Weihnachten und der Jahreswechsel. Immer eine schöne Zeit über vergangenes und die Zukunft nachzudenken, aber auch für den einen oder anderen Herzenswunsch, der in Erfüllung gehen kann, wenn man nur ganz fest daran glaubt.

Plätzchen oder Palmen - was darf es sein zu Weihnachten?

Fedrig leichter Schnee rieselt langsam herab und türmt sich auf der Fensterbank zu einem dicken weißen Polster. Nichts wie ab nach draußen, wo ein frostiger Wind Spaziergängern rotwangige Wintergesichter färbt und bei jedem Schritt gefrorenes Laub knisternd unter den Schuhen bricht. Tiefer lassen sich die Hände gar nicht in den Manteltaschen vergraben, aber wärmer darf es jetzt auf keinen Fall werden.

Dann wäre es viel zu schnell vorbei mit dem Zauber einer schneeköniginnenweißen Weihnachtszeit, mit eisblauem Himmel und kristallklarer Luft. Zum Aufwärmen gibt es ja schließlich Glühwein. Das smaragdrote Winterglück im Glas sorgt für beschwipste Besinnlichkeit und zählt zusammen mit gebrannten Mandeln und Lebkuchen zu den Grundnahrungsmitteln im Advent.

Auf jedem Weihnachtsmarkt bringen sie den Dreiklang der Gemütlichkeit zum klingen. Zwar können diese Weihnachtsleckereien nicht heilen, aber sie trösten über jeden Winterblues hinweg, der einem trotz aller Festtagsromantik manchmal ganz schön zusetzen kann. Auf dem Boden der frostklirrenden Tatsachen liegen im Dezember nämlich viel zu oft matschige Feldwege und sturer Nebel.

Bescherung in den Bergen

Vor allem Städter leiden unter den lichtscheuen Tagen, wenn der Himmel die Farbe von Nacktbeton trägt und ein lästiger Wind unaufhörlich an der Kapuze zerrt. Die Schönheit von Schneelandschaften kennt man in der Stadt meist nur dem Namen nach. Auf dem Land dagegen kann man sie genießen, weil die Jahresendzeit dort ihre winterlichen Pflichten bestmöglich erfüllen kann. Eine kleine Reise in die Berge ist deshalb auch das ideale Mittel gegen grassierende Schlechtwetterstimmung.

Auf den Dächern rustikaler Almhütten balancieren meterdicke Schneehauben, und ein wolkenfreier Himmel beschert den Winterurlaubern schnell sonnenverbrannte Nasen. Für die einen dürfen es waghalsige Schussfahrten oder rasante Rodelpartien sein, andere schnallen sich lieber die Schneeschuhe an und hinterlassen auf ihren Routen durch sonnige Hochtäler Yeti-große Spuren. Der Puls wird kräftiger, der Atem geht tiefer. Sobald man stehen bleibt, wird es vollkommen still, bis sich irgendwo zwei Vögel Neuigkeiten zurufen, und eine hechelnde Windböe den Bäumen die weiße Last von den Zweigen schüttelt. Eine alte Volksweise kommt einem in den Sinn: „Es schlafen Bächlein und Seen unterm Eise, es träumt der Wald einen tiefen Traum. Durch den Schnee, der leise fällt, wandern wir, durch die weite, weiße Welt.“ Ruhe im Äußeren, Ruhe im Inneren – so wird die Winterwanderung zu einer wohltuenden Massage fürs Gemüt.

Tropenhitze statt Tannenduft

In der besten aller Weihnachtswelten wartet dann am Abend kuschelige Gemütlichkeit am Kaminfeuer samt Christstollen und Kerzenschein. So lassen sich die vielen schlechten Nachrichten der Gegenwart wenigstens vorübergehend vergessen. Wenn Minustemperaturen und kalte Füße allerdings zum Dauerzustand und das Tragen von Mütze und Schal zur lästigen Pflicht werden, möchte manch einer am liebsten zu den Bären in die Höhle kriechen und erst wieder herauskommen, wenn der Frühling kein fernes Gerücht mehr ist. Es gibt jedoch eine attraktive Alternative zum Winterschlaf und die lautet – Reise zur Lichttankstelle. „Nichts Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne zu sein!“ Nie erscheint diese Gedichtzeile wahrer als inmitten eines langen Winters, wenn wir uns Liegestühle statt Lametta wünschen, Meer statt Marzipan und barbadosbunte Getränke statt Gänsehaut. Warum also nicht Weihnachten mal ganz anders feiern, im Nikolauskostüm auf Wellen surfen, Zimtsterne am Strand naschen und zur Bescherung Badehose und Bikini tragen? Kann so ein Traditionsbruch tatsächlich glücklich machen?

