltas anfahren, welcher 17,5% des gesamten Bereiches einnimmt. Wir werden am Anleger in Vilkovo festmachen, wo sicher eine kleine Überraschung auf uns warten wird. Die Kinder der Schule mit ihrer Musiklehrerin werden uns einige Lieder und Tänze ihrer Heimat darbieten, bevor der Dorfälteste mit seiner Frau uns traditionell mit Brot und Salz begrüßt.

Siebte Station: Punkt 0

Von Vilkovo aus geht es dann mit einem Ausflugsboot das erste Mal in das Delta und genauer gesagt zum sogenannten „Punkt 0“. An dieser Stelle mündet die Donau in das Schwarze Meer. Das ukrainische Delta unterscheidet sich vom rumänischen Delta darin, dass es riesige Schilffelder gibt, in denen viele Vogelarten ihr zu Hause haben.

Die großen Urwälder wie wir sie im rumänischen Delta finden, haben wir hier nicht. Wenn unser Ausflugsboot dann ein wenig beginnt zu schaukeln, sind wir am sogenannten „Punkt 0“ angekommen.

Aus Anlass dieses Moments gibt es dann einen kräftigen Wodka und ein paar Häppchen vom berühmten Donauhering. Gemeinsam mit unserem Schiffsarzt genehmigen wir uns auch ein Schlückchen Bier.

Achte Station: Tulcea

Am Abend geht es dann nach Tulcea und in das rumänische Donaudelta, welches 82,5% der Gesamtfläche ausmacht.

Am Morgen nach dem Frühstück haben Sie die Möglichkeit an zwei Ausflügen, die parallel laufen, teilzunehmen. Einer wird wieder mit einem Ausflugsschiff durchgeführt und eine Tour geht mit den Schnellbooten ins Delta.

Auf dem großen Ausflugsschiff haben ca. 100 Gäste Platz und fahren durch die großen Kanäle des Deltas. Sie werden eine sehr gute Erklärung über das Delta und seine Flora und Fauna bekommen. Sicher werden Sie auch sehr viele verschieden Vogelarten zu sehen bekommen.

Ein kleinwenig anders ist es mit den Schnellbooten. Dort haben maximal 8 Personen Platz. In jedem Boot werden ein Reiseführer und ein Bootfahrer sein.

Dann geht es in rasanter Fahrt in das Delta hinein. Diese rasante Fahrt endet spätestens dann, wenn es in die kleinen Kanäle geht, wo das große Ausflugsschiff nicht einfahren darf. Hier geht es im Schneckentempo durch das Delta. Mein Tipp an dieser Stelle! Fotofreunde bitte die Speicherkarten am Vortag leeren, denn es gibt sicher viel zu fotografieren.

Bei der Tour mit den Schnellbooten gibt es dann auch eine kleine Pause, um die menschlichen Bedürfnisse befriedigen zu können.

Ich könnte jetzt noch fast einen Roman über das Delta schreiben, aber dies würde jetzt den Rahmen sprengen. Deswegen sage ich einfach mal, kommen Sie mit auf diese Reise und entdecken selbst dieses einmalige und sehr schöne Donaudelta.

Auf Wiedersehen

Am zeitigen Nachmittag begeben wir uns dann mit der Fidelio auf unseren Rückweg und unser nächster Stop ist am kommenden Tag in Bulgarien bei der Stadt Rousse.

Fotos & Text von Volkmar Richter

... weiter geht's in Teil 4!

Was Sie ab da bis zum Schluss Ihrer Reise erleben können erfahren Sie im 4. Teil dieses Berichtes.

Fotos & Text von Volkmar Richter


1 Kommentare

Weltenbummlerin11. Dezember 2020 um 12:05 Uhr

Eine sehr spannende Reise, mit einer sympathischen Gruppe und alles gut organisiert.

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