Heilige Nacht, lärmige Nacht

Zweifler beruhigt der Gedanke, dass auf so viel Vertrautes bestimmt nicht verzichtet werden muss, weil Christen doch überall auf der Welt den Heiligabend begehen. Krippenspiele gibt es auch in der Karibik, und Mitternachtsmessen werden schließlich sogar in Indien gefeiert, wenn auch ein bisschen bunter und explosiver als bei uns. Welches Christusbild auch immer die portugiesischen Missionare mit nach Indien gebracht haben mögen, in vielen Krippen hat sich als Jesuskind eine eigentümliche Mischung aus pummeligem Elefantengott Ganesh und einem stupsnasigen Engel von Leonardo da Vinci durchgesetzt. Die Altäre versinken unter einem Gestrüpp aus neongrellen Lichterketten, und um die frohe Botschaft auch garantiert unters Volk zu bringen, wird mit Jubelschreien und Feuerwerk viel Lärm um die Verkündigung gemacht. So knallen in der heiligen Nacht Böller und Raketen in trommelfellzerreißender Lautstärke durch die Straßen. Das ist dann selbst dem Atheisten oftmals zu exotisch.

Ich bin nicht religiös, sagt er immer, bei Omas Gänsebraten, dem Schwibbogen im Fenster und den vertrauten Weihnachtsliedern aus der Kindheit wird er zwar nicht fromm, aber von einer sehr andächtigen Nostalgie ergriffen. Das ist sie, die Weihnachtssentimentalität, die man vielleicht doch nicht so leichtfertig gegen ein bisschen wärmenden Sonnenschein tauschen sollte.

Frühjahrsfreuden

Durchgefrorene Nordeuropäer könnten sich doch erst einmal an der Vorfreude auf den Frühling wärmen und auf die Reisen in Regionen, in denen sich die Sonne schon im März kräftig anstrengt, um zu wärmen, während bei uns in Deutschland immer noch ein Wetter zum Abschiednehmen herrscht. In Andalusien zum Beispiel ist noch vor dem ersten Augenaufschlag die südspanische Leichtigkeit fühlbar. Sie schlüpft mit der morgendlichen Brise ins Zimmer, die den allgegenwärtigen Duft von Wind und Wellen, Bitterorangen und Zitronen hereinweht. Ringsum blühen und knospen Jacarandabäume, Orleander und Jasmin, und die Wirte servieren ihre Tapas schon draußen. Frittierter Tintenfisch, marinierte Sardellen und überbackene Miesmuscheln werden in der Mittagssonne von fetttriefendem Papier gegessen, und Café con leche schmeckt hier so vollkommen anders als in der amerikanischen Kaffeehauskette zu Hause. Auf den Terrassen legen Gäste mit geschlossenen Augen die Köpfe in den Nacken und strecken ihre blassen Gesichter dem sanften Licht eines wolkenlosen Tages entgegen, so als müssten sie erst noch auftauen, bevor sie sich auf diesen frühen Frühling einlassen können.

Weihnachtswünsche von Globetrottern

Allein die Erinnerungen an solche Frühjahrsreisen zaubern selbst im tiefsten deutschen Winter eine mediterrane Stimmung herbei. Unsere Gesichter nehmen dann einen strahlenden, sehnsüchtigen, ein wenig entrückten Ausdruck an, und schon sind wir dabei, über neue Ziele nachzudenken. Wollen wir demnächst endlose Weiten in der Wüste erleben, bei einem Glas Ouzo in einer griechischen Strandtaverne sitzen, auf Korsika wandern oder uns von Rom begeistern lassen? Träumen auch Sie unterm Tannenbaum davon, bald wieder die Koffer zu packen, oder hegen Sie völlig andere Weihnachtswünsche? Verraten Sie uns, was auf Ihrem Wunschzettel in diesem Jahr ganz weit oben steht!


6 Kommentare

Andrea Behnisch04. Dezember 2022 um 09:37 Uhr

Dieses Jahr war ich in Rom mit SZ Reisen und 2023 würde ich gern mal nach Madeira fliegen.

wulline02. Dezember 2022 um 21:08 Uhr

Griechenland wäre mein Herzenswunsch. Vor allem Santorini hat es mir angetan. Evtl ergibt es sich ja in 2023 irgendwie

Angela Siegemund01. Dezember 2022 um 14:37 Uhr

Ich möchte mit SZ-Reisen 2023 in die Schweiz fahren.

Ludwig Stefan Ruitz01. Dezember 2022 um 13:14 Uhr

Unser Weihnachtswunsch wären eine Andalusien Reise mit SZ-Reisen. Vor 2 Jahren schon mal gebucht, aber Corona kam dazwischen.

Kulikova,Alla28. November 2022 um 15:18 Uhr

Ich liebe Reisen!Italien steht auf dem Weihnachtszettel

Kerstin Klein 28. November 2022 um 15:15 Uhr

Wir möchten 2023, wieder bei SZ-Reisen, unseren Urlaub buchen...... im Frühjahr an den Gardasee !

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